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Paris, 30. April. Hebet die Vorfälle iw de» Krupp-Werken am Tage vor Ostern ist auf Befehl des Generals Degoutte eine Untersuchung eie* geleitet. Diese wurde nun durch eine Erklärung beendet, in der der Befehlshaber dem Leutnant, der das Detachement führte, das auf die Männer ge» schosst» hat, für die große Kaltblütigkeit '
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London, 30. April. Der Pariser Korrespon- t der „Daily Mail" erhält von maßgebender elle folgende Mitteilung: Frankreich bleibt ohne s Schwanken bei seiner Entschließung, in Ber- kdung mit Belgien die bisherige Politik bezüglich Ruhrgebiet» fortzusetzen. Frankreich und Belli werden das Ruhrgebiet Bezirk für Bezirk nach nggabe der von Deutschland zur Tilgung der Re- ationsschuld geleisteten Zahlungen räumen. Frankreich wird nicht zustimmen, irgendein deutsches Reparationsangebot zu erörtern, ohne daß Äa» erste Prinzip anerkannt wird und ohne daß Neern solchen Angebot die öffentliche Aufhebung ->«d Zurücknahme aller von der deutschen Regie-
Berlin, 30. April. Die Reichsregierung hat auf Otrunb von Verhandlungen mit mehreren am Ruhr- etnbruch nicht beteiligten Mächten eine Regelung Betroffen, wonach es mit der nach deutschen Vorschriften erforderlichen Genehmigung des Reichskommissars für Ein- und Ausfuhrbewilligung den in Deutschland an- lässigen Firmen im Rahmen der vor dem 20. Februar d IS. ovgeschlofs-nen Handelsverträge tostattet tfi, Waren ,u liefern und anzunehmen, auch wenn brr ausländische Vertragsgegner sich wegen der Aus- snhr oder Einfuhr an die BesatzungSbebörden wendet. An der grundsätzlichen ablehnenden Haltunh Deutschlands gegenüber den französischen Ein- nnl> Aussubrstellen und an dem allgemeinen Verbot fttt die in Deutschland ansässigen Firmen. Anträge an diese Stellen zu richten, wird durch diese Ausnahme nichts geändert.
Es steht jetzt fest: Di« deutsch« Regierung wird 6er Gesamtheit der alliierten Regierungen «in neues, ger umschriebenes und mit Zahlenangaben und Garanten versehenes Angebot machen.
Ilniv>Suchdruckerei von 2ob. Ang. Roch. Markt 21,23. — Kernsprecher 55, Post. Ickeckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Paris, 1. Mai. Den Blättern zufolge wollen die vereinigten Arbeiterparteien in Paris am 1. Mai eine Kundgebung gegen die Ruhrpolitik veranstalten. Doch wird der Verkehr nicht eingestellt bis auf eine allgemeine Verkehrspause von 10 Minuten.
Paris, 80. April. Havas zufolge wird am 5. Mai in Paris ein nationaler Friedenskongreß eröffnet. Auf bei Tagesordnung stehen u. a. folgende Punkte: Reparationen, Besetzung des Ruhrgebiets , französisch-deutsche Beziehungen, Finanzlage und Teuerung in Frankreich, französisch-eng-' lische Beziehungen, Friede im Orient, Kriegsnach- wehen, der gegenwärtige Stand des Völkerbundes.
Wie der „Tag" schreibt, ist dadurch, dich über die deutschen Vorschläge wenig in bte Öffentlichkeit gelangt, die französische Agitation ziemlich lahm- gelegt worden. Man beobachtet' seit Tagen den Versuch, wenigstens soviel Material über die deutschen Vorschläge zu erhalten, daß Poincarö eine Antwort erteilen kann, ehe die Londoner und Brüsseler Regierungen sich offiziell haben äußern können. Die deutsche Rote, die am Mittwoch allen alliierten Mächten zugehen wird, wird wahrscheinlich die Hoffnungen Frankreich» noch weiter enttäuschen, da in dieser Note das Problem der Reparation sowohl vom wirtschaftlichen wie auch vom politischen Standpunkte au« so behandelt ist, daß eine Lösung vorgeschlagen wird, die sich an die Praxis und nicht an die theoretischen Forderungen hält, wie sie j. B. noch im Londoner Ultimatum formuliert morden sind.
Der Kernpunkt sei, Gelder für Frankreich flüssig zu machen ffl: die Deutschland im Rahmen sei.-.er Leistung^fähigkeir die Garantie übernähme. Das führt zu der Frage für die Voraussetzung -einet iniernaitonalen Anleihe und zur Aufrollung des Reparationsproblems, aber nicht im Sinne einer Machterweitervng des Reparationsproblem». Das Blatt schreibt zum Schluß: Die Ziffern, die in der englischen und in der französischen Presse al» angeblichen Inhalt der deutschen Note erörtert werden, wurden selbst bann, wenn sie richtig wären, kein zutreffendes Bild von der deutschen Note geben, weil die Regelung der deutschen Reparationsfrage keine ziffernmäßige Angelegenheit, sondern ein wirtschaftliches Problem ist.
Der große Gegenzug von Frankreich hat sich bereits musgebildet: Man erklärt in der französischen Presse, nicht an die Aufnahme von Verhandlungen eher zu feu sei als. bis der pas sive Widerstand der ölkerung im Ruhrrevier und von der Regierung wieder «sgegeben werde. Es ist unnötig, auch nur ein einziges rt darüber zu verlieren, daß eine derartige Vorbeugung von uns überhaupt noch nicht einmal zur untnis genommen wird. Unb «S ist weiter ganz bstverständlich, daß durch die ganze Art der hansischen Presse-Polemik gegen noch gar nicht bekannte 'che Vorschläge die Reichsregierung sich nicht abbalten tfftn wird, das vorgesteckte Ziel zu erreichen. Man wird nicht irre machen lassen in der Vertretung dessen, was n für richtig und notwendig hält.
Die Größe und Schwere der jetzigen Entscheidung wird nnzeichnet durch die Tatsache, daß es noch nie seither #n< Situation gegeben hat, in welcher so viel, ja geradezu glles von dem deutschen Wort uub seiner H tbürgung abhängt. Wir müssen nun einmal mit der für uns zwar unbegreiflichen, aber vorhandenen
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Berlin, 30. April. Zu der Meldung eines Blattes, worin der Berliner Berichterstatter der „Daily News" Angaben über den voraussichtlichen Inhalt der deutschen Note macht, die angeblich aus Informationen einer deutschen amtlichen Seite herrühren, teilt da» „Berl. Tagebl." mit, daß von derartigen Informationen keine Rede sein könne. Die deutsche Regierung habe überhaupt keinem ausländischen Berichterstatter irgendwie welche Mitteilungen über die deutschen Vorschläge gemacht, und der Korrespondent der „Daily News" selbst stelle in Abrede, daß er seinem Telegramm einen solchen Zusatz gegeben habe.
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abend, lige eiikvl r de, A >• Klub, ttt (3&
Paris, 30. Avril. Einem Redakteur der „Pall Moll", Pariser Ausgabe, soll die höchste Autorität in Bezug auf die französische Ruhrpolitik erklärt haben, wir wissen, daß Deutschland zum Nachgeben gezwungen sein wird. Obzwar ich persönlich glaube, daß es schon die letzte Grenze seines Widerstandes vollkommen erreicht hat, wünsche ich, daß es nicht zu rasch kapituliert. Warum? Weil es eine vital- Notwendigkeit ist, daß unser Feind diesmal toeifc daß et vernichtet und geschlagen ist unb dies eingestehen muß Kei ne halben Maßnahmen und Kompromisse kann es geben. Wir haben unser Programm festgelegt und wir sind entschlossen, ihm zu folgen.
Paris, 30. April. „Intransigeant" schreibt: Nie- mals sind wir weiter davon entfernt gewesen, uns zu verständigen, als jetzt. Die bevorstehenden Verhandlungen find nicht ernst zu nehmen, denn sie kommen zu früh: Deutschland fühlt sich noch nicht genügend besiegt, um die Knie zu beugen. Wenn am Mittwoch Vorschläge ankommen und die französische unt die belgische Regierung gut beraten sind, werden sie Deutschland antworten: Beweise erst deinen Friedenswillen! Ordne das Ende der Wider- standspolitik im Ruhrgebiet ant Solange das nicht geschehen ist, weigern wir nn8, auch nur einen Teil seiner Mitteilung zu lesen.
London, 30. April. Die „Westminster Gazette" schreibt, die Franzosen hätten die deutsche Reparationsnote bereits vor ihrer Veröffentlichung verworfen. Die deutsche Note könne jedoch einen Scheideweg in der Reparatiosfrage bideut-n. Der gutunterricht.'t. Berichterstatter der ,Dimes" WE ntgn habe den bestimmten Eindruck, daß Frankreich der bevorstehende deutsche Schritt ungelegen komme Deutschlands Vorschlag, selbst wenn es ein Vorschlag fei, der verworfen werden müsse, könnte Bewegungen zugunsten Deutschlands Hervorruf- n, uud d e Ablehnung durch Frankreich könne Bewegungen gegen dieses erzeugen. Kurz, der deutsche Schritt, der in einem Augenblick erfolge, da jedermann des deutsch-französischen Duells überdrüssig sei, werde als ein mehr oder weniger schlauer diplomatischer Schachzug angesehen. Di« französischen Bed.n- gungenseienniehöherangesetztwordenals augenblicklich, und sie schienen den Weg für Verhandlung«!! zu versperren. Man könne jedoch annehmen, daß diese Haltung mehr defensiv sei, und daß einige der französischen Forderungen nicht allzu buchstäblich genommen zu werden brauchen. Beispielsweise werde in maßgebenden Kreisen für den Augenblick versichert, daß die Sumnte von 132 GoldMilliarden immer noch Geltung habe. Die» fei wahr, aber in Wirklichkeit werde dem widersinocheu durch die Ernennung eines französisch-belgischen Ausschusses zur Aufstellung eines Planes und über die Summe, auf die inan rechnen könne.
Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telo- rapgh" schreibt, soweit gestern festgestellt werden konnte, sei bisher keinerlei Note Poincaräs von der in gewissen Teilen der französischen Presse am Freitag angekündigten Art in London ein getrosten. Es seien selbst in anderen als britischen und alliierten Kreisen Zweifel geäußert worden, daß die Absendung einer solchen Note beabsichtigt sei, solange nicht der Charakter des deutschen Angebots feststehe. Man sei der Ansicht, daß die französische Regierung sich sorgfältig jeder vorzeitigen Erklärung enthalten werde, die mit Recht und Unrecht in der Welt den Eindruck Hervorrufen könne, daß sie int voraus beschlossen habe, ein deutsches Angebot nicht zuzulassen. Eine derartige Erklärung würde tatsächlich ein Abgehen von dem von der französischen und der belgischen Regierung gemeinsam in Brüssel niedergelegten Ber fahren dar- stelleu, demzufolge sie, während sie den Grundsatz der progressiven Räumung des Ruhrgebets aufrecht erhalten, auch ihrer Bereitschaft Ausdruck gaben, mit den Alliierten alle neuen deutschen Vorschläge zu erwägen.
Abschluß der Besprechungen.
Berlin, 1. Mai. Die Ministerpräsidenten der Länder, die heute in Berlin eintresfen, werden um 1 Uhr Gäste bei einem Frühstück beim Reichspräsidenten sein. Um 3 Uhr beginnen dann die gemeinsamen Beratungen mit dem Reichskanzler. Reichs- außenminister Dr. v. Rosenberg wird dabei von dem Inhalt der deutschen Note an die Alliierte>t Kenntnis geben. Die Besprechungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern schließen sich unmittelbar an die Beratungen an.
Nay den letzten Informationen hat Finanz- Minister Dr. Hermes an der Fertigstellung der Note lei {genommen.
Die Ueberreichung der deutschen Angebots-Note wird am Mittwoch bei sämtlichen Kabinetten der alliierten Regierungen vollzogen werden. Diplomatischem Brauch entsprechend, wird die Rote der deutschen Oeffentlichkeit erst nach ihrer Ueberreichung bekanntgegeben werden. Voraussichtlich wird diese Bekanntgabe aber schon iet Laufe des Mittwoch erfolgen können.
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Fotz in Warschau.'
DariS, 30. April. Marschall Fach hat gestern D«riS verlassen und sich in Begleitung des Generals Herganft nach Warschau begeben, um an dem polnischen
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er noch rege, ja, — und das ist das Merkwürdigste i der gegenwärtigen Lage — «s ist der jetzigen deutschen gifrung gegenüber, die doch gewissermaßen unter dem r großen Druck von außen her nach der Berufung i»fontfä&:ger Männer" instand gekommen ist, noch.stär- ausgeprägt als je zuvor. Dis M'sitrauen zu ädernden ist nur möglich durch einen offenen, klaren, pra Mn, keinerlei MiKeutungen unterworfenen Vorschlag, dieser Vorschlag muß auf fester, unangreifbarer Basis «den, und diese Basis muß in sich wieder verbürgt uu: kranken sein. Es wird also geradezu alles davoil av- 4ingen, was di« Regierung anbietet und wie dies s Anbot gesichert und verbürgt werden soll. Gerade in irrer ‘Scfefrung wird man unumwunden sprechen ässen.
Die andere Frage ist: Will Frankreich verhau- t l n oder nicht? Die französischen Presfeftimmeu Hinblick auf das bevorstehende neue deutsche Ange'ok derart, daß man mit Recht diese Frag« auswerfcn uß. Di« Presse-Kommentare begle't.u die Berliner Nachten üb-r Inhalt und Form deS neuen Angebots mt rtrg.-n Zumutungeu, Ford?rnn-<n und Bediugur.grn. ß es, wollte man sich auf diese gint? einstellen, gänzlich möglich erschiene, überhaupt in eine Diskussion ein zu- ten Die deutsche Regierung tut gut daran, wenn , wie das ihre Absicht ist, mit dem neuen und vräzisen gebot die verantwort! chn Leiter der französischen Poli- und damit Frankreich selbst vor all r Welt zu einer u n- ei heutigen Sfekliingnal> ' - zwingt.
VariS, 80. April. Ministerpräsident Poincarö empfing heute vormittag den Vorsitzenden bei Repara- tionSauSschusseS Bartbou.
London, 30. April. Unterhaus. Auf die Frage des Arbeitermitgliedes Treyelyan, aus welchen Gründen einigen deutschen Damen, die eingeladen waren, aus dem Ruhrgebiet nach England zu kommen, um über die Verhältnisse im neubesetzten Gebiet Mitteilung zu machen, das englische Visum verweigert worden sei, erklärte der Minister des Innern, daß er es gerade im jetzigen Augenblick nicht für wünschenswert gehalten habe, diese Damen nach England zu senden.
Die U-Boote im Kriege ««d England.
London, 30. April. Das Arbettermligllev Morel richtet« eine Anfrage an bte Regierung wegen der Rede des amerikanischen Admirals Sims, wonach die Presseberichte über angeblich von deutschen Ubooten begangene Grausamkeiten nichts alS Propaganda gewesen seien. Monsell erwiderte für die Regierung, doll« Informationen mit Bezug auf Grausamkeiten, bte von deutschen Ubootkommandanten verübt worden feien, feien in Uebereinstimmung mit dem Friedensvertrag von der alliierten Unterkommiffion im August 1019 gegeben worden, unb er könne nicht bte Behauptung anerkennen, batz bteS nur Propaganda war. Anbererfeits hätten sich zahlreiche Nbootoffiztere mit fn viel Menschlichkeit wie möglich benommen tm Rahmen des ihnen erteilten allgemeinen Befehls, Kauffahrteischiffe auf Sicht tmb ohne Warnung zu versenken.
9« Stet ta SmStm Bitten.
Berlin, 30. «pril. Den Regierungen ht Paris, London und Brüssel wurde «tue Not« übergeben, t# ba eS u. a. Helot:
SachbefchSbtgungen. die in ber Nacht vom 9. Mm 10. März b. Js. durch eine erregte Volksmenge in bet Dr. Sorten gehörigen Gutenbergdruckeret tu Koblenz borgenommen worben stnb, hoben zu einer Reihe schwerer Eingriffe in bte beutsche Gettchtshoheit Anlatz gegeben. Der zuständige deutsche Richter, der einen vermutlichen Mittäter, einen Unterprimaner, nicht verhaften ließ, da eS nach feiner freien ttLter- lichen lieber,eugung an den gesetzlichen Voraussetzungen hierfür fehlte, wurde verhaftet, und der städtische Polizeiinfvettor, ber bte polizeilichen Ermittelungen geleitet hatte, verhaftet.
Die französischen Besatzungsstellen, die in mehreren Gymnasiasten, wohl infolge Ihrer Abreise ins unbesetzte Gebiet, bte Schuldigen erblicken zu können glaubten, wiesen bte Eltern derjenigen Gymnasiasten auS, bte sich nicht stellten.
Schließlich forderte bte Interalliierte RvelMonb- kommtsstou bte Stabt Koblenz zur Bezahlung veS bet Sutenbergbruckercl entftanbenen Schabens auf. Bef den Sachbeschäbigungen In ber Druckerei handelt eck sich um eine rein deutsche Angelegenheit, bte gemätz Artikel 3 >»S Rheimondabkommens ausschließlich bi« deutschen Behörden »u verfolgen hatten. Die tatet» alliierte Rheinlondkommisston verflicht ihr Vorgehen damit zu rechtfertigen, batz von ihr ber £ nutetet Gutenberg in Auftrag gegebene Drucksachen ebenfalls befchSbigt worben feien. Demgegenüber Ist zu bemerken, batz keiner der Beteiligten dies wissen konnte, da der Interalliierten Rheinlondkommisston auf idt RkguisitionSerfuchen aus deutschen Reichsmitteln eine große eigene *Tntderei zur Verfügung gestellt worden tft, da ferner die französischen Okkuparionsbedörden steiS jede materielle Unterstützung der Machenschaften d«S Dr. Dorten bestritten haben. Abgesehen hiervon ist nach allgemeinen NechtsgrundsSpen daS Eigentum an den ht Arbeit befindlichen Druckfachen, da sie der Auftraggeberin nicht auSgeftefert waten, noch nicht auf die interalliierte Rheinlondkommisston über gegangen.
Wegen ber Rechtswidrigkeit der zu Gunsten deS GutenbergverlagS von ber Stadl geforderten Entschädigung bezieht sich die deutsche Regierung auf ihren Protest gegen die Verordnung 156 der interalliierten Rheinlondkommisston. Die deutsche Regierung legt gegen diesen neuesten Rechtsbruch der interalliierten Nheinlaudkommission Verwahrung ein.
ftifil -*”9 dem 12. Januar ergangenen Auotdnun Ulvi _|fR porausginge, die dem Zwecke dienten, die ftau:
Nationalsesi teflzunehmen. Hebet den Zweck der Reff* meldet der „GauloiS", Marschall Fach legt Wert darauf, sich selbst ton den unter Leitung der fra ur-st-» scheu Militätkommissio» gemachten Fortschritten bet jungen polnischen und tjche» chi scheu Armee, »Überzengen. Aber die Ban» tum, der Reise sei damit noch nicht erschöpft. Sie müW auch unter dem Gesichtswinkel politischer OpportrmttM betrachtet werden. Man kann nicht verhehlen, da» d» Atmosphäre mehr denn je mit Elektrizität geladen fei »* die Regierungen wett entfernt, die Völker zu befömm* tigen, danach zu trachten schienen, bi« besänftigten Sefcen» schäften in ihnen wieder zu erwecken. DaS Ministerium Cuno in Deutschland, die Sowjetvegierung in Rußlatch, di, Regierung ton Angonn in ber Türkei, alle inspirierwch unb konspirierten um bte Wette. Im Orient tote tm Occident bemerkt men Brandherde. De utschlan» halte die Fackel (y. Wenn «S morgen die Möglich- kett hätte, den Brand noch einmal zu entfernen, so müffl Frankreich bereit sein, di« Feuersbrunst einzuschränken, bi« es im Stande sei, sie zu löschen. — Man sieht, nach welchem Rezept Fvankreich handelt. <ti sucht «och Immer bte kümmerlichen Reste ton Deutschland al« Friedensstörer hinzusteklen. Es weiß ganz genau, daß e» sät 1870 nicht» andere« getan hat als den Krieg gegen uns vorbereitet und doch der Welt mit Erfolg vorgelogen hat, daß wir das „unschuldige Frankreich au8 reiner Er» ------- Nach diesem Rezept
NW läSC atze 10.
Bsich-belgischen Bemühungen an der Ruhr «»wirk km zu machen.
_ Me die „Voss. Ztg." melden zu können glaubt, in Frankreich ein gewisser Umschwung ein- ietreren in Bezug auf die französische Haltung zu kt deutschen Note, denn die von Frankreich ange- 6rbigte Note an die Alliierten, daß als Vorbedin-
Jtung für die Verhandlungen der deutsche passive widerstand eingestellt werden müsse, sei bisher ^chi abgegangen und nach einer Mitteilung des tzuai d'Drsey fei es nicht sicher, ob sie überhaupt ^stehen werde. Nach Ansicht der „Voss. Ztg." ist •Her Umschwung in der französischen Haltung auf ke neuerliche Annäherung Belgiens an England ütriickzufiihren.
Paris, 30. April. Die Essener Mitteilung, wonach Deutschland die Politik dieses Widerstandes fvrtfetz-n ^hbe, wird von einigen Blättern mit einer Aeußcrung „Vorwärts^ verglichen: „Es kann im Ruhrgebiet Ehrend der Verhandlungen mit Zustimmung der Be- t •ölkerung ein. Art Wasflnstillstand abgeschlossen werden." Grund dieser „VorwärtL"-Meldung zweifelt man I Entschlossenheit öeS Berliner Kabinetts ««, tat passte II ** Widerstand zu verharren.
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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (bas früher kurhessische) Obethessei.
iatsacke rechnen, baß in w -tm Kreisen des Auslandes, ja, ^kbielleicht noch hei der Mehrheit, bte Meinurn vorherrscht, I ■ Deutschland wolle sich leichtfertig und absichtlich seiner tzerpflichtung entziehen. Das verhängnisvolle Miß