Zweites Blatt
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und zu mal miltrinken kann. Auch denen danke
i; 4»i.—7; Sonntags IC—12.
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Sparsamkeit ist nicht
sie ab
Still und dunkel lall Wallredens Stadthaus. Die feit-Uche Lewitrerillnmrnation der nervösen Ta- men wat erloschen, diese selbst in ihr Hotel zurück- eeteitt.
nur Scheine und und
Handels- und Marktnachrichten.
Berlin, 3.Aug Borsenstimnnungsbild. Vo» den in Vorbereitung befindlichen bezw. beabsichtigten Maßnahmen der Regierung zum Abbau der bisherige» Jnflationswirtschast und der gestrigen Diskonterhöhung der Reichsbank war eine tiestrgehr nde kursmäßige Wirkung an der Börse nicht zu verspüren. Immerhin ist da» Geschäft etwas ruhiger geworden und das Gefühl einer gewissen Unsicherhnt und Zurückhaltung ließ verschiedentlich etwas mehr Ware als bisher hemuskemmen.
Frankfurter Börse vom 3.Aug. Am Effektenmarkt ist am letzten Börsetage der Woche die Umwertungshausse zum Stillstand gekommen. Auf nahezu alle» Gebieten stellte sich eine mehr oder weniger starke Abgabeneigung ein, die das Kursniveau etwas herabzudrücke» vermochte. Obwohl auch Kaufaufträge vorlagen, die aber nur vereinzelt blicken, hatten die Vrrkaufsausträgr die Oberhand. Im allgemeinen war eine stärkere.Unsicher- hiet in dem Markt sestzustrllen, die ihre Hauptursache in den gestrigen Ausführungen Baldwins im englische» Uuterhause haben dürfte, nach welchen eine Klärung der politischen Lage noch in weiter Ferne zu stehen scheint. Auch die neuerliche leichte Versteifung pes Geldmarktes trug zur Beeinträchtigung der br'sh.'r festen Stimmung bei. Die Rückschläge waren nicht sehr erhcklich, erstreckt sich jedoch auf nahezu alle Gebiete. Das Geschäft nahmt einen wrsentlich ruhigeren Verlauf als an den Vortagen, " Kasseler Zuchtschweinemarkt. TB wurde» gezahlt für das Stück Ferkel: a) bis 6 Wochen all vo» 900 bis 1300 Mark, 6) von 6—8 Wochen all 1300 bis 2500 Mark, c) von 8—12 Wochen alt 2500—3500 Mark; Läufer von 3—4 Monaten alt 4000 bis 6000 Mark, 6) von 4—5 Monaten alt 6000 bis 10000 Mark, c) Aber 5 Monate alt 10 000 Mark und mehr. Dilles in Tausend.) __
Kunst und Wissenschaft.
# Die neunte Frankfurter Kunftmesfe. Vom
bis 30. September wird in gewohnter Weise
16. im
Nr. 181
Sonnabend, 4. August 1923
Erl,. Darum färben all« praktischen Hausfrau«« ihr« Älelbe^, Blusen, Gardinen usw. nur mit den wetiberiihmien echt«».
Heitman»'» Farbe«. Mark« gedfrteH im 6Ur*.
6«itote*n’» Färb« spart bM
Stille der Nacht lag in den schönen Räumen. Nur im Arbeitszimmer herrschte das matte Licht der grün verschattcten Lampe, und der düstere Schimmer verglühender Kohlen im Kamin ließ hie und da ein glänzendes Wasfenstück, das lichte Grün der Malachittische, die silberne und goldene Pracht der stolzen Rennpreise hinter den Spiegelscheiben des hohen Schrankes auflettchten.
Die schweren Vorhänge vor Fenstern und Türen waren fest oerschlosien, nachdem eine Stunde lang alles weit geöffnet gewesen, um den schwülen Parfümdust eleganter Weiblichkeit daraus zu vertreiben.
Wallreden faß am Schreibtisch. Zunächst Briefe und Depeschen. Einen an Dorrit Saurins Verwandte, daß die Verlobung gelöst sei und man Dorrit veranlassen möge, nach Hause zu kommen, respektive sie abholen ließe, da sie nicht länger bei der Gräfin Auersledcn bleiben könne. An Dorrit selbst einen kurzen Brief mit dem Inhalt der Depeschen und ein solcher an die Gräfin, ruhig im Hotel zu bleiben, bis Wattreden von sich hören lasten werde. Als dies besorgt war, kam das Wichtigste, das Ernsteste, die lchtwilligen Verfügungen und Bestimmungen: Ein Zusatz zu seinem Testament, der dieses umstietz:
„Zn voller Gesundheit, im vollen Besitz meiner Geisteskräfte, erkläre ich, Unterzeichneter, mein im Jahre 18 . . bei dem Kölner Gericht deponiertes Testament für ungültig bis auf die darin genannten Legate und fetze zum Universalerben meines gesamten Barvermögens, meines Stadthauses mit allem, was darin steht und liegt, meiner Besitzung Kudcnhofen, mit sämtlichem lebenden und roten Inventar, meine Braut . .
Durch die tiefe Stille der Nacht dröhnte laut das Rollen eines Wagens, der die Strotze heraufkam und an dem nachts geschlossenen Torwege hielt. Wattreden sah auf. Was war denn das? Wer konnte beim jetzt. .? Es war allerdings nicht mehr Nacht. Drei Uhr früh? Da nahten schnelle Schritte und, sich gespannten Blick« im Stuhle
Der Wert der Mark im Auslande,
gre«tf*rt, »en 3. «»««ft 1323.
n b«. dieser
chnttft l Um MetK» r tostet
i5 30 ig-AM chetdrt
Hochschulnachrichten.
x Berufung. Der etatsmähige außerordentliche Professor Dr. Rudolf Henle yu Eietzen hat einen Ruf als. ordentlicher Profestor für römisches und bürgerliches Recht an der Universität Rostock erhalten.
x Berlin. Ter Privardozent für-Experimental- physik an der Berliner Technischen Hochschule Dr. Eeorg E e h l h o f f ist zum nichtbeamtcten außerordentlichen Profestor ebenda ernannt worden.
X Bonn. Am 29. Juli starb der ord. Honorar- profestor für Kunstgeschichte an^ber Bonner Univerität Dr. Eduard Firmeni-Richartz im Alter von 59 Jahren.
x München. Das an der Universität München neuerrichtete Extraordinariat für physikal. Chemie ist vom 1. August 1923 ab dem Privatdozenten a. o Profestor ebenda Dr. Kasimir F a j a n s übertragen worden.
mand, der ein unverrückbares Ziel vor sich, die ganze Kraft feines Willens nur darauf spannt.
Was auch sollte er über Tatsachen, über geschehene Dinge reden und fragen, die dadurch nicht f veriMrdert wurden? Gerda war fort, verschwunden. Sehr bald war ihm klar, datz sie nicht wiedergefunden werden würde, datz weder anonyme Anzeigen, noch Wilderer im Spiel waren. Die Claasten hütete sich wohl, ein Wort weiter zu reden. Eie kannte ihn seit zehn Jahren und verstand ihn, auch wenn er schwieg. Einmal, im Walde, an der Stelle, wo er nachher in den Landauer steigen wollte, um — vielleicht seinem letzten Ziele entgegenzueilen, legte er seine Hand auf die ihrige.
„Claasten ... Sie bleiben immer bei — ihr! Wie bei mit? Treu und mütterlich, Claasten —, immer, auch wenn ich nichts mehr als eine Er- $ inneiung für Sie bin." »
Sie sagte nichts. Sie umfatzte die Hand still mit , ihren beiden. Dann bat sie Wallreden mit leiser । Stimme ihr keine Schuld an Gerdas Flucht beizu- mesten. Sie hätte ja keinen Auftrag gehabt — sie wie eine Gefangene zu bewachen, sondern nut, sich ihrer wie eine mütterliche Freundin anzunehmen,, und'konnte ihren Plan nicht vermuten. Sie wäre sehr ruhig, sehr freundlich, aber sehr schweigsam ge-1 wesen und hätte sich früh zu Bett legen wollen, wo-; rauf die Claasten sie bann allein gelassen habe., Später in der Nacht, wäre sie bann in unbestimmter j Sorge, weil ihr dies so sehr stille Wesen ihrer» Schutzbefohlenen doch zu denken gegeben, nochmal» in das Zimmer gegangen, und da sei das Fräulein fort gewesen.
üßirtWMe MHMMl.
Vom unserem volkswirtschastlichen Mitarbeller.
Eine englische Zeitung schrieb küüzNch, nachdem man für das Pfund Sterling drei Millionen Mark bekomme, bestehe keinerlei Grund, das; es nicht morgen oder übermorgen 6 oder 9 Millionen Mark wert fein solle. Inzwischen ist ein Teil dieser Voraussage bereits in Erfüllung gegrügen, denn man bekommt «n der Londoner Börse bereits 4—5 Millionen Mark für ein Pfund. Tatsächlich kann nieinand sagen, wann nun der Höhepunkt der Markentwertung einmal erreicht sein loird. Auf eine außenpolitische Wendung ist angesichts der unverändert intransigenten Haltung Frankreichs und der inneren Schwäche der englischen Politik, die einerseits mit der frauzosen- sreundlichen Haltung eines Teils der englischen Lorvs rechnen mutz, in absehbarer Zett ernstlich nicht zu hoffen. Die wirtschaftlichen und finanziellen Kräfte und Krankheiten, die die Mark auf ihren jetzigen traurigen Tiefstand gebracht haben, wirken unverändert fort. Der Banknotenumlaus bat sich in der dritten Woche des Monats Juli wieder um 6,33 Billionen Mark vermehrt. Er beträgt jetzt fast 32 Billionen Mark. Gleichzeitig ist die Retchsbank gezwungen, ihren Geldbestand fortgesetzt durch Ver- psändungen und Verkäufe zu verringern. So hat sie jetzt wieder 40 Millionen Goldmark an das Ausland veräutzern müssen. Je mehr die Retchsbank ihren letzten Besitz, den Goldschatz abstotzen mutz, desto menr verlieren die ungehenr.-n Papiernotenmengen jede Grutidlage und jedes Vertrauen. Gleichzeitig mit der fchrankenlosen Inanspruchnahme der Notenpresse vermehrt das Reich auch feine schwebenden Schulden immer weiter. In der zweiten Jukidekade wurde als neuester, aber wahrscheinlich schon überholter Rekord eine schwebende Reichsschuld von 40 Billionen Mark erreicht.
Auf die Ursachen dieser unhältbaren Zustände wirst die Tatsache, datz das Reich in der gleichen Dekade nicht einmal 5 Prozent seiner Ausgaben durch Einnahmen zu decken vermocht hat, ein Helles Schlaglicht. Die Erkenntnis ist allgemein, datz in dieser beillosen Defizttwtrtschast des Reiches die Wurzel aller Uebel steckt. Di? Reichsregierung hat sich zwar entschlossen, dem Reichstage eine Reibe neuer Steuer- Vorlagen zu überreichen, um die Finanznot zu mildern. Aber auch diese Stenerverlchärfungen sind nicht geeignet, in das herrschende Finanzchaos Ordnung hineinzubringen und im Reichsbaushalt einigermaßen
(Nachdruck verboten.)
Gerda Gerovirrs.
Jloman von Ada von Gersdorff.
45. Fortsetzung.
Immer mutiger wurde sie, immer mehr Ruhe gab ihr sein gleichgültig milder Ton. Was war ihr auch für sich ober ihren Geliebten an jemer Achtung gelegen! .
„Ich bin fa so unglücklich, so trostlos", fuhr sie fort, als er, ihr seine Hund ruhig enlztehenb, nach seinem Hute faßte, um zu gehen, „datz ich die Ursache bi!'., die dich mit deinem Freunde entzweite, aber . . sieh mal, ich konnte nichts dafür, ich konnte nicht dagegen an: „Es war der Liebe heil'ger Göttersirahl — Der in die Herzen schlagt und zündet", be'Iamierte sie mit etwas falscher Betonung, aber bezauberndem Sümmchen.
Er sah sie stumm an, schon im Gehe«, halb zu- rückgewendet, und in seinem Gesicht zuckte es wie belustigt.
„Und ich hätte dich langst gebeten, mich frei zu geben, weil ich mich übereilt, mein Herz falsch verstanden hatte, wenn du mir nicht so leid getan hättest. Ich bin noch so jung —“ Ihre Stimme brach im Schiuzen tiefer Rührung über sich selbst, im Hochgefühl ihrer tragischen Rotte, die sie zwischen zwei so hervorragenden, in ihren Augen vornehmen Männern spielte — „aber hätte ich geahnt, datz du es schwer nehmen würdest, datz du dich darum mit ihm verfeinden würdest--“
Er lochte auf in hellem Spott: „Deinetwegen?"
Er lieg sie völlig verblüfft stehen und ging hinaus.
Die Haustür klappte. Der Schlag des Coupees wurde geschlossen und in rascher Fahrt rollte der Wagen die Straße hinab.
Römer die Frankfurter Kunstmesie ftattfinben. Als Ausstellung werden „Wurttembergische Kunststätten" gezeigt werden. Für ihre umfangreiche und gehaltvolle Beschickung haben die württembergischen Staatsbehörden, an ihrer Spitze Staatspräsident Dr. Hioder, Unterstützung zugesagt. Auch die schwäbischen Künstler werden besonders mit Kunstwerken vertreten sein, die die architektonischen und landwirtschaftlichen Schönheiten Württembergs zeigen.
Ist geschlossen. Meinen geehrten Gästen danke ich für das mir bewiesene Wohlwollen. Ihr Besuch wird
— --
Landwirtschaftliches.
Aus dem Kreise Biedenkopf. Die Herbbuchgesstt- chaft für das Vogelsberger Rind und der Schäfereiverband des Kreises Biedenkopf veranstalten am 6 Aug. eine Ausstellung von Rindvieh in Battenberg und am 7. August auf der Zollbuche bei Oberweidbach Nach den bisher eingelaufenen Anmeldungen gelangen ungefähr 150 Tiere zum Auftr—b, io datz den Züchtern und Interessenten ein Bild über die Fortschritte und den gegenwärtigen Stand der Zucht geboten wird. Außerdem ist Gelegenheit gegeben, junge Zuchtbullen und Rinder verkäuflich zu erwerben. Der Auftrieb beginnt um 7% Uhr, das Preisrichten um 9 Uhr.
umwendend, sah er die Claassen in der Tür stehen, die aus Kudenhofen gekommen war.
„Herr Baron, es ist etwas Schlimmes geschehen", keuchte sie atemlos, „ich mutzte kommen — der Sekr — das Fraulein ist verschwunden. Ist nicht zu finden! Alles ist auf den Beinen, der Wald wird durchsucht. Mir fürchten, datz sie auf eine anonyme Anzeige hin wegen der Wilderer in den Wald gegangen ist! Es kam so ein Brief gestern abend. Bald darauf mutz sie fortgegangen fein und —"
„Ist Baghera losgelassen?"
„Ja. Er war eingesperrt und heulte furchtbar."
„Warten?"
„Wattreben war aufgesprungen und schob die Briefschaften zusammen. Dann aber, innehaltend, faßte er nochmals nach der Feder und warf in schnellen festen Zügen Ort, Datum und Namenszug auf das Kodizill zu feinem Testament, so datz es volle Rechtskraft hatte, und schloß es in einer besonderen Kassette in den Schreibtisch.
„Ich komme mit. Rasch!" Drei Uhr . . . vier Stunden Zeit. Um 7 Uhr mutzte er Rackwitz im Stadtwald an bekannter Stelle gegenüberstehen. Der Wald war auf dem halben Wege nach Kudenhofen. Zu spät durste er nicht erscheinen. Dann war mehr als das Leben, bann war die Ehre preis- gegeben! Die ganze blutige Angelegenheit war in rasender Eile von den Kontrahenten geordnet, die eventuellen Folgen nahm auf sich, wer mit dem Leben daoonkam. Ausnahmefälle erheischten Aus- nabmemittel; zu Erörterungen, zu Fragen blieb keine Zeit.
In wenigen Minuten war er mit der Claassen im Wagen. Ein anderer, der geschlosiene Landauer, fuhr zwei Stunden später ab, den Sekundanten und den Arzt zu holen und Wallredcn am Waldeingang zu erwarten.
Als sie aus der Stadt heraus waren, rief er dem Kutscher zu: „Laß laufen, was die Pferde können!"
Kein Wort hatte er bisher gesprochen. Mit zu- samrnengepretzten Lippen, eine finster drohende Falte auf bet Stirn, hatte et bagesessen, rote fe-
Geschlechtsleide« Aar Slutanterl. Oh»« ®«rufe(tür. Bei» vneckstl».
Mufti. Broich. Nr. 25 geg. (iinftnbung von 5000 Mk.
ü Spez. Arzt Dr.ßoIlaender’s’JÄ'
greutjurt e. Beth mannst ratz« 56. (8886
ein Gleichgewicht herzuslelleu. Dickes Ziel wäre durch Schaffung wertbeständiger Stenern und gaben zu erreichen. Diese aber setzen wiederum vollständige U ni st e l l n n g unserer Wirtschaft Goldwährung voraus Immer dringender
mir auch in Zukunft angenebm sein; auch dann, wenn einen guten Tropfen mitbringen, damit ich auch
Marbura und Umgegend.
Marburg, 4. August (Grnting).
* Hessischer Geschickt? verein. Ebsdorf war das Ziel des zweiten Sommerausfluges am 29. Infi. Tie Mehrzahl der Teilnehmer war mit der Kreisbahn gefahren, einige über den Frauenberg zu Fuß gegangen. In Ebsdorf kamen noch einip Mitglieder aus Hach körn. Beltershausen und Dr-ihausen hinzu. Herr Pfarrer Petschar führte zunächst di- Versammelten in he Kirche, gab Erklärungen über die Baugeschichte, die innere Ausstattung und wies aus die Grabdenkmäler hin. Ta'- auf hielt Herr Staatsarchivar Dr. Der sch im Schwesternhaus einen Vortrag über die Geschichte des Gr- richts Ebsdorf, der dazu gehörigen Dörfer und deS Klosters Hachborn. Zahlreiche Landbelnohner, die lebhaftes Interesse für die Vergangenheit ihrer Heimat zeigten, hörten dicht gebrannt dem Vortrag mit zu, der voraussichtlich in den „Oberhesfischen Blättern" gedruckt und dadurch weiteren Kreisen zugänglich gemäht werden soll. Bis zum Abgang des Zuges blieben die Vereins- Mitglieder mit ihren Damen bei vortrefstickem Kaffee nick Kuchen zusammen. Dem freundlichen Spender dieser Neberraschung sei auch hiermit nochmals herzlichst gedantt. Einige, die den Rückweg zu Fuß antraten, besichtigten noch am Abhang des Frauenbergs eine wohl aus dem siebenjährigen Kriege stammende Schanze und ein anbei liegendes vorgeschichtliches Hügelgrab. Im August findet b.c Hauptversammlung statt. Für September ist ein Tages- ansstug nach der Eckelskirche, Warzenbach, Bambach, Hottende, Treisbach und Wetter geplant.
* O zarte Sehnsucht — süßes & offen — „Zeitungen lesen bringt Gewinn" ist ein altes Sprichwort, das z B. ein weltbekannter Gelehrter, der Prozessor der Kukirologie, Dr med. Unblutig, wieder einmal in Erinnerung bringt. Man höre und staune: Ein l.bendes fettes Schwein, Gewicht drei Zentner, ein geräucherter Schinken, ein Postpaket Dauerwurst, ein Postpak t Kakao, ein Postpaket Rees. ' Außerdem 10 lodende Anerkennungen, die etwa nicht aus bunten Zetteln, sondern aus je einer (uns läuft das Wasser im Munde zusammen) Gans besteben. Das ift noch nicht alles, es gibt ar ch noch 10 Hasen unb-25 Hühner als Trost. Wer möchte da nicht daher sein, besonders bei dem in Aussicht steh nde» Besuch eines drei Zentner schweren Schweines, das die Fettnot ganz von selbst in oem betreffenden Haushalt beseitigen dürste. Und wie leicht ist es, bei die Aus- erwähiten zu kommen. Herr Dr. med. Unblutig, Professor der Suliroiogis, der ohne mit den Augen zu zwinkern, gewissen anderen Augen, ole nicht zu den schönen gehören, den Garaus macht, zeigt uns den gangbarsten Weg dazu durch sein nahrhaftes Preisausschreiben in der heutigen Nummer unserer Zeitung, das jeder Leser mm- bestens auswendig lernen muß.
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Bürbach, 20. Inti. Hestr H. Marenbach hier veröffentlicht folgende Anzeige: Meine Gastwirtschaft
Mitteilungen aus dem Leserkreise.
So dankenswert die au-sährlichen Ausführungen des Marburger Hausfrauenvoreins in Nr. 179 waren, so wäre es wohl für den größten Teil des Publikums verständlicher gewesen, man hätte die Preise, um die es sich handett, in Mark gerechnet vor sich gesehen. Auf die Goldwährung versteht sich noch nicht Jeder, während man sich an die Phantasiepreise der Mark allmählich gewöhnt hat. 25 bis 50 Pfennig! Lieber Himmel, die gabs zu Olims Zeiten. . Einer für Viele.
Weiter wird uns g schrieben:
In Rr. 179, Ob«h. Zeitg. 0.2.8.23, ist in der Mit Teilung des Marburger Hausfrauenvereins (Marburg und llmgegend) das Wort „den Umständen" durch „der Ausländer" zu ersetzen.
Berliner Produttenmarft Berlin, den 3. Augnu 928. hielte für 100 Pfd. ab Station.
gestellt worden. Es ist interessant, datz man tu Fi- nanjkreisen jetzt von der Wiederherstellung des freien Devifenverkehrs sogar eine Besserung der Mark erwartet, während doch eigentlich die ganzen Tevisen- zwangsgesetze nur zur Stützung der Mark bestimmt sind. Man sieht, wie auch hier Bei der wirtschaftlichen Zwangsgesebgebung die beabsichtigte Wohltat zur Plage für die Volkswirtschaft geworden ist. Man wird den Schritt des Nebergangs zur Festmorkwäb- rung heute umso leichter wagen dürfen, als die Gefahr einer Annäherung der Inlandspreise an die Weltmarktpreise uns heute nicht mehr schreckt. Denn unsere Preisentwicklung bleibt ohnehin kaum wesentlich m.'br hinter der der. Devisen zurück, nachdem untere Koblenpreise vielfach bereits den Weltmarktsland überschritten haben. So ist in der letzten Juliwocke der Lebenshaltungsind.-r toieberum um nicht weniger als 81.7 Prozent gegenüber der Vorwoche gestiegen. Mit diesem Sturmlauf der Preise kann selbst der Dollar nicht mehr Schritt hallen, und wird sehr bald eingeholt werden.
von immer größeren Streifen unserer Wirtschaftsträger wird diese Forderung einer vollkommenen Abkehr Von der Pavienuark erhoben. Der Verband Sächsischer Industrieller — um nut dieses eine Beispiel zu erwähnen — hat in einer Eingabe an die Reichs- ttgierung den Ilebergang zu wertbeständiger Rechnung — in Goldmark oder Festmark — für unbedingt notwendig erklärt. Tatsächlich gehen immer breitere Schichten der Volkswirtschaft zur Gold- rechnung über. Die von der Reichsregierung ango- kündigte Ausgabe einer in Papiermark einzahlbaren, aber wertbeständig blekbenden Gokdanieihe wird diese Entwicklung noch wesentlich fördern. Sie ermöglicht es auch, dem kleineren itnb mittleren Sparer, feine Ersparnisse der Geldentwertung zu entziehen tuid wird daher anregend und stärkend ans die beute so sehr geschwächte Spartätigkeit unsere? Volkes ekn wtrkeu.
Eine Konsegnen; der Goldanleihe und der Kal- krrlation in Gvldnmrk ist die Einrichtung eines Gold- kontenverkehrs bei den Banken und eine? Goldban- ^delswechsels bei der NeichSbank. Der Widerstand, 'den diese noch immer gegen die notwendigen Re- ! formen leistet, wird und muß überwunden werden. !Es Meint, als ob dieser Widerstand auch bereits i schwächer geworden ist. Denn die Ersiiümlg einer !notwendigen Voraussetzung dieser Jlmstellung der Retchsbank auf die Festmarkwäurung. nämlich die !Ausbebuilg der nur v.mmenden, aber die Mark nicht mehr stützenden Devisengesetze und Devisenverord Innugen ist bereits als nab- bevorstehend in Aussicht
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1350-1450
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Sommergerste
1750—1800
Zinsen
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Wintergerste
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1700-1800
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117.80 Kron
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115R0 Kron
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Wien
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88.80 Kron
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Vonbon
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1 Sch.
25000'1 —
Varis
0,00150
125.40 Fr.
1 Fr.
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New York
0,00090
23.80 Doll.
iDoll.
„1100000