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Einsetzung eines Uutersuchnngsansschusses

Verwaltung des Taargebiets.

Ueber den Inhalt

es erhalten hätte, wenn die Ruhrbesetzung nicht folgt wäre.

den Krieg zu errichten. Es gibt nur einen Damm gegen den Krieg, das ist en ergischer Wider- stand gegen französische Unterdrückungssucht. Den will oder kann England aber nicht aufbringen.

Politik mehr Rückgrat erhalten weiche als währeck der letzten 6 Monate.Observer" erklärt, vor Baldwin eröffne sich eine der größten Gelegenheiten, die sich je einem Staatsmann mit einer Nation hinter ihm geboten habe. Jedes Land fühle, baß die nächsten Wochen einen neuen Versuch einleiten müßten, um aus dem Chaos herauszukommen. Die deutsche Regierung wisse, daß sie eine ernstliche Anstrengung unternehmen müsse, um zu einer R gelung zu gelang n. Die Franzosen be­gännen ttnzusihen, daß Bajonette wirtschaftliche Prob­leme nicht lösen könnten. Die belgische Regierung wünsche endgültig eine Regelung und Italien nicht weniger. Das Ruhrunternehmen habe von Anfang bis zu Ende bestan­den aus zweckloser Gewalt und blinder Tyrannei, wie es

wie er«

Paris, 3. Juni. Bei der heutige« Einweihung des Denkmals für den ermordeten JaurtS in Parum; ergriff Anatole France das Wort. Er verurteilt« die Rnhrbesctzung und erklärte, er sei überzeugt davon, daß eine feste und friedliche Aktion ebenso wirkungs­voll gewesen wi're, und daß im übrigen die Wieder­aufnahme der Geschäfte mit einem benachbarten Dolle dem französtschen Volke in sicherer Form Wohlstand bereit haben würde. NamenS der belgischen Sozia­listen sprach Vandervelde, der auch den Grutz der \e» zialisttschen Internationale überbrachte.

für die

Sie km is Den Wem Gebieten.

Heidelberg, 2. Znnt. Der Vorstand und der erweiterte Verbandrausschuh des Allgem. Eisen­bahnerverbandes haben einstimmig eine Entschlie­ßung angenommen, in der sie es nach Würdigung des bisherigen Verlaufs t>er Abwehraktton im Westen für eine unabweisbare Pflicht erklären, gegen die waffenführende Gewalt nach wie vor un­erschütterlich für da» gesunde Menschenrecht einzu- treten.

Berlin, 3. Juni. Den Blättern zufolge wird die Paßkontrolle von den Franzosen von Tag zu Tag schärfer gehandhabt. Neuerdings verlange« französisch« Patrouillen auf den Straßen der Städte des besetzten Gebiete» die Personalausweise. Per­sonen, die ohne Ausweis angettoffen werden, wer­de« verhaftet.

Mainz, 2. Zimt. Die Nheinlandkommissio« hat in der Zett vom 26. bi» 28. Mat 1384 neue

DieOberhesststbe Zeitung- erichemt sechsmal wöchentlich. Seinjspteis Monatlich 4800 Bit mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Rummeru «folgt Streits ooer elementarer Ereignisse lein Ersatz. Verlag non Dr. E. Hitzeroth. Druck der llniv.-Buchdruckerei von 2ob. Äug. «och, Markt 2123. Fernsprecher 55, Post­scheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

London, 3. Juni.Sundah Times" undOb- server" heben in ausführlichen Artikeln die Notwendig­keit einer unterschiedlichen Regelung der Ruhr- und der Reparationsfrage durch die neue britische Regierung hervor.Sunday Times" schreibt, wenn eine euro­päische Katastrophe abgewendet wecken solle, so müsse eine rationelle Regelung in Deutschland erzieft wecken. Es besteht ein starker Glaube, daß unter Baldioin die britische

Die »elgtsch-fraazSsische Zusammenkunft

Paris, 3. Juni. Wie Havas mitteilt, wird Poin- eare am Mittwoch vormittag in Begleitung des Ft- nanzministers de Lasteyrie und des Ministers für öffentliche Arbeiten Le Trocquer zu Besprechungen mit den belgischen Ministern nach Brüste! reisen. Er werde Donnerstag vormittag wieder in Paris eintres- fen. Nach den Morgenblättern reist auch der Direktor am Quai d'Orsay, Perrettt de la Rocca, mit. Nach dem Brüsteler Korrespondenten deSEcho de Patts­wecken außer General Deaoutte und französischen Oberkonnntstar in den Rbeinlanden Tirack auch der belgische Oberkommistar Rolltn-Jacguemyns und der belgische Generalftabschef General Maglinse an den Veckandlungen tetlnehmen.

Paris, 3. Juni. Havas bestätigt die gestrige Feststellung deSTemvs", daß der englische Premier­minister Potncarä noch nicht von seinem Wunsche un- tcckichttt habe, sich nach den Brüsteler französisch-bel­gischen Verhandlungen mit ihm in PattS über die Regelung der Reparationsfrage zu besprechen. Selbst- vcrftändlich, so fügt Havas hinzu, werde sich der fran­zösische Ministerpräsident gern zu dieser Zusammen­kunft berettftnden.

London, 4. Juni.Sunday Times" hat auf An- ckge in Chequers von dem Sekretär des Premierministers den Bescheid erhalten, daß bie Pattser Meldung, wonach Baldwinbereit sein würde, nach der Brüsseler Konferenz nach Paris zu gehen, um di- Reparationsfrage zu erörtern, vorausgesetzt, daß ein solcher Besuch positive Ergeb­nisse haben würde", vollkommen unbegründet ist.

Mr MM« in FrMrelch.

Sogenannte Camelots du Roi, c^e Royalisten und soM't Monarchisten, haben verschiedene fmnzösische Poli­tiker überfallen und düsen böse mitgespielt. Das hat zu einer heftigen Aussprache in bet französischen Kammer Anlaß gegeben, wobei der Minister des Innern Ent­hüllungen über eine große Verschwörung machte, der man in Frankreich auf die Spur gekommen sei. Nach Mitteilungen desJournal" liegen den Er­klärungen des Ministers wichtige Schriftstücke zu Grunife, die man bei einer Haussuchung entdeckt hat. Sie sollen einen in alle Einzelheiten auSgearbeiten Pka» einer royalistischen Verschwörung mit zahlreichen Namen angesehener Persönlichkeiten in der Provinz enthalte» und eine west verbreitete Organisation erkennen lassen.

Zu der Erklärung des Innenministers Maunoury in der Angelegenheit der royalistischen Agitation bemerkt Havas, die Angelegenheit selbst sowie die Verhaftung bet Attentäter seien in den Wandelgängen der Kammer viÄ besprochen worden. In gewöhnlich gut unterrichtete» politischen Kreisen habe man gestern Abend versichert, daß der Innenminister zu seiner Erklärung durch das Verhör sowie durch die aÄbald nach der Verhaftung bei Angreifers des Abgeordneten Moutet vorgenommene poli­zeiliche Untersuchung veranlaßt worden sei. Diese habe i» der Wohnung des Deschuldigten wichtige Doku­mente von ausgesprochen aufrührettschem Charakter zu­tage geföckett. ES handle sich hiernach um eKe wyo- listische Agitation unb in diesen Dokumenten sei auch die Entsendung einer großen Anzahl Camelots du Roi" in die Provinzstckte vorgesehen. Die royalistischen Haupt« Persönlichkeiten, die sich an dieser Unternehmung be­teiligen sollten, seien in einer Liste verzeichnet getoefn, die beschlagnahmt worden fei. Ob die darin angeführte» Persönlichkeiten an der beabsichtigten Unternehmung teil» nehmen wollten und welche Tragweite und welchen Charakter diese Unternehmung besitzen sollte, werd» natürlich die Gerichtsbehörde festzustellen haben.

in der modernen Geschichte Europas in Friedenszeiten beispiellos sei. Frankreich wecke nie soviel erhalten.

Marburg

Mmtag, Den 4.3sni

Brach »oud

Sonderfrieden abzuschließen. ES hat sich den Versailles, Vertrag nicht zu eigen gemacht. ES glaubte, daß, nach­dem es fein Schwert auf eine Schale bet enropÄscheutz Wage gefegt und dazu beigetragen hatte, daß sie stq dem Rechte zuneigte, sich nicht länger mehr zu eng an die bewegte Politik einer alten West anhängen zu BfirfaC Es hat sich zurückgezogen ohne uns seine alte FreunbU schäft zu entziehen. Poincave kam, nach einem län­geren Hinweis auf die Teilnahme der amettkauischen Bot­schaft an bet Pasteurseier in Straßburg und einer bo beutungsvollen Unterstreichung, daß die dott anwesrüden schwarzen Truppen den amettkauischen Gelehrten Gelegen­heit gegeben hätten,. sich von ihrer Disziplin zu über­zeugen, auf die Ruhrbesetzung zu sprechen. Er sagte-. Amettka habe die gegen die schwarzen Truppen geschleov betten perfiden Anklagen, diese schamlosen Dumm- httten, von sich gewiesen, und als Frankreich in das Ruhr­gebiet ttnmarfchiett fei, habe es nicht einen Augenblick ge­glaubt, daß es Eroberungen machen wolle.

Nach der Denkmalsenthüllung in Chaumont fand ein Festmahl statt, in dessen Verlauf der Präsident bet Repu­blik, Millerand, eine Rede hielt. Wenn Frankrttch tm Ruhrgebiet stehe, erllärte er, so sei es nut die JlloyaÄtÄ Deutschlands, die es nach dott gebracht habe. ES beiße bewußt die Absichten und das Vorgehen Frankrttchs ent­stellen, wenn man die Ruhtaktion auf EroberungS- «nd Rachgelüste zutückführe. Die Wahrhttt fei einfach, Frank­reich wolle, daß der Besiegte, nachdem er den Krieg entfesselt, feine Verpflichtungen erfülle und feint Ver­brechen (?) wicker gut mache. Frankreich fei entschlösse^ und wecke nicht weichen, wttl es sich auf die Gerechte g- ieit () stütze u. s. f. Alles berechner für amerikanische Ohren. ' :

DerDamm gegen de« Krieg".

London, 2.Juni. Lock Robe rt Cecil erklätte in Cc Versammlung des Verbandes der englisch sprecherr- Länder über feine Eindrücke bei seinem letzten Besuch ^oen SSereinigten Staaten, Amerika zwttfle daran, daß » europäischen Staaten wirllich beabsichtigten, den Ftte- . !u wahren. Cecil drückte die Hoffnung aus, daß, bevor spät sei, Großbritannien und Amerika vereinigen würden, um eine« Damm gegen

Em 5oornßtt Wws an Knolonh.

Paris, 2. Juni. Von den Morgenblättern wird gemeldet, daß das Pariser Kabinett gestern durch Ver­mittlung des französischen Gesandten in London dem Fvreign Office eine nähere Erklärung über feine Auf­fassung der Saar-Angcllg'nheit übermitteln ließ. Poin- cacc vertritt den Standpunkt, daß die englische Regierung juristisch unberechtigt" fei. eine internationale Unter» smlungskvmmisfion über die Saar-Angel-genhsit ein­zusetzen. Die englische Regierung soll eine versöhnliche Antwort gegeben' und crklätt haben, daß sie sich auf Grund der am 10. Mai im Unterhaus stattgefundenen Debatte zu ihrem Schritt verpflichtet fühlle.

Parts, 3. Juni. Wie Havas mttteilt, beantwor­tete Polncate das engtiiÄe Memorandum über die

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Satz 50*/. «usichlag. C ** ------------ " ----- ------ 1

der Note erklärt Havas, man könne sich, selbst wenn man den Wortlaut nicht kenne, ihren Gedankcngang unschwer vorstellen. Die französische Regierung be­streite zunächst den rechtmäßigen Charakter des ln London geforderten Verfahrens, da dieses nach ihrer Ansicht gegen Attitel 46 des Versailler Vertrages ver­stoße, der Frankreich volle Freiheit der Ausnutzung und des Betriebes der Bergwerke granttere. Für die ftanzösische Regierung könne die Regierungskom- mission im Saargebiet nicht der Kontrolle des Völker­bundes unterstellt werden. Die Notverordnung vom 7. März sei ihr zufolge vollkommen rechtsgültig. Im übrigen könne der Völkerbundsrat, der auf seiner letten Tagung vor einigen Wochen erst noch einmal der klugen Verwaltung der Rcgierungskommission Anettennung zollte, heute nicht auf ttnmal die Ver­waltung der Regierungskontinission tadeln, ohne gleichzeitig seiner eigenen Autotttät als unparteiische Körperschaft Einttag zu tun. Im übttgen werde der englische Protest alsbald gegenstandslos werden, da die von der Kommission angeordneten Ausnahmebe­stimmungen bis aus weiteres aufgehoben wecken Hierfür wird, wie bereits gemeldet, nur der Beschluß der Plenarsitzung der Kommission av - gewartet, die sich durch die Abwesenheit der kana­dischen Delegienen verzögette.

Im Gegensatz zur Havasagentur und den meisten Morgenblättern erklärt der .Matin" die Augelegenhett noch nicht für abgefchloffen. Die offizielle BewttS- sübrung, die von Havas wie votttehend wiedergegeben irird, stößt auf den Widerspruch derOeuvre". Das Blatt schreibt: Frankreich habe kein besonderes Kon­trollrecht und noch weniger das Recht, der RegterungS- kommifston Richtlinien zu geben.

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Das Mm! d« WNilM'lkWiiMkN FkMtzsW.

Die üblichen Phrasen für amerikanische Ohren.

Paris, 3. Juni. Heute wird in Anwesenheit deS amerikanischen Botschafters in Cbmnnoni an der oberen Marne ein Denkmal zu Ehren der sranzösisch- amettkanischen Freundichast errichttt. Millerarck und Poincare wohnen der Feier bei. Gestern abend hielt Millerand in Chaumont im Beisein des amerikanischen Botschafters feine Rede, in der er im Hinblick auf die Besetzung des Ruhrgebietes erklärte, Frankreich Wolle, daß die Regi-ruag b!S zum Ende gehe; eS wolle, daß die restlosen, überreichen und maßlosen Opfer, die ge­bracht worden seien, nicht vergeblich blieben. Wenn dieser Ktteg der letzte sein solle, wie die Toten eS ver­langten, so müßte der Friede auch wirklich ein Fttede sein.

Pari», 3.Juni. In Chaumont sttt Departement Ober-Marne wurde heute fn Anwesenheit des ameri­kanischen Botschafters Herrick nick von Vertretern des amerikanischen Heenes ein Denkmal zur Erinnerung an die amerikanisch-französische Freundschaft enthüllt. Der ameri­kanische Botschafter verlaS eine Botschaft be» PräsLen* ten Harbing, in der dieser die Hoffnung anSsprach, baß die Freundschaft zwischen den Bereinigten Staaten, die aus dem Boden Frankreichs tm Kampfe für bk Frei­heit, erneuert worden fei, dauernd und im Laufe der Jahre verstärken möge. Der Botschafter sagte in seiner Rede, in der er auf die Geschichte der Beteiligung der Bcrenigtr" Staaten an dem .feriege einging, folgendes: Fragen Se die großen Gcneräfe unb bk Offiziere. Ihr Vertrau-n wurde au» dem Glauben geboren, baß sie für die gerechte Sach« kämpfen.

Unsere Führer liefern jetzt die riesenhafte Friedens­chlacht, von der bie künftige Ruhe der SBdt, die Ruhe nicht allein der Siegerläcker, sondern auch der Länder der Besiegten abhängt. Ministerpräsident Poincare sagte: Amettka war durch den Pakt vom September 1914 durchaus nicht gebunden und <S hatte atz» da» Recht« einen

3« Litt.

Der Verlauf der vor uns liegenden Woche wick für die gtitere Gestaltung des deutschen Schicksals von denkbar Mößler Bedeutung feilt. In wenigen Tagen Wick das zatsche Memorandum so wick man es im Gegensatz p der im Mai abgeschickten diplomr.tischen Note nennen Hissen den Ententemächten überreicht werden. Die wrausgegangenen Wochen sind von inneren Spannun- .W nicht ganz frei gewesen. Es bestanden persönliche Schwierigkeiten. bie vor allen Dingen daraus envuchsen, |»B bk sozialdemokratische Reichstagsfraktion an del |trj»n unseres Außenministers Anstoß nimmt und seinen Dritten gegenüber mit Mißtrauen erfüllt ist. Dies« Haltung mag deshalb erklättich fein, wttl Herr V. Rosen- jrrg allerdings von der internationalen Einstellung der koriaDemokratie sehr, sehr tont entfernt ist, sie war «er im vorliegenden Falle ungerechtfertigt, da auch Herr l Stofen berg den entschiedenen Willen hat, unsere biplo- »atische Aktion zu ttnem Erfolg zu führen. Auch sachlich «gaben sich gewisse Reibungsflächen. So willkommen i|c Schritt des Rttchsvcrbandes der deittschen Industrie Mvescn ist und zwar als die erste grundsätzliche Kreitschaftserklärung der deutschen Wittschast zu frei» 1 Mi-en Stiftungen so wenig glücklich war doch, von Idbensächlichkttten abgesehen, die öffentliche Festlegung iti Reichs- und Länder vermögens auf eine Milliarde und Dchr. Es konnte und mußte dadurch der Eindruck er- - «ckt wecken, als sollte die Hauptlast dem Reiche und tat Lockern aufgcbücktt wecken. Die Folge war leider, ki die Gewerkschaften eine Gegenrechnung aufmachten tob so wurde der Gegenseite auf die bequemste Steife das Uaterial zu einer Ueberschätzung der deutschen Gesamt- Wnngsfähigktti geliefert. Wo zwtt sich streiten, freut i sih immer der Dritte. Uck wie so oft, haben wir auch i jfcr dem Auslack es lttcht gemacht, die Rolle des Wenden Zuschauers zu spielen.

t Für die Regierung wurde dadurch eine recht schwie- B(te Lage geschaffen. Das Kabinett Cuno war von teinherttn mit Recht entschlossen, über das Ziffernan- Heot der ersten Note nicht hinauszugehen. Es lag zw.tt Dm Gruck vor, in dem Memorandum auf die Ange- ' «szifser zurückzukommen, aber bie Notweckigkttt, Zah- h zu nennen, ließ sich trotzdem nicht umgehen. Denn Deutschland mußte diesmal ttue Jahreslttstung nennen, fc deren Aufbringung eben Reick und Gefamckirtshast 3 ® Bürge auftreten. Diese Jahresrate spiegelt natür- M auch insofern eine Gesamffumme wieder, als sie die Aus- uck Abtragungsquote darstellt. Der Bttmg von 15 Milliarden, zu dem sich die ^Regierung verstehen 3 tautte, ohne ihrem ersten Angebot untreu zu werben, ist -** tote man offen zugeben muß durch bie Berech­tig des Reichsverbandes der Jckusttte bereits etwas ^teertet worden. Deshalb hat, so sehr der Schritt an k zu begrüßen ist, das Jndusttteang:ckot doch auch nicht Mz unbedenkliche Nebenwirkungen gehabt. Man wi-d W) alledem begrttsen können, daß dfe Regierung Seit Mächte, um alle Rttbungen zu beseitigen und ihr Memo« rum fertigzustellen. Waren doch auch in der Fassung

Garantievorschlages unb in der Frage des fnter« Ationalen Schiedsgerichte- Mttnungsverschichenhttten «ttuglttchen.

i - Die Regierung hat die inneren Schwierigkeiten über- Mucken uck man kann heute sagen, daß ein sachlich wohl Memorandum Vor dem Abschluß steht und «8 ihm eine große parlamentarische Unterstützungs- Wehrheit sicher ist. Es sind dckurch für die diplomatische -W^ion die notweckigen Vorwissitzungen geschaffen toorben. .y bie erwünschte außenpolitische Wirkung zu erzielen. 1*6 hier noch die denkbar größten Schwiettgkeiten vor Mi liegen, wird sich in Deutschlack niemack verhehlen W» scheint zwar, als hätte die Gegenseite, mit AuS- |^r-te Frankrttchs, eine Aufnahmestellung vorhereittt 1* für das deutsche Memorandum günstig ist, denn auch 1 ^Belgien herrscht, wie eS schttnt, ebenso wie in Italien

England, das dringende Verlangen, zu wirtschaftlichen finanziellen Verhandlungen zu kommen, nm dem 5 Mrverbrechen ein Ende zu machen. Es wäre denkbar Ni unter diesen Umständen das deutsche Memorackum * Anknüpfungspunkt für Verhandlungen dienen kann.

könnte auch dann der Fall sttn, wenn die unmftttt- i N* Aufnahme, wie ja wohl zu erwarten ist, unaünffte

sollte. Aber selbst, wenn der Berhacklungsfaden Nter gesponnen wird gerade dann werden die Schwie- . jsfcten sich vor uns auftürmen. In dem Memoran- Nn selbst sind nur diejenigen Punkte berührt, bk un» Mrlbar als Verbandlungsgrucklage in Frage kommen ff RttchSkanzler wick aber daran Innen Zwttfel lassen, ptoir unbedingt an dem Grucksatz des passiven Wider­ndes festhalten müssen uck baß auch die Frage der | ^viung der Ruhr unabänderlich biefelbe bleibt. Es natürlich die Aufgabe der Regierung fein, diese ffNrnng anzumelden uck durchzusetzen, wenn Verband- S*n geführt werden. Daß wir dabei auf WS>er- ffde aller Att stoßen wecken, ist selbstverstäcklich. ^tv'ird der Verhacklungsweg sicher noch mit Hicker- Ack gespickt fein. Aber diese Aussicht braucht uns

zu schrecken, wenn bk Regierung fest bleibt unb 5 p» wir als Volk fest hinter ber Regierung stehen.

Die MWemi De»tMe«h$.

Paris, 3. Juni. Der Brüsseler Korrespondent des Echo be Patts" berichtet zu den bevorstehenden ftan- zösisch-belgischen Besprechungen, das Brüsseler Kabinett stehe auf dem Standpunkt, daß eS diesmal nicht mehr angebracht fein werde, die neuen deutschen Vor­schläge mit einem Plaid«her zu beantworten. Wenn die Vorschläge dieses Mal als unannehmbar befunden würden, so würde man sie nach Ansicht der belgischen Regierung durch Gegenvorschläge bekämpfen müssen, bie so klar uck so praftisch wie möglich sei« müßten. Wenn auch die belgische Regierung, fügt der Korrespondent hinzu, in der Besetzung des Ruhrgebiets ttn Druckmittel erblicke m dem Zweck, das Reparatwns- s-'ktem ins Werk zu sitzen, so bedeute das keineswegs, daß Sie belgische Regierung heute genttgt fei, leichthin da Pfand fahren zu lassen.

Hierzu bemerkt dasEcho be Pari?" aus Gruck ttner ackerwtttigen Information, bei den Brüsseler Besprech­ungen würden die in Patts Übertritten technischen Mentor anden an erster Stelle stehen. Im übrigen werde u.a. über die eckgültige Organisation deS Zoll­systems, über bie Ausga^ ttner neuen Währung, über bie Maßnahmen zur Sicherstellung der Lebens» mittel Versorgung ber besetzten Gebiete, über die Entwicklung ber fr anzö si sch-belgi sch en Eisen­bahn regte, über das Rechnungswesen und über be Verteilung ber beschlagnahmten Vorräte verhandelt lver- den. Mes, was mit dem diplomatischen Vettahren in Zusammenhang stehe, gewinne indes im Augenblick eine ganz besondere Bedeutung. Bis jetzt hätten das Pariser uuö das Brüsseler Kabinett sich über die Aufsteliung von zwei allgemttnen Grundsätzen verständigt. Erstens: die Verhandlungen mit Deutschlack würden solange unan­gebracht fein, als der Wider stau d gegen die P o l i- tikvomll. Januarnichteingestelltsi-i. Zwtt- tens: das Ruhrgebiet wecke nur in unmittelbarem Ver­hältnis zu den gelttsteten Zahlungen geräumt werden. Der zweite Grucksatz fei in ziemlich schwankenden Wen­dungen formuliett wocken. Welches, fragt dasEcho de Patts", wick der Charakter dieser wnhrschttnlich tir/ Reihe von Jahren hickurch auftechterhaltenen Besetzung fein? Wick die Anwesenhttt der Truppen ttnfach die Bedeutung der Ueberwachung uck der bloßen Möglich- kttt haben, wieder zu dem Ausgangspunft vom 11. Jan, zurückzufehren, falls Berlin nicht das ihm vorzuschrtt- decke TrütifizierungSprogramm buchstäblich durchfühtt, ober ist vielmehr darunter zu verstehen, daß wir uns in Essen unb an einigen bedeutenden Punkten festfetzen, von wo sich ber ganze industrielle Mechanis­mus beherrschen läßt, nm von dott aus das System ber Einziehung in die Wege zu leiten, das un3 im schlimmsten Falle für einen Miwmalbetrag bürgt uck uns gestattet, von dem nicht besetzten Deutschlack eine Kontribution zu erzwingen, wobei es Deutschlack fett steht, zu wählen, welches Verfahren man ihm gegenüber einschlagen soll? Es genügt, meint dasEcho be Paris", diese verschieden­artigen Auffassungen anzudeuten, um zu zttgen, daß in vielen Hinsichten Schwankungen nach wie vor möglich feien. Dos Blatt hält cs für wünsiteenswert. das Besprechungen vom 6. Juni nicht unter allen Umständen in den engen Rahmen eines einzigen VeriWzdlüngstages ttngezwängt wecken.