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Devisenmarkt aufs alleräußerste einzunur mit dieser Unterstützung der Wirt- die Devisenpolitik der Reichsregierung könne.
Wirksamkeit der neuen -Devisenordnung
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MMliifr ffioflenlBetp#.
Von unserm volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.
ibergoß.
Ungehört von beiden hatten sich zwei Lerren dem
Platz genähert. Jetzt blieb der eine stehen, der mit dem prachtvollen schwarzen Vollbart und den blitzenden dunklen
Gerda faßte sich zuerst. Ä
„Wundern Sie sich, bitte, nicht, daß ich so erschrak, Heber Herr Pappke" sagte sie herzlich. Der £xrr ist Mrir in unangenehmster Erinnerung. Er hat mich schwerer beleidigt, als mich im Geschäft je Männer beleidigen
fogft) ich Sie im dann Hühner« n Geld« en ft#6f elle vef merauge bet den
(Nachdruck verboten.)
Gerda Gevovius.
Roman von Ada von Gersdorff.
14. Fortsetzung.
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Bet aller Anerkennung der (Energie, mit der die Keichsregterung auch ihre zweite Stützungsaktion zu Künsten der Mark eingelritet hat, mutz doch schon re gesagt werden, datz ein nachhaltiger Erfolg bischer nicht erreicht tvorden ist. Das Verbot des Frei- -erkehrs in Devisen hat zu einer Ueberlastimg des «mtlichen Verkehrs geführt. Die Reichsbank hat aber
ien uni l« wohl« che via ol-FuT ich nock « Bro- ;S *1
M ,Was ich gelernt habe? — Männerarbeit. Au?g"- kcht- würdevolle! Keine Stubenhockerei fterlich — Pfeidc Hennen und behandeln, dann hübsch aufs Blatt treffen, nie .‘tfa Tier krank schießen, den Wald kennen und lieben, ■. »ützen und pflegen — und — was so drum und "kat. hängt... und was Sie sich wohl kaum als schöne »ännerarbeit denken können — lieber Pappke — und ^Wenfalls nicht schöne Arbeit für ein MDchen." fe Er sah sie.unter der vorgehaltenen Hand aufmerksam I tn. Sie war in eigenartiger Weis: schön — in ihrer Be- »».sterung. Schüchtern streckte er die Hand nach der ihren.
Löslichkeit und schritt zurücklächelnd vorüber.
Pappke war auch rot gewoft>en. Es war dies ja seine Itibigt Gewohnheit. Eine Weile legt sich lastendes Schwei- Mn über beide. Verstimmt sahen sie in den verglühenden Abend, der bluftote Tupfen aus das dunkle Wasser »alte.
Dirv, auch von anderer Seite ber bedroht. Die einlandkommisston bat beschloflen, die Gültiakcit r Verordnung im besetzten Gebiet nickst zuzulasten, er dem Vorwande, datz fie der Kommission nickst der geforderten Form voraelegt worden sei. Diese abotage der deutschen Marksttitzungsmatznabmen beeist, datz die Franzosen und Belgier die Mark mit Absicht ruinieren wollen, weil sie ditrch den deutschen Wäbrungszusammenbruch die Unterwerfung Deutschlands leichter erzwingen zu können hoffen. Umso- m.hr haben die deutschen Industrie-, Bank- und Han- delsfteise im besetzten Gebiet wie im übrigen Deutschland die vaterländische Pflicht, durch peinlichste Befolgung der Markstiitzungsverordmmgen — auch trotz des Verbots der Besatzungsmächte — die Absichten der Feinde zunichte zu machen und den Abwebrkamvf
Hochschulnachrichten.
x Lehrauftrag. Dem ordentlichen Honorar- professor an der Universität Hall* Dr. Theo
Sher nicht vermocht, den ungeheuer gesteigerten Beaus ausländischen Zahlungsmitteln im amtlichen Srsenverkehr zu befriedigen. Sie versuchte es mit »kepartierungen, die nur zur Folge hatten, datz schließlich mehr Devisen angefordert wurden, als wirt- gebraucht wurden, Wei! man von vornherein darechnete, mir einen Teil der verlanaten Devisen m bekommen. Der Retchswirtschaftsminister Dr. Lecker hat deshalb an die Svitzenverbände der Fn- tustrie, des Großhandels und des Einfuhrhandets i rinen dringenden Aiahnruf gerichtet, ihre Anforderun-
„Jch wundere mich eigentlich nicht. Ich hab: mich bci- hah^ gewundert, daß Sie - daß ihre schönste Ermmruna
die -st, an Wald und Feld und Trere. Sw sind doch erst zwanzig Jahre alt!"
„Einundzwanzig heute." .
Beide erhoben sich und gingen durch die schait.g un^ dämmerig liegenden Pfade des Tiergartens zurück nach der Straße, die Elektrische zu erreichen. „
Plötzlich blieb das Mädchen stehen.
,Der Broterwerb kann mir zu n-chts nützm, sagt, sie bart, aus'ihrem Gcdankeugang heraus. Dr? Haupr- ache liegt anderswo. Ich sckuLx bietem Manu- zehn- tausend Mark. Eigentlich nicht «*-«««» ^be d, Berpflichttmg übernomm-'N, di« drückende, schwer drut- k-nde Pflicht. Ich hab« sie übernommen, to t rch einen so setzen Willen hatte, daß ich ihn mit der Kraft verwech- elte Sehen Sie — ich glaube kaum, daß ich mir einer Unterhalt erwerben kann, und nun — zehntausend Mart — woher s e n hmen?"
So furchtbar unmöglich ist es doch nicht," sagte cr 'erstreut... „was mochte der Herr eigentlich drnkcn, daß er so lächelte, als er vorbeikam?"
„Das ist mir gleichgültig," sagte sie stolz.
So sind Ihnen ViNNntungm seinerseit? über — über ihr« jetzige Lage — stanz gleich?"
„Ganz gleichgült g Für mich existiert dnser Mann nur insofern, als ich sein« Schuldnerin bin. Ich muß das Geld gewinnen." ±
„Wollen Sie meinen bescheidenen Rat und meine Hilft nickt verschmähen?" , r
„W e könnte ich das!?" .
„W eviel Geld könnten Sie entbehren, — ich meine wagen — um die zehntausend Mark zu erwerben?"
„Lieber Gott, huiidert Mark," sagte sie mit schmerz sichern Lächeln, „und dabei ist noch die Voraussetzung, daß ich innerhalb acht Tagen wieder eine Stelle habe, die mir die Existenz ermöglicht."
„Schön. Also hundert Mark. Sie werden nicht in Verlust kommen. —
G-rda ging sofort in ihr Zimmer, als sie, sehr schweigsam geworden, tu Pappkes Begleitung nach Hause kam. Sie pflegte am Sonntag abend mit ihm bei ihrer Wirtin zu Abend zu essest und sich freundlich an der harmloftn Unterhaltung zu beteiligen, ix bet j» manche, ihr bis-
tn Rbeln und Ruhr zu stärken. Das gilt insbeson- nd Ratb« ,^te auch für diesenig-n, die immer wieder versuchen. Me Devisenverordnnnaen zu nmaeben. So hat sich
bec ganz unkekastntm Verhältnisse, Freuen und Leiden ihre ganz« Aufmerksamk-st «rreaten Sonst sah sie ihr« Hausgenossen w-u g Ost tog-l-ng kaum mehr aes zu fteundlichen Gruß, w-nn Frau Knteri ihr das Eft r brachte. Sie kam immer zu svät und unreg lmatzw von ihrer Besckäft guvg nach Haus, daß an ein« geme.n- fame Mahlzeit an Arbeitstagen nicht zu denken war. Mft der A'Leit war «s ihr nicht sehr gegmckt — der gute Wille war da, aber di- reckt: Lust uns SW Mite, w.e ia meistens, wenn die Begabung iür eine Tätigkeit nicht m Menschen liegt Und mit aller zäher Ausdauer aller norurteilsfreien Anschauung der verschiedenen Aroeit von Arbest, m't aller unermüdlichen Energie vermochte sie eanm das nackte Leben zu erringen, nicht einmal ihr« s-he mangelhaft: Garderobe zu ergänzen,
henn w-nn auch lan-sam, sich zu St lwng-n ausza,chwm- gen 'in dum ein so b dentenXs Gehalt gezahlt wurde, daß' s-e dabei an di« Abzahlung der zehnta'ckend Mark kätte denken können. Die Monate, die sie jetzt hier v-rlebt hatte, untergttaucht im Strom der Großstadt, da. wo er recht schwer und trüb: floß, verschwanden für sie die sie Vorher gekannt batten, den Kampf nm das !c hoch, so stolz gesteckt- Ziel int starken Wollen kämp- ftnd. die batten sie mehr und mehr gelehrt, daß es auk d-ese Art nie erreicht werden könnte. Erfahrungen ha'te sie gesamm-lt, g lernt hatte sie, was das Lebe t 'anderer, der Existenzkampf fremder Leute, der nahe Kontakt mit ungeahnten Lebensverhältnisfen, Lftens- anfockerungen, beißen Kämpfen, ihrem offenen Ber- starch sagen konnten, aber auch, daß der Weg, auf ehrliche Art zu Vermögen zu gelangen, für ein armes Mädchen kaum aufzufinden sin dürfte. Wenigstens nick' dort, wo sie ihn gesucht hatte, in den mit arbeitenden Männerkräften gefüllten Kontoren, selbst, wenn auck ihre Begabung für die Tätigkeit dort größer gewesen wäre. Auch strengte fie di-ft ungewohnte, sitzende Lebensweise ungemein an. ' * .
(Fortsetzung folgt.)
Viel schlimmer als d-r unaensiaend- Erfolg der ttSberiaen Marlstsitz'tng ist aber deren völltoes V-r- gen inbezug auf eine Eindämmung der Teu-rnnas- elle. Die Preise aller Waren sind in nnab'ätoaern keteigen begrtifen und das Tempo vieler Pr-isbe- egnng bat sich bisher keinesweas etwa vernichtet. Die. neue Vretswelle gebt von nuten auf. indem sie ■Itron der Preissteigerung der Shtete. der Perkebrs- »rffe und der einaeMbrten Robsto'te 't>r«n A"saang nimmt. Eisen, Kali und andere inländische Rohimsf-, ben sich sofort der B-Weg'ma der ^Mfe nach "''en geschlossen. Die Löbne konnten natürlich rW wett ..rsickvlelben. Im nllgem-'n-n haben sich dir verbände der Arbeitg-ber und Arbeite-bmer auck di"s- jnaT über die ,"M Ausgleich der Ten-rnna erforde-- Ackien Lohnerhöhungen auf dem Verhandsimasweee ziemlich glatt geeintat. Nur ans der Berliner Holz- Pidnstrie ist ein Streik größeren Nmfanas aemeld-t .morden. Dagegen haben sick die Arbetm-ber der verengten Einführung wertbeständiger Löhne und Ge »älter entschieden widersesit. Es scheint soaar^als ob Ste voraebrachten Einwände auch be, einem Teil der Arbeitnehmer nickt ohne Eindruck a-blieben sind.
Eine andere stürmische Ansgletcknng an die Ent- »ertung der Mark erleben wir gegenmnrffg an den Vss-ktenbörsen Die Kur?« der Fndustrienffien st ioen 'rapide, weil das ans der Devisenfteki'lv'ten \xt- Kriitiene Kapital in den Eff-kten Anlage snckt imd weil gleichzeitig das Ausland seine eniwer eten Markb-stände immer nock in deutsche Effekten handeln besttebt ist. Aus dieser Tendenz vr°«tie'en sogar die deutschen Staatsrenten, deren da n eder peaende Kurse in letzter Wockre si» beträchtlich w- tebm haben Die Lauste in Fndustrieeffekicn braucht »an schon deswegen nicht zu bedauern, well stefurde
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men J fcnnten, die nicht wissen, was für eine Art Dame sie vor Ach haben."
tot Wh i Der fltiee Manu schüttelte traurig ben Kopf.
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Me verbotene Spekulation in Devisen mit aller Mackt jy aus die Dolla^chghanweisnngen aeworfen, deren Kursnotierung im Frei"erkehr vielfach einen Ersah fc flr den untersagten Devisenfteiverkebr darsiellt. Auch Verbot des Handels mit Dollarschahanweisungen tn börsenfreien Tagen schafft nicht genügend Abhilfe. SS wäre vielleicht gut, durch ei"e Neuauffaae der Dollarschatzanleihe das Anaebot krästto zu vermehren.
Ueberstemdung der deutschen Industrie ent natürliches Gegengewicht schafft, auch wenn zunächst noch wettere Mengen deutscher Aktien in misländtschen Besitz Über- ,eIleid,t bars man ans der Hausse in Effekten aller Art auch den Schluß ziehen, datz immerhin die ^-elampstlng der Devisenspekulation vurck die Ver- ordrmngen der Reichsrcgicrung und die Markstützung Rctchsbank doch nicht ganz ohne Erfolg geblieben ist. Wenigstens erscheint uns die Vertteibung eines Teiles der Spekulation aus den Devisen in die Effekten von jedem Gesichtspunkt aus als ein Vorteil.
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MM» MgWMMm.
Barmen, 28. Juni. Vor der Erklärung, die namens der Franktionen des Zenttnms, der Arbeitsgemeinschaft und der Sozialdeniokratie abgegeben wurde, gab ein Mitglied der lommünistischen Fraktion eine Erklärung ab, in der die Entschlossenheit auch seiner Partei zur Abwehr der Pläne des ftanzö- stschen Jmpettalismnjs Ausdruck fand. Nach dcn'wir- kungsvollen Worten des Reichskanzlers ergriff nochmals der Vorsitzende Dr. Jarres das Wort zu einer Rede, in der er folgendes ansfiihrte: Wir betonen hier nochmals als Ergebnis der Verhandlungen, datz wir den Widerstand, so tote toir ihn ausgenommen haben, besonnen und feft fortführen werden. Das wissen wir wohl, daß in den zuttinftigen, vielleicht entscheidenden Wochen uns noch schwereres bevorstehl, als wir bisher erlebt haben. Im vollen Bewußtsein dieser von uns zu erwartenden Opfer erklären wir: Der Widerstand mutz aufrecht erhalten werden und wirdaustecht erhatten werden. Nach der Fühlungnahme mit den Parteien darf ich sagen, daß, wenn wir diese Erklärung abgegeben, wir sie nicht als eine vaterländische Phrase, sondern in dem vollen Bewußtsein abgeben, datz wir die Meinung der Rheinländer ausdtticken. Die wenigen Erbärmlicken, die sich Rheinländer nennen und sich nicht gescheut haben, mit den Feinden in Verbindung zu treten, scltciden ans unserem Kreise aus. Sie haben sich selbst ansae-
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s foflar, y.lterung. «cyncyiern utemt ei ™ yuw uuu# kein n " „Sagen Sie nicht, daß ich nicht verstehen könnte, ick t Ihne» Kn ein Landkind und liebe die Erd«, was man so darunter • Etfk»' Denkt, Erde an sich — Mutter Eicke... und die weig ja pttzba« e»ch nichts von Stubenhockerei und —"
lnbluttch Gerda hatte sreundlich ihre Hand der seinen über« JhneL t jassen. Da riß sie die Hand zurück, fuht auf mit jähem : Wucf, und er sah, wie tiefts Scharlachrot ihr« stolzen Züge
schsed-n. Ste sind der Verachmng der Umwelt und der Verachtung derer überlasten, für die sie Di-nste tun. Wir sind damit am Scklntz der Verhandlungen. Wir gehen auseinander — das darf ich wobl sagen — gestärkt Mit dem Willen, unsere Volksoenoffeir am Rbcin zu stärken. SSir gehen hinaus in hie Leiden der Kamps«, in rheinischer und d-Mischer Treue. Wir hoffen, daß unserem Kamps, einem herrlickien und he'lligem Kampf, der Lohn nnd das erstrebte Ziel nicht versaat bleiben wird. (Lebhafter Beifall.) Ober- präsident Fuchs Betonte in einem Schlußwort, die Stellungnahme zu der Frage, die alle Rheinländer b-wege, fei in einer Weise erso'gt, die ffft die Welt, iedenfalls aber ffir alle, die nur irgendwie guten Zillen zeigten, keinen Zweifel mehr darüber lasten könne, was in der Tal die Rheinländer denken. Fucks schloß mit der Mabnnna an alle, dafür zu sorgen, daß die Keschicktsschreib-r dereinst iib-r De'ttsmland n"d die fnrcktba'-e Prlifunasseit d-r Rbeintonde schrecken könnten: Deutschland »on"t- nickt unter---eben, weil es ein starkes und uuverzaates Geschleckt batte.
E l b e r s e l d, 28 Ju"i. D«r bedeutsamen pott- schen Kundgebung des Rheinischen Provinztal'an''- lags folgte hente nachmittag eine eindruck,-volle Lund- gebnng von Vertretern der Wirftchaft, dte w.r MU >ali-d"rversamnilunq des Eiten- nnd Stahlware. n. itwustricbnndes in . Elberfeld znsammengekommen waren Der Sitzung wohnten als Ehrengäste der Reichskanzler Cuno, ReickSwirtschaftsminister Becker, Eiertreter zahlreicher Hand"l: kamm-rn nnd tn- dnstrieller Verbände kowie die Reichstag.sabaeordnc- tett Dr. Cremer, Ko» nnd Erkelenz bei. Nack J - arüßungsworten des Porsisi-enden nahm der Nefcks- ferntter nock einmal das Wort zu ^ner tttr. u Ansprache worin er erklärtes er wisse, daß die ^irtsck>aft bereit ist. im Abweörkampf fest znsammenznsteven mit der Reicksrcgierung. Dieter Abwebrwille^ii >de dfr Reichsregiernng lebhaften Widerhall. L-ie fj ve- rett, alles ZN tun, um die Nöte der schwer betroffenen Eis-m- und Slahlindnstrie Z« lindern. Hilfe an dir Wirffckaft sei Hilfe am Volk. Wenn das deutfckc Volk in Ruhe und Frieden b'tien (onne, totrhe Wiederau'ban der deutschen Wirtschaft rosck^vor sich c-eben Ruhr und Rdein müßten d-utsch blcibeti. --te seien" Deutschland sür keinen Preis Ml! AN» die Wirtschaft dort müsse deutsch bleiben und wieder > werden Der Vorsitzende des Eisen- und istahi.uarn- wdustri'ebundes Funke sprach dem Reicks.anzler reu
e —e-- rtm ein zu starkes Kurstrciben aus diesem Gebiet zu '^""^»«rbindern.
y«; feigen, fixierte das Paar auf ber eisernen Bank, das sich ich ab<<r L ””‘x' “ "k £*n 1
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Dank der Versammlung für feine Worte aus. Das Wott datz dte Regienmg die Wirffchaft nicht verlasien wolle, sei gern und mit Vertrauen debört worden. Auch die Wirffchaft wolle und werde die Regierung nicht verkästen. Die Wirtschaft sei bereit, Opfer zu bringen. Bald darmtf verabschiedet? sich der Reichskanzler, dessen Zeit, wie er bemerkte, gemessen sei, mit einem Hoch auf Rheinland-Westfalen, von der Versammlung nnd verltetz Elberfeld. Nach Anfprachen der Retchstagsabgeordneten Erkelenz und Cremer, sowie des Landtagsabgeordneten Sttwrmann ergriff j Tberregierungsrat Treige von der Generalbetriebs-1 klitung West das Wott. Er ging ausführlich auf die Bemühungen der Eisenbahn ein, den Verkehr nach Möglichkeit auftecht zu erhalten, und schilderte dann dte Leiden und Lasten der Eisenbahn im besetzten Gebiet. Bis zum 16. Juni seien folgende Strafen über die Eisenbahner verhängt worden: 223 Jahre, 8 Monate und 10 Tage Freiheitsstrafe und 148 558 200 M nnd 250 Fr. Geldstrafe. Die Zahl der Verurteilten betrua 125, von denen 70 auf das altbesetzte Gebiet entfallen. In dem gleichen Zetttanm sind ausgewie- fen worden 6879 Beamte und Arbeiter, davon 4392 ans dem altbesetzten nnd 24«7 aus dem nenbesetzten Gebiet. Von Famt'ienangehörigen sind aus dem alt- besetzten Gebiet 11691 nnd aus dem neitbefehtett 5214 wrtrieben worden. Neichstoirtschastsminister Dr. Becker leccke dann tn längeren Ausführungen dar, was dte Wirtschaft an Lasten nnd Leiden durch- die Besetzung zu tragen habe. Wenn auch nicht alle Wünsche, die ans Jndnstriekreisen an das Ministerium gericktet worden seien, erfüllt werden konnten, könne die Wirtschaft dock überzeugt fein, datz die Regierung nach besten Straftet! bestrebt sei, diese Leiden zu lindern und der bedrohten Wirtschaft zu helfen. Der Minister wandle sick dann der Außenhandelskonttolle nnd dem Ausfnbrsdstem ?u. Er führte ans. datz er das «Stiftern durchaus nicht verteidige, und daß er an seiner Entstehung ebenso tote die jetzige Reaieruna unbet-iligt sei. An einen Slbban könne man nut ganz allmähffck denken. Hinsickttick der Marfftützungs- akiion tonte der Minister, sie sei noltoendia' gewesen, um die Mark nickt einen Nullvnnkt hcrabsinken zu lassen. Die Regiwung sei sick darüber klar netoesen. dao dadurck schwer« Soraen sür die Wirtschast entstehen würden. Nickt leickten Herzens habe sie die Deutsenordnimg erlaffcn. Die Regientng habe sick. aber froh der schweren Bedenken, die ihr aus Wirt- kckaftskreisen entaeaennebalten wurden, aufgrund von nmßnebcnden SackverüSndigennrtetken zu ihren Maßnahmen enffckließen müsien. ES sei selbstverständlich, datz diese Matznahmsn nur vorübergehend sein sollten.
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Marburg und Umaeaend.
Marburg, 30. Juni (Brachmond).
* Juli. Der siebt« Monat unsere?, Kalenders ist der Juli, der seinen Namen nach dem berühmten römischen Feldherrn, Staatsmann und Geschichts- fchrctbcr Gajus Juttus Cäsar bat. Sein bekanntester -i ittifi'cr -käme ist Heumonat oder Heuet, tocil ihm die Heuernte zu Ende geführt wird . Der Juli ist der zweite Sommermonat, nnd er soll deshalb einen warmen Charakter haben. Am 23. Juli beginnen die .«undstage, die bis zum 24. August dauern und als die heißeste Zeit des Jahres gelten. Doch soll es auch schon Jahre gegeben haben, tn denen man von D-r Hivc nickt viel merken konnte. Der Landwirt 'veitz aber die Julihitze zu schützen, worauf die bekanntesten Wetterregeln hinbeuten. So heißt es: Im Juli mutz vor Hitze braten, was im September soll geraten". .Juli kühl unb naß, Scheuer teer unb Faß". „Juli beiß, lohnt Müb und Sckweitz. „Wird der Juli trocken fein, kannst du hoffen, auf guten Wein" Es wäre auch endlich Zett, dafl der Juli das aut niackt, was seine beiden Vorgänger verdorben vccken. Die Weilburger Wetterwarte macht zwar wenig Hoffnung, denn sie schreibt: Im versloucnen Jnni waren das Weltmeer westlich von Europa mehr als 2 Grad, die Nordsee 1 Grad, die Osffee 3 Grad zu kalt. Da? sind Kälicverhülttiisse, tote sie seit langen Jahren nicht vorgekommen sind. Sie märten e» erklärlich, daß auch der Juni in Teuffck-and> so un- aewölwlich kaffwar und mack - "s andererseits wahr, sckcinlich daß der kommende :ki ebenfalls verhalf n-smüßig kühl lein dürste, d- b-kühler ais sonst. b-.r Jutt im langjährigen Durckichnitt zu sein pflegt-
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Mweites Blatt
Nr. 151
Sonnabend, 30. Juni 1923
Kirchliches. Im Dammelsbcrg sindtt morgen nachmittag um 3 Uhr ein Missionsseft statt. Pfarre? Plannet und Pfarrer Eisenberg werden Ansprachen halten. Bei ungünstiger Witterung in der reformierten Kirche.
* Akademischer Gottesdienst. Am Sonntag Vormittag 11 Uhr findet im MichelcheN akademischer Goticsdftnst statt.
* Erhöhung der Fernsprechge bühren.Nach Zustimmung des Reichsrats unb des 27. Reichstags- ausschusfts sind die Fernsprechgebühren mit Wirkung vom 1. Juli ab gleichmäßig auf das Fünffache der jetzigen Beträge festgesetzt woicken. Der Teuerungszuschlag erhöht sich mithin von 2900 v. H. auf 14 900 v. H. Jeder Fernsprechteilnehmer ist berechtigt, seinen Anschluß auf den 30. Juni 1923 zu kündigen.
* Verlange cung der Sammlung für Kriegsgräberfürsorge. Man schreibt uns: Alle Landesregierungen haben der Reichssammlung des Volks« Bundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, e. V.. Berlin-, Schöneberg, die Verlängerung der Genehmigung zur Sammlung bis zum 31. Oktober' d. Js. erteilt.
* Strafkammer. Mit welch unangenehmen Verhältnissen manchmal die Landwirte zu kämpfen habe», zeigte eine Anklage gegen einen älteren Einwohner aus Haussen im Kreise Ziegenhain. Dem Mann, der beinahe 40 Jahve das Bürgermeisteramt begleitet hätte, wurde zur Last gelegt, beim Wenden des Ackerpflnges an einem Graben ben Weg beschädigt zu haben. Gegen den Straf« befthl, ber auf 80 Mark gelautet, hatte ber Mann ge» richtlichen Entscheib beantragt mit b:m (frg hpis, baß er am 9. Februar vom Schöffengericht in "Oberaula freige» sprachen wurde. In der gestrigen Berufungsverhandlung vor dem Landgericht wurde, wie bei ber Vorinstanz, ein Sachverständiger vernommen. Das Gericht kam zu demselben Ergebnis wie der' erste Richter unb erkannte ebenfalls auf Freisprechung. Di« gesamten Kosten hat die Staatskasse zu tragen.
* Keine lokalen Kartoffelnotierungen mehr! Der Casseler Regierungspräfibent teilt mit: Mit Rücksicht darauf, daß int hiesigen Erzeugungsgebiet neu- nen-werte Mengen von Kartoffeln nicht mehr vorhrnben sind und einheimisch« Kartoffeln feit längerer Zeit iaunf mehr gehandelt werden, hat die Kartosftlnotierungskom- mission für den Mgftrungsbezirk Cassel ihre Tätigkeit vorläufig einstelleu müssen.
* Befreiung von der Scheu kungs. steuer. Nachstehende Entscheidung des Retchs« siuanzhofes, die tn der „Voff. Ztg." vom 7. Juni ab- gedruckt ist, dürste von allgemeinem Jntereffe sein: Zu einem Tennisturnier, das ein Teunisklub bet- anstaftete hatte eine Aktiengesellschaft einen Preis gefaltet. Die «tcuerbehörhe wollte ihn zur Schpw- knngssteuer heranzi-hen. Der Reichsfinanzhof hat diese Zuwendung jedoch für stenerftei erktärt, weil es sich um ein übliches Gelegenbeitsgcschenk im Sinne des § 42 Abs. 1 Nr. 2 des Erbschaftssteuergesetzes von 1919 handelt. Es ist üblich, stihrt das Gericht aus, datz bei sportlichen Veranstaltungen dein veranstaltenden Vereine nahestehende und angefdiene, tn der Gegend der Veranstaliung ansässige Personen zur würdigen Ausgestaltung beitragen. Die Tage derartiger Veranstaltungen haben für den betreffenden Verein unb die ihm nahestehenden Streife eine ähnliche Bedeutung wie die Geburtstage der Menschen. Die bei einer solchen Gelegenheit gemachten Zuwen- bmtgen sollen die Anteilnahme des Zuwcndonden an dem Ereignis bekunden. Tie Absicht der Bereicherung einer Perfon oder eines Zweckes spielt bei ihnen keine Rolle. Aus diesem Grunde sind si, von der Schenkungssteuer befreit. Unerheblich ist, datz es sich im vorliegenden Falle um die Zuwendung einer Akffengesellschast handelt; bei einer solchen liegt die Anteilnahme an Ereignissen, die in Bet Nähe ihres Sitzes staltsinden, sogar Besonders nahe. Urteil vom 21 März 1923, IV A 25/23.
jSQ Geschlechlsleiden WM
Btutun-rrj. Ohne Bsr»f»stSr. Sein Queiksirb.» Aufkl. Brosch. Ar. 25 geg. Einsendung von 3000 Mk.
W 5pez. flrzi Dr-ßoIIaznder’s
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gronfturt a. M., Bethmannstratze 56. (8886 ‘11—1; 4'i«—7; äonnlags 10—12.
Sommerlad ist ein Lehrauftrag für Wirtschaftsgeschichte und Landesgeschichte erteilt worden.
x Köln. Dem Leipziger Privatdozenten Dr. jur. Eotthold Bohne ist unter Ernennung zum ordentlichen Professor der neu errichtete Lehrstuhl für Strafrecht an der Universität K ö I n übertragen worden.
X Berufung. Ter durch die Emeritierung des Geh. Reg.-Rats Bechtel freigewordene Lehrstuhl der vergleichenden Sprachtoissenschast an der Universität Halle ist dem Studienrat am Cöth ener Gymnasium Dr. Fran; Specht angeboten worden.
Ein« Kundgebung ägyptischer Stubeitt n.
Würzburg, 27. Juni. Die hier studierenden ägyptischen Studenten Haven sotgenden Beschluß an den hiesigen Regierungspräsidenten gesandt: Der Heldentod des D.n:sch>n Schlagetcr gibt dem Aegypti- fchen »lud Würzburg Veranlassung, fie feiner tiefsten Sympathie und Tetlnah'iie zu versickern. Tas ägtip» ttscde Volk leidet tote das deutsche unter dem Angriffe eines erbarmungslosen Feindes, kennt das Gefühl der Empöniug, das jetzt die deutsche» Herzen dnrchzittert und fühlt in Bruderliebe für das utii seine Freiheit ringende Deutschland. Tchlagclet gilt auch tn Aegypten als Held, der für sein Vaterland alles opsertc. Sein Tod soll ein anseuerndcS Zeichen fein, nickt nachzulasten im Kampfe gegen fremde Unterdrückung für Freiheit und Recht. Niemals ivirbj der Geist des deutschen und des ägyptischen BoitelH brutaler Getoal, erliegen. Der Tag der Freiheit wird rammen; freindcS Joch kann nicht ctotg bleiben. Dann werden die Herzen der Aegyvter den Jubel- des deutschen Volkes mitempsinden, wie jetzt seinen Schmerz. Freiheit den Deutschen, Freiheit den Aegtiptern!
Arbeit und Sparsamkeit
find di» Quellen des Reichtums. Darum färben alle praktischen Hausfrauen ihr Kleider, Bluten, Gardinen u. s. w. selbst mir mit de» weltberühmten echten HeitMomr'o gerben, Marte -»chokops im «ter«.
Heitmann'» gerbe spart km gartet.