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Amlliches VerÄndigungsblatt des Kreises Marburg

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Anzeiger für (das früher kurhessifche) Oberhessen

Kasernenstr. 21

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Eine neue Rede des Kanzlers

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fiäluna unserer Verpflichtungen, die wir bereits zum Ausdruck gebracht haben, zur Grundlage für den Ausgleich des Konflikts zu machen. Wir dan­ken, datz dieser Schritt geschehen ist, und wir hoffen, daß ans der anderen Seite das Wort der so neutra­len und so hohen Stelle ein williges Ohr findet. Sagt sich Frankreich von seinen Plänen los und er­kennt es Deutschlands Recht auf Freiheit und Leben an, so wird die Verständigung an Deutschland nicht scheitern. Die Welt braucht Frieden. Die Befrei­ung der deutschen Erde wird möglich sein, wenn Sie alle so weiter den Kämpf führen, der aus Ihren Kreien ro «selbst herausgewachsen ist und nur von Ihnen selbst getragen und weitergeführt werden kann. Dann mutz hinter Ihnen das ganze deutsche Volk stehen, sonst könne Sie den Kainpf nicht bis zu Ende führen; und da spreche ich die gleiche Mah­nung für Sie im besetzten Gebiet und auch an das deutsche Volk im unbesetzten Gebiet aus: Das deut­sche Volk in der Heimat und im unbesetzten Gebiet mutz besonnen und fest bleiben! Unbesonnenheit von deutscher Seite, möge sie nun von rechts oder von links kommen, verurteile ich, in gleichem Matze alle Dinge, die die Staatsautorität gefährde«. Alles was Parteihader und Zwiespalt in das Volk hin- sintragen kann, mutz zurücktreten hinter die große Frage: Wie rette ich mein Vaterland, wie gebe ich mein alles hin für mein Vaterland? (Bravo.) Parleipläne können nicht mit Dynamit und Revol­ver durchgefiihrt werden. Die Besonnenheit mutz aber auch fest bleiben in der Stimmung. Darauf kommt es an: nicht zagen, wanken, wenn man dieses oder jenes hört, besonders wenn" man in sicherer Hut sitzt, sondern an Männer und Frauen denken, die täglich ihr Gut und ihr Leben einsetzen, die nicht wissen, wenn sie morgens aus dem Hause gehen, ob sie abends wieder zuruükehre«, die mit ihrer ganzen Person, ihrem Leben und ihrer Gesundheit alles hingeben für ihr Volk und ihr Vaterland. (Bravo.) Nicht einen Tag ruhen unsere Bemühun­gen. Das werden dereinst die Akten erweisen, die während dieser Regierungszeit entstanden sind. Aber weder diese Regierung noch eine andere Re­gierung, wie immer sie auch zusammengesetzt sein mag, kann mit ihren Maßnahmen wirklich das er­reichen, was sie erreichen will zum Vesten des Gan­zen, wenn nicht das Volk, wenn nicht alle Kreise des Volkes hinter ihr stehen. (Sehr richtig.) Denn nicht mit Polizeigewalt, nicht mit Strafandrohung werden in der heutigen Zeit, wo die Staatsautori­tät bedroht ist, wo weite Kreise des Reiches vom Reich abgeschnitten llnd, sich die wirtschaftlichen Ge­setze durchführen lasten, die notwendig sind, damit das Volk keinen Schaden leide, damit nicht an irgendeinem Punkte unsere Abwehr schwach werde. Dazu gehört die Frage des Wuchers, dazu gehört die Frage der Preisstellung, die Frage der Anpas­sung der Löhne an die Preise, dazu gehört vor allen Dingen die Frage unserer LLährung. Wenn unsere Währung nicht zu halten ist, wenn sie den Weg ins Uferlose geht, dann wird sich des Volkes mit Recht ein Gefühl der Verzweiflung und Verlastenheit be­mächtigen, das nicht nur die arbeitenden, sondern auch die bürgerlichen Kreise dazu treiben muß, an allem zu verzweifeln. In dieser Lebensfrage unse­res Vaterlandes mutz der Sinn für die Allgemein­heit dem Egoismus vorausgestellt werden. Es gibt noch eine deutsche Kaufmaunsehre. So richte ich auch heute die aufrichtige Bitte, gerade in dieser Frage unter Zurückhaltung eigener Juteresten in finanziellen Fragen Ihre Schuldigkeit zu tun. Ich richte diese Mahnung zugleich auch an die in der Heimat am Devisenhandrl beteiligten Kreise, da­mit sie ebensowenig, wie sie in der Ruhrfrage sind, in den Abwehr des fremden Eingriffes zusammen­bleiben.

Die »OberhelML« Zeitung" «rjcheint sechsmal wöchentlich. vezugsoreis monatlich 6000 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausiallrnv« Nummern infolge Streik over elementarer Ereignisse kein Eriatz. Verlag eon De. T. Hitzerotd. Druck her llnio..Buchdruck«r«i von 3oh. Sug. Koch. Markt 21,23. Nerujxrecher 55, Sott» toerftenfe: Nr. 5015 Amt Franliurt a. Main.

5000, der ^trorit wurde Steiger, rt.

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London, 28. Juni. Aus Düsteldorf meldet die »Daily Mail", datz sich in den nächsten Tagen drei deutsche U-Boot-Kommandn». t«n wegen Sabotage, di« mit de« Tod bestraft werde, vor den französischen Gerichten zu vcrant» warten hätten. Es handelt sich um de« ehemaligen ll-Boot-Kommandanten Paul Adler, der vor etwa 14 Tagen Explsfivzerstörunge« am RheinHerne» Kanal versucht haben soll und um den Kapitän Otto Horten, der am 14. Juni wegen Sabotage verhaftet wurde. Der dritte der Angeklagten dürste der U-Boot-Kommandant Hans Rose sei«.

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Marburg grtittM. den 29. M Brachm»nd

Wie Anstrengung unternähmen. Die Lage Mtschlands zeige, datz jede weitere Verschiebung ta notwendige« Meinungsaustausches wegen der NSglichkeit sozialer «nd wirtschaftlicher U n - tthen in Deutschland die ernstesten tzolgen haben könnte. Bei dem Zusam-

R o m, 28. Juni. Die Abendblätter me'dcn aus Nom, datz man in vatikanischen Kreisen erkläre so­wohl der Friedensbrief deS Papstes alS auch feine rci^e Geldgabe für das Ruhrgebiet seien auf den

Einfluß des Monsignore Testa zurückzuführeu, dessen Bericht über die Lage an der Ruhr den Papst tief erschütterte. In den Streifen der Kurie werde tat« sachlich der gegenwärtige Zustand als mit Gerechtig­keit völlig unverttäglich bcseirtnict Die Aktion des Papstes scheine übrigens sowohl im Einverständnis mit England als auch mit Italien erfolgt zu feilt.

Düsseldorf, 28. Juni. Der im Gefängnis von Derendorf untergebrachte Herr Krupp von Vog­len und Halbach ist von Monsignore T e st a be­sucht worden, der ihm Grütze des Kardinal'laaMek- retärs Gaspavi überbrachte.

(Moni M mWdtM.

London, 28. Juni. Der diplomatische Be­terstatter desDaily Telegraph" erklärt, in ebenden politischen Kreisen fei srllSllt di« Lär­che betont würden, daß die vor kurzem auf dem tinent verbreiteten Gerüchte und Berichte, j denen England separate Verhand- longen zwischen Deutschland und irgend- Bchen Alliierten günstig ansehen würde, nicht )ie geringste Begründung hätten. Die strtische Regierung habe im Gegenteil ihren lebhaf-

Die belgische Kabinettskrise.

P a r i s, 29. Juni. Rach Gerüchten aus Brüssel., die die Morgenpresie veröffentlicht, wird Theunis' mit sämtlichen Mitgliedern des alte« Kabinett« wieder vor de« Senat erscheinen. Die program» matische Erklärung des neuen Ministeriums wird am Dienstag in der Kammer und ü» Senat erfol­ge«.

Paris, 28. Juni. Wie Havas aus Brüssel meldet, hat Theunis dem König mitgeteilt, datz er, das neue Kabinett bilden wird

Sei fioiiwl gegen die WMn.

Duisburg, 23. Juni. Gestern sind weiterhin 200 Duisburger Eiseubahncrsamilte.n, die den Ausweisungsbefehl erhalten hatten, von Duisburg abtransportiert worden. Unter den aa®* gewiesenen Familienangehörigen befanden fid) Kin­der jeden Alters, sogar solche, die noch im Kinder­wagen untergebracht waren. In dsr Turnhalle tit' Duisburg wurde für. die Ausgewiesenen eine Av- scbiedsfeier veranstaltet, wobei der Beigeordnete DL Öfterer an die Scheidenden eine Ansprache hielt, hl der er sie der tiefsten Anteilnahme der Stadtverwal- tnug versicherte.

Ludwigshafen a. Rh., 28. Juni. AU» tiefr schiedenen Orten des Eisenbahndirettionsbezirks Lud­wigshafen sind gestern 72 verheiratete Eisenbatznbe« amte nebst Frauen und 156 Kindern auSgewiefeut, Die Möbeleinrichtungen mufcten sie Müicklasstn, .u

««pralle« der kommunistischen und der reaktionii- k A #0 Elemente könne ganz Mitteleuropa von neuem » Aufruhr gerate« und alle Aussichten auf wirt- stlichen Frieden würden dann bald über Bord «, zum wachsenden Nachteil des englischen Han- und Gewerbe«,' diese würden ohnehin schon von Ruhr-Krisis erheblich in Mitleidenschaft ge- . Daher sei es nicht ganz überraschend, wenn Ausbleiben einer formellen oder »ch nicht formellen Alliierten-Ant-

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Papst-s zum Anlatz einer Interpellation gemacht. Er teilte Psincarv mit, er wünsche ihn zu inter­pellieren über die Rückwirkung der aus­wärtigen Politik der französichen Negierung auf die öffentliche Mei- nungder Welt.

Paris, 23. Ium. Die rodikolsorislistische Kam- merstaktion Hai eine Interpellation über bin Brief-des Papstes in der Mparat'onssrage ringrrricht. S'e verlang Auskunft über die Haltung d:s französischen Botschafters beim Batkau und der französischen Regierung argesichtc

Paris, 28. Juni. Auf dem gestern in Paris ta­genden Kongreß der Bewolsner der verwüsteten Gebiete sprach u. a. auch der Leiter der französischen Gewerk­schaften, Jouhaux. Er hob hervor, daß die Gewcrk- jchasten der Reparationssrage große Bedeutung beimäßen.

Barmen, 28. Juki. Rheinlands Not, Rheinlands Kampf, Rheinlands Zukunft das war die Losung der heutigen Schlußsitzung des rheinischen Provinziallandtags, die durch die Gegenwart des Reichskanzlers Dr. Cuno besondere politische Be deutung gewann. 129 Mg ockn.tr. von diesen insge­samt 109 Vertreter der Rheinprovinz, waren anwesend, als gegen 11 Uhr der Reichskanzler Jn Begleitung deZ ReichAwtrtfchiasts5ninisters. Dr. Becker im Saale er­schien und vom Präsidenten Dr. JarreS im Namen des Provinziallandtages und der gesamten Bevölterung der Nheinprovinz herzlich willkomm-n g'heißrn wurde. Jn Erwiderung betonte der Reichskanzler, der innerbast ganz kurzer Zeit zum dr'tten Male in Elberfeld-Bao men weilt, daß nicht die Pflicht, sondern vor allem nnerstes Herzensbedürfnis ihn hierhergetrieben habe, nm Auge um Auge mit den Vertretern der Rheinlande über die Not zu reden, die in gleicher Weise tor aus dem Rhein­lande auf der Reichsregierung laste Es folgten ba.tr. die Erkläru"een c.t einzelnen politischen Parteien zu: politischen Lage. " ' f. ' 1

Darauf ergriff der Re'ckSkanzftr dos Wort.

Er erklärte: Die Einigkeit, die in den Erklärun­gen aller Parteien zum Ausdruck kam, in dem Wil­len zur Abwehr, machte überwältigenden Eindruck auf mich. Ich kann nur immer wiederholen, datz die Rheinlande und ihre Zugehörigkeit zum Reich und zu Preutzen unangetastet bleiben müsse und datz keine irgendwie verschleierte Form der Annexion, mag sie internationale Gendarmerie oder neutrale Oberaufsicht heißen, für uns diskutabel ist. (Bravo,) Es gibt keine Rheinlgndjraae für die deutsche Re­gierung. Es gibt deshalb keinen Kompromißweg, den wir in dieser Frage betreten können. (Bravo.) Es wird alles geschehen, wie es geschehen ist, was ein deutscher Mann verantworten kann, um seinem Vaterlande Freiheit und Weiterentwicklung zu geben. (Bravo!) Ich glaube, wir brauchen keine Sorge zu haben in der Rheinlandfrage, weil das rheinische Volk Männer und Frauen, die seit den vier Zähren die Besetzung als treu Deutsche ertru­gen, ohne daß lc an ihrem Deutschtum gerüttelt werden konnte, auch fetzt die schwersten sechs Mo­nate über sich ergehen ließen, ohne daß jemand an ihrem Deutschtum oder ihrem deutschen Herzen zweifeln lonnien. Wir wissen Ihnen Dank, daß es so ist und das gibt ir.ts die Hoffnung, daß die ein­zige Waffe, dte ivtr in der Hand haben die Waffe des poffiven Widerstandes, uns auch bei einer be­sonnenen festen Haltung zu einer Lösung der außen­politischen Wirren bringen wirb. Zn jener Frage ist die Reichsregicrung mit der preußischen Regie­rung und den Regierungen der Länder einig. Son- dermeinungeu, wie sie der Leiter eines Landes in den letzten Tagen geäußert hat, werden zum Aus­gleich gebracht ivcrden. Aber Eins ist notwendig, wenn es Ihnen manchmal' zu schwer wird, wenn Sie aus Ihrem deutschen Empfinden heraus sich'' sagen': Es kann, nicht mehr in Ruhe ertragen wer­den! dann bedenken Sie, datz Unbesonnenheiten ir­gendwelcher Art eine Lösung des Konflikts nicht bringen wird. Ebciijowenig ist ein Anlatz zu Klein­mut und Schwäche vorhanden. Es würde schwerer sein, das zu ertragen, was eintreten würde, wenn Sie die Waffe des passiven Widerstandes aus der Hand gäben. (Sehr richtig.) Wenn die rheinische Bevölkerung nicht, wie es im Interesse der Heimat und dcs Vaterlandes notwendig ist, die schweren Lasten zu Ende zu tragen, sondern vorzeitig den paisivcn Widerstand aufgebcn würde, dann wäre es um Deutschland, um das deutsche Volk im Rhein­land und den wirtschaftlichen Zusammenhang des Rheiulandes mit dem Reiche und Preußen ge- fcheycn. Der Heilige Vater hat in den letzten Ta­gen, wie ich aus der Presse ersehe, eine Mahnung an die Welt gerichtet, Frieden zu machen und den Willen zuv Verhandlungsbereitschaft und zur Er-

i. der separatistischen Partei bestanden bSttew «nett»1 vernet tenb. Aentzern

auf eine wettere Frage KenuworchpS. ob eine tont eingegangen fei, worin

französische Terrorakte im Ruhrgc- Anspruch erhoben worden sei, ob diese Rote unterbreitet werde und welche Aktion ,'drttische Regierung unternehmen wollte, erwiderte «uxiep, es fei eine Note von der deutschen Reale- eingegangen, in der gegen angebliche Terror- L» ~ct französischen und belgischen BesatzungStrup- protestiert werde. Die britische Regierung beab- Wstge jedoch nicht, die Noie dem Parlament vorzu ß*!.,b !et ata? "icht aewillt, irgendeine Aktion tn Mer Anglegenheit, für die sie keine Verantwortung r«ve, zn unternehmen.

, »J8» rl8, 281 Lunt. Dem »Echo de Paris" wird «s Loudon gemeldet, daß man 1« englischen Regie «noSfretfen die Antwort des französtschen Kabinetts, > ne immer noch ausstcyt, ohne zu große Ungeduld »uvartet. Man scheint sich dessen bewußt, datz von ntter Antwort die ganze politische Lage aSHSn« eäe 4. datz die eng'ifche Politik sich nach «br neu zu r5--Mutieren haben wird. Falls die Antwort in Lon-

«u als günstig angesehen wird, soll der vorläufig «WekgesteNe Plan einer Zusammenkunft des Herrn «üdwin mit Potncar- wieder ausgenommen werden. Ueber den Besuch des Botschafters Dr. Sthamer «Lor» Surzon wird von derselben Sette mitgeteilt, «tz der Botschafter mit Lord Curzon eine längere «vrerredung hatte, in deren Verlaus er ihm eine *»te der deutschen Regierung über die GewaltaNe « srmtzösisch-belgischen Posten Im Ruhrgebiet übrr- Mdte. Die engltiche R.'gtenittg habe iedöch an- «dlich nicht die Absicht, sich tn diese Frage einzu- «mhen.

. Nu Wunsch der Wiederherstellung einer einheit- DnM tten Diplomatie auf Seiten der Alliierten kundge- , « jeden. Dies sei tatsächlich das Ziel, zu dessen Er- 1 all.1 «ichung Baldwin und feine Kollegen jetzt die

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Der »nzeiaenyret, dettägt für den 9gefp. Zeitenmillimeter 300 Mk. (Kl. Anzeigen und Familien-Änz. gegen bat, 250 Mk. > Amtlich« und aus». Anzeigen 400 Mk. Bei schwierigem Satz 50'/. Auffchtag. Spät einlaufende oder den Raum über/, Seite einnehmende Anzeigen werden nach der Tertspattenbrette berechnet. ReNamen der Zeilenmillimeter 1500 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Beleg« »etbew ber«<6net Bei Aus­kunft durch die Eejchäftsst. und Vermittlung der Angebote 300 M, bei Ueberiendunz durch uns 300. Mk. ohne Port».

weil sie müßten, daß bet Völkerfriebe so lange ein gebrech»^ liches Ding bleiben weide, alS bfe Ruinxii hes r.rch sichrvsr- seien. Die Verwirklichung des im Jahr», 1922 zwischen dem französischen Akttvi-skomitee für bte zerstörten ©klZ-lte utif brtt dcufischen ArbkGeyohgch'^ nifationen geschlossenen Mkvmmens fei allein im ©tai^ bie GeschÄNLten zu befriedigen. Eine von dem Kongreß _ langewommrne Entschließung erklärt noch einmal bi» Lieferung von deutschen Materialien in großem Unk», fange und bie Gestellung deutscher Arbeiter als mhc und mehr unerläßlich für bie Fortsetzung des Wicker auf-, bauwerkes. Der Kongreß erteilt dem Aktionskomitee de«! Auftrag, bei Wiederaufnahme der Verhandlungen ü6et bie Siguibientng bet Ruhrbesetzung btt Regierung dar­aus festzulegen, baß sie von Deutschland Suchleserungeuj in großem Umfange verlange. Die Arbeitergestelluutz', ist tn der Resolution nicht ausdrücklich erwähnt. j

Paris, 28 Juni. Der Finanzausschuß des Senats, genehmigte heute den Bericht über bie vorgelegten uns von ber Kammer bewilligten Ruhrkrckite. Es nm rot beschlossen, zu ber morgen stattfindenden Senatsfitzuaz die Diskussion der Kreditfockerungen fortzufehen.

Ei«« Erklär»«- Dr. Becker» znr Lag« in Deutsch­land.

London, 23. Juni. ReichSroirtschastsmiaister Dr. Zecker äußerte sich in einer Unterredung mit dein Ber­liner Vertreter desDaily Telegraph" über die «ugrn^ ülickl'che Sage in Deutschland. A J

Dem Berichterstatter zufolge gab ber Minister zu, daß es unmöglich sei, allein durch künstliche Mittel die Ma-l zu stabilisieren. Er habe jedoch erklärt, bie Regierung tonne im gegenwärtigen Augenblick ber Eutwicklpug nicht untätig zusehen. Wenn bie letzte Entwertung fottB dauere, drohten ernste wittschastlichc und politische Fol­gen. Diejenigen Teile der deutschen Bevölkerung, bi» bereits durch bie Entwertung der Mark am stärkste« in Mitleidenschaft gezogen seien, seien nicht tu ber Sage, btt erhöhten Preist für die IcbenSnotwcnbigen Waren yt zahlen und wüiden mit Vernichtung bedroht. Ms bo», litische Folge sah ber Minister ein Anwachsen des Komma», nismus voraus, der in Deutschland viel stärker sei, «Uh im Ausland geglaubt werde. Auf bie Frage über bie Aus?, sichten von Reparationszahlungen antwortete der Mi», uister,.er könne nur seiner persönlichen Ansicht Aus-I druck geben, bie dahin gehe, daß bie Franzosen unnacbgie-1 biger seien, als je. Aber alles hänge von ber Haltet.qtt der übrigen Ententemächte und davon ab, ob eS biefenj gelingen werde, Frankreich zu beeinflussen. WennFra:t§-l reich sehe, daß es nach 6 Monaten Ruhrbesttzung m'chtS tt*l reichte nnb in Gefahr sei, isoliert zu wecken, wer»« es!.! aufhören, mit dem Kopst gegen bie Wand zu rennens Hinsichtlich bes passiven Wiberstaubes erHärte ber M!«^ nister, dieser sti von ber Regierung nicht angeorbntfl nnb könne durch s'e auch nicht widerrufen werden. Augen» I bücklich sei der Geist der Bevölkerung so fest wie je.

.Das »Journal" betrachtet Mc päpftllche Stellung ! *hme als einen Protest gegen bie Ruhrbesctzung.

v Im »Pettt Journal" schreibt Marcel Rav: .WaS-

Papst sucht. Ist eine mittlere Lösung in den ein Ader widersprechenden Aufsassungen und ein Ber- Mdnisfcld für bie tm Konflikt miteinander stehen- Parteien."

Wieder eine Niederlage des nationalen Blocks.

Paris, 2Z. Juni. Zum Vorstand deS General­es des Seine-DepartemeittS wurde gestcrit der So- T^Hft Brunct gewählt. Seine Wnvl wird von den ^utiern der Linken als eine neue Nievexlage des klonalen Blocks bezeichnet.

Paris, 29. Zuni. Der christlich-deutokrat-fche ^üeordnete Marc Sanguier hat deu Dries des

>ort auf den britischen Fragebogen »ed a u e r t werde, da es notwendigerweise eine

Nelle Erklärung über diese Frage verzögern ufie- Angesichts der belgischen Krise itt-ettw- bef ge Erllärung der englischen Regierung natür- . «j füit Recht immer wieder verschoben worden, «e tonne jedoch in Anbetracht sowohl des E r n - tr.i t e r mi t t e l c u ro i sch e n K r i se wie «- der für die Londoner Regierung gegebenen »ltwcndigkeit der allgemeinen und Vic besonderen «rtragsinteresicn Englands ja -wahren, nicht wei- r- hinausgeschoben werden: Oie englische Di- fjoinatie könne nicht länger in die- -S'rsto tischen" Lage tcrhar .-en.

»281 Sunt. Eine Frage Kennworthhs, Behörden in irgendeiner Verbind- ®r' ^Lot en bestanden haben oder ob solche lluDlIfel6 bU^9ert ber britischen Behörden mit anderen Bübrcrn der separatistischen fRartef h»

tt Äf Frankreich und bet Papstbrief.

||V« Paris, 28. Juni. Das DcHreiben de" Papstes an di« c1 bie Reparationen und die Ruhrfrage wird tu 5-318 z* frarezösischen Oeftentlichkeit nur wcnia kritisiert.

---Mu findet, das; die Anregung des Papstes, die Frage »Hfl j? deutschen Zahlungsfähigkeit einem Kollegium von IIlli Obmännern zu unterbreiten, einer Anerkennung dcs IV Burschen Standpunktes gleichkonimc.