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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
*** J.H. Schäfer
Anzeiger für (das früher kurhesstschej Oberhessen^
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Marburg
DsmerÄaz. den 17. Mai
Der Krupp-Prozeß.
Paris, 16. Mai. Rach einer Havas-Meldung aus Düsseldorf scheint es sich zu bestätigen, daß ver Revisionsprozeß gegen Herrn Krupp von Bohlen und Halbach und dre Werkdirektoren am 18. Mai verhandelt wird.
igkll vH »preis (L i wie $e5
Ent)an[ex denkops.
Tie »Obetheifildie Zeitung eridietnt lechsmal roöcbextltda. — Bezugspreis wenatlid) 3600 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ans illende Kammern ixtolge Streite ooer
boBoIas,
•fctfer Lesung genehmigt.
' Es folgt die dritte Beratung des Etats des Aus- einigen Amtes, bes Reichskanzler- und des Reichs- ASsidenten.
Abg. Müller-Franken (Soz.s: Der Notenwechsel Ni friife Befriedigung geschaffen. Im liegentti(, der «tror im alt- und neu besetzten Gebiet hat wesentlich Benommen. Wir haben b'c harten Kriegsoerichtsurteile Nn ©erben und Mainz erlebt, die ein Hohn auf jede Ge- sind. (Beifall.) In Frankreich und Belgien Diltr man endlich einsehen, daß durch den verstärktet, «rroi eine Befriedigung der europäischen Verhältnis!«
Koblenz, 16. Mai. Durch eine Anzeige im „Koblenzer Generalanzeiger" vom 15. Mai werden die Eisenbahner zum 15. Mai zu einer Besprechung der wirtschaftlichen Lage in die Aula bes Augusta-Ginnasiums eilige laden. Das Anserat ist unterzeichnet mit: Mehrere Kollegen. Die Eisenbahner werden diese Einladung ebenso mit Ber- achtung und Nichterscheinen strafen, wie dies an anderen Stellen geschehen ist. Anschließend an die am 11. Mai in Remagen erfolglos verlaufene Versammlung, die nur von sechs Drahtziehern besucht war, weil jeder anständig Denkende sich davon Zurückgezogen hatte, wurde eine neue Versammlung auf den 21. Mai nachmittags nach Ahrweiler anberaumt. Die Stimmung der Eisenbahner ar. der Ahr ist jedoch, ebenso wie im übrigen besetzten Gebiet so, daß sie sich durch Lockungen nicht zu Verrätern machen lasse« werden.
I bat Faden fortzuspinnen. D e Schwierigkeiten liegen I .o nicht bei uns. England hat durch die Rete Curzons b« , I moralische Berpflichtung übernommen, nunmehr auch [ durchzuführen, was auf sein Betreiben eingeleitet wurde ; I Poinearä verlangt bündige Angebote. Unter keinen t ''mständen darf dabei die benckch- Wirtschaft geschädigt ' mmd-n Nur etwaige Uebr^lcküsse t3nr.er kür Ye Repaea
I tionszahlungen in Frage Hammen. Außerdem hok>en fick ' I Verhältnisse so geändert, daß im April nicht mehr 11 möglich war. was noch im Januar geboten werden konnte I TngsandS Ford-riing von rund 50 Mls'arden Goldmar' I war basiert auf dem Januarstand: uns-e Angebot beruht auf de« augenblicklichen v-rbältniss-d. Somit besteht
I fein großer1 Untersch-ed zwischen unserem Angebot und Englands Wünschen und Enaland hat sich selbst d-s- I avouiert, wenn es jetzt einen schroff ablehnenden Stand«- I Mtnkt einnimmt. Wir mstss-n d-n ungebrochenen Wider- I stand aufrechterhalte«. W-nt über unsere ursprünal chm i Hoffnungen h'NMts hat sich dieser Widerstand bewöhtt Der Wille zum W b-rstanb ist hatte mindestens so stark
I wie vorher und hmzug-fomnvn ist noch die Erb-'tterung über bie ftanzösischen Gewaltakte. Meine Fraktion ist ru allen Opfern b-r-it, um eine Lösung zu finden. Wtt
I stehen hinter der Reg-'erung, solange die Regierung die j Abw-hrr g-erung ist und bleibt. (Beifall rechts.)
Reichsministet des AmißeBen Frhr. v. Rosenberg'! I Zu meinem lebhaften Bessern muß ich es mir versagen, I (Sen Herren Bormbnern, die sich attf daS Gebiet der I auhenpofit schen Debatte beaeben h ben, im g-g-nwärigeu I Augenblick auf dieses Gebiet zu folgen. Wfe dem Hohm Hmtse bekannt ist, ist nach der französischen und beb rischen Antwort, die englische und die italienische Antwort auf unsire Rote vom 6. Mai am letzten Sonntag eingetroffen und gestern Abend haben wir die Note der iapanischen Regierung erhalle«. Die Reichsregierung ist knit Ernst und Sorgfalt, die der Mchtigkeit geS Gegenstandes entspr-che«, tn dir Prüfung dieser Antworten eingetreten. Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen. I Bevor dies der Fall ist, würbe eS de« Inter» ssen deS San* I des widerspreche«, vom FfocnerungStisch Erklärungen zur! Gesamtlage unserer auswärtigen Pol tik oder zu den sie beherrschenden Spezialfragen abzugeben. Ich bitte aber daS Hohe HauS übmzeugt zu fein, daß die Regierung I sich der auf ihr lastenden Bevantwortung bewußt und I nur von dem einen Bestreben erfüllt ist, den Arg zu gehe«, den ihr nach Pflicht und Ueberzeugnng das Jnter- 'sft Von Volk und Vaterland, das Interesse der Gesamtheit vorschreibt. (Beifall.) |
Nach der Erklärung bei Außenministers verlassen | bie meiste« Abgeordneten den Saal. Nur zwölf Abgeordnete hörm den komm>-tosi'schea Rtt>«er an.
Abg Stoe nen (Komm.): Wir stehen unm'itelbrr I vor der Gefahr eines neuen Kr'eges. Di' Kommunisten I linb die einzig»« im Ruhrgebiet, die den Franzose« eiter» I gisch Wder^and entgegensetzen.
Abg Mulle (Dutschv.): Die deutsche Diplomatie, die sich früher nicht genug über Geheimdiplomatie ent* I nisten konnte, treibt jetzt, itw sie an kr Macht ist, eine ' 'Kabinettspol.!:! hinter verschlossene« Dürrn, wie sie I schlimmer nicht gedacht werden kann.
Damit schließt die aHgewk-tne Aussprache. In bei ©in.^etkratung richtete Abg. Dr. Hertzkeltz (Komm.) heftige Angriffe gegen den Reichspräsidenten, der von seinem Rechte der Amnestie gegenüber rcbohtt'mflren Arbeitern keinen Gebrauch gemacht habe. Ein ?»mmn* uist'scher Antrag auf Au^bung des Sevettugschen Er lasseü gegen die proletarischen Hundertschaften wird ab- gelehnt. D'r Etat des Reichspräsdenten, des N»ich«kanz- lers, des Auswärtige« «mH sowie da» Etatgesetz wer- den gegen die.Stimmen der Kommunisten angenommen
Da? Gesetz über da» verfuhren mit unedlen Metallen, da» Roichs-ntlastungsgesetz, daS LiauidatfonSschä- dengesetz und da» Reichsausgieichsgesetz werden in dritter Lesung genehmigt.
Ei« Ergänzungsgesetz zum Rf'ch-f«chfong«aefetz, wonach ben ans den efcgdret»ne« Gebieten verdrängten Siedlern von den LieserungSverbänden 40 000 Hektar zur Verfügung gestellt werden, w-ch nach ben Ausschußbe- schlaffen endgültig angenommen. En deiit'chnatzonale.- Mänderungsantrag dazu wich in namentlicher Abstim muna mit 237 gegen 81 Summen abgeieSnl. <
Dns Gesitz zur Sich-mn-, der Brrtversorguna für 1923 '24 geht an den Ausschuß.
Präsident Lobe erirtiet und erhält die Erlaubnis. Zeitpunkt und Tagesordnung der nächsten Sitzung nach den Psingstferien selbst zu bestimmen. Er schloß nm halb 7 Uhr die Sitzung mit einer von den Abgev.dneten stehend anaehörien Ansprache, in ber er darauf hinwies, daß zahlreiche Abgeochnete nach Fvanksurt a. M. führen, um dort den Gedenktag de» Zusammentritts der ersten Nationalversammlung in ber PanlSkirch- im Jahre 1848 zu feiern. t
I fchaft und Ihre Familien vor. Die Zahl bet Aus- I Weisungen von Eisenbahnern aus dem besetzten Ge- I Met zählt bereits nach Zehntausenden. Die I Vertreibung der Eisenbahnbeamten aus ihren Wov - nu n g c h und zwar nicht nur aus den Dienstwoy-
I nungeu, sondern auch aus Privathäusern und Ge- noflenschastskolonien — wird systematisch fortgesetzt.
I Am 2. Mai mußten die Werkwohnungen der Hauvt- toerfftätte Kreßelv-Opvurn von 198 Familien
I geräumt werden. Am gleichen Tage wurden 35 Familien tn Troisdorf binnen weniger Stunden gezwungen ihre Wohnungen zu verlaflen. Pott der I gleichen Maßnahme ivurden am 5. Mai 180 Eisen- I bahnerfamilien in Euskirchen betroffen, desglet- üien am 8. Mat 178 Familien in Düren und 180 Familien in Bonn. In den meisten Fällen ist die Frist zur Räumung der Wohnungen so kurz bemeflen, daß die Betroffenen nicht in der Lage sind, ihren Hausrat mitzunebmen. Da es aber tn einigen Fällen dank übermenschlicher Anstrengung der Beteiligten und mit Hilfe mitleidiger Nachbarn gelungen war, ihre Have zu retten, hat in letzter Zeit das System gewechselt. Jetzt wird meistens den Vertriebenen nur gestattet, das mitzunehmen, was sie ans dem Leibe tragen, dann noch ein kleine? Bündel geringen Umfangs.
Aus den gleichen Gründen werden die von den Kriegsgerichten gegen deutsche Eisenbahner, tue nichts getan haben, als ein weder mit dem Völkerrecht noch mit dem Diensteid vereinbartes Ansinnen abzulehnen, gefällten Urteile immer graujamer. Als tvvisches Urteil wird auf das Urteil beS französischen Kriegsgerichts tn Mainz vom 8. Mai verwiesen, wo durch gegen siebzehn Eiienbabubeamte, die zugleich führende Mllg"eder verschiedener Eisetibabngewert- schäften sind, Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Iahten — im ganzen 73 Jahre Gefängnis — verhängt wurden.
Die deutsche Regierung legt gegen diese terroristischen Maßnahmen erneut Verwahrung ein.*
-• — Verlag dok Dl. L. Hitzeretb. — Druck »er Unto^Buchdruiterei von 3ob. Äug. Ko». Markt 21.23. — Xetxiprediet K, Bost» scdeckkonto: Rr. 5015 Amt Frankixrt a. Marx.
* W Lage iu len besetzten Gebieten.
Düsseldorf, 16. Mai. Wie das „Berliner ITagebl." meldet, wurden die Direktoren der Rheinmetallwerke Eltze und Potthof wieder freisielassen. Die Franzosen erklärten, daß ste den Reqnistttonsbefehl gegen sie wiederholen werden. Die Werke sind vollkommen stillgelegt. Die Franzosen quartierten in den Fa- brikräumen Truppen ein.
I Hebet Lennep und Mengede wurde der loerschärfte Belagerungszustand verhängt.
M ü n st e r, 16. Mai. Zn der Stadt Watten- scheid wurden etwa 1000 Mann neue Truppen untergebracht.
Wegen der Beleg'ing sämtlicher Schulen mit I französischen Truppen mutzte in Castrop und Hattlinghausen der Schulunterricht eingestellt werden.
In Aplerbeck find am Morgen des 15. Rai ins besetzte Gebiet reisende Lehrer und Lehrerinnen fest gehalten worden. Alle übrigen Reisenden blieben unbehelligt.
Wegen Nichtzahlung einer der Stadt auferlegten Geldbuße von 10 Millionen Mark wurden in Dortmund Bürpermeister Fischer und Stadtbaurat Koertgen verhaftet.
I Gelsenkirchen, 16. Mai. Beim Oberbürger- I meister erschienen gestern drei französische Offiziere und 20 Mann und teilten ihm mit, daß auch Gelsenkirchen nunmehr eine bauernde Besatzung erhalten werde, und zwar würden drei Bataillone in die Stadt gelegt werden, von denen eines auf dem Flugplatz, das andere im Stadtteil Bismarck und das dritte tn ber Mitte der Stadt in der Nähe des Hauptbahnhofs untergebracht werden solle.
Duisburg, 16. Mai. Die belgischen Besatzungsorgane erlassen ein sofort tn Kraft tretendes Verbot für ben Verkehr ober für Arbeiten tn ber Zeit von 6 Nhr abends bis 6 Uhr morgens innerhalb einer Zone von 200 Meter stromabwärts vorn Ruhrslou-
und opferbereit den Stürmen dieser schweren Zeit stand und vertrant fest auf den endlichen Sieg de» Rechts. Reichspräsident Ebert.
Die dänischen «ewerkfchasieu gegen bte Ruhrbesetzung.
Kopenhagen, 16. Mat. Der Ausschuß ber vereinigten Gewerkschaften bat bent hiesigen französischen ©efanbte« etne Protestresolution überreicht mit bent Ersuchen, das Schreiben an ben Ministerpräsidenten Poincar4 weiter z» leite«.
Der Ausschuß spricht feine Trauer mtb seine Entrüstung über bie seitens ber französischen Regierung erfolgte Besetzung bes Ruhrgebiets und bie bamtt verbundenen Gewalttaten aus.
Die Wiedergutmachungsfrage müßte, wie vom internationalen Gewerkschaftsbund wiederholt verlangt, durch et« unparteiisches vom Völkerbund eingerichtetes Schiedsgericht entschieden werben.
Was hier geschehen ist, verletzt unser Rechts« empffnben unb zwingt uns, bte französische Re« (rtetung aufzuforbern, so schnell wie möglich ihre Truppen aus bem Ruhrgebiet zurückzu« ziehen unb bie Wiebergutmachnngssrage durch et« SchiebSgericht entscheiden zu lasse«.
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Paris, 16. Mai. Die Reparationskommission hat die Verhandlungen über die ungarischeAnleihe gestern nicht zu Ende geführt und die Debatte auf nächsten Montag vertagt.
amten im besetzten Gebiet unter allen Umständen tum Dienst für bte franzöftsch-bclgtcche Regt- der Eisenbahnen tm besetzten Gebiet zu zwingcn, geht die Interalliierte Rheinland k o m m i s s i o n in immer schärferer unb
Berlin, 16. Mai. Die in der Zentralarbeits« gemeinschaft vereinigten Arbeitgeber und Arbeitnehmer der deutschen Industrie haben im Hinblick auf die Willkürmahnahmen der französischen nnd belgischen Besatzungstruppen gegen Angehörige bet deutschen Wirtschaft einmütig der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß, um den passiven Widerstand an Ruhr und Rhein zu stärken und zu keiner Zeit erlahmen zu lasten, alles getan werden mutz, damit die gebrachten schweren Opfer nicht vergebens find.
Berlin, 16. Mai. Der Reichspräsident hat folgendes Telegramm erhalten:
Der Hauptvorstand des holländischen Bundes für internationale Humanität und Gerechtigkeit, tief unter dem Eindruck des Estener Blutbades und bet in Werden gefällten Schandurteile, bezeugt hierdurch feine innigste Anteilnahme an dem Schicksal des ohnehin schon so schwergeprüften deutschen Volkes und spricht dir Hoffnung aus, daß es sich in dieser Zeit schwerster Prüfung einträchtig mit eisernem Willen behaupten wird.
Zm Namen des Hauptverstandes: Dr. Motenbrock. Dr. van Reneste.
Der Reichspräsident hat darauf erwiedrt:
Für die mir übermittelte warme Anteilnahme
den Gewalttaten im Ruhrgebiet sage ich aufrichtigen Dank. Das deutsche Volk hält einmütig
len darauf ebenfalls einen eigenen Sprecher vor, die AuSführung-n der Sozialdemokraten aufgrtfs. ^fker Abgeordnete Hergt erklärte für die Deutfcv- tor.afen, daß sie zum letzten Opfer bereit seien für btt Cndlösuttg, aber nur für eine solche, bte uns bas Wen laste. Er kündigte bet Regierung entschte- •ntftf Opposition an, falls sie tn Ihrem Widerstande WWafft.
Unter größter Spannung bes HauseS ergriff bet Minister v. Rosenberg baS Wort.
Die Reichsregierung hat inzwischen an bte eng« . tische Regierung einige Rückfragen gerichtet, unb sie *t in einem Schritt, der durch den Londoner deut- Men Botschafter unternommen worben ist, bie eng- Mche Regierung auf offenbare Mißverständnisse hl» Mvleien, die sich tn bet englische« Rote hinsichtlich Nr deutschen Vorschläge zeigen.
Sitzungsbericht.
356. Sitzung vom 16. Mai.
Ein von allen Parteien eingebrachter Gesetzentwurf Ber die Abfindung von Witwen in ber Unfallversicherung Nrb de bartelos in allen drei Lesungen angenommen. Da- »ch soll den Witwen, die eine Zulage jnr Witwenrente
■ btzogen haben, im Falle der Wiederverhciratung eine Ab- • tnbintg von zwei Fünftel des Jahvesverdienstes zuge- ; Nndeu werden, nachdem bie Zulage errechnet war.
(Nach kurzer Aussprache wird sodann der Gesehentwurs Btr den Verkehr mit unedelen Metalle, Perlen unb Edel- ■ Nirn« in »weiter Lesung genehmmt. Es handelt sich hier
werk unb stromaufwärts bis zu ber Drücke bte zur Meldertcherstratze führt, tm Süden vom NichtungS- wege West-Ost, ber auf bei Korbfette ber Ruhr lieg’ unb nach bet Schleuse führt, unb im Narben vor» Richtwege West-Ost, bet tm Süden bet Ruhr liegt. Dte Posten erhielten Befehl, auf jebe Person, bie bem Verbot zuwtderhanbelt, zu schießen. Uebertrening des Verbotes wird mit GefSngnisstraße bis zu 5 Jahren unb Geloftrafe bis zu 10 Millionen ober wechselweise mit einer btefet Strafen bedroht.
Duisburg, 16. Mat. Zn der Nacht vom 12. zum 13. Mai ist die Ruhrbrücke von Block Ruhrthal—Weddau gesprengt worden. Der Verkehr geht jetzt über Block Ruhrtal—Duisburg—Hochfeld-Süd. Die gesamte Strecke ist in weiterem Umkreis gi».1 sperrt.
Bochum, 16. Mai. Nachdem die Franzosen ti der vorigen Woche die Seilbahn zwischen der Zech« Karolinenglück und dem Bvchumex Verein lahm» gelegt haben, ist nunmehr auch die Eisenbahnverbindung zwischen der genannten Zeche und bem Bochumer Verein von ihnen unterbunden worvetk, so daß der Bochumer Verein keinen Koks mehr oe» ziehen kann. Es droht die Stillegung des 22000 Arbeiter beschäftigenden Werkes.
F r a n k f u r t a. M.. 17. Mai. Wie aus Koblens, gemeldet wird, ist in Lützel bei Koblenz ein französischer Personenzug entgleist. Er liegt neben bei Schienen.
Ludw igshafen, 16. Mai. Den Bewohnern des Einwohnerblocks im nördlichen Stadtteil ist geltem nachmittag von den Franzosen die Weisung zugegangen, ihre Wohnungen bis heute nachmittag 4 Uhr zu räumen. Ueber 100 Familien werden von der grausamen Maßnahme getroffen. Der Stadtverwaltung ist es gelungen, die Leute notdürftig anderweitig unterzubringen. — Die Lage in der Anilinfabrik ist unverändert. Die Lohnzahlung an die Arbeiter und Beamten soll heute erfolgen. Bei der gestrigen Absperrung der Fabrik durch die Spahrs find mehrere Personen ieicht verletzt worden, da die Araber rücksichislos in die Menge hineinritten.
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crrcich! iL-.den kann. Die belgisch-französische Roie Klangt d»n Deutschland die Emstellung des passiver Bä*ritanbe8. Selbst die ftanzösrsche Regierung sollte ftdfich etnsehe«, daß ber passive Widerstand an ber Ruhr vo» ber betrtfrfi'u Reg-eruna kommandiert, sondern । ’ ’ N bem eic'tKn Willen der Bevölkerung geboren ist.
L «ck haste Zustimmung.) Wäre es anoerS, bann wäre w btff r Efik passive Widerstanb schon längst unter dem fran- Ws■'*« Terror zusammtngebrochen. Redner wendet A bau« gegen die Behauptung, bte Sozialdemokratfo
DküW Note ßtaen die NergmMgW 6er WMHner.
Berlin, 16. Mai. Den Regierungen tu Pari?, London unb Brüssel wurde nachfolgende Rote über« geben:
»In dem Bestreben, die deutschen Eifenve-
I« Gegenwart bc3 Reichskanzlers tote des RetchS- yntzenmtntsterS nahm bet Reichstag in feiner letzten eitzung vor ber Pfingstpause bte brttte Lesung bc8 CtatS vor. Man batte sich vielen Ort» aus btefent Anlaß eine Erklärung Jet Reichstegtorung zu bet neuen, burch bie Anttoorten ber Entente-Mächte auf fct« deutsch« Rote geschaffenen Lage versprochen. Der Reichskanrler unb bet Neichsaußenmtntstet hatten scben zuvor bie Führer ber Sozialdemokraten unb darauf bie Führer bei Parteien ber bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft empfangen unb Übet bte Lage etne Aussprache herbetgeführt. Doch haben sich btefe Er- itierungen weniger auf sachliche alS auf formelle Stagen, vor allem also btejenige ber Stellung bet tzicichsregtetung tm Reichstag, bezogen. Sehr unbe- picdigt n«b bte Sozialdemokraten von dieser Sitzung fortgegangen, aber auch bei einzelnen Parteien bet bürgerliche« Arbeitsgemeinschaft herrschte Mißbe- tzgge«. Die bürgerlichen Parteien kamen aber bäht« Verein, in bet Vollsitzung keine weiteren Aussüb- nngen »« machen. Die Sozialbemokraten wollte« ttfi aus Ausführungen nicht verzichten, bte ber Abg. Rliller-Franken machte. Er unterstrich ben Ernst ber Lage, bekannte sich ober für bte Sozialdemokraten 1 Nr Fortführung bc5 passiven Widerstandes, Aber ben ti tö auch bet ben übrigen Parteien keinen Metnungs- Unterschieb gibt, ferner bazu, bah keine Kapttulatioi, k N Frage käme unb daß bas Ziel bet Verhandlungen Wf Räumung fein müsse. Die Deutfchnattonaicn
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von Garantien für unser Angebot fegen. (Graf (Deutschn.) ruft hier dazwischen: „Es ist dock MtS dastst Man sollte d»c5> hier nickt etwas glauben •64tn wollen, was uns fein Mensch im Ausland »subi. Vor allem brauchen wir konkrete Garantfen Landwirtschaft. Industrie, Banken und Handel. Wen« Ransceich ben Weg bet Verständ-gung beschreiten will, - der Revancheschreier immer kleiner
’ unb immer größer die Zahl derer, die uns durch Arbeit aul dem Jammer hercmssübren wolle«, in ben Ns brr Krieg gebracht hat. (Beifall.)
> Abg. Di. Leicht (Bayr. Vpt.): Im Namen d-S Sen« g’nä, der Deutschen Volkspartei, der Demokratischen «rtei und btt Bayerischen Volkspartei habe ich fol- Wve Erklärung abzugeben: Der gegenwärtige Augen- s?ck erscheint uns als verftüht, zu den auf das deutsche
^cbot eingegangenen Antworte« im Reichstag ©td> ^3 ’tt nehmen. Wir werden uns deshalb an der parka- ^cianschen Aussprache nicht beteiligen. Wir sprechen r vertr«ic...tsvolle Erwartung ans, daß die ReichS-
Mrtung de« Weg gehen wird, der in dieser für unser S*1* und Vaterland so wichtigen Entscheidung notioendig - iBeifall bei den Mittelparteien.
i t dstg- Hergt (Dentschn.): So sehr wir wünschen, daß knüpften Fäden nicht abreißen, so sehen wir doch i wo alle Antworten Vorlagen, keine Möglichkeit, ]
Der 8n»eigenoteis beträgt tüt b«x 9ge|p. Zeifenmillimeter 80.00 ÄL (ÄL Anzeigen unb
Familien-ünz. gegen bar, 60 Ml. Amtliche unv «xsw. Anzeigen 10S Mk. Bei jchaneriae« rn
Sag 511*1, Aufschlag. Spät einlauienbe ober de» Raum übet l|, Seite einnehmende afl. »bOuiB- ?"^igen werde» nach der Teztlpaltendreite berechnet. -ieNamex der Zellenmillimeter v " ’ 300 MI. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Belege werden berechnet. Bei Äu>» kunft durch die De,chäft,st. und Vermittlung der «naebote 100 M, bei Uebet|enbu»g durch uns 100.— Mk. ohne Port».
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