1886
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Amtliches VerWndigungsblatt des Kreises Marbmg.
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er-1 den, daß die Pläne der britischen Regierung unverändert Zo- bleiben. Es ist jetzt sicher, daß diese morgen im Parla-
mzverwaltung am Tag« der '/zjährigen Wiederkehr
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iichugi werden würde. Hierdurch lünne auch leicht der
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Unbekannter, Unbekannter, Karl Bermnann,
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Berlin, 11. Juli. Nach den Angaben von un- lrrichleter Seite liegt im Ruhrgebiet, das nun volle chs Sonate widerrechtlich besetzt ist, eine Armee von iOOO Mann aller Waffengattungen, davon 80000 ranzofen und 7000 Belgier. Im altbesetzten Gebiet 6tn außcrl er 97 000 Frauzvfen und 17 000 Belg er. einer sind in das Ruhrgebiet 10000 französische und 600 belgisch« Eisenbahner entsandt worden.
58.» 1928
,lfn aus dem rheinisch-westfälischen Jndustriebezirk hatte. 8 sei betont worden, fchte Regierung könne den pas,i- widerstand bedingungslos aufg.ben, da sie sowohl von
-J Rechten als von den Gewerlschafren des Verrats
PariS, 11. Juli. Die »Chicago Tribüne' i fährt aus London, daß die Sachverständigen am Fo rcign Office gestern btS 5 Uhr morgens an der Redaktion der englischen Regierungserklärung arbeiteten.
ment zur Darstellung gelangen werden. Es werde mit Befriedigung f-stgestellt, daß die französische Presse eine freundschaftliche Tendenz zeige und das Anzeichen für ein Verlangen nach Zusammenarbeit mit England vorhanden zu sein scheint, ein Gefühl, das in London selbstverständlich
Juni, Recklinghausen, ein Unbekannter, Juni, Recklinghausen, Kaufmann MöllerS, Juni, Dorimund, Wachtmeister Baldouan, Juni, Buer, ein Uebekannter beim DurchschwtMv men der Lippe, Juni, Recklinghausen, Konditor Feldhof, Juni, Frintrop, Hugo Schul, Arbeiter, Juni, Horst, ein Schuhmacher,
ndon, 11. Juli. Der Sonderberichterstatter des »eilt) Chronicle" schreibt anläßlich der sechsmonatig!« rkehr des Tages des Einmarsches ins R u h r g e - siet, er habe bei einer Anzahl Rundfahrten durch das e Gebier festgestellt, daß der Wille der Bevölkerung Aushalten niemals so stark gewesen fei wie
Juni, Buer, Oesemeyer,
Juni, Buer, Zechenbote Prinzen, Juni, Horst, ein Unbekannter, Juni, Gladbeck, eine Ehestau, Jun«, Essen, Dipl.-Jng. Geutebruck.
Berlin, 11, Juli. Durch den Terror der Be- chungStruppen büßten bis Anfang Juli 92 Personen Cf Leben ein. Die Besahuwgsbehörden vertrieben H, derselben Zeit 75714 Personen von Haus und Hof, Jeron wurden 71145 ausgewiesen. Am meisten begaffen von den Ausweisungsbefchlen wurden die Be- jinteit und Angestellten des ReichSverkehrSminifleri- ms mit fast 9000 ausgewiesenen Haushaltungsvor- änben und fast 23000 ausgewiesenen Familienange- irtgen, die Beamten des Reichsfinlanzministeriums
liti! PoincareS ist folglich schon auS diesem Grunde großes Verbrechen an Europa, weil sie dessen schon k verringerten Wohlstand noch weiter herabdrückr. itisch sieht die Ruhrbilanz ganz anders auS. In üschland gewahrt man wach innen eine geschlossene nheitsfront, wach außen zunehmende Sympathien strich kann dagegen nach innen nur eine fort- «tende Spaltung und "ach außen ein Schwinden mes politischen Kredits konstatieren. Diese Ent- icklungi st lediglich dem passiven Widerstand der Be- strung an Rhein und Ruhr zu verdanken. — Der Kit sche Agr gatzustand Europas ist seit den Krieg?
!n ersten Mal wieder in Bewegung gebracht worden b wird von Tag zu Tag flüssiger. Daraus er- sich di« Hoffnung, daß, roengi Frankreich es nicht ziecht, von sich aus noch rechtzeitig sich PoinzareS enüedigen, eS sich eiwes Tages einem politischen chpieler gegenübersieht, der in das Spiel mit'neuen viel durchschlagenderen Gründen eintritt, als Herr incare sie besitzt. Für das besetzte und unbesetzte utschland gibt es daher nur eine Parole: Aush irren, sich ein Weg zeigt, der in einje bessere deutsche Zu- nft führt. , ' "
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J. H. Schäfer _ Ka»ernen»tr. H I
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Festnahme des Betriebsführers Emil Lindemann Von» Steinkohlenbergwerk „Zollverein" in Kateruberg und fordert dessen ungesäumte Freilassung. , :
Berlin, 11. Juli. Wie der „Vorwärts" auS Elbev. fett) meldet, hat di« belgische Besatzungsbehörde mitgeteilt, daß in Zukunft jede Verwendung der Rhein- und Ruhr- Hilfe für Zwecke der Erwerbslosensürsorgr verboten ist. Regierungspräsident Dr. Grützner hat gegen bas Verbot Einspruch erhoben. K
fflorb m brr Subt.
Soeben hat sich der Papst In recht scharfen Worten gegen die Brückenfprengungen tm Ruhrgebiet ausgesprochen und dabei das Duisburger Eisenbahnunglück als Unterlage benutzt, von dem. noch keineswegs fest- stebt, ob es sich nicht tatsächlich um einen Unfall bandelt und nicht um einen »Sabotageakt', wie der Papst annimmt. Demgegenüber erfcheint es unS angebracht, -ine Liste der tm Juni >m Ruhrgebiet ermordete« Deutschen zu veröffentlichen, die auf Grund von Zeitungsmeldungen zusammengestellt ist. Wer die Liste dieser Opfer einer fnmzösisch-belgischen Mtlilärherr- schaft gelesen hat, wird begreifen, daß Brücken- tm» Ctsenbahnsprengungen im besetzten Gebiet kein« Sabotageakte sind, sondern Akte, wie si« die Abweh, feindlicher Raubgelüste und der Kampf um die Freiheit mit sich bringen. Wir lasten di« Liste hier folge«!
5. Juni, Düsseldorf, ein Kind, HtnS HermeS
8. Juni, Herne, Wllwe Klein (Mutter von 7 «* mündigen Kindern),
11. Juni, Dortmund, Studienrat Wutfchenk, 11. Juni, Dortmund, Dr. Schoene, 11. Juni, Dortmund, Elektriker Strothmann, 11. Juni, Dortmtind, Kaufmann Bnfchhoff,
?4. Juni, Horst, ein unbetonter 4Sfähr. Mann« M. Juni, Buer, Schweizer Tnmbrink,
Juni, Dortmund, Sobn des Steigers Wernettz
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Paris, 11. Juli. Da »Journal des Debots' bemüht sich, die Zwecklosigkeii einer Abschätzung der deutschen Zahlungsfähigkeit durch eine internationale Kommission bayutun, die nach seiner Meinung nur die weitere Verlängerung des passiven Widerstandes zur Folge hätte. Schon triumphiere Enno und sehe die Niederlage der Franzosen und Belgier im Ruhrgebiet Die Erfahrung werde dann bald den Beweis liefern, daß die besten Freunde Deutschlands nicht diejenigen seien, die toi* zum Widerstande raten. Weder die Belgier noch die Franzo'en würden sich von den Konsequenzen deS deuischen Zusammenbruchs ctnschüchtcrn lassen. T'eser Zusammenbruch stene keineswegs fest. Im vorigen Jahre habe man ihn vorausgesagt für den Zeiivunkt, an dem der Dollar 400 Mark wert fein werde. Diese Woche ftebe der Dollar über 180 000 Mark und Deutschland sei noch immer nicht zusammengebrochen. Niemals vielmehr sei, nach den Berichten zahlreicher englischer Zeitungskorrespondenten, die Aktivität in Deutschland größer gewesen.
vorherrscht.
London, 11. Juli. Den Blättern zufolge hat sich vaS Kabinett heute nochmals mit der Ruhrpolitik unter Berücksichtigung der jüngste« Ereignisse ve- fchäftigt.
Parts, 11. Juli. Die Pariser Morgenblätter nehmen auf rund der gestern abend bekannt gewordenen Reuter-Note an, daß die Gefahr eines unmittelbaren Bruches mir England geschwunden sei. Merkwürdigerweise ist es der »Petit Paristen', der sich relativ am meisten pessimistisch zu der Reuter Note verhält. Tas englische Kabinett scheine unter Beibehaltung des Grundgedankens der Entente cordiale an eine getrennte diplomatische Aktion Deutschland betreffend zu denken. Es bestätigt sich, fo erklärt der »New York Herald', daß kurz vor und auch unmittelbar nach der Mintsterrede am Donnerstag das englische Kabinett eine Note an sämtliche Verbündeten richten wird und ihnen die Abfassung einer gemein- 'cmen Antwort an Deutschland nave legt. Es wird angenommen, daß sowohl Italien wie Japan dem englischen Ersuchen stattgeben werden. Belgien dagegen wird Frankreich das bei feiner Weigerung verharrt, Gefolgschaft leisten.
Bliebt m Mimet.
Paris, 11. Juli. Zu der neuerlichen Wendung 6t den Friedensverbandlungen in Lau saune schreibt die „Ere Nouvelle", wenn man sich auch freuen müsse, daß die Türkei Genugtuung erhalten hab« in Punkten, in denen niemand den berechtigien Charakter ihrer Forderungen bestreiten könne, so könne man doch angesichts der wirtschaftlichen Bestimmungen, die die französischen Delegierten am 17. Juli unterzeichnen würden, keinen übertriebenen Enthusiasmus bekunden. In dem Augenblick, wo der deutsche Markt Frankreich verschlossen sei, der russische Markt außer acht gelassen werde und die mitteleuwpäischen Märkte alle wie tot dalägen, sei es unvorsichtig, auch noch die Versiegelung des tückischen Marktes zuzulassen. Französifcherseits hab« man es nicht verstanden, zwischen den vorsichtigen Versprechungen von Mudania.und dem gefährlichen Scherben- gettcht der ersten Lausanner Konferenz di- richtige Mitte zu erhalten. Die TürSen würden Frankreich keinen Dank für das wissen, was sie erreicht hätten. Der englische Einfluß werde in Angora ebenso stark werden, wie er eS in Konstantinopel geuxsen sei. Lord Curzon, bei seinerzeit in Tschanak durch ein glückliches Manöver PoincareS einen Augenblick eine Schlappe erlitten habe, habe wieder festen Fuß g faßt und zwar unter dm glänzendsten Umständen. Wcnn man später einmal diese Verhandlungen unter die Lupe nehme, werde man frappiert sein von den Fehlern, von denen sie wimmelten. Am Bosporus wie am Rhein habe der lärmende und kategvris.he Empirismus ihm den Verlust von Vorteilen eingetragen, die es sich im Laufe langer Jahre voller Arbeit und hartnäckig«; Anstrengungen verschafft habe. Andre Tardieu faßt sein Urteil in der Ueberschrist eines Artikels in die Work« zusammen: Frankreich enteignet im Interesse Englands.
Die „Action Francaise" schreibt, Frankreich habe de» Frieden int Orient um einen Dreis erkauft, den man reichlich hoch finden dürfe. Dieses Ergeönis habe man provoziert dadurch, daß man nach Lausanne zurückgesthrt sei, bevor die Ruhrangelegenheft abgeschlossen war. ES komme nur das, was kommen mußte. Der Widerstand der Deutschen habe denjenigen der Türken gefördert.
Paris, 11. Juli. Nach einer Havas-M.ldung au» Konstantinopel wi d in offiziellen türkischen Kreisen die (7- . Berufung der n.uen Nationalversammlung für en 2. August ulte die Ratifizierung des Friedensvertrages Vor dem 15. Ai-mrst erwartet. Demnach wäre tte Räumung Konstaniinopc.s wah.scheinlich anfangs Oktober durchgesührt. In der Stabt würden große Vorbereitungen zur Feier der Friedens vertragsunterzeichnung getroffen. Tie Presse begrüße in ihrer großen Mehrheit die drmnächsfige Unterzeichnung des Friedensvertrages, bet für die Türkei eine Aera der Freiheit eröffnen werde.
Paris, 11. Juli. Nach einer Havas-Dstldung twS Athen bekunden die Blätter gewisse B« stü rzung Wege»
3nt Sage Io btn Webten Wien. ;
Essen, 11. Juli. Wie die .Westindustrie" aus , Mühlheim an der Rnhr meldet, sind die Tbvssenschen . Werke, die bisher besetzt waren, wieder freigegeben worden. Die Arbeit wurde wieder aufgenommen.
Essen, 11. Juli. Die Zeche .Humboldt' ist heute ; vormittag besetzt worden. ,
Darmstadt, 11. Juli- Auf Anordnung Der französischen Besatzungsbehörde mußte das Landge- 1 richt in Mainz, in dessen Gefängnis sich 60 deutsche Straf- und ÜntersuchunaSgesangene befinden, sowie , Vas Amtsgericht in Oppenheim geräumt werden.
Baris, 11 Juli. Nach einer Havasmttdung aus ; Düsseldorf wird die Nachricht dem ntiert, am Sonntag fei in Duisburg ein Soldat vom ersten belgischen Infanterieregiment von einem Deuischen getötet worden.
Vor den Augen oer Fran erschossen.
O 6-r hau fett, 11. Juli. Der Kellner Ätttfe wurde von einem belgischen Soldaten ange- hnteen und nach seinen Papieren gefragt, die er vorwies. Darauf führte ihn der Belgier um das Wohnhaus herum und töte ihn durch drei Schüffe. Die Frau des Ermordeten war vom Fenster ihrer Wohnung ans Jeuge diefcs Vorganges.
Meuternde französische Soldaten.
Lütten, 11. Juli. Die Zahl der in Lünen wegen Meuterei »erhärteten französischen Soldaten hat sich auf über 200 erhöht.
Essen, 11. Juli. Wie aus Oberhausen gemeldet wird, wurde am 10. Juli ein französischer Soldat von einem anderen Soldaten, der eine Aret Tobfnckttsan- sall bekam, an der Sttaße Oberhausen-Rheine in der Nähe der Gute Hossnungshiitte erschossen.
Neue Maßregelungen in Duisburg.
Duisburg, 11. Juli. Sorten <rng:blich?r Beschimpfung und Verhöhnung belgischer Patrouillen ist der verschärfte Belagerungszustand eingetreten. Der Bevölkerung ist es verboten, nach 8 Uhr abends sich hinter den Fenstern zu zeigen.
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Essen, 11 Juli. In einem Schreiben an General Jacquemot legt der stellvertretende Landrat des Landkreises Essen nachdrücklich Verwahruna ein, baß nm 6. Juli zur Beitreibung der der Stadt Wetten anferlegtc Geldbuße aus der Stadtkasse in Werden 110 000 Mark und aus der städfischen Sparkasse 17 200 000 entnommen, ferner daß die im Amts- und Vorzimmer des Bür-, germeisters befindlichen Möbel beschlagnahmt und schließ- sich, daß Bürgermeister Breuer verhaftet wurde und in der Strafanstalt Werden festgehalten wird. Er ersucht, die Maßnahmen unverzüglich rückgängig zu machen, die entnommenen Beträge den Kassen zurückzurrstatten und Breuer aus freien Fuß zu setzen. .In einem weiteren
3m Htbtrlaü ail de» deMm . deWsiräger.
Paris, 11. Juli. Wie Havas aus Brüssel nute bet, ist nach der »Dernier Heure" die Periönlietckeit der beiden Angreifer des deutschen Geschäftsträgers Dr. Rödiger nunmehr sestgestellt worden. Es handelt sich um einen Belgier namens Meidenant und einen Amerikaner (1) mit Namen John Perren. Minister des Aeußern Jasper habe dem deutschen Geschäftsträger erNärt, daß die Urheber des Angriffs verfolgt und nach dem Gesetz verurteilt werden würden. Auch hab« er ihm das Bedauern der belgischen Regierung zum Ausdruck gebracht. Polizeiverstärkungen seien zum Schutze deS GesandtschastSgebäudes und der Privatwohnung aufgeboten worden. Der deutsche Ge- schäslsträger habe übrigens nachdrücklich erklärt, daß der Vorwurf, die Manifestanten keien verhöhnt worden, hinfällig fei, da das Gesandischaftsgebäude am Sonntag leergestande» habe und die Rolläden geschlossen gewesen feien.
Ber'in, 11. J.u'i. Dem denikckien GctLSsisträ- ger in Brüssel, Gesandtschaftsrat Dr. Roedtger, ist gestern abend eine Rote des belgischen Ministers des Aeußern übergeben worden, in der erneut das Bedauern der belgischen Regierung über den Uebersall auf den Geschäftsträger ausgesprochen und weitere Schutzmaßnahmen sowie die Aufnahme eines Strafverfahrens angekündigt worden. . ,
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it London, 11 Juli. Zur halbjährigen Wieder- °teot» des Tages des Einmarsches ins Ruhrgebiet >ert8> treibt »Pall Mall Gazette", die von den Franzosen ——" *6 Belgier erzielten Ergebnisse seien ferne Barzah- •m l86tn, wenige Sachgüter und teilweise eine Entrem- HcR von Großbritannien.
, London, 11. Juli. Der Kölner BerichterstEer der ucht,« Xiines" übermittelt in einem Tel gramm das Ergeb- [UTtgg sts von Besprechungen, die er mit örtlichen b!# 'chonagenden politischen und industriellen Persönlich-
jt über 1800 ausgetviesenen Haushaltangsnorfl änden it leit -- fas! 5500 ausgewiesenen Familienangehörigen und i Beamten der preußischen Verwaltung mit über J. 3» 800 ausgewiesenen Haushaltsvorstän-en und fast ' 1000 Familienangehörigen. Außerdem wurden 4000 stülpersoneu mit rund 8000 Familienangehör'gen des ondes verwiesen. Allein im preußischen Einbruchs- Siei wurden 169 Schulen mit 1537 Schulklassen"für 6000 Schüler bzw. Schülerinnen von den Besaft »vgsbehörden beschlagnahmt. Unter den zahlreichen iderrechtlichen Verurteilungen seien nur neun Todes- »teile erwähnt, wovon eins bereits vollstreckt wurde. Der Erfolg der französisch-belgischen Besatzungs- chörden steht zu dem militärischen Aufwand in keimt Verhältnis. Vom 11. Januar bis 30. Juni sind ht Frankreich und Belgien insgesamt 478000 Tonnen chle und 515200 Tonnlen Koks aus dem Ruhege- rt abgefahren worden, d. h. krrapp das Doppelte desien, »s Teutschlond vor der Ruhrb setzung in den ersten hn Tagen des Monats Januar freiwillig geliefert
t ItüK ^-gerlrieg zum Ausbruch kommen. Dir Stegetung der r. 8. 1 des Ruhrgebietes könne nach Ansicht des Berichier- ^erz in drei Stadien vollzogen werden. Der
»stgarb Berlin, 11. Juli. Zu dem Thema: Sechs Mo- « a'b2< Ruhrkrieg, schreibt die „Deutsche Allgemeine Zei- »tertu ®8" ihrem Heufigen Leitartikel u. a.: Wirtschaft- zeigen sich auf beiden Seiten große Verluste. Tie
die morgen tm Unterhaus durch Baldwin und tm Lberhaus durch Lord Curzon zur Berlesung gelangen soll. In Ihrer augenblicklichen Fassung beansprucht die Vorlesung des Schriftstückes ungefähr 1 Stunde. Baldwin wird dabei auf eine im voraus vorbereitete Frage deS Arbeiterführers Macdonald antworten. Nach der Red« Baldwins wird eine kurze Debatte einsetzen, die in der Weise vor sich gehen soll, daß Macdonald, Asguith und Llohd George kurz zu der Erklärung des Premierministers ihre Zustimmung ausdrücken werden. — Dem »Mattn" wird von seinem Londoner Korrespondenten mitgeteilt, daß die Donnerstag-Erklärung völlig aus der Feder CurzonS kommen wird. Dem »Echo de Paris" wird aus London mitgeteilt, daß Baldwin am Donnerstag in seiner Erklärung wahrscheinlich Frankreich einladen werde, grundsätzlickr dem Gedanken einer ittternatio- nalen Sachverständigenkommission, deren Ernennung vom Völkerbund vorgenommen würde, bctjittretcn. — Gleichzeitig wird dir besagte Erklärung wahrscheinlich auch die politische Seite des deuffchen Problems tm Hinblick aus die bestehenden Verhältnisse tm Rheinland und tm Ruhrgebiet Bezug nehmen.
London, 1*1. Juli. „Dailv Tel-g -rb" ftf-riBt zu der Regierungserklärung: Die Mitteilung ttrrbe klar, aber freundschaftlich sein und in keiner Weis' einen Druck ober Abbruch darstellen. Sogar die MLgfichkeit des Vorbehalts. daß Frankreich während der kommenden Woch-n oder Monaten sein? bisher so unvollständig« Antwote auf die britische Frageliste in der Weise ergänzt, da'' eine allg mein gehalten« Abmachung mit Deutschland auf her Grundlage der Einstellung ves passiven Widerstandes gegen Wiedererlangung der industriellen und administrativen Freiheit d's Ruhta biets c>. troffen werte werde darin vermutlich enthalten sein. Die Reg erung'-- erllärung werde jchensalls auch daraus binzielen, gewisse hartnäckige Auffassnngen zu frfctttgtn, daß die Ernennung einer internationalen Sachverständigenkommission zur F st- stellung der Zahlungsfähigkeit Denischlands ei e Verletz ung des Versailler Vertrages darstelle. Auch einen Siclierheiispatt der Westmächte ztistandezubrtngen, könne erwögen werden, wenn er unter der Aezide des Bö!ke-> bundes znstandekomme, ol gleich ein solcher Pakt nicht überall als besonders dring nd angesehen weröe.
London, 11. Juli. Reuter teilt mit: Wenn es auch möglich ist, daß die gestern abend zwischen Lord Enrzon und dem ftanzösischen Botschafter flattgehabte Unter- rredung einiges neues Licht auf die französische Auffassung geworfen hat, so kann doch zuverlässig ang nomm n wer-
Berichterstatter schließt, überall sei Getont worden, es sei unmöglich, die Bevölkerung durch eine bedingungslose Kapitulation in einen Zustand der Verzweiflung zu stürzen. -
London, 11. Juli. Das Parlawentsmitgsid Ben Tillot sagte in einer Rede auf einer Konferenz bet Tvans- portarfteiöepBereinigung, er hal>e von seinen Reisen im Ruhrgebiet die Ueberzeugung mitgebracht, daß, wenn die Franzosen Deutschland nicht binnen wenigen Wochen verlassen, es besser für die Welt gewesen wäre, wenn Deutschland den Krteg tzewonnlen hätte. (Hört, Hört!) Ttes sei de lleberzeugung, zu der er und seine Kollegen gekommen seien, eigentlich wider Willen, denn er sei 'ranzösi sch gesinnt. Wenn aber die Franzosen das Ruhrgebnt nicht räumen würden, ist ein Krieg unvermeidlich. Bei ihrem Besuche hätten et und seine Kollegen nicht einen einzigen Offizier oder eint einzige Person in maßgebender Stellung gefunden, die nicht die Besetzung verurteilen und den Wunsch ausgesprochen hätten, nichts mehr damit zu tun zu haben.
73000^ Berlin, 11. Juli. Der Reichssinanzmmister ge- ^801 oo^ wft in einem Aufruf an die Angehörigen der Reichs- .<8200.. ^Verwaltung am Tag« der ff/zjährigen Wiederkehr ■ 56.,“® A Einbruches ins Ruhrgebiet. Mit warmen Worten 42bnol denkt er der für ihre Treue gegen das Reich leidenden 18600t (ernten und brandmarkt die zu Verrätern gewordenen, ,11000,-. Namen er bekanntgibt.
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