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Amtliches VeMMgungsblatt des Kreises Marbmg

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digun- werde alle Zweldentlgkefte« verhindern. Sie werde vor alle« verhindern, datz eS zu bedauerlichen Zwistigkeiten zwischen de» Alliierte» kommt.

London, 17. »al. Reuter meldet aus Washing­ton. Grotzbritannieu hat eine neue Mitteilung an den britischen Botschafter in der Angelegenheit der Sehun»- rrgulierung gesandt. Der Botschafter Geddes ersuchte, die Persammlung der Schukdensundternugskominisston Vor Freitag anzuberaumen, damit et von der Mit­teilung |k in KemttMs setzen könne.

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I-kNoM iMti tit Sri»-Motte.

Berlin, 18. Mai. Mo dasB. T." aus Düs­seldorf erfährt, ist die öoe den Verteidiger« im Krupp-Prozeß Dr. Grimm, Mariaud und Bräuti­gam verfaßte RevifionsbegrLndung gestern bem 8e» richtsoffizier des Generals Deacutte, Major Adert, überreicht wordcn. Das Revifionsverlangen stützt üch auf 11 prozessuale Verstosse, vor allem aus die Unzuständigkeit der französischen Kriegs­gerichte im besetzten Gebiet und darauf, datz der Er- öffnungsbeschlutz überhaupt keine Tatbestandswerk- mal: feststcllte.

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- j Frankreich Hel Angst »er eiwet Verständigung mit England.

Paris, 17. Mai. Der .GauloiS' schreibt zu den Estrigen ReichsiagSdebarren, die Debatten lieferten Joit feit eine wichtige Andeutung, nicht nur was i »le Haltung der Verschiedenen Parteien anbelangt «ndern auch über die Absichten der Regierung, die «it den Hauptelementen der Parteien gleicher Ansicht S. Reichskanzler Cuno begründet die Frist, die er erlangt, bevor er sich über feine Ansichten aussprichk, »ni der Notwendigkeit, die englische Regierung wegen tr Bedingungen, die er der Entente zu unterbreiten beabsichtige, zu sondieren. Das entbüll» die neue ionische Taktik. In Ermangelung von Beflerem «erde Deutschland sich mit dem englischen Jannar- vlan absinden, den Frankreich, Belgien und Italien «Zehnten, weil sie ihn für unzulänglich hielten. Ob- «oku den Deutschen daS nicht unbekannt sei, bildeten ?* sich ein, datz sie England in ihre Kombi­nation hineinzögen. wenn sie diesen Plan ^mehmen. Si: bildeten sich das umio mehr ein, als r «otb Curzon in feinet Antwort an das Berliner Ka- ' 2?nett mit Bedauern gesagt hat«, datz Demjchland .; t Wi einmal dieses Projekt berücksichtigt habe. Das ' [ 5!atl hosjen, datz die englische Regierung, ehe edie Anfrage Cunos beantwortet, ihre Altzi-i t t e n konsultiere. Diese vorherige Verstän-

einbringen werde als man von Anfang an erhoffte. Diese Organisation vervollkommne sich von Tag zu Tag, Frankreich könne also im Ruhrge­biet bleiben, solange es ihm beliebe. Wett entfernt, geschädigt zu werden, könne eS künftig durch sie nur gewinnen, und die Regierung sei fest »ntschlosien, das Pfand, daS sie beschlagnahmt habe, nicht auS der Hand zu geben, solange Deutfchland seine Verpfltchtuttgrn nicht erfüllt habe. Die Mit­glieder beider Kommtssionen haben sich nach dem Bertetu von den Angaben deS Ministerpräsidenten für befriedigt erklärt. Es sei zu keinem Zwisebenfall ge­kommen, abgesehen von einigen llnterbrechungen von Seiten des kommunistischen Abg. Berthom, der namentlich habe wissen wollen, warum der Minister­präsident den Kommunisten nicht gestatte, ins Ruhr­gebiet z« reisen. Poincarö habe darauf geantwortet, das sei eine Frage, die vor der Kammer und nicht

Ein französisches Waffenstssistandsangebot für daS Rubrgebi t?

Rach englischen, über Paris kommenden Mitteilun­gen rechnet man in Frankreich, falls die Verbandlun- cett mit Deutschland zustandekommen, auf monatelange Dauer dielet Verhandlungen. Frankreich sei bereit, für diese Zeit eine Art Waffenstillstand im Ruhrge- bket eützugeheu, fo zwar, datz während der Verhand- lungSsrist kein militärischer Eingriff in daS Wirt­schaftsleben und die öfsenttiche Verwaltung von sel­ten der Franzose« vorgenommen wird. Wir können nur davor warnen, eine derartige Mitteilung kritiklos btnzunehmen. ES spricht vielmehr alles dafür, das auch diese Taktik, die t« der Tat gegenwärtig von einer gewissen politische» französischen Gruppe geübt wird, dazu bestimmt ist, den Deutschen die einzige Waffe, die sie Im passive« Widerstand haben, aus der Hand zu schlagen. Ist erst dieser passive Widerstand atifgegeben, dann wird er nicht mehr zu errichten sein, wäbrenb dann die Franzosen vollstiindig freier Spiel hätte«

Die LW m Herr besetzte!! Gebietes.

Saarbrücken, 17. Mai. DieSaarbrücker Lanbesztg." meldet aus Trier: In der Nacht zum 14. Mai wurde auf dem Babnlörper bei Föhren eine Sprengung versucht. Es wurde, soweit sich seststellcn lietz, auf das Eleis der Bahn eine Sprengpatrone gelegt, die bei der Durchfahrt des Zuges zur Explosion kam, die Gleise «ufritz und den

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~te «Oderhesiische Zeitung" erscheint iedwnel wöchentlich. Befegeetei« Monatlich 3600 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Wimmern teialge Streits eoer etementnrer Ereignisse teilt Eriag. Verlag von Dr. L.Hl?er»t». Tteif der Univ^Buchdruckerei von Jod. Lug. Ko», Markt 21.23. ^ornjprecher 36, Post- faetftonto: Ar. 5015 Amt Frankfurt e. Main.

der Kommission gestellt werden müsse. ------

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Paris, 17. Mai. In Vincennes sprach Lou- cheur über die schwebenden Fragen. Er teilte mir, datz et gestern eine Einladung erhalten habe, in von Vereinigte« Staaten eine Vortragsreise über bie Reparations- und internationale Schuld­frage zu halten. Loucheur ist der Ansicht, datz die Reparationsfrage und die Schuldenfrage gleichzeitig zu lösen sei. Frankreich sei bereit, Schulden zu erlassen, unter der Bedingung, datz Frankreich die seinigen erlassen würden. England fei im Grunde zu diesem Erlaß bereit. Er habe dies in seinen Unterredungen mit Bonar Law und Bald­win feststellen könnne. Dagegen habe er in dieser Beziehung in Amerika eine grotze Enttäuschung er­lebt. Loucheur erklärte weiter, durch die ii^mpen- lation der internationale« Schulde« werde die Lon­doner Ziffer vo« 131 Milliarden Gold mark auf einen sehr vernünftigen Betrag herabgesetzt. Eine internationale Anleihe könnte Deutschland behilf­lich fein, Frankreich in den ersten Jahren zu be­zahlen. Frankreich wolle nicht annektieren, sondern nur bezahlt sei«. Es verlange, datz Deutschland als Garantie seine Eisenbahnen und Zolleinnahmen so­wie 25 Prozent der industriellen Einnahme« biete. Unsere Pfänder könne« wir aber nicht anders als progressiv freigeben. Frankreich will keine pro­testierenden Sbgeoronetew in seiner Kammer und keine 10 Millionen Deutsche in seinem Lande, aber es will nicht, datz da» Rheinland unter Preu­ßischer Herrschaft bleibt, weil Preutze» den Militarismus, de« Krieg in Perma­nent bede« teilt Die Rheinlande mutzten mit Deutschland wirtschaftlich und politisch verbunden sein, aber al« unabhängige Pro»inzen. Ihr? Be­wohner seien Deutsche, möchten sie Deutsche bleiben. Wenn Frankreich die rheinischen Eisenbahnen und bie Brücken in Hände« habe, könnte es in aller Ruhe wieder an bte Arbeit gebe», solang« wir die Sicherheitsgarantte nicht erreicht haben.

Wie gütig für die Rheinländer. Diese Farm der Annektion nannten die Franzosen bei ben Völkern Pän^tratioe pacifigee*.

Ksm'i B inlritteü.

9«rt3, W. Mat. 3» den vereinigte» »antmcr- ansfryüffen für Finanz«» und auswärtige Ang-- leaewdetten heute »achmitta« Ministerpräsident Poincare Erklärungen M der »reditvorla,- für die Besedun« de, Ruhtgebie« ab, über die Havas auf Grund der ersten Angaben der au» der Sitzung kom­mende» Abgeordneten wie folgt terteiltet:

Pvtncare »atze berv«r«eboben. Hft von setzt ab die Befetzung,k»sten durch die aus bett besetzten Gebiete» er »leiten Einncktzmen «ed eckt würden. Die täglich nach Frankreich ,md Belgien ge­sandte» Koks- und Kotzlenmengen feien feit dem Be­ginn der Besetzung in ständigem Steigen begriffen und erreichten zurzeit »le Tounenrabl, die Deutsch­land vor r Besetzung abgeliefert bade. Die Eisen­bahnregie tüme auf ihr« Kosten und ihre Einnahmen seien namentlich feit einigen Wochen im Steigen he- ßriffen. Der Forstbetrieb erziele cbenfalls nennens­werte Einnahmen. Der Eisenbahn- und WastertrauS- port sei setzt ausreichend r ganisiert, um die Bewälti­gung der KokS- und Kohlenfrachte» zu gewährleisten. Die noch verfügbaren Brennstofflager seien so grob, datz es noch mehrerer Monate bedürfe, um sie zu erschöpfen, wenn men in dem derzeitigen Um­fange weiter «dfabre. Die Arbeit in den Berg­werken werde aber fortgesetzt und fiebere die täglichen Koks- und Kohlenverladungen. Alles in allem, habe Poincar« geschlossen, fei die Besetzung deS RuhrgebtetS zurzeit in die Periode der Stabilisierung trenn. Die Ausgaben würden reichlich augewognt durch die crzletten Leistungen, selbst wenn man auch den der Nc- i aratiouskommisfion zusallenden Anteil verüclsichtlge. Würden reiflich ausgewogen durch die erzielten

[. Besuch Sthumers im Foretgn Cfice.

* »^ » « » » «, 17. Mal. Der deutsche Bolschafier Dr. i r*baner batte gestern im ForeiM Office mit dem «tiersiaaiSsekretär Sir Ehre Trow eine längere Un- t »rredung sttzer beit Stand der Reparattonsfrage.

Berlin, 17. Ma. Der Besuch dsö Botschafters »r. St|e mer im englischen auswärtigen Amt, über «en Lo»doner Telegramme berichten, hatte mit der Repa- wtionshmge nicht» zu tun. Bisher würben Austräge zu : Wür?rra«»n nicht erPlt.

letzten Wagen des Zuge« zur Entgleis uns brachte. Unmittelbar nach Bekanntwerden de» Sabotageaktes verhafteten der Franzosen al» Geiseln den Beigeordneten Rohr in Schweich sowie in Föhren den Gemeindevorsteher, bex Pfarrer unb ben Förster, liebet ben Umfang be» angerichteten Schaden ist nichts zu erfahren, da bte, Sabotagestelle burch Soldaten abgesperrt ist. De«! Vernehmen nach soll es bet Wengerohr eben«, falls zu Sprengungen von Bahnanlagen gekommen! kein.

Oberhausen, 17. Mai. Die Anschluß - - gleise des Thyssen-Werkes wurden von! den Franzosen auf gerissen. Die Eisenbahn-j nerbindung mit dem Werk ist dadurch unterbunden. Recklinghausen!, 18. Mai. Wegen mrgeS- Heber Sabotage an Vie Telephonlettungen der Fram- zosen zwischen Recklinghausen unb Waltrop an» Schiffshebewerk Vinnum durch Zerschneiden etntget Lcllungsdrähte ist über die Gemeinde Waltrop ritte Strafe von 5 Mtllione« Mark oder 180 Dollars ver­hängt worden. Falls die Bezahlung nicht bis zum 25, Mai vormittags 10 Uhr erfolgt ist, werden die Herren Baumeister Schwartz von der Zeche Walttop und der Amtsbanmeister Walter für 2 Monate in Hast genom­men. Ferner werden gemäß Verordnung 24 bte Gel­der der Gemeinde berange zogen.

Münster, 18. Mai. In Witten wurde da» .Wit­tener Tageblatt" von heute ab verboten. I» Dors« mund erscheinen von heute ab die .Dortmunder Zet- tung" und .Tremonia" wieder. In Ruhrort Hafex Neu haben bereits fett dem 13. 4. belgische Eisenbah­ner aus den »usammengeraubten Waggons Züge zu­sammengestellt. Sie haben nach Oberhausen West bis­her 922 meist mit Koks und Kohlen beladene und 20 Personenwagen abgefahren. In der Zeche Zollver­ein bet Altenessen fielen den Franzosen 155 gedeckte unb 114 offene beladene Wagen in bte Hände. Sx Wipperfürth beschlagnahmten sie 21 mit Kohlen be­ladene Waggons. An verschiedenen Stellen verludex sie Oberbaumaterial, das angeblich »um Kolonial- bahnban bestimmt fein soll. j

Bochum, 18. Mal. Die Franzosen beschlagnahm« ten in den bisher von Truppen nicht besetzten nörd­lichen Stadtteil 3 Schulen, 3 "Wirtschaften und 2 Ge­höfte zweck» Unterbringung von neuen Truppen,' Seitens der Besatzungsbehörde sind der Stadt Sank­tionen angedroht für den Fall, datz von deutscher Sette «och Plakate und Flugschriften angeschlagen werden.

Essen, 17. Mai. Wie betRheinisch-Westfäl. Ztg." aus Duisburg berichtet wirb, würben gestern bei bet bärtigen Zweigstelle bes Barmer Bankvereins 150 Millionen Mark für nicht bezahlte Kontributionsgelber bet Stabt Duis­burg weggenommen.

Duisburg, 17. Mai. In der Wohnung eine» Eißenhahnbearnten in Duiskmrg-Riibrort beschlagnahmten di» Belgier eine Stati»nskasfe mit 72 Millionen Mark Inhalt. ' : '! 7 ! I !

Ludwigshafen, 17. Mai. Direktion und Betriebsrat des Oppauer Werkes, dessen Beleg­schaft vorgestern bei bet Besetzung bet Anilinfabtik bie Arbeit nlebergelegt hatte, geben im In­seratenteil bet heutigen Tageszeitung bekannt, ba| bte Arbeit heute wieder ausgenommen wirb. Im Lubwigshafener wie im Oppauer Werk bet Anilin­fabrik finb bie lebenswichtigsten Abteilungen (ffias, elektrischer Strom unb Masset) noch in Betrieb.

Lubwigshafen, 17. Mai. Die Reichs-' bahnbirektion Lubwigshafen hat ihren Sitz nach Heibelberg verlegt. 4

Kaiserslautern, 17. Mai. In Kaisers-^ lautern würben sämtliche Wohnungen bet aus^ gemiefenen Eisenbahn-, Zoll- unb Postbeamten von ben Franzosen belegt. Die Möbel zur' Ausstattung bet Wohnungen wurden teils bei ben Möbelhandlern, teils bei bet Reichsvermögensver- waltung beschlagnahmt. j

Buer, 17. Mai. Der katholische Kaplan Eli- tr»P ist do« ben Belgiern verhaftet worben, weil ex ben Wum'ch bet Belgier abgelehnt hatte, bah um 11 Uhr bet Gottesdienst ausfallen unb bte Kirche für bie belgischen Truppen frei gehalten werben sollte. ;

«ladb»<v, 17. «ai. Die Bekaier verhafteten, au »er staaXtchen Zecb« Westerholz bei Gladbach die 3 BettiebSführer, dl" sich geweigert batten, den Mgl* s-ve« Beebl anSzufsibren und die »otoetanlagen wie-' be« tn Betrieb zu setzen.

Dortmind, 17. Mai. Haute früh holten fra*t<: zösische Gendarmen den Landaexchtspräsidenten Hahne: auS seiner PPValwobnunq und bradi*'n ibn nach Castrop.

Bonn, 17. Mal. Nutzer den Verrätern Longrr» und Cassel in Bonn ist nunmehr auch der ftühere BabuunterhaltungSarbeftcr Henk ans Bonn tat den Dienst der sranzösiscltcn Regie iibergetteten. Auf dem Wege von und nach ihrer Arbeitsstätte werden dl» Verräter dauernd von 3 Marokkanern begleitet und beschützt. Unter diesem Schutz brachte Easiel am 5. 5, auf einem der dem Eiscnbakmfiskus gehörigen Grund­stücke Schilder mit folgender Aufschrift an: .Betreten de» Grundstücke bei Todesstrafe verboten". Eine Frax die auf dem von Ihr gepachteten Grundstück Gemüst, bolle, wurde von Cassel mit Erschießen bedroht.

Ter Snfetgenprei« beträgt für ben 9geip. Zeilenmilltmeter 80.00 Mk. (XL Mnjetgen unb Farnlllen-Nnz. gegen bat, 60 Mk. Kmtlidje unb aus®. Anzeigen 109 Mk. Set iduDieriiem Sag öo*/, üutitblag. Spät eintausend« ober ben Raum über */, Seite etnnebmenbe Anzeigen werden nach der Textjpattendrelte beredmet AeNaueen der Zeilemnlllimeter 300 ML Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege werden berechnet. Bel Aus­kunft durch die Le(chäft»sL und Vermittlung der Angebote 100 M, bei Ueberjenbung durch uns 100. Mk. ohne Porto.

Bit Beritengtn in 3ltiWlnttt

Der bie Stellungnahme bei deutschen Reichsregie- tunfl zu ben Noten bet Entente werben, wie man «ns aus Berlin miteilt, bauetnb fortgesetzt. Eine Strömung im Reichskabinett, bie unterstützt wirb wn verschiebenen Reichs-Refforts, plädiert für die einzelne Beantwortung der Noten. Man macht eon dieser Seite geltend, dass die von ben verschie­densten Seiten aufgeworfenen Fragen nicht einheit- stch beantwortet werben könnten. Ob man zu einer kinzel- ober zu einer Eesamt-Beantwortung kom- »tn wirb, ist zur Stunbe noch nicht entschieben. kr scheint aber boch, baß bie Reichsregierung sich für einen Schritt, bie an bte gesamte Entente zu ridjten wäre, enrscheibet. Die Rote selber wirb bas frühere Angebot erweitern unb verliefen, unb bie Regierung kann sich habet auf bte Stellungnahme des Reichstages berufen, bet not seinem Aiiseiu- Mldergehen bet Reichstegicrung zu erkennen ge- §eben hat, baß bei überwiegcnbe Teil b»t deutschen Lolksveitietung gewillt unb beteit ist, füi bie Er- tempfung unb Sicheiung bet beutschen Fieiheit bte | größten Opfer zu bringen. Die Beantwortung bet Rote wirb ober auf keinen Fall mehr vor W Pfingsten erfolgen.

|| Die englische Presse zeigt fich sehr erbost batübei, || daß Deutschland die von der englischen Regierung || Ffiebenen Aregungen in den Wind geschlagen hat. || Man spricht von einerabsichtlichen Unbelehrbar- W Pst" unb sagt, daß das deutsche Angebot von Po- Hiikern beeinflußt gewesen sei, die ganz unfähig «ären, die einfachen Stimmungen und die psycho- bgischen Bedingungen in anderen Ländern zu be- zreisen. Regierungsofsiziöse Blätter weisen darauf hin, daß in diesem Falle die deutsche Ilngefchnklüh- klt besonders grotesk gewesen wäre,denn bte Putsche Regierung habe vor bet Absenbung brr Hote Ratschläge erhalten, bie feine Regierung fähig ywefen wäre, falsch zu verstehen". Wenn Lord iurzon aber selbst sagt, daß Deutschland keine bestimmte Summe anbieten könne und sich : Webber in bet Rote beschwert, daß die Summe zu " kiel» fei, fo verstehe das wer kann! Das Wichtigste

P boch die Frage, ob Frankreich eine wirNiche Ee- krterung ber Frage bei Friedensmöglichkeit habe« E ober nicht. Das ewige Bezeugen unseres guten willens hat gar keinen Zweck, wenn Frankreich »r keine Reparation will, weil ihm bann ber Stunb entzogen würbe, beutfches Gebiet zu annek- ren. Weite Kreise in Enqlanb wiffen bas doch und bie sollten sich enblich einmal Narmachen, mH da» berechtigte oder unberechtigte Nörgeln an vchönheitofehlern deutscher Noten die Sache nicht i »eiterführt. Vorausgesetzt, baß Englanb bie Sache V wirklich weiterführen will.

Berlin, 17 MW. Dir <rftr Zusammenkunft ber [ Keichs Mini 1er nach' dem Einpansi ber weiteren F «wnv.-rk« auf unsere Note vom 2. Mai fand am DeuS- «g statt und diente einer unverbiudllchen Aussprache, dir : te fMberfllttgcn B-schlüssen selbsiverständssch nicht füfr-

*n kennte. Die Besprechungen gelen weiter. Auch nach -nn fr'nfinen Stande ist eine neue Aktion der Reichs-- :Bteruni für die nSchsien Tage nicht zu ertoar-

»» $1 beterf nicht besond-erer Betonuna, daß die Aul taortuoten eine sorgföltige B-dandlnna erhe-scht, die sich chrufc von unnötigem Ze'tterlust wie von Ueberstürznna mihasten

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Die Fkiedmm'sgizUtttea vsv 1917.

Berlin, 17. Mai. Der zweite Unterausschuß des parlamentarischen Untersuchungsausschuffes bes Reichstags, beauftragt mit ber Untersuchung bei Friedensmöglichkeiten im Iahte 1917, Gefaßte fich in einer weiteren Gruppe von Zeugenvernehmun­gen und nach Prüfung bet einschlägigen Dokumente mit ber sogenannten Brianb-Lanckenschen Aktion, l>ie auf Giunb französisch-belgischer Anregungen im Frührahr, Sommer unb Herbst 1917 ein Zusammen­treffen dieser beiden Persönlichkeiten int neutralen Auslande zwecks geheimer» Erörterung ber Frie- bensbebingungen zum Ziele halte. Von bet Lancken begab sich verabredvr.gsgemäß in bie Schweiz unb empfing zunächst am 21. September bte Mitteilung, baß Drianb seine Reise aufschieben muffe. Darauf verließ bet beutsche Diplomat bie Schweiz, hielt sich aber nach rote vor zur Verfügung. Die Angelegen­heit verlief bann nn Sande, da französischerfei ts keine neue Anregung erfolgte. Daß ber Plan nicht zur Ausführung kam, hing mit ben Erwägungen bei französischen inneren Politik unb bei allgemei­nen Ktiegslage zusammen. Es finb auch Anzeichen dafüt vorhanden, daß die Mion Kaiset Kail Prinz Sixtus von Boutbon auf ben französischen Entschluß von Einfluß gewesen ist.

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Sm tea Mnbaad.

Varis, 17. Mai. Aus Washiu»tm» meldet bk Chicago Tribute',': In einer Rede, dir Staatssekretär Hugb'S i» Wash'nqt-n hielt, «rklärte er, der Böllerba-id als Agentur zur Sicherung des Friedens habe Schiff­bruch grillt? n. D'r Frieden Kn ne mit Gewalt xidjt «nfrechl erhalten werden. Wen« aber Ve jetzigen Hüter des Friedens selbst Stttutiglritzen mitt»ander ;Whn, fo müsse man frage«, wer eigentlich dies» Friederwchlter bewachen soll.

London, 17. Mai. De,Daily Erpreß" vrtnt in einem Leitartikel den Bölterbund eine »roße unb teil» spielige Illusion SVrrt Cecils. Lord Cecil gehe zu verftehcn. daß der Völkerbund di« Schwierigkeiten zwi­schen Frankreich und D utsSbrrch regeln könne; dann möge er doch um b?i HimmelSwille»seinen" Völierbu.ad damit beginnen laffen. Dk Schwierigkit mit diesen Völkcrbündlcrn sei die, daß sie zu viel davon rebele», was sie tun könnten und toürtv-n. Ah-r damit 'eien ihre Leistungen auch schon erschtpft. Tatsoche sei jeden­falls, daß es noch niemals einen wirffichen Bölkerbund gegeben habe.

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