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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

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Paris, 16. Avril. Mr Havns aus Brüssel be­richtet, hat der belgsche Ministervräsioen! Thrums heute Mittag vor ausländischen Journalisten eine Rede aehalt n, in der er sich nut der Siuhrpolitik brschästigte. Im gwßen und ganzen deuten sich sei ne Ausführungen mit drn gestrigen Erklärungen Pvineores in Dünkirchen. Deutschland sei in seinem Wirtschaftsleben auf das Tiefste getroffen, aber man müsse auch daraus sehen, da st die Ruhrbesetzung den belgischen Handel und seine In­dustrie nicht beeinträchtige. Deutschland müsse aner­kenne»,. daß vs ta» ungeheure Spiel des fiimnzMen

»Qverhefsilwe Zeitung erickeint lemsmal ipödientlitb. Dezugsvreis monatlich 3600 Mk. mit Zustellungsgebühe. Für ausfailenoe Nummern intolge Streiks ooer elementarer Ereignis,e lein Ermtz. Verlag von Dr. L. Htneroto. Druck Bet Univ^Buchdruckerei von Jod. Lug. «och, Marti 2123. ^ernivrecher 55, Doli. . icbecffonto: Nr. 5015 Amt Frankrurr a. Main.

Tie Rede Dr. v. Rosenbergs findet in der gesam­ten bürgerlichen Presse ein günstiges Echo. Eine Reine EinscdräntUng macht die .Deutsche Tageszeitung", sie schreibt- Dr. v. Rosenberg bat vieles gesagt, was der überwältigenden Mehrheit des deutschen Volkes aus dem Herten spricht, vieles, was fd'on seit langem schmerzlich vermißt wurde. Aber er har doch noch lünpst nicht allem Ausdruck verliehen, was unseres Erachtens einmal gesagt werden muh. Als weniger glücklich wird man seine Stellnngnabme gegenüber dem Gedanken einer eventuellen aktiveren Führung des Abwehrkampses, wie er uns gegen unseren Willen durch Frankrech aufgedrängt werden könnte, bezeich­nen müssen. Frankreich darf keinen Freibrief in der Hai.d haben, daß wir, was immer uns noch zugemutet wird, auf-keinen Fall unsere Abwehr ver­schönen und seihst in der Verzweiflung niemals zum A-.-.i ersten greisen werden.

Der »Lokalem wlger" betont, daß Dr. v. Rosenberg der Tbeie von Dr. Wirth .Durch Arbeit zur Freiheit" eine andere Formel entgegengestellt hat .Durch Stand­haftigkeit zur Freiheit" und sagt: Die wird deutschen

die doch eine von den Alliierten gebilligte Einrichtung ist. D cse Rede war wieder eine reine Predigt oer Ge­walt. Eheeine Verstä ndigung komme, müß- tenwirdieZähnezusammenbeißenundoen Widerstand fortsetzen. Die Erkenntnis, daß es sich an Rhein und Ruhr um unsere Zukunft handle und das Glück unserer Kin» oer und Kindeskinder, sei es, die uns die Pflicht auferlege und die Kraft gebe, die Probe zu bestehen.

Die Lm in den besetzten Gebieten.

Frankfurt a. M., 16. April. Die Franzosen haben heute die L a h n st r e ck e von Diez an ab« wärts in eigenen Betrieb genommen, sämtliche An­lagen der Bahnhöfe besetzt und das Personal vom Dienst vertrieben. Der deutsckie Verkehr ruht somit auf der Strecke Limburg lahnaufwärts und Diez Langenschwalbach. In Flörsheim a. M. haben heute früh weitere 35 Eisenbahnbedienstete Aus­weisungsbefehle erhalten, desgleichen in Hatters­heim 15 in Mainz 29 und auf verschiedenen Sta­tionen der Strecke HöchstIdstein 12 Bedienstete. Die Familien haben bis zum Freitag zu folgen. Im Eisenbahnbetriebsmerk MainzCastell haben die Franzosen aus den Kleiderspinden der Be­diensteten Kleider und Stiefeln herausgeholt, auf einen Haufen geworfen und verbrannt. Ebenso haben sie es mit Aktenstücken gemacht. Auf dem Mainzer h/iuptbahnhof wurden Akten als Alt­papier abgefahren.

Der Paketoerkehr auf den Rheindampfern ist auf Veranlassung ber Franzosen eingestellt worden. Driefoerkehr geht noch.

In Offenburg wurde von den Franzosen bekannt gemacht, daß alle Verfügungen, die im alt- besetzten Gebiet erlassen wurden, auch für das Ein­bruchsgebiet von Offenburg und Appenweier Esl, hing haben.

Köln, 16. April. DieKöln. Ztg." meldet aus Oberhausen: Gestern vormittag wurde der Bahn­hof Oberhausen aufs neue besetzt.

Essen, 16. April. Für die angeblich durch Deutsche erfolgte Ermordung des französischen Soldaten Schmidt war der Stadt Essen ein« Geldbuße von 105 Millionen Mark aut* erlegt worden. Für die Zahlung der Summe haben die Franzosen gestern nachmittag unbegrenzten Zahlungsaufschub gewährt, ohne Gründe anzugeben.

Bochum, 16. April. Zn der Nacht zum 16. d. M. ist dos Stadtzentrum abgesperrt und zahl- reiche Verhaftungen vorgenommen worden.

Essen, 17 April. Die Baßnhöfe Oberhausen, HmstrEmjcher, Rauxel und Mengede sind am Sonn­tag erneut von den Franzosen besetzt worden. Von den Kontrollstellen in Bitten und Faßlingbaufen wird zunehmende Verschärfung der Gnterkontrolle, wohl infolge der beabsichtigten Anhaltung der Koblentransporte, gemeldet

H o r st - T m s ch : r . 17. April. Große Erregung rufen hier die Ueberfälie hervor, die Soldaten der Besatzungstruppen verüben. Ruhig ihres Weges gehende Einwohner tperden von der in vielen Fällen angetrunkenen Soldateska bei diesen Heber» fällen mit der Waffe bedroht. Am 10. April wur­den vier voneinander unabhängig-» Fälle verzeich­net. Amtmann Dx. Schumacher hat die Fälle bem

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und Wäbrungsbankevotts verloren habe und Angebote machen müsse. Geschehe das, dürfe man versichert sein« daß die Besatzungsmächte wüßten, was sie zu antworten hätten. Aber Deutschlands Vorschläge müßten mch in dem Entschluß gemacht werden, zu reparieren, der bii jetzt Deutschland stets gefehlt habe.

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> Ruhrgebiet ganz Von Desgleichen erwarten wir

Die deutsche Außenpolitik,

Aussprache

sprach Ag. Müller-Franken (So;.). Die Ruhrbe- völkernng wird sich dem französischen Militarismus nicht beugen aber sie verlangt eine deut,Le Politik, die ihre Leiden abkürzt. Deshalb sollte die deutüDe Regierung das langwierige Syitcm der Hughes,a>en Vorschläge nicht erst anwenden, sondern im Sinne unseres 30-Milkiar den -Angebots di rckt ftn die Allierten avvellierett. Tah Verhandlungen erst nach der teilweisen Räumung des Ruhrgebiets beginnen dürfen, ist von der Reichsregie rung nie als Grundsatz aufgesiellt worden.

Die Sozialdemokratie würde sich dem von der Re eicruuQ angedeuteten Friedenspakt gern anschrie.,eu. Die von den französischen Aimcxtonfiieir gesorderte Art der Stcherungsvolitik, die der rheinischen Be­völkerung das Schicksal des Saargebiets bereiten uns das Seibstbettimmungsrecht des denischen Volkes ver­letzen wolle, kann unter keinen Umständen gebilligt werden. (Beifall.)

Avg. Dr. Marr (Ztr.) bedauert, daß im Ausland immer noch vtel zu wenig erkannt werde, welch, flagranter Bruch des Versailler Vertrags in zöstschen Rnhreinbruch liege. Frankreich sabotiere tjie Wiederherstellung der zerstörten Gebiete, deren Wunde längst gelchlah>u fei, baue.man unsere Angebote an­genommen. Das alles läßt nur den Schluß zu: Frankreich will gar keine Reparati­onen, es will Annexionen. Wir danken dem Minister für seine Erklärung. Hände weg von Rhein­land und Ruhr. Es muß aber alles vermieden wer­den, was dem Feind Vorwände für die Verlänge­rung des Einbruch geben könnte. Aber to> kann dem Abgeordneten Müller nicht in allen feinen Aus­führungen folgen. Jedenfalls tft es zur Zeit un­möglich, eine bestimmte Entfcbädigungsfnmme an- zngeben. Der Beweis ist erbracht, daß gegen Ideen at'd) Waffen stumpf sind und daß das Recht über Ge­walt herrschen muß. (Beifall.)

Abg. Dr. Hoetzfch (Du.): Gegen den französi- 'chen Rechtsbruch haben bisher nur die schwedischen Bischöfe und der Vatikan prorestiert. Tie anderen Mächte aber sehen ruhig zu, wie Belgien und Frank reich einseitig mit nnS umgehen und mit dem Ver­trag, den noch eine Reihe anderer Regierungen mit» abgeschlossen hat. Natürlich darf unser« Negierung nicht still sitzen. Herr Müller verlangt ein bestimmtes zahlenmäßiges Angebot, übersieht dabei aber, wie sehr sich die Lage durch den Nuhreinbruch verichoben bat. Deshalb mruß die Räumung deS neube» fetzten Gebietes erste Voraussetzung für ein Angebot fein. Wir wünfchen, daß sich die Regierung von ihrem Wege nicht abdrängen läßt. Deutfchlaud darf auch die Gegenrechnung für bte Rubrschäden nicht vergessen. Was versteht Abg. Müller unter Garantierung der Grenzend (Abg. MÜL r ruft »Nie wlcdtt Krieg, ist unsere Parole!") Wir sind dafür, daß den Rheinländern durch irgend­eine interalliierte Kontrolle die bestehenden Bestim- mmißen genommen werden und '.ebnen auch den Ver­such Frankreichs ab, durch etnfeitige Revision des

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Lo ndo u, 16. April. De liberaleWestminster Gazette" schreibt zu der Rede Pvincarös in Dünkirchen: Sie fördere die Lösung der zwischen Frankreich und Deutschland stritt gm Fragen nicht merklich. Poincare hat gestern die Gelegenheit ergriffen, um eine Anzahl von Dingnr zu sagen, die in der ruzenblicklichen Lage belanglos seien und habe die einzige Frage unberück­sichtigt gelassen, die dringend geklärt werben müsse, näm­lich den Sir-.g, den Frankreich fordert. Es sei an bcr Zeit, zu erkennen zu geben, baß die Welt dieser dauernd roieberbeiten Erklärung französischer Entschlossenheit, das RuhrMbiet besetzt zu halten, ohne enen Grund dakür an» zugeben, überdrüssig sei. Wenn auch Poincares Rede als eine versäumte Gelegenheit angesehen werden müsse, so dürfe doch Deutschland nicht unbeschränki dieselbe Taktikpurer Halsstarrigkeit (I)" sortsetzeu. Der diplomatische Berichterstatter derWestminster Ga- Zktte" schreibt, man könne sich kaum etwas vorstellen, was w e Niger der Stimme eines Manne? gliche, der bestrebt sei, in der aug nblicklichen Krisis zu verbandeln, als di« gestrige Rede Poincares. DerDaily Herald" über­schreibt seinen Bericht über die Rede des französischen Miniderpräs'identen:Poincarö zerschlägt die Hoffnung auf eine Rnbr-Re^elung". Der Pariser Berichterstatter des Blattes sagt, Poincares Rebe mache es klar, baß die durch die Erörterungn im Anschluß an die Reise Sou» ck> eurs erweckte Hoffnung auf e-n? baldrne Reaeluna bei Ruhr-Frag: illusorisch gewesen sei. Der Pariser Bc richterstntter derTimes" bezeichnet die Rede Poin- oareS als eine äußerst wichtige Erkläning. die sicher poli­tisch eine ungeheure Wirkung haben werbe. Sie werbe die Stellung Poincares, die das Ziel zahlreicher An «Erste zu werden begonnen habe, stärken.

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Marburg

Sienstoo, den 17. April

Osirrmond

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ntt .nai5 zur Freibeit kommen werden.

Die .Teutfcbe Allg. Ztg." unterstreicht besonders die Ansfäkirunaen des Ministers über dle sogenannte ..Sicherheit" Frankreichs. Ueberall im deutschen Volke wird mit Genugtuung begrüßt werden, daß Herr v. Rosenberg mit gr3Mer Entschiedenheit jede Form der LoSfennung der Rbeinlande unzweideutig avlehnte.

DieVossiscbe Zeitung" legt das Hauptgewicht auf die Schlußsätze, es bleibe beute Frankreich und Deutschland nur b*e Wobt, gem-l''fam zu leben oder grmeinfam.,unterzng»t.en und Vie mit einmütigem Beifall trn Reichstag guit'ieri wurden.

Im .Bert. Tageblatt" wird hervor geb oben, daß sich bei den Ausführung-n 9e3 Herrn v. Rosenberg im Reichstag keine Opposition bemerkbar machte, weder links, noch rechts. Deutschlands Verhandlungs- berettslNaft kann, so urteilt das Blatt, nach den Er- fiäningen des Ministers nicht mehr in Zweifel ge­zogen werden.

Der .Vorwärts" unterstreicht die Worte Hermann Müllers, daß die Z->i» gekommen ist, mit einem fest iimrlffenen Plan hervorzitttcten und b"zelcimet feiere Forderung als d'e e i n k> e i t l I ch e Forderung - ialdemokratlschen 91 eic

fr a f 11 o n. Dem Einwand, daß wir die Leistungs­fähigkeit Deutschlands nicht abfehäten können, solange r»>e Besetzung dauert, begegnet das Blatt mit der Er- k.arung, daß wir bann nie ab schätz en können und daß die Franzosen weiter Im Ruhrgebiet bleiben würden und hinter der Besetzung als Deckung die Franzo- stermrg des Rheins und der Ruhr betreiben würden.

Anzeigenoreis beträgt für den 9ge|p. Zeilenmillimeter 80.00 Mk. (Kl. Anzeigen und staMilien-Änz. gegen bat, 50 Mk. Amtliche uno ausw. Anzeigen 100 Mk. Bei ichwieri ent SaR ätie/, Äutithlag. Spät etnlaurenDe ober Den Raum über *(, Seite einnebmenbe Anzeigen werden nach der Texrwaltenbreite berechnet. AeNamen der Zellenmillimeter 30-- Mk. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Belege werben berechnet. Bet Aus­kunft durch die Eeichaftsst. und Vermittlunq der Angebote 50 M, bet Ueberiendung durch uns 100. Mk. ohne Porto.

Versailler Vertrages das

Deutschland zu trennen. :

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Paris, 16. Avril. Wie HavaS mitteitt, hat Poincare heute vormittag mit dem Vorsitzenden bet RevarationLkommiksion, Sirrtjott, bem zweiten fran­zösischen Delegierten in der Kommission, Mmtcttre,

Mafilichen Kräfte der deutschen Industrie- und Bauk- würben die GarantiedicserLeistung ü 6er» »Nehmen, w.nn die B.-setzuug von Duisburg, Düssetbors

Ruhrort aufgehoben und b«e Besetzung des übrigen ^»stlich.'n Gebiets abgebaut wird. Dieses Ab ko mm-u I Kim wir damals erfüllen können. Inzwischen sind | «ich den Ruhreinsall die wichtigsten Krastzeulren nnse- I * Wirtschaft labmgelegt, große Werte vernich- ktrt. Die endgültige Lösung werde itjten Ausgang von k«sini in Paris so stiefmütterlich behandeileu Proieki | *hmen müssen Deutschland bleibt bereit zu arbeiten, I Mvpscrn und zu zahlen, loaS immer in seiner Kraft steht. | soll aber eine Regierung, die ihre Versprechungen un- I i!flt halten will, jetzt bestimmte Zahlen nennen, ehe | * deutsch: MbutSmöglichkeit wieder krgrstellt, die I Dhlchesetzui'g aufgehoben und Deutschland wirtschaftliche kE-chber.'chti'gunz garantiert ist? Den ameriSauischen s nbiN, bcr im Dezember entworfen wurde, unb «nif beit k U auch bie Resolution des jüngsten internationalen Son» I itz-jscs der Houdelsiammern in Rom stützte, iännten wir ! annchmen. Wir würden, auch die Kräfte brr beut« Hfea Wirtschaft heranziehen zur Garantie einer Repa- I NHonßkifhtng, die von einem internationalen Finanz- s«isvrfium als erfüllbar für Deutschland rrm t.'clt werde, s »shtr hat Frankreichs Politik immer nur «ne Ver- [ *mbfrnng unserer Leistungsfähigkeit zu Frankreichs Schg- \ herbcigeführt. Mr halten seinerzeit 1OO Milltardeu «ldmark angebstcn. Frankreich lehnte da? ab, weil es HVv Milliarden forbertf. Deutschlanbs Leistungsfähigkeit 5 \ *ccbe bann immer weiter geschwächt. Mit der Ruhr- ! hat Frankreich fast geumt das ausgcführt, was nach i Wilsons Memoiren bei den Vorbereitungen bc5 Vertrags i E französisch:? Programm der Panik zur Lähmung der Ätschen Wirtschaft atg lebnt wurde. Jetzt ruft nicht i Uebarfallene nach Schutz gegen den Einbre- 5:r, sondern der Einbrecher nach Schutz gegen

Ueberfallenen (Sehr wahr!), und es zeig: P6, daß der Einbrecher dafür in der Welt Verständnis labet, während die Forderung des Nebrrfaltenen .nach Jeamur.g des geraubten Gebiets als Zeichen moralischer ^rswckheit g:w.rtet wird. Eine Lösung, die da? Ruhr» Mbict und andere rechtsw'idrig besetzte Gebiete vom ^taat lösen, die ich mit bet Entrechtung »rz Rheinlands abfinden und die RüF- »thr unserer auSgewiesenen und verhafte- kn Volksgenossen in Heimat und Frei- Deit unter Schadloshaltung nicht erfül- «u würde, sei jedoch für die Rcichsregie- ** n g u n a n n c h m 6 a r. Ebenso unannehmbar sei das * Dünkirchen von Poinrara erneut verkündete System etappenweise n Räumung des Ruhr- »"bietS. Damit würden wir unsere Bolksgeuos- «E» der dauernden Lohnsklaverei «uslie- !sic n. Poincare bat in seiner Rede starr an seinen kochen Argumenten scstgehalten. Er hat sich sogar M« ErttALuriL», erlirnbt ««nüiier^der. SchutzvoL«?.

siellungSvlMt ausgestellt werden, der in etwa 14 Ta­gen fertig gestellt fei, nm Vincaie in Stand zu setze«, thu auf der neuen Konferenz vorznlegen.

D.eChiorgv Tribüne' : äb t an gutunterrichteter Steil-', daß bcr neue irrrnzösische Reparationsvlan den be­reits bekannt- gcbcne» Forderungen entsprechen werde, d. h. Frankreich werbe eine Bezahlung von 40 M il- liarden Gold -nar k innerhalb von 10 Jahren for­dern, wobei es selbst roe auch Belgien die Priorität bei allen Zahlung n gmießen solle. Der Zinsfuß sowie bie Modalitäten für -bie allmähliche Räumung des Ruhrgo» Mete? sollen in genauer Form in diesen neuen Plan ausgenommen werden. ~ v.-

Paris, 16. April. Kriegsminister Maginot hicit gestern auf dem Kongreh der Kriegsbeschä- digtsu in Valenciennes eine Rede, in der er sagte? In der Aktion im Ruhrgebiet schWanken hietze die 3rdercjcn des Landes verraten. Wir haben auf oer Pariser Konferenz die notwendigen Mah­nohmen festgelegt, damit unser Zwang immer stärker u-erbe und damit die deutsche Regierung be­greift, dah Teuifchland alles zu verlieren hat, wenn es den Kampf forifetzt. Wir wollen auf unsere Zwangspolitik nur verzichten, wenn Deutschland nachgegebsn hat und das Ruhrgebiet nur verlasse»» wenn Deutschland uns bezahlt hat.

L der Außenminister Ölofenberg

fcne fchon lange angekündigte Rebe über die auswärtige tzolNck D-utschlands. Der Kanzler und das ganze Kabi- «tt war anwesend, die Tribüne überfüllt. Nachdem man d-s Haftdelsübereinbornmen mit Spanien in 2. unb 3. Lesung genehmigt hatte, wandte man sich dem Haus- d-rltsvlan des auswättig.-n Amtes zu, mit dem die Interpellation Hergt (Deutschn.). v. Schoch (D Vpt) Koch-Weser (Dem.) bett. Veröffentlichung des Mate­rials zur Aufklärung der Schuldftage am Weltkriege f-wie eine Interpellation Hergt (Deutschn.) b-tr. Außen- dntrolle durch die interalliierte Mililärkvntrolkkommis- stm verbunden waren. Nach einleitenden Ausfühntnaen Berichterstatters Dr. Hötzsch (Deutschn.), der eine ftmorganifatioi des Auswärtigen Amtes für nölig Mett 171 «hielt der Auß-.-nminisicr Dr. Rosenberg daS Wort'

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oigte Red«, die zugleich seine erste große Rede war. Man muh sagen, dah die Rede alles das gibt, was sich vom deutschen Standpunkt zur Ruhrfrage sagen läßt. Sie betont unseren Verhandlungswillen, aber zu gleicher Zeit die Festigkeit unseres Widerstandes, der unser Recht und unsere Würde wahrt. In klugen Worten zeigt sie das Unmögliche der sranzo- sisck)en Forderungen. Mit dem Reichstag wird das deutsche Volk dem Minister das Wort danken: Niemals wird sich die Regierung dazu hergeben, zur Beseitigung der gegenwärtigen Schwicrigkeit-n die Zukunft zu opfern." Ob die Rede die inter­nationale Diskussion gefördert hat, läßt sich nicht voraussehen; ein neues Angebot hat sie jedenfalls nicht gebracht, und wie der Minister ausführt, mit gutem Grund. Es ist unmöglich, ein Angebot zu machen, so lange der Gegner denkt, wie PoincarSe in seiner Dünkirchener Rede. Dah die Sozialdemo­kratie wiederum internationale Verhandlungen for- öert, zeigt, wie wenig sie die außenpolitische Situa­tion versteht, wie sehr sie, gestützt auf ihre Position bei uns, die Bedeutung des Internationalismus in 9en Ententeländern überschätzt. Es darf aber nicht vergessen werden, daß auf biefe Stellung der So- zialdemcckrati« im Auslände di« allergrößten H ölsin u nge.n oej« tz t werden. Welche Hofs-

Chren besser klingen und sicher tft, baß wir ohne j dem Direktor am Quai d'Orsay und dem General« Staudtzaftigkeit, ohne Standhaftigkeit bis zum Letzten,! direktor Sepdour tonfeiiert. Es soll ein Wiederder-

nungen der internationale Sozialistenkongreß in Berlin geweckt hat, ist nur zu bekannt. Man hofft, daß wieder, wie im Kriege, der deutsche Widerstand an inneren Schwierigkeiten erlahmt. Und auch nicht zuletzt darum ist die mannlmfte klare Rede Rosen'bergs eine Tat, denn sie zeigt Deutschlands Bereitschaft und Deutschlands Widerstandskraft.

. Er fordert Vertrauen des Parlaments, ohne das sich 11«! eite Außenpolitik nicht führen lasst und banft den weni- Freunbcn, bie Deutschland heute besitze, wo Mut dazu tzrhöre; auch bin Deutschen im Auslände, deren Treue tir täglich erfahren. Er gedenkt des tapferen Mder- ß-ndes der Bevölkerung im Ruhrkampfe, die waffenlos tz-g-n eine moderne Armee kämpfe. Siegt Frankreich, so 8 für alle Zeiten der Militarismus Trumpf in der Welt. Vickrc Ziele in dem Abwehrkampf an bcr Ruhr sind «ch'gl'ch bffensiver Art. Kraft und Erftilg unserer Abivchr Wgen davon ab, daß cs so bleibe. Darum die bauernde Lahnitiig zur Besonnenheit. Von Frankreich wirv tmtnit -F'l';r"5 D-ulschland böser Wille vvrgttoorfen. Tatsächlich ----- Hv die deutsche Regerung dauernd den Willen bewiesen, Reparationsleistungen nach Maßgabe der deutschen Mstungsfähigkeit zu erfüllen. Unser Angebot, der Pari- M Kvnsereu; unsere letzten weitaehenden Angebote zu Erreichen und mündlich erläutern zu lassen, wurde keiner Hwuvort gewürdigt. So sieht der böst Wille Dcutfch- -- «imds und der gute Wille Frankreichs ans. (Hört, Höri!) V* Zutun der Rcichsregicrung sind inzwischen die - Le'vlen des von Frankreich abgewiesenen deutschen An- " Kb»ts bekannt worden. Wir haben ein festes Angebot tzanacht von 20 Milliarden Mark, vom Ablauf d-S vier- ' '1 ^/^bres ab mit 5 Prozent verzinslich und nach Mög- fen. Mert durch eine internationale Änteche «ufzubriugen 2,U. diese nach 4 und 8 Jahren um je 5 Milliarden i g**f# zusammen 30 Milliarden zu erhöhen, wenn