7 Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Marburg.
w J. H. Schäfer
Anzeiger für ldas früherLurhesiische) OberhesM
Englische
Fragen.
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Mterftatter des „Daily Telegraph" zufolge besteht augrn- lV8U5 Lrklich wenig Aussicht auf eine unmittelbare britische
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Ein englischer Fragebogen.
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Derlin, 1.4 Zuni. Die Blätter melden: An der Grenze des Ruhrgebiets hat gestern eine Sitzung tattgefunden, an der Vertreter aller Parteien und alle: Schichten der Bevölkerung teilnahmen. Hierbei kam einmütig die Auffassung zum Ausdruck, daß jede Erörterung über die etwaige Aufgabe des passinenWiderstandesabgelehnt wer- den müsse. Unter keinen Umständen werde man sich im Ruhrgebiet den passiven Widerstand aus der Hand schlagen lasten.
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1923
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verden, ohne die die Produktionssähigkeit des Ruhrgebiets nicht ihre» volle« Umfang erlangen 8»ute?
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Das wären in der Tat wirkungsvoll- Zugeständnisse. Pn wir glauben nicht daran. In England bläst man Hon wieder ab. Die „Morning Post"' schreibt, btt all- emtinc Auffassung in wohlunterrichteten Kreisen gehe Win, dal es schlesilich '•wW "o"ckmMig sein werde, H Entscheidung aufzuschieben, biS Bald- Din Gelegenheit gehabt haben werde, sich mit Poin- Kte persönlich zu beraten und ihm die Auffassung M britischen Regierung darzulegen. Das Blatt fügt Dnzu, daß möglicherweise eine solche Zusammenkunft ■fcntn kurzem stattfinden werde.
Dortmund, 14. Juni. Der Reichspräsident hat an die Stadtverwaltung Dortmund folgendes Telegramm gerichtet: Ich bitte Sie, den Angehörigen der durch französisches Militär in sinnlos brutaler Weise ermordeten 6 Bürgern Ihrer Stadt mein herzliches Beileid auszusprechen und der unter den unmenschlichen Quälereien der fremden Eewalt- Isober schwer leidenden Bevölkerung meine aufrichtige Teilnahme zu versichern. Ebert.
Die »LLerheflrlche Zeitung« etldietnt lech»mal wöchentlich. — Lezngrvrei« monatlich 6000 Ml. mit Zustellungsgebühk. Für ausfallende Nummern infolge Streik» oder elementarer Ereignisse kein Eriatz. — Verlag von Dr. L^Hideroth. — Druck der Univ^Buchdrnckerei von 3eb. Ang. Noch, Markt 21/23. — Herniprecher So, Poll- Icheckkonto: Nr. 5016 fimt Frankfurt a. Main.
Der Bölkerbundsrat und das Saargebiet.
E e n f, 14. Iunl. Der Völkerbundsrat tritt am 29. Juni unter dem Vorsitz des italienischen Vertreters Salandra in Genf zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein englischer Antrag über das Saargebiet betreffend die Verordnungen der Negiorungslommiffion vom 7. März 1923 über Aufrechterhaltung der Ordnung und vom 2. Mai über Streikposten.
verfolgten, erschossen. Dieser Tatbestand stützt ich auf die Aussagen der Frau Bolduans und eines Gastwirtes, welchem Bolduan di« gleichen Angaben über die Vorgänge am Samstag abend gemacht hat.
1. Line genaue Umschreibung dessen, was in Frankreich unter dem Begriff de» passive» Wider- hnbes verstanden wird.
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Essen, 14 Juni. Auf französischer Seite be- teht die Absicht, ab 15. Juni im Einbruchsgebiet ämtliche Zecheneingänge zu besetzen, um den Abtransport von Kohle ohne Passier- chein zu verhindern.
L a n d a u. 14. Juni. Vom französischen Militärpolizeigericht in Landau wurde gestern der Oberrealschüler Heinz au» Frankenthal zu 10 Monaten Gefängnis und 2 Millionen Mark Eeld- trafe verurteilt. Er hatte in Frankenthal nach Mitternacht Plakate mit der Ueberschrift: „Deutsche Frauen, steht fest in waffenlosem Kampf, um dem deutschen Volke zu helfen!" angeschlagen.
L a n d a u, 14. Juni. Der Automobilverkehr in der Pfalz ist bis aus die Beschränkungen in den Ordonnenzen 164 und 179 aufgehoben worden. Man mutz also nur einen Erlaubnisschein der interalliierten Rheinlandkommission oder der Zollbehörden haben. Diese Erlaubnis werde erteilt nach Einreichung eines mit Beweisstücken versehenen Gesuchs. Das Verbot des Verkehrs mit Lastkraftwagen bei Nacht bleibt auch nach dem 16. Juni noch in Kraft.
Witten, 14. Juni. Das Kriegsgericht verurteilte 36 Schutzpolizeibeamte, darunter einen Polizeileutnant und mehrere Wachtmeister, die mit falschen Pässen den Versuch gemacht hatten, von Schwerte aus in das besetzte Gebiet einzudringen, um bei der Bekämpfung der kommunistischen Unruhen in Hörde mitzuwirken, zu 1 Jahr Gefängnis.
Es steht aber fest, daß es sich um die Austragung einer rein persönlichen Angelegenheit und nicht etwa um einen nationalistischen Anschlag handelt.
Hebet die Vorgänge in der Nacht zum Montag werden immer krasiere Einzelheiten bekannt. Aus allen Zeugenaussagen über die Schießereien der Franzosen geht hervor, daß die französischen Patrouillen sämtliche Leute, die noch nach 9 Uhr au» Unkenntnis der Verkehrssperre auf der Straße waren, einfach beschaffen. Ferner wurden, wie viele Leute übereinstimmend aussagen, die "estgenommenen Zivilpersonen mit Reitpeitschen, Fußtritten und Kolbenschlägen übel zugerichtet, ogar die Leick>en wurden von den Franzosen mit Fußtritten traktiert. Auch in den französischen Arrestlokalen sollen die Verhafteten weiter schwer mißhandelt worden sein.
Dortmund, 14. Juni. Während der Nacht beschlagnahmten die Franzosen in der Reichsbank 50 Milliarden Mark.
An der Bahnüberführung Herne-Bauken ist gestern gegen 11 Uhr abends ein französischer Posten erschossen worden. Als angeblicher Täter ist der Bergmann Stellmann von den Franzosen verhaftet worden. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
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>urch die Gemeinde Ebersweier gezogen sind, »M jte Tat zu vollenden. Der Generalkommandanb des Brückenköpfe» Kehl hat deshalb folgend« Sankt tionen angeordnet: 1. Die Bürgermeister bei Gee meinden Windschläg und Ebersweier werden ve« haftet. 2. Die Ausbesserung des entstandenen Schadens hat auf Kosten der Gemeinde Windschläg und durch die Bewohner diese» Ortes selbst als Frondienst zu erfolgen. 3. Eine Geldstrafe von 10 Millionen Mark wird der Gemeinde Windschläg und eine solche von 5 Millionen der Gemeinde Ebersweier auferlegt. 4. Bis zu einem weiteren Befehl, mindestens aber bis zur Regelung der Geldstrafe und Wiedergutmachung de» Schaden» darf a) keil» Bewohner der Gemeinden Windschläg und Ebers« weier von 7 Uhr abends bis 6 Uhr morgens feine Wohnung verlassen, b) der Verkehr sämtlicher Beförderungsmittel, Fahrräder, Motorräder usw, auf der Landstraße Appenweier—Offenburg ist während desselben Zeitraums verboten.
Wiesbaden, 14. Juni. Die an der Eisenbahnstrecke Niedernhausen—Idstein—Wörsdorf gelegenen Eisenbahnerwohnungen mußten, wie die „Neue Wiesb. Ztg." meldet, auf Befehl der Be- ätzungsorgane geräumt werden.
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Die Berurteilung des Ingenieur« Paul Goerges.
Französische Quellen melden, wie gestern bereit» mitgeteilt, daß der Ingenieur der Badischen Anilin» und Sodafabrik Paul Eoerges am 13. Juni vom französischen Kriegsgericht in Mainz wegen angeblicher Sabotage zum Tode verurteilt worden ist. Das ist ein Mord, wie er schrecklicher nicht gedacht werden kann, wie sich aus nachstehenden zuverläst sigen Informationen ergibt, die wir den „Frankfurter Nachr." entnehmen: Paul Goerges wurde' 1898 in Hundisburg, Kreis Haldensleben bet Magdeburg geboren. Im Dezember 1914 trat et als Kriegsfrei williger ins Heer ein. Beim Passieren der Rheinbrücke wurde Goerges von den Franzosen angehalten, durchsucht und man fand bei ihm eine Pistole Wegen dieses verbotenen Waffenbesitze« wurde er verhaftet und zur französischen Gendarmerie gebracht. Dort wurde er verhört und nachdem Nachrichten von Eisenbahnunglücken in der Pfalz einliefen, die die Franzosen sofort als Sabotageakte bezeichneten, wurde er von diesen als Täter und Anstifter erklärt. Es folgte dann ein achtstündiges Verhör, desien Form vollständig der mittelalterlichen Folter glich. Mit Reitpeitsche«, Fußtritte«, Faustschlägen usw. wurde er so lauge behandelt, bis er endlich, um de« furchtbare« Quäle« z» entgehe«, etwas gestand, von dem er gar «icht» wußte. Schon der ruhige und zurückhaltende Eha» rakter des E. läßt die französische Behauptung, et habe sich mit Sabotageakten gebrüstet, unbedingt als unwahr erscheinen. Goerges litt in Mainz unter schweren seelischen Depressionen, die durch die furchtbaren Quälereien hervorgerufen worden waren. Er unternahm mehrere Selbstmordversuche, di« abe» sämtlich fedlschlugen.
Was sagt die Welt zu diesem neuen Justizmord» desien Voruntersuchung und Form in die schlimmsten Zeiten des Mittelalters gehört? Et« Geständnis, erpreßt durch maßlose Folterqualen, dient« de» Kriegsgericht als Unterlage für ein Todesurteil. Das ist ein Faustschlag ins Gesicht jedes rechtlich denkenden Menschen. Das Todesurteil wird in detz nächsten Tagen vollstreckt.
Di« englische« Plaue.
London, 14. Juni. Laut „Times" setzte die bntische •tegierung gestern ihre Untersuchungen über t* nächsten 'Möglichkeiten der sehr heiklen europäische« Lage sott
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Sabotageakte.
Karlsruhe, 14. Juni. Die badische Polizei verhaftete in den letzten Tagen in drei Fällen Personen, die au» München und Norddeutschland nach Baden gekommen waren, um im besetzten Gebiet Eisenbahnsprengungen oder sonstige Sabotageakte vorzunehmen. Dies muß als sinnloses und törichtes Beginnen bezeichnet werden, denn die französischen Verkehrsmaßnahmen werden dadurch so gut wie gar nicht behindert, dagegen aber muß die deutsche Bevölkerung in den Einbruchs- gebieten unter den französischen Represialien umso mehr leiden.
Offenburg, 14. Juni. Heute nacht %3 Uhr wurde ein Schienenstrang der Eisenbahnanlage an Bahnhof Windschläg von Unbekannten ge- sprengt. Im Ort Windschläg herrscht große Aufregung.
Offenburg, 14. Juni. Die französische Be- satzungsbehörde gibt folgenden Befehl bekannt: Ein Sabotageatt ist in der Nacht vom 13. zum 14. Juni auf der Eisenbahnstreck« Appenweier—Offenburg in der Gemarkung bet Gemeind« Windschläg vorübt
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Berlin, 14. Juni. Wie das „B. T." meldet, wird die deutsche Regierung wegen der Vorgänge in Dortmund eine Protestnote an Frankreich richten. Die Note werde voraussichtlich bereits heute der französischen Regierung übermittelt werden. Ferner hat die deutsche Regierung alle ihr möglichen Schritte eingeleitet, um die Vollstreckung des Urteils gegen den Landwirtschfatslehrer der Badischen Anilin- und Codafabrik, Goerges, zu verhindern.
WWiim In MwMdn SÄoritat.
Wie die Blätter aus Dortmund melden, ergab die Untersuchung von deutscher Seite über die Erschießung der beiden französischen Feldwebel am Samstag abend folgende» Bild: Am Samstag abend trafen die beiden Franzosen mtt dem früheren Oberwachtmeister der Schutzpolizei, Bolduan, zusammen. Dieser war schon vorher verschiedentlich mit Franzosen in Konflikt geraten. Der Grund hierfür soll seine Frau fein, eine übel beleumdete Person, mit der er in Scheidung liegt Sie soll mit einem der beiden Franzosen in Verkehr gestanden haben. An dem betreffenden Abend soll Bolduan von den Franzosen angerempelt und vom Bürger st eigge stoßen worden sein. Nach heftigem Wortwechsel schoß Bolduan, nachdem die Franzosen dieSchußwaffenaufihngerich- tet halten, auf beide. Am Montag wurde er von den Franzosen, die ihn auf der Flucht
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etter Verhandlungen finden, die die großen Linien de? stanzösischen Programms respektiere, wenn Millerand tersönlich auf die französische Politik rinwirke MrUerand habe besingen Brüssel an die übernommene Verpflichtung «rattert unb gleichzeitig auf den Quai d'Orsay einen ibruck ausgeübt. Das Blatt glaubt teststellen zu 15 «en, daß man in Paris endlich beginne, zu begreifen, daß
kegierungserklärung im Parlament Die Verschiedenheit ta Ansichten der Londoner und der Par ifer Re- sterung sei in einigen Punkten so daß ein Einver« «hmen so weit entfernt scheine wie nur je. Der „Daily hkrald" schreibt: Poinearö behandele Baldwin ebenso, die er Lloyd George in Boulogne am Vorabend ter Genueser Konferenz behandelt habe. Lloyd George stbe damals kapituliert: er habe seine Politik den ß-rderungen Poincares angepaßt unb habe so jede Hoff» Jung aus eine Regelung zum Scheitern gebracht. Las wird Baldwin tun? Die Entwicklung der west-
: Immerhin melden di? Blätter übereinstimmend, die Mfgabe des passiven Widerstandes bedingungslos zu ludern. Eine völlige Unterwerfung Englands wäre -temuach nicht zu erwarten. Dem parlamentarischen Be-
Wie bereits gestern gemeldet, ist dem Ser»
IlitoiS Frankreichs und Englands eine wesentliche Ent- w#nung eingetreten. Die Ausführungen von Havas Er den Kabinettsrat sind in der Tat falsch gewesen. 5t beiden Länder wollen sich verstehen, uatürllch auf Zfere Kosten. Wir haben die härtere Tonart Englands M vornherein nicht für ernst genommen. Wie aus Paris Meldet wird, haben beide Länder etwas nachgegebeu. SjincarS ist letzt ausdrücklich bereit, ReparationAbe- Mchungen mit den Alliierten sogleich aufzunehmen, nur Ist der Einschränkung, daß diese Aussprache nicht sogleich [ei einer Konferenz, sondern nur erst auf diplomatischem [Hege und in Beratungen der alliierten Sachverständigen Mnet werden sollen. Entgegenkommen zeige er jetzt Zch in der Frage des passiven Widerstandes. Es fei hi so gut wie sicher, daß Frankreich nicht mehr auf tet bedingungslosen Kapitulation Deutschlands bestehe. Anter scheine Frankreich unter belgischem Einfluß auf den Mn zur direkten Ausbeutung des Ruhrgebiets verzichtet
Die in der letzten ftanzösischen Note gemachten Vorschläge wurden sorgfältig in allen ihren Auswirkungen erwogen und zugteich wurden die belgischen Vorschläge für die Regelung der wittschaftlichen und finanziellen Problems der Reparationen im Zusammenhang mit den deutschen unb auch den britischen Plänen geprüft. Für den Augenblick stehe jedoch die politische Seite der Lage im Vordergrund. Man werde den Versuch nicht unversucht lassen. umdieenge sreundschaftlich« Fühlung mit Frankreich aufrechtzuerhalten. Das Hauptziel sei, eine Uebereinkunft darin zu erreichen, die es ermöglichte, daß eine Mlliertenkonferen, wenigstens präliminären Charakters so bald wie möglich stattfinden könne. Zu diesem Zwecke sei weiterhin Erforschung des Termins und Beseitigung von Möglichkeiten zu Mißver- iändnissen auf dem Wege enger Beratungen nötig Gestern abend stt ein Memorandum an den ftan- -ösischen Botschafter gesandt worden, in bem um genaue Aufklärung über gewisse in der französischen Note aufgeworfene Punkte ersucht werde. Die „Times" selber erklätt dazu: Es kann als sicher angenommen werden, daß die britische Regierung e4 weder für möglich noch für wünschenswert hält, bei der deutschen Regierung die Einstellung des passiven Widerstände« im Ruhrgebiet anzuregen. Ihre Hauptsorge ist die. einen erfolg friedlicher Verhandlungen über daS Wirt- chaftsproblem zu sichern. Das Maß bet politischen Aktion muß in der Hauptsache burch die dringend notwendige Förderung dieses Zieles bestimmt werden Möglicherweise wird mit Hilfe neuer Vorschläge cin Ausweg aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten ent- deckt werden, auf dem dann auch das Ziel allgemeiner Verhandlungen erreicht werden könnte.
London, 14. Juni. Die parlamentarische Fraktion der Arbeiterpartei hat eine Resolution angenommen, die besagt, daß daS letzte deutsche Angebot eine solide Grundlage für Verhandlungen darstelle. Die Resolution bring, darauf, daß die Regierung gegen Forderungen auf de- Hut sein möge, die darauf hinausliefcn, daß einer der Beteiligten bcknngungsloS kapitulieren soll.
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*t «.* | London, 14. Juni. Lord Eurzon hat gestern, •ie bereits gemeldet, dem hiesigen französischen Bot» tzafter eine Denkschrift übersandt, in der er alle Ge- ßchtspunkte aus der Reparationsfrage und dem stuhrkonflikt aufzahlt, über die die englische Regierung eine genaue Darlegung des französischen Standpunktes zu erhalten wünscht. Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegr." zählt He folgenden Fragen aus:
UluU 2. Die Art, in der Frankreich bereit sei, die zur SuliJ^ Jett ausgeübte Besatzungspolitik ans politischem und »irtschaftlichem Gebiet ,u ««der«, we«« eine S«t- span nu ng der Lage eintritt.
S. Wie lange gedenken Fraukreich «ab Belgien ks Ruhrgebiet besetzt z« halte«?
4. Würde die volle Handlungsfteiheit der deutsche« Industrie und Berwaltuug wiederbergestellt
Tatbestand stützt worden. Die erst« Untersuchung hat ergebe«, ba| bi« Attentäter dieses verbrecherische« Anschlag«
»ropäischcn Polifik während der nächsten Jahre hänge tat dieser Entscheidung ab.
t Paris, 14. Juni. Nach einer Information des Jktit Journal" soll Poincar^ trotz gewisser Vorbehalte tat Gedanken einer Sachverständigenbesprechung nicht stftematisch ablehnen, er verlange jedoch, daß dte Befug- »ßst bet Sachverständigen und das Programm ihrer ®e- Mchungen im voraus streng begrenzt werde. Deutsch« bachverständige sollten ausgeschlossen bleiben. Das Blall staubt, daß eine internationale Konferenz zur endgültigen fcfung des Reparationsproblems vor Ende Juli nicht
Frage komme. '
I Unter Vorbehalt teilt „Ere Nouvelle" mit, baß bet fenig der Belgier Millerand versprochen habe. Groß- kitannien werde eine Formel zur Einleitung internatio-
Wb W die TtthavMge» mit teM <
Danzig, 14. Juni. Dte vor 2 Tagen begonnenen Verhandlungen zwischen toi« jtget und poknischen! Sachverftchndige«, betreffend die am 12. Dezember 1922 ergangen» Entscheidung deS OberkommtflarS des BSllerbundeS tust der Angelegenhett der polnischen Stsenbahndtrektto« Danzig wurden gestern nachmittag von polnische»' Sette abgebrochen. Im Lause der Verhandlungen wurden von Danziger Seite nochmals vielfache Klagen erhoben über den Bettieb der polnficheT Eisenbahn, dte in erster Linie auf dte den Danzige« Interessen nicht genügend Rechnung tragende und umfangreiche Organisation der Danziger Eisenbahn-! btrefttott zurück,uführen seien. SS wurde »nnLchst, von der polnischen Delegation ein Vorschlag tut Sv» örtetung gestellt, der indessen nach Danziger «nstchtz zur Behebung der hervorgetretenen MißftSnde kein» genügende Garantie bot. Ei« daraufhin dm» Danziger Bette gemachter Vorschlag gelangte ntchtz zur Erörterung, da die polnischen SachverstLndigM ihm auS grundsötzlichen Erwägungen nicht nLye» treten zu können glaubten. Dte betberfetrigen Sackte verständigen werden nunmehr an tote Regierungen berichten, die sich über die Fortsetzung der Derhanta lungen zu entschließen habe« werden.
Unb es bricht wie Flut über di« Dämm» Deutscher Siehe lohnend« Kraft, Volk an der Ruhr, Stamm aller Stämme, Das uns rin einiges Deutschland schafft.
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