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Amtliches VerAndigungsblatt des Kreises Marbmg.

Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberheffei»

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EllM-sranziWe Spannung wegen her Note

U London, 7.Mai. D« Presse gibt ihrer Ent- schung über die gesonderte Ablehnung des deut-

lchen Finanzen würden jeden Tag verzweifelter. Seine Stabilisierung könne stattfinden ohne Rückkehr

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Berlin. 7.Mai. Wie die Blätter melden, trat der offizielle Text der Pariser Note heute morgen in Berlin ein. Der deutsche Geschäftsträger in Brüssel teilte mH, der ihm übergebene Text der belgischen Not« dem der fran- französischen Antwort gleichartig sei. Auf drahtliche Uebermittelung der belgischen Note wurde deshalb ver­zichtet. Es Wick erst nach dem Eintreffen des brieflich übermittelten Textes frftgestelü werden, ob die belgische Note von der französischen irgendwelche Abweichungen

Durchführung der in der alliierten Rote votn De­zember v. I. niedergelegten Bedingungen durch Deutschland sei notwendig, um die Dauerhaftigkeit der militärischen Garantien sicherzustellen.

Den Bkaitern zufolge trifft der Reichskanzler, der einen kurzen Erholungsurlaub Verbrachte, ans Freu­denstadt morgen in Berlin ein.

Das Kabinett Cuno stützt sich auf eine parlamen­tarische Einheitsfront, in die alle Parteien von den Deutschnationalen bi» einschliehlich der Sozialdemo­kraten einbegriffen find.

58. WH. 1920

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dann freilich dürfte es nie zu Verhandlungen kom­men. Die schroffe Ablehnung unseres Angebotes legt uns die Pflicht zu verstärktem passivem Wider­stand auf, das ist der Eindruck, den die Rote Poin- car6s auf uns Deutsche machen mutz. Sie zeigt uns, was Frankreich will, die wirtschaftliche Ohnmacht und die politische Zerreihung des deutschen Reiches. Zu diesem Zw«ke ist ihm jedes Mittel recht und der Versailler Vertrag nur ein Vorwand, den es beliebig dreht und wendet. Poincarö ist wieder einmal deutlich geyorden. Das ist in einer Be­ziehung auch gut, denn es heilt uns von Illusionen, die dem Deutschen so nahe liegen.

Manche sehen gerade in dem wortreichen Phra­senschwall der Rote, die Möglichkeit eines weiteren Diskutierens, die also auch PoincarS wünsche. Das ist möglich. Auch dürfte England dafür sorgen, daß die Diskussion fttzt nicht abgebrochen wird. Darüber darf man sich aber nicht im llrklaren sein, datz die französische Rote eine ernste und bedrohliche Lage geschaffen hat. Selbst wenn es doch noch zu irgend welchen Verhandlungen kommt ist es sehr fraglich, ob England Frankreich das Ziel entreißen kann und will um das Poincarö vorläufig kämpft — R Hein und Ruhr.

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Dienstag, den 8. M

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«richtet werde Durch die separate Beantwor- i'ßung der Note hätten Frankreich und Belgien die Auf­rechterhaltung der Einheit der Alliierten un-

Essen, 7. Mal. Am gestrigen Sonntag wurde ht Welver ein Mädchen namens Martha Böhmer von stanzöstschen Soldaten In ihren Wohnung üb er fal­len und vergewaltigt.

In den letzten Tagen hätten ste 800 Hochöfen in besetzten Gebiet ausgelöscht. Gleichfalls könnte cngltsche Außenminister wahrnehmen, datz sie im griffe ständen, aus der allgemeinen Katastrophe kiinstigc Größe aufznbauen.

Die ^Oberhesstsch« Zeitung erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 3600 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummer« infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag von Dr. T.-itzeroth. — Druck der Univ^Buchdrnckerei von Joh. Lug. Koch. Markt 21,•23. — klernsprecher 55, Post­scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

sehen Angebots durch Frankreich und Belgien offen Aus­guck. Es wird betont, daß England an den Repara­tionen in gleichem Maße interessiert ist wie Frankreich fiwd Belgien. ' ।

Die „Times" schreibt: Da das deutsche Angebot auf |tn Wink Lord EurzonS hin erfolgt sei, könne Groß­britannien eS nicht vollkommen ignorieren. Deutsch­land habe angeboten, die ganze Frage seiner Gefamtver- Mchtungen einem un parteiischen Tribunal zu Unterbreiten, die- sei wenigstens ein Zeichen von Auf­richtigkeit gewesen, und wenn dieses Tribunal auS den 1 »Liierten Hauptmächten bestehen solle, so werde auch die gesamte Macht der öffentlichen Meinung in England fir die Teilnahme eines deutschen Vertreters an Hirsen Erörterungen eintreten. Man könne auch hoffen, haß Amerika in dieser Frage berett fein würde, von neuem eine „assoziierte Macht" zu werden. Die deut-

W neuen Verhandlungen.

J l - Eine britische Sonderantwort.

London, 8. Mai. Gestern vormittag fand Mter Vorsitz Lord Curzons in Doamingstreet eine Kabinettssitzung statt, in der dem Vernehmen nach tir deutsche Rote, die französisch-belgische Antwort fiwie die Antwort der britischen Regierung et» . j »ogen wurden. Reuter erfährt von gutunterrich- üter Seite, datz die britische Regierung wahrschein- M beschließen werde, dem Beispiel Frankreichs zu folgen und eine Eondernote an die deutsche Regie- ^ng zu senden. Diese Note werde zwar klar machen, «lß das deutsche Angebot unbefriedigend sei, jedoch Ersuchen, die Wiedereröffnung von Verhandlungen dvischen Deutschland und den Alliierten zur Rege- u<ng der augenblicklichen unbefriedigenden Lage Möglich zu machen. Die britische Antwort werde Mitte der Woche abgesandt werden. Das ? I Zutsche Angebot wird in britischen Kreisen als »Ausgangspunkt für Verhandlungen", jedoch nicht «5 „Verhandlungsgrundlage" angesehen. Die ita- f «mische Ansicht ist, wie angenommen wird, die Weiche. Rach britischer Ansicht bedeutet die franzö- W Antwortnote an Deutschland kein „Zuschlägen t**t Tür". Es wird von britischer Seite der Hoff­nung Ausdruck gegeben, datz Deutschland die Ant­wortnote Englands und Italiens abwartet und mnn den Alliierten ein abgeändertes Angebot Unterbreitet.

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Parts, 7. Mal. In einet Besprechung der französisch-belgischen Antwortnote erklärt .Er« Nou- velle", Im Hinblick aus oie Alliierten und die Neu­tralen könne man befürchten, daß PotncarL und Theunis ihr Ziel verfehlten. Die Frage hinsichtlich bet Möglichkeiten einer deutschen Revanche sei nicht sehr glücklich. Sie werde die außerhalb Frankreichs

schon stark verbreitete Meinung im Ruhrgebiet nur eine rein durchführe.

„GauloiS" meint, die Note

Menschenverstand der Welt beweisen, datz die deut­schen Vorschläge eine ungeheure Täuschung seien hinsichtlich der angebotenen Summe wie auch bet Garantien, eine Täuschung auch, da Deutschland ein vollkommenes Moratorium von 4 Jahren ver­lange, ohne Pfänder zu geben, ja Frankreich nicht einmal das Recht zuerkennen wolle, das Ruhrgebiet besetzt zu halten.

Der sozialistische »Populalre" stagt: Warum le# man solchen Wert darauf, England bei Sette zu schie­ben? Die einzige plausible Erklärung besteht darin, daß England, wenn es auch mit uns die Note des Reichskanzlers Cuno abgelehnt hätte, zweifellos doch darauf bestanden haben würde, daß die Antwort nicht die Tür für eine deutsche Erwiderung verschlöste, da­mit nach diesem ersten Wassengang zweckmäßige Un» lerhandlungen angeknüpst werden könnten. Heute aber wolle Potncarä nicht, daß es zu Unterhand­lungen komme.

Die Morgenpresse setzt sich mit bem englischen Standpunkt auseinander. Pertinax erklärt im .Echo de Paris': Das getrennte Verfahren, welches wir einschlugen, wurde uns vom Londoner Kabinett am 4. Januar auferlegt. Der englische Außenminister wünscht, datz das nach Berlin abgegangene Schrift­stück alle Unterschriften der Verbündeten enthalten haben sollte; doch, so ftägt das Blatt, was hätte er tu demselben zum Ausdruck gebracht? Lord Curzon soll sich weniger über Paris und Brüssel beunruhigen und mehr auf Deutschland achten. Dann könnte er festsiellen, daß die Großindustriellen, die wirklichen Dtttatoren des besiegten Deutschland den Wider gegen die Reparationen bis zum Selbstmord verschärfen.

Die neue Rote Poincarös, die wir gestern im Auszug verisifentlichreu, gleicht mehr einer Propa­gandaschrift für naive Gemüter, als einer polrU- fchen Kundgebung. Sie scheint auf das Niveau eines Durchschnitts-Amerikaners, soweit wie sie nach nutzen wirken soll, und für den Poilu berechnet zu sein, der sich an der abgrundtiefen Bosheit des Boche und der weisen Gerechtigkeit Frankreich berauscht. Das Letztere wird fie gewitz erreichen, ob das Erstere, stehl ncch daqin, denn die Wirkung dieses Eonker­schrittes ist in England, man kann wohl sagen, katastrophal. England hat von den Extratouren Frankreichs genug. Das Törichteste ist, datz Poincar6 der Welt immer wieder vorzurcden ver­sucht, datz der passive Widerstand ein Werk der Re- gierung sei. Datz selbst die verhandlungswütigsten Pazifisten machtlos find gegen den spontanen Wi­derstand des deutschen Arbeiters, haben ausländische Beobachter, die gew-tz nicht preußisch verseucht sind, des öfteren festgestellt. Die Forderung nach Auf­gabe dieses passiven Widerstandes an die deutsche Negierung ist also an die falsche Adresse gerichtet. Hier ist allein die schwerbedrängte Nuhrbevölkerung zuständig, und sollte Poincarö der Ansicht sein, datz Verhandlungen erst möglich find, wenn der letzte Deutsche seinen Marokkanern die Hand gekützt hat,

Arümm m lllWni Loge.

Eisenach, 7. Mai. In einer öffentlichen Ver­sammlung sprach Sonntag im Fürftenhof zu Eise­nach Dr. Stresemann. Dem Worte Rathenaus „Die Wirtschaft ist unser Schicksal", stellte er das Wort: „Die Politik ist nilser Schicksal" gegenüber. Der passive Widerstand ist unsere einzige Waffe. Trotz des passiven Widerstandes der Bevölkerung haben wir die öffentliche Meinung der Welt nicht für uns. Wir dürfen nicht fragen, was wir brauchen, son­dern was kann Deutschland leisten. Das kann nut der Kreditgeber festsetzen. Die Note enthält posi­tive Grundlagen für die Erörterung aller Pro­bleme. Znbezug auf die deutschen Leistungen legt sie mehr das Hauptgewicht aüf das Gutachten inter­nationaler Sachverstärrdiger. Es ist unverständlich, wie die französische Kritik von einem Fehlen der Garantien sprechen kann. Die Garantien der deut­schen Regierung sind in der Note enthalten und auch kürzlich in der Rede des Reichskanzlers zum Ausdruck gebracht worden. Die deutsche Regierung hat diesmal den Gedanken der Sicherheit, der selbst­verständlich nut auf Gegenseitigkeit beruhen kann, erneut aufgegriffen und sich zu dieser Diskussion be­reiterklärt. Heute liegen die Dinge so, datz der paffroe Widerstand auch dann fortgesetzt würde, wenn irgenb eine deutsche Regierung seine Beseitigung herbeiführen wollte. Die beste Beseitigung des Widerstandes ist die Wiederherstel­lung der Freiheit im Ruhrgebiet und der Aufgabe der unmöglichen Politik, die man von französischen Soldaten und Offizieren ausführen läht. Wenn schlietzlich Frankreich eine Umbildung des deutschen Kabinetts fordert, um zu Verhandlungen zu kom­men, so mutz sie sich darüber klar fein, datz eine solche Umbildung des Kabinetts eine Angelegenheit ist, die nur Deutschland und keinen ande­ren angeht und datz Frankreich sich einem Irr­tum hingibt, wenn es glaubt, datz die Politik, die seine jetzige Regierung treibt, und die, wie wir wis­sen, im Widerspruch zu mahgebenden französischen Kreisen steht, von irgend einem deutschen Kabinett akzeptiert werden könnte.

Keine deutsche Regierungskrise.

Berlin, 7. Mai. Zu der in einem Teil der französischen Presie enthaltenen Darstellung, wo­nach in Deutschland eine Regierungskrisis unver­meidlich sei, stellt das Organ der Deutschen Volks- partei, „Die Zeit", fest: Sämtliche Parteien der deutschen Volksvertretung sind darin mit der Re­gierung einverstanden, datz wir den passiven Wider­stand nicht aufgeben dürfen und datz wir jede Ver­gewaltigung durch ein Diktat unbedingt ablehnen miiffen. Es liegt also nicht der geringste Grund vor, an einen Regierungswechsel zu denken. Es ist auch keineswegs in Aussicht genommen, an dem Be­stand des Kabinetts Cuno irgend etwas zu ändern.

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Die Lage lo den beMu Erbieten.

Mannheim, 7. Mal. Zwei französische Soldaten, die heute nachmittag in der Bretteu- straße angettofsen wurden <also wiederum im Stadt» Innern aus unbesetztem Gebiet) sind von zwei Polizei» beamten sestgenommen und nach der Polizei» wache G 6 verbracht worden. Von dort wurden DU beiden Franzosen nach der Polizeidirekttvn verbracht, von wo ste nach einem Verhör in das besetzte Gebiet abgeschoben wurden. Etwa 10 Minuten nach der Fest­nahme der beiden Franzosen erschien ein französtscher Ossi,ter mtt sechs bewaffnete« Soldaten auf der Wache G 6 und forderte die Freigabe der französt» schen Soldaten. Er gab sich mtt der Erklärung, daß die Verhafteten der Polizetdirettton vorgeführt und alsdann nach oem besetzten Gebiet vechrachi worden seien, zuftteden und zog mtt seiner Mannschaft wie­der ab.

Köln, 7. Mat. Die Franzosen fordern, datz der Wald beidersetts der Strecke Jünkerath-Call aus 40 Meter abgeholzt werden so«.

Offenburg, 7. Mai. Bor einigen Tagen wurv« die Besatzung verstärft durch eine Maschinengewehr« abtcilung mit 10 Pferden, die zu dem ht Sttatzburg stehenden Husarenregiment gehört.

Der Kampf gegen die Eisenbahner.

Wiesbaden, 7. Mai. Am SamStag ist erneut eine Anzahl Eisenbahner, 28 an der Zahl, ans« gewiesen worden. m

In Altenkirchen gehen zurzeit Mafsen« auswetsungcn von Etsenbahnerfamtften vor sich« C>00 bis 700 Perlonen dürfen betroffen sein. In Lins find 30 auS Gerolstein stammende Etscnbahuer mit rund 180 Perlonen angekommen, die nach ASbach Wei» terbefördert io erden sollen. In Bonn finden in alle« Stadtteilen Massenverdrängungen von Ersen« bahnersamilien auS ihren Wohnungen durch stamv« stsche Truppenabteilungen statt.

Am 3. Mat stnd bet Blankenh eim zwet ZÜg» : zusam menge stoßen. Aus der Strecke Jünkerath- Losbetm wurden die Etnrichtungen der Eisenbahn« büros von den Franzosen weggeschafst.

K r e f e l d, 7. Mai. Die Vertreibung des deut­schen Eisenbahnpersonals aus den Wohnungen geht weiter. Im Kölner Bezirk sind die Franzosen so weit gegangen, bei Eisenbahnbediensteten, die in Privatwohnungen wohnen, Mobiliarenaufnahmen zu machen; dabei verbieten sie den Wohnungsin­habern, bei evtl. Ausweisung oder aus sonstiger Ur­sache ihre Möbel fortzuschaffen.

E s s e n, 7. Mai. Der Präsident der Eisenbahn­direktion Essen hat in einem Protostschreiben an den Präsidenten der Feldeisenbahnkornmisfion schärfste Verwahrung gegen eine Reihe von Miß­handlungen deutscher Eijenbahnbearnten durch die Besatzungsbehörden eingelegt. Er ersuchte dringend bei den zuständigen Stellen, für wirksame Vekämp» sung solcher Mitzhandlilngen einzutreten.

Frankfurt, 7. Mai. In der Pfalz mehren sich Steuerungen der pfälzischen Bevölkerung da­rüber, datz die französischen Züge hauptsächlich von Reisenden aus dem unbesetzten Gebiet benutzt wer­den. Von der Strecke Griesheim—Wiesbaden wird dasselbe berichtet. Datz dieses Verhalten den deut­schen Widerstand erschwert, braucht nicht besonders betont zu werden.

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Werden, 7.Mai. Erst kurz nach 8'/- Uhr vor­mittags begannen die Verhandlungen des dritten Pro» zrßtagcs, als Zeugen wurden der Privatsekretär Krupp v.Bohlens, Schüppner, die Bürovorsteher der Pttvat« büros, die Direkwren Orfterlen und Hatz sowie der Boten­meister Gräulich vernommen, deren Aussagen nichts Neues bieten, Schüppner bestätigt, datz Krupp v. Bohlen sich in seiner Korrespondenz, die ganz durch die Hände deß Zeugen gegangen fei. sich niemals in Angelegenheitent des Direktoriums gemischt habe. Hatz wußte von einer Vereinbarung, im Falle der Besetzung die Swenen ziehen zn lassen, bis zum 31. März nichts. Es sei ihm trotzdem nicht verwunderlich gewesen, als das Sirenengeheul ertönt, da im Ruhrgebiet den Arbeitern bekannt gewesen sei, datz im Falle einer franz. Besetzung zwecks Niederlegung der Arbeit die Sirenen gezogen würden. Gräulich kommt in seiner Aussage darauf zu sprechen, datz er am Ostersonn­abend Morgen den mit Personalangelegenheiten be­trauten Direktor Klöpfer bei Krupp von Bohlen gemeldet hatte. Der Staatsanwalt fegt anscheinend! großen Wert darauf, darüber, was bei diesem Besuchs besprochen wurde. Näheres zu hören. V. Krupp-Halbach erklärt, daß er Klöpfer beauftragt habe, ihm durch bett ältesten katholischen Geistlichen in Essen. Monsigno« Euskirchen, eine Unterredung mit dem damals in Esse» wellenden päpstlichen Delegaten Mns. Testa zu et* wirken. Der Arbeiter Zimmermann, bezeugte, datz sich int

2081 |n normalen Verhältnissen und ohne ein Moratorium. ie- fcin Moratorium könne jedoch gewährt werden, wenn dicht eine Att von alliierter Kontrolle der deutschen Mnanzen von Deutschland angenommen und in Berlin

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Paris, 7. Mal. KriegSmlnlster Maglnot er­klärte gestern in Arcachon auf einem Bankett anläß­lich einer Veranstaltung bet Krlegervcretne: Wir wer­den die Umklammerung nur lockern, wenn Deutsch­land bcn Widerstand beendet. Wir werden mtt feiner Negierung nur in Verhandlungen eintreten, wenn es uns seriöse Vorschläge unterbreitet. Wir werden — Deutschlaird mutz davon überzeugt sein — und die Wett muß eS wissen — keine Vorschläge annehmen, dte in einer neuen Verringerung unserer Forverun- gen besteben und die uns nicht die Garantten sichern, aus dte man bei einem Volk« wie dem deutschen nicht verzichten kann.

P a r i s, 7. Mai. Der kommunistische Abgeord­nete Cachin und die mit ihm angeklagten Kommu­nisten, die des Vergehens gegen die Sicherheit des Staates beschuldigt werden und die nunmehr von dem Staatsgerichtshof abgeurteilt werden sollten, werden nach dem „Statin" heute in Freiheit gesetzt werden. Nutzer dem deutschen Reichstagsabgeord- neten Hvllein verbleiben noch zwei Angeklagte, die beschuldigt werden, Soldaten zum Ungehorsam ver- anlatzt zu haben, in Untersuchungshaft.

London, 8. Mai. Guinetz teilte im Unter« £Me auf eine Anfrage mit, die militärischer Be- der Regierung seien der Ansicht, datz die Be- Mmmungen des Vertrags von Versailles übet die iS^Heferung von Waffen und Munition durch ^vtfchland soweit durchgeführl worden seien, daß * gegenwärtigen Augenblick Deutschland wirksam ^Mtwaffnet sei. Aber die vollständige und loyale

DerAnzeigenvreis beträgt für be« 9gejp. Zeilenmillimeter 80.00 Mk. (Kl. Anzeigen und Familien-Snz. gegen bet, 50 Mk. Amtliche und ousw. Anzeigen 100 Mk. Bet schwierigem Satz 50*1, Aufsthlag. Spät einlaufenbe ober den Raum übet */, Seite etnnebmenbe Anzeigen werben nach der Textspaltenbreite berechnet. Reklamen ber Zeilenmtllimeter 800 Mk. Sebet Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege werben berechnet. Bet Aus­kunft bnrch bie Eejchäftsst. unb Vermittlung bet Angebote 50 SR, bet Uebetlenbuitg durch nn» 100.— Mk. ohne Porto.

»ölig schwierig gestaktet. — Noch deutlicher itifcern sich der „Daily Telegraph". Das Blatt schreibt: komcares Vorgehen sei eine äußerst unglückliche i Mntwort auf den Appell Curzons. Er weist darauf st», daß wenig Meinungsverschiedenheit unter den Alliiee- tzn über die Unzulänglichkeit des deutsche» Angebotes ■ strrsche. Ebenso allgemein sei Uebereinstimmung darüber »rhanden, daß gewisse Stellen der Berliner Not« aus- «ückien. daß Deutschland immer noch nicht er- Winnt Hobe, datz es Besiegter nicht Sieger im Welt- sei- Bei gutem Willen hätte eine gemeinsame Ant- 208t । Wort auf die deutsche Note man gut zum Anfangspunkte Pf. EBtr Erreichung einer Grundlage machen können. Es j ; F anzunehmen, daß dies auch die Absicht der italienischen 4 Regierung sei. Wenn das deutsche Angebot, zu zahlen, * Wt einer glatten Weigerung, es auch nur in Erwägung „ j » riehen, beantwortet werde, was solle dann geschehen?

stach Ansicht des „Dallv Telegraph" könne der in w «lankreich befürwortete stärkere Druck auf Deutschland

*n vollständigen politischen und wirtschaftlichen Zu- * Mnmenbruch Deutschlands herbeiführen und die weitere -> Verzögerung feiner wirtschaftlichen Fähigkeit, vom Aus-

snde zu kaufen. Wenn ein Hebel in Berlin notwendig sei, st würde sicher eine gerneinsameAkti o n ber Alliier- E* ein viel besseres Werkzeug sein. — „Secolo" betont, S sei die Pflicht Englands und Italiens, dem Treiben ' kr Franzosen cntgegenzutrelen. Uebr-gens, so sagt das Matt, seien nicht etwa nur Frankreich unb Belgien, pubtrn auch England und Italien an den deutschen «parationen interessiert und wvllen nicht, daß ihr gutes stecht geschmälert w.rre. Folglich könnten die Frau- , i»sen und Belgier das deutsche Angebot nicht ablehnen, «hne erst du Ansichten Londons und Roms gehört zu stken. Die deutsch« Note öffne jedenfalls einen Weg