Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Amtliches DeÄndigungsblaÜ des Kreises Marburg. * ^3*.

Anzeiger für (das früher kurheMche) Oberheffe^

eimgix

,?/aOen /

fir. M

DieObrrhesstiibe Zeitung erscheint iechrmal wöchentlich. Lezugrvrei» monatlich 3600 Mk. mit Zustellungsgediihr. Für auBfaütnDe Nummern infolge Streits oder elementarer (Ereigniiie lein Eriatz. Verlag von Dr. T. Higerotd. Druck der Lniv^Buchdmckerei von Jod. Äug. Noch, Markt 21.23. Jernfprecher 55, Post» scheckkonto: Ar. 5015 Amt Frankfurt a. Maite

Marburg Mag. in 31. W vstermoud

Det An^igenvreie beträgt für de« Szesp. Zellenmillimeter 80.00 Mk. (Kl. Anzeigen und Familien»«»;, gegen dar, 50 Mt. Amtliche und au»«. Anzeigen 102 Mk. Bet fchwterize« Satz 50*f, Aufschlag. Spät «inlautende oder den Raum über »/, Seite einnehmend« Anzeigen werden nach der T«rtwaltrnbreite berechnet, «etlaeen der Zetlenmillimeter 300 Mk. Jeder Xaoatt gilt al» Barrabatt. Bel«e werden berechnet. Bei Au»« tunft durch di« Eeichästrit. und Vermittlung der Angebot« 50 M, bei lleberfendung durch un» 100. Mk. ohne Porto.

58. »6.

1923

3h Erwartung der -Mm Note

Gegenüber diesen Zeugnissen der französischen Presse v es Müßig, waS man in Paris von dem Angebot selbst «öelt. 30, 35, ja 60 Goldmill>arden werden genannt »nd dabei wird untersucht, ob Poincars darauf eingehcn betbe oder nicht. ,

Amsterdam, 29. April. Zu der Forderung Frank- < «chs, daß Deutschland erst den passiven Wider­stand aufgcbcn müsse, bevor die Verhaudiungen be- Dmne» könnte», bemerkt der »Nieuwe Rotterdamsche toraitf", S sehe nicht danach aus, als ob sich in Deutsch-

Deutsche solle« nicht »ehr entschädigt »erde«.

Parks, 29. April. Der Mederherstellungs- Ausschuß hat gestern vormittag eine Sitzung ab- gehalten, in der er nach dem Bericht den gegen­wärtigen Stand der deutschen Gesetzgebung und Ordnung über die Bestimmungen zwischen den deut­schen Ansgleichsämtern und den deutschen Staats­angehörigen zur Kenntnis nahm. Unter Bestäti­gung seiner am 1. November der deutschen Regie­rung gegenüber erhobenen Einwendungen hat der Ausschuß diese aufgefordert, die Reglementierung dahin abzuändern, daß der deutsche Staatsschatz von den ihm aufgelegten Verpflichtungen entlastet wird. Ferner nahm die Kov Mission das zwischen Polen und T-eutfchland abgeschlossen« Suboentionsabkom« men zpr Kenntnis

kehre« können, sollen sie Zweidrittel der Lohnes als Wartegeld erhalten.

Dysamitaufchlag auf einen französische» Zug.

Koblenz. 29. April. Bet Winingen wurde auf einen französischen Personenzug ein Dynamit- anschlag verübt. Von dem französischen Dienst­personal wurden drei Mann getötet. Der Material­schaden ist sehr bedeutend. Die Meldung ist von anderer Seite nicht bestätigt.

Hungerblockade.

Vohwinkel, 28. April. Die Lebensmittel­zufuhr wird hier trotz der wiederholten Zusicherung des Generals Degoutre, daß Lebensmitteltransporte ohne weiteres die Kontrollstellen passieren können, ständig behindert. Auf eine Vorstellung der Regie­rungsbehörde in Düsseldorf erllärte die zuständige iranzösische Stelle, die Freiliste habe nur für den Befehlsbereich des Generals Degoutte 'Gültigkeit. Die Kontrollstelle Vohwinkel unterstehe aber der RheinkanMommifsion, und diese verlange auch für Lebensmittel eine zehnProzentige Abgabe. In Wirklichkeit besteht also trotz der Versicherungen des Generals eine Art Hungerblockade.

Drei Jahre Gefängnis für de« Bonner Ober­bürgermeister.

Köln, 28. April. Das französische Kriegs- gerlcht verurteilte den Oberbürgermeister Dr. Fal zu 3 Zähren Gefängnis und 5 Millionen Mar Geldstrafe. Dr. Falk, der erst seit der» 20. Februar sein Bonner Amt führt und am 27. März verhafte: worden ist, wird dakür verantwortlich gemacht, daß das städtische Presseamt den Zeitungen einen Be- rrqt über die Verhaftung des Beigeordneten Sie- bcrger und über die Beschlagnahme von städtischen T>'ensträumen gegeben hat.

Stillstand i« Lausauu«.

P a r i s, 28. April. Z« Lausanne ist ein kleiner Stillstand eingetreren. Die Sitzung über die finan- ziellen Fragen ist abgebrochen worden, da di« Del-, gierten sich nicht einige« konnten. Der fraazösischl Delegierte General Pellö, traf heute tn Part» ein. um mit der Regierung zu sprechen. Die Unterhalt kung über die politischen Fragen geht weiter, hat aber bisher wesentliche Ergebnisse nicht erzielt, wenigstens nicht ber den Alliierten.

land eine einzige Regierung finden werde, die dazu bereit wäre. Mancher verständige Mann im französisch-bel­gischen Lager wünsche auch garnicht die Kapitulation und würde sie sogar für eine ernste Gefahr ansehen. Der Druck aus den Ministerpräsidenten, daß er dieses Mal denSieg nicht verlieren solle", würde in Paris unrotbrr» lieblich sein.Het Volk" sagt, wenn die deutsche Re­gierung die französische Forderung nach Einstellung des passiven Widerstandes annehme, bann würven Verhand­lungen überhaupt überflüssig sein, denn das wäre die be- dingungslose Unterwerfung.

Berlin, 29. April. Blättermeldungen zufolge sind die Besprechungen des Reichskanzlers mit den Staats- und MinisterpräsLenten der Länder aus Dienstag verschoben worden. Dementsprechend em­pfängt der Kanzler voraussichtlich auch die Parteiführer erst Dienstag. Die geplante Note soll gleichzeitig in London, Paris, Rom und Brüssel übergeben, sowie auch in Washington zur Kenntnis gebracht werden.

Paris, 28. April.Ere Nouvelle" kündigt an, daß Briand demnächst in St Nazaire eine gro ße poli­tische Rede halten werde, in der er aus die letzte Rede Poincarös in Bar-le-Duc zu antworten gedenke.

Paris, 28. April. Der Brüsseler Berichterstatter desTemps" glaubt, daß Poinearö, Thcunis und Jasper sehr bald wieder eine Zusammenkunft haben werden.

Paris, 28. April. Ministerpräsident Poinearc hat heute Vormittag den Vorsitzenden der Interalliierten Mil'tärkoutrollkommission in Deutschland. General Rollet, empfangen. '

Die Soge in äen beton Sebitlen.

Wetzlar, 28. April. Die Franzosen haben die Abhaltung sämtlicher Maiseiern im besetzten Gebiet verboten.

Essen, 28. April. Soweit jetzt sejtsteht, finde: der Prozeß gegen die Krtrppdirektoren am 3. Mm statt. Eine Linderung des Termins ist aber immer uod) möglich.

Essen, 28. April. Zn Abwehr der Eingriffe der Franzosen und Belgier in die Kokslage hat der Ruhrbcrgbau alle- Kokereien stillgelegt mit Aus­nahme derjenigen, deren Produktion unmittelbar an deutsche Verbraucher übergeht. Dte Koksproduk­tion ist infolgedessen auf weniger als ben fünften Teil herabgefnnken.

Münster, 28. April. Das Verfahren gegen die Direktoren der Privat- uni) Commerzbank in Bochum ist von den Franzosen eingestellt worden. Don den bei der Auflösung der Schutzpolizei ver­hafteten Schupobeamten find nunmehr auch die drei letzten der bisher in Hast befindlichen Beamten entlassen und ausgewiesen worden. Zufolge der Entblößung durch die Polizei nehmen die Hebel­griffe des verbrecherischen Gesindels in außerordent­lichem Umfange zn. . Zn Bochum wurden Kriminal­beamte und ein Feuerwehrmann, die zwei Perfonen verhaften wollten, von diefen beschossen und lebens­gefährlich verletzt. Einer der Verbrecher beging darauf Selbstmord durch Erschießen. liebet Reck­linghausen-Süd ist in der letzten Nacht die Verkehrs­sperre üerijängt worden. Zn den letzten Tagen haben die Franzosen Revisionen der in Reckling­hausen befindlichen Brieftaubenschläge vorgenom­men. Sämtliche Vorgefundenen Tauben und die -Eier sind mitgenommen worden. Zn Castrop verhafteten die Franzosen den Gymnafialoberlehrer Boetmann aus unbekannten Gründen.

Goch, 28. April. Gestern nachmittag stieß am Bahnübergang ein mit 5 Personen besetzter Last- krufiwagen mit einem belgischen Zug zusammen. Nach demVolksblatt" wurden zwei Insassen des Kraftwagens gelötet und zwei andere so schwer ver- >etzt, daß fie abends starben. Der fünfte Insasse kam, da er rechtzeitig absprang, mit Hautabschür­fungen davon.

Münster, 29. Arpil. Gestern nachmittag wurde der Bahnhof Rotthausen von den Franzosen besetzt.

6in toziMMWn Konflikt.

Lausanne, 28. April. Bei der französischen Delegatic» jrtb ongk blich genaue Informationen über türkische Truppenkonzentrationen an der syri­schen Grenze eingetroffen, über deren Zusammen- fttzung man ganz bestimmte Einzelheiten wissen will. Man äußert deshalb lebhafte Besorgnisse. Zn den der französischen Delegation nahestehenden Kreisen wird von französischen Gegenmaßnahmen gesprochen, die notwendig geworden seien. Von der türkischen Delegation wird dazu erklärt, daß von Truppenkonzentrationen an der syrischen Grenze keine Rede fei; es handle sich nur um Truppenver­schiebungen in verschiedenen Teilen des türkischen Gebietes.

P a r r s, 29. April. Zu der Erklärung Ismet Paschas daß von einer Zusammenziehung türkischer Truv - )en an der svrischen Grenze nicht die Rede ein könne, bemerkt HavaS in einem Telegramm aus Susanne, daß in türkischen Konftrenzkreisen gewisse Pcr- önlichkeiten, die weniger zurückhaltend feien als Ismet, ne von der Regierung von Unaora getroffenen militari» dien Maßnahmen nicht bestritten hätten. Diese Persönlichkeiwn bemühten sich, sie mit der Beschuldigung zu rechtfertigen, daß Frankreich in der letzten Zeit in Syrien armenischeBanden bewaffnet habe, die die türkischen Bewohner des Mandatgebiets belästigten und sogar in türkisches Gebiet eingefallen seien. Nach demMarin" haben einige Blätter in Angora gegen angeblich französische Pläne protestiert, die auf die Ml- du«a eine- ««abhängige» Armenien» arteten.

Aus dem Saargebiet.

Saarbrücken, SO. April, Der LandeSrat hat tn feiner Sonnadendsttzung die Vorlage der Regle-, ruugskomutttston, durch dte der französische Frauken als alleinige» gesetzliches Zahlungsmittel im Saargebiet etnaesührt werden foll, ab gelehnt, und zwar, wett dir Einführung des Franken eine Aenderung der Bestimmungen des Verfattler Ver­trag» bedeuten würden, nach denen die Gesetze, die am 11. November in Kraft waren, auch weiterhin bestehen bleiben folleu. Zu diefen gefetzltchen Bestimmungen gehörte» auch die deutschen MNnzgesetze.

Pari«, 29. Avril. Nach demPetit Parisie«" hat der neuernannte vberkommissar für Syrien, Seneoal Weygand, darauf verzichtet, vor feiner Abreise «ach Syrien sich nach Lausanne zu begeben. Er wie» sich daraus beschränken, sich heute in Paris mit General Pellet »u bespreche«. General Wevganb begibt sich Donnersta» nach Boulogne und schifft sich am Freite» an Bartz deck KreuzersSorraine" nach Beirut ein. Wahrscheinlich reist er von Beirut unverzüglich nach Nordsyrien, um dort dt» »ur Sicherung der Grenze erforderliche« Maßnahme« j« treffen. DerPetit Parisien" glaubt die bereit» txx einigen Tagen von derEre ÄeuDelte" veröffentüchtö schlicht bestätigen zu könne«, daß dte franzöfische R» gierung zwei den Kolonialgarnisonen entnommene Drvt- sionen zur Abbeförderung «ach dem Vorderen Orient bereit hält, für de« Fall, baß die Halt««« bet Türke« diese Verstärkung notwendig macht.

Pari«, 28. April. Nach einer Blättermeldung au» Konstantinopel ist daS Auto de» Marine-Attach6« bet» französischen Oberkomm ssariat, der Obersten Deeaite^ .auf ber Fahrt durch Konstantinopel mit Steinwürse« angegriffen worden. Die Leiteriu einer französische« Wohltätigkeitseinrichtung, die mit ftn Wagen faß, wurde durch einen Stein in daS Gesicht getroffen ynt> verlor ein Auge. DasJournal des Dubais" teilt mit, daß a« amtlicher Stelle eine Bestätigung der Nachricht «och nicht eingegangen fei.

Pari«, 29. April. Der türkische Geschäfts­träger in Paris ist nach Lausanne abgerrist.

Was aber die Frage de» bedingungslosen Än'hchen» »es passiven Widerstandes, der von Paris gefordert wird, vigeht, so muß llar und deutlich ausgesrra^n werden baß itbfr Diskussion übet eine derartige Forderung ber Märfsten Ablehnung begegnet. Der passive Wider- stand wird so la ng^ fortgesetzt,aks bi, die »tnzuleitende Verhandlung ein wirklich befriedigendes Ergebnis erkennen läßt Die smnzösische Presse freilich ist von der Rechtmäftgk-ü «wade dieser Forderung, wie sie es freilich stets von allem »Nationalem" ist, überzeugt. Selbst der gemäßigt- Oeuvre" schreibt: Dir französische Regierung könne die Vorschläge Deutschlands erst dann prüfen, sobald der flstemallsche und von Berlin aus geleitete Widerstand ; ftnent völligen Gehorsam gegen die wirtschaftlichen unb ; «ministrativen Maßnahmen unserer Besahungsbehörden Aatz gemacht hätten. Und derGaulois" meint: Wen» Deutschland sich wirklich aufrichtig damit abgefiinden hat, ,baß es sich mit uns verständigen muß, kann es sich ebenso «mit abfinden, die Waffen niederzulegen, bevor es sich m den Verhandlungstisch setzt. Wenn Deutschland sich hartnäckig weigert, diese alten Uebcrlieferungeu enttyre« ftcnhe Förmlichkeit zu erfüllen, loerden wir sofort Bescheid tzissin. Seine Angebote werden nur eine Komödie tznd sein Gesinnungsloechsel nur ein ein faches Manöver sein, um zwischen den Alliierten «ue Mißhetligkeiteii zu schalen. Damit hätte mau »ann freilich schon das Sllchwort gefunden, wenn das beutsche Angebot gemacht wird, an dem wie dieGer- Aania" meint, Frankreich beweisen könne, ob es guten Willens sei (!). Dazu sind leider die Aussichten noch nicht besonders ermut gend.Guo ibien" in Paris spricht S offen aus, baß man sich getäuscht habe, als man glaubte, Poincarö wolle eine friedliche Lösung des Ruht» «nflitts und der Gefahr einer ausgedehnten Besetzung wtgehen. Aus der Forderung desTemps" (Aufgebeü bes passiven Mderftaudes) gehe hervor, daß mau eiu «ndereS Ziel verfolgt, und daß die Sorge, auf riue gerechte Art zum Ende zu kommen, bei unseren füh­renden Männern die letzte Sorge ist. Man verwirft lm voraus die Vorschläge, die Berlin sich an- fchich, uns zu unterbreiten Man eint Deutschland Rnb man wirst dem mißtrauischen Europa aufs neue den vandfchuh hin. Das ist ber folgenreichste Fehler, ber seit ber Unterzeichnung be» Frieden- begangen wurde. T" DerPopulaite" ist der Ansicht, daß die halbamtliche Presse in London und überall nur einen neuen Uni» roicung zu Ungunsten ber unzulässigen Einsprüche bei ftauiösischen Regierung Hervorrufen könne. Diese scheine barauf hinzusteuetn, alle Bemühungen im Sinne eines Entgegenkommen« jenseits be» Rhein» zu vereiteln unb bas Ruhrpfand für alle Ewigkeit zu behalten DieEre Nouvelle" schreibt: Wir haben seit 1918 nicht Denig Fehler gemacht unb fie jebesmal »ugedockt mit einer «ohne, bie bie Auffchrift trug:Nationale Angelegen» *it"- Dieser Beweisgrund reicht Vkelleicht aus, um «00 Abgeordnete der Minderheit zufriedenzustellen, die «rrch das Wahlgesetz begünstigt werden, konnte aber dem Laude keinen Wohlstand und keine Sicherheit Verschallt.

Da die Franzosen in der Pfalz die Wtbefter- besörderung mit Lastautos nur gestatten, wenn der Schienenweg nicht benutzt werden kann und den Firmen an den militarisierten Bahnen somit die Arbeiterbeförderung unmöglich gemacht wird, hat die Badische Anilin- und Sodafabrik in Ludwigs­hafen nach einer Mitteilung derMontagspost" verfügt, daß die auswärtigen Arbeiter zunächst ihren kontraktlichen Urlaub antreten. Falls' sie nach dessen Ablauf noch nicht m di« Fabrik zuriick-

Die Rrichsregierung ist auch jetzt noch nicht zu einem krus hluß in der Frage eine» neuen deutschen Angebots ge- iommen. Insbesondere ist eine Stellungnahme zu ber Frag?» ob ein ziffernmäßiger Vorschlag gemacht werden foll, noch nicht erfolgt. E» scheint aber, ass wenn die Etimmung für eine derartige Regelung innerhalb ber Re» «ierung jetzt gewachsen wäre. Im wesentlichen wird Has Pariser 30 Milliarden Angebot auch jetzt noch die Grundlage des neuen Anerbietens fein. Entsprechend ber eigenen deutschen Erklärung unter Anregung des «klli scheu Außenministers wird Deutschland aber auch be« m't fr.«, einer internationalen Sachverständigen» to m mi ssion die Prüfung der deutschen Leistungs» Dbigkrit unb bie endgültige Festsetzung der deutschen Schuldsumme überlassen. Deutschland must aber fo.bern, *B diese Vertreter in einer berartig-n Kömmission m i t »le i chen Recht«« vertreten finb, und daß diese Kommission selber in ihrer Mehrheit nicht durch alliierte Vertreter zusammengesetzt fein darf,

©ebr kritisch ist nach wie vor die Behandlung der Da ra n tief rage AuS dem jetzt amtlich vorliegen- ben Wortlaut ber Curzon-Rede ererbt' sich daß England '»spezifizierte" Garantien fordert. Man hat auch bisher schon die deutsche Ret^sreajeritng w'ffen lasftn, daß «ne allgemeine Versicherung der Uebernahme bei ©orontien durch die deutsche Wirtschaft nicht mehr genüge Nan will Einzelheiten w'ssen und man will inSbeiondere ck-e nähre Umschreibung der Garrantieu noch Art, Aus *5 und Form der Bürgschaften vernehmen. Und $n »innn Zweck ist die Reichsrrgierung erneut mit den Vor stetern der deutschen Wirtschaft tn Berabunaen einge- teten. Erst wenn diese Erörterungen zu "einem ganz «stimmten Ergebnis geführt haben, werben die Partei» , mhrer durch den Reichskanzler über hie neu: Lage &. formiert. - -

Sie finge li Sonera M sich jo.

Die Münchener Regierung hat sich veranlatzt ao- ^dle Matfeter erbebltch etnzuscdränlen, t« einer Entschließung die da» geschloffene AufMeen felbstän» fommuntsttfcher Gruppen bet ber Maifeier und baä Mstführen von Sowfetsahnen unterfogt, ebenso Mc eummefn der Detlnebmer an der Feier am Arie» bensbenkmal und große Maffenzug durch die innere piefige DeztrkSlettung der tont» muntsttflben Partei Deutschlands betoloffen bat, ent» pe«en dem Verbot be» Ministeriums des Innern mit Sowjettabneu und unter Einsatz der kommunistische» roien Wehr an der Feier tetlzunehmen. Die Mai­feier findet nur auf der Tberesteuwiefe statt.

Weiler wird amklich mttgeteitt: Nach vorliegende« Meldungen wird tn einzelnen Orten tn den Betriebe« ein starker Terror auSgeüvk, um auch die ar­beitswilligen Arbeiter am 1. Mat von der Arbeit ob« rudatten und zur Teilnahme an der Maifeier zu «öli­gen. Die Poltzetbebörden stnd vom Dtaatsmintstertu« des Innern angewiefen worden, alle erforderliche« Maßnatzmen zu treffen, um den Arbeitswillige« Schutz zu gewähren und ierrortstifche Maßnah­men zu verhindern.

Die .München-Augsburger Abendzeitung" fordert daß dte bayrische Regierung den Matumzug tm Jnler- efie der Aufrechterbaltung von Ruhe um. Ordnuna verbteten müffe. Die Marrtsten hätten befchloffen, die Ltillegung aller Betttebe von 6 Uhr morgen« ab zu unb den strengsten Terror gegen jeden Ar- bcitswttltgen empfohlen. Ein großer Umzug fei i« Aussicht genommen und dte roten Garden seien mit mi?mW*n0cn' Gummiknüppeln und auch mit Pistolen auSgerüstei. Es liege auf bei vand, daß eine solche HerauSforde«

Bürgertums zu Zusammen- flößen führen müsse. Jnfolgedeffen fei di« Stellung der bayrischen Regierung not gegeben.

,, Das ungeheure Anwachsen der nattonalsozlaltstt» en Bewegung tn Bayern, das der Sozialdemokratt« ^wükstandenermaßen gewaltige Verluste gebracht bat, fchcint den Führern nunmehr doch so auf dte Nerve» gegangen zu sein, daß sie unter allen Umständen zu Konflikten treiben. Bet der abfoluten Emschloffenhelt der Gegenfette dürften Hefe kaum auSbletben, zumal tn den letzten Tagen ein starker Terror auf Ung», vorige der recht» stehenden Gruppen ausgeübt wurde.

Hitler über den foztalistifchen Terror.

München. 28. April. In einer geftern üben» abgehauenen Versammlung der Rattonalsozialtsten im Zirkus Crone teilte der Vorsttzende Weber mit, b^l bet Ebrenvorsitzende der Partei, Drexler, am Freitag mir einer Eisensrange au» feinem Arbettsbetried her» ausgetrieben worden fei und fchwer verletzt zu Hanf« liegt. Wenn dte Bevörden gegen dm foztalistifchen Tcrrror nicht wirkfam vorgeden, müßten die Ratlonar- ozialisten zur Selbsthilfe greism und eS könnte dann «ein, daß tbre Geduld nur noch Stundm dauere. Der Parreifübrer Hitler felbft erklärte, es müffe nn« Schluß mit dem wzialtstifchen Terror fein. Von fetzt ab werde jede nattonalfoztalistifch« Versammlung in München rückstchtöloM niit der Waffe geschützt werden. Wen« die Regierung dem s o z t a l ist l sch en Ter­ror machMos gegenüberstehe, würde« die RatiMualfozialtsten selbst di« iv«. triebsräte mit Leib und Leb«« »elf« bar machen. .

Win Mordplnn gegen Hitler?

München, 28. Avril Das naiwnalsozialMsch« Parwiorgan. der .Völkische Beobachter', t*i*et Ne