Einzelbild herunterladen
 

GderhMche Leitung

-TV

»" V ',A[ ,

759

*

M95

halten!

, falvin, läßt sie einmütig int Ten [CM ®*ni fin& fc reif für das große O fcr VerfJnlichkeitserneueruna 9

innere PfingsterlebniS

ter T,nsSnlichkeitsenteu«rung. Wie eS geschah? Wer

is

ruf

n

m

n-

196

>a

sch

- ~ OUHBUl »UHCll.

Schmer,? dachte Wilma.

Und sie schalt sich selbst,

Sie lief in ihr

8®e

0.

164.

ere. age von fcn.

tni ihre seelische Not. Das führt sie auch nach Jeru- [em, läßt sie einmütig im Tempel zusammenkommen.

Am Ende hat sie sich ein romantische Pfarrerin.

»Man wird nachforsche«', schlossen ein SimtSmann.

Sie begannen die Suche

Aber beim Tod« landen sie sie nicht. Und al» sie sie beim Leben zu suchen begannen, war ihre Spur schon verwischt, die Neve schon wieder glatt, die die kleine Wilma hinweggespült.

ein schlankes und schön« Mädchen, mit schwarzem, neumodig zurecht gemachtem Haar und etwa» hoch­mütigen Manieren. Sie hatte sich diese in einem Pariser Institut, wo man in Handschuhen zu Seit ging und nicht sagen durste, daß man zu Hause keinen Kraftwagen hatte, geholt. Cie erklärte, sie wäre jetzt gerade so gern einmal daheim geblieben und hätte mit der jungen Städterfreundschaft Tennis gespielt und das Leden genossen. Ich aber erinnerte sie daran, welch fröhliche Zeit wir einst zu Posthumen verbracht hätten. Ich meinte, es würde vielleicht auch di«mal ein Vergnügen, sicher ein Spatz werden und wir könnten ja auch wieder Reißaus nehmen, falls uns die Geschichte nicht passen möchte. Kornelia schnupperte mit der feinen, geraden Nase und sagte, sie wittere noch immer den Dust, der in allen Stuben, Kleidern und Reden der Amreins gelegen habe. Das weckte auch in mit plötzlich Erinnerungen daran, datz « in Posthumen Schattenseiten gegeben. Aber ich wog die Votteile abermals dagegen und tebete der Schwester und mir selber zu, es fei eben um den Besuch nicht herum zu kommen und man müsse ohne Borurteil daran gehen.

Bald nachher ttoten wir die Reise an.

Posthumen besatz keine Dampfschiff» noch Eisen» bahnstation. Darum holten uns die Amreinvettern von der nächsten Ortschaft auf dem jenseittgen See­ufer im Ruderboot ab. Der eine Vetter war zwar eine Base. Und sie hieß Kindida; während ihr blonder Bruder den einfachen Namen Gottfried trug.

Wir, Kornelia und ich, standen wartend an der Lände, als die beiden angerudett kamen. Ich be- mertte, datz auch sie keine Kinder mehr waren Gottfried, gut gewachsen, mit noch bartlosem Ge- icht, stand im Conntagsgerust am Stehruder, wäh­rend die Schwester, mir den Rücken zugewanvt, itzend ihre Riemen zog. Bald legten fie an Ueber Gottfrieds Gesicht, das hübscher und weicher war als das manches Mädchens, flog eine Röte und chlug bis unter das Helle schöne Blondhaar, als er auf uns zutrat. Es schien mir in diesem Augen­blick, datz die Freude über die Wiederbegegnturg

^braucht und auch Mittel und Wege hat und vielleicht noch dunkel und uverfocschlrch es die ihm Vorbehalte ne große seelisch-sozial« Weltmission erfülle» zu

Ist diese Hoffnung trügerisch? Ist überall nur Nieder­gang und Zerfall? Merkt man nicht doch in unserem Volke, wenn mich nur in einem Teil desselben, men krastau»Nnrkenden, wundertätigen Vnngstgeist? Geht nicht auch beute irgendwo etwas GroftÄ, Heiliges und Wun­derbar« vor sich? Ja d*ch! Unser Blick richtet sich "aus unsere BoWgenvsftn an Rhein und Ruhr. Vieles wie einst. Dort dte tieft innerst 'itsche Rot unseres Volke» als eigene Not. Dort, hw sie allesamt unter dem sadistische« Druck unserer Feinde leben, fühlen sie alle, ob bewußt oder unbewußt, baH es um ihre heilige« Güter geht, um die persönliche Gemeinschaft mit ihren übrigen deutschen BoVgenosftn und damit um den geistigen Zu­sammenhang mit dem Vaterland: und zntetzt um Deutsch­lands Sein und Nichts'in. Dott haben sie ihr Kvr- freitag-erlebn'», «in Tftftnerlebnis von erlösender Kraft. ES sprengt die Schranken der Parteien, überbrückt den Klassengegensatz und fühtt sie alle im Kampf um die Güter der Heimat einmütig zusammen. Ein« große Notgemcin- schast! Hier wird das Deutschtum zur Kraft, zäh, stark und unüberwindlich. Rur Zusammenhalten und Durch

Leid angetan', riet die sagte streng und ent» im nahe« Dorsweiher.

auch bei den Amreinkindern keine reine sei und datz fie in sich selbst ähnliche Widerstände wie Kornelia und ich trügen.

«Tag", sagte ober Gottfried mit Knappheit, der sich der Bauer dazulande befleitzt, und reichte mit die breite Hand. Er hätte vielleicht auftragsgemäß hinzufügen sollen, datz er sich über unser Kommen freue; allein er brachte nichts Derartig« heraus. Roch mehr verunglückte feine Begrüßung bei Kot» nelia; denn diese schien anfänglich nicht die Absicht gehabt zu haben, ihm die Hand zu reichen, und al» et nun die seine hinbot, kam fie mit ihren langen ichmalen Fingern so zögernd ihm entgegen, datz er nut noch die Spitzen erwischte und seine Pratze mit einer Gebärde zuruckzog, als habe er in Dornen ge­griffen. Et matz aber das Mädchen von Kopf bi» zu Fuß, nicht verlegen, mehr verwundert und ein wenig betäubt

Inzwischen wat auch Kandida herangekommen, die noch mit der Befestigung des Boot« zu tun ge­habt. Sie war zwei Jahre jünger als bet Stuber, hm aber an Lebensart überlegen und schien mit überhaupt ein gewichtig« Frauenzimmer. Ich hatte fie al» ein schmächtig«, eckiges, unschön« und unfteundlich« klein« Mädchen in Erinnerung, bas wir Suben häufig geneckt unb mit bem auch Kor» nelia, bie sich immer eher uns zugesellt, nichts anzu» angen gewußt hatte. Nun ftanb fie vor mit, nicht getabe ein Soldat, sondern eher nachlässig von Hal» tuns, breithüftig, den hübsch geformten Kopf mit chwarzern Kraushaar bedeckt Das Gesicht zeigte Sommersprossen, hatte aber feine, wohlgefchnittene Züge unb eine schöne weitze Haut. Sie ttchtete ein paar große kühle Augen auf mich unb überflügelte d« Stubers Wortkargbett, indem fie dem kurzen Gruß die Frage hinzufügte, ob wir gut gereift feien.

(Sorrsetzmlg folgt.)

JX

MM»

f t

AuS dieser Not heraus erwächst auch ihre D«ffnu«g auf Befreiung. Nicht nur Hoffnung, sondern beseligende Gewißheit, daß das Hoffen Erftillung wird. Unsere Feinde werden sie nicht erhalten, webet Ruhr noch Rhein! Sie werden sie nicht vernichten und unter­binden, die starken deutschen werbenden Kulturkräfte. Das ist sicher ein deutsches PfingsterlebniS eine- wert­vollen Teiles unseres Volke-. Durch Leid zum Leben!

ES ist etwas Großes unb HeiliM-, «va» dort drüben im besetzten Gebiete vor sich geht, etwa- Starke-, kaum Erhoffte-, Urdeuisches: Ein Bsingstwnnder. Doch heute wie damals. Die Masse steht dem Wunder teilnahms­los und verständnislos gegenüber. Das ist nicht Geist von ihrem Geist. Recht haben unsere Freunde von Ruhr und Rhein, daß ihre Not so wenig verstanden wird im Reich und ihr Ringen so toeniz gestützt. Aber eS sind doch viele und gerade die Wertvollsten, die in heißem Gebet mit ihnen sind, ihnen wirtschaftlich den Kampf e> -möglichen helfen und ihre Not als eigene empfinden, die ihnen ihre Sorge um ihre Kinder abnehmen und Vater- und Mutterstelle an diesen vettreten wollen. Das sind endlich alle, die an sich selbst den heiligenoen uno läutern­den Psingstgeist spüren, und sich zuzählen jener neuen deutschen Pfingstgemeinde an Ruhr und Rhein, di« ge­boren ist auS tiefem seelischen Leid und geftstigt in bet siegesgewissen Hoffnung auf den Sieg der guten deutschen Sache.

Wenn dann der Tag brr Pfingsten erfüllt ist!

------ch------

Der Besuch.

L

Sie waren vier Freunde, in ben Jahren, in denen man gerne noch einmal das Leben und d« Lebens Erlebnis von vorn begänne, und fie sprachen von den Eroberungen, die fie zu ihrer Zett gemacht Der Ptofeffor Kurt Findeisen erzählte:

In meiner Knabenzeit wat ich zuweilen mit meiner Schwester bei entfernten Verwandten in den Ferien gewesei, die ein am Vierländersee ge­legen« Bauerngut besaßen. Das war ein Ereignis gewesen, das mir im Sinn geblieben. Die Erinne­rung hatte die Iahte überdauert die zwischen dem letzten Besuch de» Knaben unb einet geplanten Wiederbegegnung d« inzwischen zum Jüngling er­wachsenen mit jenen Eastfreunden lag. Meine Eltern beschlossen nämlich, daß Kornelia, meine Schwester, und ich dem Vetter Amrein wieder ein­mal einen Besuch machen müßten, al» wir gleich­zeitig von längeren, unserer Ausbildung gewid­meten Auslandsaufenthalten zurückkehrten. Die Lebensmittel waten damals in den Städten knapp und teuer. Man besann sich mit Vorliebe auf alle Beziehungen zur Landwirtschaft, und so legten auch Vater und Mutter besonderen Wert darauf, daß wir den Amreins, von denen man Gemüse und Obst bezog und bekam, und die sich wiederholt gewundert hatten, warum ihnen niemand mehr aus dem Hause Findeisen die Ehre gebe, wieder einmal ein paar Tage widmeten. Wir waren nicht gewohnt, unseren alten Herrschaften zu widersprechen und blickten einander, als wir nach Eröffnung unserer Besuchs­pflicht allein waren, unwillkürlich fragenb an. Jedes wollte gern vom anderen hören, was es zu der in Aussicht stehenden Reise sag«. Kornelia war

Wochen wesentlich verschlechtett hat, die Auge« nicht verschließen, u«b man kann auch die natürlichen Einflüsse, dte diese Tatsache auf dte Markbewertung notwendig üben muß, nicht durch künstliche Maßnahmen an- der Welt schafft». Die sachverständigen Kreise stehe« ohnehin der neuen Devisen-Notverordmrn- noch immer sehr skep­tisch gegenüber, nnb sie halten an der Auffassung fest, daß durch solche Zwangsmaßnahmen der Mark sehr wenig geholfen wecken kann. Man äußert darum auch lebhafte Bedenken gegen die beabsichtigten Maßnahmen de- RrichS- wirtschaftsministerium» zur Unterdrückung oder Ein­schränkung des DevisenfreiverkebrS. Aber wenn eS sich als notwendig erweist, wenn dte Markstützung nut traf dem Wege des Zwang» aufrecht erhalten wecken Ian«, wird fflotn «auch vor den fchärfsten Maßnahmen nicht zurück- schrecken. Es darf aber wohl erhofft werden, daß dir Furcht vor diesen Maßnahmen schon genügen wick, um die Bäume der Dollarspekulation nicht in den Himmel wach­sen zu lassen.

Di« Vermehrung des Umlaufs der papierene« Zah­lungsmittel ist in der ersten Maiwoche wieder einmal ein wenig gestoppt worden. Der Notenumlauf hat sichnur" von 6,5 aus 6,7 Bill onen Mark genau berechnet um 177 Milliarde« Mark Vermehrt Da» ist zwar immer noch eine beträchtliche Zunahme, aber sie bleibt hinter der der vorangegangenen Woche sehr stark zurück. Nur sollte man auch hieraus keine voreiligen Schlüsse ziehen, denn gerade um die Monatswende sind den Reichskasftn sehr erhebllche Steuerbcträge zugestofsen, weil gleichzeitig die Einkom­mensteuer, wie dte Vermögenssteuer und die ZwangS- anleihe fällig geworden waren. Infolgedessen konnte das Reich seine Ansprüche an die Reichsöank in dieser Woche zurückschrauben. Diese Bescheidenheit wick aber nicht von Dauer sein, weil die Steuereingängr infolge ihrer inzwischen mit vorgeschrittener Entwertung nut zu schnell verbraucht fein wecken. In der deutschen Privatwirtschaft ist die G.ldverknappung keineswegs Verminbett worden, wenn auch eine scharfe Zusv-t-ung der Kapitalnot bisher vermiede, wecken konnte. Der Kapitalbedarf der In­dustrie ist aber nach wie vor sehr groß, und da die Reichs­bank den großen Kreditansprüchen gegenüber immer noch sehr zurückhaltend ist. wendet sich die Industrie in wach­sendem Maße an ben osftnen Weltmarkt. Während im Monat April inSoesamt für 141/» Milliarden Mark neue Aktien jit Deutschland verausaabt worden sind, wur­den in der ersten Mai Hälfte bereits kür 10,5 Milliarden Mark Aktien neu geschafft». Dte Hälfte dieser Summe entfällt bezeichnender Weife auf die Banken, die ihr Kapital in steigendem Tem'w zu verstärken bemüht sind. Schließlich bars auch die Tatsache, daß der GoÜ)bestand der Reichsbank in Berlin in der ersten Maiwoche wieder um 69 Millionen Mark sich verringert hat und daß dte im Ausland befindlichen Gold-D'pots der Reichsbank mit 6 Millionen Goldmark neu belieben werden mußten, nicht unerwähnt bleiben. Alle diese Dinge deuten darauf hin, daß trotz der Marsstühungsaktion und der Bemühungen der Reichsbank, ste sortzufttzen, die Inflation weiter und weiter nm sich greift, eine Erscheinung, die nicht ohne Einlluß auf dte wittschastliche Entwicklung in Deutsch­land unS insbesondere auf die Preisgestaltung bleiben kann. >

Jedenfalls liegen wichtige Anzeichen dafür Vor, daß eine neue Welle der Preis- und Lohnerhöhungen nicht mehr zu vermecken ist. Schon drobt auch wieder eite Heraufsetzung der Personentarise der Eisenbahn, und zwar um volle hundert Prozent, und auch dte Gütettarift sollen in so beträchtlichem Ausmaß gesteigert wecken, daß die infolge der Lohnerhöhungen unb der Kohlenverteuerung der Reichseisenbahn entstehenden Mehrkosten voll gedeckt wecken. Wenn freilich eine Gütertarifsteigerung um über 40 Prozent in Aussicht gestellt wird, so scheint das dte angemcsftnen Grenzen doch weit zu übersteigen. Mau sollte nicht vergessen, wie ein solches Beispiel de» Reiches notwendig auf dte Ansprüche der Arbeiter und Angestellten zurückwirken mußte. Ohne Zweifel würde auch durch eine so umfangreiche Erhöhung da Produktionskosten, tote sic eine derartige Maßnahme bet Rei^selsinbabnverwattung zur Folge haben müßte, die Fortsetzung der Markstütz-

Elegant

wird jeder Schuh und anderes Lederzeug nur dinrch Färbe« mit Hettrnmn,'» Äenooaior.

Renovier« Leder nur mit Heitmann'» Renovator.

nugsaktiv« aus, äußerste erschwett wecke«, denn eise ft rapcke Verstärkung bet Jnft-t«m in da inneren beut« schen Wirtschaft muß enbtbingt auf bie b*n«ttbn«^ Markbewertung zurückwirten, sonst würde« tote in eint Absatzkrise hineinstruern, die unsere ganze Produktion tute Stillstand bringen würde. El ist an! dte Dauer ganj unmöglich, gleichzeitig Löhne unb Preise in sehr beträcht-j lichem Ausmaß zu verteuern und dennoch die Mark durch, künstliche Mittel ntebrig zu halte«. Sollte die Reich»-! regterung sich wida gttoarit« durch dir Sozialdemo trat« zu einer solchen zwiespältig«, weil bet notwendigen,^ inneren Einheitlichkeit entbehrenden Wirtschaftspolitik hin-' einbrfiugeu lassen, so dürft sich ein solcher verhängnis­voller Fehlet in kürzester Zett bitter räche«.

Jugend und Nation.

In ben Tagen uttfer« großen Schicksals unb bet| Entscheidungen haben wir bei bet Beurteilung aller. Erscheinungen bes Lebens unb jebe» einzelne« -nj fragen: wie steht er, wie steht diese Erscheinung zur, Ration, mit welchem Willen unb in welchem Wesens

Eine Antwort will auf solche unfett Frage btt, große, zweite Bunbestag be» Jung»' nationalen Bunb es hie in Marburg ge». fcn, eine Antwort, klar unb entschieden, wie fk allein bet Zeit würdig ist, wie sie bas Volk von fei», net Jugenb fordern kann. ,

In bem Worte ist eigentlich altes gesagt: jung- national. Die Jugenb ist ba»werbend« Volk, sie wirb einmal bie Ration fein. Daraus entstehen für fie bie größten Verpflichtungen. Ei« kann nicht baran benfen, sich selbst zu leben. Oft ist in bet Jugendbewegung von eigenerJugendkul- tur sBlüher-Wymann) ober einemJugendreich"; bie Rebe gewesen. Diese wurzellosen, hi »gestellte« Gedanken haben unendlich zersetzend geroirft unb' die schlichte, notwendige Zielsetzung für die Jugend in den Hintergrund gedrängt. Und die heißt: Gr »j ziehung im deutschen Wesen um b«' Dienst« an Volk unb Staat willen. Ein Er- ziehungsbunb bet Jugenb in diesem Sinne will bet Jungnationale Bund sein. In bet Heimat unb bet Volksart bet einzelnen Landschaften Deutschland» wurzeln seine Gaue und ihre Arbeit. Ueber ihnen erhebt sich als geschloffene Gesamtheit der Bund: ber Staat bet Jugenb. An ben Grenzen faßt er seine Kräfte zu Marken zusammen Ab­wehr unb Kampfgruppen im Dienste beutscher Kul­tur, im Ringen um ben Boben bet Vater, um feine Freiheit. Aus der Vertiefung in bie Entwicklungen unb Schicksale deutscher Geschichte, in das Wesen deutscher Helden, Dichtet unb Führer, in Sitter unb Formen bes Volkslebens, in bie Welten bei deutschen Geistes wachst bet Wille bet jungnatto« nalen Bewegung empor: bet Staatswill« bet Jugenb.

Denn es genügt ihr nicht, in deutschem Volks­geiste zu leben und zu weben. Das Volk braucht Stärke und Freiheit, Form und Gestalt: einen Staat als Ausdruck seines Lebens und Lebenswil­lens. Staat ist Freiheit. Gin geknechtetes Volk, das ni cht handeln kann feinem Wesen entsprechend, hat den Staat verloren. Wer sich zu seinem Volke bekennt, muß sich zu einem starken unb freien Staat bekennen. Gtncn starken unb beutschen Staatsgedanken will bet Jungnational« Bunb in bet beutschen Jugenbbewegung durchsetze» einen klaren außenpolitischen Blick über die engen Grenzen des Jchs unb bet inneren Ange-

kznn's ergründen! Sicherlich erleben sic «s al» eine krtsache Richt im vllmählichen Werden und Komme t, ftndcru plötzlich: nicht heimlich, sondern allen sichtbar in feiner Wirkung. Sie erwarten bie Wiederkunft Christi 8« Person, si« erleben sie im Geiste; sie festen auf sei t und nun fühlen sie sich selbst als Quell solcher Mast. Und dies? Kraft erleben sie als Kraft aus der @66?, als göttliche Gabe. Vorbei ist alle Zagheit und Al; Feigheit, aller Kleinmut und alle Furcht. Bekenner- Zeugrnmut erfüllt fie. Männer sind fie der Tat. ist das PfingsterlebniS. Mit heiliger Begeisterung brn sie nun für ihre neue Gemeinschaft, die Gcmein- t in Jesu, und damit für das neue Gottesreich, Tod und Teufel. Das ist das Pfingstwunder, das Äigcndr, sieghafte, tooltbezwirigenbr Vfingstwuicker. Und ist die Pfingstfrucht: die erst; reine Gemeinde der lteSkinder. O du fröhliche, o du selige Pfingstzeit:

Segen der Menschheit!

Auch dar deutsch« Volk »mittet auf feinen Pfingst- jBcn, cur seine innerftelische Erneuerung. Ist es reif mr? In seiner großen Mehrheit sicherlich nicht, zu gehört seelische Einstellung. Die fehlt ihr. Die sse geht ihren Instinkten nach. Sie allein sind m An- und Austrieb. Da ist zuviel unheiliges Schic» Mlum und Wuchertum. Sclbstsucht nnb Feigheit, Partei­en us und Führereitelkeit, als daß es zuin Pfingster- i der Masse kommen könnte. Und doch gibt «s eine Ae Ciemcinbe reinen deutschen Volkstums, die ben beut» n Pfingstsegcn erstehen in heißem Gebet, bie auf eine rnnbenoirfenbe Wiedergeburt des deutschen Volksgeistes «rten in Geist und Kraft. Das sind fie alle, die die Not 3 Vaterlandes als eigene tieft seelische Not empfinden. Kcht b'.e wirtschaftliche Not, durch sie stehen und ver­keilte Etoigftitswerte, nicht die politische Not, unterliegt dem Wandel der Zeit, nein, die innersselischc &t, die darin besteht, daß unseres Volkes große Geistes- n nnb seelische Anlagen, diese Quellen seiner reicher, kftb h rrschenden Kultur durch Knutung unb Knechtung -Hemmt unb unterbunden unb durch Zerstückelung des Vaterlandes geschwächt rwrben. Das sind sie alte, bie die Hoffnung im Herzen haben, daß unseres Volks Wiftg- Sache letzten Endes doch unseres Herrgotts Sache A da', «t das deutsche Volk -k-r -- Salz der Erde

(Nachdruck verboten.) Das Licht.

Novell« von Ernst Zahn.

Die Drei.

10. Fortsetzung.

Noch einmal strich er mit der Hand flüchtig über Haar. Tann gab er dem Pferd dte Sporen, daß stieg und davonstob. Im Moudltcht schimmerten 5. «itG-ftaben des Namens Giovanni an bet Sattel» «a« merkwürdig scharf und deutlich.

L)t:ma lehnte am Gartentor. Es öffnete sich rüct- «rts. Wie betäubt und geblendet durchschritt si« Serie« und trat ins Haus zurück.

li er.

wwic ftc- war Ivvyz ein oumpses jpetnt* vach ben zwei gütigen Gefährtinnen und einer "rsaugenen Seit tn ihr, allein es leuchtete etwas ^ues in ft« hin «in, wie der Mond, bet geisterhaft in di« Vchlafkammer drang. Schon vcrmochic uch nicht mrtz, zu verdeutlichen, tote «» früher ße» eien Ivar. WaS sollte toerben? Ü6erregte fie. Die ««iienbeSStde würde rommen und der Pfarrer und Arzt nnb andere. Alle würden Räte bei der Hand und sie mit ihren mehr oder toentger guten Sei$tunpe« peinigen ,cnd verwirren. Und dann . .. S Hand d«S Reiters brannte auf ihrem Scheitel, war alles! Ste wußte nichts von ihm, einmal, ob der Name, der an seiner Satteldecke j^wchtct hatte, der sein« gewesen. Aber, wo er war, sse. Und ste lab seine Augen, sein Gestchr, u *1« bie Bcrübrung seiner Hand. Und war zu ihm ^«ezikbung ftanb, ritz alle anderen Erwägungen *7. «artenbaufer zusammen.

. Plötzlich öffnete ft« die Schublade einet Kommod« u ° ttß Klcidnugsstücke heraus. Auch dacht« ff« an Reisetasche, die auf dem Estrich stand. Und nach Wetie: Am frühen, noch dunkeln Morgen ging Zug. Sie wußte das, weil ste immer fein Rollen

, anderen Tage herrschte große Erregung im

Ml ' wo die Kavuztnerranken gilbten. Die Hüterin

-----1 Wilma nicht finden. Sie lies zu ihrem Ma»m.

] |ee,oi^a!nuteiten sich alle, auch der Doktor unb Leute Watfenamt, in ben leeren -Sohnriinmen,

ron ren - u.

M her los her Sfliihiten erlöst war.

$ Bo, Geh. Keg.-Rai Dr. Runkel, M. b. 8t.

» »Hteitrlei hatte dir durch das furchtbare Karfreitags- «ftbuiS irregewecken« und auseinandergetriebene Süngtr» allmählich wieder zusammengeführt: tiefe seelische Lr und glühende Hoffnung. Das war ihre tiefe seelische Mt, daß sie verzichten mußten ans den vettraulich pcr- Mnlichen Verkehr mit ihrem Herrn und Meister, der ihr Jfte? gewesen war, Freund und Helftr, Führer und Bo- fliter; haß sie verzichten mußten auf alles innerseclisch« Wcleb'en, da- ihnen aus diesem Zusammensein erwuchs, hgz sic innerlich so reich Machte und dessen lebenumge« Mleudc Kraft sie s» stark an sich und anderen erfahren Mcn Für sie toat dies« Krastwirkung noch mit der Mrss« J«fu aus» engste verbunden. Er allein war ihre «mÄeudc Quell«, gern lag ihnen die Erkenntnis, daß itefe auch einmal in ihnen selbst wirksam sein könnte. Das Wort ihres Meisters:Wenn Ihr Glauben habt, Mlbkt Ihr noch Größeres tun", war ihnen nnverständ- ßtz geblieben; »wch fthlte ihnen die llärende persönliche Msahrung. So brachen fie zusammen unter ihrem lettischen Leid. Aber dann folgt bas Oster- und Himmel- fthrtserlebnis. Und anS ihm ertvächst ihnen die Ge° tzißhrit: Ihr Meister ist nicht gestorben, er lebt! und aus tzefer Gewißheit die glühende Hoffnung: er wird, er muß Xnibiriommfn! Und er kommt bald. In dieser Hoff- «mg leben sie vncder aus, finden sie Kraft und Zuversicht, fanindn sie sich. Sie erwarten seine Wiederkunft in Mgcr Gewißheit in den nahen Pfingsttagen. Vorbei ist

e e Tic kleine Psartetln überfiel sie mit liebevollen

' wmürfen; was si« nur denke, so tn ber kühlen Nach,

Frum » neben. Sie soll« sich von ihrem Schmer; nicht zu indelE b drängen lassen.

WiMgftilA MtzMkM.

Von unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.

D-r Kampf der Regierung gegen die Devisenspekulation hat bisher einen durchschlagenden Erfolg noch nicht ge­zeitigt. Immerhin dürste eS dem angckündigtcn Ein- greifen der ReichSregierung zu veckanken sein, totnn ttotz der überaus nngünRigen außenpolitischen Entwicklung der DollarkurS bisher bestimmte Grenzen etwa dir von 45000 «ach oben nicht überschritten hat. Man kann von einer eigentlichen Haussebewegung auf bem Devisenmarkt schon deshalb nicht reden, »veil die Schwan­kungen sehr beträchtlich und auf icke Aufwärtsbewegung schnell wieder eine Senkung zu folgen pflegt. In den Kiteisen ber Devisenspekulation weiß man, daß die Reichsregierung gegen spekulative Ausschreitungen mit allen Machtmitteln einzuschreiten entschlossen ist, und daß es ihr an solchen Mitteln zur Erreichung ihres ZieftS nicht fehlt, auch wenn sie aus sehr berechtt'ate« vntt- 'chastlichen Erwägungen davon absteht, den Dollarkurs wieder all zu stark herabzudrücken. Man kann gegenüber ber Taisack^, d- fick bi- Lwv Deutschland» in ben letzten

it 81 .^unnerzr vacvte »Wilma. U.-o , N ste Ihres Schmerzes vergessen. C« ... ,v. ^iafzimntet, entlief ber redseligen Trösterin, girierdacht« ste. Es war »vohl ein dumpfes Hetm- klitek* ------ --------