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m j, H. Schäfer
Kasernenstr. 21
, gegen bar, 500 Mk.> Amtliche und aus». Anzeigen 1000 Mr. Bet schwierigem kV
ifichlag. Spät einlonsende oder den Kaum über */, Seite einnehmende gg. AUllllle
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Regiermtg zulassen, das, das Schicksal des von einigen Gruvven Juden und Weistwelche gegen den Klaak Komplotte stiften,
roltttsche Staates nichenen, abbänge.
wird wie dm durch emaillieren i rernlckehi
Paris, 20. Juli. Havas berichtet aus Düffel- dorf, daß es bei der Ausweisung von 28 Eisenbahnern in Trier zu einer Kundgebung zugunsten der Ausgevnefenen gekommven ist. Die Meng- habe auseinandergetrieben werden müssen.
Zur Lage in iea besetzten Gebieten.
Münster, 20. Juli. Der komlnandierende General der französischen 38. Infanteriedivision hat für seinen Bezirk angeordnet, daß auf jede Person, die sich aus der Linie zwischen Westhofen und Volmarstein einen Kilometer südlich der Ruhr in der Nachtzeit zwischen 9 Uhr abends und 4 Uhr morgens zeigt, ohne Anruf grschossen wird
Paris, 20. Juli. Havas berichtet aus Düsseldorf: Gestern nachmittag 2 Uhr seien im Walde zwischen Rüt- telsheim und Mocrselden östlich von Mainz von einer Zollpatrouilk' zwei Autos überrascht worden, die, wic Havas angibt, heimlich hätten passieren wollen. Da eines davon versucht hätte, trotz des Anrufs zurückzusahren, habe ein Zollposten mehrere Revolrnwschüjfe abgegeben, durch die der Chauffeur des Wagrus getötet worden feu Die Insassen der beiden Wagen seien unter Bewachung nach Mainz gebracht worden.
Bochum, 19. Juli. Vormittags erschien aus dem LandgerichtsgebSude eine Abordnung der französischen Besatzungsbehürde und erklärte, daß das Landgerichtsgebäude und das anliegende Staatsanwaltschaitsgebäude bis zum 23 dieses Monats geräumt )e;n müßte. Das Aktenmaterial dürfe mitgenommen werden, nicht aber Mobilar. Ebenso muß das Untersuchungsgefängnis bis zu diesem Zeitpunkt geräumt sein. Da Hattingen nicht mehr zum Amtsgebiet gehört, soll das dortige Mil-tärpolizei- geeicht von Hattingen nach Bochum verlegt werden.
Paris, 20. Juli. Havas berichtet aus Koblenz: Im Anschluß an eine Entscheidung der Rheinlandkommission feien eine Anzahl von deutschen Beamten, die in der belgischen Befatzungszone von Kriegsgerichten verurteilt worden seien, in das Gefängnis von Verviers eingelie- sert worden. Ter Essener Rechtsanwalt Tr. Grimm, der übrigens bei keinem der Verurteilten Verteidiger gewesen sei, habe bei den Besatzungsbehörden um die Zurückführung der Beteiligten nach einem Gefängnis im besetzten Gebiet nachgrsucht. Die Rhcmlandkommission habe im Einvernehmen mit dem französischen Lberkommandan- ten, Geneml Dcgoutte, und dem belgischen Oberkommandierenden, General Ruequotz, beschlösse«, auf dieses Ersuchen keine Antwort zu erteilt«.
Paris, 21. Juli. Der sranzeösische Botschaft ter in London ist gestern nachmittag nach Paris ad gereist.
London, 20. Juli. Der französische Bsischafter sprach gestern auf dem Foreign Office vor, wurde aber, da Lord Curzon b sch äs tgt war. von dem ständigen'lin »rstaatssekretSr für auswärtige Angelegenheiten, Sir Eyc Crow, empfangen. „Daily Telegraph" zufolge hat der Botschafter, der heute" vormittag nach Paris reist, gehofft, di« britischen Schriftstücke mitnehmen zu^kön- nen.
London, 20. Juli. Di« Blmter bezeichnen es"als möglich, daß es in nächster Woche zu einer Debatte •über die Frag » der ausivär.igen Politik, d ruitL: der Ruhrfrage, kommen werde.
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München, 20. Jult. Auf dem Festkommers des Akademischen Turnerbundes sprach auch General Gudendorfs. Er sübrte u. a. aus: Das Turnerfefi srand unter dem l eichen deutschen Volkstums, deutscher Einheit, Ehre und Jretveit. Das ist die höchste Spitze des Turmes, den wir errichten wollen. Seine Grundlagen sind deutsche Art, Zucht und Wehrkraft. Nur ein Volk, das sich dieser Tugend bewußt ist, kann für feine Freiheit kämpfen, für das Vaterland sterben, wenn es sein mntz. Aber vor allem gllt es, für das deutsche Land zu leben. Die deutsche Art verlangt vor der Jugend Ehrsurcht vor dem Alter, Erfahrung und Verdienst, von uns allen glühende Liebe für unser Land, Haß und Rache gegen vie Feinde. Turnen ist nur ein Mittel zum Zweck. Deutscher Turner sein bebemet ein Kämpfer und kriegssertiger Bereiter für ein Deutschland zu sein,.... das den Deutschen gehört. Stärken Sie die Faust und den Geist. Der Geist ist es, der die Faust hebt und niedersallen läßt auf das Haupt der Feinde de» Vaterlandes (brausender Beifall).
München, 20. Juli. Im Zusammenhang mit dem Deutschen Turnfest haben gestern abend noch mehrere bemerkenswerte Veranstaltungen stattgefunden. Auf einem Ehrenabend für den amerikanischen Turnerbund wurde mitgetetlt, daß die deutsch-amerikanischen Gäste der deutschen Ttlrnerschast ein Geschenk von 1000 Dollar gemacht haben.
Di, jDbetbe|{t|d), Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugsorei, monatlich 20000 Mk. mit Zustellnngsgebühr. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Trstch. — Verlag von Dr. T. Sitzerath. — Druck der llmv^Buchdruckerei von Job. Sn«. Koch. Markt 21,23. — Kernfprecher 55, Post» scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main. -
Berlin, 20. Juli. Gegen bett drohendes Linksputsch hat der Landesverband Grvß-Berlirr der vereinigten vaterländischen Verbände Deutschlands zwei Resolutionen angenommen, wovon eine das „Verbot der Roten Fahne" und die andere mehr Unterstützung füll den WLerstand au Ruhr und Rhein fordert.
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Krakau, 19. Jult. Bet einem Parteimeeting der Volkspartei Ptast in Tarnow hielt Ministerpräsident WtwS eine polittfche Rede, die von feinem Organ „Shtriet Chodztenny" als Programmrede bezeichnet wird. In Besprechung der auswärtigen Politik erklärte WitoS, daß Polen zwecks Sicherftellimg der Unabhängigkeit d»S Staates mit Frankreich und Rumänien Bündnisse geschlossen habe, waS in der Zukunft Polen zur Aufrechterhaltting einer starken Armee verpflichte. 40 Prozent der Budgetausgaben werden von der Armee verschlungen. Pol-n müsse sich besten bewußt sein, erklärte ferner Ministerpräsident WitoS, daß Rußland groß geblieben und Deutschland, wenn mich vortibergebend niedergehalten, in der Zukunft seine Kraft wlederaewinnen und zu Revanche und Wiedereroberung schreiten könnte. Deshalb müsse Polen Garantien und Sicherstellungen suchen.
WaS die innere Politik anverangt, so werde keine
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Berlin, 20. Juli. Einer BiLtermeldung aus Leipzig zufolge hat der Untersuchungsrichter deS Staatsgerichtshoses in der Parchimer Mord aff ärebrei weitere Verhaftungen engeobnet und zwar gegen drei fttienbe Persönlichkeiten c-er von Roßbach begründeten Turne, schäften bet den sch-röl ischen Fre h itspartei: Schöpf Bernhard und v. Tetiensborn. Die beide» Ersteren, die in Berlin vechaftet worden sind, sind bereits nach Leipzig gebracht worden. Der Letztere, der in Hamburg festgenommen wurde, befindet sich ai^ dem Transport nach Le pz g. Die Verhafteten werden beschuldigt, an der BerdunlAunsg der Parchimer Mordtat mitoewirkt zu haben, indem si« einem der am. Mord Beteiligten zur Flucht verhalfen.
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Leipzig, 19. Juli. Es steht jetzt bestimmt fest, daß Ehrhardt nach München geflüchtet ist. Der Staatsgerichtshof zum Schutze bet Republik trat am Donnerstag zu einer Sitzung zusammen, nm über die Aufnahme des Ehrhardtprozesses zu verhandeln. Wie der Präsident des Staatsgerichtshoses, SenatsprL« sident Dr. Schmidt, mitteilte, findet der Ehrhardti- Prozeß am Montag bestimmt statt: sicher ist Vorläufig nur, daß gegen die Prinzesstn Hobenlohc verhandelt wird. Ob auch noch andere Angestagte zur Stelle sein werden, ist zur Stunde noch nicht bekannt, Die Haussuchung bei dem wegen Mithilfe sestgenommene» G ö tz in Leipzig hat interessante Ergebnisse zutage gefördert. Man fand dort eine neue Strickleiter, schwarze Gesichtsmasken, Stahlhelme usw., eine Bandsäge, eine alte Marineflagge usw. Sicher ist jetzt auch, daß der Plan für die Befreiung Ebrbardts feit mindestens vier Wochen vorbereitet worden ist.
Nach einer Meldung des „Berk. Tageblatts" aus Hamburg ist der Kaufmann Karl Ehrhardt, eitr'Sett« des flüchtigen Ehrhardt, der auf Ersuchen der Leipziger Polizei unter dem Verdacht festgenommen worden roai; die Flucht Ehrhardts begünstigt zu haben, vom Amt» gericht wieder freigelassen worden.
Nach einer weiteren Blättermeldung aus Leipzig hat der Polizeipräsident ans Anlaß der am Montag beginnenden Verhandlungen im Ehrharvtprozeß umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Es wurde ein Berber von Versammlungen auf dem Reichsgerichtsplatze erlasse», D« „Deutsche Allg meine Zeitung" m'ldet au? S3iei% in dortigen rechtsstehenden Streifen verlaute, daß Ehrhardt in Ungarn eingetroffen fei
Die sächsische Regierung lehnt di« Verantwortung ab.
Wie die Blätter aus Leipzig melden, läßt eie sächsifck« Regierung durch ihre Nachrichtenstelle eine Mitteilung verbreiten, in ben sie erklärt, daß Ehrhardt nach Abschluß der Voruntersuchung am 15. März 1923 bet Verfügung des Vorsitzenden des Staatsgerichtshofes zum Schutze der Republik, des Senatspräsidenten beim Reichsgerichts Dr. Schmidt, unterstellt worden sei und dem daher die Verantwortung für die Flucht Ehrhardts zufalle.
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London, 20. Juli Heute moryn ist noch ein offizielles Telegramm aus Berlin eingetrofsen, worin wieder- t»lt erklärt wird, daß keine deutsche Regierung tzom passiven Widerstand ohne gewisse (Satan tien abgehen könne ES wird erklärt, es fei auch durchaus unrichtig, daß Deutschland Grvß- jstttannien ersucht habe, die franzSsiiche Regierung zu Veranlassen, irgendeine besondere Aktion zu unternehmen Es besteht Grund zu der Annahme, daß Deutschland bereit fein würde, bei der Erreichung einer Formel mitzn- Wirken, vorausgesetzt, daß die Zurückziehung der Fran- icfen allmählich, z. B. in drei Etappen, ftarlftnden wird, in welchem Falle Deutschland einwandfreie Garntien steben würde. Zuerst sollte Frankreich b't Zivilverwal- tang im Ruhrgebiet wieder zulassen und die ausgewiesenen Deutschen ins Ruhrgebiet wieder zurücklassen. Eine von kn zahlreichen Anregungen, die unformell gemacht wor- kn sind, ist die, daß Fmnkreich sich aus dem Ruhrgeb'.et zurückziehen, aber Essen besetzt halten sollte. Deutschland seinerseits würde darauf alle notwenvig-n Schritte tun, wk fein Barvermögen und seine Industrie zu verpfän- kn. Bei der nächsten Etappe, wenn die Franzosen sich auf Essen zurückziehen würden, würde Deutschland die Schuldverschreibungen auf die deutschen E'.'enbahne» an die Reparationskommission übe-.g een Diese und audereAnregungensindunformellgemacht Worden. Es wird aber wiederholt, daß keine neuen Vorschläge gemacht worden find, die Deutschland als eine Antwort auf seine letzte Note betrachte.
Diese etwas dunkle Meldung von W B. aus London, # wohl als eine Art englischer Fühler aufzusasfen. Ihr tzüderspricht jedenfalls folgende offiziöse englische Meldung:
London, 20. Juli. Meuter erfährt aus autoritativen Kreisen, daß eS nicht zutrifft, daß irgend- welche neuen Vorschläge von deutscher Seite gemacht worden sind. Als der deutsche Botschafter Lord Gur gen vo, einigen Tagen bekuchre, wurde lediglich öle allgemeine Lage erörtert. Deutschlands Stellung, wie sie in der letzten Note dargelegt wurde, bleibt unver- itoert, bis eine Antwort eintrtfft. ES ist bekannt, daß Deutschland bereit ist. zu verhandln, es kann aber den passiven Widerstand durchaus nicht aufgeben ahne Garantien, daß Frankreich sich zurückziehen wird and bevor eS weiß, zu welchem Zeitpuntt das der Fall fein wird
Jeoenfatts find alle Meldungen, ow geg.-nwärttz in ber französischen, aber auch in der englischen Presse aut tauchen über angebliche deutsch-englische Berhandlungen über die Frage des passiven Wiverstandes mit größtzr Vorsicht auftunehmen. Wohl ist richtig daß über diese .Frage von englischer Seite mit Deutschland dauern Fühlungnahme «ehalten wird. Di? englische Idee geht in bekanntlich auf ein Ausgleich unter der Voraussetzung französischer Zugeständnisse in der Besatzungsfrage. Del deutsche Standpunkt aber ist unverändtrlich ber, daß das Siel des passiven Widerstandes, nämlich die Räumung der besetzten Gebiete und die Befreiung der Bevölkerung ben dem militärischen Druck unbedingt sichtbar sein muß Heber diese Dinge hat letzten Endes auch tzarnicht die deutsche Reichsregierung, sondern die Ruhrbevölkeruna selber zu ent» fcheiden, wie überhaupt die «auze Frag» des passiven Widerstandes kein HandelS- »Sielt ist.
MssmWMuhrk uhö Streifs.
BreSlcr.m, 20. Jrtth. Große Lebensmittettm- ruhen ereigneten sich heute nachmittag in mehreren Stadtteilen. Di- Kravalle nahmen tn der Friedrich Wilhelmsttatze ihren Anfang und verbreiteten sich von dort auf mehrere Straßen der inneren Stadt. Eine Anzahl Schuh- und sileiderläden wurde geplündert. Dte Polizei mußte schließlich von der Waffe GSramtz
London, 20. Juli. Das Reutersche Büro et« ährt, daß der Entwurf der Rote an Deutschland und die Mantelnote an die Alliierte« nunmehr vom Kabinett fertiggestellt wurden und sobald als möglich nach Paris, Brüssel, Rom und Tokio und zur Information nach Washington gesandt werden i otttt. Man hält es für möglich, daß di« Rote schon morgen in de» Hände« der französische« Regierung eilt wird.
London, 20. Juli. Der diplomatische Berichterstatter der „Daikv News- bezeichnet es als möglich, daß es vor Abkenvung der brittfchen Antwort an Ber lin zu einer Zufammenkunft zwischen den alliierten Premierministern kommen werde.
London, 20. Juli. Reuter erfährt von zustän- Snaer Seite, daß die meisten Meldungen, die trfrbr über die britischen Vorschläge verbrss'ct worben sind, reine Mutmaßungen! darstellen. Z. B. ist keine Rede ran Vorschläge beüttich ber AnUullicruna der Schulden an Großbritannien. Die Frage der interalli- irrten Schulden ist keine Ang-legenheit, die in einer Antwort an Deutschland zu behandeln wäre. Sie {p ein Gegenstand zu einer Konferenz und im gegenwärtigen Augenblick werden Bemühungen ins^Werk «efekt, um fest-ustellen, wie die Konferenz zustande gebracht werden kann.
L o n d o n, 20. Jutt. Der dipl-mattsch" Korrespondent der „Morning Post" schreibt: In der Kakunettsfitzuu lei dem Wortlaut des Mantelbrieses grobe Sorgfalt at widmet worden, denn es bandle sich um eine Dorstellui'g nicht nur der britischen Pofitik, sondern auch der Doku mente, die für diese Politik sprächen. Aus diesem Grüne- beschäftigten- sich die Minister emgebcnd mit biejen Schriftstück Eine Meinungsverschi-denheit innerhalb de- Kabinetts über die Politik und die Methoden, mit denn diese Politik wirksam gemacht werden kolk, besteht nich-
London, 20. Juli. Der bwlemo'rsch. Kvrrrsponoen des „Dailv Telegraph" hört, daß cfcrfo rote bei der mini steriellen Erklärung in der vorigen Weck- auch an den Wortlaut ber Schriftstück." sehr wesentliche Abänderung vo-genommen worden seien Die meisten dieser Ab änderungen hätten sich aus die sprachlich: Fassung bezogen und seien au» den Wunsch zurückzuführen, den britische- Standpunkt, je stärker er in sich fefbst sei, unsso ruhige und bs'licber barzulegen.
Münster, 21. Jull. Eine Anzahl angeblicher deutscher Reichseisenbahner in Düsseldorf ruft zu einer Versammlung auf, in der zu dem deutschen Abwehrkampf Stellung genommen wecken soll. Ter Aufiwf erfolgt aber in einer Weise, die jeden Zweifel ausschließt, daß die (Einberufet im engsten Einvernehmen mit ben Fran- zosen arbeiten. Dies geht auch deutlich daraus hervor, daß die Stadtverwaltung von ihm Franzosen aufgeforbert worden ist, Plakate, die auf diese Versammlung Hinweisen, anfleben zu lassen. Die Stadtverwaltung hat dieses An- finnen abgelehnt, ebenso dasjenige, einen Saal für die Versammlung zur Verfügung zu stellen. Die Franzosen kleben jetzt selbst die Plakate an. Die deutschen Reichseisenbahnerorganisationen wenden sich schärsstens gegen diese Veranstaltung.
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Mit dem Aufruf der Reichsregierung gegen den, Bürgerkrieg ist ein weichin sich baves Warnungszeichen aufgezogen wocken. Es hat eine heilsame Wirkung ansgeübi, daß hier offen auf den Abgrund hinge- wiesen mucke, vor dem wir infolge der unseligen politischen ZerflÄschung stehens die gerade in btt letzten Zeit wieder ein nur in Deutschland mögliches Maß angenommen hatte. Die Betrachtungen in ber Presse find wesentlich ruhiger geworden, eine allgemeine Ernüchterung scheint Platz gegriffen zu haben. Besonders erfreulich ist es, daß die Länder, offenbar veranlaßt durch den Aufruf der Reichsregierung, nun» mehr dazu übergcgangen sind, ihretseiis durch zweck- eentsptechende Skrorbniungen den inneren Frieden sicherzustellen. Vorangegangen ist die Braunschnnigi- sch« Regierung, die für ihren Mach bereich die Abhaltung des komwuni'i'chen An i'aschistmtages vrckoten hat. In ber Tat scheint dieser An ifaschistentag, den die Kommunisten für den 29. Juni planen gegenwärtig als die schioerstc Bedrohung der öfsen lichtn Ruhe unb Ordnung. Man lese nur btt täglichen in der „Rvten Fadn^ ersheiwe-den Aufrufe zu ihm. Da wird b:e „Mobili er ng' t» r f bs tgan firtor.en, die Grilnd ng pr l t t scher Hun er schäften um nie Bewaffnung ber Arbei erschaft in aller Oesientlich- teit gefockert. Auch der württcmbergischt Staats- ptäsident nahm die Gelegenheit einer innerpolitischen Ans prache in seinem Landtag wahr, g gen die Bür- geektiegsh tz? in schärfst ne Form Stellung zu nehmen und zu erklären, daß die würltemb rg sche Reg em»!g im Kampf um die deutsche Fr iheit, Ehre und Wohlfahrt g schlossen und fest hin.e: der Neichsvegiernng shhe. Eine ähnl-ckre Erklärung gab Minisittpräsi» leit. Ze gnet im sächs schrn Lau tage ab. '
Diese Kundgebungen denen zweittllos ähnliche aus ben anderen Lä dern folgert werben, zeigen, daß die Notwenbigkeit ber Erhaltung des inneren Friedens überall erkannt ist, uns) man mch die nöligen Schritte ergreifen wch um das Aufkommen von Nnnihen zu verhindern. Zu erfragen) wäre vielleicht, ob nicht denen im gantzeu Reich einheitlich gegen Uunihe- nnngeu des R ickispräsdenten ang z- g wären, nch grraoe angffichts der Einiqkttt der Länder Veeord» slifckr vorgegang n uns) evtl. Gefahrenquellen verstopft wecken könnten. Zn lenken wäre rot al em cn ein Verbot des Antifaschtstruitag's, darüber hinaus vfilleichr überhaupt an ein Verbot öffentlicher voli- iische.-- D monslratirn n und Bcr ammlang «., V r» gegen auch Wohl heute unbedenklich zulafsen bürsen. iammlungen In ceschl ss neu Raum würde man dagegen auch wohl heute unbedenklich zulafsen dürfen. Die ocknungslickem)e Bürgerschaft von rechts bis links würde gegen derartige Maßnahmen nicht nut keinen Protest trhrbeil, sondern sie im Gegenteil mit Genugtuung begrüßen.
Der Bnzeiaenvreir beträgt für ben Ogefp. ZeileitmilliMeter 600 Mk. (Kl. Anzeigen unb Familien-Anz. gegen bat, 500 SRt) SmtUch« unb aus». Anzeigen 1000 Bit Set schwierigem Safe 50°/. Aufschlag. Spät einlaufende ober den Raum übet h, Seite einnebmenbe Anzeigen werden nach der Tertspaltenbreite berechnet. Reklamen der Zeilenmillimeter 2500 M. Jeder Rabatt gilt als Sartabatt. Belege werden berechnet. Bei Aus- tunft durch die tSeschästsst. und Vermittlung der Angebote 1000 M, bei llebersendung durch uns 2000.— Mk. ohne Porto.
Tie VerzSacrung der englischen Antwort sowie Mel» ktngcn über angebliche Unstimmigkeiten im englisch en Lvbinett haben in Paris eine fihr optimistische Stirn Munfl erzeugt. An einen Bruch mit England glaubt niemand mehr. Der „Malin" fordert: Erst sollen die Keparationszahlungen Deutschlands für die nächsten 15 Jahre sestg-stellt werden, unb nach Ablauf dieser Fritz Ünn« die endgültige Summe festgelegt werden. Frankreich könne im Augmbltck nicht zusagen ,daß die Besehunp »bgeändert wecken falle, sobald * bcr Widerstand eingestellt werde. Erst müsse man sehen, sb sich gemäß den Wünschen Fmnkreichs eine Lösung bcr Reparationssrage finden lasse. „Petit Journal" bestätigt, daß die vom „Matin" wiedergrgehenen Ansichten bet Anschauung btr Wanzösischen Regierung entsprechett Das englische Kabi» ertt habe sich mit diesen Vorschlägen beschäftigt Pertinap ^^tet dem „Echo bt Paris", baß bet Hauptpunkt in englischen Note bie Frage des beutschcn Wcketstandes fein werde. England bestehe darauf, baß bie deutsche Leistungsfähigkeit sestgestellt werde. Die Reparationskommission solle nicht in ihren Rechten geschmälert werden Durch den Friebensvertrag fei ihr das Recht gegeben ioorben, von Zeit zu Zeit die Leistungsfähigkeit Deutschlands zu berechnen, und diese Aufgabe könne sie jetzt übernehmen unb eventuell Sachverständige berufen. In kr Frage der allgemeinen Kontrolle über die deutschen Finanzen komme das englische Kabinett ben von Bclgäm dickerholt gestellten Vorschlägen nahe, lieber ben Inhalt ber englischen Note wird gesagt, daß hierin Frankreich «Ile gewünschten Garantien gegeben wer« ken sollen. Dcutschlanb werbe geraten kerben, ben passiven Wiberstanb einju» stelle«. Im Falle emer Ablehnung ber englischen Vorschläge burch Fmnkreich wecke England sich in Zakuvfi k>n den europäischen Angelegenheiten fernhalten Gln'ch- Kilig würbe es aber alles daransetzen, um die Schulden bei feinen Alliierten einzutreiben. Pertinax, der sich gegen- därttg in London aufhält, fügt hinzu, daß ihm von einer staheu Persönlichkeit dies versichert wocken fei, mü das ke- gerade keine Grmntiguna für Zrankreich fei
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marbmg.
Anzeiger für (bas früher kurhessischej Oberhesseü