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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
w J. H. Schäfer
Anzeiger für (das früher kurhefsifche) OberhesseL
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it, 250 Mk. > Amtliche und aus». Anzeigen 400 Ml. Bei idjmterigem
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Nach einer Meldung der sind heute als »Sank» Attentat auf den Mainzer
wurden nach der Polizeikommissar daraus entlassen. Im Verlauf der
Paris, 10. Juli. Haoas berichtet aus Hasfelt (Belgien): Nach einem dort eingetroffenen Telegramm sei ein belgischer Soldat des ersten Linienregiments durch drei RevolverMsj« ix den Nücke»
Paris, 8. Juli. Nach der „Chicago Tribüne" verlautet, datz der französische Botschafter Jonnart beim Vatikan binnen kurzem zurücktretea werde.
für ein solches Vorgehen.
Frankfurt, 9. Juli „Franks. Ztg." aus Main; Honen* für ein angebliches
i sämt- tschaft
gien verlangt, daß die deutsche Regierung die verbrecherischen Akte der Gewalt, die im besetzte« Gebiet begangen werde«, einstelle. Die Regierung vo« Berlin, die ihre Unkenntnis der Tatsache zum Ausdruck brachte und das Attentat als spontane Kundgebung im Hinblick auf die Erregung der Bevölkerung im besetzten Gebiet zu erklären versuchte, hat mitgeteilt, datz sie ihre ganze Macht darauf verwende, den aktiven Widerstand zu verhindern; es ergebe sich auherdem aus ihrer amtllck»---, Mitteilung, dah infolge einer Demarche des Nuntius der Reichskanzler diese verbrecherische Gewalt verurteilt und dah die deutschen Verwaltunaen fm besetzten Gebiet durch Maueranschlage die Bewohner aufgefordert haben, sich aller Sabotageakte ।
ig-witz, jeräte, uckan, ressen, isten.
wird wie dm durch emaillieren a vernickel«
Paris, 8. Juli. Havas meldet aus Koblenz k। Die Rheinlandkommission hat gestern beschlossen, der belgisch-französischen Eisenbahnregie eine vorläufige Rntschädigung für den Eisenbahnunfall auf der Hochselderbrücke in Höhe von 69 000 Franken zuzusprechen, die aus Einnahmen des Deutschen Reiches geleistet werden soll. — Anmerkung des W. T. B.: Der Eisenbahnunfall bei Duisburg ist ein Vorkommnis, das nur unter den durch den rechtswidrigen französisch-belgischen Ruhreinbruch geschaffenen Verhältnissen möglich war. Die Eisenbahnbrücke steht unter Bewachung des französischbelgischen Militärs. Den deutschen Behörden wurde durch systematische Fernhaltung und durch Auflösung der Sicherheitsorgane die Bewachung unmöglich gemacht. Die deutsche Regierung kann daher, selbst wenn, was durchaus noch nicht einwandfrei erwiesen ist, es sich um ein Attentat handeln würde, auf keinen Fall für die daraus entstandenen Folgen haftbar gemacht werden. Der Rheinlandkommiision fehlt daher jeder Rechtstitel
Der französisch-belgische Schritt bei der Reichs- regierung '
hat, da er ergebnislos verlief, zu erregten Kommentaren in oer französischen Presse Anlatz gegeben. Eewisie Informationen aus Paris und Brüssel hatten, wie man uns aus Berlin schreibt, in Berlin das Gerücht aufkommen lasten, dah Frankreich und Belgien ihre Botschafter abberufen würde«. Das Gerücht fand zedvch keinerlei Bestätigung. Es ist auch nicht richrig, datz die beiden Botschafter bei der mündlichen Aussprache im Auswärtigen Amt eine derartige Folgerung in Aussicht gestellt hätten. Jedenfalls ist politisch wichtig, daß die Verhandlungen zwischen dem päpstlichen Nuntius und dem Reichchanzler schon beendet waren und die offizielle Kundgebung der Reichsregrerung über diese Verhandlungen' bereits der Oeffentlichkeit übergeben war, ehe der französisch-belgische Schritt erfolgte. Ein Nctenwechsel hat sich an die Demarche nicht an- geschlcsien. Inzwischen ist die belgische Besatzungsbehörde zu einem autzerordentkichen Zwangsverfahren Lbergegangen, um die in der belgischen Zone fahrenden Züge vor weiteren befürchteten Sabotage-Anschlägen zu schützen. Es werden von jetzt ab in jedem Perscnenzug, der die belgische Zone von Buer nach Oberhausen durchfährt, 50 Deutsche als Geiseln mitgesührt. Es werden jeden Tag andere Persönlichkeiten, und zwar führende Männer aus den grötzeren Städten, zwangsweise in diese Züge verbri cht. Damit ist eine neue Methode der Quälereien und Schikane, wie mir sie uns unerhörter und grausamer selbst in der ersten Kriegszeit nicht vorstellen konnten und wie sie damals auch noch nicht in Uebung waren, in die Tat umgesetz.
Gladbach, 9. Juli. Laut einer Verfügung der Ortskommandantur müsten sich 48 hiesige Bürger als Eciseln stellen, di» auf den Zügen von Gladbach nach Oberhausen als Sicherung mitgesührt werden.
Pari», 10. Juli. Der Londoner Korrrspon- der „Chicago Tribüne" behauptet, bestimmt Etttären z« könne«, dah i« der gestrige« Sitzung des ^glische« Kabinett« die Entscheidung getroffen sei, eine internationale Kom- *liilen zur Festsetzung des deutsche« Zahl««gs- *"«s z« ernenne«. GrohbritXnnie« habe di« Jni- Eiative ergriffe« und die alliierten und 5*>trale« Mächte aufgefordert, De-
PariS, 9. tag einstimmig sitterung des Stillen Ozean btt Rede i^es Washingtoner-
toter erklärt Haden, sie hätten die Tat ausgeführt, um dem Diplomaten, der die vorgestrigen Manifestanten verspottet hätte, als sie gegen das Attentat von Duisburg demonstriert hätten, eine Lektion -zu erteilen.
Keine Einreise.
Die Gcschästskommission der sozialdemokratische» Arbeiter-Internale hatte für Mittwoch den 11. Juli eine Sitzung des Büros nach Brüssel einberusen. Dem Vertreter der deutschen Sozialdemokratie Otto Wels und dem Vertreter der russischen zsoztalbetnolratifwen Patet Obrahamowitsch ist die Einreiseerlaubnis durch dte belgische Gesandtschaft in Berlin, die von einer Rücksprache mit der belgischen Negierung abhängig gemacht wurde, bisher nicht erteilt worden, sodaß beide Vertreter nicht rechtzeitig in Brüssel erscheinen können,
dige« Isolierung befinden, es vorziehen würden, der Konferenz beizuwohnen. Rach dem derzeitigen Plan« würden die Bereinigte« Staaten aufgefordert werden, den Vorsitzenden zu ernennen und wenn die Regierung es ablehne teilzunehmen, wür. den die Mächte irgendeinen hervorragenden amerikanischen Juristen mit dem Borsitz betrauen. Erwähnt wurde der oberste Richter der Bereinigten Staaten Taft und E. Root. Man erwartet, dah Italien und die Kleine Entente sich sofort ent» schliehen werden.
Im englischen Unterhaus erw'derte Baldwin auf Anfrage über die britische Note: Er hoffe, es werde am Donnerstag möglich sein, eine Erklärung abzugeben. Er habe schon einmal erklärt, dah mündliche Besprechungen über die Frage stattfänden. Das Anerbieten Englands vom Januar sei nicht angenommen worden. England habe also volle Handlungsfreiheit in der Frage der alliierten Schulden. Er könne einen Zustand nicht in Erwägung ziehen, bei dem dte Opfer bei einer Regelung auf Kosten der britische« Steuerzahler gebracht würden.
Französische Fühler.
Paris, 9. Juli. Gustav Herv6 bringt unter der Ueberschrift: „Dor dem Bruch!" folgende Vorschläge: Könnten nicht Frankreich und Belgien z. B. sich bereit erklären, bei Einstellung des passiven Widerstandes sofort zu einer auf Kontroll- mastnohmen beschränkten unsichtbaren Besetzung zu- rückkehren'? Könnten sie nicht Deutschland ein längeres Moratorium zugestehen? Könnte nicht die englische Regierung ihrerseits zugunsten Deutschlands auf denjenigen Teil ihrer eigenen Forderungen verzichten, den sie aufgeben z« können glaubt, ohne deshalb von Belgien, Italien und Frankreich entsprechende und ihre Kräfte übersteigende Opfer zu verlangen? Könnte nicht England auherdem versprechen, bei Ablauf des Moratoriums und wenn Deutschland die vorgesehenen Zahlungen nicht ausgenommen hat, zusammen mit Frankreich und den anderen Alliierten, die Fabriken, Bergwerke und Eisenbahnen in den Rheinlanden zu beschlagnahmen, um sie gemeinsam zu betreiben? Könnte die englische Regierung schliehlich nicht spontan den militärischen Earantiepakt unterzeichnen, so datz der Revanchedurst der deutschen Militaristen sich beruhige und sie verhindere, die äußerste Tollheit zu begehen. Wenn England den Franzosen nicht einen ehrenvollen Vergleich bietet, könnten dann nicht die Franzosen di« Initiative ergreifen und ein Angebot machen?
Dir ^Oberhefsifche Zeitung" «richeint iechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 20000 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummer» infolge Streits ooer elementarer Treigniste kein (Erlag. — Verlag oon Dr. (E. Sitzerath. — Druck der Univ^Buchdruckerei von Job. Lug. Koch, Mar« 21/23. — Kernjprecher 55, Vost- Ickecktonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Juli. Die Kammer hat heute vormtt- den Gesetzentwurf betreffend die Ratt- Washinatoner Abkommens über den angenommen. Aus der Debatte ist französischen Unterhändlers auf der Konferenz des ehemaligen Minüster-
Di« alt« Leier.
Paris, 8. Jusi. In Puy de Dome und in Roat fanden anläßlich der Anwesenheit des Präsidenten der Republik Gedenkfeiern für Pascal statt Bei einem Bankett, das nach der ersten Feierlichkeit veranstaltet wurde, nahm Millerand Gelegenheit, wiederum von der französischen Ruhrpolitik zu sprechen. Er betonte, Frankreich und Belgien seien nur in? Ruhrgebiet eingerückl, um bezahlt zu werden. Das allein verlange eine konsequente Politik, die eine wesentliche Vorbedingung sei, um die französische Politik nicht zu einem beklagenswerten Fehlschlag werden zu lasten. Diese Politik, das dürfe nicht verschwiegen werden, sei eine Politik auf lange Sicht. Frankreich müste, wie während des Krieges, entfchlosten fein, durchzuhalten. Es müste eine Viertelstunde länger durchhalten als der E-.gner.
,t London. 8. Juli. Der diplomatische Rone» | dondcnt der »Sunday Times" erfährt, datz im i Saufe dieser Woche eine Entfchei- j bvng fa l l e n werde, wenn auch, noch nicht fest-
tzrhe, wann Baldwin feine lange rwart-te Erklärung Parlament abgeben werde. Der diplomatische
Korrespondent schreibt: Baldwin habe genug Unterredungen, die die Dinge
*t(6t förderten und habe Poincare eine ent« teebeite Mitteilung zugehen lasten, daß der btttische Fragebogen klar und ohne weitere« Verzug beantwortet werden müste. Sollte Poincare, wie zu er« »arten sei. hierauf nicht elngehen, dann könne man «mit rechnen, datz die britische Regierung •f< Initiative ergreife« und datz dann •tt Ereignisse sich rasch entwickeln würden. /
nächsten Polizeistation gebracht. Der habe die Namen scstgestellt und sie Einer derselben sei Reserveofsizrer.
Vernehmung sollen die beiden Alten-
Marburg
Haistag, Den 10.31H
Heuert
Tunnel 5 Ausweisungsbefehle erlassen. Es wurde» der sozialdemokratische Parteisekretär Freitag, Ge» merbestadtrat Dr. Falk und Justizrat Levi sofort aus- gewiesen. Dem Führer der demokratischen Partei Uhrist wurden wegen Erlraulung seiner Frau 10 Tag« Aufschub bewilligt. Ter 5. Ausweisungsbefehl lauttt ans den längst verstorbene» Kommerzienrat Kupfer»
Paris, 10. Juli. „Echo de Paris" meldet aus Brüssel von einem tätlichen Angriff auf beit deutschen Botschafter Legationsrat Dr. R ö d i g e r. Bereits am Sonntag Abend hätten ehemalig? Frontkämpfer versucht, vor dem Gebäude der Gesandschast in der Rue Bullcvard eine Kundgebung zu veranstalten, die bi? Polizei, die die Gesandtschaft bewacht habe, verhindern konnte. Gestern Abend 7 Uhr sind zwei Personen in die Privatwohnung des Geschäftsträgers in der Rue de Toulone ein« gedrungen. Sie halten den Geschäftsträger verfolgt und ihm einige Schläge versetzt. Das herbeigerusene Dienstpersonal habe das Einschreiten der Pol'zei veranlaßt Die beiden Belgier in Begleitung des Geschäftsträgers
Sie StrttWwm.
Deutscher Protest i« London und Rom. A
Berlin, 9. Juli. Wie bet Telcgraphen-Uniott von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, haben die Botschafter in London und Rom Weisung erhalten, bet bet britischen und italienischen Regierung Vorstellungen ^ zu erheben wegen der Schwierigkeiten, die sich aus bet Grenzsperre ergeben, bie von ben Franzosen und Belgiern an bet Grenze des besetzten und unbesetzten Gebietes verhängt worden ist. Es soll betont werden, datz insbesondere durch die llnterbindung be8 Verkehrs die rheinischen Abgeordneten in der Ausübung ihrer verfassungsmäßigen Rechte verhindert werden und daß idet Abg. Moshunter Mißachtung bet Immunität ssgall verhaftet wurde. Ferner wurden die Botschafter angewiesen, mit Entschiedenheit gegen bie Verhängung brr Todesur eile des Mainzer Kriegsgerichts gm 29. Juni über sieben Deutsche Protest zu erheben. Weite« Schritte und Vorstellungen sind auch an anbeter Stelle gemacht worden, um die Vollstreckung des UtteilS za verhindern.
Die Berkehrskperr« nur auf 14 Tag« festgesetzt
Nach einer Meldung der „Bost. 8lg" auS Köln teilt« die interalliierte Nheinkanblommlsston mit. datz die BerkehrSsperr« mit dem Ab laut vo« 14 Tage« Dauer ihr Ende erreichen wird, formst von diesem Zeitpunkte ab bie Patzbestimmnnge« vor dem Gintriti der Sperre gelten.
Berlin, 9. Juli. Auf den Randbahnhöfen des besetzten und des Einbruchs-Gebietes trifft noch täglich eine größere Zahl Reifender ein, die nach dem besetzten Gebiet wollen. In einer Be» känntmachung weist die Reichsbahndirektion Esten, zurzeit in Hamm, darauf hin, dah ein Einreisen in das besetzte Gebiet unmöglich, der Versuch, die Sperre zu umgehen, mit Lebensgefahr verknüpft und ferner das Randgebiet von Zurück« gewiesenen überfüllt ist. Eisenbahn, Gemeinden und Rotes Kreuz raten daher dringend auch von einer Einreise in das Randgebiet ab, da Unterkunftsmöglichkeiten in diesem überhaupt nicht mehr vorhanden sind und Verpflegung und Unterstützung nicht gewährt werden können.
Gnt amtliche FeWMg.
Paris, 10. Juli. Die Havss-Ageutur veröffentlicht ei« amtliches Telegramm aus Brüssel:
Aus Anlatz des Eifenbahnunsalls in Duisburg bebte bie beide« Regierungen ixh Paris und Bel-
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4. Soll bet internationale Gerichtshof gebeten werden, den Artikel 48 des Versailler Vertvages auszulegen, b»natf) die alliierten und verbündeten Mächte eine Ge» : finuhypothek auf das Guthaben des deutschen Staates desitzen?
5. Was ist gegebenenfalls von den Verbündeten Eng- fiuds zu fordern im Hinblick auf bie Zahlung und Son» Elidierung ihrer Schufen gegenüber dem englischen »eiche?
Der Anzeigenpreis beträgt für den Sgelo. Zeilenmillimeter 800 Mk. (ÄL Anzeigen und Familien-Änz. gegen dar, 250 Mk. )Amtliche und aus». Anzeigen 400 SRI Bei Ichwierige« Satz 50-/, AuMlag. Spät einlaufend« oder den Raum über */, Seite einnehmende Anzeigen werden nach bet lertfpaltenbreite berechnet. Reklamen der Zeilenmillimeter 1500 Mk. Jeder Rabatt gilt als Darrabatt. Belege werden berechnet. Bei Auskunft durch die Eejchästsft. und Vermittlung der Angebote 300 3R, bei llebersendung durch uns 300.— Mk. ohne Porto.
WM Bit her EMMng?
r London, 9. Juli. Die Morgenblätter erklären, W Lage habe sich in beit letzten Tagen nicht geSndett, haben es aber unter Hinweis aus die Aeußetungen hurchills und Arnerys für wahrscheinlich, daß W Lause dieser Woche btt Entscheibung fallen gerb. Die Ansichten gehen darüber auseinander, ob noch M dem Eintreffen einer schriftlichen Antwort Moincatss zu rechnen ist. Der „Times" infolge jxtb heute ein Kabinettsrat abgebalten, in dem voraussichtlich auch die Repamtionssrage erörtert toi*.
London, 8. Juli. Der erste Lord der Admiralität. Wmery, erklärte zur Ruhrstage. England habe seinen Alliierten die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Politik auf tzir Weise butchzuführen. Die Lage sei aber für Eng- tznck so ernst geworben, daß es genötigt sei, dieS ftst- pstellen. Das sei in seinem eigenen Interesse, in dem |mttr Alliierten und im Interesse des Fttedens bet der Bett notwendig. ,-
S London, 9. Juli. Der diplomatische Berichter» W satter des „Daily Telegraph" schreibt, Lord Curzon teetbf anfangs dieser Woche dem Kabinett über seine
•_3«***i "»den, der bie Lag« Deutschlands abzuwägen di« Entschädigungsansprüche gegen Deutschland i ch H ^zujetze« habe. Frankreich werde zur Teilnahme ^gefordert werde», und wenn es ablehne, werde ** Kongretz doch stattsiudc«. Ma« hoffe iödesteu, ranzofe«, bevor ß« sich i» ihrer vollftän-
leerben wären. Gegen eine Gtcrtyung über die Bedrohung des Fttedens würde keine einzelne Macht in keiorecht gellend machen können. Wenn infolge des Sabotageaktes und den daranffolgenden Repressa- 6en den Abbruch der diplomatischen Bezieh enge n zwischen Berlin, Parisund Brüt'» |«l die Ruhrgesahr jetzt akut mache, werde sich die englische Regierung vielleicht aus Artikel 11 iet Völkerbundsakte berufen. Der Berichterstatter führt beiter aus, dem Kabinett würden unter diesen Umstünde» fügende Fragen zur Prüfung vorgclegt werden:
1. Wann und i« welcher Form mutz eine Antwort aus kä deutsche Memorandum erfolgen?
2. Welches Verfahren ist einzuschlagen, um die Zah- kngzsähigkeit Deutschlands auf wissenschaftlichem Wege Nn einer internationalen Unterjuchungskommission fest- Ptstellcn?
3. Soll Badbury ermächtigt werden, bei der Repam- knzkommission um eine offizielle Interpellation des
'i f i 18, Abs. 2 des Versailler VettrageS, Reparationen, Sb anzukommen?
Präsidenten Brfand bervotzuheben. Als die Frage der Abrüstung zu Lande aufgeworfen wurde, hat die Delegation Frankr>llchs sich dagegen wenden müssen, daß diele ernste Frage zur Debatte komme. Für Frankreich sei, wie er vor den Konferenzmitgliedern erklärte, die Slbrüstung zu Lande eine Frage der St- ckerheik, eine Erlstenzfrage. Es genüge ein Wort, eine Geste der Freunde Frankreichs und seine Sicherheit sei gewährleistet. Eine Antwott sei ausgeblie- ben. Deshalb habe er erklärt, datz für Frankreich keine Beschränkung der Rüswngen zu Lande möglich fd. Niemals aber habe Frankreich die EiuschrSn- htng der Rüstungen grundsätzlich abgelcbnt. Das Abkommen über ben Stillen Ozean sei ein Hort mehr für ben Frieben. Der Redner fprach bie Hoffnung ans, batz ber Völkerbunb, in bem leiber Amerika noch fehle, eine Annädernng zwischen» ben Völkern ermöglichen müsse. Frankreich sei seinem Fttebenstbeal treu geblieben. Er sei überzeugt, batz biescr Zeitpunkt kommen werbe unb es 5et seltsam, batz man Frank- relch ben Vorwurf mache, es sei seinen Friebens- idealen nicht treu geblieben. In ber Debatte richtete ein Abgeorbneter an bie Regierung bie Frage, was sie getan habe, um bie Frage ber Beziehungen zwischen bet weißen unb ber gelben Rasse einer Lösung zuführen. Der Ministerpräsibont cmtwortete, Frankreich habe bamit nichts zu tun. Er habe persönlich auch niemals einen Unterschieb zwischen Weißen unb Schwarzen gemacht (?).
Jud«t frergefproche«.
Paris, 9. Juli. Der frühere Direktor des „Eclair" Judet, der wegen Hochverrats angeklagt war, ist f r e i g e f p r o ch e n worden.
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jfefpesel «rs Paris nichts weiter erhalten.
bei R« K daß die bisherigen technischeG Methoden des Ge- tankenaustausches zwischen den Regierung-n nicht aus- t Bruch nickten . Deshalb sei man der Auffassung, daß andere dftektere und offenere Methoden versucht werden soll- - len Die belgischen Minister seien durch den Erfolg der
Bnterrfbungen mft den französischen, belgischen und italie- ;■ -»scken Botschaftern berichten und das Kabinett werde über die künftige Richtung der britischen Politik Beschluß fassen, l, We® Lis Lord Curzon am Freitag dem stanzösischen Botschaf- 6Inufa 1er fnne Ueberraschung über das Ausbleiben einer schrist- hchen Antwort gezeigt habe, habe der Botschafter den Eortlauf' seiner Instruktion vorgeftgt und bemerkt, er hab'
neu w dririschen Initiative in Gens in der Saarstage stark 6p» m ntq rsts/ußt worden. Die Herstellung des Friedens in Mit- könni ieleurova sei zweiftllos eine ber international gv Irn Streitfragen, die moralischen Charakter be- -vurm,^
und die durch geheime Verhandlungen kaum gllnst e ratest Kerben können. Unter den britischen Staatsmännern laße 9 wachse die Ueberzeugung. daß bie Rubrstage uno das b hiee »eparatwnsproblem der Lösung schon näher sein würden, Diolen ecnn yon Anfang an im Völkerbundsrat in derselben werbe« destimmten Art wie das Saarvroble m behandelt