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J*1 J. H. Schäfer

Anzeiger für (bas früher knrhesfischej Oberhessen

1923

Ur. 173

die. britische Regierung geneigt sei, dir Frage mit der der an die ^Bereinigten Staaten, die fundiert wor-

tteß.

Archten

scheideichen internationalen Verhandlungen maßlos er- schwert und dadurch nur neues Unglück über Deutschland

(Bitte Rede Lloyd George«.

bringen müßte.

wird wte mo durch emaillieren t vernickeln

sind also hinter Sowjet-Rußland nach dieser Notierung etwa l1/« Jahre zurück. Aber scheu wir uns einmal das Tempo, der Steigerung in Rußland und bei uns an. 200 000 Rubel für den Dollar wurden am 10 Januar 19?2 i« Moskau bezahlt. Knapp sechs Wochen fpötei waren es 450 000 Rubel. Man brauchte also in Ruß­land immerhin für diesen Sprung nahezu sechs Wochen.

Und bei uns in Deutschland^ Ganze zwei Tag» reich­ten hin nm bei uns den Dollar von 200 000 auf 450 000 Papiermark zu steigern! Die Papiermark ist also au, dem Wege nach Moskau.

Und wir werden auch bald in anderen Dingen Mos-

Der hochgemute Erzieh er des preußisch-deutschen Volles in der Zeit vor den Befreiungskriegen, die in so mancher Hinsicht dem gegenwärtigen Notstand un­teres Vaterlandes gleicyt, Freiherr V. Stein, sagte

sich durchzusetzen vermochte. Die .nationale' Sozial- demokratie hat sich in der überwiegenden Mehrheit

bubt für Italien habe, das schwer drückende Steuern ttus sich genommen habe, nm sein Budget in Ordnung zu bringen und das feine Rüstung auf ein Mindestmaß be- ßchränkt habe. Dieses seien Erwägungen, die bei einem allgemeinen oder einem Sonderabkommen von Groß­britannien in Rechnung gestellt werden müßten. Der­artige Fragen, wie sie die französische Regierung an­scheinend stellen wolle, könnten nur gruiüisätzlich und Büch Prozenten, aber nicht mit festen Zahlen beantwor- jtt werden, bis die deutsche Zahlungsfähigkeit von Sach­verständigen festgesetzt sei. Man könne sagen, daß, wenn Kaldwii bei der Formel bleibe, Großbritannnn mi sst Ersatz für die von ihm an die Vereinigten Staate« zu Mhlenden Beträge von den Alliierten verlangen, das Kwßbritannien dann 22 Prozent der deutschen Neprea- Lonssumme fordern weiche. >

1809: »Werfet doch Euren Zorn nicht immer noch auf Eure Mitbürger, wendet ihn nicht nach innen, sond- dern Werst ihn mit aller Kraft und Leidenschaft aus den äußeren furchtbaren Feind, und lasiet darin nicht nach, bis cr venrteben ist, bis er geschlagen am Boden liegt.' Wunderbare Worte, die heute mit ein­dringlicher Wucht dem ganzen deutschen Volke durch das Herz geben sollten! Lewer ist es nicht so. Zu der Bedrängnis seitens der Franzosen, deren An­maßung und Peinigungslust keine Grenze mehr zu kennen scheint, treten öle alten Grundfehler im Inneren: neben Gleichgültigkeit und Abstumpfung weitester Schichten, neben Partei- und Nasienpolittscher ZerNüftung das unheilvolle Liebäugeln mit dem Internationalismus. Hat doch erst kürzlich, aus der Pfingsttagung zu Hamburg, der erneute Bet­tuch stattgefunden, alle sozialdemokratische Strömun-

Bit 8rW der Wemtiamle in Broliaionhs hiiotr Lm

tatsäch lichen Ausfüh tun gen. Er habe bei otefer Gelegenheit die zerstörten Gebiete gar nicht erwähnt Lloyd George fuhr fort: Es sei ein Unglück, daß zwischen Frankreich und Deutschlatch Meinungsverschiedenheiten bestehen. Er selbst habe sich seinerzeit mit Pvincare nicht überworfen, aber das sei sehr schwer gewesen. (Heiterkeit.) Bonai Lato habe es auch ganz unmöglich gefunden, aus Pvincare einzuwirken. Immerhin sei man imstande gt» wesen, zusammenzuarbeiten und es würde bedauerlich fein, wenn der gegenwärtige Augenblick zum Bruche führen würde. ES sei ein Unglück, wenn Reden gehalten wür­den, dir die Kluft zwischen oen beiden Staaten erweiterten anstatt sie zu vereng rn. Wenn Großbritannien, Frank­reich, Italien und Belgien brüderlich im Interesse be-3 Friedens zusammenarbeiten würden, würde die Welt ein anderes Gesicht bekommen. Er hoffe ausrichtig, daß die im Kriege gebrachten Opfer nicht durch Uneinigkeit und Uebelwollen verloren geben und daß die Nationen dazu gelangen, zusammenzuarbeiten, damit die Worte- Friene ! aus Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! sich ver­wirklichten-

gen zum Bekenntnis zum Internationalismus zu­sammenzufasten, sa sogar den Kommunismus in den Rahmen des Weltproletariats brüderlich miteinzuschlietzen. Die nichtdeutschen Vertreter auf der Hamburger Tagung machten große Worte, allein eS war und ist ganz klar, daß sie völlig wertlos sind, well in den betreffenden Ländern der Internationalis­mus gar kein« Rolle fptett und nicht auftoounen kann.

Die englischen Finanzen.

London, 25. Juli. Bei dem Festessen zu

Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Er, Lloyd George, habe bei dieser Gelegenheit, einen ofst- zieNen Bericht zitiert, welcher zeigte, daß Frankreich KiHionen von Franken für den Bau neuer Kanäle und Häsen und die Ausgestaltung von alten ausgebe und er habe sich erlaubt, diese Tätigkeit mit der Deutschlauds in vergleichen. Poincarö behauptete, er, Lloyd George, habe zum Ausdruck gebracht, daß ihm die Bemühungen .Frankreichs zur Wiederherstellung der zerstörten Gebiete gleichgültig seien. Das sei eine Entstellung, eine »naewöhnlich häßliche Ettttzellung seiner

stimmten Menge auf. Hefe der unruhigen Schichten aufchließt, um Deutschland In den Zustand de» Inneren Zerfalles zu setzen, indem sie damit rechne» daß die Neigung der großen Arbeitennasteu Deutsch­lands dem Internationalismus nachsagt.

Wenn die Zeichen nicht trügen, macht sich, hervor» gerufen durch die französische Gewaltpolitik, eine go- wiste Einkehr zur Besserung geltend, inde« größere Kreise der Arbettersclwft von ihren Hetzern und Jrrlehrern abrücken und sich, unter Verwerfung der internationalen Torheiten, zum national«» Gedanken, also zum Vaterland bekennen. Woraus kommt es an? Die Antwort lautet: .Von unten heraus, also von der Jugend an, auS dem Kleinsten heraus, mutz das ganze deutsche Volk zum Begriff seiner nationalen Würde und seiner natio« nalen Eigenart erzogen werden.' Es gibt tn i Glück und Unglück, tn Rot und Gefahr, tn Recht un», 1 Unrecht doch uwe eines.; das eigen« Vaterland! Ht^'

W -em Wese M Moskau.

Unsere Mark purzelt sich wild überschlagend in den Mgrp»d. Und zwar in den, an dessen Tiefe Rußland steht. Die österreichische Leidensstation ist von der deut­schen Mark schon längst passisiert. Der höchste öster­reichische Dollarkurs beziffert sich auf etwa 77 000 Kro­nen. Ein derartig-r Kurs wäre für unsere heut gen Ver­hältnisse geradezu begehrenswert.

^iegentoätHfl wirb der Dollar sogar nach amtlicher deutscher Notierung mit 450 000 bezeichnet. Böcken wir einmal nach Rußland . 450 000 Rubel für einen Dollar wurden in Moskau notiert am 15. Februar 1922 Wir

Sie MMim der Aeiiermg.

Der preußische Minister des Innern Severing hat in einer Verfügung an die Oberpräsidenten bestimmt, daß bis auf weiteres Versammlungen unter freiem Himmel und Demonstrationsumzüge zu verbieten seien. Ange­sichts der Hohl den Kommunisten betriebenen Hetze zum Bürgerkrieg, war dn derartigo» Verbot unerläßlich ge-

Marburg

Sonnrotao. hen 26. All

Heuert

I Di« »OberheMsLe Zeitung' ettoetnt iethemal wöcbentUib. — Be,ug,vrei, monatlich * 2000C MI. mit Zustrllung^ebühr. Für auefaUenae Nummern infolge Sttelts ooet I elementarer Ereigniile kein Trias;. — »erlag non Dr. <L Hiheeotd. — Druck der । llutm-Buchdruckerei do« 3ob. »■«. Koch. Markt 21,23. — lternivrecher 55, Poft- I scheckkoato: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Massenkundgebungen unter freiem Himmel mit auf­reizenden K nnworten wie zu Gegendemonstrationen und zum Selbstschutz auf geilten wird. Die Form und Sprache dieser Ausruse wie Gegenkundgebungen rufen, zumal un Hinblick auf die teilweise unvethüllt auSgesproch--ueu Zwecke solcher Veranstaltungen und beiderseitigen Vorbe­reitungen, die unmittelbare Gefahr gewaltsamer Aus­einandersetzungen herauf. Bei der zurzeit herrschenden innerpolitischen Spannung lassen daher alle Versamm­lungen unter freiem Himmel und Umzüge verhängnisvoll«' Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung be»

französischen Regierung zu erörtern und sehr weit zu Zen seien. Um diese Ergebnisse zu erzielen, sei ein Dehrn, um die französischen Wünsche zu l «friedigen hoher Preis gezahlt worden.

Paris, 25. Juli. Der „Ncwrork Harald" komm: 3ut auswärtigen Politik bemerkte Baldwin, ttus seine gestrige Washingtoner Me.dung von einem ~

15jährigen Aufschub der stanzösifchen Kriegsschuld, Grossbrteanmen habe e,n Angebot an die Ällnerten dem Amerika bereit wäre, wenn ein gleicher Au schnb! gemacht, das den ersten «schritt zur Regelung der auch Deutschland gewährt werde, zurück uno berichte: schwebenden Fragen bedeute: er hoffe, daß es zum Iber ben Eindruck seiner Darstellung i« französischen I Erfolg fühle. Er werde nichts ungeschehen lassen, Kreisen. Pvincare sei mit der amerifantitfieu Idee oet was eine Regelung ermöglichen könne. Unter Hin- Zahlungsaufschubs für die französisch«- Schuld unter bei weis aus die erfolgreichen Verhandlungen mit Ame- tzeuanuten Bed.ngung nicht einverstanden. Mn 3Rora liIa über die Schuldenjundherung sagte Baldwin, es L Mw«,-»- M toon ,angst ein. N-.

D-»IW-»b- si-»di, »i, M §>»»<, m Europa worden wo«, wenn »,e

Ker den g>ldgcb?nsen Nationen schweben würde, >lua: I Angelegenheit Geschäftsleuten überlassen worden habe selbst Deutschland kein Moratorium über vier Jak re wäre, hinaus verlangt !

Paris, 25. Juli. Ministerpräsident Poincarö | hat heute vormittag den belgischen Botschafter empfangen, der ihm nach dem „Temps" die Auf­fassung der belgischen Regierung hinsichtlich des eng­lischen Antwortentwnrfes auseinandersetzte.

Hebet die Verhandlungen zwischen Paris und Brüssel wird mitgeteilt, der Meinungsaustausch lasse sich günstig an. Er werde sich aber noch einige Tage hinztehen, bevor die Kabinette in Paris und Brüssel in der Lage seien, in London ihren Stand­punkt nritzuteilen. Das „Journal des Döbats" weist auf die schwierige Lage Belgiens hin, wenn die Missverständnisse zwischen Frankreich u. England tticht beseitigt würden. Die französische Regierung müsse sich deshalb Mühe geben, den von Belgien ge- Lutzerten Wünschen entgegenzukommen und ge­meinsame Ideen formulieren.

der deutschen Arbeiterschaft, alles tn allem genommen, bis auf die unmittelbare Gegenwart alS nicht möglich erwiesen. Die Jnternattonale, bte auS dem Morris- ums entstanden ist, hat sich mit der Zett bet alle« Völkern ein nationales Gewand angelegt, «an» freilich nicht. Die „Rote Fahne" läßt bereits durch-1 allein bet den Deutschen ist sie AS zur Stunde wirk- blicken, daß die Antisaschisten-Demonstrationen trotz des! "ch international gedtteven.

Erlasses Severiugs stattiinderi werden Wir jweife'a aber Woher rührt btes- berhängnisoolle Erfchdnungf nicht daran, daß die hierfür berufenen Organe der Regie-! Sie Mht etnfach^us^er Sy^^Taflac^h» rung auch darauf vorbereitet sind und dem Besitz Respekt! ^ang tn allen möglichen Formen innerlich

verschaffen werden. ' . zerspalten, als nationale Stnhett noch viel zu

Berlin, 25. Juli. In der vom Amtlichen Preußi-I jung, noch viel zu entwickelt war und leider noch scheu Pressedienst veröffentlichten Begründung der gestri-1 immer ist, als daß seine Masten von wirllich natto- gen Verfügung des preußischen Ministers des Innern, nalen Anschauungen »nd Empfindung^ hatten durch-

Möglichkeiten eines BürgerkrttgeS haben m weitesten unt) haben unser fo tüchtiges, so fleißiges, sS Kreisen des Volkes eine lebhafte Beunruhigung hervor- intelligentes Voll ins Unglück gestürzt. Die allz» gerufen. Die Besorgnis der unter der Teuerung und den rafd, etnfetienbe Industrialisierung Deutsch- Schwierigkeiten der Lebensmittelb schaffung ohnehin schwer! laiibs wurde unser Verderben. Das Klassenbewntzt- leidenden Bevölkerung wird weiter genährt und die Span-! fein der international gestimmten deutschen Arbettev- nung zwischen den Anhängern verschiedener politischer Au- scüast erwies sich als die allein ttcwende Macht, der ckauungen verschärft, wenn von einzelnen politischen Par-1 Klassengegensatz und der Klasteillampf im Unheil- ta.* «.Ilm iow d-,-» SJW. *W. «SS*wS«

und die bedenklichste Erscheinung aber war die Tat­sache, datz tn dem feit 1871 entstandenen deutschen Nationalstaate bte Mast-n des an Zahl tote an Ein­fluß mächtig anschtoellenden ArbetterstanbeS tn eine Hefe Entfremdung vom Staate und von der Nation ütneingedrängt wurden. Diese Entfremdung hat eine auf die Dauer filr den Bestand der Macht des Reiche» unmögliche Lage geschaffen und Deutschland in« «er- derben gestürzt, da sich feine Lösung vis fetzt finden

Was fehlt dem deutschen Volke heute, wo liegt Me größte Gefahr für Gegenwart und Zukunst» Die Ant- .ivort lautet: „Wir haben verlernt, ein Herrenvol« In Ergänzung zu dem Rundschreiben an die Landes- gu sein, ein Volk auf streng und rein nationale« regierungen, in welchem auf die Möglichkeit von Ruhe-1 Grundlage, ein Volk, das mit Stolz und Zuversicht töruugen hingewiesen wird, erklärte der Reichsminister des! nlir ans sich selbst steht.' Statt dessen ist bei Innern Oeser in einer Unterredung mit einem Bet-! leider gewaltig grotzen Massen des deutschen Volke«, tretet bea Berl. Taa-bl." daß die Reichsvegierung. wenn I verführt und betört durch Hetzer und Schwätzer, ^dt« f"« Sm.lÄAPrn morhe mit alter finer<re öbc, verschwommene, entnervende Wahnlehre vorn es nötig feinifotlte, nttbt ^flern werde, aller Omrgre Snternat(onaltSmu3 entstanden, das Gerede dx ihr zur Ber,ugung stehenden Mittel anwende, lieber Wektproketari-at, vom völkerbefveiendeN die zur Verfügung stehenden Machtmittel dürfe man sich zwischen Rasten und Stämmen. Noch heut«

nicht täuschen. Die Schutzpolizei sei heute ein ausgezeich- wird wetten Kreisen vorgeredet, namentlich bet netes Instrument zur Aufrechterhaltung von Ruhe unb borgemacht: „Es gibt kein Vaterland — bte

Ordnung. Der Minister betonte weiter, daß alle Ver-I «yC(t ist petn Vaterland — der Proletarier ist sich uche, die öffentliche Ordnung zu stören, lediglich dem überall gleich — Mongole und Neger, der französische äußeren Feinde bienten. Es sollte die Ueberzeugung aller! Peiniger und jeder andere sind unsere geliebien Brü- Eiusichtigen sein, daß jeder Putsch die bevorsteheuden ent- derI' toeibenfcen internationalen Verhandlungen maßlos er I Hierin liegt für uns Deutsche die furchtbarste ®t* zchwert und dadurch nur neues Unglück über Deutschland fahr, der Kern unsere? Unterganges, fMlS nicht f»- fortige und vollkommene Besserung erfolgen wird, Dlc Engländer, Franzosen, Amerikaner, Italiener, ja tiefer tn der Kultur stehende Völker tote Polen, Slo­waken, Rumänen u. a. sind, auch in ben Arbciter- krrlsen» so grundnational baß jeber Wtrtschafts- und Klastenkampf fchtoeigt, sobald er sich um völkische, um nationale Frage handelt, sobald die Ehre al- „Volk^ in seiner Geschlossenheit nach außen hin berührt wird. Nur die breite Masse der deutschen Arbeiter sucht« bisher und sucht noch jetzt ihre Aufgabe darin, al» „Proletarier' im Sinne des Jntemaitonalismu« g:lten zu toollen. Hierin liegt die brennende Gefahr für unser deutsches Volk tn der Zett der gegkntoärtt- gen Not. Hüte sich das deutsche Volk ernstltch davor, sich zu proletaristerenl Die Franzosen stachel^ wie die Unruhen Im Ruhrgebiet deutlich beweise^ die Leidenschaften der kornrnimtsttsch-ttiternattonal ge-

Ehren der Bankiers und Kaufleute der Londoner City gab Baldwin eine Uebersicht über die Anstren­gungen Englands, sein Finanzwesen durch Aus­gleichen des Budgets und Zahlung der Schulden in Ordnung zu bringen. Die Ausgaben seien von 2000 auf 800 Millionen Pfund verringert, wovon die Hälfte der Verzinsung der Kriegsausgaben zufalle.

„ . „„ . Die Zahl der Staatsbeamten sei nur um 10 Prozent

als °°° ■»«'y-

die Haltung bet britischen Regierung gegenüber her Frage Regierungsamter. ->te schwebenden Schulden seien kr französischen Sicherheit stets durchaus wvhlwollenb von 1500 auf 800 Millionen Pfund gesunken: alle tzewesin fei uiib daß noch heute die Meinung herrsche, p.s ! auswärtigen Schulden seien bezahlt mit Ausnahme

Sigloni) in Srniortttna dn iraoM* irioilfien Antwort.

» London, 25. Juli. Ter diplomatische Berichterstat- ier des „Daily Telegraph" drückt die Besorgnis aus, baß ke Antwort aus Paris und Brüssel keinen endgültigen Uharakter haben würden. Die französische Diplomatie Hoffe anscheinend, daß Belgien mit Frankreich in der Frage hes passiven Widerstandes und'der völligen Rä-imung ge« Weinsamc Sache machen werbe. Ferner würden Die Fran­zösin danach trachten, die italienische Unterstützung zu Ipirinnen. Zu der Anregung, Großbritannien möge, be- vor dsi deutsche Entschädigungssumme sistgcsetzt werde, tenau erklären, welche Summe es von Deutschland und »en Alliierten verlange, bemerkt der Benchtenlatter, daß Ne Frage bet alliierten Schulden ein ganz besonderes Ge­

worden. Gerade jetzt, wo wir uns vielleicht im End-1von Wenigen einflußlosen Schwätzern absesehen. Nu« kampf an Rhein und Ruhr befinden, bedeutet die An-I wr

zettelung inner« Ihtrubeneingemeine«, am ganzen Aa'k daß bte deutsche Arbeiterschaft sich mtt bet

begangenes Verbrechen. Den Franzosen kann ja oarmchts “mb belgischen, vielleicht sogar mtt bet

willkommener fein, alS wenn Deutschland nach sechs- ^glischen znm gemeinsamen Kamps gegen Ka« monatiger hewenhafter Gegenwehr wegen inneren Ztm-1 Arbeitgeberschaft, Besitz, Bürgertum zusanimew- stes zur Kapitulation gezwungm würden» in einem Augen- schließen werde. Nimmermehr!

blick, wo in der Welt gewichtige Stimmen laut werden, gftele Hoffnung, leeres Wahngebilde! Die Grund« die eine Beilegung des Ruhrkonfliktes in einem des Marxismus, b. h. des sogenannten Bv»

Deutschland erträglichen Sinne herbeiführen wollen. Ka- frctungskampses der Arbetterschast alS Weltmacht piluliert Deutschland, bann kann Frankreich ohne daß ihm gegen das Kapital, sind zwar westeuropäischen, vor- jemnad in den Arm fällt, uns feine Bedingungen auf- wiegen« französisch-engltschen Gedankengängen ent- erlegen Was das bedeuten würde, weiß man aus dem in sprossen, mußte sich aber gegenüber dem mit voller

Die Maßnahmen der Ministers Severing waren dahe" das Gegenteil tn Deutschland der Fall. Bet un» nicht nur vom innerpolitischeii, sondern sehr wesentlich paven tnternattonale Traumvorstellungen den aus- auch vom außenpolitischen Standpunkt aus g-botm. Die keimenden Vaterlandsgedanken zu ersticken und M Reichsregierung hat ihrerseits aus bet gleichen Sorge unterdrücken vermocht Lasa(gdtorben 1864» um bie innere Ruhe und Geschlossenheit bes Land-- alle ! Wte (beutf^airbctterf^ft eto Särbmegietungew gebeten, ihr ganzes Augenmerk «auf I Frankreichs und den Liberalen England»

bie Aufrechterhaltung geordneter Zustande zu richten unb' - —• —■—*-* — -

nötigenfalls ben von den Kommunisten auf den 29 Jul» anberaumten „Antifaschistentag" zu verbieten. Ministe: Severing ist weitergegangen unb hat ein generelles Ver­sammlungsverbot erlassen. Das scheint uns auch das Gegebene zu sein

Verbote unb Verordnungen allein machen es nun Rote Fahne" läßt berefts burch-

D«r Auzeigenpret» beträgt für den 9gefp. Zeilenmtllimeter 800 Mk. Amtliche und aus« Anzeigen 1000 Mk. Bet schwiertaem Satz 50°f, Aufschlag. Spät einlaufend« ro oder den Raum über H. Seite einnehmende Anzeigen werden nach der Textfpalten- JA nUUllle breite berechnet. Reklamen der Zeilenmillimeter 2500 Mk. Jeder Rabatt gilt al« u Barrabatt Belege werden berechnet. Bei Auskunft durch di« Eetchäftsst. und Brrmtttlunq der Angebot« 1000 M„ bei Uederiendung durch UN, 2000.— Ml ohne Porto.

London, 25. Juli. Lio Hb Geo rge hielt gestern di Bristol, wo ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen wurde, «ine Rede, in der et sagte, er freue siL daß Großbritan­nien das Seinige getan habe, um ben Bruch zwischen den , Alliierten zu verhindern. Wenn er noch erfolgen sollte, kaner Muster annehmen. In den Kreisin für die Lebens­werde die Verantwortung dafür nicht das Gewißen Groß-1 mittel, für die täglichen Bidarssartikel unb KleidungS- hrftanniens belasten. ES gebe jetzt viele Zwischenfälle, gegenstände gleichen wiruns immer mehr den rufli'chen die entmutigend seien. Lloyd George sagte: Ich wollte. Verhältnissen an. Gewiß ist in Rußland auch nach der Pvincare würde Sonntags keine Reden halten. (Heiter- Millionen, die Milliard'mrechnung in den täglichen Ge­feit.) Der Sonntag ist für erbauliche Gedanken brauch übergegangen, während das Staatsbudget aus dem destim-mt und nickt gerade bet geeignete Tag, um Reich tz» BMoiwn in das der Trillionen übergegangen ist. Tuben mit sorgfältig destilliertem Haß, Feind- Mer rn Rußiand wendet man jetzt eine Methose an, die feligkeit, Mißtrauen und Zorn Über die für uns in Deutschland bald ebenso praftisch wirs. Man Rationen auszugießen. Ich würde es für ein schneidet einfach eine Anzahl von Nullen hint-t oen Unglück halten, wenn eS so weiter ginge. Lloyd G orge Zahlen ab. So ist man in Rußland wieder auf die ein- fübrte hierauf aus, er habe im Unterhause in einer fache Rechnung zurückgekommen, man läßt die Millionen Rede darauf hingewiesin, in welcher Art der Kontinent und Milliarden einfach zurück . Aus den Noten sind die feine industrielle Zukunft vorbereite. Er habe erwähnt, entsprechenden Rullen gestrichen, und so klingt alles wie- daß Frankreich seine Schuld an Großbritannien nicht der ziemlich leidlich Man gibt nicht mehr eine Mftlbn anerkenne und daß Poincarö sogar andeute, Frankreich Rubel für eine Straßenbahufahrt, sondern nur noch beabsichtige nicht einmal Zinsen zn bezahlen. Ter Sinn einen Rubel. Wollen wir auch auf diesem Dcqr nach dieser Rede sei kürzlich von Poincare entstellt worden. Moskau gehen. /