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Amlliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für fdas früher kurhessische) Oberheffe^
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licht eine Mitteilung von matzgebender französischer Seite in der es steigt: Loucheur habe eine Mijfion auf eigene Verantwortung unternommen. Er sei hierzu nicht ermutigt worden. Er sei mit dem Ge- danke« nach England gekommen, die bestehenden unklaren Beziehungen zu England und Frankreich zu erleichtern. Zhr Ergebnis sei dazu vollkommen schädlich gewesen. Lrüsscl sei vor der Reise Loucheurs nicht zu Rate gezogen worden. Es habe dazu beigetragen Mihverständnisse zwischen Belgien und Frankreich zu verursachen. Damit jedoch nicht genug, sei die Tätigkeit von Loucheur >azu angetan Deutschland in dem Glauben zu unter« tützen, daß die Möglichkeit einer weiteren Trennung der Alliierten bestehe. Frankreich stellt sich nach wie vor aus den Boden der Erklärung Poin- carös und nichts sei geschehen, um diese Erklärung
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Die amerikanischen Kriegsansprüche.
Newyork, 9. April. Nach einer Meldung aus Washington werden der von amerikanische» Agenten zur Regelung der Kriegsansprüche einge« setzten gemischten Kommission 12319 amerikanische Ansprüche gegen Deutschland im Gesamtbeträge von 1 187 736 867 Dollar vorgelegt werden. Der Agent Morris erklärte, der angegebene Gesamtbetrag werde nicht als bindend für die Parteien angesehen, da die Prüfung der Einzelfälle möglicherweise zu einer Herabsetzung oder Heraufsetzung der Summ« führen könnte.
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tote1 rl-üItter Form unter Zuhilfenahme des Völkerbun- oder der Einführung einer internationalen Berwal- mit vorherrschender französisch-belgischer Kontrolle *umols zustimmen. Das ist immerhin auch für Deutsch- «wd ein englisches Zugeständnis von weiktragender Bc- ktitung
Wenn englischerseits jetzt wiederum an Deutschland k Anregung gerichtet wird, wie es in demselben Artikel *5 „Observer" geschieht, die englisch-französische Aus' nrache durch ein Angebot seinerseits zu kördern, das sich ^nähernd mit dem oben schon erwähnten Plane Bonar ^ws deckt, so kann man dem deutscherseits nur gegeilter halten, das gerade durch die Ruhrbesetzung das posi- •“* Bild, das Deulschlaich sich für das letzte Angebot im EMana, Januar für die Pariser Konferenz gemacht Hut, W so verzerrt ist, daß es beinahe unmöglich erscheint, derartiges zahlenmäßiges Angebot zu machen. Erst Atzten wir einmal die Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft und damit für die Leistungsfähigkeit des kmsch-n Volkes erkannt haben.
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Ganz Deutschland begeht heute mit Essen die Feier, bi« der Bestattung der Todesopfer vom Ostersonnabend ge» widmet ist. Das ganze deutsche Volk begeht sie. Aber tf ist sich dabei bewußt, daß es sie allein begeht und datz es sich auf der ganzen weiten Welt vergeben- nach einem Volke umsteht, das die Trauer mit ihm teilte. Wenn wir uns dessen bewußt sind, so gewinnen wir auch zugleich den Blick für die richtige Art. wie wir den heutigen Trauertag begehen müssen. Nichts war bei der Aeuße» rung^der völligen französischen SLcichgültigkeit widerwärtiger als ein gewisses Achselzucken des Brauern» darüber, daß die Essener Bluttat doch vielleicht einen unwillkommenen Rückschlag bedeuten könne.
Wir indessen wollen und willen, daß das Blut der Krupp-Arbeiter nicht umsonst geflossen und verzolle» ist. Für uns ist der Mord in Essen kein Zwischenfall, andern der tiefste und edelste Ausdruck deS heldenhafte» Tampf.'s, in dem das d usche Volk sei! dem Ruhreinbruch "letzt, nm den letzten Rest seiner Älbständlgkeft zu behaupten. Wir werden nie dulden, daß Frankreich und England über diese Opfer hinweg sch retten, um unS die Früchte unseres Ruhrkampfes zu rauben. Der heutige Trauertag wird der Erneuerung unseres Gelöbnisse» dienen, fest wie ein Mann zusammenzuftehen, bis di« Anschläge aus Rhein und Ruhr gescheitert sind. In der Verwirilichung dieses Gelöbnisses sind die Krupp-Arbeiter in Essen gefallen. Handeln wir in ihrem Geist«, so kann uns der Sieg nicht fehlen!
10. April. Der politische Bericht- men lel6c- die kaum größer seien, als die, die der
-- ™ । französische Staat sie während des Krieges von
aPtausch über die versuchsweisen Vorschläge Loucheurs werde möglicherweise aus einer mehr offiziellen Grundlage fortgesetzt weiden können, fei aber natürlich ziemlich heikler Art. Man fühle sich ans britischer Seile zu keiner maßgebenden Ertlärung bercchstgt, bevor nicht ein formeller Plan der britischen Reg-erung offiziell im Namen der französischen Regierung unterbreitet wird. Die Politik Poincares sei von der Loucheurs in zahlreichen Einzelpunkten, wenn nicht gar in einigen grundsätzlichen Fragen verschieden. Der französische Ministerpräsident werde diese vielleicht bald llar machen. Uebereilt wäre es übrigens, anzunehmen, daß die Gedanken der französischen Ge-
Zum heutigen Tage der allgemeinen Trauer für die Essener Todesopfer vom Ostersamstag schreibt die „Kölnische Ztg.": Heute früh zwischen 9 und 10 Ihr, wenn im Deutschen Reichstag der Reichskanz» ler in Gegenwart des Reichspräsidenten den Tote» von Essen den Eruh und Dank des "deutschen Vrllkes in das Grab mitgibt, wenn alle deutschen Glocken läuten, dann wird auch das besetzte Gebiet aus der Knechtschaft die Freiheit grüßen, di« di« Toten von Essen im Saxge fanden. Lieber tot als Sklave! so rufen die Bewohner des besetzten Gebietes heute am Begräbnistage der Essener Arbeiter der Welt zu.
Die „Kölnische Volksztg.": schreibt: Der heutige Tag, an dem in Essen die Opfer des Blutbades vom Ostersamstag zu Grabe getragen werden, wird im ganzen Reiche als Trauertag begangen. In Esse^ wird sich die ganze Stadt an den Trauerkundgebun- gcn beteiligen. Die Arbeit ruht. Alle Läden unb Sastwirtschasten bleiben den ganzen Tag über ge» chlossen.
Der „Vorwärts" sagt: Das ganze deutsche Volk ist heute mit seinem Herzen in Essen, wo 13 Männer der Arbeit als Opfer einer rechtswidrigen Gewalt zu Grabe getragen werden.
Entschlossenheit.
Der.Vorwärts" schreibt: Uebci dem Rubrrevler He» eine Stimmung entschiedener Entschlossenheit. Jen«, die vor drei Monaten meinten, länger als 2 Wochen !önne die Bevölkerung die Besatzung nicht ertragen halten mit den pfvchologischen Wirkungen des mitt» lärifchc» Vorgehens nicht gerechnet. Man kann die nächste Zukunft des Nuhrgebietes sehr dunkel sehen und sich alle möglichen Bilder ausmalen. nur ein» kann man sich unmöglich vorstellen, daß es zu einen, Paktieren der Bevölkerung mit den Franzosen kommen könnte und wenn wirklich das französische MilU tär nach dem berühm'en Wort Degoutte 1000 Jahre ins
Baris, 9.April. Der „Petit Parifien" schreibt, «ucheurs Reise nach London lasse viel Ttnte fließen. Ein «ti der englischen Presse scheine zu glauben, daß der ehemalige französisch« Minister nach England gekommen sei, die Hilfe Großbritanniens zu verlangen, die Frank- - *4 gestatten würde, sich aus dem Ruhrgebiet zurückzu- gpr«, wohin es sich verirrt habe. In der öffentlichen frinung Frankreichs sei keine Müdigkeit zuent- 'kcken. Das Vertrauen in den Erfolg des Rühreier nehme ns sei ebenso groß wie beim Einzug £®!fen. Die Räumung des Ruhrgebiets, bevor Reichs- r^er Cuno nachgegeben habe, sei ein Gedanke, der in **!nem französischen Kopfe Eingang finden Mehr und mehr halte sich die Mehrheit des Mkes an die Worte Poincares, daß das Ruhrgebiet nur S* Verhältnis der deutschen Zahlungen geräumt werde * Annäherung des britischen und des französisch-bel- Kchen Standpunttes werde auch erfolgen. Es sei un- Eögiich, daß sie nicht erfolge, ober es hieße, die ösfent- ?c Meinung in Großbritannien mißbrauchen, wenn mm * ben Glauben bei bringen wolle, die Wiede r- F*Wl(ung der so wünschenswerten alitierten Einheils- lasse sich nur durch eine Kapitulation Frankreichs ™ Belgiens in der Ruhrsrage erzielen.
London, 9. April. Nach einer Darstellung des Telegraph" feien Jbie amtlichen Kreise äußerst Jfcneigt, irgendwelche Ansichten über den Besuch Lou« i*1 ir§ auszusprechen. Der nicht formelle Meinungs-
I Schuld angeht, so hält der ftanzösische Ministerpräsident an seinen früheren Erklärungen fest. Frankreich wird keine neue Reduktion seiner Rechte zulassen, aber es ist bereit, die Annullierung der Bons I als Kompensation der Summe anzunehmen, die es England und Amerika schuldet.
Reue ReparationsplSne.
| Paris, 9. Avril. Senator de Juvenel veröffentlicht tot „Motin" heute ebenfalls ein Neparatious- programm folgenden Inhalts:
1. Jedes Volk zahlt seine eigenen Kriegskosten.
2. Jedes Volk zahlt seine Penstonen. (Frankreich kann darauf verzichten, von Deutschland die Bezahlung der Reparationen zu verlangen, wenn die Vcreinigien Staaten und England darauf verzichten, die Rückzahlung der alliierten Schulden zu fordern. Die beiden Summen balanzieren sich ungefähr aus.)
3. Deutschland bezahlt die Reparation der verwüsteten Gebiete, d. h. es baut die Ruinen aus und verwischt die Spuren seines Einfalls. (Der Belgier Barnich vom Solvav Institut habe in seinem Buch bewiesen, daß Deutschland dazu im Stande sei. de Juvenel schätzt also nach diesem Voikswirtschaftter, daß Deutschland 50 Goldmilliarden bezahlen könne und daß der Anteil Frankreichs hieran 26 Gold- milltarden betragen würde. Das sei realisterbar gerecht und milde.)
Um diesen Zahlungsplan auszufichren, ioürde es genügen, daß Deuttchland nach 5 oder 6 Jahre Sunt-
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eine gemeinsame Front gegenüber Deutschland unter den vier Mächten wieder herzustellen. Wie verlautet, werde Bonar Law, nachdem jetzt das Parlament wieder zusat-tmengetrete« ist, nicht mehr lauge eine wichtige Erklärung über die Versuche zur Forderung einer gemeinsamen Politik bezüglich der deutschen Reparationen, verzögern. Es werde allgemein angenommen, Latz dieser-Schritt erfolge, um unter den Alliierten eine endgültige Nei^e von Vorschlägen und Forderungen zu vereinbaren, die der deutschen Regierung vorgelegt werden sollen, sobald der Augenblick dafür für geeignet gehalten werde. Es sei jedoch nicht klar, ob eine sofortige Zusammenkunft Großbritanniens, Frankreichs, Belgiens und Italiens stattfinden könne, obwohl der Boden allgemein vorbereitet werde.
Mißverständnis zwischen Belgien und Frankreich. I London, 10. April. „Daily Mail" verösfent-
leiftcn, auch durch England; wenn ja, od er c3 Sow cheur klargelegt habe, daß England keinen dieser Vorschläge annchmen könne.
Bonar Law erwiderte: Loucheurs Bestich sei vollkommen inossiZiell gewesen, und nur eine allgemein» Unterhaltung habe stattgefunden.
Kennworihh fiagte, ob es wahr sei, wie berichtet wurde, dass der Premierntintster in seinem eigenen Slameit und tot Namen der Regierung seine Zustimmung zu der sranzöstschen Attton im Ruhrgebiet au»* gedrückt habe.
Bonar Law erwiderte, die AnMort laute verneinend. Die Frage sei niemals erkvogen wordery (Hört! Hört!)
Kennworthh fragte hierauf, ob denn die Bericht» in der srauzöstsckien und englischen Presse, daß Loucheur nach Frankreich ztirückgekehrt sei, mit einer Zustimmuttg der britischen Aktion 4s der französischen Aktion im Ruhrgebiet, nicht eine wahre Mitteilung der Totlachen darstcllten.
Bonar Law erwiderte: Ich habe keinerlet derartige Mi t t e t l u n g e n g e f e b e 11. (H örtk Hört!)
Teuttchlanv, das leine innere Schuld durch den Mark- stur; losgeworden sei, nur noch seiner äußeren Schuld gerecht zu werden. Dies System setze allerdings voraus, daß die Angelsachsen einerseits darauf verzichten. die Bezahlung der interalliierten Schulden zu verlangen und daß fie auch von Deutschland feint Pensionen fordern. Wenn dies nicht geschehen würde, würde die Höbe der Pensionen und der interalliierten I Schuld notwendigerweise zu den Forderungen an den I ehemaligen Feinden hinzuaeschlagen werden. In diesem Fall würde es nicht Frankreich sein, das sich der Herobset-ung der deutschen Schuld widersetzt, sondern Großbritannien und die Vereinigten Staaten. Dies sei die reine Wahrheit. Frankreich werde im Ruhrgebiet bleiben, solange bis man dies begriffen habe.
Paris, 9; April. Der Abgeordnete Auriol, der als Vertreter der alliierten Sozialisten vor etwa 10 Tagen mit den deutschen Sozialisten in Berlin über die Reparationsfrage und das Ruhrunternebmen verhandelte, erklärte g-stern einem Redakteur der „Er- Rouvelle" den sozialistischen Repovationsvlan Aus seinen langen Ausführungen lassen sich etwa folaeude Richtlinien folgern: 1. Keine Gebfotsbesetzung zum Zweck der Sicherheiten. 2. Schnelle Stabil sierung der deutschen Schulden durch ehr'p? Anleihen. 3. Ausgleich der interalliierten Kriegsschulden. 4. Herabsetzung der deutschen Verpflichtungen auf etwa 20 Millionen Gold mark für Frankreich, die hauptsächlich für den Mtedcrau'bau der zerstörten Gebiete verwendet werden sollen. Weiter fegte er, er könne nach ernsten Auskünften, die ihm zuverlässig zuaewmmen seien, bestätigen, daß die deutschen Industriellen in ihrer großen Mehrheit heute bereit seien, starke Garanlien zu leisten, die es wohl wert seien, geprüft zu werden. Er habe die sehr begründete Ueberjeugung gewonnen, daß die deutsche Regierung schon jetzt bereit fei, mit den alliierten Regierungen zu verhandeln, um in der Frage der Reparativ nen zu einem praktischen und endgültigen Resultat zu gelangen.
Der BesW LMeurs in London
tot WuWti grault*. — 6«gtos Minus.
Marburg
Dienstag, den 10. Mil
Cftermonb
genommen werden. Es gebe mindestens zwe" größere Fragen, eine finanzielle und eine politische, Lider die Vorschläge der französischen Ge- l.näßigten wettergehen. als irgend eine britische Regierung zulassen könne.
erstatter de- „E-en E.andart« schreibt: Tie Ansicht verstärkt sich, datz der Versuch unternommen wird.
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Ein außenpolitischer Mitarbeiter schreibt uns:
! Es hat den Anschein, als wenn Loucheur zum mitt' i besten über den zunächst inoffiziellen Auftrag etwas hm- , jwsgegangen sei, und deshalb wendet sich z. B. der i ^Tcmps", offensichtlich inspiriert, energisch Qtgrv pro | Verdacht, daß es sich bei der Reise um einen offiziösen r kchritt bandeln konnte. Dabei entschlüpft dem „Temps" i das sonderbare Eingeständnis, daß gerade „in dem Augen
«ick, in dem wir endlich langsam beginnen, an der Ruhr ■ «glich eine annehmbare Menge von Koks abtransportiere»
ja können mit teilweiser Unterstützung der deutschen t Arbeiterschaft (?), kein französischer Staatsmann auch f mir den Gedanken fassen könnte, das Pfand, das wir ,n
Länden haben, Mtfzngeben". Wir haben solche frauzösi- fLen Zugeständnisse von der bisherigen Erfolglosigkeit der ruhraktion schon wiederholt verzeichnen könne-» Aber « ist immer wieder gut, in'diesem Zusammenhänge dar- ear hinzuwcisen, daß nach beinahe dreimonatlicher Tätiger, wenigstens nach der Ansicht des „Temps"i „endlich langsam" ein „annehmbarer" Erfolg zutage zu treten be- . tzLnne.
Ter Anzeigenpreis beträgt fit de» ggelp. Zellenmillimeter 60.00 3RL (Kleine Anzeigen gegen bat, 33 */,•/, weniger). Amtliche und «usw. Anzeigen 75 JKt Bei |*wieri ;em Satz 50 *i, Lunchlag. Spät etnlaidenbe ober den Raum übet */. Seite einnebmenbe Anzeigen werden nach der Tezüvaltenbteite berechnet. Äreklame« bet Zeilenmillimeter 240 Mk. Jeder Rabatt gilt al« Barradatt. Belege werben berechnet. Sei Auskunft durch die Eeichäflrsi. unb Vermittlung bet Angebote 50 M, bet Uebetjenbuxg durch uns 50.— Mk. ohne Porto.
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■ehmbar erklärt worden. Aus den englischen Presse- ßimmen geht ja auch hervor, daß man in England Ver- emiigell siot für die Ablehnung selbst des Loucheurschen En^äherungSplancs durch Deutschland utü» daß mo>» die Neistell Deutschen Bedenken durchaus für stichbalt'g hält. Das «isentlichste an der Reise Loucheurs ist ja auch nicht nur fr Frankreich allein, sondern für Deutschland und die Mnze Welt die Wiederaufnahme jenes G-dankenaus- »uschs, der jedem Ausgleich dorausgeben maß. England «rd und kann, so führt die halbamtliche Information des »Obsirver" mit Nachdruck aus, „einer Zerstückelung fr T.utschen Reiches weder in roher und offener, noch in
Was Loucheur aus seiner Londoner Reise erreicht bat
, Acht aus einer zweifellos inspirierten Darstellung d-s r 1 ^plomatischen Mitarbeiters des „Observe^ hervor. Danach war-die wichtigste Unterhaltung diejenige mit Bonar Uür ai 'ie lwr na^ dem englischen Blatt deshalb sehr ' ’ miischlußreich, weil Loucheur und zweifellos die poli-
aus des Echen Kreise Frankreichs davon Kenntnis erhalten haben, i . trß auch er (also Frankreich) noch einen längeren Weg prücklegen müsse, bevor er sich dem englischen Stand- Islg pNuiit bezüglich der Ruhrbesetzung bis zu einer Neber-
. Lkückung der Entfernung genähert habe. Gleichzeitig fei werben E<rr" 2oi,dKlir klar gemacht wvroeu, daß die englsche Regierung jederzeit bereit ist, mit Frankreich das Prob- v ) km der Fortietzung des eurovSischen W-ederautbaus za I* i diskutieren, das vor drei Monaten durch die franzöfisch- Rlg-sche Rnhrbesrtzung bei dem Abbruch der Konferenz i> Paris ja zum Stillstand gebracht worden ist. Da? icmpromiß in der von Herrn Loucheur ausgedachten und I» „Dailv Telegraph" verösstntlichten Form ist allcr- Angs auch für die englische Regierung nicht als an«
Zu der Frage der Reparationen hat auch der Abg. Strefemann das Wort ergriffen, und den deutschen , .... W a .. Standpunkt zum Ausdruck gebracht. Seine Erklärungen fairen. Frankreich sei nach wie vor entschlossen, sich ”?rben in langen Berliner Meldungen der „Times" und Sicherheiten zu verschaffen. Es sei klar, datz -ine Telegraph" wiedergegeben Man bet»chcet
an-?-,.--re ..„s Dicle Bor chlag: als ein Zeichen dafür, daß auf deutichet
Metnungsverschteden ert Loucheur und I Sc,te Bereitwilligkeit bestehe, die nach englischer Aus-
Potncarä bestehe und des Letzteren (^n.schlutz se, auf I foffung zu allgemein gehaltenen Ausführungen des dem- der augenblicklich starren Linie fort-I phen Außenministers durch eine zweckmäßigere Dis- zufahren, bis die Uebergabe Deutsch- kussionsbasis zu ergänzen.
lands vollkommene verlendete Tat- _. m „ -------
suche sei. Die Desavouierung Loucheurs werde in „ e ^ ke ^oucheurs vor dem Unterhaus. ®nHut»C?nrto»en®n9lanl$S b-«nruhig-nden
Einflug verursachen. I treien. Bonar Law saß auf der Reglcrungsbank.
Paris, 9. April Wie Havas berichtet, werden Seine Stimme war jedoch noch schwächer als vor der die belgischen Minister Theunis und Jasper spätestens Tagung und er konnte sich im Hause kaum ver- am Freitag oder Sonnabend nach Paris kommen, um mit I [län^Lir^ machen. Pall Mall and Globe zufolge Poincare über die Lage im Ruhrgebiet verhandeln. I %er^V!t untcr den Mitgliedern große Enttäuschung Diese Zusammenkunft werde u a. zu einer Aussprache Dar~„ m . . , c
über eine Verteilung der lieschlaqnabmten Kohlen, der Premlermintsi^^tt" tonne ^deii^btsder"b»ümtto h»r Besotzungskosten usw fuhren^ Sehr wab-schemlich werde Lage hu Ruhrgebiet gemachten Erklärungen nichts Louchmr von Poincare aulg-fordert werden, den bel« I hinzufügen.
gischen Ministern über feine Eindrücke zu berichten, die Wedgewood Benn fragte, ob Bonar Law irgend er während seiner Verhandlungen mit den politischen Per- etwas über den Zweck des Besuchs Loucheurs sagen sönlichkeiten in England gewonnen hat I könne.
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Paris, 9. April. Wie Pertinax in einem Leit- I Das Mitglied der Arbeiiersraktton Wcdgewoov artikel im „Echo de Paris" behauptet stabe Poin- frr‘e^- 06 nicht Poincare vor kurzem eine Botschasi ± 8**“
thttg eine telegraphische Jtui.euung zugeyen lassen. I werde, bis die Reparationen voll geregelt seien. Pertinax glaubt über den Inhalt dieser Mitteilung Bonar Law erwiderte: Ich glaube nicht, ich habe folgendes mitteilen zu können: 1 Der früstere cS 2*$* ziehen.
Minister Loucheur war mit keiner Mission b°anst . ®(n Arbeitermitglied fragte den Premierminister, , 1 ieiner JXi|)ton beauf- oL Louckzeur während seines letzten Besuchs ihm
tragt. Z. Tie dteparationspolitik der sranzöstschen irgendwelche Vorschläge für die Lösung des Ruyr- Regierung ist in keiner Werse abgeändert. Tie ioirrwarrs Potgelegt babe und ob die Vorschläge ent» französischen Truppen werden das Rnbraebiet nicht u.eder die Internationalisierung des Rhetulandes ^abl7knd^L?dieLütt aE-E 'Ä
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