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d«l J. H. Schäfer
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Bit der belgischen Regierung über die Antwort eit
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London, 4.Mai.
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tune des Ruhrgebiets intensiver stakteren.
Paris, 3. Mai. Um 8 Uhr nachmittags
Paris, S. Mai. Ueber den heutige« Minister. Alt wird amtlich mitgeteilt: Die Minister sind heute «rmittag »nter dem Vorsitz des PrLfidente« Millerand zusammengetrete«. Der Ministerpräsident hat das Schreiben zur Kenntnis gebracht, das er «om deutschen Geschäftsträger erhalten hat. Der Minrsterrat war einstimmig der Ansicht, das; dir Vorschläge als unannehmbar z« betrachten seien und zwar sowohl der gestellten Pedingnuge« «nd des Mangels an Garantie« we- grn als auch »ege« der Unzulänglichkeit der genannten Ziffer«. Ttr Ministerpräsident wird sich
London, 3. Maü. Dm Times schreibt weiter: Das Borteilhafteste, waS Deutschland tun könne 4m eigenen Interesse und in dem Europas, würde sein, eine „sinnlose Politik vorsätzlicher Obstruktion"' aufzugeben und sich zu ergeben. Dafür könne Deutschland mit Vorteil das Versprechen bekommen, daß die Konferenz daraufhin abgehalten neide, auf der Deutschland „wenigstens" vertreten sein toeobe. Eine solche Konferenz Kutte natürlich nar aus den alliierten Hauptmächten bestehen» die den Versailler Vertrag unterzeichneten unfr selbst unmittelbar an einer Befriedigung ihrer rechtmäßigen Forderungen interessiert seien. Diese Mächte seien end- giiltige Schiedsrichter, ebenso wie sie die ersten Schiedsrichter waren. Das Blatt schließt: Wenn Frankreich einer imr schaftlichen Lösung des wirischastlich n Problems zustimme, so werde es ganz Europa verpflichten, !>a die deutsche Note -die Möglichkeit eines gemein« amen Versuches aller in Betracht kommenden,Mächte biete, das verfallende Gebäude der eurapiis te t Stab'- lität wieder auszurichten. — „Daily Telegraph" kommt zu dem Schluß, es sei keinerlei Hoffnung auf eine Erneuerung der Vrrhüudlungen auf der in der deutschen Note nitdergelegten Grundlage zu erblicken. — „Daily tzerald" überschreib i seinen Leitartikel mit den Worten: DE Frieden nicht näher! und führt aus, leider zeigten die Franzosen, daß sie eine Regelung der Reparations- srage jgai nicht wollten. ■ ,
Mtnisterprästdeni Poincarö eine Unterredung mit dem Finanzminister de Lastevrie dem Minister für die be- freittn Gebiete, Reibel, dem Minister für die Oeffent» ltcüen Arbeiten Le Trocquer und den französischen T elegierten in der Reparattonskommisston gehabt. ?dach der Havasagentnr kann man annehmen, daß Gegenstand dieser Beratung die Ausarbeitung der Antwort a« die deutsche Regierung gewesen sei.
Paris, 3. Mai. Ministerpräsident Polnear« batte gestern nachmittag eine Unterredung mit dem rheini'chen Oberkommissar Tirard.
P a r i S, 3. Mai. Die .Chieag» Tribüne' will er- fadren haben, daß Poincare voraussichtlich das deutsch« Angebot in einer Rede beantworten werde, in der er Frankreichs Ablehnung hinsichtlich einiger grundlegenden Punkte auksprechen, aber darauf an« ivteien werde, das) die Vorschläge, da sie revidiert werden könnten, die Grundlage wichtiger Erwägungen abgeben könnte«. Dem Blatt muh für seine Meldung die Verantwortung überlassen werden, umsomehr, als sie mit den übrige« Informationen, auch der »CHicago Tribüne' in starkem Widerspruch steht.
Gemeinsame sra«zöfisch.belgifche Antwort?
Paris, 3.Mai. Bor Beginn des Ministerrates wurde erzählt, daß am nächsten Montag eine
Konferenz i« Brüssel stnttfindet, bei der die gemeinsam Antwort auf die deutsche Rote feffgestellt werden soll. Eine Entscheidung über diesen Gedanken wich aber erst in der Beratung der Minister pehrnfSrn werben.
Paris, 3. Mai. Der belgische Botschafter bat beute vormittag eine Unterredung mit dem polttkschcn Direktor im Auhenministerimn gehabt. Man yave sich über den allgemeinen Inhalt der Antwort an die deutsche Regierung unterhalten, jedoch ist, tote das „Journal des D-batS' mitteilt, keine Entscheidung über den Inhalt der Antwort getroffen worden. Morgen wird iedenfallS der belgische Botschafter wiederum mit der französischen Regierung verhandeln und in weniger als 48 Stunden werde der deutschen Botschaft in Paris eine klare und präzise Antwort übermittelt werden. Die belgische Regierung werde zweifellos eine gleichartige Antwort, wenn nicht etwa den gleichen Wortlaut, ergehen lasten.
Brüssel, 3. Mai, Die „G tot le Beige' sagt, die deutschen Vorschläge verursachten in amtlichen Kreisen Enttäuschung. Die Regierung werde sich nach Kenntnisnahme mit der französischen Regiernng über die zu ertett-ude Antwort ins Einvernehmen fetten, und zwar würden die belgischen «nd französische« Minister wahrscheinlich in Brüssel nach der Abrrife deS fpam- schen KSntgspaareS zustrmmenkommen. Fn amtlichen »reifen würde das deutsche Angebot als völlig ungenügend bewachtet.
ernstes Angebot für die Regelung der Reparationen angesehen worden, um eine Erwiderung von Seiten der in Betracht kommenden Lander zu verdienen. D« die Note an alle Alliierten gerichtet sei, so habe jeder der Alliierten das Recht, seine Ansicht auszudrücken. Man könne mit Sicherheit Vorhersagen, daß weder England noch Amerika die Note Deutschlands ohne weiteres zurückweisen würden. Auch Ztalien werde wahrscheinlich di« Gelegenheit ergreifen, um seine Ansichten bekanntzugeben. Belgien werde wahrscheinlich allem, war Frankreich sage, zustimmen, rmd gestern abend schien nicht viel Hoffnung zu bestehen, datz die französische Regierung einen anderen Standpunkt als die summarische Verwerfung einuehmen werde. Der gesamte Ton der deutschen Note laste daran" schließen, daß ihre Bedingungen elastisch sind und nicht in dem Gedanken unterbreitet worden seien, das letzte Wort tn dieser Frage zu sprechen.
Die „Times" weist in ihrem Finauzteil darau hin, datz die Veröffentlichung der deutschen Note sowohl Franks- als auch Mark-Berkäufe zur Folge hätte. Damit habe der Markt seine Ansicht aus- gedrückt, daß Frankreich das deutsche Angebot verwerfen werde. Zn gut unterrichteten Kreisen In der City sei die deutsche Note jedoch begrüßt worden, weil sie, was auch immer ihre Aufnahme durch Frankreich sein möge, eine neueLageinder Geschichte der Reparationsfrage schaffen müsse. Es gäbe niemanden in der City, der die Schwierigkeiten kenne und bereit sei zu sagen, wieviel Deutschland bezahlen könne. Daher habe wenig Neigung bestanden, über den in der deutschen Note erwähnten Betrag zu spötteln. Das Hauptmerkmal der deutschen Note und das Merkmal, dem die City die meiste Bedeutung beimeste, sei Deutschlands Angebot, die Frage, was es zahlen könne, dem Urteil eines Welttribunals zu unterbreiten. Eine Stabilisierung der Mark könne nicht stattfinden, solange das Herz des deutschen indstriellen Lebens, nämlich das Ruhrgebiet, vom Hauptkörper des deutschen Systems abgefchnitten fei.
3« einem Leitartikel schreibt die „Timet*1 dagegen: Es könne von vornherein gesagt werden, baß es das Reparntivnsproblem -nicht löse. Das Angebot gebe nur die unbestimmtesten Garantien. Es werde so ungeschickt vorgebracht, daß es jede französische Empfindlichkeit errege. Frankreich und Belgien würden jedoch klug tun, das deutsche Angebot nicht allzu summarisch zu verwerfen. Es schlage Punkte vor, von denen aus Schritte, allerdings kurze und zögernde in der Richtung einer Regelung getan werden könnten. Deutschland mache in Uebereinstimmung mit «dem von Curzon gegebenen Rat ein positives Ange bo t, und die vorgeschlagenen Summen ständen nicht vollkommen außerhalb jeder Beziehung zu dem von Bonar Law in Paris im Januar vorgeschlagenen Betrag. Deutschland sei anfc^inend bereit, außerdem Sachleistungen zu machen, obwohl die Skate in diesen wie in vielen anderen Punkten nicht sehr klar sei.
Frankreich lehnt ab.
Bus WgM UWMWd. — ZmWWe Stimm« Sei»« Werten.
' London, 3. Mat. Der „Daily Expreß" schreW ■ zur deutschen Wote, die Ansichten aller Alliierten werden gewogen werden. Sie würden zweifellos einen beträchtlichen moralischen Einfluß ausüben. Außerdem sei es keineswegs sicher daß sie Deutschlands letzteß Wort in der Frage bedeute. — Die „Daily NewS* kommt zu dem Schlutz das deutsche Angebot sei so, datz Großbritannien, Belgien und Italien es annchmett könnten, wahrscheinlich auch mvneh-men würden. ®al Frankreich betreff«, so bestehe nicht die geringste Aussicht, daß die Verfügung seiner augenblicklichen Politik auch nur einen Centime mehr einbringen werbe, al» Deutschland jetzt anbiete. Alles beute auf den entgegengesetzten Schluß^ aber ei sei müßig, zu hoffen, bog Frankreich bereit sein werde, auf bet Grundlage beit neuen Note zu verhandeln. Die Deutschen haben es nicht so leicht gemacht, wie sie es gekonnt hätten, Frankreich halsstarriger Unnachgiebigkeit zu überführen, wenn es die Note ablehnte. — Die „Westminster Gazette11 schreibt: Da das deutsche Angebot den Ermave (Jungen entsprech^ siche die französische Ablehnung von vornherein fest. Wenn Frankreich daS Angebot verwerfe, müsse es dies bald und mit offenen Augen tun* denn die Ablehnung bedeute sicher das Ende aller Aussichten auf Reparationen. England sei verpflichtet, zu sagen, ob es das Angchot als chrlichen Versuch ansieh^ Verhandlungen zu eröffnen. Poincarö habe vielleicht für sich eine Antwort, die er erteilen will. Beschlossen aber, bevor diese Antwort erfolge, sollte au5 Cgurtmsie eine Beratung mit de Foreig« Cff ce stattfinden,
Di« „M ornrngPost" sagt: Die deutsch« Noe müsse alle vernünftigen Beute davon überzeugen, daß der eia- iige Ausweg aus dem Ruhrkampf darin bestehe, datz Großbritannien und Frankreich wieder zusammen kommen uttb eine gemeinsamePolitik und gemeinsame Durchführnngsmaßnahmen vereinbaren. ES sei zu Höften, daß die brftische Regierung sobald wie mög- FmnkreichS treten mürbe. — De „Dail Mail" bezeichnet, tote zu erwarten war, bas deutsche Angebot als ein lächerlicher, unverschämtes und typisches Hunne ne rs zeugniS. • 7 .1 ;
London, 3. Mai. Die Morgenblätter treten trotz der geübten Kritiken dafür ein, dir deutsche Note ruml Ausgangspunkt von Verhandlungen zu machen. Der« diplomatischen Berichterstatter der „Westminster Gazette" zuirlg wurde di« Not« gestern in politischen Kreisen atS genügendeS Angebot für eine Regelung der Reparation angesehen, um eine Erwiderung seitens der Mächte z» verdienen. .
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Amerika hat teil 3Mt.
Paris, 3. Mai. Die deutsche Not« wird von, Staatsdepartement mit großer AufnrerksvmkeL geprüft^ doch verlautet bis jetzt über die Erwiderung, di« erstlgen wird, nicht». „Chämgo Tribüne" zufolge erklärten Beamte. daß bk Bereinigten Staaten von dem letzte» Schritts bet deutschen Regierung nicht birekt berührt werden, da ie in keiner Weise sich an den Re para Honen beteiligen, die Deutschland schulde. — Herr Wilson bat u»S mir die gany Sache eingebrockt.
London, 3.Mai. Reuter meldet aus Washington, . ei besteht kein Anzeichen dafür, baß das Staatsdepartement beabsichtige, eine Erklärung über die deutsche Not« abzugeben, bk sehr sorgfältig geprüft wird. Dk Beamten de» Staatsdepartements betonen, baß dk Bee» einigten Staaten keinen Anteil an den europäischen Reparationen haben. JnsolgAiessen fei es irrig, zu glaube«; daß dk amerikanische Regierung durch Deutschland» letzten Schritt direkt berührt werde. In einigen Kreisen wich Genugtuung darüber auSgchrückt. daß der Vorschlag betreffend Ernennung einer unparteiischen Kommission von wirtschaftlichen Sachverständigen zur Prüfung der deutsche» Leistungsfähigkeit erneuert worden ist.
Rewyork, 3.Mai. „Newtiork World" schreibt i« einem Leitartikel, das deutsche Angebot mache einen Vernünftigen Eindruck. Sein Hauptkennzeichen fei, datz ;ksax- es sehr elastisch gehalten fei. Man habe schwerlich von Deutschland erwarte» Gnnen, daß es ein Angebot machen würde, das sich mit dem Verbleiben Frankreichs im Ruhrgebiet einverstanden erklären würde. Nun hab« Poin- car6 das Wort. Durch feine Laltnng werde er zeigen, ob er für eine Regelung der Reparationsstage sei ober ob er Ziele versiege, zu denen er sich nicht offen zu bekenne» wage. — Dk „Rewyork Tribüne" erklärt, es zeige sich nicht die geringste Aenderung in der Gesinnung ober der leiseste Versuch, wirksam« Garantien zu bieten, dk der Sheriff von eiyxm unsicheren Schuldner fordern muß, der sich durch jeden erdenkbaren Kniff seinen gerechten Bee- pftichtungen zu entziehen versucht. — Dk „Newyorl Times" drückt die Hoffnung aus, daß das deutsche Angebot zu neuen Verhandlungen führen werde, wobei alte beteiligten. Regierungen über dk Lage in einem Geiste beroteM mürben, der Großmut mit Gerechtigkeit verbinde. — Das „Journal of Commerce" führt au8, erscheine ati bet am Meisten praktische Vorschlag, der bisher gemacht worden sei.
,Ev«ning Standard" zufolge .kann gegenwärtig noch nicht mit Genauigkeit gesagt werde», welche Haltung die britische Regierung gegenüber der deutschen Note einnehmen werde. Das Kabinett müsk-
'Rom, 5. Mai. Die Mvrgenptesse bringt die d«ut- che Note im Wortlaut. Das „Giornale di Roma*' chrribt, unwiderruflich biete Deutschland nur 20 Milli» «irden an, denn die Zahlung bet übrigen 10 Millik arbeit sei allzusehr verklausuliert. Tas Blatt kritisiert auch Ine Zinsenzahlun^ stimmt aber Deutschland bararf bei, daß die FeMüunL jefavs w
Loncheur für Verhandlungen?
P a r i s, 3. Mai. Das' „Petit Journal", das bekanntlich Eigentum Loucheurs ist, wünscht, daß die deutschen Reparatwnsa »geböte, wenn auch nicht die Grundlage, so doch den Ausgangspunkt für Verhandlungen mit Deutschland bilden sollen. Man dürfe Deutschland nicht in dem Gedanken bestärken, daß Frankreich alle feine Angebote systematisch ablehne.
" D« Wo a«5 Wlsnd.
London, 3. Mat. Lord Curzon hat am Nachmittag anher dem beutfeben Botschafter noch den fron» öösifchcn und italienischen Botschafter tot Forelgn Office empfangen.
London, 4.Mai. (Unterhaus- Das Arbeitec- tnitglied Ponfomby fragte, ob angesichts der Tatsache, daß die französisch« Regierung wahrscheinlich heute ihre Antwort auf die deutsch« Note erteilen werden, die brrtii- che Regierung diese als eine Frage großer Dringlichkeit bebanbeln mürbe. — Baldwin erwiderte, er misst überhaupt nichts davon.
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg. , _
Anzeiger für (das früher kurhesiischej Oberhefsest
hauptsächlich wegen ihres Tones kritisiert. Der überwiegende Teil der Presse tritt jedoch dafür ein, die Rote trotzdem zum Ausgangspunkt von Verhandlungen zu machen.
Der diplomatische Berichterstatter der ,Mest- minstet Gazette" schreibt, die deutsche Note sei gestern in politischen Kreisen als ein genügend
• sämtliche Alliierten verständige».
| L Paris, 3. Mai. Die Havasagentur veröffent- । Acht zur Erläuterung des im heutigen Ministerral I geftoffenen Beschlusses folgende offenbar bsein- I stutzte Note:
I . Das offizielle Eomrnuniqu^ stellt die verschieden-
I artigen Gründe auf, die das Kabinett hinderten,
| Me deutsche Note als Verhandlungsmittel tn Er- | »ägung zu ziehen In erster Linie handelt es sich I hier um die von Reichskanzler Euno gestellten Be- I dingungen, nämlich die Fortsetzung des passiven I Widerstandes in den besetzten Gebieten, ihre R ä u - | Rung vor der Eröffnung von Ver- I |an Ölungen (Anmerkung des Berichterstatters: I Die deutsche Note enthält keine derartige Forde- I Ning!), gar nicht zu reden von der Beseitigung der Zollschranken, der Abschaffung des Rechts, Sanktionen anzuwenden und Pfänder zu befchlagnah- »e«. Ferner fei dem deutschen Angebot keiner- lei Garantie beigegeben worden, weder Garantien von Regierungsseite, z. B. Verpfändung ao» Staatseigentrnn, Zöllen, Eisenbahnen usw. für die Reparationsverpfiichtungen, noch Garantien Politischer Art, wie die Mitwirkung der deutschen Großindustrie bei der Durchführung der vorgesehene» Zahlungen. Schließlich sei der Betrag des deutsch«» A«s^ots salbst ganz unb gar ujt* Senügend, da es tm günstigsten Falle vorsehe, de» Alliiert«« 30 Milliarden Goldmarik zur Verff- Ü»ng z» stellen. Diese 30 Milliarden würden sich «der möglicherweise noch auf 20 Milliarden verringern, und ditzse Möglichkeit sei wegen des bis jetzt ton Deutschland bekundeten Mangels an gutem SEiUen die wahrscheinlichste. Zum Schlüsse würden Eo die Alliierten, wenn man annehme, daß die Dileihe von 20 Milliarden völlig gezeichnet würde, ^chstens 15 Milliarden Eoldmark erhalten, davon Frankreich etwa 8 Milliarden. Die restliche» 5 5?iniarben kämen als Zinsen für die Anleihe in "egfall. Anter diesen Umständen sei es nur zu ^rechtfertigt, daß die französische Regierung es ab- «tonte, derartige Vorschläge ernst zu nehmen. Poin- rsre werde sich also sofort, und zwar wahrscheinlich tos dem gewöhnlichen diplomatischen Wege, mit «m belgischen Kabinett in Verbindung setzen, das seinerseits, wie bereits bekannt, die Rote des deutschen Reichskanzlers ebenfalls als unannehmbar erachtet. Die Pariser und die Brüsseler Regierung wurden weiterhin solidarisch vorgehen und sich über to» Wortlaut der Berlin zu erteilenden Antwort *bttgen, tue alsdann auch London und Rom mit« Jrieilt werden solle. Die französischen unb die bei« Wdtfn Minister würden bann wohl zu einer Kon- £Ien» zusammentreten, um über die Möglichkeit zu traten, ihre Aktion im Ruhrgebiet noch intensiver fc gestalten, bis sie ihre endgültige Wirkung gezei- hSt hätten.
<, P " etS, 3. »Mat. Ein offenbar beeinflußte Jn- jrin,,at|on der Havasagentur, tu der tot einzelne» bte • 22**'d)en Vorschläge frittfien werden, kommt zu fot- »todem Schluß:
> ^.Der französischen Regierung werden die iteuett An- j «rote unannehmbar erscheinen. Nach den ersten au5 ^n>el vorliegenden Anzeichen werde übrigens diese ' trl ^nndniig von dem belgischen Kabinett vollkommen ; t“««- Es sei also toentg wahrscheinlich, daß die ^-izösischen und die belgischen Minister zusammen- Bb.”b um über die deutsche Note zu verbandeln.
- .Ms, ftfcint eilt großer Teil der öffent- ° Meinung in England und ein
®ber Teil der italienischen Kreise '« Berliner Vorschläge ungünstig aus- . emnen, die im allgemeinen als sehr nnzn.
E tzl." S l i ch beurteilt mürben. Eine rasche Prüfung fc’, deutschen Slote genüge übrigens, um alsbald den f fern $eH Eharak.'er bervortrcten zu lassen. Die i l und Brüsseler zrcgierung würden >te Role . I Ehrend beantworten, tabem ste die Mußbeu» 1
sie noch erwägen unb wurde vielleicht bi« Ansichten der alliierten Kabinetts unb Washingtons «inhokn. Dk Regierung stehe weiterhin zu bem von Bo:ar Law im Januar in Paris unterbreiteten Plan Wenn die briti- che Regierung Verhandlungen ober den Meinungsaustausch zwischen Frankreich und D uischlanb erleichtern könne, so würbe» zweifellos Anstrengungen in dieser Rickttmg gemacht werben. Es sei klar, baß selbst wenn -yranknnch bk deutschen Vorschläge summarisch verwerf«, dies« Vrrwersuiig bie Vereinigten Staate», @ro ß Britannien oder Italien nicht bi »de. Zugleich könne gesagt'werde», daß die deutsche Note in tos tischen Kreisen mit Enttäuschung, auf genommen wurde. Ein Mrinnngsailktansch zwtt 'che» den Möchten, ar. dir die deutsche Not« gerichtet ist. Vi bereits eröffnet.
London, 3. Mai. Die heutige Morgenpresse vcrössentlicht den vollen Wortlaut der deutschen 9?ote. Alle Blätter nehmen in Leitartikeln dazu Stellung. Die Note wird von den meisten Blättern
Der Snzeiaenprei, beträgt für ter 9ge|p. Zellenmillimeter 80.00 Mk. (Äl. «nieiattt ttub
Familien»«»», gegen bar, 50 Mk. Amtliche uno austo. Anzeigen 100 Mk. Bei schwierigem ro ,
Sa» bv»/, Butschlag. Spät einleutenbt oder den Skanm über '/.Seite einnehmende Fs),nUlllöe Anzeige» werden »och der Te»tw<Utendreite berechnet. Reklamen der Zeilenmillimeter
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konst durch di« Erichästsn. und Lrrmittlung der Angebote 50 Ä, bet Uebersendung IwäU
durch uns 100.— Mk. ohne Port«.