Einzelbild herunterladen
 

MchM Zeiliui

Amtliches Bukündigungsblatt des Kreises Marburg.

eeiiBeren e. vernlckeN

*»* J, H. Schäfer

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberheffei

Englische Kvitik

444»

1514

;e

rach

. , verholt den Gedanken einer gemeinsamen alliierten

enen

?llofe

ann

-r Den besten

letatrf, daß er zurückweichen werde. Unter diesen Lnständcn hätte die britische Regierung

if 1401 'i*ee* ioinli

rejer« t erst, n«.

Hont* ote e. 444»

3

82,398» us 14,

Biese bittere Lektion genossen bat?

t Garvin fährt fort: Die wahr« Pvtikik bilden 100 000 Bajonette und Säbel mit einer en

London, 6. Aug. Garvin veröffentlicht in tnn konservativen Sonntagsblatt „Observer" einen Artikel, worin er sowohl die französische wie die Htitische Politik einer ungewöhnlich schar- ||it Kritik unterzieht. Er führt u. a. aus:

Worte allein genügen nicht, die Nation verlangt Ifcten. Das Kabinett hat bisher nicht gezeigt, dass

vom Völkerbund.

Parts, 6. Aug. Die gemischte Kommission de» Völkerbundes fvr die Herabsetzung der Rüstungen hat öre Arbeiten gestern fortgesetzt und mit der Prüfung eines Vertragsentwurfes über gegensetttge Unter* stützung begonnen. Die Diskussion erstreckte sich ganz besonders auf die Frage, tn welchem Matze Sonder» abkommen insbesondere Alliancvertriige dem allge­meinen Vertragsentwurf angegliedert werden könne». Der Vorsitzende der Kommission, der frübere italieni* sche Ministerpräsident Scbanzer bat sich infolge Krank­beit seiner Fran nach Italien begeben. Der Vorsitz ist an einen französischen Delegierten vbcrgegangen.

M

rit e 8.

S dazu fähig ist. Baldwins natürliche Energie ■ Barbe von der Mehrheit des Kabinetts verwässert.

krotz aller Lehren der letzten 18 Monate beging MN den sinnlosen Fehler zu versuchen, die Hartnäckigkeit des französischen Ministerpräsidenten tzsrch sorgfältig überlegte, versöhnliche Worte P» erweichen. Gerade so gut hätte man zärtliche -Ansprache an einen Mühlstein halten F Jfcmen. Was im übrigen PoincarS auch sein mag, Sülar oder zweideutig ist er nicht. Seine Deen mögen verhängnisvoll sein, aber sie sind klar «td deutlich. Er hat seine unabänderliche Politik

Die Deutschent

Paris, 6. Aua. Oberstleutnant Rousset, der be­kannte MilitärsSniftsteller, der sich beute über die bet« sckiedenen Brände auf den französischen Flugplätzen ausspricht, die tn der letzten Zett stattgesunde« haben, cntblödet sich nicht, folgendes nieder,»schreiben. daS man verzeichnen mutz, um tu erkennen, mit welchen Mitteln augenblicklich in Frankreich an einer Ver- betzung gegen Deutschland gearbeitet wird. Die Deut- 'chen, so beitzt es tn dem Artikel, zählen anscheinend auf den Luftdienst, um sich für tbre Niederlage zu rächen und sie schrecken bor keinem Manöver zurück, nm unS zu Verbindern, auf Sronauttschem Gebiet einen Vorsprung bor ihnen zu erziele». Sie wtsien, batz das einzige. toaS sie zu befürchten beben, eine franzSstfckw sebr zachlret-ve Snftslotte ist, die im Falle eines plötzlichen Angriffs bereit sei. tonen den Weg zu bersperren. Um dteS zu verbinde«, werden sie sicher bor keinem Manöber zurückschrecken, dessen Schande sie binnebmen, borausgesetzt, datz fte den Aut-en daraus ziehen. DaS dürfe» wir niemals der« Seifen.

ZiiUSkWidnstWeAtl in flwrih.

Paris, 6. Aug. Der neue Präsiseut der Vereinigte» Staaten, Coolidge, hat an den Präsidenten Mllerand dn Telegramm gerichtet, in dem er ihm persönlich und bet französischen Nation herzlich's bestes Wolüeraeben wünscht.

Paris, 6. Aug. Der ehemalige Minister Lou* rtcut soll sich nach,bem .Newhork Herald' gestern mit grober Bestimmtheit dahin ausgesprochen baben, datz der neue Präsident bet Vereinigten Staaten Coolidge für einen allgemeinen Verzicht,auf die Kriegsschulden <ei. (Loucheur) fet über die Dispositionen de» neuen Präsidenten hinsichtlich der europäischen Fragen, insbesondere der Reparaiionsfrage, besonders gut un­terrichtet. Es wäre nickt überraschend, wenn Coolidge demnächst zu den setzt beginnenden Vorverhandlungen zwischen den Alliierten Stellung nehmen würde.

Krise im Kabinett Baldwin?

London, 6. Aug. Durch Baldwins unbefriedi­gende Erklärung tn bet ReparationSbebatte verstärtt ch von Tag zu Tag bet Eindruck, datz das Kabinett Baldwin in den nächsten Wochen schweren innerpolttt- toett Stürmen entgegensehen wird. Es ist Tatsache, datz Lloyd George tn Erwartung dieser Krise seine Amerikareise abgetagt hat.

London, 6. Aug. Der Pariser Berichterstatter

• schreibt, die Franzosen seien durch die

diplou astscken Ereignisse bet letzten Woche angenehm berührt!. Sie scheinen anzunehmen, batz England sraglos nicht wisse, was es ttin solle. Sie seien ge­neigt, die Zurückhaltung Englands mitzzuverfteben.

„Westminster Gazette" schreibt, die unvermutete Veröffentlichung der franzöflsch-belgischen Noten hätte bett Eindruck erweckt, datz die französische Regierung ihrer selbst sicherer fei als die britische.

PgriS, 6. Aug. Lord Robert Cecil, der gegen­wärtig bett Sitzungen bet AbrÜstungskommisston in Paris beiwohnt, hat nach dem .Petit Parisi«' am Sonnabend bem Präsidenten Millerand im Jagd- schlotz Rambouillet einen Besuch abgestattet. Die Un­terredung habe sich aller Wahrscheinkichkeit nach auf Fragen bet Rtthrbesetzung und bet Reparation be­zogen.

Der Anzeigenpreis beträgt für den 9ge|p. Zeilenmillimeter 2/00 Mk. Amtliche und ausw. Anzeigen 3000 IRL Bet schwierigem Satz Sv*/, Aufschlag. Spät einlaufende oder den Raum übet *(, Seite einnehmende Anzeige» werden nach der le " " breite berechnet. Reklamen der Zeilenmillimeter 7500 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege werden berechnet. Lei Auskunft durch die Geschäft«. und Vermittlung der Angebote 8000 3R, bet Uederlendung durch uns 5000.— Mk ohne Porto.

Zusammenbruch zu bringen, damitdasRheinland und das Ruhrgebiet unter französische Kontrolle kommen im Hinblick aus die ge- wattige Kohlen- und E isrnkombination Auf diese Weise kann nach Auffassung Poineares Frank­reichs Sicherheit und Reichtum verwirklicht werden. Dv gegenwärtige Politik Frankeichs bedeutet den Tod für das Industrieland Großbritannien. Das europäische Gleichgewicht kann nichtwieder berge st ellt werden ohne vollste politische, kommerzielle Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Rußland.

Garvin schließt: „Es ist töricht anzunehmen, daß die Lage durch bösliche Redensarten au die Adresse Poineares jemals gebessert werden kann, und zwar in der Manier zu der zahlreiche Mitglieder des Kabinetts bedauerlicher­weise geneigt sind." Das Leben unserer industriellen Demokratie steht auf dem Spiel. Baldwins Regierung muß entweder der willkürlichen und unerträglichen Ge- waltberrsckast Halt gebieten, oder sie muß ihren Platz Männern überlassen, welche besser befähigt sind, den Glau­ben an die Stärke Großbritanniens.ebenso wie sein Recht und seinen Willen zum Leben in Taten zur Geltung brin­gen Lloyd George hat die Franzosen in Schacht gehalten. Als wir ihn zn Fall brachten und dem Lande und de» Welt eine Besserung der Beziehungen zu Frankreich ber sprachen, kamen die Franzosen natürlich auch zu der Neberzrugung, daß sie unsere Zustimmung, wenn nicht unsere Beihilfe bei dem Vormarsch ins Ruhrgebiet haben würden. Das Beste, was wir tun können, ist, freimütig zuzugeben, daß wir Fehlet begangen haben, uns ads'its zu galten und den Franzosen zu erklären, wenn sie iw Ruhrgebiet nur seien, um den Willen zum Zahlen hetvor- zurusen, dann würden wir ihnen unsere uneingeschränkt-' llntcrstützung geben. Das würde em diplomatischer Sieg Poineares sein; aber ein solcher Sieg würde besser sein, als wenn die Entente durch Nadelstiche Von der Art der Letzten zum Verbluten gebracht wird.

London, 6. Slug. Der diplomatische Korre­spondent des „Daily Telegraph" geht in einem län­geren Aufsatz auf die Frage der Gesetzmäßig- k-it der Ruhrbesetzung em und legt dar, ditz tn Paris anscheinend die Besorgnis herrsche, die dritittl-e Regierung rverde möglicherweise diese Frage aufs Tapet bringen. In den offiziellen Pa­riser Organen werde darauf hingewiefen, datz Erotz- britannieit im Mai 1921 bereit gewesen sei, sich mit Frankreich ttnd seinen Alliierten an der Besetzung des Ruhrgebiets zu beteiligen. Demgegenüber sei zu betonen, datz die britische Regierung zwar wie-

3m Sogt io htn ItWffl Srtitl«.

Das neue Stadium des Krieges gegen die Zeche».

Essen, 6. Ang. Ti? letzte Verordnung Nr. 57 de» Generals Degoutt? scheint nunmehr auch praktisch ange- wetchet werden zu sollen. Die Franzosen haben sich zu­nächst, wie schon kurz gent'ld.'t, die Kokereien de» Schacht­anlagen Recklinghausen 1 inkl. ber Anlagen für Neben­produkte ausersthen, wo die Vorbereitungen bereits ge- troisen sind. In Recklinghausen Sü) sind zwei Säle zur Unterbringung der Arbeiter ber Regte beschlagnahmt und man rechnet auch mit der Beschlagnahme von Werks­wohnungen. In der Tat ist die Räumung von Werks­wohnungen bereits mehreren Zechen angedtoht worbens. In Fachkreisen ist man der Ansicht, daß e» ausgeschlos­sen ist, die Kokereien ohne deutsche Hilfe wieder in ord­nungsmäßigen Betrieb zu setzen. D« belgischen wnb französischen Lesen sind ein ganz anderes und leichte«»

Str »nW MnWd notionaie PW.

Paris, 6.Aug. Ter Abgeordnete Hilf ser Sing erklärte einem Vertreter des „Ere Rouvelle", der passive Widerstand im Ruhrgebiet sei eine nationale Pflicht. Bau der Regierung, von kni ganzen Lande, von den Part ie?, der äußersten Rechten bis zu een Kommunisten, von dem übrig gebliebenen Rest der Militärpartei zu den Gewerkschaften — die letzteren geben einen starken De,reis hierfür — werde niemand in dieser Frage nachgel>en. Frankreich müsse eine Lösung finden, die seinem Prestige und unserem Patriotismus Genüge leistet. Deutschland habe einen Hunger nach Frieden und .Wiederausbau.

Molitik urib der Schlüssel für die Getebickte Europas. Bir sind erstaunt, daß die anderen Nationen sich einer hr unerhörtesten und unheilvollsten Tatsachen der Ge­richte aller Zeiten nicht bewußt sind. Europa wird bon Frankreich und feinen schwarzen Svl- baten beherrscht. Sie sind die Stütze bet Dolitik Poinrarös. Garvin führt weiter aus.- Benn die britische Regierung nichts mit Gewalt geg» Ne französische bewaffnete Urberlegenheit Versuchen kann, tars kann sie dann tun? Ihr erster Schritt muß sein, Ehre Politik der Welt bekannt zu geben. Diese Polittk muß ihre Stärke darin suchen, daß das all- Nmeine Interesse aller Nationen Vertritt. Wesenküch ist Anächst, Deutschlands Zahlungsfähigkeit hurch ein internationales Sachverständi- ttntribunol festzustellen. Wenn es der Regie­rung überhaupt ernst ist. Muß sie damit begtniWt, zu- lemmeti mit Frankreich oder ohne Frankreich. Hie nächste Frage wäre, ob diese eitdgültige Festsetzung brr Müschen Zahlungsfähigkeit durch den Völketünnö oder auf »wem anderen internationlaen Wege versucht werden soll Bit sind bestimmt für den zweiten Weg. T r r V ö l k e i • h« nd ist ein c Halbheit. Et vertritt vorläufig nicht «t Wirklichkeit bi? tatsächliche Mehrheit der zivilisierteil Belt. Hoffentlich wird die Regierung eine international? Ebvnserenz einberufen, dir repräsentativer ist als der un­vollständige Völterbund. Wir müssen im» vor Augen .leiten, daß Poineares jeftes Ziel ift. Deutschland zum

Es kann und wird 80 Millmrdm Goldmark bezahl«, aUerdings ist das eint Ziffer, die nicht überschritten wer­den dürfe. Aber noch einmal, Frankreich müsse die Er­füllung dieser Pflicht möglich rnrnhen. Auf die Frage de» Berichterstatters, ob die Katastrophe unmittelbar bevor- stehe und ob eine soziale Revolution Herr der Schwierig­keiten werde, antwortete Hilferding, zählen Sie nicht darauf. Wir werden kämpfen, viel länger als man vsr- aussetzt. Wenn die Regierung es setzt vielleicht bet ihr-vt Widerstand an Entschlußfähigkeit und Weitblick hat man­geln lassen, so muß ich darauf Hinweisen, daß jetzt ei» neuer Reorganisationsplan in bet Ausarbeitung be­griffen ist. Schließlich erklärte Hikfserding es für dtK entschiedene Notwendigkeit, daß Frankreich den Garant tiepakt erlange und annehme, den England und Amerika ihm vorgeschlagen haben. Wenn bann Frankreich bei Friebens versichert sei, aus den es Anspruch habe, werde es vielleicht endlich Muße haben, unseren guten Wilkt» anzuerkennen, an den nicht zu glauben, zweifellos da» größte Unrecht gewesen sei.

Köln, 6.Aug. Am Sonntag fatid hier eine Ber». sammlnng der Vertrauensleute der Sozialdemokratische» Partei aus den Wahlkreisen Aachen, Koblenz, Köln, Trier und dem Saatgebiet statt. Die Versammlung ftflnmto den politischen Richtlinien der Fraktionsmehrheit zui, Ferner wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der die Unterwerfung der arbeitenden Massen unter das französische Gewaltregiment abgelehnt wird. Dir Ent­schließung verlangt von der Reichsregterung, jede Ge­legenheit zu benutzen, um mit der Entente zu Verhand­lungen über die Repavationsfrage und zur Beendigung der Ruhraktton zu gelangen. Weiter wird zur Förderung bet europäischen Stellung Deutschlands der Eintritt in be» Völkerbmch für nötig gehalten. Die Resolution schließt mit einer schroffen Verurteilung aller separalstssche» Bewegungen.

r-oooe. 550006, [OOOOM. '60000 soonooi O'iOogs 5000C6 ooooce." 15000(7 193000, 18509« >500006 1600006 1100.106 14000Q6 1200006 STOtXto.

I0"ono6 >Sö0'06 121M06 '50000.

.050006 ZOOOi»

n

rtb ab*

iie 5e»

4438

1

i t d) ot eiteg; cheft«

444»

re

s

n, bi» t tau Angeb

! bleit

1.

»dauer.

Marburg

Dienstag, Den 7. AuM

Lenting

Sos teW 6mM

Paris, 6 Anq. Dem „Petit Parisi«" wirb aus Rüssel berichtet: Das Grau buch, in bem die belgische Rem-rung bi’ von ibr-n Sachverständigen ansgearbeit'ten technischen Bericht- ü^er di- R-varationsftag- veröffent­lichen werde, tsserde drei Studien von 35 Seiten Um­fang nmfirfsen.

Die erste Studie beschästia« sich mit den deutsch« Einnahmeaurüen, die zu ReparattonSzweck« in An­spruch genommen tck rd’n könnten, und wirst die Frage auf, welches Erträgnis man nach einer eventuellen Periode ber Sanierung des Budgets und der Währung durch bte deutschen Eisenbahnen, durch gewisse Monopole von Ge­brauchsartikeln und durch Kobl’nlieferungen erwarten könne. Die belgischen Sachverständigen stellen fest, saß die Tariie der Eisenbahn niemals bet Markentwetluno gefolgt find und daß'ckie Ausgaben für den Betrieb un­verhältnismäßig bock seien. Man müsse also eine Be­rechnung auf Grund der Vorlri-gseinnabmen aufstellen. Diese ergäbe, daß es Oer deutschen Regierung keine ernst- sichen Schwierigkeiten bereit« würbe, durch Au-b-utung 8er Eisenbahnen jährlich einen Ertrag von 1 Milliarde Goldmark zu erzielen. Die in Aussicht genommenen Monopole könnten folgende Erträgnisse abwerstn: Tabak 450, Bier 280, Win 50, Schaumwein 5, Alkohol 600, Zucker 130, Salz 70, Streichhölzer 20, im ganzen also 1525 Millionen Goldmark. Ter Mindestwen der Kvh- lenansfuhr we-de auf 340 Millionen Goldmark geschätzt Hiernach würde nach vorsichtigster Schätziing, dir einer Steigerung fähig sei, eine Einnahme von 2865 Million« Goldmark jährlich erzielt.

Das zweit- Memorandum cutwickeV den Gedanken $u Gunsten der Reparationskasse Beteiliguttgsfchein« an deut­schen Unternehmungen zu schaffen, die ein Anrecht auf 25 Prozent vom erzielten Nettonutzen gäben. Wenn man die Stabilisierung ber Mark und die relative Wiederaufrich- tung der deutschen Wirtschaft als natürliche Folge der Regelung an den Aktiengesellschaften allein einen Jahres- ertrag von 250 Millionen Goldmark ergeben.

Die drstte Studie beschäftigt sich mit den Einnahmen und Ausgaben des Deutschen Reiches auf der Grundlag- ixt Grträgiiiffe der Monate April bis Juni 1922 und kommt auf der Grundlage eines Ausfuhrüberschusses von 1 (X)0 Millionen Goldmark za dem Schluß, daß gewisse Einnahmen ohne ernste Ungetegenheiten für das deutsch: Budget für die ins Auge gefaßten Garantien der allge- meinen Budgetverwaliuug entzogen werden könnten.

Pari», 6. Aug. Professor Langevin von bet * Sorbonne, der der französischen Liga für Menschen­rechte angehörte urtb der kürzlich auf Einladurtg de» deutschen FrtedenSkartells tn Berlin weilte, hat einem Vertreter der »Humantt:" erNStt, bte ganze Erbitte­rung habe sich tn Deutschland gegen Frankreich g«. richtet, besonders beim Mtttrlstanb und tn den tn* tettefhtrtf« Kreisen. Es werfe sich ein größer Teil der Bevölkerung dem Nationalismus tn die Arm^ Eine weniger blinde Polittk al» bte Potncarös hätte btef« Teil der Bevölkerung der notwendigen AuSsöh. nnng zuführ« können. Deutschland stehe vielleicht, ungeachtet seiner scheinbaren Ruhe, vor einer Kat«, strophe. Die durch bte wirtschaftliche Krise verursachte Erregung bei. Die Berwenbung schwarzer Trupp« fünften au» bem Saargebiet, dem Rheinland und dem Ruhrgebiet. Der Aufenthalt der AuSgewtestnen tm unbesetzt« Gentschlanb nage noch zum Anwachs« bet Erregung bet. Die Berwenbung schwarzer Trupp« bet gewissen Ausweisung« verstärke diese Empfin­dung. Langewin erklärte, et habe leider festste«« müssen tote offenkundig gerade mich da» Elend ht Berlin und bte Erregung der Bevölkerung fteg« Frankreich fet 1

und ilte» > 2735 -rdg-

[<f. 828 i Her Handl ungen zu fordern und dann plötzlich'der Welt seine eigenen Noten bekanntzugebe«, sei eine «II 3 »freundliche Handlung. PoincorS hat Lloyd u|| George mit Hohn, Bonar Law mit Gleichgültigkeit *" ■ »nb das Kabinett Baldwin mit Verachtung behan-

Ä Die britische Regierung weitz jetzt, mit wem

- ßt es zu tun hat. Sie hätte es von vornherein Rissen fallen. Was wird sie letzt tun, nachdem sie

Hrechenden Zahl von Geschütze« und Tanks, eine Überwäl- , «tenb starke Luftflotte und eine Marine, der« wichtig- ' Irr Teil aus U-Booten besteht. Deutschland ist entwaffnet, Großbritannien hat wieder '

I Ausgeb 3 rt eine Milit ä rma ch t zufein. Polen 1 »mb die Kleine Entente sind militärische Satelliten Frank- -

\ Wich». Sie haben zusammen eine Friedensstärke von l1 ■'< i Billionen Mann. Rußlanb ist für den Augenblick macht- < bi Die bedachtsamen Engländer und die (edachtsamen Anwohner anderer Länder machen sich nicht klar, daß . lL‘ militänsche Oberherrschaft Frankreichs iingehemm- trr und absoluter ist als in den Tagen Ludwigs XIV. teud NapoleonsI. Das Ganze wird eines Tages »»sammenbreche», weil sei«-Grnnblage MlgksüW P Aber bis dahin wird noch ein langer Zeit- »«um verstreichen. Europa tokb inzwischen son-

\ Ittbare Dinge sehen und erleben. Ungesund ist die Gruno- fege brr französischen Hegemonie, weilsiefchwacz ist. Frankreich Höll nirgesähr 300000 französisch: Truppen ' tatet den Waffen aus dem Friede ns fug. Außerdem orga-

. »fiert Frankreich seine farbigen Reserven von einer hal­ben Million. Dieses ist der Schlußstein der fianzösischen

Besetzung des Ruhrgebiets oder sonstigen deutschen Gebiets als Riitel zur Erzwingung und Durch­führung des Friedensvertrages zugestimmt, nie­mals aber die Richtigkeit der Be­hauptung zugegeben habe, daß terri- t o xi aIe Sanktionen auf Grund des § 18 Anhang 2 angewendet werden v ü r f t e n, oder datz dieser Paragraph zur An­wendung solcher Sanktionen durch einen einzelnen oder zwei Alliierte ermächtige. Die Verhängung separater Sanktionen sei vonr Obersten Rat in seinem Ultimatum an Rumänien im Oktober 1919 mit Nachdruck verurteilt worden.

L o n d o n, 6. Aug. Lord Rothermere, der Bru­der des verstorbenen Northelisse veröffentlicht im „Sunday Picteral" einen Aufsatz: „Wenn Deutsch­land sich ivieder erholt", worin er u. a. Deutschland das reichste Land Europas nennt, die Ruhrbesetzung als unschädlich für England bezeichnet, die britische Regierung wegen ihrer „selbstmörderischen Politik" nt'.;und im übrigen vor den Gefahren der wirt­schaftlichen WiÄterherstellung Deutschlands warnt. Der Aufsatz, der in der Hauptsache die Argumente der französischen nationalistischen Blätter wieder­holt, ist nur insofern erwähnenswert, als dafür feit mehreren Tagen ungeheure Reklame in den Jn- feratentetlen von Blättern aller Parteirichtunoen gemacht worden ist und insofern, als die Zeitungen Rothemeres, „Daily Mail", „News" ufro. infolge ihrer Billigkeit und ihrer geschickten Ausmachung grotze Üuslagezifsern haben.

Ueber Rothermere äußert sich der bekannte i..Vv rate Publizist Gariner in der Wochenschrift „John Bull" vom 4. August: „Dieser Mann, der die grotze. von feinem Bruder gegründete Publizistenmaschine geerbt bezw. angekauft hat, ist dadurch die n-.iich- tigste Finanzperion in England geworden. Durch hif seiner Blatter oerfrfjafft er sich Zutritt

zu beinahe allen Familien des Landes. Er kann Nachrichten zurechtstutzen, etwas verschweigen und Falsches verbreiten. Diese riesige Aiacht benutzt er dazu, gegen jeden britischen Premierminister zu Hetzen, der es ablehnt, von Poincars Befehle ent- gegenzunehmen."

Ishre eigene Politik mitgleicher Be- ßstmmtheit erklären müssen, statt dessen hat sie Kuker in Limonade geschüttet und Poincarö eine

1 Rete gesandt, die bei ihm den Glauben erwecken «itzte, datz er es mit einem Volke zu tun habe, das ts nicht ernst meine und das sich feiner eigenen Machtlosigkeit bewußt sei. Baldwin und seine Kol- ' legen haben ihre Versöhnlichkeit ins Glosse gestei-

*rt, was gut gemeint, aber nicht gnt erwogen war. . 8^t ritten sie ihren Lohn^

Garvin nennt Poincarös Antwort auf die letzte ! trittfche Note eine Unhöflichkeit ohne Bei- | f»ieI in bet diplomatischen Geschichte. ' Seine Taktik, erst die strenge Geheimhaltung der

Aufschlag. Spät einlaufende *n "S'Ä. SSÄWS M

1923

|en • und kauft g der hohe«

4445 *S«tz }. ■

tn und

an bte - Mmer wieder erläutert. Nachdem er sich unwlder-

—E iwflid) festgelegt hatte, bestand keine Aussicht

ijer tut

D'e ^Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Lezugsvreir monatlich 80000 Mk. mit ZustellungsgebLhr. Für ausfallend« Nummern infolge Streiks oder »406 elementarer Ereignisse kein Erjag. — Verlag von Dr. E. Hitzeroth. — Druck der • Untv^Buchdruckerei von Job. Aug. Koch. Markt 21.23. — ^rrnjprecher 5ö, Doit-

scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.