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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberheffei.

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Paris, 8. Juni. Havas teilt mit, daß die Botfchasterkonferenz nach mehrfachen vergeblich von ihr unternommneen Schritten gestern einmütig be*

Berlin, S.. Juni. Der Vorsitzende der Deutsch, nationalen Volkspariei. Adg. Hergt, yat beute vor­mittag vor den Landesverbänden Berlin und Pots­dam 2 eine Erklärung tut längsten deutschen Note ab­gegeben, die der .Lokanzeiger" als unzweifelhaft par- rciprogrammaiisch anspricht. Hergt kommt zu dem Schluß daß die Deutschnationalen daS Memorandum un ganzen nicht gutdeißen könnten; indessen würde diese Ablehnung nicht der Ueberyang zur grundfätz- lieben entschiedenen Opposition gegenüber der Reichs- regierung bedeuten. Nicht nur, so führte Hergt auS, daß wir loyal die inneren Schwierigkeiten der Regie­rung würdigen, wir fühlen uns vielmehr auch auS vaterländischen Gründen verpflichtet, solange die letz­ten Würfel nicht gefallen sind, und die Regierung noch im Kampfe steht, ihr In diesem Augenblick nicht förm­lich aufzusagen. Wir lassen aber keinen Zweifel da- rüber, daß es jetzt heißen muß: Bis hierher und nicht weiter!

Die Erwartung, daß die neue Note oder wie es heißt das Memorandum, also die Erläuterung und krgänzung zu der Note vom 2. Mai zum mindesten ,-cht demselben glattablehnenden Schicksal, wie der eiste Vorschlag verfallen könnte, hat sich bis jetzt be- ßStigt. Wir können auf der Gegenseite zwei Grup- ,en wahrnehmen, die eine bildet England und Italien, die der Meinung find, daß der neue Vor­schlag der deutschen Regierung eine geeignete Basis

Die ^Odethejsssche Zeitung" triebe tut Sechsmal wöchentlich. Bezugspreis meeatli» 6000 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummern infolge Streits öfter elementarer (Eteigniiie fein Erian. Verlag von Dr. T. Hiuerath. Druck der ilnio^Buchdruckerei non 3ob. Äug. stoch, Markt 21,23. Nernivrecher 55, Vost- icheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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herartige gemeinsame Antwort der Ententemächte irb von England und Italien gegenüber dem tuen deutschen Angebot angestrebt.

Die englische Politik strebt danach, das neue deutsche Angebot zur Basis zu nehmen, um zu Ver­handlungen zu kommen, die auf einer großen Kon- skrenz unter Anwesenheit Deutschlands sich voll- ßehen sollte. Freilich macht England einen Vor­behalt, daß es in voller Fühlungnahme mit den kcrbündeten handeln wolle, was, und darüber dür- fcn wir uns keinen Augenblick täuschen, nichts an- heres bedeutet, als daß England bereit wäre, sich -vor mit Frankreich und Belgien nicht nur über die blltiichen Fragen, sondern auch über die gesamte ge- «insamc Einstellung der Entente zu den deutschen Anregungen sich zu einigen. In welche Situation bann wir Deutsche kämen, kann gar keiner Frage »ehr unterliegen.

Der Zweck, den der neue Schritt der Reichs- isflietiintj verfolgt, nämlich einen Schritt vorwärts »f dem Wege zur Lösung der Reparationsfrage zu ks. ist, so scheint es, fürs erste erreicht. Ungeheure kchwierigkeiten find noch zu überwinden, und wir Runen uns völlig klar jein darüber, daß die Epoche ki großen, nicht nur materiellen, sondern auch serliskhen Prüfungen für uns jetzt erst beginnt.

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Die weitere Behandlung.

Paris,». Juni, lleber die weitere Behand- - kng der gestern überreichten deutschen Vorschläge seitens der französischen Regierung schreibt das : Journal des Debats", offenbar beeinflußt: Obschon - *on noch eine Erklärung abgegebene h.be, könne : »an annehmen, daß ein Meinungsaus

Stockholm, 8. Juni. Das deutsche Menwran- dum wird von allen Zeitungen verSffentNcht. .Dagen» Ryheter" schreibt: Der neue deutsche Vorschlag be­deute vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt auS in den wichtigsten Teilen einen großen Fortschritt. Zweifel­los sei dies der richtige Weg zur praftischen Lösung der Schadensersatzfrage. Der Vorschlag der Unter­suchung durch eine internationale Kommission und d'.e angebotenen Garantien müßten unbedingt <d8 Aus­druck für Deutschland? loyale Anerkennung feiner Schadenseriatzpslicht betrachtet werden. Der neue deutsche Vorschlag bilde ein neue» fruchtbringen­des Element in der SchadenSersatzftage. .Soztal- demoftaten", die sozialistische Zeitung, bringt zum Ausdruck, die deutsche Note mache überzeugenden Ein­druck eines norm, entschlossenen Antrages, den Forde­rungen der Alliierten entgegenzukommen, und ent­halte sich dessen, was fttrchtbare ZahlungskonfliNe hervorbringen könne. Die SchadenSersatzftage sei in hohem Grade ein internationales Problem.

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n nun an mit der französisch enuno ' ief zischen Regierung dahin einig re die vorherige Einstellung des kassinenWitrrstandcszu verlangen g London scheine man anzrnehmen, daß die beuU »e Rote hinsichtlich der finanziellen Pfänder gewisse Vorschläge enthalte, die in gewisser Beziehung kchgehelten werden könnten. Jetzt handle es sich : m, festzustellen, rl der belgisch-franzö'

nsche Standpunkt einerseits und der ss britische Standpunkt andererseits Miteinander vereinbar seien. Es sei wahrscheinlich, daß die französische Regierung dem Englischen Kabinett sehr offen bekannt geben werde, sie die Lage aufsasie.

P a r i s, 8. Juni. Der in Brüssel zurückgeblie- *ne Sonderberichterstatter desJournal" meldet Eier die Brüsseler Konferenz noch folgendes: Poin- ^r<? habe, wie Theunis verlangte, anerkannt, daß **1 die nächste deutsche Note eine gemeinsame Ant- *°rt der Alliierten erteilt werden müsse. Er habe erreicht, daß, wenn es dazu kommen sollte, die putsche Note unzweideutig die sofortige Einstellung ^ passiven Widerstandes an der Ruhr ankündigen - ^usie. Desgleichen habe Poincarü durchgesetzt, daß ** Rämung des Ruhrgebiets erst erfolge nachdem

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eingrloben würben. Auch andere Blätter haben ähnlich^ Nachrichten. '

Newyork Time»" hält für bas HauphtiÄerniS nun­mehr den passiven Widerstand und gibt der Auffassung Ausdruck, daß, wenn die Forderung aus seine Einstellung erfüllt wecke, Grund zur Annahme bestehe, daß Frank- reich und Belgien bereit sein würden, sich mit England und Italien auf die Einberufung einer Konferenz »u eini­gen. NurNewhork Tribuns" vertritt den entgegen, gesetzten Standpunkt und beftachtet da» Mewovanduni als ein neue» Beispiel dafür, daß Deutschland seinen Per- Pflichtungen auszuweichen suche.

Italienische Stimme«.

Die einzige Garantie für die nationale Würde.

R 0 m, 8. Juni. Von der Morgenpresse erkennl Nuovo Paese" die geschickte Fassung an. Das Blatt weist auf Frankreichs reinpolitisches Ziel hin und auf sein unnachgiebiges Verharren auf seiner For. derung nach Aufgabe des passiven Widerstandes. Diese Forderung könne Deutschland unmöglich erfüllen, weil der passive Wider, stand die einzige Garantie für die na­tionale Würde Deutschlands sei, zudem die Franzosen trotzdem einen Vorwand suchen würden, um die von Deutschland geforderte Konfe­renz, die England und Italien nicht ablehnen könn« ten, unmöglich zu machen. Jedenfalls werde die deutsche Note, welche geschickt Wirtschaft und Politik trenne, dieKluftzwischenFrankreich und den anderen Verbündeten breiter«.

DerMessagers" sckreibt, das Memorandum sei unklar und sehr oberflächlich. Das Blatt findet die gebotenen Garantien ungenügend und erklärt, es vermisse Angaben über die Pfänder.

R 0 m, 9. Juni. In her gestrigen Sitzung des Se­nats ergriff Ministerpräsident Mussolini das Wort ;« einer Erklärung, in der er die allgemeinen Linie« der italienischen Politik darlegte. Die Zurücksetzung, die Italien erfahren habe, laste noch schwer aus der italienischen Wirtschaft Seit Oktober habe sich die Lage in bemerkenswerter Weise gebessert. Der Zett- pmttt für eine potittsche Aktion allgemeiner Natur sei günstig, die darauf abziele, so rasch tote möglich die politische Lage auf dem Kontingent normal zu gestal­ten. Zn der europäischen Krise, die seit dem Ver­sailler Vertrag von der Reparalionsstage beherrscht wecke, sei die Stellung Italiens in ihren Grunbzüget folgende:

1. Deutschland kann und muß den Betrag bezahlen, der bereits setzt im allgemeinen ausgestellt zu teilt scheint und von den mehreren hundert Miviacken, vo« denen nach Wfchluß des Waffenstillstandes die Red« war, weit entfernt ist.

2. Italien kann feine Abänderungen oder Um­wälzungen territorialer Art dulden, die eine Hege­monie politischer, wirtschaftlicher oder militärischer Art herbeiführen könnten.

3. Italien will feinen Anteil an Opfern trage«, falls das für den Wiederaufbau detz europäische« Wirffchast notwendig sein sollte.

4. Die italienische Regierung beharrt heute mehr al« jemals auf ihrem Standpunkt, daß die Repa­rationsfrage und die Frage der europäifchen inter­alliierten Schulden miteinander in engem Zusammen­hang sieben. Es besteht kein Zweifel darüber, daß die Besetzung deS Ruhrgebiets die Reparattonsstag« außerordentlich verschärft habe.

Deutschland bezahlt habe. Dagegen sei es auf Theu­nis zurückzuführen, daß diese Bezahlung Deutsch­lands auf die ftanzösisch-belgischen Prioritäten be­schränkt worden sei. Die diplomatischen Unterhand­lungen über diese Eventualität zwischen Paris, Lon­don, Rom und Brüssel würden unverzüglich begin­nen. Sicher sei, daß das belgische Kabinett mit gleichzeitiger Unterstützung der öffentlichen Mei­nung in Belgien und des Königs davon habe sich Poincars überzeugt mit großem Eifer die Wie­derherstellung einer Einheitsfront der Alliierten widmen werde. Damit trete die Reparationsfrage in ein neues Stadium.

London, 8. Juni. Der gutunterridjt-te diploma­tische Korrespondent derDaily News" Wil io« Harris sagt, mit Bezug auf die deutsche Note komme eS im Augenblick nicht so sehr daraus an, ob sie Frankreich zu- irickenstelle, was zweifellos nicht der Fall sein wecke, sondern ob sie es England, Italien und Bel­gien ermögliche, eine Konferenz der Alli­ierten einznb erufen, auf der die Gesamtlage ge­prüft wecke. In den maßgebenden Kreisen Englands sei man stets der Auffassung gewesen, daß der deutsche Vorschlag bezüglich unparteiischer Fest­setzung der finanziellen Lci'u"g?fähig'eit Deutschland', wie sie ursprünglich vom amerikanischen Staatssekretär Hughes angeregt war, grundfätzli ch richtig sei, und daß man. wenn Frankreich sich ilnn nicht entjchicken nndersetze, nicht gezögert haben würde, ihn anzunehmen. Nachdem nunmehr der Vorschlag mit einem endgülti­gen Angebot Verschiedener Vermögens­werte als Sicherheit für eine Summe, die etwa andert­halb Milliarden Goldmark jährlich entspr-che, verbunoen wocken sei, würde eine Weigerung darüber zu verhandeln, gleichbedeutend sein mit der Feststellung, daß man in Wirklichkeit keine Lösutig der Reparationslrage wolle.

Die stanzösifche Ablehnung.

Paris, 8. Juni. Das deutsche Memorandum findet in der Negierungs- und rechtsstehenden Presse diejenige Aufnahme, die man nach der Presse­kampagne der letzten Tage erwarten konnte, jedoch würdigt ein Teil der Presse ernst­lich die Vorschläge und findet in ihnen eine Grund­lage zur Diskussion.

.Echo de Pari?' schreibt, Poincare müsse auS atten möglichen Gründen, die man nicht nötig habe, auSein- anderzusetzen, das Dokument, wenn er es gründlich prüfe, zurückwetsen. Aber er werde diese Prüfung garnicht vorneh­men.

.Journal" schreibt, daß niemand im Augenblick hätte glauben können, daß die zweite deutsche Rote befriedigender sein könne als die erste.

.Malin" sagt, man werde aus dem Memorandum den Schluß ziehen, daß Cnno die Fortsetzung der zur Zcit Deutschland gegenüber angewandten Politik wünsche.

Nach dem .Pettt Journal" stelle daS deutsche Me­morandum einen gewissen Fortschritt dar, weil sich der Reichskanzler entschließe, den Alliierten eine Anzahl von Garantien vorzuschlaMN. Aber dieses Angebot werde durch keinen Vorschlag hinstchtlich der Ziffer der deutschen Gesamtschuld unterstützt. Andererseits aber gingen ibm Gedanken und Anregungen voraus, die die französische Regierung sicher nicht als annehm­bar bewachten könne.

Paris, 8. Juni. Im Laufe einer gemeinsamen Sitzung der Senatsausschüsse der Finanzen und der auswärtigen Angelegenheiten beantwortete Mini­sterpräsident Poincarö einen ihm übermittelten Fragebogen über die Rubraktion. Nach dem offi­ziellen Tommuniqu6 gab Ministerprädent Poincarck Auskunft über die Stärke des Besetzungsheeres, über die Anzahl der im Ruhrgebiet beschäftigten Zivil­beamten, über die erzielten Einnahmen an Zöllen, Ausfuhr- und Einfuhrgebühren sowie über die ab­transportierten Kohlen- und Koksmengen. Poin- berichtete auch kurz über die Brüsseler Konfe­renz und dementiertedie Nachricht über Mißverständnisse zwischen der belgischen und der französischen Regierung, von denen einige Blät­ter gesprochen hatten. Auf die deutsche Note ein­gehend erklärte PoincarH die belgische und die fran­zösische Regierung seien darüber einig, keinen deutschen Vorschlag zu prüfen, dem nicht die vollkommene und endgil- tigeEinstellung des pasjivenWider- standesvorangehe.

Die Ansicht in Brüssel.

Paris, 8. Jitni. Der Brüsseler Berichterftatter de .Pellt Parisien" will folgenden Eindruck tu offi­ziellen Greifen über das deutsche Memorandum ge­wonnen haben: Mau stelle fest, daß das Memo- rau dum auS mehreren Gründen ?etne günstige Aufnahme finden könne. Ter dnnpt- sSch'ichste Grund fei, daß die deutfche Regierung über einen wesentlichen Punkt, den die französische und die belgische Regierung im Saufe ihrer Mittwochkonferenz begründet hätte, stumm bleibe. Es fei unmöglich, daß man mit Deutfchland verhandele, f01anae es im Ruhrgebiet de« pasfi-

»ale Antwort nach Paris gerichtet erbe blei6e unsicher. Eine interalli- : irr t e D e >.n a r s ch e s e i n e nur bann m ö g; L* tfc. wenn bie englische Regierung

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b en und aktiv en Wid erstand aufrecht­erhalte und die Ausübung der belgischen Rechte zu behindern sich bemühe, waS schon einer Anzahl belgi­scher Soldaten das Leben gekostet habe. Man erfiäre auch, daß das Verlangen Deutschlands nach einem vierjährigen Moratorium unannehmbar sei und daß man mißtrauisch gegenüber einem Schiedsspruch und dem Konferenzvorschlag sei, WaS mir dazu führen würde, die Fockerungen Belgiens und Frankreichs zu schwächen.

Da» englisch« Urteil.

Landon, 8. Joni. W e Reuter erfährt, wick in amtlichen Kreisen noch immer völlige- Still­schweigen bezüglich desdeutschenAngebotSA- wahrt. ©ne Kabinettssitzung wurde zu heute nicht ein berufen. Es ist sogar möglich, daß die Sitzung, in der die Lage besprochen wick, nicht vor nächster Woche abgehalten wick. Die vorherrschende Meinung geht da- bin, daß die Reparationsfrage so lange unerledigt ge­blieben daß ein Versuch, eine eilige Entschei­dung herbeizuführen, nutzlos und uuklur wäre. Man ist der Meinung, daß zunächst zwischen den Alliierten ein erschöpfender Gedankenaustausch statt- ftnben müsse. Der Schlüssel zu der ganzen Lage liege natürlich in Paris. Der Gedan­kenaustausch mit der französischen Regierung werde vor- anrsschtt th si'->r! eing pitet In der Zwischenzeit wecke das deutsche Memorandum von. den Sachverständigen sorg­fältig geprüft wecken.

L 0 n d 0 u, 9. Ium. Das deutsche M-morandum toi tu auch von der gestngm Ab ndpr-ffse günstig ausgenommen. .Eveinng Standack" hebt hervor, daß den Wünschen Curzons von der Regierung Kuno in sehr angemessener Weise entsprochen wocken fei. Der Finanzkorrespondeni desManchester Euerdian" schlecht, das deutsche Memo randum fei e n «rckgültig s Angebot und schlage enogültigt Garantien vor.

Londo n, 8.Juni. Der übertotegenbe Teil der eng­lischen Presst bereitet dem deutschen Memorandum eine günstige Au fn ahme, g bt stdech der Besorgnis Aus­druck, daß bie französische Regierung das deutsche, Memorandum für ufannebrnbar erklären werde. Ausgesprochen kritisch g g nüber den deutschen Vorschlägen Verhalten sich nurDaily Mail" unbDaily Expreß!". Sogar die bochkons-rvative Morning Post", die das deutsche Memorandum als eine Rechtfertigung der Polftik Poierares und der Ruhrbesetz­ung ansieht, nennt das deutsche Angebot, bei allen gegen einzelne Punkte gerichteten ©ntoeudungen eine große Verbesserung g genüber der vorhergehenden Note. Dis Blatt hebt hervor, daß das dmtsche Memorandum einen Versuch der fReg erung darstelle, dir Mängel zu beheben und die Lücken auszusüll n. gegen d e Lord Curzon Ein­wand erhoben habe. In der Frage der Garan­tien mache die deutsche Note einen gro­ßen Schritt vorwärts. DieMorning Post" sieht in dem deutschen Memorandum eine mögliche Grundlage für Erörterungen der Alli 1 ep- ten in ihrer Gesamtheft, und eine solche Vereinigung fei sehr wünschenswert und tatsächlich eine Notwendigkeit, wenn der Frieden in der Well wtederhergestellt werden solle.

DieT imes" bezeichnet in ihrem Leitartikel das neue deutsche Memorandum als das Ergebnis der Initiative der britischen Regierung, zweistllos vereint mit dem belgisch-französischen Druck im Ruhrg-bstt. Taherruhe auf England eine ganz besondere Verant­wortlichkeit, die deutsche Note voll und angemessen! zu erwägen. Sowohl der Form wie dem Inhalt nach stelle das Dokument einen großen Fortschritt gegenüber der Note vom 2. Mai dar. Das Memorandum stelle tatsächlich das letzte Wort der dnrtschen Regierung in dem Sinne dar, daß seine Verwerfung fast sicher zur Ausgabe jeden weiteren Versuchs dieser Art führen werde und zum politischen und sozialen Chaos in Teutsch- land, welches die Hoffnung auf Erzielung irgend einer tvesentlichen Rrparationssirmme endgültig außerhalb der Grenze deS Möglichen stellen würde. Aus diesem Grunde müsst sie auf die Wel.Meinung einen günstigeren Eindruck machen als jedes andere deutsche Dokument überdieseFrage. Es feien Anzeichen vorhanden, daß Frankreich nicht willens sei. dem Memo­randum eine ernstliche Erwägung zu schenken, weil es die Unbeding tfreit der Aufgabe deS passi­ven Widerstandes im Ruhrgebiet vermisse. Ties erscheine auch angemessen. Glücklicherweise scheine eine geringe Aeuderung in der französi­schen Ansicht über die Ruhroperation tingetrrten zu sein. Wenn dieser Wcchstl von Taner fei und Cuno seinerseits Sabotage verwerft, so tonne mit Zuversicht erklärt werden, daß England warm für bie An­wesenheit Deutschlands auf der Konferenz emtrete, die die endgültige Regelung des Problem- zum Zweck hab«.

Amerikas Ansicht.

Newyork, 8.Juni. Wie dasJournal of Com- nterce" aus Washington erfährt, wick die neue deutsch' Note in amtlichen Steifen als ein deutlicher Fort- schritt gegenüber allem angefefren, was Deutschland bis­her ungebeten habe. Man fei der Ansicht, daß der Vor­schlag einer Konferenz geeignet sei, ffie Grundlage für Verhandlungen zu bilden, die letzten Endes in eine Verständigung ansmünden würden. Obwohl berichtet wecken könne, daß hohe Regiernngskreist der Ansicht feien, daß die Rote einen Hoffnungsstrahl darstelle, bestehe doch kein Anzeichen dafür, daß die Vereinigten Staaten auf der vorgefchlagenen Konfe­renz vertreten zu sein wünschten, es fei denn, daß sie von den Alliierten ausdrücklich zur Teilnahme

tzuckschen Zahlungen erflärt wird.

Unb hier finb auch schon bie Klippen gekenn­zeichnet, bie bei bet weiteren Erörterung bet Dinge tie Wege stehen. In französischen politischen Krei- . . ßn icheint man bie Absicht zu haben, ber beutschen , Regierung bahingehenbe Fragen zu unterbreiten, ctschast» zhe sich Frankreich bazu entschließt, eine gemeinsame

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