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Genugtuung!
» Vrrki», 4. April. Der deutsche GrschSftS-
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Und doch nimmt die deutsche Note einen neuen Ton auf, sie fordert Genugtuung. Richt nur einige elende Millionen hoffentlich für die Hinterbliebenen, sondern Genugtuung für dir graustge Tat in vollem Umfange!
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Die ungeheuerliche Bluttat in Essen kann, wie Me Dinge liegen, nun einmal von uns keine Ordere Beantwortung erfahren, als einen Protest, *®en Aufschrei des blutig Unterdrückten. Was Nefe Proteste nützen, hat uns die Praxis langer 8»hre gezeigt. Solange das sog. Weltgewissen sich Nei für Kamerunneger als für Deutschland inter- ENert, wissen wir im voraus, was uns ein Protest •^bringt. Solange Frankreich die Macht hat, der Niemand entgegenzutreten wagt, die im Gegenteil heimlich und öffentlich, wenn auch zuweilen ^as schämig gehalten und unterstützt wird, so- •JW ist der Gedanke an Recht und Gerechtigkeit Mxendiert. Es kann einem höchstens das Blut in •e Adern treiben, wenn man sieht, mit welch u n - Erhörter Frechheit und Roheit ein Land
Tokio, 4. Avril Die japanische Liga für den Völkerbundsgedanken bat zur Ruhrfrage eine Entschließung au 60 Schwesterligen der verschiedenen Staaten gesandt, in der geforbert wird, daß der Bölker- bundsrat schleunigst insbesondere die Fragen der Zah- lungssäbigkeit und der Zahlungsmodu'ität Deutschlands prüfe und nach Befragung eines internationalen S a ch verstä ndige nauSsch u sse» einschließlich der amerikanischen Sachverständigen einen Bericht erstatte.
Die japanische Si&i hat sich in d-nnselben Sinne bereits direkt an die japanische Regierung und den VölkerbundSrat mit entsprechenden Anträgen gewandt.
London, 4. April. Der Londoner Berichterstatter des „Manchester Guardian" schreibt, der Besuch Lou- chenr? bei Llotch Georg: werde beträchtliches Interesse erregen. Der Besuch müsse bereits vor einiger Zeit der- einbart gewesen sein. Es werde vermutet, daß Llovd Georges Entschluß, bei der letzten Rubrdebattc im Unter« lause nicht zu sprechen, nicht nur aus die von ihm ge« gebene Erklärung, daß er erst die Rede Ennos abwarten, wolle, zurückzufübren sei, sondern auch auf den Wunsch, die Frage mit Loucheuf zu erörtern.
Düsseldorf, 4.April. Der Rheinischen Metall» Warenfabrik wurde auferlegt, am 3. April innerhalb von drei Werktagen elf neue auf dem Werk fcrtiggestelück Lokomotiven zur Verfügung der BesotzungSbehörden zu stellen. Falls die Fabrik mit der Ablieferung im Verzug bleibt, wird ihr eine tägliche Geldstrafe mit einer Million Million Mark auserlegt. Außerdem solle» die bereits verhafteten Werkmeister gerichtlich verfolgt werden.
_ P a ris, 4. April. Das „Journal- hatte heute vormittag eine Meldung seines Krefelder Sonderberichterstatters veröffentlicht, in der behauptet wurde, die Deutschen hätten von Friedrichsfeü» außerhalb der b^etzten Zone acht Züge ohne jeder Peronal in Richtung Wesel abgelassen, um eins Verstopfung des als Eisenbähnknotenpunktes über- aus wichtigen Bahnhofs Wesel zu erzielen. — Hierzu erfährt Havas vom Ministerium für öffent- iche Arbeiten, daß die Absicht der Deutschen vielmehr gewesen sein soll, acht mit Metallwaren beladene Züge der französisch-belgischen Pontrolle zu entziehen, und zwar hätten sie hierzu die Strecke Oberhausen—Wesel benutzt, deren Betrieb noch in deutscher Hand sei. Hierbei sei ein Zug kurz vor der Lippebrücke auf einen vcrausfahrenden gestoßen und dabei von dem einen Zug 10, von dem andern amtliche Wagen in französische Hände gefallen. Der Berbehr fei. 24 Stunden unterbrochen gewesen. Mehrere deutsche Eisenbahner seien verhaftet worden. — Ter „Temps" schließt aus diesen Erklärungen, daß dennoch 6 Züge unbehelligt ins unbesetzte Deutschland entkommen seien.
Sie Mein den Meilen Mieten.
Paris, 4. April. Nach der „Journös Jndua strielle" begibt sich der Minister für öffentliche Arbeiten Le Trocquer am Freitag abend in Begleitung von zwei Beamten seines Ministeriums nochmals nach dem Ruhrgebiet.
Paris, 4. April. Nach einer Havasmeldunk aus Düsseldorf hat gestern der erste französische Militärzug nach dem Ruhrgebiet auf Grund des Eodl^-Payct-Abkommens die englische Besetzung-» zone passiert.
Bochum, 4. April. Die Franzosen haben den, Zahnhof Kray-Nord besetzt und am Bahnhof sfrillendorf die Schienen aufgerissen. — Die 93er« andlungen geg^n den Essener Bürgermeister Schaefer finden erst am 6. April in R«kling, hausen statt. — Bon den Franzosen sind nunmehr auch die Schule in der Fahrendellerstraße und das Fabrikgebäude der Bochumer Bleiwerke für die 1 nterbringung der Truppen beschlagnahmt worden.
Paris, 4. April. Havas meldet aus Mainz, aus guter Quelle verlaute, daß der Sitz des französisch-belgischen Eifenbahnregimes für die besetzten Gebiete, der. provisorisch in Düsseldorf aufgeschlagen worden fei, am 6. April nach Mainz verlegt werden solle.
Düsseldorf, 4. April. Gegen die Erschie- jung des Buchdruckers Karl Schulte in Esten, di« Verhaftung der inzwischen wieder fteigelaffener Bankdirektoren als Geiseln und die VerhängunL einer Gßtdstrafe über die Stadt Esten hat der Vertreter des Düsseldorfer Regierungspräsidenten, Oberregierungsrat Lutterbeck, bei dem General > Denvignes Einspruch erhoben.
Gladbeck, 4. April. Der stellvertretende Bürgermeister von Gladbeck, Stadtbaurat Dr. Korn, ist wegen ter Verweigerung von Betten an die ’Be* satzungsbehorden vor ein Kriegsgericht gestellt
für die Luftschiffahrt fei beauftragt worden, sie rasch einem umfassenden Bericht zu verarbeiten.
Bis „Wttüot“ SiMlttH.
Maginvt vor bat franzSsifchen Äriegsnertey«.
Die französischen KriegSverletzten haben ht Mar- feiffe einen Kougretz ab gehalten, in dem ste in der iiblichen französischen Weife erklärten, daß ste gegen einen jeden neuen Krieg seien; Frankreich wolle nur bezahlt fein. Bezeichnender Weise hielt die Festrede der Kriegsminister Maginvt. Er weiß, daß. wenn Frankreich nicht einmarfchiert wäre, Deutschland versucht hätte, ein Moratorium von mehreren Jahren zu bekommen und daß es nach «blaut Wer Frist, bis an die Zähne bewaffnet (!), erklärt Hüne: .Ihr wollt Geld baden? Kommt und holt eS eticb!* das dürfte natürlich nicht sein. Autz-rdem hat man In Brüssel ta erfrort, daß man Schritt für Schritt räumen werde. Danach ist es olfo Deutschlands Interesse zu zahlen. Wir find eine Kation, für die 88orte und Verträge noch Geltung haben. Es gibt ein Mittel, um das zu beweisen: Deutschland braucht nur feine erf.ct Zahlungen zu leisten und es wird sehen, tote totr : -a'n- nen. uns jurückzuziehen. Frankreich hat kein— neMonlsttschen Geist. ES will nur einen gerechten Frieden, der ihm erlaubt« leben und jn arbeiten und bet ibm einen Leidensweg, wie es ibn bereits durch- eematbt bat. erspart. Die jüngsten Jahrgänge, die setzt hn Ruhrgebiet stich, werden den erwünschten Frieden bringen. 3r schwtz mit der Anerkennung der Kaltblütigkeit und Selbstlostgkeit der SesatzungStrup- ven. — FranzSstscheS Theater l
Di- „Rote Fahne" veröffentlicht einen Ausruf der 'smmntMischen Internationale und tci roten Gewerk- chastsfnternationare . Dr Aufruf trägt die ilebetschrift .Das Blutbad in Essen" „ub ist an die Arbeiter aller Länder g-richtet. Es heißt dann: Jn Essen ist in breiten Strömen Arbeiterblut geflossen 13 Arbeiter, mit oem Kommunisten Zander an der Spitze, sielen tot nieder auf dem Fabrikhof Krupps und einig: Dutzende von Arbeitern wurden verwundet. Nach einer Reihe Schandtaten, nach einer Reihe Grausamkeiten fängt der französische Militarismus an, dem Weltproletariat den Smn und die Bedeutung der Ruhrokkupation mit Feuer und Maschinengewehren zu beleuchten. Die Arbeiter Frankreichs werden aufgefvrdrrt, im ganzen Lande in kraftvollen Demonstrationen gegen die Herrschaft der ftanzösischen Bajonette über deutsche Arbeiter Protest zu erheben. Die Arbeiter Deutschlands, die Arbeiter des Ruhrbeckens sollen durch Berbrüderung mit den französischen Arbeitern eine ein- heitliche revolutionäre Kampft'wnt gegen den internationalen Kapitalismus schaffen. — Man wird ja sehen, was für ein Ersatz dieser Aufruf in Frankreich Hai.
Paris, 4. April. Der Allgemeine Arbetter- oerband veröffentlicht im „Peuple" einen Protest zu den Vorgängen in Esten und appelliert an die Aideiter, damit der für die Reparationen und den Weltfrieden so schädlichen Politik ein Ende gemacht werde. Das einzig« Mittel, die Wiederkehr dieser Zwischenfälle zu vermeiden, fei eine Intervention des Völkerbundes. Diese von der Gewerkschsfts- internationale verlangte Lösung fei heut« noch entschiedener geboten als bisher.
®ie Besonnenheit und Geduld, mit der die | ilti>3lferung deS Ruhrgebiets lange Wochen h ndurch a l: Akten von Gewalttaten der Einbrnchstrnppen ertragen |at, haben «S nicht verhindett, daß ftanzösische Soldaten Da dieser Bevölkerung jetzt ein Verbrechen verübt
Bochum, 4. April. Der Komma »bierend« General in Esten, Jacquemot, richtet« heute an die Gewerkschaften folgendes Schreiben: Der Kommandierend« General widersetzt sich nicht der öffentlichen Bestattung der am 31. Mär, gefallenen Ar. beiter unter der Bedingung, daß die Ordnung nicht gestört wird, weil er der Ansicht ist. daß die Ereig. niste nickt durch die Arbeiter selbst., sondern durch die Vertreter des Kapitalismus verursacht worden sind, die die Arbeiter gegen die Franzosen aufgehetzt haben. (?)
Reue französisch« Behauptungen über die Esten« Borgänge.
Paris, 4. April. Heber die Essener Vorgänge wird heute eine französische Darstellung verbreitet. in der gegenüber den deutschen Behauptungen, daß die Soldaten nicht herausgefordert oder bedroht worden feien und daß das Ertönen der Dampspftifen einem allgemeinen Brauch entspreche, auf die angeblrchen Zeugnisse der deutschen kommunistischen Arbeiter hingewiesen wird, die Soldaten hätten Beweise einer außerordentlichen Geduld gegeben. Schließlich, so heißt es in der ftanzösischen Darstellung, berufe man sich mit Unrecht auf den Bericht des Reuter-Korrefpondenten in Esten. Dieser Korreftwndent sei an dem fraglichen Tage gar nicht in Esten gewesen und.habe seine Mitteilung ausschließlich aus deutschen Quellen geschöpft. Em einziger auswärtiger Journalist, der Amerikaner Maier, habe sich am kritischen Tage in Esten aufgeholten. (Auch dieser neue Versuch, die Sach- log- zu fülkchen, kann die französische Blutschuld nicht wegwischen. Red.)
Lord Greif öder des Wlkerdund.
London, 4. Avril. Lord Robert Groll am Montag tm Verein für auswärtige Politik
F.B. dlA»
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Stt Sorro! gtgra hie Zeche».
Bochum, 4. April. Auf der neubesetzten staatlichen Zeche „Bergmannsglück" befindet sich die Belegschaft noch tm Streik. Da die Stellwerke von „Beramannsglück" durch die Franzosen besetzt gehalten werden, sind die Zechenbahnen der „Berg-
Mavburg
DoMkÄag. dkl! 5. April Dficrmanb
Amtliches Verkündigungsbiatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhestische) Oberhessel
reiche» Ras«-
6hi AuW an alle Arbeiter der Welt.
Erl in, 4. April. Dte Gewerkschaften aller Richtungen haben einen gemeinsamen Aufruf an die Arbeiter der Wett erlagen. In dem ste aus Anlatz des Einbruchs in das Rudrgebtet und ter dadurch veranlaßten «rotzen Zahl an blutigen Opfern, wie letzt
In. Gffen, gegen dte bemale Waffengewalt m.arfsten Protest erheben. Jn dem Aufruf wird fest- ,gestellt, datz tausende von Beamten und Cr(tauen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verhaftet, miß- bandelt und anSgewtesen wurden, datz die Verkehrsmittel, Arbeitslöhne uni> Unterstützungen der Erwerbslosen wahllos beschlagnahmt, täglich neue tausende von Angestellten und Arbeitern erwerbslos und datz Frauen und Kinder ohne jeden Anlaß aus itzrett Wohnungen verjagt „ und getötet oder verwundet wurden Durch dir französischen Gewalnnetdodcn würde "'ne freie Akbeit in Sklaverei verwandelt und dte Stv : *r in Gefahr gebracht. Schließlich werden die Arb'Uer inst Welt auiaesordert, Arbeit und Freiheit zu ' yützen. ti)t es zu spät ist.
W WWg gegen hie heutldie tiMMl
Paris, 4. April. Wie durch Havas halbamtlich mitgrteflt wird, ist eine von dem Direktor deS „Echo de $oti8" geführte Komm ssion am letzten Samstag von •f&nncare und von dem Unterstaatssekretär für die Luftschiffahrt empfangen worden, um die Petition zu überreichen. die das „Echo de $arii" von vielen Franzosen unterzeichnen ließ, um die deutsche Luftschifsahrt unter Kontrolle zu stellen. Poincare erklärte dem „Echo Nationale" zufolge, die Frage, die hier aufgeworfen werde, sei von höchstem Ernst. Sie stehe an erster Stelle der Bemühung m der Regierung. Man habe von verschiedenen Lösungen gesprochen. Der Unterstaatsfekce-
( Dl» ^Odethesiiiüre Zeitung ettchetttt tetbsetal roätbentli». — Bazegrrtei» aunatliä
r E» n« dil. mit Znftellungegebühr. Für austaHenBe Nummern infolge Streik »»er i W|*( (J elementarer Sretgniiie fein Er tag. — Verlag von De. L. Httzrr»td. — Druck der U*to^8e*6ni<ttei »on3eb. Mu». X»*. Markt 21.23. — Krrnurrrcher 55, Dost. ItbeeHente: Rr. 5015 Mutt Stentftat «. Mein.
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lebet», unserer ierwrft tt* UN t An». , v«, le Ste» schnütz. , .da» ertoetN tfütxret m der
rnann-glück" und ^Vesterholt" nicht benutzbar. Dill Franzosen sind ohne vorherige Verhandlungen dazu Übergegangen, mit eigenhändig entwendetem Ma< terial der Zeche die Koks- und Kohlenlagerplätzs abzufäunen. Es ist einwandfrei festgestellt war« den. daß die Franzosen bet ihren Bemühungen, die" bort lagernden Kohlen- und Koksbestände abzufahren, französisch« Gefangen« als Arbeiter 6e»‘ nutzen, die unter strenger Aufsicht stehen und mit, der Peitsch« zur Arbeit angetrieben werden. /
Besetzung des Bahnhofes von Hern«.
Die Blätter melden aus Essen, daß gestern nachmittag der BahnhH Herne von den Franzosen besetzt worden sei. Sie richten eine Kontrollstelle für alle dur.chfahrettden Züge ein. Als sie die Absicht ät feerten, sämtliche Wagen mit Kohle, Koks und Nebenprodukten zu beschlagnahmen, um sie auf der militarisierten Strecke nach Recklinghausen abzu« rollen, wurde von beit Eisenbahnern darauf hin- getoiefew, datz in diesem Falle ein Verbleiben der deutsech» Beamten tm Dienst« nicht mehr möglich fei. Der Personenverkehr soll vollläufig nicht be. hindert werden. Die Wartesäle des Bahnhofs wurden mit Truppen belegt.
I Hoben, da» alle bisherigen Untaten in den Schatten stellt. | Um 31. März hat ein in die Kruppschen Werke in Essen | chtgedrungenes französisches Kommando, ohne ange- j griffen oder auch nur bedroht zu fein, in eine Menge frted- | sich demonstrierender Arbeiter hineingeschosten und ein ; entsetzliches Blutbad angerichtet. Dreizehn H Arbeiter wurden getötet, mehr als drei- | siia verwundet. Die Verwandungen sind zum Teil (ft schwer, daß weitere Todesfälle zu befürchten sind.
Die Rote führt im einzelnen die Vorgeschichte unb ten Vorfall selbst an, durch den bis jetzt 13 Arbeiter ge- i Met und mehr als 30 zum Teil lebensgefährlich verbindet wocken sind. Diese Schilderimg, die sich mit der irfrits gegebenen Darstellung deckt, verweist insbesondere noch daraus, daß nach den Feststellungen der deutschen Pehöcken die l-monstrierende Arbeftcrmenge in voller Wiche den Raum vor der besetzten Hölle freig lassen hat Mich wurden bereits um IO1/. Uhr die S'rrnenfignale ein- Wstrlli. Kurz noch 11 Uhr ließ ickoch der französische kffizier ohne jede Herausforderung von Seien der Ar beiter und ebne jede Warnung vlötzl ch da? Feuer eröffnen tob die auseinanderstiebende Menge noch auf der Flucht »ch weiter beschießen. Die französiilben Soldaten bet» i i sichen dann, ohne selbst Schaden zu nehmen, die Krupv- Hchen Werke. Anschließend weist die Rote die von . ßanzösischer Seite und besonders von der Agentur Havas Nrfcreiteten Angaben als Fälschung zurück und betont bo besonderen, daß nach den vernommenen Aug-nzen-en Er der Arbeiter einen Revolver hatte, und daß die demonstrierende Menge trotz ihrer begreiflichen zung zu keiner Tättichieit oder Drohung bat hin- m6en lassen. Auch die von ftanzösischer Sefte kom- wende Behauptung über einen angebsichen Angriff mit t Wasferd«impfen sowie der Vorwurf gegen frühere Beamte der Schutzpolizei und gegen das Direktorium des Berkes werden als grundlose Unterstellungen zurückge- toiefen. Zum Schluß stellt die Rote, die gegen die frivole Bluttat feierlich Protest erhebt, und volle Genusttumig fr rit Opfer und deren Angehörig« sowie sofortige I Hreilassung der verhafteten Mitglieder des Dtrektoriums Ssd der Abteilungsleiter verlangt, fest, daß in Tat mtb Safirfent von deutscher Seite nichts anderes geschehen ist, As daß die Arbeiterschaft gegenüber einem rechtswidrigen Eitigr.fj in ihre Produktiou-Mt: den Entschluß bekuu- btte, nicht unter französischen Bajonetten j» arbeiten Dieser Entschluß sei ebenso wie die besonnene Art, in der tt h kündet wurde, den französischen Truppen aus ihren Mixten Erfahrungen im Ruhrgebiet genau bekannt, i§odaß er ihnen nicht den geringsten Anlaß zu ihrem Aökderischen Votgehen bieten konnte. Dte Verantnwr- itofl für die unheilvolle Tat wie auch das. schwere Verbuchen der Besatzungstruppen falle -richt allein auf diese, Widern auf die französische Regierung ftlbst. 6n zahlreichen deutschen Protesten wurde ihr das gewalttätige Vorgeben der Truppen im Ruht- Eiet immer wieder vor Augen geführt. Dte Proteste sind beantwortet geblieben. So ist es nur zu erklär-
Wh, aß die Berg waltigung der Bevölkerung von Woche I ► Woche gröbere Formen angeuommen hat, und kfe die französischen Soldaten es nun auch fertig brin- An, durch skrupelolse Beschießung der wehrlosen und ftied- kchen Menge zahlreiche Menschenleben zu vernichten.
Die dentsche Regierung erhebt seterltchen Protest gegen die frivole Bluttat. Sie fordert für die Opfer Md ihre Angehörigen volle Genugtuung und verwogt, daß die zur Bemäntelung der französischen schuld verhafteten Personen sofort in Freiheit ge- Rt loerden.
Di« Note ist zugleich auch den übrigen HaNpi- Mächten des Versailler Vertrages zur -«nntnis g'bracht worden.
; j*e 5-anfie?dj, das sich als Kulturnation auffpielt, 273» !^^ßlich noch den Sptetz'umdreht und der Wahr- iiSl ■eti ins Gesicht schlägt. - .
Dräger in Paris wurde beauftragt, der sranzöfi- : JA«« Regierung wegen des Vorfalls in Esten fol- tzmbe Note zu überreichen:
erste Siebe über den Völkerbund. Gecti erklärte in feiner Rede, bl« Haupttacke fei, daß dl« internationale Furcht und daS lnrernatlonale Mltztrauen befei- ilgt würden, Me eine Gefadr für den Frieden bildeten. Die Abrüstung kämt« nur dann mit Erfolg durckgewhrt werden, ivenn ste allgemein fei und wenn alle Stationen bereit feien, ihre Nachbarn gegen eventuelle Angriff« zu schützen. Obne diese Zusicherungen würden z. B. Frankreich und Deutschland stets Mtßtranm gegeneinander hegen. Wenn keine Sicherheit vorhanden fei, könnten weder Frankreich noch Deuttchland getadelt werden, daß ste Argwohn oder Furcht empfänden. Eine wesentliche Bedingung zur Wahrung des Friedens zwischen trabtttonett gegeneinander argwöhnischen Völkern würde eine entmilitarisiert« Zone unter internationaler Autorität feht Die Abrüstung könne gleichfalls am ersten unter der Aufsicht einer internationalen Autorität, tote ste der Völkerbund sei, erfolgen. Nach SSilutz seiner zweistündigen Rede wurde Eeoil von englischen Journalisten gefragt, warum er im Unterbaute gegen den Vorschlag gestimmt habe, der die Uebertoetfung der Stubrfrage an den Völkerbund zum Ziele batte. Gecti erwiderte, daß ex nicht habet mithelfen könne, daS Unterhaus zu einer internationalen exekuttven Gewalt zu machen.
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