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Dortmund Ost-Eving Prellboctes für den der 3. Division mit Inhaftierten ist im Castrop nach Tort-

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Düsseldorf, 21. Juni. Das französische Rc- vifionsgericht hat heute den Antrag auf R e v i s i o u des gegen den Landwirtschaftslehrer Görges erlas­senen Urteils de« Mainzer Kriegsgerichts ver­worfen und dadurch dos Todesurteil b «- stätigt. (Wiederholt, da nur in einem Teil der gestrigen Auflage.)

Die französische Tnrnnnei steht wieder vor einem neuen schweren Justizmord. Sie kann sich nffijt wun­dern, daß bei ihrem Verfahren in allen deutschen Herzen die Wunde über .unsere Schmach und Ohn­macht nur noch tiefer brennt und daß, wo auch immer nur noch das Gefühl, ein Deutscher zu sein, lebendig ist, der Gedanke emporlodert, den Homer mit den Worten ausdrücki:Einst wird kommen der Tag . , , * ...

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Wchrbahnen notwendig;

2. Frankreich sei bereit, di« Besetzung des Ruhr- zrbietes in eine friedliche technische Aufsicht zur bberwachuug von Sachlieferungea umzuwandeln, Men die deutsche Regierung ihre Berordaungen, he de» positiven Widerstand im Ruhrgebiet versteift

zosen in das unbesetzte Gebiet. Eine Untersuchung des Vorfalles ist im Gange. Dag nicht Tote auf.

Die Revision, die gegen die zweite auf 7 Monate G«. fängni« lautende Verurteilung des Kruppsch«« Betrrebs- ratsmitgliedeS Müller eingelegt worden ist, wurde einer Blättermeldung zufolge heute vom französischen Kriegsgericht verworfen.

Bern, 20. Zuni. Der Bericht des s ch w e i z e - rischen Konsuls in Düsseldorf über die Erschießung des Schweizers Schlee in Dortmund ist heute beim politischen Departement eingetroffen. Gr enthält die un^erschriftliche Bestätigung der Dame, mit welcher Schlee am kritischen Tage pro­menierte, zu der bereits bekannten Darstellung über den Verlauf der Dinge.' Das politische Departement wurde bei der französischen Regierung durch Ver­mittlung der Gesandtschaft in Paris vorstellig, ver­langte eine strenge Untersuchung und stellte Scha­denersatzforderungen.

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D,« »OderhelMch« Zeit«"g" «richetnt sechsmal wöchentlich. Bszugsvieis monatlich 6000 Ml. mit Zustellungrgebühc. Für ausfallende Nummern infolge Streiks o»et elementarer Treiguisie kein Eriatz. Verlag von Dr. T. Hitzerotb. Druck der lluim-Buchdruckerei von 3e6. Aug. Noch. Markt 21,23. Nerniprechrr 55, Poft» Ickeckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

BlSttermeldungen zufolge beabsichtigt der Re­gierungspräsident Gruetzner. bei der englischen Re­gierung einen Schritt zu unterrnehmen, um die eng- (tfd>e Unterstützung für eine BegnadigungsaMon für den zum Tode Verurteilten Landwirtschaftslehrer Görges zu erlangen.

Die Verhandlung grg:n GörgeS.

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wortlichkeit für bi« Beantwortung bte englische« Fragebogens übernehme« könne, solange bas Mini­sterium nicht gebildet sei: Gewiß sei bi« Krisis rot« gen bet Blamenfrage entstauben, jeboch ginge« i« Brüssel Gerücht« um, bei auf eie Kompromiß über bi« Frag« bei Militiirdieustzeit anspielte«. Der neue Minifterprüfibent könne also gezwungen sein, gewisse Kompensationen zn machen, bie bie allgemeine Poli­tik beträfe«. Ma« müsse als», solange bas neu« Ministerium nicht gebildet sei «ab solang« es noch nicht bie. Züge seiner Politik festgelegt habe, auueh- me«, baß bie Haltung Frankreichs unb Belgiens in bet Reparationsfrage notwendigerweise ungenau bleiben müsse. Trotzdem glaubtSie Rouvelle^ von einer Einigung sprechen zu können, bie zwischen Paris unb Brüssel nicht ohne Schwierigkeiten erfolgt sei. PoincarS habe nachgeben müssen unb man habe sich zu folgenbe« Konzessionen hinsichtlich bes passi­ven Wiberstanbes bereitfinbe« müssen:

1. Zurückziehung bet Truppe« aus ben Zonen, bie nicht im Plane vom 1L Januar vorgesehen waren.

2. Organisation eines militärische« Schutzbünb- nisies um bie Sicherung bet Besetzungsbehör- ben zu gewährleisten.

3. Einige Begnabigungsmasinahm«« gegenüber ben Aufrührern aus dem Arbeiterstande.

4. Ein Abkomme« über bie Zutiickbetufung bet Ausgewiesenen, bie den Befehlen bet deutschen Regier««^Folge geleistet habe«.

5. Eine Schaffung einet Sonberkasse, bie für bas Konto Deutschlands bie Kohlenltcuer einzieht, bie jedoch unter französisch-belgischer Kontrolle stehe« soll.

Das Blatt gibt selbst zu, baß die deutsche Regie­rung sich mit diesem Programm nicht guftiebe« ge­ben werde.

Paris, 21. Juni. Der belgische^ Botschafter Hatto gestern eine Unterredung mit Poincar?, der darauf mit Barthou vechandettc.

London, 21. Juni. Rach dem Pariser Berichter- statter derTimes" ist man in Paris der Ansicht, baß der belgisch« Botschafter Poincaro über den belgischen Standpunkt zu den in dem britischen M morandum gestellten Fragen unterrichtet habe. Ein« offizielle Be­stätigung fehle jedoch, und es sei vielleicht versrüht, an- znnebmen, daß Paris unb Brüssel übereinstimmten. Die Franzosen hätten ursprünglich 9 oder 10 Forderungen bezüglich der Einstellung des passiven Widerstandes int Ruhrgebiet gestellt. Diese Forderungen seien jedoch ver­mindert worden.

Die Radikal-Lozialisten gegen Poincarö.

Paris. 21. Juni. WieOeuvre" mitteilt, ist der Exekutivausschutz der Radikal-Sozialistischen Partei gestern Abend zur Beratung der politischen Lage zusammengeireten. Der Ausschuß hat einstim­mig beichlojlen? die radikalen Abgeordneten, die in der letzten Kainntersitzung für Poinearö stimmten, vor ein Disziplinargericht zu stellen. Gleichzeitig soll den dem Kabinett angehörigen Deputierten nahegelegt werden, demnächst ihre Demission einzu­reichen. Falls sie sich weigern, wird der Ausschutz anfangs Zull eine besondere Sitzung über die zu er­greifenden Matznahmen beschlietzen.

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gen zu erwarten. Die Strecke ist durch die Aufstellung eines Zugverkehr gesperrt. Der Stab Einschiust des Gerichts und der Ll-ufe des gestrigen Tages von

Die Lage in den Wetzte» Gebieten.

Mannheim, 20. Juni. Wie die Handels­kammer Mannheim von unterrichteter Seite erfährt, wird die Rheinzollgrenze in der Nacht vom 24. auf den 25 Zuni in Kraft treten und damit den Verkehr aller Waren lahmlegen, die nicht auf der Freiliste stehen.

Münster, 21. Sunt. Der Bahnhof Dortmund- Süd und her Bahnhof Eving wurden von den Fran­zosen geräumt und zur Wiederaufnahme des Betrie­bes durch deutsches Personal zur Verfügung gestellt. Dre Freigabe einer Reihe weiterer nicht an den mili­tarisierten Linien gelegener Bahnhöfe bet Dortmund, Hörde, Hachncv und Obcreving ist in den nächsten Ta-

Pa ris, 21. Juni. Der Londoner Berichterstatter desEcho de Ports" meldet, man spreche von einer offi­ziellen Reise der Führer bet englischen Arbeiterpartei nach dem Ruhrxelmt Sir beobsichtiglen, nach ihrer RüÄehr einen offiziellen Bericht über dir Lage zu er­statten

Genf, 21. Juni. Am 3.September wird die Vierte Bölkerbu nddersammlu ng in Genf jufammen treten,

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die Kontributionen in der Stadt selbst fort. 8uf dem Bahnhof Dortmund-Süd find den Fra«f zosen 25 Lokomotiven in die Hände gefalle«. Schießerei bet Franzose« im ««besetzte» Mannheim.

Mannheim, 21. Juni. In der vergangene« Nacht zwischen 1 und 2 Uhr spielten fich in der Ge­gend des Jungbusch und bes Luisenringes schwere Ausschreitungen von Angehörigen der französtsch«« Besatzung ab. Wie die Polizeidirektion mitteilt, hielten sich die französischen Soldaten auf unbesetz­tem Gebiet auf und überfielen mit dem vorgehal­tenen Revolver mit dem Ruf:Hände hoch!" bie Vorübergehenden. Nachdem sich die Franzosen in» besetzte Gebiet zurückgezogen hatten» eröffneten sie ein Schützenfeuer gegen die deutschen Polizei­beamten, das von diesen erwidert wurde. Ein Po­lizeibeamter wurde von einem Querschläger getrof­fen. Nach dem Vorfall patrouillierten die Fran-

! L o « b 9 « , 21. Juni. Das Reutersche Büro er« Ntt, baft webet i« britische« noch in kanzösische» gut unterrichtete« Kreise« fftenbetroas davon bekannt ist, batz **e Erw:ber««g aus be« britische« Frage- S«n, seiesvonSeitenFraakreichsober h 18 i e s «n mittelbar beoorstehe unb 'b keinerlei Anzeichen vorhanben

Marburg grtilag, ben 22.3wl »rachm-ktd

mund übergestcdelt.

Münster, 21. Sunt. Sn der Nähe der Lippe tm Amtsbezirk Marl sind heute vormlnag angeb­lich bei der Pastrevtsion zwei belgische Soldaten crschosien und ein dritter schwer verletzt worden. Tie beiden Täter sind emkornmen. UeBer Marl ist bet verschärfte Belagerungszustand verhängt worden, frtne Reihe Von Personen ist alS Geiseln sestgenom- men worden.

Sn Marl ist ein IStährlges Mädchen von einem belgischen Soldaten vergewaltigt worden. Der Sol­dat wurde von seiner Truppe verhaftet.

Dortmund, 21. Juni.-Äuf der von den Fran­zosen betriebenen Strecke DortmundMengede stietzen gestern zwei Eisenbahntrans­porte zusammen. 78 Wagen wurden beschä­digt. Die Strecke ist vorläufig gesperrt.

Frmlgösische Näuber.

Berlin, 21. Sunt. Ein besonders krasser Fall französischer Räubeteien, bei der von sranzösischen Truppen unter Führung von sranzösisckien Zivtlbe- amten gegen die Reichsbankstelle Dornnund ein Raub­zug unternommen wurde, fielen den Franzosen unge fähr 52 Milliarden Mark in die Hände, womit die Gesamtsumme bet der Neichsbank im besetzten Gebier entwendeten Gelder auf einen Bettag von ntnb 140 Milliarden Mark gestiegen ist.

Ferner zwangen die Franzosen die in der Reichs­bankhauptstelle beschäftigten Arbeiter, unvollständig be­druckte über einen Gesamtbetrag Von 1090 Millionen lautende Vogen zu numerieren und zu schneiden. Die io fertig gestellten Rotensormulare nahmen sic mit sich fort Natürlich bilden die so gefälschten Formulare keine gültigen Banknölen, da sie nicht auf Nechnung der Reichsbank und nicht von ihr in Betrieb gegeben sind. Leider lasten sich diese Fälschungen von den echien Roten nur schwer unterscheiden.

E s f e n, 21. Juni. InRauxel beschlagnahm­ten die Franzosen bei der Reichsbantnebenstelle 7 560 000 -.st. InLiinen ist eine Kompagnie In­fanterie und eine Schwadron Kavallerie cingerütft, um die der Stadl auferlegte Kontribution von 50 Million«« Mark « i« zu t r «i beu. Sie setzen

Bos ImrMe MlüklM oo dkl Mr.

Aus dem Ruhrgebiet ro.ib uns geschrieben:

Als General Degoutte mit seinen Truppen in bat Riihrgebiek einmarschierte, begann sich in breiten Schich­ten dies deutschen Volkes der Glaube festzusetzen, bte enge Berührung mit der Arbeiterschaft res Ruhrgebiet«? werde nicht verfehlen, bk Disziplin der ftanzösischen Trup­pen zu untergraben und eine Situation herbeizuführen. bie für uns unter Umständen günsng sein könnte. Ma« sah schon im Geiste meuternde Truppen ähnlich wie 1918 nur mit dem Unterschob, daß es sich diesmal um Franzofeft handeln würde, während es seinerzeit deutsche Truppe« waren. Nun, in dieser Beziehung schien e- beinahe, als fällte die deutsche Annahme Recht behalten: je läng« nämlich die Besatzung dauerte, desto zahlreicher wurde« bie Desertionen, je näher der Termin der Ablösung der |« kurzer Hebung einberufenen Reservisten heranrückte, beste unsicherer wurde man im französischen Lager. Dkse Un­sicherheit. die ganz offensichtlich war, steigerte sich, je länger der Ablösungstermin überschritten wurde, oh«« die Truppen zu entlassen unb je mehr der Unwille bei den französischen Soldaten über bk stillschweigend« Verlängerung ihrer Uebungszeft wuchs. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß aus bkser Unsicherheit heraus seinerzeit der wilde Txrror geboren wurde, bet plötzlich von französischer Seite über die Ruhrstädte hev- einbrach. Vielleicht glaubte man auf fmnzösischer Sette> daß man die Truppe etwas ablenken könne, wenn mo« sie auf dir Bevölkerung losläßt, daß vielleicht andere« seits von der Bevölkerung zur Waffe gegriffen werde« könnte, sodaß sich die französischen Soldaten, der Nol gehorchend, einfach wieder zusammenfinden und bk Ver­längerung ihrer Uebungözeit einsehen würden. Wie dem auch sei, die Stimmung unter den französischen Truppe« an der Ruhr war Mitte März außerordentlich schlecht, vielleicht sogar so schlecht, daß eS auf deutscher Seite «et eines leichten Druckes bedurft hätte, um bk französische« Eindringlinge aus dem Ruhrgebiet zu vertreiben.

Diese Krisis ist jedoch nun vorüber und hat einer überstraffen Disziplin Platz gemacht, die so straff ist. daß, man sie unmöglich mit berjenigen des ehemaligen deut­schen Heeres oder der vor dem Kriege in Frankreich ge­übten vergleichen kann. Dieser Ueberdisziplin, die natür­lich nur dadurch ermöglicht wurde, daß, man ganze Regi­menter ablöste und durch jüngere Jahrgänge ersetzte, ist es dann auch möglich geworben, unliebsame, sich vor der deutschen Bevölkerung abspreiende Ereignisse, fast ganz zu unterdrücken. Während man in den erste« Wachen der Ruhrbesetzung vielerorts beobachten konnte, daß die Soldaten sich ihren Osfizkren gegenüber Disziplin­losigkeiten zu schulden kommen ließen, daß sie deutsch« Arbeiter entgegen den Befthlen ihrer Ösfiziere auffotber» ttn, für die Bcsatznugstruppen nicht zu arbxiten oder, mit Ebenfalls «lehrfach sesrgesrellt werde« könnt«, in ge­

bet Fäll gewesen, so mürbe bie Verantwortung ein­zig unb allein bie Franzosen treffen.

Pirmasens, 21. Juni. Die französische Br- sahungsbehörbe hat Über bie Stabt Pirmasens ein« achttägige Verkehrssperre von abends 9 bis morgens 5 Uhr verhängt, weil auf der Strecke Biebermühle Pirmasens angeblich Steine auf di« Eisenbahn­schienen gelegt worden sind. Ausgenommen von der Verordnung sind lediglich Aerzte und Hebammen.

Berlin, 21. Juni. Die christliche« Gewerkschaft« des altbesetzten Gebietes erllären gegenüber den mit allen Mitteln betriebenen Versuchen der französische« Regierung, das besetzte Gebiet staatsrechtlich Dem Deut­schen Reich zu trennen und politisch, militärisch und wirt­schaftlich völlig zu beherrschen fowk gegenüber der For­derung der ftanzösischen Regierung nach Aushebung bei passiven Widerstandes. Jeder Versuch, un8 vom Reiche zu trennen und andere staatsrechtliche Formen aus» zunötigen cbrr unsere Eisenbahnen und unsere Polizei unter fremde Oberhoheit zu stellen, wird unfern schärf­sten und dauernden Widerstand finden. Eine Aufgabe des passiven Widerstandes im Sinne der französischen For­derung kann für uns nicht in Frage kommen. Mr so« bern Wiederherstellung der persönlichen staatsbürgerliche« und rechtlichen Sicherheiten und Freiheiten für btt Be­wohner des französisch und belgisch besetzten Gebiete- nnb Einstellung der brutalen militärischen Gewaltherrschaft,

Düsseldyrf, 21. Sunt In dem heutigen Re- vtstonsverfahren wegen Der Verurteilung de- Land- wtrtschaftslehrerS GSrgeS zum Tode machte Rechts­anwalt Dr. Grimm auS Esten gegen die Gügllgken deS Verfahrens geltend, batz das Gericht in Mainz kür preußische Staatsangehörige nicht zuständig sei. Die Verordnung über Bestrafung von Sabotageakten ict rechtsungültig, das Verfahre« vor dem sranzöst- schen Kriegsgericht sei nur in- Kriegsfälle zulässig. Die Frage nach mildernden Umständen sei im Urteil unberücksichtigt geblieben. Das Urteil erwähne nichts über die Vernehmung von 3 Zeugen. Die Rbeinlanv- kommisüon sei bet Erlatz der Verordnung über Sabo- tageatte nicht richttg besetzt gewesen. Der französische Berichterstatter widersprach den von bet Verteidigung geltend gemachten Gründen. Ihm erwiderte Dr. Grimm, indem er ansführte, datz er sich mit der Mehr­heit deS deutschen Volkes in der Verurteilung von ____________,----------...

Sabotageakten einig sei. Dennoch könne er die Beweg-.. geblieben pnb, ist ein Wunder. Wär« bai

gründe solcher Handlungen verstehen. Der Angtklagte GörgeS war zur Verhandlung nicht zugelassen.

gonbon, 21. Juni. DieWestminster Gazette" 2" jAmptet, batz bet aus Paris übermittelte Entwurf , tfgenbe Gesichtspunkte enthält:

' i. Frankreich ist bet Ansicht, batz bie Garantien

Der Anzeigenpreis betrigt fit be« 8gelp. Zeilenmtllimeter 200 ORL (ftL ®i F-milien-Auz. gege« bar, 150 «L Amtliche und ausw. Anzeige« Ü5 SW. Bet 6ai bt?l. Äfstdla«. Spät «tnlausende oder ben Kaum über lU Seite tUnc#««»». Anzeiae« werden nach der leitipaltenbreite berechnet. Reklame« der Zetlenmtlltmet« ML Jeder Watt gilt als Barradatt. Belege »erden berechnet.^ «et Ans- durch dtt SeichöftsE «nb «ermittluna der Nn«b°tt 300 SR, b«l Ueberftndung durch un» 300. Mr. ohne Porto.

^icht einmal sicher, ob ein« Antwort lH o r b e r I i 6 fei, ba bet Fragebogen .^»ch Brüssel e « t znr Information g t - Mickt ronrbe.

Die belgische Krise.

P a r i s, 21. Juni. DemJournal des Dubais" ab Brüssel berichlcl: Der ehemalige Minisier- ^sident Theunis stehe im Begriff, feine Verhand­ln mit de« Parteiführern zu beende«. Späte« morgen werde et dem König mitteilen, zu wel- Entschluß et geiommtn sei. Unter den Poli- ?^n, die bet Berichterstatter gesprochen habe, sind wenige, die optimistisch sind. Heute nachmittag **ben getrennte Beratungen der liberalen Parla- ^ttsmiiglikder unb der Delegierten der katholi- Akn politischen Vereine statt, um über bie Möglich- *« einer Kompromißlösung zu verhandeln.

ari«, 22. Juni. DerMali«" bemertt «ut- SO« bet Annahme bet belgischen u«b französischen batz bas belgisch« Minist«rinm kein« ve«nt-

tzcheu, zurückzreh« unb lein« Subvention mehr an ~ W Streikenden zahle. Di« technische Aufsicht soll

M ui von einem ganz schwachen Truppenlörper be- !J feitet sein:

z. Frankreich ist ferner bereit, eine Amnestie zu ® pwähren unb alle Gefangenen freizulassen, wenn

L Cf en *8ie Gewähr bafiit hat, batz diese Persönlichkeiten j/J! iil di« Ausgemiesenen nichts weiter unternehmen

~ risswn bei der Durchführung ihrer Aufgabe Hiuder- A He in ben Weg zu legen, wen« es sie roicbet in bas ürhrgebiet hiuciuließe;

4. Frankreich ist bereit, Deutschlanb ein Mora- mam zu gewahren.

London, 21. Juni. Ter b'plomatksch- B-riSterstat- k feerWestminster Gazette" will wissen, daß der Ent- Mrs der französischen Antwort auf das br tische Memo- tobum bereits nach London gesandt worden fei, jedoch W zur Uebermittlung für die Downing Street. Tic Westminster ©ajette" bemerkt, Lord Curzon habe den wnzüsischen Botschafter seit mehreren Tagen nicht ge- ikn. Man glaube nicht, daß dieser Entwurf der fran« Bschen Antwott als Thema für die Unterhandlungen Kraucht werden solle. Der selbe Entwurf sei an- Ätinenb- nach Brüssel gesandt worbe«

'London, 21. Juni. Nach dem Pariser Bericht- t Sfiatter derTimes" ist man in Paris der Ansicht, paß' k belgische Standpunkt zu den in dem britischen Mcnw- »udum gestellten Fragen unterrichtet hat, die offizielle kftätigung fehle jedoch. Es sei vielleicht verftüht, an- Bl-ehmen, daß Paris und Brüssel - übers nstimmteu. Die tranzosen hätte» ursprünglich neun oi- zehn Forderungen kügüch der Einstellung b«8 passive« Widerstandes im Mrgebiet gestellt. Diese Forderungen seien jedoch ver- bmdett worden.

London, 21. Juni Nach dem oiplomatischen B.- «hierrstatter deSDaily Telegraph" konnte sich das bri- ische Kabinett wegen der Verzögerung der Absenoung « ftanzösischen bezw. französisch-belgischen Antwart nach Iwdon gestern nicht mit der Ruhr- und Repamtionsftagc fassen. Der Bericyterstatter erklärt, bisher sei kein ieweis dafür varhanden, daß die fran- lisische Regierung nach Einstellung des ttssiven Widerstandes Deutschlands be- kit frt« würde, bie Ruhrbesetzung bis zu finem gewisse»'Grade unsichtbar zu machen fofort bie unmittelbare Kontrolle der Eisenbahnen, «rgroerte und anderen Einnahmeauelken zu mitöern.

Im Gegensatz zu ben obigen Meldungen Über die »»geblichen Bebingunge« steht folgenbe Melbung

|e deutsche» Denkschrift ungenügend sinb. Ein« g«- Me Aufsicht über bie beutscheu Zölle, bie Eise«, t foiS tzhuen ««b bie Industrie sei notwendig, iusbeson- tzk« sei ei« interalliiertes Regime der Rhein- und

Amüiches VeMndigungsblaü des Kreises Marbmg.

Anzeiger für (bas früher kurheMche) Oberhessch

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