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AmUiches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberheffei

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A.r°vg,' 1923

»öl«, 23. April. Wie die .Köln. Zig.' aus zu- derlSlstger Quelle tu Mülheim erführt, wurden bei ten Unruhen in Mülheim acht Ausrührer gelötet und 2ft verletzt. Etwa 45 Personen wurden verhaftet ge« «en die ein Lerfahren wegen LandfriedensruchS ein« geleitet wird. ------.

arne* 1834

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__ London, 23. April. Lord Curzon bat n einer am AamStag gehaltenen Red« über Parteipvlilik rrflärt. Bonar Law Hobe nicht die mindeste Absicht, zurückzutreten.

London, 23. April. Lord Birkenhead schreibt in derSundah Times", die konservative Partei stehe einem debaclr gegenüber, das größer sei. als das 1906 erlittene. Es sei sicher, daß die Arbeiterpartei stärker werde. Bei den nächsten Watten werd« keine Eiuzelvartei, weder die verein gte liberale, noch die vereinigte konservative Parier der Arbeiterpartei erfofareirf) widerstehen können. Bir- keubaed unterwirft die bisherige Politik der Regierung einer scharfen Kritik und schreibt u. a., die tefetfle Regie« rung habe die ?Vron*ofen verärgert, während sie gleich­zeitig di« Deutschen ermutigt habe.

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8 erlin , 23. April. Die neue Rede des ftan- °vschen Ministerpräsidenten unterscheidet sich von letzten Ausführungen so wenig, daß sie keinen Aatz zu längeren Erörterungen gibt. Sie ent- dieselbe Häufung von Anklagen, Berleumdun- und tatsächlichen Unrichtigkeiten, mit denen er 2? ähnlichen Gelegenheiten stets zu operieren C~8t. Große Teile seiner Rede sind darauf be- ^Met, die Zuhörer erneut in eine Kriegspsychose

Beschlagnahmt.

B e r l i n, 24. April. Am 20. April wurde, wie den Blättern aus Wesel gemeldet wird, ein aus Holland kommender M i l ch z u g und die an- gehängten acht Waggons mit Margarine sowie ein Wagen mit Vieh angehalte» und bis zur Stunde noch nicht freigelassen.

Eisenbahnunfälle.

Köln, 23. April. Am 20. April gegen 9 Uhr vormittags fuhr der V-Zug EssenParis auf einen vor dem Bahnhof Düren haltenden siokszug auf, welcher kein Signal führte. Es sollen mehrere Wagen zertrümmert und eine Anzahl Personen getötet worden fein. Der Bahn­hof wurde sogleich abgeblendet und die Unfallstelle in großem Umkreis abgesperrt.

Am 21. April stieß ein aus der Richtung Düren 1 ommender Zug bei der Einfahrt in den Bahnhof kuskirchen auf einen Leerzug. Die Trümmer nd erheblich und man verzeichnet angeblich vier

DlrLagkludeübtleM toLx

Essen, 24. April. Der ursprünglich auf Ende dieser Woche angesetzte Termin der Anklage gegen die drei Direktoren der Kruppwerke wurde wieder verschoben. Der Prozeß wird nun am 2. Mai beginnen und voraussichtlich drei Tage dauern.

Köln, 23. April. Vorgestern besetzte eine französische Abteilung von 5 Mann das Gockelwerk in Beuren am Rhein, welches für Rechnung des Reiches Reichsbahn- und französische Beutewagen instand setzt. Rach Weigerung der Belegschaft, die Arbeit fortzusetzen, holten die Franzosen etwa 45 deutsche Reparatur- und französische Beutewagen aus dem Werk und brachten sie nach dem Bahnhof Beuren. Da die Werkeingänge militärisch besetzt! sind, ruht der Betrieb im Werk. Weitere Ver­haftungen und Ausweisungen im französisch und belgisch besetzten Teil des Kölner Bezirks sind er­folgt.

Nach derVoss. Zig." soll die gestrige Flaggen- hiffung auf dem Gebäude des Kohlensyndikats in Essen auf den Wechsel des Postens des Platz­kommandanten zurnckzuführen fein, der zum ersten Mal mit einem General besetzt wurde. Die Flaggenhissung soll an jedem Sonntag mit großer Feierlichkeit vorgenommen werden.

Unbrauchbarer Kok».

Paris, 23. April. Der Berliner Vertreter des Matta" will aus absolut sicherer Quelle erfuhren! haben, daß der Koks, der sich auf den Halden des! Ruhrgebiets befindet, durch ein chemisches Produkt! für Hochöfen unverwendbar gemacht worden sei. I Wan könne ihn höchstens als Hausbrand verwen»! den. - I

Kupferdreh, 23. April. Die Belegschaft! der ZecheViktoria" fuhr gestern wieder ein. Es! werden nur die Deputatkohlen gefördert. Von den I von den Franzosen beschlagnahntten 150 000 Ton-1 neu alten Koks find nur 50 000 Tonnen brauchbar.!

(8. Ein« Kollektivnote an alle Signatarmächte k« Versailler Vertrages, in der ein fest umriffener | Anschlag enthalten wäre. Zn der Rote würde

vnen Pfund: 2. Einsetzung einer internationalen Körper sckiaft zur Reorganisation der deutschen Finanzen: 3. ein von einer Garantie begleitetes Moratorium von vier Jahren: 4. Beteil gung Großbritanniens an einer allge­meinen Aktion zur zwangSivcisen Beschlagnahmung deut­scher Einkünfte und Gelder, und Ausdehnung des besitzten Gebietes, falls die Garantien sich ais wirkungslos er­weisen sollten. AlS Gegenleistung für die allgemeine Annahme eines solchen. Plans hat Großbritannien den Erlaß fast der gesamten Kriegsdarlehen angeboten.

London, 23. April. Der diplomatische Bericht­erstatter desDaily Telegraph" schreibt zu der Erklärung CurzonS, daß Eng'aud auf seinen Reparat onSanteil in Uöhe von 11 Milliarden Goldmark nicht 6er«td)ten könne. Die Verzichtleistung Großbritanniens würde vor­auf ttnauslaufen, daß es auch auf seinen Anspruch ver­zichte, sein Stimm, bei der Festsetzung der Reparativns- M'iunp zur Geltung zu bringen.

Dem Berichterstatter zufolge loetbe während des Wochenendes eine wichtige Mitteilung betreffend die Re­parationsfrage aus Rom erwartet.

Ei« Schwarzer erschösse«.

I Berlin, 23. April. Nach einer Meldung au» > ICall ist am 20. April ein französischer schwarzer!

Soldat in dem Wäldchen in der Nähe Eall» et« schossen aufgefunden worden.

verftSrlung der belgische« Besatzung?

Brüssel, 23. Apttl. In wohlunterrichtete«, Kreisen verlautet, daß die belgischen Truppen im Ruhrgebiet verstärkt werden sollen, beim man rechnet I mit der Notwendigkeit, wettere Bergwerke zu besetzen^ Zudem soll ei« strenge Kontrolle ausgeWt werde«!. >

I WaS die Franzosen bisher an der Ruhr

| gestohlen Haven.

Paris, 23. Apttl. Der Kommandant Filippi, bar französischen Pressevertretern Angaben über btf Rubrbesetzung gemacht. Die Blockade sei setzt luftdicht! I und ntdyS könne daS Ruhrgebiet vettassen, ohne 60«' den Franzosen kontrolliert zu werden. Die seit El» rtchtung deS Zollkordons btS 10. Apttl erhobenen AV- gaben betragen 693 Mill. Mark (ungefähr 420000 I Franken). Am 21. Avril waren es 807 Mill. Marr.

I Die beschlagnahmten Waren machen 600 Waggon» | aller Gegenstände auS, ca. 50 Postpakeiwagen und I eine ganz neue Lokomotive, der man sich bet dem Zn« sammenstoß von Wesel bemächttgt habe. Der Gesamr- wett dieser beschlagnahmten Werte fet schwer etnzn- schätzen; man begebe aber keinen Irrtum, wenn man I sie für ausreichend halte, um die Besetzungskosten z« I decken. Am letzten Freitag hätten die Besatzungs-

Mächte einen Wagen mit 810 Mill Mk. beschlagnahmt. | Ter Kommandant fügie hin , i, der schwach« Punkt fet I natürlich die englische Zone, weil sie nicht kontrolliert werden könne. Mir können einen Zug mit deuttche« Waren nicht daran hindern, von Essen au« nach Köln zu fahren, doch werden die Scbwierigketten bald fort» fallen, denn die Engländer leibst bemetten setzt btt Nachteile vieler Situation und ziehen andere liebet* einkunste in Erwägung.

25 Million«« geraubt.

Wie die Blatter aus Dortmund melden, lieferte dieser Tage eine für die Reichsbank tätige Buch» druckerei 250 Millionen in neuen 5000-Markschei- nen ak. Da die Ablieferung kurz vor Bankschluß ersillgte, wurden die Scheine nicht mehr mit Kom trolln:n:imern versehen und wurden der Sicherheit hall>er im Kohlenkeller des Reichsbankgebäudes un» tergebracht. Am nächsten Tage stellte es sich her« laus, daß der Keller erbrochen und die Scheine ge» stoblen waren. Kurz darauf erschienen die ersten geflöhten Scheine, die inzwischen von den Diebe« mit falschen Kontrollnummern versehen waren, im öff. iftlichen Verkehr. Es handelt sich um eine ganz« Serie. Die falschen Kontrollnummern sind größer und blasset als die richtigen und sind verwischbat.

Ei« Dampfkran abmontiert.

L u d w i g s h a fe n, 23. April. Am 20. ÄprN wurden auf dem Kohlenumschlagplatz der Rheini­schen Kohlen- und Brikettwerke am Kaiserwörth« Hafen in Ludwigshafen durch die Franzosen ohne Verständigung und ohne Zustimmung der Firma ein dieser gehöriger Dampfkran abmontiert.

I Poris, 23. Aprl. Hevt- te ginnt hie Session der I 'vanzösischen Generolräte. Andre Tordieu macht im .Echo National" daraus ausmerksam, daß jb-r Präsekt ßn? spontane Kundgebung erlassen müsse, die diesmal die Besitzung des Ruhrgete'ets feiere. Es handle sich dar- um, Poincarö dafür zu danken, daß er am 2. Jan. ds. Js. Iden Rep-rrotionsplon Vonar Laws für unannehmbar er» Härte und s ch en schlag, zum Zwange seine Zuflricht zu nehmen. Aber, so fügt er hinzu, wenn die Generalräte

I dadurch aus dem Rahmen ihrer Politik heraustreten, um den Grundsatz des Paktes zu bitt gen, würde es nur noch nötig fein, daß sie zu gleicher Seit sich seine

I Airsftibrung äußerten

Das sanfte Frankreich.

Auch Herr Briand redete bei einem Bankett in I Nantes. Frankreich verbrieft natürlich die Ee- | rechtigkeit. Gibt man ihm keine Reparationen, so I verletzt man die Gerechtigkeit. Es wäre schrecklich und unbegreiflich, wenn ein Land, das das Opfer eines unqualifizierbaren Angriffs (!

I wurde, nachdem es vergewalttgt worden ist, und nachdem in barbarischer Weise und unnütz seine Reichtümer zerstört wurden, in einem Augenblick, in dem die Zivilisation tn Gefahr ist, vollkommen vernichtet würde. Briand verteidigte dann die von ihm während seiner Ministerpräsidentschaft I betriebene Politik. Er schloß: Der gefürchtete Ko- I log, der Europa und die Welt durch die Macht seiner Kanonen und seine ungeheuren Kombi­nationen zum Zitteren gebracht hat, der die Wis­senschaft in den Dienst der Barbarei stellte, hat be­griffen, daß alle dies« Kräfte nichts sind an der Seite der ideellen Kräfte, die von Frankreich aus­gegangen find und die sich über die ganze Welt verbreitet haben.

Man sieht daraus, wie die Franzosen noch immer mit den abgestandensten Märchen über die Kriegsursachen krebsen gehen. Es ist immer wie­der notwendig, der Wett klar zu machen, daß einzig uno allem die Politik Frankreichs und Rußlands den Krieg herbeizeführt hat und daß es eine un­verfrorene Lüge ist, die törichte deutsch« Polittk zum Verbrecher zu stempeln.

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I neue durch die Tatsachen und durch die Konsequenz I widerlegt, die Frankreich vom ersten Unrecht zu immer neuem Unrecht führen. Was der französische Ministerpräsident über das in Paris bereitgestellte deutsche Angebot sagt, ist durch die inzwischen ver­öffentlichten Dokumente bis ins Einzelne wider­legt. Pojncarö bemüht sich vergebens, die Tatsache aus der Welt zu schaffen, daß er es war, der die Mitteilung des deutschen Planes an die Pariser Konferenz der Ministerpräsidenten verhindert hat. Was seine Angaben über die deutsche Schutzpolizei betrifft, so beschränken wir uns fürs erste auf die Feststellung, daß die ^angekündigte Mitteilung der Alliierten, die die Auflösung der militärischen Cadres der Schutzpolizei verlangen soll, bisher in Berlin nicht eingegangen ist.

Paris. 24 April.Populaire" fragt, ob es von Pcincarö llug war, sich auf eine Debatte ein» zulassen. Seine Stellung wäre stark, wenn die Pariser Konferenz es nicht abgelehnt hätte, B e x c :r a n r z u empfangen. Ta diese aber dem deutschen Staatssekretär nicht gestattet«, sein Angebot dazulegen, und da sie den deutschen Der-

tretsr zwang, nach Deutschland zurückzukehren, ohne mündlich oder schriftlich die deutschen Vorschläge darzulegen, wie er dies hätte tun können, so ist die Stellung Poin- carös in dieser Frage sehr heikel, und es wäre für ihn zweifellos bester, sich auf diese Angelegen­heit nicht allzusehr einzulassen.

J 1 Man schreibt uns aus Berlin:

5 V Sie Dinge liegen jetzt so, daß ein deutscher > Rjriit die französische Regierung zu einer klaren Mb unzweideutigen Stellungnahme zwingen muß. «iid die Reichsregierung wird die Grundlage«, die *$£ die Curze nschen Ausführungen bieten, sicherlich «ch: ungenutzt vorüöergehen lasten. Das ist um plejchier. als die Reichsregierung schon bisher in k-1 verschiedensten Formen grundsätzlich alles das -tifargen hat, was jetzt als Voraussetzung für fitere Diskussionen von England gefordert wird.

fviirrnt jetzt für uns alles, in der Tat alles da- Wf an, die taktisch und sachlich vortreffliche Basis, uns der unerschütterte deutsche Widerstand «riet, zu benutzen, um die Welt von dem deutschen -W edenswillen, aber auch von dem deutschen Zah- und Leistungswillen zu überzeugen. Wenn England diese Bereitschaft feierlich verbrieft haben M, so steht der Erfüllung einer derartigen Form- Mdcrung nichts im Wege. Aber nut unter voller *verkennung unserer Gleichberechtigung wie der ^antastbarkeit der deutschen Oberhoheit und der ^sicherung der vollen Wiedergutmachung hinsichl- * der Räumung des Ruhrgebietes und der Wie-! *reinsetzung aller Vertriebenen in den Vollbesitz «er Rechte werden wir uns zu solchen Verhand- ötgen begeben können.

London, 24. April. Der deutsche Botschafter Warner sprach gestern nachmittag im Foreign °ffice vor.

Ei« positiver Schritt der Reichsregierung.

_ Berlin, 23. April. Wie der *Lok.-A«z." er- ßihrt, ist die Regierung zu einem positiven vor- L gehen gewillt. Dafür kommen rein äußerlich vor- fiufig drei Wege in Frage:

1. Sine Erwiderung des Reichskanzlers Dr. ten» und des Außen mfinisters Dr. Rosenberg vor - km Plenum des Reichstags.

| 2. Eine amtliche Verlautbarung durch das

Marburg

Dienstag, den 24. April

Ostermond

D«An»etg«m>rets betteit für 6t« 9gefp. Zeilenmillimeter 80.00 «t (Kl. Anzeigen uud Familien-Unz. gegen du« 50 Kt Amtliche unv au»w. Anzeigen 100 Mk. Bei Immtttt-iem »atz öneZe Anüchtag. Spät einlaufende oder den Raum über *1, Leite einnehmende Anzeigen werden nach der Textivaltendreite berechnet. Reklamen der Zeilenmillimeter 30t) Mk. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Beleg« werden berechnet. Bei Aus­kunft durch di« Geichäftslt. und Vermittlung der Angebote 50 M, bet Uederiendung durch un» 100. Mk. ohne Porto.

6nglM» ni die Reparation.

London. 23. April. Im Anschluß an die legte Rebe Lord Curzons icigt die Presst erneutes Inter- esst für den britischen Reparationsplan, der den Alli- ttT^.nrr'm ®atruflr borg-legt wurde Die allqemetne Anffossung ist, daß viellttchk di: Form, in der er vor- geleat wurde dazu beitrug, daß man feine Borrüge un- beachtet glasten habe, obgleich Curzon andeut'tcte, nicht- berechtig: ,u dem Schluß, doch der Plon, menn er er nntt vorgelegt tofitb.*, ein- günstigere Aumahm: finde. Sr habe auch erklärt, daß di: Reg'erung ibre Vorschläge nicht zurückgezogen hob-, was aber nicht fo auszufasten fei, als ob die Einzelheiten unverändert bleib n müßte.:.

Die , Sunday Times" erl.äit, ter Plan Bonar Laws stelle den boffnungsvollsteu und aussichtsreichsten dar, ?r von den Staalsmänn.rn fest dem Waisenftiilstand.' oorg'lgt wurde. Es wäre als das glücklichste Ereignis zu bezeichnen, wenn er erneut in Erwägung gezogen würde. D.r brit fch- Plan hatte belanntlich vorgesihm: 1. Herabsetzung der Reparationssumme auf 2500 Milli-

nfl«. k ^"setzen und aus ihr heraus die Zusttmrnung

-1, i. biner Politik zu erlangen, die Frankreich in tJnet tiefere Schwierigkeiten hineinführt. Poin-

* Rechtsausführungen über den Einmarsch ins ^hrgediet sind heute gerade so unhaltbar wie am "Rn Tage der Aktion; sie werden täglich aufs

< "! 351« ^)berl)«l|ild»e Zeitung erscheint lewsmal wöcheatliöt. Dezugsvrei» mouatliw

_ 3600 Mk. mit 3«ft«Uung»gebübc. Für ausiallenü« Nummer» tetolg« Streik» over

W elemetttarer Lreignine kein Lriatz. «erlag von Dr. L. Hi,«rotd. Druck der

' Unto^!Bud)bruder«i von 3ob. «ug. Koch. Markt 21/23. Kerawrecher 55, «oft.

ickeckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai«.

znciöM SIUltWil.

Die ftanzösische Regierung hat sich seit Unter­zeichnung des Versailler Friedensdittates sehr be­sorgt um die Gestaltung der deutschen Finanzen gezeigt, und sie sowohl wie die französische Presst bat es nicht an Ratschlägen fehlen lassen, wie baf Defizit im deutschen Staatshaushalt beseitigt wer­den könne. Die Erörterungen über den Fehlbetrag im französischen Staatshaushalt in der um Ostern abgelaufenen Parlamentssession haben nun gezeigt, daß man, soweit das eigene Land in Frage kommt, jeder willkürlichen Maßnahme abhold ist.

Das französische Defizit beträgt für 1923 all« in allem 31,6 Milliarden Franken, d. h. über 40 Billionen Papiermark! Auf der Suche nach Deckung debattierte die Kammer zunächst die Frage der voll.! ständigen Erfasiung des gesamten steuerpflichtigen^ Einkommens. Der Berichterstatter der Budget.1 kommisfion Bokanowski erklärte, daß von 2iy2 MIk-1 Horben Franken, die jährlich vom Staat oder von' privaten Gesellschaften als Zinsen oder Dividenden' gezahlt würden, nut 3 Milliarden zur Einkommen« steuer deklariert seien. Bokanowski schlug die Ein« »ührung von Couponhesten vor, in denen jede» Rentenbezug von der zahlenden Kaste zu vermerkew wäre und die als Unterlage für die Stuererklärung tu dienen hätten. Der Finanzminister lehnte biefe Maßnahme ab, da sie den öffentlichen Kredit ßhLj dige, die Kapitalflucht begünstige und in bet Praxis auf große Schwierigkeiten stoßen würdet Die Kammer trat diesem Standpuntt bei und einigte sich damit dahin, Steuerhinterziehungen gro-' »en Stils als unabänderlich« Tatf«ch« hinzunehWeyl

j des Auswärtigen Ausschusses ., Reichstages soll zunächst nicht beabsichtigt sein, kgegen sollen in den nächsten Tagen Besprechun- M zwischen den Mitgliedern der Reichsregierung md hervorragenden Parlamentariern und Zn- hifhicllen stattfinden. Die Frage, um die es sich N all diesen Erörterungen handelt, ist die, ob es Ur Deutschland im gegenwärtigen Augenblick mög- Wh und zweckdienlich sei, erneut ein formuliertes Angebot an die Alliierten auszuarbeiten, das als Grundlage zu weiteren Verhandlungen dienen soll.

B e r l i n, 23. April. LautB. T." traf heute , vormittag der amtliche englische Text der Rede ptel». Dizons in Berlin ein, besten Kenntnisnahme die n«««. Voraussetzung für die Ausnahme von Beratungen nw< 4«r Reichsregierung über die durch die Rede ge- H Haffene Lage war. Das Reichskabinett soll sich, «re das Blatt mitteilt, heute nachmittag mit der

orte Poincarös in seiner letzten Rede eingehen, ir der er über die Sicherung der Reparationen Prach. Die deutsche Regierung würde sich noch ein- «al ausdrücklich bereit erklären, Ncparatipnen zu leiste« und Sicherheiten zu geben, wie das bereits te öftere« geschehe« ist. Zu politische« Kreise« «eigt man der Ansicht zu, daß die Regierung sich «tscheide« werde, den dritten Weg zu beschreiten, te er mehr Erfolg versprechen dürfte als die beiden asdern.

L Eebe des englischen Ministers beschäftigen. Hl Ivfortige Einberufung liu des Reichstages soll xi