1923
Dr.
geantwortet. In der Antwortnote Belgiens werde
wohl Loucheur ohne offiziellen Auftrag nach London gegangen fei, wisie man. dah er von Poincar^ vor und nach feiner Reife empfangen wurde, daß aber über den Emvfang und über die Londoner
gen so visiert seien, das, sie den berechtigten Forderungen dieser beiden Länder entspreche». Die Auf, bring«itfl dieser Summen soll durch innere «nd äußer« Anleihen erfolgen. Die Deutsche« würden, obwohl der Berichterstatter hierüber wirkliche Aufklärung nicht erhalten konnte, die Räumung des Ruhrgebiets verlangen, man fei aber dem Eedan- ken, der Entmilitarisierung der Rheiulaude, wir sie Frankreich auffass«, feindlich gesinnt. Der Berichterstatter könne auch nicht behaupten, daß der Plan Hermes schon die Genehmigung des gesamten Kabinetts gefunden hab«. Der Berichterstatter sagt, er werde auch dann, wenn diese Nachricht dementiert würde, sie aufrecht erkalten, denn seine Auskünfte
Paris, 11. April. Die von verschi denen Pariser Blättern veröffentlichten Kommentare über die Frage der Rheinlande dürften wohl zum guten Teil aus die Anwesenheit des Dr. Dorten in Paris zurückzuführrn sein.
meister irgerch einer groheren rheinischen Stadt, der seinen Platz in dem neutralen Staat des Herrn Cuno inne bat, betraut wird. Ich dm hierher gekommen, um r« erfahren, ob Ja oder Rein. Ich erwart« Antwort.
Paris« Rheinland-Erörterungen.
Sie ter »Meo Hegierane.
London, 11. April. Bei dem Bekanntwerden der Miederlage kam es gestern im Unterhaus zu erregten Szenen. Als d« Zahlen der Abstimmung bekannt waren, erhoben sich die Mitglieder der Opposition »nd brachen in langandanernde Beifallsrufe aus. Mehrere Mitglieder winkten mit ihren Taschentüchern, warfen Schriftstücke in die Lust und schrien: „Zurücktreten! Macht Eure Wahlaufrufe fertig!" (Lärm und Zurufe.) fßw scheu den Arbeitervertretern und den Regierungs- anhäng-rn kam es zu Wortgefechten. Hierauf fragte Mac- donakd, was die Regierung zu tun beabsichtige uno schlag kor, sie möchte die Ver tagungdes Hauses beantragen. Kamens der Regierung beantragte Chamberlain die Vertagung ans Mittwoch. Das HauS gab dem Anträge unter ironischen Beifallsrufen der Opposition statt Die ßiiedcrlage wird auf ein Versehen der Regie- rnug seinpeitsch er zurückgeführt, die auf di- Abstimmung nicht gefaßt waren.
London, 11. April. Das Unterhaus war heute sehr gut besucht. Die Mitglieder der Regierungsparteien Waren nach der Erfahrung Von gestern in ansehnlicher Ctärfe erschienen. Schstzkanzler Baldwin brachte an» stelle Bonar Laws, der erschienen, aber nicht imstande war yt sprechen, eine Resolution ein, durch die der Antrag, bei dem die Regierung gestern nnterkegen war, erneut in Erwägung gezogen wird. Baldwin erklärte, der gestrige Vorfall sei auf eine Ueberrumpelung zurückznfühven, aber hie Abstimmung beweise nicht, daß die Regierung das vertrauen des Unterhauses verloren habe. Der Arbeiter- stihrer Madonald bestritt, daß die Abstimmung unerwartet gewesen sei und erklärte, die Regiening übe eine Niederlage erlitten. Er dringe daraus, daß die Regierung ihre Niederlage anerkenne. Auch die Redner der anderen Arbeiterführer verlangten diese Erklärung ber Regierung vor Annahme der Resolution Baldwin. Bon Re- tzierungssette erfolgte darauf keine weitere Erüärung »nd die Verhandlungen gerieten in ein erregte» Fahr- ta>f|«r. Angesicht» der ständigen llnterbrechungen be- mitragte Baldwin schließlich dir Unterbrechung der Sitz- «!g Dies führte zn stürmischen Protestkundgebungen ttf Seiten der Arbeiterpartei. Eine Anzahl Abgeordneter begann das Lied „Die Rote Flagge" zu singen. Da die Regierung keine weitere Mitteilung machte und btt Ar- beinrmitglieder offen ihren Entschluß bekundeten, die Ber Handlungen nicht weiter fortführen zu lassen, hob schließ- Üch der Sprecher die Sitzung für die Dauer einer viunde auf.
1 London, 11. April. Im Mittelpunkt deS.össtnt- üchcn Interesses steht heute die gestrige Niederlage der Regierung im Unterhanse, für die die Regic- wngsprcsse größtenteils die Regiernngseinpeitscher ver- «rtwortlich macht. D'e „Westminster Gazette" schreibt, . ” Abstimmung sei ein Symptom der aus Nuzufrieden- dckt entstaiü>enen Gleichgültigkeit der Regie-
auf die Erregung hingewiesen, die die Beprechungen Loucheurs in London hervorgerufen hatten. Ob-
Regierung habe auf die Note Poincar6s, die sich mit der Reise Loucheurs nach London beschäftigte,
zu könne», daß Frankreich ein« endgültig. EntschS- In b«Ä fS Ä ‘JTÄuno, dtgungssumme von 25 Milliarden Eold -1daß man Dr. Dorten nicht empfangen wolle, das sei in der mark erhalten soll und daß a«ch für Belgien und I Tat mehr als überrasch nd. Womit wolle man denn eine Italic« durch diesen Plan die Reparationszahlun- I rheinische Republik gründen wenn nicht mit den Männern, dir als erste auf diese Idee kamen? Im „Journal" er> klätt St. Brice an hervorrag über Stelle, wozu Dr. Dotten, dessen Photographie von der Zeitung wieder-
Nevlges, 11. April. Der stelwerttetend« Bür- germelster ist von den Franzosen aus bisher unbekannten Grüirden verhaftet worden.
C f f e n t u t g, 11. April. Heute mittag wurden drei Ecfängitisauffeher verhaftet, weil sie die Aufnahme eines von den Franzosen eingelieferten Deutschen abgelehnt hatten. Nachmittags wurde , auch der Staatsanwalt Rtohr verhaftet, aber wie-
Reife Loucheurs keine offiziellen Mitteilungen ge- dee auf freien Fuh gesetzt, als sich herausstellte, daß macht wurden. Belgien erklärt in dieser Note nicht er. sondern Eerichtsasiessor Dr. Mohr der verwester, Deutschland könne aus der Londoner Reise antwortliche Leiter der Eefangnisverwaltung ist. Loucheurs Borteile ziehen, weil man dieser Reise! Bon den Aufsehern wurden zwei ebenfalls wieder unrichtige Auslegungen geben könnte, auf freien Fuß gefetzt. Die der Staatsanwaltschaft
London, 12. April. Im Unterhaus fragte ein Mitglich, ob infolge der Unterrebungen mit Loucheur dir Regierung beabsichtige, ihre augenblickliche Politik der reundschastlichen Neuttaltät gegenüber Frankreich aufzugeben und eine Politik anzunehmen, die L^-freich unbedingte Unterstützung seiner Aktton gegen Deutschland an der Ruhr gewähre. — Baldwin erwiderte, die Antwort laute verneinend. Auf die weitere Anftaze, ob dies so zu verstehen sei, daß die Unterredungen mit Loucheur gar keine Wirkung haben würden, wurde «ine Ant-
bandl«. Die Auflösung der Abteilung ist der fian# -»fischen Besatzungbehörde mitgeteilt worden.
Effen, 11. Aprtl. MS Settel« wurden tm htestz» «en Zuchthaufe eingelteferi: Fabrikant Gustav Averhoff und Poltzelagent HeckmMer, beide au» Mett- mann, und zwar angeblich, weil in Mettman» auf einen französischen Hauptmann ein Schutz avgegebeH, worden feto soll.
stammen aus den höchsten Kreis«» der deutschen Hauptstadt.
Besprechungen mit den Parteiführern.
Wie mehrere Blätter melden, hat der Reichskanzler die Parteiführer für heute zu einer Despr^ chung gebeten. Die Führer der bürgerlichen Ar- ixitsgemeinschaft, der Deutschnationalen Volkspartei und der Sozialdemokratie werden vom Reichskanzler gesondert empfangen werden. Hauptgegenstand der Besprechungen soll den Blättern zu- olge der Inhalt der Rede des. Reichsautzenministers Rosenberg bilde», die dieser bei der Beratung des Etats des Auswärtigen Amtes im Reichstag halten will. !
Marburg
Sonnerstöl, im 12. AM Dflerwaub
<tnt KnOgeSnni des Mischen Ajchittbnndes.
Berlin, 11. Avril. Der Deutsche Richter« bund erläfu folgende Kundgebung: .Die franzöfi» swen Bebördeu Dfe sich ©crlmtt nennen, fälle» fort- ocletzt über friedliche Deutsche in Deuttchlanv Gewalt- spr die, bereit barbarische Strafen oft mehr an asta- tihnen. denn europäischen Matzstab gemahnen. Di« Verfehlungen der Verurteilten bestehen einzig in dem Richtersüllen von Zumutungen, die von ihnen als tenlschen Staatsbürgern nur unter tragen Völker« rech^verlepuugen verlangt werden konnten. Di« Richter müssen stets Richter bleiben und nur nach Recht und Gerechtigkeit urteilen. Wir rufen die rechtlich Denkenden aller Völker auf, besonders die Richter aller Staaten: Gebt mit uns der Empörung Uber dir Schändung, die mit dem Rame» Recht, Richter und Gerechttgkeit getrieben wird, lauten Ausdruck!"
6io brvWr RkgMimM?
Paris, 12. April. Der Berichterstatter des «Journals- will ersahren haben, der Reichsfinanz- minifter Hermes hab« i» Gemeinschaft mit Staatssekretär Bergmann die letzte Woche an einem neuen Reparationsplan gearbeitet. Der Berichterstatter glaubt bestätige»
I gehalten. Im Auftrage brr Reichsreg'erung und des | Reichsvräs dent'n sollte Dr 5x>mm Kränze au der Bahre I der Essener Blutopfer niederlegen. Seine Mission war I -ls oganz unpvl'tischer Natur, sie stellte die Erfüllung seiner einfachen Menschenpflicht bar. Trotzdem glaitbtm | die Franzosen, ihn zurückhalten zu müssen' Was gilt | ihnen Menschenpklicht. wo es sich nur um Deutsche I bnnbelt? Die französischen Machthaber, die in obnmädj- | t ger Wut immer wi-der aufs neue fest stellen müssen, daß I der deutsch' Abwesirwille an Rhein und Ruhr unerschütter- lich ist, suchen sich durch billig.' Triumph' tu entschädigen.
Auch die Art, wie man den Verhafteten, einen ber höchsten 'Lk. ami.-n des Reiches, beb schelte, ist einer großen Nation durchaus unwütdß. Dr Hamm wurde Zunächst in einem «usrangierten Postwagen ^sperrt und dort von einem Adiwlateu verhört. Dann brachte man sh" und die beiden mitverhasteten, aber ball» wieder freig-lassenen früheren deutschen Minister Stegerwald I und Giesberts in einem offenen Auto unter starker mitt- I torischer Bewachung nach Eastrop . Hier mußte Dr. ! Hamm in einem nur schlecht geheizten Schulzimmer die Nacht und den größten Terl des folgeiwen Tages verbringen Trop fite r brngetiLxn Vorstellungen wurde er nicht su dem französischen kommandierenden General geführt. Auch wurde side Lernehmung rbgelehnt. Auf ttlegrahtsche ] Anweisung des Generals Degrutte wurde Dr. Hamm schließlich nach 2tstündiger Hast itr Begleitung eines I französischen Okfiziers an btt Grenze des widerrechtlich I besetzten Gebietes g bracht und mit der Verwarnung ent- I lassen, sich nicht wieder im besetzten Gebiet blicken zu I lassen, wide gensalls er eine harte Strafe zu vergewärttgen I &aBe._ Nach französischen B griffen ist rin Staats-1 sekrctär Mitglied der Regierung, und Dr. Hamm wurde 1 als Verbaftungsgrutch ausdrücklich angegeben, daß er das I für deutsche Minister erlassene Einreiseverbot übertreten I ba&e. Tatsächlich ist Dr. Hamm noch deutschem Versos-1 fungsrecht nicht Regierungsmitglied, wohl aber ein sehr I öoher Beamter des Reiches. Die ihm zuteil gewordene I unwürdige Behandlung zeigt, daß das „siegreiche" Frank-1 resth es für eine Ehre hält, wenn es ihm gelingt, dem ohn-1 mach!.gen Deutschland Fußtritte zu versetzen.
gegeben wird, noch Paris geokmmen sei. „Wozu ver- säumt man diese Gelegenheit, die 1919 im Rheinland begangenen Fe' ler wieder gut zu machend
Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhesie?»
Der Ches ber Neichskanzlc:, Staatssekretär ___
Hamm, wurde in Schamhorst von sranzösschen Sol baten aus dem Zug? herauSgeh'lt und 24 Stunden fest-
Me Offener Stattet
I Nach Blättermelbungm aus Essen ist die Uatetfudjungt ! flegen die wegen der Vorfälle am Karsamstag verhasteren Direktoren der Kruppwerke in vollem Gange. Es sind jetzt die von den BeschuD'gten genannten Zeugen borge laden worben. Cs handelt sich namentlich ul» die Arbeiter, die bei den blutigen Vorgängen zugegen waren und die Mitglieder des Großen Betriebsrates Die Arbeiter stehen auf dem Standpunkt, daß das Sieben ber Eirenen in vollem Einverständnis zwischen Direktion utfb Arbeiterschaft geschehen ist und daß sich daher die Arbester »um mindesten ebenso „strafbar" gemacht haben, wie die ver- hasteten Direktoren.
Essen, 12. April. Auf ber Zinkhütte, einem rein belgischen Unternehmen, sind 150 Arbeiter we- gen Teilnahme an der vorgestrigen Beerdigung der am Ostersonnabend getöteten Arbeiter entlasse»» worden .
wart erteilt
London, 12. April. Reuter berichtet aus Washington, daß die Jahresversammlung ber amerikanischen Handelskammern, bk nächsten Monat in Newyork stattfinden soll, den Vorschlag eingehend erörtern würde, daß eine internationale Konferenz abgrhalten werden soll, um eine Lösung des Rcpa- rations- und anderer europäischer Wietschaftspro- bleme ausfindig zu machen, wie sie auf der jüngst in Rom abgehaltenen Zusammenkunft der internationalen Handelskammern angeregt wurde. Delegierte aus fast allen kommerziellen und industriellen Zweigen des Wirtschaftslebens der Vereinigten Staaten würden auf der Zusammenkunft in New- York Gelegenheit erhalten, ihre Ansicht über die Lage auszusprschen.
Mulloliul in Berkin.
Paris. 12. Rprtt. Der Berliner Berichterstatter des „Journals" meldet, da-z Mussolini sich die gante Woche in Berlin aiifgrhalten und wiederbokt Konte-1 renzen mit Industriellen und Pokttiker» gehabt habe.
Belgie» $at Reif« Loucheurs.
Paris, 11. April. Der Brüsseler Berichterstatter des „Echo be Paris" meldet, die belgische
Juitlta HnM.
I Die Rheinlandkommission schütz» Denunzianten.
Berlin, 11. April. Anfang März war bet Bürgermeister Schmitz der Stadt Kochern a. d. Mosel von ber tn'-rantterttn Rheinlandkommission ob« I irden ersichtlichen Grund ausgewiesen worden. Von deutscher Seite angestellte Ermittelungen bestätigte» tit Vermutung, bafi Bürgermeister Schmitz einem w I mriuen Denunzianten zum Opfer gefallen war. m» Denunziant wurde festgestellt der als Jranzoken- frntnb bekannte Gerbereibest tzer Steinbauer au» Kochern. Trotz ber gegen ihn erhobenen Befchuldi- guugen begab er sich in das unbesetzte Gebiet unV | wurde in Cassel von der Polizei wegen des Verdach- I tes des Landesverrates feftgenomnun. Die Familt« I des Verhaneten hat sich daraufhin an dte interallt- I irrte Rheinlandkommission mit der Bitte um Schutz | des Denunzianten gewandt. Die Rbeinlandkommif« I sion hat daraus dem Reichslommiffar für das besetzt« I rbeinische Gebiet mitgeteilt, daß sie noch vor dem 5. j April 23 die Zuritckfrndung der Stetnbauer to da» besetzte Gebiet verlangt und hat außerdem da» Ersuchen gestellt, daß ihm für feine Verlust« an Go- I schästsgewtnn bezw. für die ihm angeblich bei seine» ] Verbastung abgenommenen Gelder 20 Millionen <n* i I gezahlt würden. Diese unerhörte Zumutung bet be»! I Reichskommissar tn einer Note vom 5. d. zurückgeww* | I fett, die tm wesentlichen folgendes besagt:
I ,Dcr Gcreretbesttzer Stetnbauer au» Kochern ist am 111. März tn Cassel, also in einem Orte deS unbefctz» I ten Deutschlands unter der Beschuldigung landeSver- I röterifcher Verhandlungen verhaftet worden. Da»' Verfahren schwebt noch tm Stadium der Ermittelung beim Oberreichsanwall in Leivzig. Die deuttche Regierung vermag nicht zu ersehen, welchen RechtStttetz die interalliierte Rbeinlandkommifston für ihre Eingriffe in das fchwebende Verfahren anführen WM. Gemäß den Regeln des internationalen Strafrechte» würde die Verfolgung des Steinhauer durch dluttche Gerichte auch dann zulässig fein, wenn er die tbm vorgeworfcnen landesverräterischen Handlungen tm Auslande begangen hätte."
Die Rot« weift weiter Darauf bin, daß Landesverräter, die sich in das tmbefetzte Gebiet begebe«, sich nicht bettagen könnten, wenn die betttfeben Gesetze I ohne Einschränkungen gegen sie zur Anwendung kämen. Die Rote schließt: Die deutsch« Regierung ist nicht tn der Sage, tn da» Verfahren einzugreifen und muß die Entscheidung des Reichsgerichte« abwarten.
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Berlin, 11. April. Der Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete bat tm Auftrage der Reichsregterung bet der tnteratttterten Rheinland- kommission Protest gegen das Verlange« eingelegt, daß die deutschen Behörde« Den Delegierte der Rbeln- laudkommisston von jeder cheabsichttgten Verbafmng eines Staatsangehörigen Der an Der Besetzung De» RhetnlanDe» te'.lnebmenDen Mächte vorher ftenntnt« (leben unD tm Falle Der Ergreifung auf frischer Tar Den BeschulDigien sofort Dem Büro Des Delegierten vorführen. Die Protestnote betont, baft Die tn Dem Verlangen Der Kommission enthalten« Unterstellung, Daß jeDe «erbaftung eines Staatsangehörigen Der au Der Besetzung tetlnehmenDen Mächte eine Storung Der östenttiche« OrDnung unD Damit eine Gefährdung bet Sicherheit der Besatzungsanne« Debatte, etaf
! Sie MordMe.
। Berlin, 11. April. Die Reichsregterung veröffentlicht heute btt Liste der von den Franzosen tm Ruhrgebiet vom 15. Januar bis 6. April ermordeten Deutschen. Di« Liste verzeichnet 48 Todesopfer. Unter den meuchlings Erschossenen befinden sich 9 Beamte, 34 Arbeiter, Angestellte und Kaufte lente, 1 Invalide, 1 Greis von 70 Jahren, 1 16- lähriger Lehrling, 1 14 jähriges Mädchen und 1 8jäl; Jger Knabe. Die Liste bildet in der schlichte« Aufzäsilung dieser Mord'aten ein« erschütternde Anklage gegen die franz-sische Blulherrschaft im deutschen Land, ein Dokument, das überzeugender als alle Worte die Wahrbeit über die „ftiedliche Aktion" Poincar^s in die Welt schreit.
Di« ^dbertzeisisch« Zeii-iug eri&tint irchsmal wöchentlich. — Dezugroreir monatlich m 0E 3600 Ml. mit Zustellungrgebühk. Iür ausfaütnoe Nummern iniolge Streits ooei QU elementarer Steigniiie tete Er,atz. - Verlag von Dr. C. Hineiolä. - Druck der llniv..»uchdruck«r«i no«3ob. »ug. stoch. Markt 21/23. - ^ernivreLer 55, Post, scheckkonto: Ät. 5015 Amt Frankiurt a. Marr.
I angegliederte Kriminalabteilung ist letzte Woche Sorten in Joris. I durch die Staatsanwaltschaft aufgelöst.und die Be-
11 1 ,, u . Eten dreier Abteilung find zur anderweitigen Ber-
""Ä "“T- blick iss außerordentlich günstig. Wenn die Unabhängig- P1^1 Beamte dieser Abteilung von den Franzosen feit der Rheinland- von uns, den Rheinländern, beschlof« I verhaftet, später aber wieder fteigelassen worden en mürbe, fo wird von Berlin aus eine Komödie in waren. Die Franzosen waren der Ansicht, Hatz es Szene g-sttzt Herben, mit Deren Ausführung der Bürger-z sich bei dieser Abteilung um tim örtliche Polizei
ruitg Sanhänger. Mit einem Premierminister, der *fiktckunRg tauf sei unb einem Kabritttt, De» in einer Wifammensctzung das schwächste fei, desfen man sich erinnern könne, und der lauwarmen Auhängerschast sei S klar, daß Aenderungen im Kabinett eintreten müßten, vkun der Zwischenfall von gestern abenb sich nicht wieder- holen solle unter Umständen, die nicht unberücksichlig! Klassen werden könnten.
Die allgemeine Ansicht ist, daß die konservattven Mst- Wcdcr des Unterhauses sich jetzt wohl überzeugen würden, die notwendig ihre Anwesenheit unb Mitarbeit wäre Brnfttre Folgen hat ma;t nach einer Information des „Tag" nicht zu. erwarten: die Regierung will feine Kabi- ®i<‘*TTaa: daraus machen.
Lend on, 11. MM Der polittsche Berichterstatter vir „D-lly Mail" schrkibt, Bonar Laws Gesund- iei t bilde das Thema zahlveicher EeörteruiPen in polici- Ren Kreffen. Es fei unter diese» Umständen nicht über- ®f(benb, daß das Gerücht weit verbreitet sei, daß ber Premierminister gezwungen fein könnte, fein Amt »ieberjufegen ober einige der konservativen Füh- *r aus der vormalig n Koalition zu überreden, wieder a bi« Regierung ei»,»treten.
. •
f Ein« Kursünderuufl in England?
. Nach englischen Informationen schnnt sich in Eng- bnb eine Aeiwerung d«S politischen Kurses vorzubereiten. Wohl ist es richtig, daß Bonar Law erkrankt ist und nur schwer seine Amtspflicht durchführen kann. Aber gerade der Besuch LouchcurS und dessen Tendenz, die batauf *”fi:ng, England wieder zu einer engeren oü'.cmmenarbeit mit Frankreich inner* ber Entente zu bewegen, hat politische Kräfte to England mobil gemacht, bfc sich im Sinne einer Aeuöe- wng brS politischen Kurses geltend machen. Sehr ruhig
hie Silvtclen, die nach einem Einfluß in dem kon- Jrthatinen Kabinett drangen Aber auch die Konservati- Ew scheinen den Wunsch zu haben, die Verantworiung «ck anderen teilen zu können. Es dürfte wohl ein Kom- «romiß gesunden werden, ber zum mindesten eine U m - ßruvvierung des«ugfischen Kabinetts durch ?? Ersetzung zweier konservativer Minister durch zwei ^rale zum Ziele hat. Damit würde auch der politischen ^ttrattou in England Rechnung getragen, bie ja. rote die Nachwahlen ergeben haben, eine Wendung zugunsten dec ^feralen und eine Abkehr von den Konservativen ge-
-echt hat. Vom Standpuntt der deutschen Polntt ^müssen diese Dinge um deswillen besonders beachtet ?^wen, weil aus ihnen nicht etwa ein Vorteil für Teutsch- entspringe, sondern weil ihre Verwicttichung nicht
?»vcrs dokumentierbar ist, als baß man tn England stark J^uf hinarbeitet, bie Entente wieder aus eine «nhest-
posittfche Lin« zu bringe».
Der «nieig«n»tei» beträgt ft« ben 9gef» Zeitenmillimeter 00jN Ml. Anzeige»
•ege» bat, 331/,*/. weniger), »mtli-de uw» aus», »»zeigen 7» «L Bet «bwiertqem ro
Satz 50 Spät tielaufenbe »bei ben Kaum über </, Sette «tmcbmcnb« JA AflRFS
-rde» »ach der Teziwallenbreil« bete*»et ReNom-U ber Zettenmtlltmel« OU
240 Mk. Jeder Rabatt gilt al« Sattabatt. Belege werde» berechnet. Bei «»*. tun« Hub Dte Dentzästrsr. an» Vermittlung der »ngebote 60 Ä, bet Uebet|enbu»g durch un, 50.— Ät ohne Port».