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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marbmg
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Genf, 31. Mar. Der amerikanische Delegierte an der Tagung der Opiumkommission bes Völkerbünde» Porter, Präsident des Auswärtigen Ausschusses des Repräsentantenhauses, erklärte Pressevertretern aus die Frage, ob sein Aufenthalt in Genf als Anzeichen für eine Annäherung Amerikas an den Völkerbund zu betrachten sei, daß die amerikanische Delegation mcht den Auftrag erhalten habe, den Beitritt Amerikas zum Völkerbund zu diskutieren, sondern ausschließlich gekommen sei, um ein Verbot des Opiumhandels außer zu Wissenschaft.
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»Evening Standard" erklärt gestern, tn der Lage zu fein, die Veröffentlichung eines neuen englischen Vorschlags anzuNindtgcn, der den Plan vom Januar abändert. Diese Veröffentlichung steht sehr bald bevor. Baldwin wünsche ein schnelles Abkommen w- wohl über die Reparationen als auch über die Frage der interalliierten Schulden. Der Eintritt Mae Ken- nas in das Kabinett stehe mit dieser Politik nicht im ursächlichen Zusammenhänge. Baldwin werde sein Möglichstes tun, um eine derartige Regelung zu ve- schleunigrn. Das Blatt teilt mit, daß Lord Robert Cecil ebenfalls an diesem Angebot interessiert sei.
London, 31. Mai. Die heutige öffentliche Schlußsitzung deS nationalen und liberalen Verbandes in Buxton befaßte sich u. a. mit der Besetzung des Rnhr- gcbiets. Lady Bonbem Cortor, die Tochter Asquiths und Präsidentin des nationalen und liberalen Verbandes für Frauen, brachte eine Entschließung ein, die die Besetzung des Ruhrgebiets verurteilt und die Lethargie und anscheinende Impotenz der britischen Regierung angesichts dieser ernsten Bedrohung der Interest en der Ration sehr bedauert. Lady Bonham Cartor erklärte: Wir alle sympathisieren mit den französischen Bedürfnissen und teilen die französischen Befürchtungen. Wir bedauern und mißbilligen jedoch die französische Methode. Frankreich hat die rnensch- liche Natur vergessen. Welche Vorteile hat es, die deutschen Rüstungen herabznsetzen, wenn man in jedem deutschen Herzen ein Arsenal erbaut? (Beifall.) Die Entschließung wurde gegen nur eine Stimme angenommen.
London, 31. Mai. Die »Times" fordert in Mein »Die oberste Frage" überschriebenen Leitartikel hic baldigste Regelung der Repara- ziousfrage als Ziel der britischen Politik, da leine Zeit zu verliere» sei. Das Repara- üonsproblem liege fast jedem anderen Problem zu Grnude. Seine finanziellen und kommerziellen Verwicklungen gingen weit über Europa hinaus, fit fortschreitende Verschlechterung tn der wirtschast- fiaicn Lage Deutschlands sei jetzt jedem Auge offen, kundig; selbst französische Beobachter geständen die Msergnts ein, die sie früher nicht empfunden hätten;
iverbe nicht wieder erklärt, daß Deutschlands Geld- tMVl-beil mit seiner wirtschaftlichen Lage nichts zu jm gäbe. Die rasche Entwertung der deutschen Währing habe zu p o l i r i s ch c n und sozialen Unruhen geführt, die möglicherweise von a»stecken- ßer Art sei» könnten. ES stehe nattirkich außer je- lem Zweifel, daß Deutschland leine finanziellen An- rkiegmheiten während eines langen Zeitraums schicht fettet habe, der Versuch, die Mark zu stützen, angesichts der Lage im Ruhrgebiet nur Dlstweiitg Erfolg haben können und es sei schwer, die Pkweggrüude der Untersuchung des Reichstagsaus- jchusscs zu verstehen; denn was könne sich überhaupt Hutes daraus ergeben? Der Ausschuß habe Schritte Plan. nm die Veröffentlichung grundlegender Jnsor- wuionen zu verhindern, die eine Grundlage zur Schätzung der auswärtigen Hilfsquellen der beuticbcn Ksdiislrie vielen würden. Die Befetzung deS Ruhr- ßchjets sei endgültig schädlich für die wirtschaftlichen Amr-ssen Englands, weil sie durch die Desorgani- ftnuic der deutschen Industrie zu der Desorganisie- «tig der internationalen Industrie führe. Frankreich Müsse, um die Fortsetzung seines abenteuerlichen Ex- NrinicutS zu rechtfertigen zeigen, welche Vorteile es stm gebracht habe.
Die „Times" fragt, ob selbst, wenn Deuischlmid Heu passiven Widerstand beende, Frankreich irgend- .ftetche Vorteile haben würde, die es durch eilte Rege-
Marburg
Freitag, dm 1.3m!
Brochmond
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Elberfeld, 31. Mai. Der Polizei ist es 8*/ langen, das Hauptquartier der kommunistischen und: syndikalistischen Verschwörung in Bochum auszu^ leben, wobei die Führer Pforte, Rüdiger und 14 Kommunisten verhaftet wurden. Man ist in den Besitz des gesamten Organisationsmaterials getan« men und außerdem find die Liften der Teilnchmeri und ihre Adressen der Polizei in die Hände gefallen.^ Auf Grund dieser vorgefundenen Listen und ber Adressenmaterials ist sofort von der Bochumer ißo* lizei eine Mitteilung an die Wohnorte der übrige« Teilnehmer gegangen, so daß man in der Lage war/ weitere Verhaftungen vorzunehmen und bei Hau»« nchungen nicht nur Agitationsmaterial, sondern, ruch versteckte Waffen und Sabotage-Sprengstoffe jtT. finden.
Dortmund, 31, Mai. fbi« Dortmunder PoliM verhaftete in einem Baubüro in der Günthcrstrahe achtzig Kommunisten, darunter eine Anzahl Führer der letzte» Unruhen. Die Kommunisten waren meist ittti Revolve^ bewaffnet. ~ M
Nack einer Meldung des „SerL Tageblatts « Dortmund wurden die gestern verhafteten 80 SommitnifhUi während des ganzen Tages vernommen. Eine Anzahl tttl Verhafteten, die schwer belastet sind, wurde sestgehaliri^! während der übrige Teil nach Feststellung bet Perjoimliett? wieder entlassen wurde. i . ; ’l
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Mng des Problems behalten würde, die die Zustimmung der Welt und des Schuldners finde. Es seien Anzeichen vorhanden, vielleicht augenblicklich nur geringe, daß beide Länder bestrebt seien, die Lage zu fccüben, di» für die Welt schädlich sei. Es liege im ~ ...... ‘ ----- Europas
Nom Völkerbund.
Paris, 31. Mai. Einer franrösischen Nachricht n- Ageutur wird, wie btt „Matin" berichtet, aus London gemeldet, in bei Umgebung des Forr'gn Office sei gestern ?lbeud das Gerücht verbreitet gewesen, baß alle dem Völkerbund angehörigen Mächte durch Vermittlung ihrer Vertreter davon unterrichtet worden seien, Gr och» siri tannien werde auf der nächsten Sitzung des B ö l - kerbundsrats die Ernennung einer Enau6te- kommission verlangen, die gewisse Punkte der Verwaltung des Saargebieis präzisieren solle.
London, 31. Mai. We „Manchester Guardian" berichtet, hat die britisch' Regierung ein Memorandum an die im Völkerbund vertretenen Mächte gerichtet, in dem zum Ausdruck kommt, daß die Lage im Saargebiet derart ist, daß eine Art von Untersuchung nötig sei, damit die gegen die Völkerbundverwaltung gerichteten Beschtverden zurückgewiesen ober im gegenteiligen Falle die Mißbräuche, über di« Beschwerde geführt wurde, behoben werden könnten. Die britische Regierung werde alles tun, was in ihrer Macht stehe, um, zuerreichen, daß die Saarfrage nicht hinter geschlossenen Türen erörtert werde, wenn sie demnächst vor den Völkerbund käme.
Die „Times" ist, wie bekannt, bas politisch cinfluß.-- reichste Blatt Englands, wenn man sich auch davor hüten muß, ihre Ansichten mit denen der englischen Regierung gleichznsetzen. Die Ausführungen sind aber ein Zeichen dafür, baß bie politisch einflußreichen Kreise Eng'on^s- einzusthen beginnen, wohin die französische Politik füh 1. Ob England Kraft undM'.lien La^Erkiunt.
praktisch durchzuführen, muß «ach den bischerigen Ec- fahrungen stark bezweifelt werden. Die englische- Bolrsi. Hai sicher außer ihren allgemein menschlichen Gründen tn der europäischen Politik speziell englische Wünsche, die sie nicht nennt, die aber ganz einfach bartn beruhen, daß Frankreich ihm zu mächtig roiib. Auf dem Umwege über ein „Welttribunal" glaubt man es leichter Niederhalten zu können. UnS kann es gleich s in, wissen wir doch, daß nnseretwegcn England keinen Finger rührt.
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Aus Berlin wird uns mitgeteilt:
Die Verhandlungen der Reichsregierung über den Inhalt der neuen Note sind auch in diese» letzten Tagen noch nicht zum Abschluß gekommen. Dagegen haben die Vorerörterungen einen wesentlichen Fortschritt erfahren und durch die Beratungen, die im Auswärtigen Ausschuß des Neichsrates unter Beteiligung der Ministerpräsidenten der einzelnen Länder stattgefunden Haden. Die Reichsregierung hat ihre Auffasiung zu der Gesamt-Situation dargelegt, und in eingehender Aussprache wurde der Auffassung dahin Ausdruck gegeben, daß die Reichsregierung für ein erweiterte- und vertieftes Angebot, wie es auch vom Parlament gewünscht ist, die Billigung der Länder Hai.
Die Parteien halten außerordentliche Beratungen und Konferenzen ab. Das Zentrum hatte seine Mitglieder zu einer Aussprache wiederholt zusammengerufen. Die Sozialdemokraten haben den Vorstand der Fraktion berufen, der zum Ausdruck brachte, daß die verantwortlichen Führer die Reichsregierung bestimmen sollen, mit möglichster Beschleunigung „ein konkretes und substantiiertes Angebot zu machen, das Deutschland den Weg zu internationalen Verhandlungen öffen soll". Von dem Angebot der deutschen Industrie hat der Fraktionsvorstand Kenntnis genommen. Er hat es aber, wie es in einer offiziellen Verlautbarung heißt, „auf das entschiedenste" abgelehnt, „die selbstverständliche Pflichterfüllung der, Staatsbürger-Pflichten von irgendwelchen Voraussetzungen oder Bedingungen abhängig zu machen". Auch in den anderen Parteien hat man zum Ausdruck gebracht, daß es lediglich Sache der Regierung fein könne und dürfe, das Maß der Leistungen für den einzelnen Staatsbürger, wie für die einzelnen Wirtschaftsgruppen von sich aus zu bestimmen, und daß es nicht der Bestimmung solcher Gruppen überlassen bleiben soll, ihrerseits darüber zu befinden, welche Leistungen sie für das Reich und die Volksgesamtheit übernehmen wollen. Zn den bürgerlichen Parteien hat man aber das Anerbieten der Industrie, dem nun auch die grundsätzlichen Bereiterklärungen der Landwirtschaft, des Handels und des Gewerbes gefolgt find, durchaus begrüßt. Man ist freilich auch hier der Meinung, daß die Fundamentierung und der Ausbau dieser Bereitschaft der Reichsregierung und Volksvertretung überlassen bleiben müßte. f ,
Die Reichsregierung wird nun die durch die ver« chiedenen Besprechungen geschaffenen Grundlagen zur endgültigen Formulierung der neuen Rote und ihres Inhalts benutzen. Es ist aber nicht mehr damit zu rechnen, daß die Rote noch in dieser Woche herauskommt. Ihre Absendung dürfte vor Ende der nächsten Woche kaum in Frage kommen. Dann wird auch der Reichstag wieder zusammen sein und Gelegenheit nehmen können, sofort zu der jeweiligen Entwickelung Stellung zu nehmen.
Berlin, 1. Juni. Die Berliner Morgenblätter melden: Die in verschiedenen ausländischen Zeitungen erschienenen Mitteilungen über den Inhalt der neuen deutschen Reparationsnote sind leere Kombinationen. Schon aus der Tatsache allein, daß die entscheidenden Beratungen über die Note erst am Anfang der kommenden Woche stattfinden sollen, geht hervor, daß Form und Inhalt der deutschen Note noch keineswegs feststehen.
Die „Voss. Ztg." schreibt, daß die bei der Reichsregierung und den Parteien vorherrschende Tendenz gahin gehe, bei deutschen Antwort einen Inhalt zu geben, der den klaren Willen Deutschlands zum Ausdruck bringe, alle Anstrengungen zu einK endgilti- gc» Lösung des Reparationsproblems zu machen und Verhandlungen über das Reparationsproblem zu ermöglichen.
Das Präsidium des Reichsvcrbandes der deutschen Industrie gab gestern nachmittag vor Vertretern der Presie nochmals eine Darstellung über die Beweggründe, die es zu seinem Schreiben an die Reichsregierung veranlaßt hätten. Es wurde betont, daß dieses Schriftstück nur als ein Gutachten^ der Kreise gelten solle, die derMeichsverband vertrete. Mit besonderem Nachdruck wurde nochmals vor der Antastung der deutschen Wirtschaftssubstanz cksir^Rexaxgtronszwecke ZKNLllll, . 2m.Augenblick sei die deutsche Wirtschaft auch ohne Reparationen nicht tragfähig. Um sie aber wieder gesund zu machen, feien zwei Voraussetzungen notwendig: die Erhöhung der Produktivität und die Beseitigung des außenpolitischen Druckes. Die deutsche Wirtschaft würde zugrunde gehen, wenn sie entweder deutsche Substanz direkt an das Ausland abliefern würde oder wenn man sich dazu entschlösfe, die deutsche Zollhoheit durch das Ausland einschränken zu lasten.
Die Verpfändung der Eisenbahnen.
B e r l i n, 31. Mai. Nachdem in der inländischen und ausländischen Preste die Frage der Verpfändung der Eisenbahnen Gegenstand der verschiedenartigsten Erörterungen geworden ist, hielt es der Reichsverkehrsminister für nötig, auch die Stellungnahme der berufenen Vertretungen der Beamten- und Arbeiterschaft zu dem in Frage stehenden Problem herbeizuführen, da naturgemäß auch die Belange des Personals dadurch berührt werden. Dementsprechend ist mit dem bei der Reichsbahnverwal- rung bestehenden Organisationsausschuß in einer außerordentlichen Sitzung am 31. Mai nachmittags im Reichsverkehrsministerium diese Frage dahin besprochen worden, daß die Eisenbahnen grundsätzlich wie bisher als Reichsbetrieb weiter erhalten bleiben sollen.
Tie „Wesirnlnsier Gazette" schreibt tn einem Leit- l ntitel, es fei zu hoffen, daß die brttlfche Regierung, ftll- die deutfcbe Note eine angemessene Erörterunss- . tnniblafic biete, thron Standpunkt noch klarer und 1 «nifctnebener Zum Ausdruck bringen werde, als bei der lofeien Gelegenheit und daß die französische und bei« »siche Regierung das Deutfcbe Angebot weniger hastig taif feine Vorteil- hin prüfen werden. Sogar Poiw tflte und die Elemente der französischen Cffentltdien Meinung die ihn unterftüfcten, könnten kaum glücklich jl iki» über die Wendung, die die Ereignisse im Rubr- .1 Aisiet genommen hätten. In Belgien könnten jetzt Anzeichen wachfender Beforgnis über das augenblick- Ae Treiben der Ereignisse beobachtet werden, Die Belgier seien ein industrielles Volk und obgleich sie r Separationen brauchten, könnten die die Gefahr sehen, i [ tie entstehe, wenn man Deutschland den Weg zum ^haos hinuntergleiten lasse. Sie scheinen ausserdem »rflrebt zu fehl, daß die Einheit der Alliierten wie- «röergestellt werde und daß ihre Unterstützung Frmrk- ; tkichs in der Ruhrsrage sie Nicht von Großbritannien ; ‘ Entferne Deutfchland könne kür die Reparattonen nur > E’me jährliche Summe in Höhe der Ueberfchüffe der »Ätsche» AuSsnhr über die deutsche Etnsuhr zahlen mid jeder Versuch mehr aus Deutschland herauszu- könne nur zu einer fortschreitenden Entwertung t M Mark flitzren, ä . . „..
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Elberfeld, 31. Mai. Die Beamten- und Arbeits gemsinsch aft Rhein-Kinhr, in ba alle maßgebenden BeamtenMrganisatwnen zu Mmcin, famer Arbeit während des Ruhreinbrnches znsammenj> geschlossen sind, faßte in ihrer letzten Sitzung eine End schließung, in der sie feststellt, daß bie Putschversuche politisch unverantwortlicher Elemente eine Mesen, gefahr für die Abwehrbcwegnng bedeuten. Gerade die Bv amten müßten unter den Folgen einer vorzeitig zusammen, brechenden Abwehrstvnt am meisten leiben. Die Arbeit?-
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Dortmund, 31. Mai. Es streiken neu die Zechen „Masten", „Westfalen", „Eintracht", „Blankenburg" und „Auf Gott gewagt" und im Bezirks Ibbenbüren „Mathilde". Wieder ängefahren sind die Belegschaften auf folgenden Zechen: „Admiral", „Gottes Segen", „Glück auf", „Wiedahlsbank", „Kaiser Friedrich", „Freier Vogel", „Preußen 1 und 2", „Karl", „Eneisenau", „Achenbach", „Hanse»' mann" und „Erin", auf sämtlichen Schachtanlagen von „Pluto", „Königsgrube", „Wilhelmine Vik«^ toria", „Friedlicher Nachbar", „Hasenwinkel" ult#* „Verlorener Sohn". q
Berlin, 31. Mai. Wie die Blätter aus dem Ruhrgebiet melden, ist die A r b e i t s a u f n a h m e im ganzen Ruhrbezirk allgemein? Ebenso wie die Bergarbeiter sind auch die Metalft arbeiter wieder zum größten Teil zur Arbeit zurück«^ gekehrt. - J
Dortmund, 31. Mai. Im Landkreis Dortmund ist alles ruhig bis auf Zeche „Germania II". Auf dieser wurde der Hauptcädclsführer Lohrhagen nicht wieder ein* gestellt. Infolgedessen versammelte sich die Belegschaft^ beute Morgen und beschloßt in den Ausstand zu treten^ Die bereits eingesahrrnen Bergarbeiter wurden wieder herausgeholt. Dann zog die Belegschaft geschloffen «achl dem Schacht 1 und überflutete den Zechenplatz. Es gelang! der zur Hilfe gerufenen Polizei, den Zechenplatz tokbexh freizumachen. t
Auch in Hörde ist alles ruhig. In Wiiiett ist der größte Teil der Zechenarbeiter toieber eingesahoen-j In Gelsenkirchen herrscht bis auf Reine Zwischen«! fälle Ruhe. Die Dehnung wirb von ber OrdnnngSpolize^ mit roten Armbinden auftechterhalten. Es besteht Hoffnung, daß bie Arbeit wieder ausgenommen wild. <
Köln, 31. Mai. Die hiesigen Straßenbahner paben über bi« Köpfe der Organisationen hinweg ben Streit beschlossen. Von britischer Seite wurden die Ausständigen darauf aufmerksam gemacht, baß noch Ordonanz 53 der Rheinlandkotmnission Streiks von den Bs- faHungsbehörden nur dann als gerechtfertigt anerkannk werden könnten, wenn die tariflichen Schlichtungsstellen gesprochen hätte». Die Streikenden erklärtet» sich bereit, bie im Interesse ber britischen Besatzung «*'■ forderlichen Dienstwagen zu fahren. I
Mainz, 31. Mai. Zu ben Gerüchten über beah»! sichtigt« Putschversuche ber Kommunisten im Rheinhessen geht den Blättern von ftanzöfischer ©eitel folgende Meldung zu: Die Hoffnung bet rheinischen Kom-I munisten, daß bei einem Putsch in Mainz die franzö«! fischen Besatznngstrrippen wie im Ruhrgebiet neu^ trat bleiben würden, sei trügerisch. Nach dem Friedens-«! tiertrag von Versailles sind in ben unter der Regie bttl interalliierten Nheinlcündkommission besetzten deutsche»; Rheinlanden die Bcsatzungstruppen verpftichtet, die 5ffenM liche Ruhe, Ordnung nnd Sicherheit aufrecht zu erhalten»! Dies treffe aber für das Ruhrgebiet nicht zu, da es fichj hort um ein Gebiet handele, das vorübergehend besetzt sc» und nicht weiter ber Regie ber Interalliierten Rhein« landkommission unterstes. Die Aufrechterhaltung bee Ruhe, Ordnung und Sicherhett sei dort die Pflicht bett deutschen Polizei. Die Besatzung des« Ruhrgebiets h-itttt erst bann Anhiß einzuschreiten, wenn bie Sicherse t dev Besatzungstruppen gefäbrbet winde.
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I «rbal t. Au t P-ris er B K. -lkxp^it ir$, ®.«
tiger Deutschlands überzeugen fall, so mit ff e sie auf Eßtiadien gegründet fein. Di e V er schlechte - iitnp der deutschen Wirtschaftslage in kn '.eitlen Monaten sei fo schnell gewesen, to.fi -ttn Moratoriuin im Wefen, wenn nicht -in der Form a» Deutfchland gewädt.t derden müffe, damit Deutfchland Zeit und Ge- '« - dgcnbeit habe, feine Finanzen auszugleichen. Es fei
köglich, daß eine Regelung auf einer Grundlage, bie internationale Kommission vielleicht anempfehle, t erzielt werde, welche die Ersvarinngen Frankreichs toer enttäuschen würde. Diese Enttäuschung fei nicht 3 ft umgehen. Die Alternative dafür fei die Fortsetzung des blinden Abenteuers im Ruhrgebiet, dessen knde kein Menfch vorausfehen könne. Ma» müsse ■ » kn Gedanken nn Garantien und produktive Pfänder i«bote.M «ifgcbeii. Die Ueberwachung der Beipflichtungen keiitschlands fcheine die beste Garantie zu bieten, auf Mt die Gläubiger Deutschlands kommen könnten.
rtttt r k«tcrosie der Well im allgemeinen und dem 1141» tu besonderen, daß die britische Regierung bereit sei, JrtaT» tote möglich ciniiigrctfen, nm eine Regelung f ft sördern. Mau sei sehr dafür, daß die Frage zu- s Mchst zur Entscheidung an das SSettttibunai - bcrwicscn iverde. Deuischlmid habe durch feine Aktion le: Argwohn veranlasst, dass es feine Verpflichtungen • ft nmgehen toünfche: Deutschland könne diesen Arg- Nofjn bef.',ttgen, indem es in klaren Worten ohne Ein- fSrKnkmtg das in seiner letzten Rote gemachte Angelet wiederhol«, die Frage uir Entscheidung an einen Internationalen Ausschuss von Sach- Irr ständigen zu übertoeisen. Um die bona Wes dieses Angebots zu bestätigen, müsse Deutschland kl' verpflichten, einer solchen Kommlssion alle Infor- tetioncn über feine finanziellen Angelegenheiten zur «crsugung zu stellen, sowie daS Recht zu einer etwa toliocnbigen Untersuchung der Httfsqnollen der heut« fern Industrie, damit diese in der Lage fei, mit eint» : Irr Genauigkeit Zahlungsfähigkeit Deuifchlands zu Rrftfmmen mit anderen Worten, die Kommission Müsse in die Lage versetzt werden, die Kassen e u i s ch l a u d s zu »nt ersuchen. Die »Times
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