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Pressestimmen.
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das Gewicht unserer Nie» Seit dem Frieden have Beweise von Geduld unv kann man also von einer
gestrige Tag und der Abend im allgemeinen ruhig । r,erlaufen. Eine Anzahl weiterer Verhaftungen ist t I oorgenommen worden.
Es bestätigt sich, daß in einer Wirtschaft der
I vtzer bei einer Zahlungsforderung von den Auf« I ständischen ermordet und der Sohn eines Mül« I Heimer Stadtverordneten so schwer verletzt worden list, daß er starb.
Die gestern gemeldete Besetzung der Zechen „Julia" und „Bon der Heydt" bei Herne durch die
I Franzosen bestätigt sich nicht.
Mülheim, 22 April. Die Franzosen be« setzten die Zechen „Adolf V, Hansemann bei Mengede, Altstaden bei Mülheim und Viktoria bei
I Fünen. '
I Duisburg, 21. April. Wie der Sonderberichterstatter der „Riederrhein. Nachr." aus Mül«
I heim meldet, sollen die Kommunisten im Laufe der gestrigen Kämpfe etwa 6—8 Tote und eine große .Anzahl Schwerverletzter gehabt haben.
In Datteln sammelte sich vor dem Rathaus .ebenfalls eine große Anzahl Arbeitsloser, die Un« I kerstützung verlangten. Da die Polizei von der .kranzöfischen Militärbehörde aufgelöst wurde, hatte l iich die Feuerwehr zum Schutze des Rathauses ein« gefunden. Auch in Bohwinkel kam es zu Demon«
. strationen der Arbeitslosen.
I Berlin, 22. April. Wie der „Vorwärts" au» .Essen erfährt, ist ein Teil der Mülheimer Rädelsführer bei der Säuberung der Stadt in die dortige Franzosenkaserne geflüchtet. Auch ihre Verwundeten und Toten waren zunächst dorthin gebracht. Die Franzosen haben bereits ein Flugblatt über die Vorgänge mit dem Titel: „Deutschlands Säbel« regiment" herausgegeben. In dem Flugblatt wird gefragt, ob jetzt bei diesen Todesopfern auch die Euno-Glocken läuten würden. Weiter wird gesagt, auf der einen Seite hätten die Leute der Regierung bei^ der Todesfahrt in Essen Krokodilstränen vergossen, in Mülheim aber hätte die Polizei auf 2000 Arbeiter geschossen. Der ganze Ton und die Aufmachung des Flugblattes lassen annehmen, schreibt das Blatt, daß die Franzosen hinter den Demonstranten stehen. — sDie Mülheimer Erfahrungen halten einen Teil der Linkspresse nicht ab, die tow‘ mumftische Gefahr weiterhin als harmlos" au bezeichnen)
gehabt, als uns fortg-lletzt Vorlage fühlen zu lassen. Frankreich nicht aufgetiört, Langmut zu geben. Wie
Entente sprechen, wenn man damit beginnt, die Av- leugnuug der Verträge zu betreiben. Die wesentlich« Bedingung einer Annäherung ruhe aus deu beiden Worten, immer denselben: Reparattone« «n»
Berlin, 21. April. Die gestrige Rede des englischen »tzrnministers Lord Curzon wird bgreiflicher Weise bei »Berliner amtlichen Stellen als eine shr kudeutungs
Kundegubng ausgefasst. Gerade deshalb muß aber Mfli man dort, der genaue amtliche Wortlaut abgewar werde^. der verschissene bisher unklare Stellen oder .den Verschiedenen Meldungen etivaS voneinander ab schenken Bersivnen erklären soll Der Eindruck ist »»falls Vorherrschend, dass hier ein wirklicher Staats-
I Erklärungen Stresemanns.
, e'ner von der Deutschen Vo'kSpartei verau- ’ Kundaebtkng dielt Abg. Dr. Stresemanu eine Rede, in der er u. a. ou8ffihrte: Die Rede Lord Enr . 1«” im englischen Oberbause schaffe eine neue polt Nsche «achlage. Ueber die Frage der deutschen Reparationsanleibe wird man sich mit Deutschland bet- I ständigen können. Unser Leben und Sterben bängt nicht davon ab, ob wir eine Goldmilltarde mcbr oder weniger zahlen. Davon aber, daß Rbein und Ruhr deutsch bleiben, bängi unser Leben und Sterben ad. Es gibt keine Rhetnlandfrage, die den Völkerbund oder die Alliierten irgendetwas anginge. Die Garanten des Versailler Vertrages, vor allem auch England, mögen sich bewusst lein, dafür zu sorgen, dass der Vertrag gerecht irnd loval durchgefübrt werde. Eligland har bisher innerhalb der Rdeinlandkom- Mission die Uebergriffe Frankreichs geduldet. Will Lord Curzon der ehrliche Agent zwischen Frankreich
! und Deutschland sein, dann mutz er von der Tatsache ausgehen, dass die deutsche Souveränität über das Rheinland die Voraussetzung für eine endgültige I Regelung des Friedens ist, die de» bisherigen Zustand der Fortsetzung d«r Kriegs mit anderen Mitteln beendet. I
Frankfurt, 22. April. Reichswirischafts-1 min' er Dr. Becker sprach im Klub für Handel, Kunst und Wissenschaft über den Ruhrabwehr-1 kampf. Ueber die letzte Debatte im Oberhause sagte der Minister, daß diese verhältnismäßig ob- lektiv verlaufen sei. Man könne sie als ein Fort-1 binnen der Fäden bezeichnen, die die Verhandlun-. -len des Reichstages angesponnen hätten.
I hgS die deutsche Regierung auSgegebe»
Idar, Ist der überall organisierte Widerstand, der «nü . ^E/Mungen hat, der Operation einen entsprechenden I militärischen Charakter zu geben. Poincars sagt« I kann weiter, der deutsche «utzenmtntfter habe behauptet, man sei ohne ernstliche Ursache inS Ruhrgebiet einmarschiett und hätte im Januar ein Angebot von 30 Milliarden an die Gesamtheit der Stotterte* jurückgewtesen. Dieses Angebot fei nach- traglich erfunden und niemals erfolgt, »en* man heute die Zahlung von 30 Milliarden aus spreche. Molle man den deutschen Sozialdemokraten gefallen, die diese Zahl genannt hätten. Dr. v. Rosenberg hab« auch mitgctellt, dass Deutschland die etappenweise 'Räumung des Ruhrgebiets nicht zulaffe. Er habe e» gewagt, die französische Gewalt mH der Mässigung zu vergleichen, die Bismarck gezeigt habe. Poincars ging schliesslich zu der Frage der Schutzpolizei über, indem er wiederum rote vor 8 Tagen in Dünkirchen die Behauptung aufstellte, die Schutzpolizei sei in vielen Städten eine wahrhaft kriegerische Organisation« Die verlangten gesetzgeberischen und BerwaltungS- massnabmen seien nicht durchgeführt worden. Im Gegemei! am 17. 7. fei das Gesetz, daS der Sckutz- ’olitei ein ähnliches Statut wie dem Retchsheer gede, erlassen worden. Man braucht sich also nicht zu Wundern, daß man im Ruhrgebiet unter dem tttigettschen Namen Schutzpo'stzei wahrhafte Truppen in Kadres und für den Kampf instruiert gesunden habe. Seit 1871 bat Deutschland keinen anderen Gedanken
Mjtim witin mW.
Münster, 21. April. In Mülheim ist der
Marburg
Konto, toi 23. AM
Ostermond
d" rts, 22. April. Potnear« hielt beute nachmit- der Gemeinde Boid im Maasdepartement an- Enthüllung eines Kriegerdenkmals eine * « U a’ ,aate: Deutschland sucht heute die
^^aüropbe, in die es die Welt gestürzt । ^'vergessen zu machen. Wenn man eS bvtt, sollen ! , „ „^onen, die sich verbündet haben, um seinem DeherrschungSpian (!) Widerstand zu lei- , Derleumdet.'n vor sich gehabt haben. Wenn ^ranzosen tm Rubraebtet angegriffen werden und um verteidigen. von ihrer Waffe Gebrauch machen, stüort schiebt die deutsche Propaganda in perfider Weise unseren Truppen daS Attentat zu. Dass ein Mt.gited der deutschen Regiening den traurigen Mu! bat, die deutsche Bevölke >mg als unglückliche Opfer tee französischen Militarismus bin,»stellen, dann ge nüge eS, ihm zu zeigen, was die Kommunen des Maasdepartemems 191t ausgestanden haben AlS wir in das Rudrgevtet einmarschterten, sind wir nicht in fetnbfeiiger Absicht erschienen. Wir hätten gewünscht, uns an Ort und Stelle mit den Industriellen und Arbeitern zu verständigen, damit die Kohlengru- ben unter »entrolle der Alliierten zum Nutzen der Reparationen ausgebeutet werden können (l). Dass
manu in einet die bisherigen Neuerungen von Entente- feite erheblich überbietenden Form W ge zu finden sucht, die aus der gegenwärtigen Sttuatwn herauSführen könnten. Es wird deshalb deutscherseits zweifellos alles versucht werden, um den positiven Willen auf die 6er- schndenen Curzonschen Aeusserungen zu zeigen. In programmatischer Beziehung bedeutet die Rede den Ausdruck zu einer Abkehr des bisherigen Berhältnifses der englischen Regierung.
„ derIin, 21. April. In massgebenden englischen o Tl fn«-®er in8 ist nton der Ueberzeugung, dass di- Rede Low Curzons die Ruhrfvage einen gewaltigen Schritt Vonvätts gebracht habe. Dr Punkt der Cur- zonschen «Rebe, dass Frankreich mehr als en mal zu ver- ssehen gegeben habe, dass es willens fei, einen solchen SBor- rdmnt?f9mi,n€bme11' d er dahin ausgeleat. das mese Bereitwilligkeit Frankreichs in London ausaedrückt sn. Alles würde sich darum handeln, ob Den schänd den Vorschlag Lord Curzons annimmt, eine in ter na t io- der,Leistungsfähigkeit Deutschlands und der zu zahlenden Summe anzunehmen Eine solche Zustimmung würde in England den denkbar besten Eindruck Hervorrufen. 5
Amtliches Verkllndigungsdlatt des Kreises Marburg. '
Anzeiger für (das früher kurhessische) OberheM
P a r 13, 22. April. Die heutige Rede Potncaräs entspricht nach dem .Journal des DebatS" dem Ge- | danken des ranzen Laudas. PoincarS habe flehte Mühe gehabt zu betonen, dass das Bergmannsche Programm vom Januar völlig unannehmbar gewesen wäre, dioch dem Blatte habe Poincar? in französt- fr er Art und Weise geantwortet. Den vagen Beschul« diaungen habe er TeNe und Tatsachen (1!) entgegen- gestellt. Das Blatt siebt, vormrs, dass die deutsche Presse Widerspruch erheben werde. Der Cboral fet s» oft gesungen worden, dass man ihn auswendig kenne. Der sogenannten unerbittfichen und anuettiontsttschen Politik Poincares würden die deutschen Blätter dre Erklärungen Lord Curzons gegenüberstellen. Schon drängten die Blätter den Minister des Aeutzeren v. Rosenberg tm Jmereffe Deutschlands die RettungS« stange zu ergreifen, die der btttische Staatssekretär Ihm entgegengestreckt habe.
Aus der Rede, die Lord Buckmeester zur Begründung eingebrachten Ruhrinterpellation hielt, sei tiachgelragen, was er über Deu schland sagte. Er glaube nngt, dass ngend jemand sagen würde, der Verzug Dmtschla^rs sei vors ählich gewesen. Deutschland ^il^^aude des Hungers. Die Zahl der Selbstmorde und Todesfälle infolge des Hungers nehmen n D-utschland zu. Das Leben deS deutschen Volles je. kute, alg si h< n Von Schiebern, ein Leben grössten Elends. Kein Zweifel bestehe, dass die Aktion Frankreichs von jedem Deutschen tief und bitter mpsunden werde und es sei nicht möglich, diesig foch Deutschland für immer aufzuerlegen, ohne pass Deutschland in die Lage käme, Beziehungen mit Russ !aud herzustellen, was keine Nation verhindern könne
London, 21. April. Der Parlamentsberichter- statter der „Morning Post" schreibt, die BedeuMng der Ruhrdebatte werde vielleicht in einer Woche mehr zutaq «reten als jetzt. — „Daily Chronicle" schreibt, Curzons I^ede sei ersichtlich mehr an Frankreich und Deutschland gerichtet gewesen, als an das Überbau» und sei tatsächlich auf eine Att Eröffnung ~ ® e "Times" sagt: Ms allgemeiner Sencht über die Loge im Ruhrgebiet sei di-- Erklärung unoefn« g'ud, sie fei jedoch-bewundernswert, wenn mau , «'s berechnete Anstrengung werte, die Etel- 66T,tannicn5 "»es etwaigen Vermittlers zu verstärken Curzon habe Deutschland den gesiinden Rat ft-’Oeben, den ersten Schritt durch ein Angebot zu macken a
L, da*'s, 21. April. Pertinax schreibt im „Echo be D?r edle Lord svricht von der „Zahlungsfähig- von einer internationalen Kommission, f ‘’m -8«^nngssäbigkeit wissenschaftlich einsetzen soll I “'to Das ist ein durchaus müssiges und vergebliches Unternehmen. Drei Jahre lang haben wir es erduldet. Das 1,1 fnrn i“ Ende. Am 1. Januar gaben to t zur Ant- n»n, dass das Ruhrgbiet bis zur B zahlung hsetzt bleibe . nnr wollen dabei bleiben. Ueber die Zahlen werden wir erst nach Anerkennung dieses Grundgedankens verhan- "an^lm Sodann kann Fmnkreichs S^ckerheft nicht durch r?1"'"'on bnn England und Deutschland gleich ge '"V“ beteiligen würden, gewährleistet werden. Ein solches Verfahren zwischen Paris und Berlin wird den be- ttandigm Schiedsspruch notwendig machen. W i l l E n g- srch uns anschlie ssen dem Verlangen nach Entmilitarisierung der beiden Rhein- ufer oder will es das nichts Wir möchten gern tn dieser Hinsicht die Auffassung des englischen Auswärtigen Amtes kennen.
3» MemliWki Sagt.
■ Die «nsspmche über die aussenpolftische Lage erlebt «in lebhaft.s Nachspiel. Dabei steht sowohl bie Rede Aofenbergs wie auch die Dr. Stresemanns im Mittel- ^nkt der internationalen Besprechung. Wir stehen da- ßmt vor der Weiterentwicklung einer Aktion, die von Migland in der letzten Zett sehr eifrig betrieben wird |mb bie vielleicht schon in kurzer Zeit für uns von ent- JörNnbcr Bedeutung werden kann. Es ist deshalb sehr Mchng «och einmal ganz kur, den Ausgangspunkt der Diskussion festzustellen. Der deutsch« Aussenminister hat sich sowohl auf das Pariser Angebot wie auch auf den Dorfchlag des amerikanischen Staatssekretärs Hughes be- taftn, hat die Nennung von Ziffern abgelehnt und er-
•“ . deutsche Widerstand weit ergehe« müsse fe Rhein und Ruhr befreit sind. Stresemanu hat ge- dass dt« Berufung auf das Pariser Angebot wohl ß» »ereittmllrgkett gebeutet werden könne, die damals Upannte konstante Summe von 20 Milliarden auch Itote noch als festes deutsches Angebot aufrecht zu «halten unb alle darüber hinauSgebenden Leistungen Her tnternationalen Schätzung vorzubehalten.
Zu Lord Curzons Rede sckreibt bie „Seit": Wir sine tn bezug auf internationale Reden nicht verwöhnt durch Courtoisie ausländischer Ministe-. o
mindestens dankbar rg-'ftrieren. dass Lord Curron in einer ;anz anderen Weise von dem Deutschen Re-ch unb von dem deutschen Volke spricht, als w-'r es von fran'-ösischer «eite gewöhnt sind. In seiner Rede darf man vielleicht ^n jrheb<-rf$fofl des Zuwachses an Prestige sehen, den Deutschland durch bie Haltung frnet Bevölkerung im I Rtihrkonftlkt sich errungm hat. D-r französische folg nn Ruhrgebiet in bezug auf b-ssen witt schastliche Ausbeutung w rd von b-rn englischen Auben- nttrofter offen zug-geben unb ebenso begt er keinen Zw i- fel daran, daß der deutsche WLerstand n-'cht zu brechen fnn to-rb. Seine Vorschlag- für eine Lösung bfcrer Cittla- no-^ ni<5t ihrer ganzen Bedeutung über- | >rven. Dw deutsche Iieg-erung hat niemals einen Zweif-l 'brer Berhandlungzh-re tschaft gelassen. Dabei fii* fdbftberftänbli(b Voraussetzungen zu beachten, die eS aus- fchliessen, daß eine solche Verhandlung ander? als unter । voller gleich berechtig t-r Teilnahme Deutsch- lands erfolgen könnte. Soweit wir unterricktet sind, t«tt tue Aussprache zwischen der Re-'chsregf«rung und den Führern der verschiedenen Tewerkschaftsrichtung-' -ebereinstimmung darin e-vehen. dass bie deutsch-- arganis-erte Arbllterschast bnt Widerstand an der Ruhr bis zum letzten durckftibren roll, in der Er Wartung, dass die Re-chSr-aienina olles tun wird, nm y- gegebener Zeit durch internationale Abmachungen dir Freiheit des R-'^-a-b-et-a h-tofv-r pA-rntflenen. I
Dadurch werde eine Flamme entfacht, die die Welt der- Ez gebe nur eine Möglichkeit für die
E- sie siege in der Tätigkeit des Völkerbundes Der I m r Vertrag sei auf Gewalt gegründet, der I Völkerbund auf Gerechtigkeit, bevor nicht Recht vor I ^sewalt gebe, werde es keinen Frieden geben.
I Sm Lause der D batte sprach Lord Greh: Eine torynt ge Intervention hätte nur zur Verschärfung der rage führen können. Curzon fei der Ansicht, dass der toie VunN noch nicht überwunden sei, und er habe dem Haus mcht viel Hoffnung gegeben. Er (Grey! schliesse sick urzons Ausführungen über bie Notwendigkeit der En- ^ente an. Wenn die Entente verschwinde, sei die Lage
I -tuwva? hoffnungslos Nur neue Verwirrung unb Kqt.-i- | nrophrn könnten bie Folge se n Der Kamps, der zwi- I Ifven beiden Ländern im Gang- sei — Be etzimg au b r I riuen und Pass der Widerstand auf der anderen Seite, I ;l t a flro p baI für beide Länder. Er bring* dte N-parativnsfmge der Lösi-ng mcht näher, denn er!
I ^acke es D utschland unmöglich, ein so gutes Angebot zu I machen, wie eS vor der Besetzung halte machen können
Frankreich erbaft wen ger Kohle van De-tschl-nd, als cl I vor bet Besetzung erhielt und es erhalte sie zu dem riesi- ign Preis der Bs-tzung 'o'-en. Je länger dieser
Huftanh dauere, umfv schlimmer müsse dir sage für beide Lander werden Er glaube n-cht. dass die Fronzvfen je das deutsch-- Gebiet verlassen würden, bevor sie nicht allein die Regelung de- Revaratonsfr--g-, sondern S ^rte'ten Mr die Zukunb tt-nu D es sei sehr natürlich unb wo bl zu verstehen.
einem Volk, das so tübtig fei. wie das deutsche, sei I me Fvaae der Sicherlieit im Verlaufe von 10 bis 2f Sabm eine sehr reale und sehr b sorg-nserregende Frage für Frankreich. Grey sck-oss, er ginube daü de Rnbr- -olitik Frankreichs kein- S-cheeheit für M« Zukunft g-b*
fei vielmehr eine Saat für die Revanche Dieft Bolit k werde Duitschland mehr unb mehr dazu treiben I na» einer Vweinbaru-g mit Russland auszuschauen'
D-efe Politik, was sie auch immer für die Sicherheit I m Angenbfk tue, mach.? in Wirklichkeit die Znk-nf' unsicher D - einzige Sickerlvit sü>tft «r in- RM r- I o“? «. möchte etwas mehr Optimismus ausseiien I
Curzons bei der Jntervento.i Englands wünschen, I wmbem auch die französische und belgische R-g>-ruug sich Rechenschaft abzulegen, daß die Anwendung van Gewalt nicht zu einer Lösung der Hindernisse führen ainne. Nach und nach kämen b?idc Regierungen zu b*r I iieherFugum, daß ein Ergebnis nur durch eine Allianz unter allen Mächten erzielt we-den könne.
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DaS bietet «ne unangreifbare Position. NaiSrllch gebt 1 - '.*• nanzosifche Bestreben jetzt dahiy, uns daraus zu ,Unb breS geschaht zum Teil unter ganz .ftoindfchaftlicher Mitwirkung Englands. Man soll 6f- 5"Ech die Danaer dann am meisten fürchten, wenn U Gejchenke anbieten. Und «S mutet fast wie ein Ge- Efc °n'.tocnn nV,n b°rt, daß Frankreich und Belgien ' - . - ?n<r Entschädigungssumme von 36 Milliarden, «lvmwnden erklären. Das liegt sogar noch unter i Gvnze tzer 40 Milliarden, die England in Paris wrschlug und es erhebt sich jedensalls nicht unfibtr- k hus deutsche Angebot Von 30 Milliar
*«• Ic-der, der politisch zu denken vermag, wird für rf Überraschende Erscheinung nur zwei Worte Außerordentlich verdächtig! Er wird an ben ^.!,cheu S,nn gewisser deutscher Kreise Verzweifeln. 2^,-'-«s-ebt, Nne d-r „Vorwärts" beginnt, um den fta>. ,o>isck belg schen Entschädigungsvorscklag einen Freu- j "mzuftihren. D-nn wenn sich Deutschland wirk- : ™ dazu verstünde, auf den Boden dieses Vorschlages zu 3 ; «et-n, so ginge es rettungslos in die Falke
BnniKbft behält sich die französische Regierung natür- S ”°T' angeblich fertig ausgearbeiteten Plan der »paratwnskomm.ssion jederzeit abzutreten und zu toiber- ® ,?•, ^b-r selbst vorausgesetzt, baß ber Plan wirklich e3 denn, daß Frankreich in Paris T k^ut che Angebot Von 30 Milliarden verächtlich »n sich schob, dass es den englischen Vorschlag von 40 9»". rLU-1nbl5futier5ar dielt und dass es jetzt mtt .Nale selbst eine Mitte zwischen dem deutschen und I Mn engaschen Vorschlag zieht? Wie kommt eS, dass - gland, das monatelang katt beiseite gestanden ha» lEtzt Mit so verdächtigem Eifer bemüht, uns di, -Mgtbe eines Angebotes nahezulegen? De Beantwor- «ig ist wirklich einfach genug. Frankreich bat eben Wachen die Ruhr besetzt und «s hält sich in dieser Posi- «u tut sicher und kräftig genug, um Deutschland zur An- Rfemmng von Zugeständnissen zu zwingen, die vorher ieder Diskusfionsmöglichkeit lagen. Diese Zug-- Enifsc sind nicht wirtschaftlicher Att. Im Gegenteil, MLn(reich scheint bereit zu fein, solche Zugeständnisse zu .«Sen und eine g-uv'sse Grenze unserer Leistungsfähig. « aniuerkennen. Das tut es aber nur, um umfo na*- Whger auf seiner Forderung zu bestehen, dass ihm am angeblich bisher vermißte „Sicherheit" gegen ^»tfchland geboten wird. Das was Stresemanu im Msstasi sagte: In der Entschädigungsfrage Kompromiss- ^Megtichkeft, m der Rhein- und Ruh.frage nie — das tfi ?taV hui£b di- Ereignisse der letzten Tage zu unfern «wle g. worden.
Da? Gefährliche der Situation liegt gerade darin, dass ^siiand ganz offenkundig mit Frankreich wieder zu- tonmengeht. Wenn der „Vvnvärts" in der Rede de« ^zssfchen Aussenministers Curzon moralische Garantie'. W finden vermeint, so beweist er damit nur eine un- Fnbare Illusion Gerade Lord Curzon ist bet ««Hänger unb Befürworter jenes Planer »-r bas Rbeinlanb bem Völkerbund unter- Vollen und mit einer internationalen Gen- »»rmerie beglücken will — Zuständ, wie si, alk schreckendes Beispiel im Saargebiet vor unsere» Uiigen *h-n. Haben wir aber dieses Beispiel und die gon,--1 -Weiibe Gefahr vor Augen, so dürfen wir auch unte>-1 ?nen Umständen jetzt die Nerven verlieren unb unsere •fitton vorzeitig aufgeben. Es klingt vielleicht ganz I Ron, wenn man meint, man könne die Verhandlungen I *8mncn und sie abbrcchen, wenn die Forderungen bei Msienseit- unannehmbar' feien Da» heisst Illusion? I Mitik treiben. Wir wissen ganz genau, wie die Forde I «ngen der Gegenseite sind. Unb wir bürfen deshalb i •lot eher unseren Widerstand aufgeben, bis nicht die von I ?^"krnch aufg-toorfene Sichernngsfrage in einer Weift I »
l«öft ist, die Deutschland volle Gleichberechtigung ge-1 u,™
Mrt und Rhein und Ruhr unang.-tastet lasst. Ein vor- * - ■
LtSe? deutsche? Angebot wäre der erste Sckri t auf der Wtfen Ebene.