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Amtliches Vertundigunsisblatt des Kreises Marburg

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..Das neue deutsche Angebot stellt einen wesentlichen

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bäuerlich, daß politische Quertreibereien den Reichskanzler

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nationale Anleihe nannte Herr Poincarä aus derlei

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1731 Nr.L

Paris, 17. April. Der Düsseldorfer Sonder­berichterstatter derLiberty" meldet, daß der bel­gische Kriegsminister Deveze, der von dem franzö-

58.3* 1928

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Lrsleckt habe.

Kopenhagen, 17. April. Die mit großer Span- Nung erwartete Rede des Ministers des Aeußeren Dr. b- Rosenberg, die heute von allen>Zeitungen an hervorragender ©teile wiedergegeben wird, sand bei der fotjjgtn Prefie oßgemem eine günstige Aufnahme.

Sie Lage in den besetzten Gebieten.

Berlin, 17. April. Hebei die Verkehrslag«

bu.g dieser Dinge hat sich also voÜLommen gerechtfertigt. Sir könnten eine Zahl nennen, wie immer sie bestellt sei, dir werden immer auf der Gegenseite dem Eimvrnd te- ßignen, sie genüge nicht. Es ist nicht nur ein Verbäng- 815, sondern ein großes Unglück, wenn nun der Kamps «n die Zahl, den wir schon so »ft baten entbrennen sehen, toi eher b;e politischen Erörterungen im In- und Auslände beherrschen würde.

Weitere Pressestimmen.

stschen Kriegsminister Maginot in Düsseldorf enq* fangen wurde, anschließend mit diesem eine länger« Unterredung gehabt habe, der auch der französisch« Eeneralstabschef Buat, General Degoutte und der belgische Oberkommandant in den besetzten Ge­bieten,, General Rucquoy, beiwohnte. Die Re» lerenz habe hauptsächlich die Stärke und Verteilung der alliierten Truppen zum Gegenstand gehabt. Gleichzeitig habe der französische Finanzminist« de Lasteyrio mit dem Kabinettschef des belgischer Finanzsachverständigen bei der interalliierter Rheinlandkommission und den Vertretern der Zn- genienrkommission Besprechungen gehabt, die sich auf die Kohlensteuer, die Ausstellung der Ausfuhr­bewilligungen und das allgemeine Berrechnungs» wesen der Besatzungsbehörden bezogen haben.

die Rede sei meisterhaft attfgebaut nrtb vennide alle Phra­sen. Sie gebe in zusamm.ngedrängter, klarer Weise den deutschen Standpunkt wieder Im Leitartikel führt Politiken" aus, daß die Gegensätze zwischen Deutschland und Frankreich jetzt schärfer denn je seien. Rosenberg habe die franzüssch.n Rheinpläne kategorisch zurückge­wiesen. Cs bestehe kein Zweifel, daß hinter ihm das ganze deutsche Volk stehe. Das Blatt schließt sch weiter der Erklärung des Ministers an, daß es unmöglich sei. Deutschlands Leistungsfähigkeit sestzustellen. st' lauge der Ruhrkrieg dauere.

bruchstruppen besetzt sind. Auf 60 dieser besetzte» Bahnhöfe ruht der deutsche Betrieb vollständig.

Köln, 17. April. Kurze Zeit, nachdem gestern vormittag eine größere Summe Geldes in die Räume der Arbeitslosenfürsorge im Kunstgewerbemuseum in Düsieldorf gebracht wor. den war. drangen die Franzoen dort ein und n crh. men 2y2 Millionen Mark fort. Der Kas- sterer und der Listenführer wurden mitgenommen. Man suchte sie zu Aussagen zu bewegen, ließ sie dann aber wieder frei. Dem Kassierer legte man eine französisch geschriebene Erklärung vor, wonach es sich nicht um Geld der Erwerbslosenfürsorge, son. dern der Rhein- und Ruhrhilfe handle, was er aber nicht gewußt habe. Der Kassierer, der zufällig Französisch verstand, verweigerte seine Unterschrift unter dem Hinweis, daß es sich tatsächlich um Er» werbslosennnrerstützung handele. Die Franzosen nahmen auch die Listen der Erwerbslchen und bi« Kartei mit.

Ludwigshafen, 17. April. Die Auswei­sungen von Eisenbahnpersonal aus der Pfalz gehen weiter. Bis 16. ds. Mts. wurden insgesamt 283 Eisenbahner ausgewicsen. Auch neue Gewaltakte über itLohnungsoerweisungen und dergleichen wer­den aus den verschiedensten Städten gemeldet.

Die Kohlenbeschlagnahmungen.

Wie die Blätter aus Essen melden, wird die neue Verordnung des Generals Degoutte, die den Transpott von Kohlen ohne französische Passierscheine verbietet/ rigoros durchaefübrt. Im Laufe des gestrigen Tages sind selbst kleine Kohlenmengen von einem Zentner, die auf vierrädr'g'n Kinderwagen in die Wohnungen geholt wur­den, beschlagnahmt worden. Auch die Kinderwagen sind weygenommen worben, weil die Vero dnung ausdrücklich auch die Beschlagnahme des Gefährtes vorsieht. Von der Beschlagnahme der Kohlentransporte werben in erster Linie Heine Fabriken und gewerblich- Berufe, in zweiter Linie ater auch die Haushalte betroffen, die bei der kühlen Witterung wieder Hausbrand benötigen. Wie die Blätter bemerken, wird der enorme Druck, der durch die schika­nösen Maßnahmen ausgeübt wird, einen erhebliche» Geg ndruck Hervorrufen.

Paris, 17. April. Der Sonderberichterstatter der Journee Industrielle" in Essen, der mit dem Minister Le Twequer die von den Franzosen und Belgiern be­schlagnahmten Nckslager besucht hat, stellt fest, dah die Arbeiten von der französischen Koksverteilungsstellö und einer Anzahl französ scher und belgischer Metallfirmen ausgeführt werten. Technische Schwierigkeiten ergeben sich im allgemeinen daraus, daß die Lager nicht immer ohne weiteres die Abfuhr zu den großen Eisenbahn- strecken )gestatten, und in zahlreichen Fällen sei deshalb ter Bau von besonderen Schienenwegen nötig gewesen. Angesichts dieser und anderer Hindernisse und der Mittel, über die die Ingeu ieurkvmm i s sio n zur Zeit verfüge, scheine es nicht, daß die Abfuhr von 10 000 Tonnen täglich, die Minister Le Tmeauer für Ende des Monats vorsehe, ohne Schwiechgkeiten und in größerem Umfange noch gesteigert werten könne. D"s gehe aus mehreren Frage» hervor, die an Ott und Stelle an die Ingenieure ge­richtet worden seien, die ihr Bestes getan hätten,^ u« bis jetzt die denkbar günstigsten Resuttate zu erzielen.

vorerwähnten englischen Rates unterhält, schreibt, di: Rede Rosenbergs hätte jederzeit seit Weihnachten gehalten kerben können. Sic bringe die Dinge keinen io llbreit vorwärts. *

Paris, 17. April. Die Pariser Blättn: sprechen

Den Konferenz unter den Garantien, die er von Teutschland fordern will. Eine internationaie An­leihe ist aber wie die Beschlüste des internationalen Handeiskammerkongrestes in Rom sagen, für einen Staat ohne Grenzen und ohne Souveränität unmög­lich zu erlangen und ebenso unmöglich ohne eilte end­gültige Lösung der Gesamtverpflichtungen. Die Frage der deutschen Reparationen kann nicht allgemein auf finanziellem Gebiet gelöst werden. SSari*m beachtet Frankreich nicht das Angebot Cunos wegen der Cooperation der Industrie? Frankreich und Deutfcv- land sollten beginnen, wirtschajtlich miteinander zu leben, wenn auch das politische Miteinanderteben durch die sranzösifch« Politik zerstört wird. Die eng-

59 »tot».

Paris, 16. April. Heber die gestern vormit­tag äbgehaltene Besprechung zwischen Poincar6 und die französischen Mitgliedern des Komitees, das von der französisch-belgischen Konferenz Ende voriger Woche zum Studium des belgisch-französischen Repa- rationsplanes eingesetzt worden war, Barthou, Mauclon, Peretti und Seydoux, berichtet Hcwas halbamtlich man halte die Grundlagen für die dem- nächstigen Studien über den französisch-bel­gischen Plan besprochen. Es Hobe den An­schein, daß eine Verständigung zwischen Paris und Brüssel leicht zu erzielen sein werde. Ti-'ser Plan werde den durch das alliierte Zahlungsstatut vom 5. Mai 1921 geschaffenen Rahmen wahrscheinlich nicht überschreiten. Deutschland werde die Bons A und B in Hölze von 5 0 MilliardenEold- markzu begleichen haben, von denen 52 Pro­zent gleich 26 Milliarden an Frankreich, 8 Prozent gleich 4 Milliarden an Belgien, 22 Prozent an Großbritannien, 10 Prozent an Italien fielen. Die Bons C sollen nicht au-gegeben werden, sondern zur Kompensation der alliierten Schulden dienen. Nach den Bestimmungen des Zahlungsstatuts vom 5 Mai 1921 stehe Deutschland für die Bezahlung eine Höchstfrist von 35 Jahren zur Verfügung, wo­bei es jährlich annähernd anderthalb Milliarden zu zahlen habe. Da sich aber dieRäumungdes Ruhrgebiets im Verhältnis zu den deut­schen Zahlungen vollziehen solle werde Deutsch­land ein Interesse daran haben, sich so rasch wie möglich und insbesondere auch durch die Initiative zu einer internationalen Anleihe seine Verpflichtungen zu entledigen.

« Die Erklärung ter Reichsregierung, die durch den Uuno des Ministers Rvsinterg tut Reichstage dieser Tag- «66 -geben Worten ist, hat ein eigenartiges Echo im Aus- knte hervorgetanen. Es ist genau wie im Kriege: Alles, tzos wir tun, wird verdächtigt, alles, was wir sagen, järb mißdeutet und alles, was wir anbieten. wird ver­kettet.

Die Reichsregierung erklätt sich bereit, den für Paris fcftimmten Vorschlag, der 30 Milliarden vorsah, grünte ßtzstch wieder aufzunehmen. Eine internationale Sackver- Mdig nkvmmission soll Deutschlands Leistungsfähigkeit prüftn und soll diese Vorschläge entsprechend ter sestge- ßellten deutschen Leistungsfähigkeit verändern. Deutsch- fai-b erklärt sich bereit, diesem Gutachten der int-rnalio- wkn Sachverständigen sich zu unterwerfen. Deuisch- lanb will dann an ein internationales Konsortium 6er» oitg-tett, nm dort diesem eine große internationale An- Inte zu erhalten, aus welcher Frankreich sofort eine te- dächlliche Barsumme erhalten soll. Deutschland ist eilte to bereit, den Anleihegebern weitreichende wirt- östliche Garantien zu geben, die eventuell mit gesetz- kichen Mitteln zu sichern wären. Sämtliche Kräfte te deutschen Wirtschaftslebens sollen für die Garantien hkrangezogen werten. Klarer und deutlicher kann ein luge tot schon nicht mehr gemacht werten.

Nun ater hebt ein Kampf um die Zahl an: Es ist rkwürdigerweife gerate die englische Presse, die sich Mffallend enttäuscht zeigt über die Dreißig-Milliarden- jSfier, die die Reichsregierung jetzt anbot. Der Londonw ^.ii'tt Telegraph" bringt nach Informationen von t Mchstehenter Seite in Berlin man kann dahinter

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Die Debatte im ReWtag.

Im Reichstag wurde gestern die Aussprache über die gestrige Rede des Ministers des Aeußern fonge- setzt

Aba. Dr. Goth ein (Dem.): Heber die Forde­rung, das Ruhrpcbici nur nach Maßgave der geleiste­ten Zahlungen zu räumen, kann es feine Diskussion geben, ebensowenig über teil Plan einer Internatio­nalen Kontrolle dieses Gebiets durch den Völkerbund. Was das bedeutet, haben wir tin Saarqeviet erlebt. Wir danken der Ruyrbevölkerung ftir ihren tapferen passiven Widerstand. Wir fühlen die Vetpsticotung. ihre Leiden sobald wie möglich zu beenden. Deutsch­land hat die Bereitschaft zu Verhandlungen ost fl-iiug gezeigt. Tie Reparationsko.-nniission bat sich aber bisher immer der Verpftichtung entzogen, die Zao- lungsfähigkeit Deutschlands abzuschätzen. Der Autzen- minificr hat die konkrete Grundlage dadurch geschaf­fen, datz er das letzte Bergmann-Angebot als folche Grundlage ausdrücklich aufrecht erhalten hat. Wir verlangen eine Fortseyung des passiven Widerstandes.

Abg. Dr. Strefemann (D. Vpt.): Entscheidend an der gestrigen Rede des Ministers des.Aeußern ist, das, sie eine geeignete Grundlage abgibt für inter­nationale Abmachungen, falls die Entente und beton

MllN'MÄWAg.

Genf, 17. April. Zu der Völkerbunds^ to-gung, die eine Reite wichtiger so. arländi- scher Angelegenheiten zu behandeln hat, ist hier eine Abordnung von Mitgliedern des Landesrats im Saargebiet eingetrvffen. Mit Ausnahme ter Kommuni­sten, werden durch die Abordnung alle politischen Par» teien im Saargebitt zur Sprache kommen. Äußerten« befintet sich ter Chefredakteur derSaarbrücker Zeitg", (Seiler, als Vorsitzender des SaarpressevereinZ in Genf, um gegen die Unterdrückung ter saarländische» Presse durch die Notverordnung ter Regierungs- kommission Einspruch zu erheben. Reben ter Frage ter Notverordnung will die Abordnung vor allem bis Frage des Nachfolgers für das bisherige saarländische Mitglied der Regierungskommission, Dr. Heztvr, zur

TieDbeibefRIdie Zeitung eritbeint ietbsmcl wöchentliL. Bezugspreis monatliA 3600 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für austalleuse Nummern imolge Streits ooer elementarer Steigniiie kein Lrmtz. Verlag von Dr. T. Hiuerotb. Truck der Univ.-Buchdruckerei von Jod. Aug. Koch, Markt 21 23. Retnjpiecbet 55, Vost- toetftonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Ruhrgebiet berichten die Blätter, daß von He« 206 Bahnhöfen des Ruhrreviers 170 von den Ein»

Hiebe Kritik an der deutschen Finanz, und Währungs­politik berücksichtigt nicht den deutschen Währungsrwr- fall und den Druck, der auf der beutfdten Wirtfchafi ourch Verzögerung der Festsetzung der endgültigen Reparationslieferungen liegt. Deutschland kamt fein Budget erst daun in Crbnung bringen, feine Währung erst endgültig stavtlisicren und ein Höchstutatz von Sten.-Zähigkeit ctHelen, wenn ihm endlich die end­gültigen G-undiaaen se'nes politischen und Wirt schaststebens gegeben werden. Für die Freibeit und Selbständigkeit Deutschlands, bic darin liegt, würden Üsnbuftrk, Finanz und Landwirtschaft die Garantie leiftung für die deutsche Verzinsung übernehmen C- benfo elnmütia, wie Volk und Parteien btertn sind ebenso einmütig sind sie darin, daß sie Widerstand bis nun Aeu«ersten leisten würden, wenn man das Rheln- ,and und das Ruhrgebiet in irgendeiner Form von Tcittlwland abtrennen würde. Will Frankreich Re- varatlDnen, dann ist e«nc Verständigung Dtenlüer möglich Will es R'.iein und Ruvr behalten, dann kann es darüber keine Verständigung geben. Die iHoraiK-fetetna für ab- Verhandlungen muß die Et- lüllung der Ford -ring fein, daß alle Verhafteten und Aus gewiesenen in Freibeit in ihre Heimat zurück 'efren können. ,

Abg. Dr. Lei ch t (Bayr. Bpt.) begrüßt es mU Genugtuung, daß der Papst einen eigenen Vertreter ins Ruhrgebiet gesandt vat. Wenn Poinearä te- bnuptet, Deutschland höbe nichts geleistet, so ist das »'in Hohn aus alle Erfüllungsvoltiik. Die vom Abg. Müller verlangte gesteigerte Aktivität der Regierung 'ft auch unter Wunsch, aber wir dürfen dabei nicht als hkidtraa-nde bet einem Diktat vertreten fein. Der Forderung eines ucu'tt Angebots en wir aber noch den bisherigen Erfahrungen nicht zusnmmen Durch Einigkeit zur Freiheit, auch für den deutschen Rhein I

Abg. Stoecker (Komm.): Nur die Arbeiterklasse kann RnOrkonftikt und Reparationsfrage lösen. D'» Bebattp'itng der Sozialdemokraten, konununistifcte Führer hätten mit französischen Generalen verbandelt, ist eine schmutzige Verleumdung. Leider wurde der Al.wevrkaiupt geschwächt durch die Korruption der be- v-nden Prelle.

Abg. A 1 vers (Te-.tftch-Hannoveraner) wendet sich scharf gegen die rheinischen Separatisten. Der ftan- ztzfischen Gewalt mi ste die Macht des RechtSgedankenS entrerengefeht werden. .

Abg. v. GrSfe (deuischvölllsch) hält das erneute SV Milliarden-Angebot angesichts des Vemtchtungs- willenS Frankreichs für zwecklos. Frankreich müste überzeugt werden, daß sich das deutsche Volk nicht vernichten lassen wolle. Ferner behauptet er, daß die gtebe Scverings der deutschen Einbeitssront schwer geschadet habe, und kritisiert das Vorgehelt gegenüber keiner Partei tu Sachsen und Thiittngen.

URarburg

Mittwoch, ten 18. Atel!

Osiermond

1 te als Verhandlungsbasls nicht ohne weiteres von der e Hand gewiesen worden wäre. Dieser Eindruck den man in " London bezüglich ter Verhandliingsbass hatte, war der {Inhalt des Rates, den man von London aus in Berlin «teilt hat, anscheinend ater mit geringer Wirkung. Poin-

Der heMche kör das teW Ee-ikt aiistewitlen.

Köln, 18. April. Wie wir soeben erfahren, hat die interalliierte Nheinlandkommission dem Eisenbahnkommissar für die besetzten rheinischen Er­biete mitgcteilt, daß sie mit dem heutigen Tage seine Tätigkeit und die seiner Be­hörde im besetzten Gebiet als beendet betrachte und seine und seiner Behörde A b - reise aus dem besetzten Gebiet e r rockt rte. Damit ist die Tätigkeit des Reichskommisfars für dis besetzten rheinischen Gebiete als beendigt anzu­sehen. Schon seit langem war ja bekannt, daß die Franzosen und in letzter Zeit auch die Belgier da­rauf bedacht waren, die ihnen unbequeme 'Einrich­tung des Ncichskommissariats in Koblenz zu besei­tigen. Schon einmal trat dieser Wunsch für alle Oefsentlichkeit in die Erscheinung, als dem ersten Nejchskommissar, Herrn von Starck, vurch die Bot- schalterkonferenz das Argument entzogen wurde. Der Reichsregierung war es gelungen, gegen erheb­lich« Widerstände die Agrementserietlui'g an den neuen Reichskommiffar, den Fürsten von Hatzfeld- Wildenburg, zu erreichen. Seit Beginn des Ruhr­einbruchs trieben die Verhältnisie zwischen dem Rsichskommisiariat und der Rheinlandkommission immer mehr zu einem Konflikt hin, wenn auch an­genommen werden mußte, daß zuerst die Bot- schastertonferenz über eine Agrementsentziehung Beschluß fassen würde. Anicheinend haben die Franzosen und Belgier bei der Besprechung am Samstag, bei der bekanntlich über ein verschärftes Borge ton im Rheinland und im neubesctzten Gebiet Beschlüsie gefaßt wurden, sich dahin geeinigt, das ihnen unbequeme Reichskommisiariat kurzweg zu beseitigen und so die Botschafterkonserenz vor eine vollendete Tatsache zu stellen. Heber die Haltung der Engländer zll diesem Vorgehen der Rheinlond- kommisfion ist nichts bekannt.

Einer Blättermeldung aus Köln zufolge ist dem Reichskommisiar Fürsten von Hatzfeld-Wildenburg von der Rbeinlandkommifsion noch eröffnet worden, seine Behörde hätte binnen drei Tagen das besetzte Gebiet zu verlassen.

17ll«re würde es gern sehen, wenn die englische Regie- tung jetzt weitgetende Schritte unternehmen würde, um if| tm?n starken Druck auf Deutschland ausznüten. Vor-

IH länng ist es schwer zu erkennen, auf welchem Wege dies

mich hsctehen könnte."

tzicrate dieser Voigang zeigt, wie anßeiordentlich ge- sihriich es üterhaupt ist, einen zahlenmäßigen 17# kvrschiag zu nennen. Unsere an tiefer Stelle wftder- 758 -» holt ausgesprochene Auffassung bezüglich der Vehand-

Deutschlands nachgeten. I------ -----

habe es eilig. Deutschland müsse sich entscheiden, ob cs sein eigenes Verderben ter Erfüllung und Ausführung ber geschlossenen Verträge vorzieht. DemMatin", der en die Vorschläge des Herrn Bergmann anknüpst, Witt rs scheinen, als ob Herr von Rosenberg Richtpunkte aus-

Ter Avzelgenvrels beträgt für bee Ogefp. Zeilenmillimeter 80.00 Mk. f5tl. Anzeigen uuv glamilien-e>nz. aezen dar, 50 Mt. Amtlich« und ausw. Anzeigen 100 Mk. Bei fchmieriaem Sa« 5i.°/6 Auijchlag. Spät einlautenve oder den Raum Oder l|. Seit» einnehmende Anzeigen werden nach der Textipaltendreite berechnet. Reklamen der Zetlenmtlltmeter 30o Att. Jeder Rabatt gilt als Barradatt. Beleg« werden berechnet. Bei Aus- tunft vurch die Eeichäftsft. und Vermittlung der Angebote 50 Ä, bet Ueberienöung durch uns 100. Mk. ohne Porto.

NNilS ffEuno und seine Regierung daran gehindert haben, eine - gmer von etwa 40 Milliarden Goldmark zu nennen,

London, 17. AprilMorning Post" bemerkt in ihrem Leitartikel, ter deutsche Außenminister bring' feine 6arro ntien, die Frankreich veranlassen könnten, sich ans km Ruhrgebiet zurückzuziehen. Der Berichterstatter ter \ #5inte»" in Berlin, ter sehr gute Beziehungen zum cng- , fischen Botschafter Lord d'Aternon, dem Ueberbringer des

Ium größten Teil von den lächerlichen und unzureichen- kit Angeboten. DieJnsorvwt'on" schreibt: Beißen

bi-Mue ! ders Frankreich die" Verständigung wollen. Geivitz

ton Rosenterg hL WGfiÄ1 5 raun bie endgü'.iige Leistung beute zijsertrmasftg nicht

krst unglücklich ausgedruckt. Hat Deutschland die Abs.ch^, ubgefchätzt werden, Wohl aber kann man die in dem

die Vorschläge des Herrn Bergmann zurückzu-ommen, : Pariser Angebot genannte konstante- Summe zugrunde ke dieser während ter Pariser Konferenz tm Januar , legen, zu deren Verzinsung sich Deutschland bereit er- v-ach Paris brachte? Es ist ganz üterflüssig, sich jetzt närt hat, und die in Frage kommenden Nachzadluit- rnit ihnen zu beschäftigen, da sie ja Bedingungen voraus- i gen durch ein internationales SachverstSnLigenkon- sctzen, die wir nicht annehmen fönnen. Besonders bc- sortium nacvpri fett lasten, was aiuh Bonar Lato der vterfcnswcrt erscheint dem Blatt die Aeußemng Rosen- Pariser Konferenz empfohlen hat. Als Ausgangs- krgs, wonach Deutschland sich durch bte Ergreifung bet Punkt für eine folche Summe hat auch Bonar Law Pfänder sehr behindert fühlt. Deutschland beißt bie die Wiederherstellung des deutschen Kredits und die Zähne zusammen, ater es fängt bereits an zu stöhnen. Jl"

Mfeit Pärchen" ist von ter Rede ^lurft Steter nmio;;a(e Anleihe zu ermöglichen. Eine solche intet« Frankreich noch Belgien würden vor ter Kapttulatto.i. natjona[e Anleihe nannte Viert Poincarö auf detsei- Deutschlands nachgeten. Keine von beiden Macht.n

jhr den Berliner englischen Botschafter selber Vet-

--! nuten folgende Mitteilung:

W. i . :: - - - :'

iai'h 1 f hoc-schritt gegenüber ten früheren deutschen Vorschlägen "!». - Scr, ist aber nicht ausreichend, um Frankreich zu beftieoi-

>.9Rts« gtn ober es den andern alliierten Regierungen zu ermeg bx» kchen, das Angebot zu unterstützen. Es ist sehr be-

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