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Amtliches DerLndigungsblatt des Kreises McuLurg.

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J. H. Schäfer

Anzeiger für (das früher kurhefstfche) Oberheffei

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iahne aufgettchtet nmrbe. Der Schulunterricht ruht. AL Behörden sotten ihre bisherige Tätigkeit weit« e* üben, stehen aber unter französischer Gewalt. D« PoG» und Telegraphenverkehr wird von den Franzose» übe»» wacht; der Telegraphen- und Fernsprechverkehr ruht, Oberstudienrat L ou i S, stellvertretender Direktor de- GyM» nasiumr, ist von den Franzosen verhaftet worden. I« de» Bahnverkehr haben die Franken bisher nicht angegriffen. Tie Blockstation Rohrbach zwischen Limburg und Aq, Ml vorübergehend besetzt war, ist wieder ftrigegebm. De» Zugverkehr wird gegenwärtig noch bis Limburg durch» geführt. t'' " (

(Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrige« Auflage enthalten.) <

Kein weiterer Vormarsch in Richtung Frankfurt.

Parij, 12. Juli- Davas dementiert ofstziett bi» Nachricht, von einem erneuten Vorrücken der französische» Truppen in der Richtung Frankfurt. Die einzige, in diese» Richtung vorgenommcue Bewegung hätte sich nicht weite» als über 350 Meter erstreckt und lediglich den Zweck gehbat, einen Flugplatz im besetzten Gebiet innerhaW der 30 Kilometer-Zone zu besitzen. DaS besetzte Gebiet gehöre zum dem Brückenkopf Mainz und cs handele sich hier um eine Maßnahme, die den Bestimmungen deck Versailler Vertrages entspreche.

(Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrige« Auflage enthalten.)

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Die .Oberhelfischr Zeitung" rrlcheiat iechemal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 20000 Mk, mit Zuftellungsgebühr. Für ausfallende Aummera infolge Streiks ooei elementarer Cteigniile kein Gnat — Verlag von Dr. <L Hiserotd. — DrnchHer Univ^Buchdruckerei non Seb. Sa«. Koch, Markt 21,23. — Ferniorecher 55. PoS- Ickeckkont»: St. 6015 Amt Frankfurt Main.

Limburg als französische Garnison.

Limburg, 12. Juli. Deute morgen 6Uhr wurde laut „Nass. Boten" Limburg, das seit dem 15. Mai nur als besetzt erklärt, militärisch besetzt. Dir Stadt wurde von den Franzosen als französische Garnison mit dem 12. Juli erklärt. Als Kaserne haben dir Franzosen das Gym- nasium eingerichtet, aus dem mit Musik die Franzose»-

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London, 12. Juli. Im Oke-Haus kam es gestern abend zu einer Erörterung über die Fr,.ge der Rüstun­gen. Lord Salisbu-ry erttärte, vie Regierung fei von der Gefährlichkeit des RüstungSw-'ttbewerbs über­zeugt. Bei der Vergrößerung der Luiistreitkräftr habe sie sich keiner Uebertreibung jchuld'a gemacht: der ein­zige Vorwurf, der ihr gemacht werden könne, sei, daß i<e nicht weit genug gegangen sei. Ti« britische Regierung wünsche ein Abkommen über die Luftrüstnngen nach den, Vorbild des Washingtoner Vertrags zu erreichen. — Lord Grey bezeichnete die Neigung zur Rückkehr zum alten Wettrüsten als besorgniserregend, gab aber zu, das die Regierung die Luststreitkräfte habe vermehren müs­sen, denn England. sei besonders gefährdet, da seine lebenswichtigen Zentren durch die Lust besser zu erreichen seien, als dies bei den Ländern des Kontinents der Fall wäre. Wenn das Laich schutzlos solchen Angriffen aus­gesetzt blicbc, wäre eine Revolution sicher.

Außer dieser Angelegenheit wurde in der Overhaus- Sitzung dir Frage deS Flottenstützpunktes Cingapore erörtert, die vor allem Lord Grey lebhaft beschäftigt. Dieser betonte, der einzige Gegner, der «n Betracht kommen könnet, sei Japan. Ein Konflikt mit diesem Lande sei aber unwahrscheinlich: anßeroem entspreche der Plan beut Geist des Washingtoner FlottenabkonunenS.

3nr Lm in den tzelehltn Wttn.

Münster, 12. Juli. Heute früh g-gen 7Uhr unter­nahmen die Franzosen von der Kon trott station D o r t- mund-Brackel cinen Vorstoß mit einer Ofsi- ttersvatronille in das unbesetzte Gebiet bis zuw Bahnhof Wickede-Asseln, in dem in diesem Augen- blick ein Pe-sonenzvg aus Soest eingetrossen war. Der Telrgraph-'nm-istrr, der von den Franzosen bereits frühe- aus dem besetzten Gebier ausgewiesen worden war, und den sie für einen höheren Beamten der Eisenbahndirektion hielten, wurde angchalten und erst nachdem er sich auS- K wirsen hatte, wieder entlassen. Gegen 8’/« Uhr rückte die Franzosen wieder nach Dortmund ab.

Paris, 12. Juli. Nach einer Havasmeldung aus Koblenz hat der D-l gierte der Rheinlandkommission in Nenwied gestern 420 Millionen Mark beschlagnahmen lassen, die aus der Ruhrhilse stammen sotten und angeb­lich für die Arbeiter einer Fabrik bestimmt waren.

Berlin, 12. Juli. Aus dem Ruhrg'biet wird gemeldet, die Bahnhöfe Recklinghausen und Gelsen­kirchen sind für den Güterverkehr wieder freigegrbrn. Für heut« wird auckf der Personenverkehr freigegeben irerben. Am 10. Juli beschlagnahmten die Besatzu rgs- tr-ippen in. Buer 363 Mittionrn Mark Lohngelder. Tie Mas'enauswnsungen von Eisenbahnern dauern an. Sc wurden am 11, Juli weitere 40, am 12. Juli 30 Eisenbahner aus Wanne ausgewiefen.

Berlin, 12. Juli. Aus Essen wird gemeldet: Gestern wurden von dem Kriegsgericht in Werden der Bürg-rmnstrr Havemann aus Wülfrath zu sün ' Jahren Gefängnis und 50 Million-» Mark Geld­strafe, der Berg-ordnete Stei'iert aus Wülfrath zu drei Jahren Gefängnis und 50 Millionen Mark GeL- strafe und der ststtvertretende Bürgermeister von Gruiten, Glehn, zu drei Jahren Gefängnis und 10 Mittionen Mark Geldstrafe verurteilt, weil sie sich ge­weigert hatten. Befehle der Franzosen auszusühren.

Kaiserslautern, 12. Juli. Da die Oöer- postdirektion Pfalz, dir jetzt ihren Sitz in Heidelberg hat, ihren Beamten, die jetzt noch in Speyer tätig linb, verboten hat, irgend ein französisches Dienst- telegramm an die verschiedenen Behörden zu b för­dern, ha der Oberdelegierte der Interalliierten Kom­mission folgende Bestimmung getroffen: 1. Sofortige Strafmaß nahmen gegen die in Speyer verbliebenen Beamten der Obe postdir ktion. 2. Jeder Post-, Teke- gramm- und Telefonverkehr, auch für die Regierungs­behörden der Pfalz, hat auf 8 Tage zu unterbleiben» Diese Frist kann verlängert werden.

Fran kfurt a.M» 12. Juli. Wie die „Franks. Ztg." miß Mannheim meldet, besetzten die Franzosen heute morgen um 5 Uhr die Postdirektion und das Telegraphenamt in Speyer. v j

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Au? Berlin wird uns geschrieben: *

Nach einer amtlichen Mitteilung ist mlf"eine» Italien starken Erhöhung des Brotpreises zu rechnen die mindestens das zweifache des bisherigen Preise» betragen soll. Auch andere Gegenstände des täglich« Bedarfs sind in ben; letzten Tagen und Wochen im Preise gewaltig gestiegen. Bei dieser Sachlage bedeutet es eine geradezu unentschuldbare Nachlässigkeit, wen« eine Behörde durch bürokratische Langsamkeit be^ Rentnern den rechtzeitigen Genuß der ihnen zustcheubea Gebühren vorenthält.. Am 15. Juni beschloß bei Reichstag, den Kriegsbeschädigten, beten Erwerbsun­fähigkeit 20 Prozent überschreitet, eine einmalige Ab­findungssumme von 600 000 Mark auSzahlen zu lassen Dafür erlischt bei- Rentenanspruch für alle Zeit, wen« nicht bet Grad der Erwerbsunfähigkeit, die aus Ein- slüjse de- Stiegeä. zurückzusühren iK l-itrr^d«ch

Baldwin sagte zum Schluß seiner Rede: Wir hoffen auf die Mitarbeit Frankreichs und Belgiens nicht ivrnrger als auf Italiens Mitarbeit. Tat­sächlich Haden wir allen Grund, anzunehmen, daß die Ansichten der italienischen Regierung sich in we­sentlicher llebereinstimmung mit den unfern be­finden. Beseelt von dem Geiste aufrichtiger Loyali­tät für die Alliance, die unseres Erachtens die Hauptsicherheit für den europäischen Frieden war und ist. Biele der damals vorausgesagten Folgen treten heute in die Erscheinung Tie Alliierten er­halten weniger an Reparationen als vor der Be­setzung (Hört! Hört! bei der Opposition), und was sie erhalten, wird eingetrieben um den Preis der schlimmsten Zerrüttung des deutschen Wirtschafts­systems mit der Aussicht auf den vollständigen Zu­sammenbruch dieses Systems in der Zukunft (Hört! Hört>). Tie Einwohner der betroffenen Gebiete sind in vielen Fallen schweren Leiden unterworfen, und es besteht die ernste Belorgnis einer Lebens­mittelknappheit. In dem Matze, wie die Produk­tionskraft Deutschlands erschöpft werde, schwindet sein Kredit und die Zahlung seiner Schuld in eine ungewisse Zukunft. Ten Preis für diesen Lauf der Tinge bezahlt jedes europäische Land, ein Staat mit dem Sinken seiner Wechselkurse, ein anderer mit der Abnahme seines Handels, ein dritter mit zu­nehmender Arbeitslosigkeit. Es ist keine Ueber- treidunq wenn man sagt, daß die Wiederherstel­lung der Welt in Gefahr ist und daß der Friede, für den so große Opfer gebracht seien, auf dem Spiele steht. Wir hoffen auf die Mitarbeit Frank­reichs und Belgiens nicht weniger als auf Italiens Mitarbeit. Tatsächlich haben wir allen Grund, an­zunehmen, daß die Ansichten der italienischen Re­gierung sich in wesentlicher Uebereinstimmung mit den unsrigen befinden.

Nachdem Baldwin seine Rede beendet hatte, sprach Ramsay Macdonald die Hoffnung aus, daß die Bemühungen des Premierministers von Erfolg gekrönt sein möchten und stellte mehrere ergänzende Anfragen, welche der Premierminister wie folgt be­antwortete: Die Angelegenheit der Antwort auf die deutsche Rote wird sofort in Angriff genommen werden Was eine Erörterung im Unterhause be­trifft, so hoffe er, daß sich dazu die Gelegenheit bei der zweiten Lesung der Consolidated Fonds-Bill finden werde. Eine dritte Anfrage Macdonalds, ob die Regierung beabsichtige, ihre Antwort den Bereinigten Staaten zu übersenden, auf jeden Fall zur Information, bat Baldwin auf morgen zu ver­tagen.

London, 12. Juli (Oberhaus.) Im Oberhaus richtete Visrount Grev eine Anfrage an t>e;i Staats­sekretär des Aeußern über die europäische Politik der Negierung, worauf Loü> Curzon die gleiche ErklärunL verlas, die Baldwin im' Unterhaus abgegbrn hatte. Di- Mitglieder des Oberhauses nahmen sie mit großem Beifall auf. Hierauf ergriff Greh das Wort zu länge» rrn Ausführungen, in denen er u. a. zur Frage der Sicherheit Frankreichs bemerkte, die von Frankreich ge­brauchte Methode der Besetzung des Ruhrgebiets sei nicht geeignet, das erstrebte Ziel zu erreichen, sondern geeignet das gerade Gegenteil zustande zu bringen. Die Lasten der Vergangenh.it zeigen, daß Militarismus keiner Nation «nd keiner Gruppe von Nationen Sicherheiten bringen könne. Der Versuch, Sicherheiten aus Kosten anderer Nationen zu erhallen, habe stets mit einem Mißecjolz geendet.

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Danzig, 12. Juli. Ueber die Besprechungen zwi­schen den Vertretern Danzig und Polens ist beim Senat folgendes Telegramm ein getroffen: Die Verhandlungen sind beendet. Die Aushebung der Ausweisung der 16 Danziger Staatsangehörigen ist seitens der polnischen Regierung erfolgt.

London, 12. Juli. Unterhaus. In Erwar­tung der wichtigen Erklärung Baldwins war das Haus und die Zuschauertribünen dicht besetzt. Auf der Diplcmatenloge waren zahlreiche Botschafter und Gesandten, darunter der deutsche Botschafter Dr. Sthamer und der französische Botschafter Graf Saint Aulcttre anwesend.

Der Premierminister eröffnete seine Erklärung In Erwiderung auf eine Anfrage des Führers der Opposition Ramsay Maedehold. Seine Ausfüh­rungen wurden häufig durch lebhafte Steuerungen bet Zustimmung und „Hört! Hört!"-Rufe, beson­ders von Seiten der Oppositionspartei, unter« strichen. Seine Schlußworte, daß die britischen Vor- fchläge kein anderes Ziel verfolgten, als di« Be­friedigung Europas und die Wiederherstellung der erschöpft--n Welt, ernteten stürmischen Beifall. — Baldwin erklärte, daß der einzige Gegenstand einer möglichen Meinungsverschiedenheit zwischen den f Alliierten die wirksamste Methode zur Er­reichung der Endziele betreffe, die für alle von vitaler Bedeutung seien und über die alle überein« stimmten. Diese Endziele wären Reparationen und Wiederherstellung der Sicherheit in Europa. Bald­win wies auf die Notgemeinschaft der Alliierten hin, die durch das gleiche Geschick an die gleiche Auf­gabe gebunden sind. Dem Geflüster interessierter Parteien auf irgendeiner Seife bes Kanals oder in Irgendeinem Teile Europas könne man nicht ge- statten, Uns von dieser Pflicht durch irgendwelche Vorbehalte oder sorgfältig genährte Mitzverstänb- «sse abzutenken. Zeder solle, erhalten, was ihm ge­bührt. Deutschland soll bis zum vollen Um­fang seiner Leistungen Reparationen Kisten, und wir sind bereit jede Maßregel zu er­greifen, um Deutschland zu zwingen, bis zur Grenze feiner Leistungsfähigkeit zu bezahlen. Aber wir stnd als eine Nation von Eelchaftsleuten uns dessen bewußt, daß, wenn wir von Deutschland über- Mäßige Leistungen fordern, wir keinen Erfolg haben und daß wir und unsere Verbündeten die Hauptleidtragenden fein werden. Biele von den Kolken, die wir als Ergebnis der Ruhrbesetzung »rausgesägt haben, sind auf dem Weg, sich zu ver­wirklichen. Wir sind überzeugt, daß eise unbe- schränkte Fortsetzung dieses Zustande» mit schwerer Gefahr belastet ist. Deutschland selbst treibt zu­nächst dem wirtschaftlichen Chaos zu, das vom so­zialen und industriellen Ruin gefolgt fein kann. Baldwin betonte nachdrücklich, daß diese Lage nicht Deutschland allein angehe und daß die öffentliche Meinung Europas und nicht zuletzt Eroßbritan- ' Wiens über die Fortdauer dieser Berhältnisse mehr »nd mehr beruhigt sei. Die Notwendigkeit des Ein­greifens hat sich deshalb der britischen Regierung In wachsendem Matze aufgedrängt, und es zeigt sich, daß über die Haltung der hauptsächlich beteiligten Parteien mehr Klarheit geschaffen werden müsse.

Man wird allgemein folgendem Borschlage zu­stimmen, daß die Parteien den Konflikt sobald wie möglich beendigen, da die unbegrenzte Besetzung eines Landes durch ein anderes in Friedenszeit eine «n und für sich ungewöhnliche und bedauerliche Er­scheinung ist, für die sobald als möglich ein ehren­hafter Abschluß gefunden werden muß, daß der Schuldner nicht lediglich aufgefordert werden sott, feine Schuld zu zahlen, sondern daß et In die Lage »ersetzt werden mülse, die» tun zu können, ferner baß die Zahlungsfähigkeit des Schuldner, soweit Iweifel darüber beständen, geprüft und festgestellt •erben soll und daß vereinte Anstrengungen ge­macht werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Der Frieden wird erst dann endgültig gesichert sein, wenn die Fragen der Reparationen, der inter­alliierten Schulden und der Sicherheit eine» pogt» feierten Europas gelöst find. Wir hoffen, daß wir für diese Bestrebungen ebenso wie für die allge­meine Beurteilung bet Lage die Zustimmung bet Blliterten finden. Wir find nicht bet Meinung, daß Vie in der deutschen Note enthaltenen Vorschläge, feien fie nun angemessen ober nicht, ignoriert wer­ben sollten. Wir können nicht billigen, daß eine festliche Auseinandersetzung dieser Art über An- llelegenheiten, die die Interessen aller berühren. Gänzlich einseitig geführt oder daß Vorschläge, von ^enen es sich zeige, daß fie eine mögliche Regelung Wtotau gleichgültig behandelt werden.

5« SrMt im Monge.

Paris, 12. Juli. Havas berichtet aus Konstan­tinopel, der Oberbefehlshaber der alliieklen BesatzungS« kri ppen veröffenllichte eine Erklärung, in der mitgetellk wird, fei« Räumung werde nach der Ratifizierung bei FriedenSvertrageS, also wahrscheinlich in sechs Wochen- eine vollendete Tatsache sein. Der General fordert die Truppen auf, in der kommenden schwierigsten Periode Würdigung und Mäßigung zu zeigen, damit sie eine gute Erinnerung bei den Türkn zurückließen.

Sollten md Soliismns.

Annäherung der Katholischen Bolkspartei «» di» Regierung?

Dir „Frankfurter Nachrichten" mckden aus Blak land: $

Ter Führer der Katholischen Bolkspartei Do» Sturz», hat seine Demission als politischer Sehet5» der Partei eingereicht. Die Nachricht hat in ParlomenB tarischen Kreisen ziemliches Aufsehen erregt und ran glaubt, daß Ton Sturzo durch den Vatikan zu diesem Schritt veraittaßt wurde. Ton Sturzo war einet de» zähesten Gegner des FasziSmus. Es wird als mög­lich bezeichnet, daß fein Rücktritt den Abschluß eiaeA Abkommens zwischen der Regierung und d«r Katho« lischen Volkspartei Über dir Wablrefarm erleichtert, Don Sturzo begründet feinfen Rücktritt damit, e» habe seinen Gegnern keinen Vorwand zu unberechtigt len zweideutigen Behauptungen über die Beziehungen der Volkspartei zur Kirche geben wollen. Seines- tt'&jß fei fehl Rücktritt auf Meinungsverschiedenheiten mit den Mitgliü>ern der katholischen Kammergruppe zurückzuführen. Die Bolkspartei wird ihren Kampf für das Proporzwahlrecht gleichwohl fortsctzen. Ei» habe eben die Kirche nicht inj die unverrnechlühtz« politischen Gegensätze verwickeln wollen. x

Der Anzeigenpreis betrögt tLr den 9gt|». ZeilenmilltMeter SOO Mk. (ftL Anzeigen »nd stamiltru-Anz. gegen dar. 250 Mk. »Amtlich« und an,». Anzeigen 400 Mk. »et Ichwierige« rft *?„<.**

San 50*(. Auilcklag. Spät eintausend« »d«r d«n Kaum über Leit« einnehmend« gg, nUÖlIL Anzeigen werden nach der Tertspaltendrette berechnet. Reklamen der Zeil«nmtNImet«r 1500 Mk. Jeder Rabatt gilt al, Barradatt. Beleg« werd«» brrechnet. Bei See» tunst durch die SeitbäftsiL und Vermittlung der Angebot« 300 3H, bet Uebersenduug durch uns 300.— Mk. ohne Porto.

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Die Haltung Amerikas.

Paris, 12. Juli. Aus Washington meldet der „Newvotker Heralb", die amcriktniscke R-gicrung sei ent- chlosten, btt englische Politik, wie fie Baldwin im Ilnterhause darlegen würde, voll ?u unterstützen. Falls Baldwin die Einberufung eines internattonalen Ausschus les zur Prüfung der deutschen Lttstungssäbigteit Vor­schlägen sollte, wird Amerika aber auf eine offiziell. Beleiligung an der Arbeit des Komitees verzichten N'üs- fen, weil der Kongreß, obne den eine Entscheidung nicht getroffen werden könne, zurzeit in Ferien weilt. Skait?- fekretär Hughes wird sedoch die Bereitwilligkeit de? amettkauischen Volkes betonen, das an sich bereit sei. die Arbeiten dieses Komitees zu unterstützen durch ®nt- teudung eines nicht offt’Hten Delegierten.

Benesch in London.

London, 12 Juki. Sämtliche Blätter beschäftigni sich missübrlich mit der Anweseubit M tschechoslowaki­schen Außenminister Dr. Benesch, in London, der sü int Zusammenhang mit der Repamttonskrise große Be- deutt'Ng beilegen.

Der divlomattsche Korrespondent der ,,Wepminst«r Ga­ttete" schreibt, Benesch EdV in Paris sein Bestes getan. nM die starre Auffassung Poineares zu ändern, und er babe sich gestern al'end in Loudon bemüht, eine Annähe­rung des britischen Standpunktes an ben französischen iu e'Mög'ichett.

Dem Berichterstatter des „Daily Telegrrvh" gegen über erklärte Benesch, man dürfe nicht übersehen, drß der demokratische Gedanke in Deutschland immer mehr ge-' schwächt werde und die Alliierttn doch gerade ein Inter­esse an seiner Stärkung hätten. Die Tschechostowakn betrachte jede Verstärkung der Reaktion in der europri '-ben Politik mit So--ge (!!). Sie wünsche den mir*« schädlichen Wiederaufbau Deutsckstands: dieser könne iedock nur durch eine vernünftige Lösung de? Neparationsvrob lems ang'babnt werdm. Benesch betonte die Natlven- d'gfeit bes Zi-famm nhaltens England? v"d Fnankrcichs wobei er erklärte, die innere Lage Deutschlands sei so schwierig gewörden, daß es sich nicht erholen könne, ohne von dem geeinigten Europa untirstützt zu werden.

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