Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberhessen
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Widerspruch zu setzen.
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Wir sind hart rn^chlossen, die Poktlk, -ie wir einge»
Widerhandlungen werden an den Tätern und aw den verantwortlichen Direktoren oder Oberbeamte« der betreffenden Unternehmungen mit Gefängnis- strafe bi» zu 20 Jahren und mit Geldstrafe bis i< 500 000 Goldmark oder einer dieser'Strafen g«
dem Direktor der belgischen Nationalbank Lepren; über die Ausgabe einer 400 Millionen Franken« Anleihe auf dem Pariser Markt geeinigt hat.
3» Sagt in de« beW» Stilett d.
Paris, 18. Aug. Nach einer Havas-Meldung aus Düsseldorf hat zur Verhinderung von 6a«; botageakten in Fabriken, Gruben usw. Deneral De» goutte einen sofort in Kraft tretenden Erlatz ver> öffentlicht. Darin wird in allen industriellen
rung auf Reparationskonto nach dem Versailles Vertrag in Frage kominen, insbesondere in Kohlen« grübelt und Kokereien, jede Zerstörung, jede Fort« nähme, jede Umänderung der Einrichtungen, welche । die Produktionsfähigkeit vermindern oder die Qua»^ lität der Produkte verändern könnte, verboten. Zu
ahndet. Die Beauftragten der französisch-belgischen Zngenieurmisston haben das Recht, zur Feststellung
Departement zum Wiederaufbau seiner Ruinen gemacht habe und wo er fttn? Rede mit den Worten schloß:
Presse übergeben roerden. Rach dem Blatte stelle
sie das letzte Wort dar und den alleräußersten Ver« | Unternehmungen des Ruhrgebiets, di« für Liesegleich, zu dem Frankreich bereit wäre. Von den 26 Milliarden Goldmark, die Frankreich bekommen
London, 18. Aug. Alle Gerüchte über eine Zusammenkunft zwilchen Baldwin und PoincarS, wenn Baldwin auf seinem Wege nach Aix-lex-Vains durch Paris kommt, werden nach Reuter für sehr Ä* I ^1«« Sn«"»*™««'- toi« d--
|et man nutzt der wretnung, vag eine uermuye -ou» I " ,
sammenkunst sehr befriedigende Ergebnisse zeitigen Unternehmungen zu befuchen und sich aue wnj könne, bevor nicht die Lage etwas klarer ge-1 auch Zeichnungen und Dokumente, die daraus worden sei. I zag haben, vorlegen zu lassen. Zhre Behinderung
* » oder Verweigerung der Dokumente wird an deg
P a r i s, 18. Aug. Wie die Morgenblatter meb> I Direktoren oder den Personen, die direkt daran be* ----' sind, mit Eelängnis bis zu 5 Jahren und'
Paris, 19. Zug. Rach einer Havas-Meldung aus Straßburg hat die Straßburger Handelskammer auf die Unzuträglichkeiten aufmerksam gemacht, die die einander ständig folgenden Berkehrssperren zwischen dem unbesetzten Deutschland und dem Brückenkopf von Kehl für den französischen Ausfuhrhandel Hervorrufen Die Rheilanvkonnnifsion hat deshalb beschlossen, den Kehler Brückenkopf im allgemeinen von der Verkehrssperre auszunehmen.
Berlin, 18. Aug. Die Reichsbahndirektion teilt mit, daß nach ih't zugegangenen Mitteilungen infolge der Verlängerung der von den Franzosen ausgesprochenen Personenverkehrssperre die Gin« reise in das besetzte Gebiet unmöglich und der Versuch, die Sperre zu umgehen, mit Lebensgefahr verbunden sei. Das Randgebiet ist von Zurückretsen« den derart überfüllt, daß auch von einer Einreise in das Randgebiet dringend abgeraten wird, da 'lnterkunftsmöglichkeiten in diesen überhaupt nicht mehr vorhanden sind und die Verpflegung auf Schwierigkeiten stößt.
Ein Aufruf des Reichsministers Dr. Fuchs.
[ Berlin, 18. Aug. Der Reichsminister für die besetzten Gebiete, Dr. Fuchs, erläßt einen Ausruf an die Deutschen an Rhein und Ruhr, in dem es heißt: Durch meine Abstammung und bisherige Tätigkeit mit dem Rheinland eng verwachsen, werde ich auch in dieser Stellung meine ganze Kraft daran setzen, der in unsäglicher Bedrängnis um die Zukunft de« Vaterlandes ringenden Bevölkerung zu helfen der. Rot zu steuern und die Leiden zu lindern. Je schwerer die Zeit und je größer die Rot, umso fester
I weiß ich die Treue der besetzten Gebiete zum Reiche und zu den Ländern. Mit dieser Gewißheit übernehme ich mein Amt.
müsse, würde nicht ein Sous aufgegeben, vorausge- etzt natürlich, daß gleichzeitig die Schulden Frankreichs an die übrigen Alliierten gestrichen werden. Weiter stelle die Note fest, daß Frankreich im Ruhr- gebiet bleiben werde, weil es im Gegensatz zu der englischen Ansicht dies als das einzige Mittel betrachte, um Deutschland den Willen zur Zahlung einzuflößen. Nach dem ,Lntransigeant" umfaßt die Note 26 Seiten.
früheren gemeinschaftlich«» Erklärungen aller Allrier« fen einschließlich Englands zu antworten. Würden wir alle nicht viel besser daran tun, praktische Lösungen für Probleme zu suchen, an denen jeder Von un3 interessiert sein muß? Europa wird das wirtschaftliche und moralische Gleichgewicht erst an dem Tage wieder finden, an dem der Friede in Europa au? solider Grundlage wieder bergestellt ist. Der Friede verlangt di- lokale Ausführung der nnterzeichnten Verträge und die gerecht- und vollstäMge Reparation der angerichtet?» Schäden. Frankreich verlangt nichts anderes und England kann tlöVg anderes wollen. Wir werden uns also schließlich v« bändigen müssen. Poincarö „■„..k, die öffentlich« Meinung im Ausland beginne den gegen Frankreich erhobenen Vorwurf des Imperialismus lächerlich zu finden. Im Reichstage habe Dr. Stresemann am Aberü» vor seiner Ernennung zum Reichskanzler den Vorwurf erhoben, daß Frankreich Napol-on nachahme, daß Frankreich die deutsche Seele durch Provokationen reize. Poinearö ftagte dann, von wem die Herausforderungen gekommen seien. Wer habe sich seit der Unterzeichnung des Friedensvcrtrages geweigert, ibn auszuführen, wer habe sich der Auslieferung der KriegsschuLigen entzogen und bewußt di« Kontrolle der Entwaffnungskommission behindert. Wer habe sich den Kopf zerbrochen, um die Zahlungen unmöglich zu machen und seine Schuld nicht zu bezahlen? Poincarö kam bann auf den Kricg Von 1870 und die Einverleibung von Elsaß-Lothringen in Deutschland zu sprechen und fragte, ob es nicht dieses Verbrechen sei, das 44 Jahre hindurch nut aller Schärfe auf der Ruhe der Welt gelastet habe? Und als Deutsch- land, verwirrt durch eine Art von Größenwahnsinn 1914 zu dem tollen Angriff auf Belgien und Frankreich schritt, habe sich kein einziger unter Frankreichs Verbündeten gefunden, der sein Recht auf dir Einverleibung Elsaß-Lothringens bestritten habe. Seit 1870 hätte also das Gewissen der Menschheit sich noch nicht an ditei« Unegrechtigkeit gewöhnt. Möchten doch heute Frankreichs Freunde an diese Lehre denken. Ein auf der Ungerechtigkeit begründeter Frieden sei immer gefährdet. Ein gruben, den man aus der Gerechtigkeit hätte begründen wollen und den man langsam au« ftin m Rahmen wieder würde binausgleiten lassen, fei noch unbeständiger. Rühren wir also nicht, schloß Poiucarö, an den Frieden und fasstn wir etttzig den Entschluß, der groß, vernünftig und friedferttg ist, nämlich, bie eingeganZenen Verpflichtungen und die Sicherheiten und ihnen Achtung zu verschaffen.
schlagen haben und die die Billigung der Kammer erhaldn hat und die den allgemeinen Wünschen des Landes entspricht, weiter »u verfolgen.
Zu einer ausführlichen Rede nahm sodann Poincare das Wort bei der Einweihung des Kriegerdenkmals. In dieser Rede schilderte er die Kämpfe um Eharleville. ES schien offensichtlich, daß die Alliierten im Frieden das Werk vollenden würden, dessen Grundlage sie auf den Schlachtfeldern gelegt hätten. Sie haben Grundsätze verkündet, die die Verantwortlichkeit Deutschlands aussprechen und das Recht der verbündeten Machte aus die Reparation der erlittenen Schäden. Die Nationen aber begreifen bei großen Zusammenbrüchen und großen moralischen Krisen die Notwerwigkeit einer Einigkeit besser, als wenn sie sich im Bunde herzlicher Freundschaft be- finben. Die öffentliche Meinung der Völker muß gegen solche Versuchungen des Egoismus sich auflehnen. Wir Franzosen würden jede Tat und jedes Wort für ein Verbrechen halten, das darauf ausginge, diesen Bund zu stören oder zu lockern. Wir haben alle Anstrengungen gemacht und werden dies weiter tun, um unsere Polittk der aller Verbündeten anzunähern. England z. B. beklagt sich über eine lange und schmerzliche Arbeitslosigkeit. Die eng- fische Regierung täuscht sich, wenn sie sich einbilltet, daß diese Arbeitslosigkeit et ne Auswirkung der Ruhrbesetzung ist. Die testen englischen HandelsstatistDen zeigen, daß nach unserem Einmarsch ins Ruhrgebiet, das heißt, seit Januar bis Ende Juli die Ausftrhr und Ein- itthr Großbritanniens die der ersten sieben Monate 1922 übertroffen hat. Der Transit durch England hat im Vergleich zur Güterausfuhr des Jahres 1922 um 13,5 Prozent zugenommen. Ich schließe daraus nicht, daß England auS der Ruhrbesetzung einen Vorteil gehabt hätte. Ich hätte gewollt, daß eS einen größeren Nüven tmtion hätte und zwar an unserer Seite Aber, wenn c3 in England Arbeitslose gebe, so hat General Degoutte wirllich garnichtS damit zu tun. Ebensowenig ist es ein sehr glücklicher Argument, die Gesetzlichkeit unserer Pfandergreifung zu bestreiten Es ist zu ein- lach mit dem eigenen Text des Friedensvertrages und mit
3it IrcnsWtn Antwort ob SaoliA.
Paris, 18. Aug. Die gestern abend durch einen Sonderkurier nach Brüssel gebrachte Abschrift der französischen Antwort an England wird im Laufe des heutigen Tages durch den Brüsseler französischen Botschafter dem belgischen Außenminister übergeben. Herr Herbette wird die Gelegenheit wahrnehmen, rote die Blätter mitteilen, um Herrn Jaspar davon zu benachrichtigen, daß, wenn er im Einvernehmen mit Herrn Theunis es für angebracht halte, nach Kenntnisnahme des Schriftstücks verschiedene Anregungen auszusprechen, Herr Poincarö durchaus bereit sei, ihnen Rechnung zu tragen. Diese Anregungen könnten indessen nur auf untergeordnete Fragen Bezug nehmen, und es ist anzunehmen, schreibt der „Petit Parisien", daß I sie noch im Laufe des heutigen Tages dem franzö- 'chen Ministerpräsidenten mitgeteilt werden, so daß der endgültige französische Text am Montag dem Foreign Officie in London zugestellt werden könne.
Wie schon mitgeteilt wurde, trägt die französische Regierung sich mit dem Gedanken, dieses Dokument in Form eines zweiten Gelbbuches so schnell wie I möglich der Oeffenilichkeit zu übergeben. Die hiesigen Blätter glauben, daß die Veröffentlichung bereits am kommenden Dienstag erfolgen wird.
Die französische Note war ursprünglich so eingeteilt, daß im ersten Abschnitt eine Widerlegung I Wort für Wort auf die Ausführungen Lord Curzons und in einem zweiten Abschnitt eine ausführliche Darstellung der französischen Reparationspolitik erfolgen sollte. Der „Petit Parisieü" glaubt indesien zu wissen, daß Poincar^ im letzten Augenblick es sich anders überlegte und die Reihenfolge der beiden Teile vertauschte, so daß die Darlegung der französischen Reparationspolitik der Abhandlung der englischen Note vorangeschickt werde. Diese Umkehrung habe einen doppelten Vorteil, da die Ausführungen Poincar6s betreffend die Reparationsfrage, die in meisterhaftem Stil abgefaßt sein Zollen, der Kontroverse, welche infolge der englischen Bemerkungen ziemlich trocken ist, ihtren eine angenehmere Wendung geben.
Paris, 18. Aug. Wie der »Temps« aus Brüssel meldet, hat der französische Botschafter heute mittag um l/ylZ Uhr dem Minister des Aeußern die französische Note überreicht. Rach der ; „Liberte" wird die Note am Montag abend der
Der Wer int ilt Serletoerre.
Hannover, 19. Aug. Der Beschluß der Rheinlaichkommission, die Grenze zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet weiter geschlossen zu halten, hat den Berliner Schriftleiter des „Haunoversckren Couriers" veranlaßt, den Reichskanzler zu bitten, sich zu diesem neuen Gewaltakt der Franzosen zu äußern. Dr. Stresemann sagte in der Unterredung n. a., diese Eingriffe führen nur dazu, die Gefühle der Verbitterung in Deutschland zu vermehren. Das uns durch die Besetzung der Ruhr angetane Unrecht, das den passiven Widerstand hervorgerufen hat, macht es gerade jetzt, wo Regierungen und Völker von ganz Europa sich eichlich zu dem Wi len zu- sammenzufinden scheinen, den gegenwärtigen Zu'anv zu beseitigen, dem deutschen Volk außerordentlich st' wer, seiner Regierung auf dem Wege der Besonnend«! und der nüchternen Ueberlegung zu folgen. Ich kann nur den Wunsch aussprechen, daß man insbesondere in Fra ikr ieb - darüber Nachdenken möge, ob es richtig ist, sich mtt.den Geboten der Menschlichkeit und der Vernunft erneut in
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sekt mi andetren hohen Zivilbeamte» persönlich erschienen. Bei den Gedächtnisreden wurde des jungen tapferen Soldaten gedacht und unter wüste» Schmähungen behauptet, daß er ftn Ruhrgebiet bei Erfüllung seiner Pflicht von den „Boches" meuchlings ermordet sei. Als die Hülle von dem Denkmal siel, konnte man auf ihm die gleiche Behauptung eingemeißelt erblicken. Wie aber liegen die Dinge i» Wirflichkeit? Der junge Schmidt ist von einem französischen Sergeanten im Leichtsinn erschossen roorben. Der Sergeant war geständig und wurde wegen seiner Tat von dem französischen Kriegsgericht in Werden zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Die französische Militärverwaltung, die Angehörigen des Erschossenen haben also gewußt, auf welche Weife der Unglückliche um das Leben gekommen ist. Trotzdem diese verlogene Denkmals„weihe", von der Berichte in alle Welt gekabelt wurden, trotzdem die Verewigung dieser Lüge in Stein gemeißelt über einem Grabe. Die „Granbe Nation" erkennt auch die Majestät des Todes nicht an!
Die iiblilhe Snnntaesrfte $ointate$.
Paris, 19. Aug. Während sein-r Anwesenheit in Eharleville hat Ministerpräsident Poincare heute drei Mal das Wort ergriffen. Zunächst hat er bei dem Empfang im Rathaus zu Eharleville an die Schrecknisse der deutschen Besetzung erinnert und u. a. erwähnt, daß Ehatte- ville der Sitz de« Hauptguartters gewesen sei. Das feieif Erinnerungen, die man nicht vergessen könne.
Poincare begab sich bann in veu Generalrat des Ackennen-Departcmcnts, wo er seiner Freude über die außerordentlichen Anstrengungen Ausdruck gab, die das
Hlag von neuem zu unterbreiten, daß die amerikanisch! Regierung die unparteiische Festsetzung der deutsche» Zahlungsfähigkeit, Reparcttion-n zu zahlen, durch eine btternationale Kommission begünstige, und, „wenn ein- L geladen", Vertreter ernennen w*>rde. Falls die Motte „wenn eingeladen" die einstimmige Einladung bedeute, fen, was auch bet Rewhvrker Berichterstatter des „Daily lelegraph" ausbrückte, so wirb bern Blatte zufolge durch Uoincares Annahme ober Verwerfung bet britischen Vorschläge bie Kommission „neue Bebeutung" anuehmen. Luch die „Morning Post" erinnert in ihrem Leitartikel daran, daß die Vereinigten Staaten ihre Unterstützung ter geplanten internationalen Kommission zur Unter» t ßützung bet deutschen Zahlungsfähigkeit nicht geben werten, wenn die Einladung nicht von allen Alliierten kommt.
Pari», 18. Aug. Wie der „Newyotk Herold" aus Washington berichtet, hat gestern der kürzlich aus Europa Mrückgekehrte Senator Smoot erllärt. daß er an» simgs nächster Woche dem Schatzsekretär Mello» nahe- Itgen werde, den Schuldner» der Vereinigte» Staate» noch einmal die Vollmachten der amerikanische» Schuldenfun- dierunaskommisfion zu notifizieren, oer sowohl Mellon M Smoot als Mitglieder angehören. Dieser Entschluß Smoots wird auf seine Reiseeindrücke zurückgeführt, die ifcn davon überzeugt hätten, daß gewisse Staaten nid?* daran dächten, in absehbarer Zeit zu bezahlen, wen:. < «cht von der amerikanischen R-gitbung ein kräftiger Druck auf sie ausgeübt werde.
Marburg
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in dn Seporationsirooe.
' New ho rk, 17. Aug. Nach einer Meldung der „New gort Times" aus Washington hat Hughes den Regicrun» ftn von Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Italien durch die amerikanischen Botschaften eine identische Bote zugehen lassen, durch die Har gemacht wird, daß Bin Wechsel der amerikanischen Haltung in der Repara- iionssrage als Folge des Amtsantritts des Präsidenten Loolidge eingetreten sei. Wen» die Note wiederhole, daß Amerika bei den Anregungen bleibe, die in der Rede des Staatssekretärs in Newhaven enthalten fmd. so bedeut' das eine erneut« Unterbreitung des Vorschlags, daß eine Kommission von Finanzsachverständigen gebildet werden feile. Aber diese erneute Unterbreitung des Vorschlags werde dem Vernehmen nach in weitem Maße als Vorsichtsmaßregel getroffen derart, daß die Mächte gena t davon unterrichtet werden, daß sich die amerikanische Hai- iung durch den Regierungswechsel nicht geändert habe.
London, 18. Aug. Zu der Note an W amerikam- tt-n Vertreter in Europa schreibt „Dailh Telegraph" in einem Leitartikel, der Hauptzweck der amerikanischen
zrmMtze Jeilmlrmlhe.
Allsonntäglich wird in Frankreich in irgend einem Dors oder einer Stadt ein Kriegerdenkmal «ngewecht vnd die Spitzen der Behörden, dir hehe Generalität, ja sogar di« Minister mit Herrn Poincare an der Spitze, bemühen sich, durch ihn Gegenwart und ihn Reden dem festlichen Akt die richtig« Weih« zu geben. Die Gelegenheit, die gesunkene Stimme zu heben und den Haß gegen Deutschland wieder aufzuirischen, wird ausgiebig benutzt. Tie Toten, zu deren Ehren die Veranstaltung eigentlich stattfinden soll, sind für die hohen Herren Nebensache, der politische Zweck Hauptsache.
Ein besonders krasser Fall bei Mißbrauchs der Hel- denverchrung für die französische Lügenpropaganda ereignete sich kürzlich in dem Vogesensorfe Mooch. Dort wurde ein Denkmal für einen bei der Ruhrbefttzang um- gekommenen Einwohner der Ortschaft, einen gewissen' Schmidt, enthüllt. Die Eiuwohnerschait von Mooch und den umliegenden Dörfern war um da» Denkmal ver- sammelt, Generäle i» Auto tzrbeigeeilt und dtt
den, hat Poincars gestern den französischen Bot-1 - mit E^ängnis bis zu 5 Jahren un
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Der Anzeigenpreis beträgt für de» 9ge|p. Zetlenmillimetee 30000 Rk. Amtlich« und ausw. Anzeigen 40000 SOft B«t schwierig«» Satz 50*,, Aufschlag. Eammeleaz«ig«» lOO’/o Aufschlag. Spät einlaufeud« ober b«« Raum übet . *
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General Allen fordert Amerikas Eingreifen.
Newyork, 17. Aug. Wie aus Williamstown (Mai sachusetts) gemeldet wird, sagte bvt frühere Komman beut bet amcrikainschen Streitkräfte in Koblenz, General Allen, in einer Rebe vor bem Institut für Politisk. *orin er bie sofortige amerikanische Beteiligung an der Lösung bes europäischen Problems befürwortete, er habe dem Staatsdepartement einen Plan zur Lösung bei Schwierigkeiten bes Ruhrproblems unterbreitet. Er habe diesen Plan mit dem Staatsdepartement trörhrt und sei der Ansicht, daß derselbe in Erwägung gezogen weroe, deshalb zögere er, ihn jetzt schon bekanntzugebe». Mer die Lösung sei möglich und sollte in Angriff genommen werden. Amerika rissiere bei den europäischen Wirren weniger, als wenn es noch weiter zuwarte angesichts einer immer zunehmenden Gefahr und des Elend», das Mit dem Verzug verbunden sei. Die Ruhrbesetzung Kelle sich al» größter Wirtschaftskrieg der «odernenen Zeit bat, der von unnennbarem Elend für Hunderttausende sei. Bisher habe da» bntu teanzösische Vorrücken keine Reparationen ergeben, die dn Verhältnis ständen zu den Kosten, und es sei auch nicht Möglich, daß dies geschehen werb«.
Man bfirfe nicht sagen, daß «s sich nut noch um einen Uickkarnpf Handl«, benn«Sseiunmöglich,di«Er- bitterung eines 62 Millionen starken S3ot= ker für lange Zeil »urückzuhalten. Es sei angebracht, daß Amerika zusammen mit den anderen dabii Mitwirke, eine vernünftige Regelung zu fordern, btt beiden Teilen Sicherheit gewähre und angemessene Reparationen für die den Siegern zugefügten Schaden bringe.
Nach der „Newhor Times" aus Washington, haben die maßgebenden Beanüen de« Staal-deportementS cs abgelehnt, eine Erflärung über den Plan Allen? abzugeben.
uuDBerM e. nnleteb j w J. H. Schäfer _
Lote sei anscheinend, den Regierungen Europas de» von Hughes in seiner Rede in Newhaven gemachten Vor