Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marbmg.
d«» j. H. Schäfer
Anzeiger für (das früher kurheMche) Oberhessen
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Unverfrorenheiten der Belgier gegen England.
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lischen Regierung festzusetzen. Der französische Bot« schafter in London werde wahrscheinlich sehr bald in der Lage sein, diese Antwort dem Foreign Office
„Daily Telegraph" meldet, daß in englischen und amerikanischen Regierungskrisen der «ries des Papstes über die ReparatumSftag: mit lebhafter Genugtuung aufgc. nnrtmcit wurde als eine wertvolle politisch: und mora
schen Paris und Brüssel ein Meinungsaustausch er« folgen zu dem Zwecke, in gegenseitigem Einvernehmen die Antwort auf den Aragebogen der eng«
kehr setzen, heute haben wir aber nur 1300 zur Verfügung. Deutschland macht in dieser Richtung große Anstrengungen. Um Deutschland, nicht um England handelt es sich. Nach den Lehren des letzten ^Krieges wäre es unverantwortlich, wenn wir nicht
Paris, 29. Juni. Havas teilt offiziös mit, die Bildung des neuen Kabinetts Theunis werde es ermöglichen, die diplomatischen Verhandlungen über die Reparationsfrage zwischen den Alliierten
auf schriftlichem Wege an die deutsche Regierung gelangen werde. Der Gedanke einer gemeinsamen Antwort an die Deutschen werde in der Antwort
gut ausgenommen unter der Bedingung jedoch, batz vorher die Beendigung des passiven Wi« der st ander verlangt wird und daß die Ran«
griff auf England denke.
An bet Debatte beteiligte sich «uch Eewrral be.| Castelnau. So sonderbar es erscheinen möge — so erklärte er — Deutschland sei hinsichtlich der Luftfahrt völlig unvorbereitet in den Krieg eingetreten Es habe keine 2000, sondern nicht mehr als 200 und einige Flugzeuge gehabt; die französische Luftwaffe sei der seinigen überlegen gewesen. Zur Beruhi-1 gung der Kammer, die in dieser Sache übertriebene Befürchtungen zeuge, sagte er, daß der Kammer- Ausschutz der Neuordnung des Flugwesens zahlreiche Konferenzen gewidmet habe. Der Redner erklärte, er glaube, batz Frankreich im Luftverkehr an der Spitze sämtlicher Stationen stehe. (Beifall.) Der Unterstaatssekretär für das Flugwesen teilte dann mit, daß mehr als tausend Zivilflieger regelmäßig auf Kosten des Staates ausgebildet werden. Echliehlich wird der Antrag der Sozialisten, die vom Senat bewilligte Ausgabezisfer aufrecht zu halten, mit 490 gegen 79 Stimmen abgclehnt. Die von der Regierung geforderten 37 Millionen werden durch Handaufheben bewilligt.
Kriegsminister Maginot: Frankreich habe beim Waffenstillstand 3500 flugfähige Maschinen gehabt. Es habe zur Zeit nur noch 1300. Für Frankreich sei es eine Notwendigkeit, die Zahl seiner Flugzeuge und seiner Geschwader zu vermehren, da man bestimmt wisie, daß Deutschland erhebliche Anstrengungen mache, um sich wieder eine Luftflotte zu schaffen. Es handele sich nicht um England, es handele sich ausschließlich um Deutschland. Es wäre von französischer Seite unverzeihlich, sich von neuem I einer deutschen Gefahr auszusetzen.
I Auf eine Anfrage des französischen Mgeord- 1 neten Aubry üb« die französische» Verluste « Ma- I rokko erklärte der Kriegsminister Maginot, über die Ziffer der Verluste habe er noch keine genauen Angaben, aber er könne bereit» sagen, daß diese Vei-
I lüste seit Jahren für die französischen Truppen so- I wie die Eingeborenen zusammen nicht mehr als 400 Mann betragen. Das Militärbudget wurde da- I raufhm angenommen. In dem darauffolgenden I Marinebudget wurde gleichfalls ein neuer Kredit I für das Flugwesen in Höhe von 19 Millionen angenommen.
Direktor für politisch« Angelegenheiten ans dem Quak d'Orsay, Peretti della Rocca, den hiesigen eng ischen Botschafter Lord Crewe empfing. Die Zeitungen br» tonen, daß nunmehr eine sofortige Wiederaufnahme des französisch-englisch-belgischen nähme deS franzSsisch-englisch-belgischen Gedankenaustausches erfolgen werde. Bisher hatte der stanzösische Botschafter in London Lord Curzon nur die Verordnungen der Reichsregierun^ vorgelegt, die zum passiven Widerstand auffoc» beiten, und deren Zurücknahme Frankreich bekanntlich verlangte. Ueber die anderen Punkt: hat sich Frankreich noch nicht geäußert. Saint Aulaire wird nunmehr der englischen Regierung mündlich alle Aufklärungen geben. Poincare hat sich immer noch nicht daz« verstehen können, dem Londoner Kabinett schriftlich« ! A n t w o r t zu erteilen. Die Möglichkeit einer Besprech- ung zwischen Baldwin und Poincare hängt noch immer in der Lust.
Paris, 30. Juni. Wie der „Slatin“ berichtet, werde die französisch-belgische Antwort aus den eng» tischen Fragebogen betr. Ruhr« und Reparations- I Politik durch die Botschafter der beiden Länder je« Idenfalls am Montag in London formuliert werden. Es sei aber wenig wahrscheinlich, daß diese Rote
mitzuteilen.
Anfragen im englischen Unterhaus.
Der Prozeß Zudet.
P a r i s, 29. Juni. Bor dem Schwurgericht sprach sich der wegen Hochverrats angefiagte Schriftsteller Judet über feinen Besuch beim Vatikan aus. Bevor et Ende 1915 nach Rom reiste, hab: er Delraisö ge-
London, 29. Juni. Das Parlamentsmitglied Moore fragte den Premierminister, ob die Aufmerksamkeit der britischen Regierung aus die Tatsache gelenkt war»
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«en Kriege mit den Ausschlag, sondern die auch zugleich I die Antwort auf diese Frage gibt: Nämlich die Lust-1 Potte. Mit großem Unbehagen hatte England schon I lang das Anwachsen der französischen Luftstreitkräfte dersolgt, die über das Doppelte der gleichen englischen Streitkräfte betragen. Nunmehr hat sich England entschlossen, seine Luftvertcidigungsmacht ebenfalls zu verstärken, und zwar so hinreichend, daß sie Großb.i- tannicn „gegen Angriffe der größten Luftmacht zu schützen imstande ist, die innerhalb der erreichbaren Zone liegen." So führte Baldwin, der englische Premierminister, als Begründung dieser Vorlage 1ms. Es war eia deutlicher Hinweis auf Frankreich, und er ist in Frankreich auch richtig so verstanden worden. Wenn auch noch einige französische Blätter ihren Un- mu: über Baldwins Erklärungen und vor allem über bas zustimmende Echo der englischen Presse zum Aus- ] druck brachten und nochmals die,chemsche Gefahr" an die Wand malen wollten, so ist doch der „TempS" als dos halbossiziSse Blatt zu der Erkenntnis gekommen, rinzugcstehen, daß mit den ErMärungen Baldwins un zweiftchaft nur die französische Luftflotte gemeint sei. England und Frankreich streiten sich in diesen offiziösen Erklärungen gegenseitig kriegerische Absichten ab und " wünschen eine Verständigung über die Abrüstung, aber hn Hintergründe geht das Wettrüsten Weiler. Und das knde?
Paris, 29. Juni. Ter kommunistische Abg' ordnete Cachin fragte in der Kammer nach Sem vom „Observer" verössentlichten Dokument über die sraa- zösisch: Rheinlanüvolitik, indem er darauf hinwies, daß die französische Regierung nach diesem Schrisistück Geld gezahlt habe. Der Finanzminister erklärte, der Ministerpräsident werde dem Abgeordneten antworten, wenn er in der Kammer ans «-send sein werde. Das Dokument des „Ob'erver" bezeichnete er als vollkommen Apokryph. Die französische Regierung habe dies in der formellsten Weise erllärt. Abgeordneter Cachin erwiderte, das Dementi der französischen Regierung habe sich nur auf den Ursprung des Dokuments bezogen. Er behalte sich vor, die Frage auf? Neue zu stellen, wenn der Ministerpräsident anwesend fein werde.
Marburg Sssnabend, den 30. Ml »rachmond
Büdner« e, icwi< Irtfer« mt elf*' rung.
lisch« Unterstützung d:S Standpunktes der angelsächs leben Stäuber. Würde es sich als unmöglich Herausstellen, mit Frankreich zu einer Einigung zu gelangen, so würden wahrscheinlich England, Italien und Amerika gemeinsam Deutschlands Zahlungsfähigkeit durch Sachverständig : fest-
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Als beim Friedensschluß von den Siegerstaaten mit chdrnck die völlige Entwaffnung Deutschlands gelt und durchgeführt wurde, da hätte man annch-
n können, daß nunmehr nach Öen furchtbaren si-1 nziellen Opfern des Weltkrieges, nachdem vor allem
angebliche „Friedensstörer" aus der Welt gestfiaiftl rbcn war, nunmehr eine Aeca deS steten Friedens tfgcii werde. Alle Völker würden sich hohen Kultur-1 Aufgaben widmen können, und die hohen Ausgaben, ,tzie bis jetzt für Rüstungen ausgegeben wurden, zu an«
cn besseren Zwecken verwenden können. So war es I He Hoffnung von einigen Optimisten. Wir haben sie Hon Anfang an nlicht geteilt und haben damit auch zecht behalten. Im Verlauf der Geschehnisse nach
Weltkriege Hal es sich immer deutlicher gezeigt, M man nicht nur Deutschland nicht traute fon-1 lern daß man sich auch gegenseitig nicht traut Zwar I hat man vor Jahresirist noch einmal einen energischen I Anlauf zur Abrüstung genommen, und zwar auf dem I pcßen amerikanischen Kongreß, aber auch hier hat I M sich gezeigt, daß jeder gern abrüsten will, so der taibere vorangeht. Und da niemand anfängt mit dem Worangehen, so haben inzwischen anstatt der gewünsch-
Abrüstungen ein Wettrüsten eingesetzt, da? dem »wünschten Völkersriedeu auf die Dauer gefährliche Oonknirenz machen muß. Frankreich starrt mehr denn je in Waffen, es hat es verstanden., feine Vasallen* jeaten, die sogenannte kleine Entente, bis an die Mhnc zu bewaffnen, ihnen nicht nur die noiwen-1 zigen Waffen zu liefern, sondern auch ein schlagser- llges Heer durch seine Instrukteure vorzubereiwn. Ter Biuroutf Frankreichs, daß es zu diesem Schritte gc- ' jKungen sei, um Deutschland und die dort mtKeim£n- - kn Revanchegedanken in Schach halten zu .können, r Xtn so zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens beitragen zu können, werden nicht nur widerlegt durch die Zöllige Entwaffnung Deutschlands und sein völliges : Tarnicderliegen, sondern auch durch die Worte hervorragender Iranzösischer Militärs, wie General Foch, der «st vor Kurzem in Warschau noch zum Ausdruck brachte, daß an eine militärische Erhebung Deutschlands zur Zeit nicht zu denken fei. Wogegen richten sich also diese französischen Rüstungen? Und da ist kes vor Allem eine Waffe, die nicht nur inv moder-
M Paris, 29. Juni. Die Kammer setzte gestern bie Budgetdebatte fort. U. a. wurden die Beziehun- gen Frankreichs zu Rußland zur Sprach: g-bracht. Ter Kommunist Barrh -a fragte die Regierung, ob sie die Absicht habe, die dtplomattfchen Bezmhnn.ocn ju Sow;etruß!and wiedeiherzustellen. Poincarö -encibette, daß er nichts davon gehört habe, drß die Sowietrcgierung dis Zahlung der rückständigen ruisis.hen Anleihezinsen übernehme. Barthou: Erwarten Ste diese Bezahlung, um die Sowjetrepu-
sprochen. Ter Papst hab: ihm damals versprochen, die elsaß-lothringische Frage in französischem Sinne zu beeinflussen. Im Jahre 1917 sei er wieder nach Rom gereist. Bocher habe er den Staatssekretär im Außenministerien, Jule§ Cambon, über den Zweck seiner Reise unterrichtet. Dieser habe gesagt, der Vatikan fei ein schlechtes Geschäftshaus, et ist nichts für uns, denn er glaubt nicht an unfern Erfolg. Sagen Sie in Rom, daß Amerika mit seinen ungeheuren Hilfs- miiteln eingreifen wird. Damit dienen Sie Frankreich. Casparri habe darauf geantwortet: Sagen Sie, daß wir das glauben uni) wünschen. Der Kardinal habe sogar
Der Äiuelgenptel» »»trägt fflt b«x ggesp. Zeil»nmill!m«t«r SOO M. lKl. Ameigen und Famili«n-Anz. gee«« bat, 256 Stl lAmtlich» und aus». Anzeigen 400 SRI Bet ld>roi«tiaem Sat 50*1. Äufltblaa. Spät eintausend« oder den Raum übet Seite einnehmend« Anzeige» werben nach bet Teitspaltenbreit« berechnet. Neklamex bet Zeilenmillimeter 1500 Btt gebet Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege werde« berechnet. Bei läut» tmtft durch die Seichästrst. und Lermittlung der Angebot« 300 3R, bei Uebersendun, durch uns 300.— Mk. ohne Porto.
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gehen.
Paris, 29. Juni. Der „Newvvrk Herald" schreibt über den Eindruck des päpstlich-n Briefes in französischen | Kreisen, die von den Staatsmännern des Vatikans in der Rcparationsfrage geäußerten Ansichten würden i» stau- zösischen Kreisen nicht al» neu und nicht als ganz unparteiisch betrachtet. Als einziges überraschendes Element gelte die Veröffentlichung deS Briefes ohne bar* herige Notifikation an bie stanzösische Regierung. Der Umstand, daß die diplomatischen B-zichungen Frankreich? zum Vatikan erst seit verhällnismäßig kurzer Zeit wieder ausgenommen worden seien, gebe der Entscheidung de» Papstes eine besonders zugespitzte Bedeutung Diese Entscheidung sei allem Airschein nach in Deutschland schon seit vierzehn Tagen bekannt gewesen. Zuverlässigen Nachrichten zufolge habe Deutschland nicht nur schon lange um das Schreiben gewußt, sondern he.be auch Vorbereitungen getroffen, um von ihm Gel'tauch zu machen. Der Schritt des Papstes werde von cnropä schen diplomatischen Persönlichkeiten in eine Reihe gestellt mit den Frie- densdemarchen Benedikts XV. Das Charakteristische fei, daß der Papst den Vorschlag von Staatsstkretär Hughes, der seitdem in die englischen Vorschläge und die letzte deutsche Rote ausgenommen worden sei, moralisch unter- „
stütz«, einen Vorschlag, den Frankreich ständig abgelehnt bi« Wftion der Franzosen im 'Ruhrgebiet,
habe. Ferner falle auf, daß der Papst de Znrückz.ehung bjt Kvhstnmengen abschnitt und damit die
der Besetzungstnrppcn nicht nach Maßgabe der geleisteten $0($5fen in besinn Bezirk an der Tätigkeit hinderte, tato- Zahlungen, sondern im Verhältnis zur Auchnngnng aude-1 ftrot)6aIt Wirkungen auf den englischen Handel auSübe und rer Garantien Vorschläge, die die Bezahlung der Repara-1 e(nt ^ziale Krise schaffe, die schlimme Mrkungen nicht [ tirnen ebenso wrksam s.chern könnten wie die Besetzung! in D«tsch!and, ftmdern in ganz Europa im allgv» dies stehe in ausgesprochenem Geg*nfak znm finnzüsifch-1 Einen habe. Ist bk britische Regierung bereit, bei den belgischen RSumungrprcjstamm. DaS französische katbo-1 ^anzosen Vorstellungen zu erheben, um eit« Besserung lisch« Organ „Sa Croix" bezeichne den Brief als ein „sehr | £agt herbeizuführen? In einer schriftlichen Antwort ernstes Dokument"; man nehme atz, daß die sechs fron«I Mitiisterpräsideni Baldwin mit, ter Frage«
zösischen Kardinale, die sich entschieden für die Inter-1 f3nne versichert fein, daß sobald sich zeige, datz essen und die Politik ihres Landes eingesetzt hätten, diese I BorsMuttgen bei den Franzosen der irgend einer anderen Ansicht teilten. 1 auswärtigen Ration zu einer Besserung der internatio-
R o m, 29. Juni. Senator Rastignac Morello, defs n 1 naten Lage führen könnten, derartige Vorstellungen ge» Artikel gleichzeitig in der „Tribuns" und dem „Popolo I macht werden würden. .
d'Jtalia" dem Organ Mussolinis, erschnnen, schreibt I London, 28. Juni. Kknnworthh fragte ttn Unto» Über den Brief des Papstes, daß dieser mutig namens berl Haus den Premierminister, ob eine Antwort fetten» btt I menschlichen und der göttlichen Gesetze Stellung nehme. I ffanzüsiskli-n Regierung auf die letzte britische No« «tt Zum ersten Male hab: der Vatikan so klar und unbefüm-1 bir beutj che Reparation und d« Besitzung de» Ruhv- I mert um die Folgen gefprocheti. Die Rnhrftage, welche I gebiet? eiNgelausin fei. Baldwin erwGette, er önw I bie Wurzel des europSifchen Lebens fei, müsse aushören, | augenblicklich seiner Antwort vom 2L 6. mchtS htnzu- I ausschließlich eine französische Frage zu sein. Tic I fügen. Das Parlamentsmitglied John Ward,fragte bei I KanzSsisch: Intransigenz in dieser Fmge müsse von I Premierminister, ob feine StufmerffamMt gelentt^ror» Europa abgelehnt werden und Frankreich müssi durch I ten fei auf den Staatsprozeß, der augenbltaltch tn Mun- I Isolierung zur Vernunft gebracht wetttetz, da-l chen verhandelt würde und in dem gewiss e batzrischs (mit weitere Opfer, deren erstes Belgien fein würde,> Bürger befchnldigt würden, mit der fraw« Ierspart blieben. Falls Fmnkreich nicht nachgebe, so(zösischen Regierung konspirier^ zu haben, «M würde es Europa und Amerika zeigen, daß es den! einen baperislch'N ©onberftaat zu schaffen, ferner * ä I Weltfrieden nicht will. I von dem in Frankreich umlaufenden Gerücht gehört h«ei
Rom, 29. Juni. DaS „Giornale di Roma" hebt kn daß d« britische Ressirmrg d« wirksamen Ton und Geist des Schreibens d«S Papstes such, da» Deutsche Reich zu tE^eln, unterstütze. »S brrtor. Die Losung der Ruhrfrag: dürfe aus Rück- «r'ront aus bc. Bribeii• trgn g.fe sicht auf das Heil ganz Europas nicht länger verzogr .«iahend, ober bie im trtea’ntttt
I werden. DaS Blatt wünscht, daß den französischen und! tut.gen fettn vollkommen unbegründet. I besinders den bclgiscbnt Katholiken durch daS Schreiben w
I die Augen geöffnet wecken. Wenn Belg en vernünftiger wecke, weck: die Welt bald b.ssire Tag: sehen.
I London, 29. Juni. Der Berichterstatter des
London, 29. Juni. Der Brüsseler Berichterstatttt. des „Dailv Gbronidc" erfährt, daß der OderbesihAhabtt des englischen Rheinhceres, General Gokdley, in der Rächt -.um Montag auf der Reise von Köln nach Lotckon bei btt Ankunft des Zuges in Aachen, wo auf Gehetß belgische Zollbeamte ein« eingehctcke Untersuchung M Schlafwagens vornahmen über eine Stunde im Nachtanzuge im Gang« stehen mußte; befortber» feien da» Gepäck und die Papiere des General» untersucht wockeu. Dte» sir erhob energischen Einspruch gegen diese Behandlung dem Berichterstatter zufolge ist man der Aus ht, datz bM Belgier in dem Glauben waren, der General bringe eiue^ Bericht verschiedener englischer Beamter, die eine UnteH suchung her augenblicklichen Lage im Ruhrgebiet VevanB
Owy 6g JA I ftaltet hatten, nach London. Der Berichterstatter erkätzch
jNl I lucittC- in Brüssel sei ein offizieller englischer Protest gegiA.
Daris, 29. Juni. Angeblich auf Grund der Be- die Aktion der belgischen Grenzbehörden eingegangen. > erd-gung der belgischen Kabinettskrise bat In seinem fieüartitet nennt der „Daily (SbaiudA sich Poincare entschloss:«, di: Besprechungen mit Eng- Cdas Vorgehen der Belgier eine Beleidigung Godtey» w*j land wieder aufzunchmen. Der sranzös sche Bot- gibt der Hoffnung Ausdruck, daß btt belgische ffttgiauttg v„„ _______________________ , „ schafter in London, Saint Aulaire, hat bereits gestern sich beeilen wecke, eine
änt Note gcfchricben, di« von rin«L ehrenhaften, |mit L»rd Lurzon. eine. Unterredung» wahrend derjVorfall abyiybeik^
blik anzuerkennen? Poincare-: Man kann eine neue Regierung nur anerkennen, wenn sie die Schulden ihrer Vorgänger anerkennt.
1 anH Jn bei darauffolgenden Aussprache Über das ruf 1401 Siilitarbuöget verlangte bet Kriegsininifter eine Erhöhung bet Kredite für bas Flugwesen um 37 Millionen. Er sagte: Aführenb bes Waffenstill- stanbes konnten wir 3000 Flugapparate in ben Ver-
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fall.) Der sozialistische Abgeorbnete Histral for-1 durch Verhandlungen erzielten Frieden sprach und bette, batz bie Regierung in Verhanblungen mit einige Tage später habe der Papst von der Möglich- England zwecks Herabsetzung der Luftrüstungen feit einer Verhandlung mit Deutschland auf der Gruud- einttete. Auf eine Bemerkung dieses Abgeordneten, I läge des Völkerbünde» mit ihm gesprochen. Judet I daß bie Kontroll-Kommissionen tn Deutschland zu bake baS einen Irrtum genannt, worauf der Papst ge- funktionteren aufgehört haben, nachdem die Ruhr antwortet habe, wenn der Krieg fortdauere, bedeute besetzt wurde, erwiderte der Kriegsmimster, die I das da? End« der Zivilisation. Da» solle er tn Frank- Kontroll-Kommijsion habe drei Monate vor der reich sagen. Der Fried« müsse geschlossen werden. Ruhrdefetzung zu arbeiten aufgehört. Judet habe di« alle» Tambon «ntgetetltz und „in
Der Slbgeordnete Benazei verwies auf bie »on «ugenbhf Judet aus.^,«En^wir!
Premierminister Baldwin vorgestern im Unter- . bervormit.' Im weiteren Verlauf der Ber-
.abgegebene Erklärung,d^Vorsitzende angebliche deut- Luftrustung, dre betjemgen bei stacksten Luftmacht Y ^ff^ichte übet Judet, beten Echtheit der 58er* im näheren Umkreis zum mindesten gleichkomme. ' . nnim«iMt
Der Redner protestierte aufs energischste gegen bie S®5 n8®cHat* _
in Lonbon gefallene Aeußerung, bie bte Annahme
unterstelle, batz Frankreich vielleicht an einen An« | Hit 8rititM0W9t (H WW
Par iS, 29. Jmü. Nach der „Chicago Tribüne" wlck am Quai d'Orsay nicht verhehlt, daß man den Bries b«» Papste» al» inopportun betrachtet, und hn- «gefügt, die Regierung weck« f:inen Inhalt wahrscheinlich ignorieren; geg-benensalls weck« Ministerpräsident Poincare ober ein anderer Minister in einet Rede auf ben Brief anspielen, gewisse Stellen zurückwei- sen und bie Unmöglichkeit bartun, darauf einzu-