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Die „Dbetljeiftidie Zeitung erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezngsvrei» monatlich
Marburg
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elementarer Lretgnisse kein Ersatz. — «erlag von Dr. L.-ln-rotd. — Trutf der — Unim-Buchdruckerei von Jod. Lug. Koch. Markt 21.23. — Hernivrecher 55. voll»
’ scherNont«: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
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Der Dritte log Der MWMUsWA
des ReichSwirlscho t^miiriste-
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April. Hier ist ein neues 2e»
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.. itoiidjen PoincarS und Theunis in S t ü [ j e I o e r»
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feien nicht optimistischer als die ersten, voi von 30 Milliarden Goldmark werde gesichls der angenbltckitchcn Stimmung und Belgiens für ungenügend gehalten.
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Die gestrig« Reichstagsrede den Pia» Jtromaniiä
Das Angc- praktisch an- Franrrelchs
ein bart worden war. Die Ausführung wurde verzögert, weil man vergeblich die englische Zustim- mung zu erlangen versuchte. Am Samstag beschloß man in Pari«, die Angelegenheit durch Mehrheitsbeschluß der Rheinlandkommisfion zur Entscheidung zu bringen.
Deutschland kann materiell nicht bezahlen, da sein Vorrat an Devisen erschöpft ist, Deutschland muß und kann aber auf dem Wege einer internationalen Anleihe bezahlen. Damit Deutschland aber in die Lage kommt, eine internationale Anleihe aufzubringen, muß Frankreich eine Friedenspolitik und eine Politik der internationalen Verständigung treiben. — „Oeuvre" ist ein linksradikales Blatt ohne jeden Einfluß.
hinweg. Durch alles das wird die künftige vanche genährt.
Itachmittag 2 Uhr: Etat riums.
estgenommen.
Bochum, 18.
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1923
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Die AvMilmg Des DevWn KoniniWrs.
Paris, 18. April. Zur Aufhebung des Reichskommissariats schreibt das „Echo de Paris": So verschwindet also das letzte Ueberbleib- sel der ftanzösisch-englisch-amerikanischen Konvention vom 28. Zuni 1919, die uns von Wilson aufgezwungen wurde und die uns zur Pflicht machte, die deutsche Regierung zu respektieren, das heißt unsere Okkupation vollkommen unwirksam zu machen und uns die Durchführung einer Eeste zu erschweren, die sich in den letzten Jahren wiederholt an dem bösen Willen unserer Alliierten stieß. Damals hatten die Deutschen nach Koblenz einen durch seine Mäßigkeit bekannten Mann, den Fürsten o. Hatzfeld geschickt, den das Blatt fälschlicherweise mit dem ehemaligen Reichskommissar in Oberschlesien verwechselt. — Das .Journal" ist befriedigt und schreibt, was überraschen könnte sei, daß diese Maßnahme so lange auf sich habe warten lassen.
P a r i s, 18. April. Das „Echo de Paris" stellt fest, daß die E n t f e r n u n g des Reichskom- m i s s a r s aus Koblenz am 12. März grundsätzlich
Abg. Fröhlich (Komm. )toirft dem Minister Zweideutigkeit vor, die doch nur den Sinn habe, das eigene Volk irre zu führen. Das beweisen schon die neuen Torgänge an der Börse und das Versagen oct Reichsbank
Damit schließt die allgemeine Aussprache. Der Gewalt des Ministers und die übrigen Seite des Etats werden gegen die Stimmen der äußersten Sinfrn bewilligt.
Um 7l/< Uhr verlegt sich das Daus auf Donnerstag
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Aarthou-D'lacroix nach Abzug des engt schon Anteils 30—36 Gvldnnlliarden von uns. Er sag? nicht, daß tzstser Plan für uns annehmbar sei. Aber eS fei ein fest «meissener Man. Von dem unter« Regerung ausg'hcn Sn ne. Redner fordert energisches Zugreifen gegen den hlpi'talistischen Mißbrauch der Markstabilisi.rung und der Ruhrhilfe und hält eine Reparation ohne Erfassung der Sachwerte für »«möglich. Wir sind so wenig wie eine andere Partei dafür zu haben, daß ein Fuschreri
>vvrden ist, haben wir einen Anspruch aus Genugtuung vnd Wiedergutmachung. Ohne Befreiung Von den un- Mnigen Besatzungskosten sind Reparationen unmöglich ®in Angebot im Sinne der Sozialdemokraten würde brau- Heu den Eindruck erwecken, als sei der deutsche Wider «ndswille gelähmt. Uebrigens habe diese sozioldemo statische Forderung auch bei keiner Partei Zustimmung Rfunden. So toirb der Lebens- und Freiheitsdrang des «nrfschen 60-Mllstornnvolkes stärker sein als Geld und »acht. 'i
Paris, 18. April. Krftgsminister Maginot ist heute Vormittag nach Paris zurückgekehrt. Der Hauptzweck seiner Reise war noch Httvas, an Ort und Stelle ote fervge der Truppenstärke zu regeln, di« heute für die ganze Ruhrfroge maßgebend sei. Bom 20. Mai ab wären 20—22 000 Manu der Jahres klasse 1921 abschnittweise zu entlassen, und die Deutschen hätten aus b:efem Anlaß zu verstehen gegeben, daß die Besatzungsmächte gezwungen fein werden, die Umfassung des Ruhrgebiets zu lockern und int altznneinen ein langsameres Tempo einzu- schleg-n. Um derartigen Auslegungen zu begegnen, hätten der französische und der belg she Kriegsminister eine Vereinbarung getroffen, bie es gestatte, in den besetzten Gebieten die Truppenstärke auf der gleichen Höbe zu erhalten wie bisher.
Varis, 18. April. Havas meldet aus Koblenz, daß auf Grund eines Beschlusses der Rheinlandkommissirn die frvnzös sch-belffsche Jngenieurmiflion im Ruhrgebiet unter der Oberhoheit der Rheinlandkommission auch in den besetzten Gebieten auf dem linken Rheinustr und im Gebiet der Brückenköpfe ihre Tätigkeit auszuüben hat. Der Betrieb der Bergwerke, die Sprengstosfliesernngen und die Erhebung der Kohlensteuer seien auf diese Weise in den Händen der Jngenieurmission für das gesamt« be- setzte Gebiet zentralisiert. '
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London, 18. Avril. StreiemannS, in der it
Die Lage iu Den DefeDten Gebieten.
Ster krade, 18. April. Gestern nachmittag rst das Rathaus von den Belgiern besetzt worden. Das Wachtlokal der Kriminalpolizei wurde beschlagnahmt.
Mannheim, 18. April. Heute morgen ift die Besetzung der Mannheimer Motorenwerke Benz von den Franzosen wieder aufgehoben worden. Am Montag war dort eine Kommission erschienen mit einem General an der Spitze, die die groß« Schiffsmaschine in Augenschein nahm. Das Ergebnis der Besichtigung war, daß heute früh vor 7 Uhr und um %10 Uhr die französischen Truppen wieder abgezogen sind. Die Besetzung des Bahn» Hofs Neckar-Vorstadt und des Schifferbüros wird nach wie vor aufrechterhalten.
Kaiserslautern, 18. April. Hebet Kai- etslautern ist gestern von neuem eine Nacht« Verkehrssperre, und zwar diesmal auf sechs Tage, wegen angeblicher Sabotagehandlungen an Fernsprechleitungen verhängt worden.
Kastrop, 18. April. Infolge der Besetzung der Zeche „Graf -Schwerin" ist die L i ch t v e r s o r« gung der Stadt unterbunden. Als Re« presiali« wurde von der Besatzungsbehörde der verschärfte Belagerungszustand ver« hängt. Jeder Verkehr auf der Straße ist von 8y4 Uhr abends bis &y2 Uhr in der Frühe untersagt. Die Franzosen gingen, obwohl die Verordnung bei der Bevölkerung noch nicht genügend bekannt war, mit aller Schärfe vor und verhafteten Männer, Frauen und Kinder, die sich nach der Sperrstunde noch sehen ließen, von der Straße, aus den Stra« zenbahnen und von der Haustür weg. So wurden chon am Abend, bevor die Verordnung erschien, 42 Personen und am zweiten Tage 88 Personen
AMreituWU in Mülheim.
Kommunistisch-französisch« Verbrüderung.
Mülheim (Ruhr), 19. April. Die Erwerbslosen von Oberhausen und Mülheim zogen gestern vormittag in großer Zahl, geführt von Kommunisten und Syndikalisten, die eine schwarze Fahne trugen, vor das Rathaus, um über die tarifmäßigen Löhne für Notstandsarbeiten hinaus Forderungen bei der Stadtverwaltung zu stellen und durch Demonstration durchzudrücken. Das Rathaustor war einem Stadtverordnetenbeschluß entsprechend geschlossert worden, worauf die Demonstranten
mit Gewalt einzudringen versuchten. Die bereit« gestellte Polizei und beherzte städtische Beamt« stellten sich den Eindringlingen entgegen und drängten sie aus dem Rathaus hinaus. Die Angriffe wiederholten sich aber immer wieder. Di« Demonstranten risien das Pflaster auf und warfen mit Pflastersteinen die Fenster im Rathaus ein. Schließlich mußten die Polizeibeamten von der Waffe Gebrauch machen. Einige Demonstranten wurden durch Schüße verletzt. Die Verwundeten wurden von den Demonstranten, unter denen sich viel lichtscheues Gesindel befand, zu den Franzosen >n die Kaserne gebracht, sodaß nicht festgestellt werden konnte, ob sich das Gerücht, daß auch lote zn verzeichnen sind, bewahrheitet. Wie es heißt, haben die Demonstranten versucht, die Besatzung zum Eingreifen zu ihren Gunsten zu veranlassen, jedoch haben sich die Franzosen vollständig zurückgehalten. Im Laufe des Nachmittags war die Ruhe im allgemeinen wiederhergestellt.
Der „Vorwärts" meldet aus Mülbetm an der Ruhr, daß frei dem (Sturm der NolstandSarvetter und Arbeitslosen auf das Mülheimer Rathaus zchet Personen getütet worden sind. Das Blatt stellt fest, davor und lvährend der Demonstrationen einige der svndikaltsttschen und kommunistischen Führer mit der französischen Kommunalpolizet verbandelt habens Der Führer der Duisburger kommunistischen Rot- standsarbetter Zalden soll erNärt haben, datz er di« Arbeitslosen und Notstandsarbeiter solange tnS Gefecht fflbten würde, bis die Duisburger Polizei von den Franzosen entwaffnet worden fei. In seiner Wohnung gingen französische und brtgtsch« Beamt« und MUttärperfonm ein und aut».
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gegeben. Poincare sei nicht Frankreich. Es gebt in Frankreich ein Volk, das etwas ganz anderes wünsche. Nun fordere der jüngst veröffentlichte Rrporatousplan
p"" 336. Sitzung vom 18. April.
r» Präsident Loebe eröffnet die Sitzung mit dem Künsche, daß der gestern von einem Auto angefahrene Abg ordnete Geyer bald von den Folgen seine« Unfalles genesen möge.
Die Novelle zum Betriebsrätegesetz, wonach bie Entschädigung bei Entlassungen der Geldentwertung angepaßt werden soll, wird debattelos in alten drei Lesungen enge» »>mmen.
1 Dann wird die Aussprache über die Rede des Außen- «inisters sortg-setzt.
I Abg. Dr. Breitscheid (So,.): Die Red« des Uußenministers ist mancherlei Deutungen ausgesetzt und Macht deshalb eine weitere Klarstellung nötig. Die Räumung des Ruhrgebiets soll nicht die Vorbedingung ffir Verhandlungen sein. Ms ich in London etwas Sehnliche« sagte, wurde ich des Verrats beschuldigt. Wir Mttcrscheiden uns von der Regierung darin, daß wir ein positives Angebot an die Alliierten verlangen. Dir
Die .Westminster Gazette" schreibt dagegen, so ver- juchsweife Rotenberg auch die Summe von 30 Milliarden Goldmark erwähnt habe, so utüffe dieser Schritt doch ats ein deutlicher Fortschritt tn der Richtung der Reparattonsregelung gewertet werden. Es unterliege keinem Zweifel, daß keine Partei es wage, die Unter» Nutzung Großbritanniens für einen Plan zu versprechen, der etne neue Jrreden am Rhein schaffen würde. Wenn Deutnoland den Plan für die Ueoertragung administrativer Rechte öerlucrfe, so würde es für Eng- land oder etn anderes Land hßdtfte Torheit sein, ihn anzuneymen. Ihn aus den Völkerbund abzuladen, würde den vollständigen Verrat an dem einzigen voifnungsvollen Element in der politlschen Welt vc- deuien. Außerdem könne tuan nur ernären, vatz Deutschland vollkommen im Rechte sei, wenn eS sich der Abtrennung seines Gebietes widersetze. Der deutsche Rntzenminlster habe einfach einen guten An- ang gemach:, und es fei zu hoffen, datz er wieder sprecinm werde, und zlvar in konkreteren Ausdrücken. Wenn er dteS tue, werde er nicht tauben Ohren vredigen.
London, 18. April. Zn der Erklärung Poin- caräs, die brtttsche Meinung tn Bezug aus daS Ruhrgebiet ändere sich und werde günstiger siir Frankreich, stellt die .Times" fest, datz im Gegenteil die tiefe De- forgnts, die in Großbritannien durch den sranzöstschen Vormarsch ins Ruhrgebiet und Infolge der Zwischenfälle und der bisherigen geringen Ergebnisse noch zu- genommen bat.
Sin« Stimme der Vernunft.
Paris, 18. April. »Oeuvre" faßt ihre Kritik der rechtsstehenden Pariser Blätter der Rede ves 'Herrn v. Rosenbergs folgendermaßen zusammen:
alS Grundl .ge für wettere Verhandlungen vors.z. agr, wird in der Presie viel beamtet. Der Berliner Berichterstatter der .Times" sandte seinem Blatte einen ausführlichen Bericht über dies« Rede Stresemann», di« er als einen inleresianten Beitrag zur ReichStags- aussprache über die Rede Rosenbergs bezeichnet. Der Berttner Berichterstatter der .Daily News" nennt Stresemann den weitaus s ü h i g. st e n henttgcn deutschne Poliiiker.
Aus den englischen Preffemeldungen sei noch nach- gelragen:
Die .Daily News" schreibt, das Angebot Rosenbergs sei wenigstens eine Sondierung für eine praktische Erörterung.
Ter dtp omattsHL Berichrerslatter des .Daily Telegraph" führt des wetteren aus, die Eindrücke, die Rosenbergs Rede tu britischen Kreisen Hervorruse,
bensmittelgeschäft von den Franzosen eingerichtet worden. Damit hat Bochum nun zwei franzö« ische Lebensmittekverkaufs st eilen. )ie Lebensmittel werden um 25 Prozent billiger als in den deutschen Geschäften verkauft. Dies« Verkaufsstellen werden aber nur sehr wenig in An- pruch genommen und nur von armen Leuten. In jerne find gleichfalls zwei französtsche Verkaufstellen eingerichtet worden; hier zeigt sich ein großer Andrang der polnischen Arbeiter.
Münster, 18. April. Zn Steele haben die Franzosen eine Volksküche eingerichtet, die von der Bevölkerung stark in Anspruch genommen wird.
Essen, 18. April. Rechtsanwalt Dr. Kling- Hardt aus Esten, der, wie gemeldet wurde, zwÄ Tage nach seiner Verteidigung des Estener Bürgermeisters Schäfer von den Franzosen verhaftet und tn das Gefängnis in Werden abgeführt morde» war, ist gestern nach lOtägtgcr Haft entlasten worden. Die Verhaftung war in einer jebent Rechtsempfinden widersprechenden Weise in dem Augenblick erfolgt, als Dr. Klinghardt in seiner Eigenschaft als Verteidiger im Geschäftszimmer de» französischen Anklagevertreters der 77. Division UW Einsichtnahme in die Akten für di« Kriegsgericht»« jltzung am nächsten Tage ersuchte.
Der Zentrugsabg. Lau scher schilderte bst brutsch' 8kt im Westen und bankte dem Papste für se ne sympathische Haltung und dem Ausland, soweit es Deutschland Hilst geleistet habe. Alle Pläne zur Neutralisierung der Rheinlande seien abzutehnen Es dürst» aller f dings nicht mehr angeboten werden, als geleistet werden f fcnn. Frankreich hat kurz vor der russischen Revolution tzüt dem Zaren vereinbart, daß im Falle des Sieges bie Meinlaickie an Frankreich fallen sollten. Dieses Zill M bei bett Vorbereitungen des Versailler FrirdensvertragS [ unermüdlich weiter verfolgt worden. Wir wollen eine Verständigung. Wir wollen über die Bolksgemeinschrft Hinaus zur Völkergemeinschaft kommen, zu einem Völ- - kbitnb, bet biefen Namen nicht nur trägt, sondern wirk-
Kch vechient. (Beifalk km Zentrums
Abg Lrdcbcu r (Unabh.): Im Gegensatz zu dem «vn Dr. Brcftschrib proklamierten Buvgsrieden mit den »ärgerlichen Parteien verlangen wir von den prsletari- ichen Organisationen erhöhte revolutionäre AktivitSl.
Abg Mold en Hauer (D. Vpt.): Dst Jnternatio- tkrlisieruirg bei Rheinlande ist ein Schlagwort. Wit haben «erdvn das unglückselige Vorbild des Saargebiets. Der Völkerbund hat Frankreich g-genüber noch nie einen
Willen bekundet. Nur axf freiem dentlchea Boden * «w iÖKbetouibau Möglich. _
Staatsstkretär Freiherr v Maltzahn gibt hieraui f»lg:>che Erkkänrngen ob: Das Reichskomm"ffariat, bas fctoobl unter dem Fürsten Hatzselb wie unter feinem Vorgänger Herrn v. Starck eine außerorbrnil ckst verdienstvolle Tätigkeit entwickelt hat, würbe von Anfang « Von bett französischen Annekt onSvosttikern als ein
Abg. Dr. Helfferich (Deutschn.): Der Schrei nach Aktivität ber Regierung geht durch da« ganze deutsche Aolk. Unsere Wakstnlosigkest hat sich ali dst schwerste ■ b Provokation erwiesen Man glaubt jetzt, baß mit Gewalt
LCD ten Deutschlanb alles zu erreichen fr D'» Entdeckung,
ritt wafstntests Deut^land nicht wehrte« ist, hat ___ 8ranikteich und dst Welt überrascht. Das ist dst groß«' Dendung, bie durch nichts in bet Well mehr umgebogen kerben darf. Wir erwarten von bet ReichSregstrung. M sie jetzt mit ihrem Gold ber neuen Steigerung be?- , t Dollarkurses entgegentritt. Da eS feststeht, daß ber 8mai(Ift Vertrag unter Bruch ber feierlichen . Zusagen WilsonS an Deftschlanb abgeschlosten
Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhestische) Oberhestei
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tmliebsames Hindernis empfunden. Die Bestitigung dststr ’ Einrichtung war einer der Ptogrammvunste dieker Kreist ' idie Knebelung der rheinischen Presst, bie Beseitigung «Ker obersten Verwaltungsbeamten des französisch bcsttz» ten Okkupationsgebiets, bie Ausweisung von acht ReickS- tegs- und Lanbwgsabgevrdneten zeigt überdeutlich, ba£„ bie Okkupationsbehötbe nicht durch unbequeme Aufpasser Ieslört fein möchte, welche bie Oefstntlichkeit mit den Aeschwerden der unterdrückt''»' Bevölkerung bekannt Machen könnte. Schenken Sie ber Regierung baS Verdauen, daß sie auch in dieser schmerzlichen Angelegenheit bemüht ist, mit den Pslichten beS unter sch tiebenen Bet- stages bie ungeschriebenen Pflichten gegen das gequälte eigen? Volk zu berrinbarett
Sozialdemokratie hat keine Lust, diese Regierung zu stürzen,' denn sie hält die Voraussetzung für eine Arbeiter SNSi «gierung mit oder ohne Kommunisten noch nicht für
Ög rheinischen oder westfälischen Bodens an Fnukreick av- r getreten ober in Form einer Internationalisierung von Deutschlanb abgetrennt wirb.
(Eint Zournaliftenfahrt in der südwestdeutscheu Grenzmark.
Karlsruhe, 18. April. Von ber Frankfurter M-sst kornnr nb, besucht: eine Anzahl deutscher und ausländischer Journalisten eine Reihe badischer Städte. Die Steife bewegte sich am Rande des besttzten Gebietes, wobei man vornehmlich Gel genheit hatte, dst Störungen an Ott und Stelle zu erkennen, bie von ber rigorosen Absperrung >es altbrs-tzten Gebietes aurg-hen. In Anbetracht der ranzöfischen Schikanen, denen dst Informationen auslän- nsi^r Vertreter im Ruhrgebiet begegenen, bot bie Veran- raltung dieser südwesideu'scheu Journalistenrrist den babi» chen Staatsmännern, Vertretern ber Städte und ber Wirtschaft eine besonders wertvolle Gelegenheit, unparteiischen Vertretern der Auslandsprefle bi? schicksalsschweren Folgen beS WirtschaftSkampsts vor Augen zu- führen.
Bor der Ausrufung einer rheinischen Republik?
Paris, 18. April. „Aire Rouvelle" schreibt: „Mau murmelt, daß mir in Pari» entschloßen find, die amtliche und wirtschaftlich« Autonomie der Rheinlande anszurufe« »nd daß dieses Manöver der Vorbote einer umfafienden Operation, nämlich die Ausrufung einer rheinische» Republik sei.
Wir können im Augenblick nicht festftellen, was an diesen Gerüchten wahr ist. Wir haben aber Gründe, anzunehmen, daß es sich hier um eine vollkommene Fantasie handelt.
Es herrscht ein Geisteszustand, der die Unab. hangigkeit der Rheinlande schaffe« will, das sich vollkommen gegen das Deutsche Reich orientieren olle. Wir sind ebenso besorgt, wie interessiert, um M« Sicherheit Frankreichs. Aber wir behaupten, daß eine Entwickelung dieser Art diese Sicherheit nicht verwirkliche« kan«.
Das Sicherheitsproblem ist nicht nut militari« cher Art, sondern diplomatischer, d. h. es hängt vielmehr von Hiner neuen Art der Diplomatie ab, die sich internationale Organisation der territorialen Regie der europäischen Mächte nennt. Zn praktischer Beziehung scheint man die Vorteile, die wir auf einet Trennung ber verschiedenen Elementen das Deutschen Reiches ziehen können, schlecht einzusehen.
Deutschland trägt an fehlet Flanke zwei Wunden, nämlich Bayern und das Rheinland. Wenn Deutschland sich selbst üderlasien wird, kann auch dieser Zustand unter dem es so schwer leidet,-sich nur noch verschärfen. Wenn wir aber eingreifen, werden mir eine gefährliche Reaktion Hervorrufen und der moralische Widerstand wird größer und itärker auch über die künstlich geschaffenen Grenzen
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Famlllen-Änz. gegen bat, 50 SRI Amtliche und au»m. Anzeigen 100 Mk. Sei jchwierlge« ro
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kunft dnrch die Eelchäftssi. and Vermittlung ber Angebote 50 M„ bei Ueberlenbung durch uns 100.— Mk. ohne Porto.
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