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M a n n h e i m, 31. März. 8y2 Uhr vormittags. Seit ihrem ersten Einrücken find die Franzosen bis

als ein Schritt in der Richtung auf die Regelung an« cefeben werden. Hinweisend auf die wachsende Wl- dersätzlichkett Belgiens und Italiens bet den Mai« linder Erörterungen Jaspers mit Mussolini, die ein Ereignis von ernster Bedeutung seien, sagt das lwe» rale Blatt: .Wie groß auch immer das militörtiche Uebrgewicht Frankreichs fei, diplomatisch und mora­lisch sei eS tfottert

ffifls geht in her Mecho-SlowÄki not!

Tiefer Tag: ging eine Meldung durch die Presse, beritt» folge der französische Marschall Fach stch in Prag be­findet. Inzwischen ist diese Nachricht jedoch wieder demen­tiert worden. Wäre sie richtig so hätte sie eine alarmie­rende Wirkung haben müssen. Denn man weiß, taff tsckecho-slowakische und französische militärische Kreise lebhaft miteinander in Verbindung stehen, und man weiß insbesondere, daß Frankreich sehr gern die Tscheche» Slowakei zu einem ähnlichen Zweck benutzen möchte tote jbas Polen gegenüber der ßall war. In bestimmte» Kreisen wird ganz offen davon gesprochen, daß Frank­reich Vorbereitungen trifft, um die Tschecho-Slv.vakei ge­gebenenfalls zum militärischen Einmarsch nach Bayer» zu bewegen. Frankreichs Agenten arbeiten nach dies« Richtung yin. Das ist in der Tschecho-Slowakei nachge­wiesen worden. Inzwischen wird mitgeteilt, daß Mav- schall Foch jetzt noch nicht in Prag sei. daß er aber im Monat Mai dorthin kommt und zwar gibt man e® Begründung seine Teilnahme au den tschecho slowakische» Manövern" an.

P a r i s, 30. März. Dem ,Aew York Herald' wird aus London gemeldet, daß der dortig« deutsche Votschafter gestern nachmittag dem Foreign office einen Besuch abstattete. Nach dem genannten Blatt nimmt man in London an, daß dieser Besuch mit der aus London eingetrofsenen Meldung zusammen­hängt, wonach die deutsche Regierung nicht mehr die Räumung des Ruhrgebietes als erste Boraus- ietzung für den Eintritt in Berhandlungen betrach­tet und daß von deutscher Seite ein Schritt zur An­bahnung von Berhandlungen mit Frankreich unter­nommen worden ist.

Loucheur in London.

Paris, 30. März.Echo de Paris" teilt mit, daß der ehemalige Minister Loucheur sich nach Lon­don begeben habe, um dort seine Ansichten über die Regelung des Wiederherstellungsproblems im Sinne seiner Rede von Grenoble zum Ausdruck zu bringen. Wenn das den Tatsachen entspricht, dann hat man es mit einer gesonderten Aktion zu tun, der man die größte Aufmerksamkeit schenken inuß. Das Blatt hat schon früher darauf hingewiesen, daß sich Lloyd George und Loucheur begegnen werden.

/ Deutsch-italienischer Sachlieferungsoertrag in Sicht?

Die interalliierte Sozialistenkonferenz.

Paris, 29. März. Die Konferenz von Ver­tretern der englischen, französischen, italienischen und belgischen Sozialisten ist heute nachmittag im Kammergebäude zusammengetreten. Der Konferenz erstattete der nach Berlin entsandte Ausschuß über seine Verhandlungen mit der deutschen sozialdemo­kratischen Partei Bericht. Ob die Beratungen, die sich bekanntlich auf da» Reparationsproblcm und die Ruhraktion beziehen, noch heute zu Ende geführt werden können, ist unbestimmt.

P a r i 8, 30. März. Die interalliierte Sozialisten« ^uftrenz bleit nachmittags eine zweite Sitzung ab. Die Konferenz legte Entschfießnngsenlwürfe fest, die die Delegierten ihren Fraktionen übermitteln weiden. Diese werden übr eine etwa zu unternehmende Aktion beraten und Ihre Entscheidung dem englischen Unter« bausmitglled Toto Shaw übermitteln. Dieser wurde beauftragt, eine spätere Kvuseren, cft»,nberi:!eu.

Reue Gerüchte über deutsch« Vermittlungsversuche

sind im Umlauf. Diesmal soll die deutsche find wieder im Umlauf. Diesmal soll die deutsche Reichsregierung bei der italienischen Regierung nachgesucht haben. Das ist nicht der Fall. Der deutsche Botschafter hat nur, ebenso wie die deut­schen Botschafter in Washington und London eg ge­tan haben, der italienischen Regierung den Stand- puntt der deutschen Regierung in der Ruhrfrage dargelegt.

Poincarch der Exponent der nat'onalisiischra Rechten, ter in Frankreich schon Vor brat Kriege den Bei« namenla guerre' führte, weiß natürlich ganz genau, baS man heute nicht mehr sagen darf, wir wollen annektieren, wir wollen ein Land buchten und zerstören Man macht das einfacher. Man stellt unerfüllbare Forderungen und hat bann alle Druckmittel in der Hand. Deshalb hat die französische Diplomatie heute die eine Aufgabe, die internationale Feststellung der Leistunasfäbigkeit Deutsch­laichs zu verhindern,' deshalb müssen Die französhchen Staatsmänner andererseits ständig Frankreichs Fried­fertigkeit beweisen.

Was wir in der Kammerdebatte sehen, ist also nichts als echt französisches Nationaltheater, lieber die franzö­sischen Pläne hat die französische Presse doch zu viel ausge- pkaudert. Der sozialistische Redner hatte schon reckt, wenn er den Finger aus d ese Wunde legte. Wir Deutschen sind mit schönen Beteuerungen von Frieden, Selbstbe­stimmung, keine Annektionen so oft betrogen worden, vaß wir hellhörig geworden sind und hoffentlich die Welt mit uns, die das Schanddiktat von Versailles nach Wil­sons 14 Punkten miterlebte. Und doch ist die augenblick­liche Debatte nicht nur ein Leim für uns.

Man muß auch wissen, daß die Franzosen sich trotz ihrer zur Schau tragenden Siegermiene stark im Druck befinden, sowohl wirtschaftlich als a-ich inncrpvütisch. Irgenwie wollen auch sie aus dem Dilemma heraus. Als bestes Mittel sehen sie augenblicklich oie sozialistische Kon- seren; an, von welcher sie sich durch die deutschen Sozia­listen einen Druck auf die Regierung versprechen. Daher die friedfertige Geste des Herrn Poincare. Wv? davon in Wahrheit zu halten ist, zeigt die Nachricht

Mannheim besetzt".

M a n n h e i m, 31. März. Heute vormittag 8 llhr zogen etwa 3 Kompagnien französische Infanterie mit Maschinengewehren über die Rheinbrücke durch de» Parkring und den Lnisen- ring zur Friedrichsbrücke. Rachdem fie den Neckar überschritte« und fobann durch die Waldhoferstraße in das alte Lelzwerk eingezoge« waren, besetzten fie dieses. Ein anderer Teil marschierte nach der Hum- boldstraße, uw fie Halt machten. Bon dort aus marschierte ein Zug um %7 Uhr nach dem Hesstschen Babnhof vor, den fie besetzten.

Marburg SomaliM, den 3L Mrz Leuziug

Die französische Kammer hatte am Donnerstag eine »totze Ruhrdebatte in einer Nachtsttzung. Bel den Ikredttvorlagen für April und Mat erklärte der So« Lebas, seine Freunde hielten daran fest, daß tar den Ferien die Ruhrfrage diskutiert werde. Die »taain1 n£Sfra<sM tr«iOe, Keim eines neuen Krie- 2. Kch. Die Proletarier Frankreichs, Englands to^^bu/'Hlands erkannten die ttanzöstschen An- Wniche auf die Reparationen an, aber was die Me- chode anbetrifft, unterscheiden wir uns von der Mehr- die Wirkung der mtittärt« Wen Gewalt glaubt. (Lebhafter Widerspruch rechts.f El" der Ruhrbeietzung wurde das Wirtschaftsleben ^.Welt gestört; der Preis aller Rohmaterialien, ein- Mietzlich der Kohlen und Koks, sowie der nottvendi- aen Lebensrnittel, erfuhr eine starke Hausse, auch das Baumaterial stieg stark im Preis; der Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete sei dadurch bedrobt. Der Ab- ^ederbott von der Rechte« unterbrochen, wirst deshalo seinen Widersachern vor, daß ste nicht Me Gedanken ausdrücken, die nach seiner Austcht da rtn gipfelten, vis nach Berlin zu marfchie- »en. Es kommt wiederum zu lärmenden Unterbrech­ungen, als Ledas erklärte, daß seine Freunde immer »och aus mternationale Abkommen bofften. Beftirch tat Sie nicht, so ruft der Redner aus, daß Sie eln-s rages gezwungen sein werden, für Deutschland das veiche zu tun wie für Oesterreich? (Widerspruch Mhts und tn der Mitte.)

Hierauf ergreift Abg. »erriet daö Wort, um Poiu- x'yk rwei Fragen vor,«legen: Erstens, man be- taubtet, in der gattzen Welt, da, wo man Frankreich fc?6 wir ansgebört hätten, im Ruhrgebiet *^/(chaftlichc Ziele zu verfolgen, daß wir numnehr Iwlittsche Zwecke zu erreichen fueben, ja, daß wir selbst Mts Annektion abzielen. Zweitens fordere ich die Re- »terung auf, zu erklären, daß Frankreich mit Gerech- «Welt leben ernsten Vorschlag prüfen wird, den Deutschland, Frankreich oder der Gesamtbeit der Alli- fcrieti machen wird.

Sofort erhebt (k6 Poincare und erklärt: Ich gab »eine Antwort im Voraus und wiederholte ste auch vor dem Finanzausschuß der Kammer. Ich erklärte taß wir keinerlei Versuche zu offiziösen oder in- btereften Verhandlungen annebnten »erden. An dem Tag, an dein die deutsche Regierung Mts Mfo Frankreich direkt, ober der Gesamtheit der Unierten,, präzise ernsthafte Vorschläge überbringen Dirv, werden ivtr ste im Geiste der Gerechtigkeit und royalität prüfen, ich fügte hinzu, daß es gefährlich kmd verabscheuungSwürdtg wäre. Frankreich annektio- mstische Pläne oder Hintergedanken zuzuschrewen. «ir erklärten immer, daß wir in das Ruhrgebiet ge- «angeu find, um dort wirtschaftliche Ziele zu verfolgen. Wir beabsichtigen keineswegs, uns eine Einzige Parzelle deutschen Boden anzuetanen; aber Dir wallen uns nicht mehr durch neues Manöver «nschen taffen. Deshalb werden wir die » «der nur gegen Realitäten auf- i<6 e n. Wir werden uns ans dem Ruhrgebiet nur vn Maße und im Verhältnis der erlangten Zahlungen »nickjiehen, diese müsten stch der Gesamtheit der Schäden anvasten. Deutschland bat keine äußere Schuld, Deutschland ist im Augenblick weniger belastet alS Frankreich; eS hat wegen des Marksturzes kaum noch eine inn-re Schuld. Deshalb glaube ich, daß es ge­recht und notwendig ist, daß das gesamte Hebet re- tarkrt werde.

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Die LW!»-en bkWev Wielen.

Düsseldorf, 31. März. Der päpstliche De» legierte für das Ruhr- und Saargebiet, Pionsignore Testa, ist gestern von General Degoutte empfange» worden. Heute begab stch der pästliche Delegierte nach Esten.

Godesberg, 29. März, lieber Godesberg ist aus bisher unbekannten Gründen der Belage, rungszustand verhängt worden. Zeder ver- kehr auf den Straßen ist von 8y2 Uhr abends bi» 6 Zhr morgens verboten.

Dortmund, 29. März. Die Franzosen be» setzten heute vormittag die Bahnhöfe Lüttring­hausen, Hörde-Hacheney, Hörde-Aplerbeck un> Aplerbeck-Süd. Der Verkehr nach diesen Bahnhöfen ist gesperrt. Es scheint sich jedoch nur um eine vor» übergehende Maßnahme zu handeln. Der Bahnhof Aplerbeck ist inzwischen wieder frei geworden.

Derlag" schreibt dazu: Durch diese neue Be­setzung wird der gesamte Personenzugoerkehr von Dortmund-Hauptbahnhof nach Schwert« und weiter nach Hagen und Köln unterbrochen. Dortmund kann von jetzt ab von Hagen und Köln nur auf dem weiten Umwege über Hamm (Wests.) erreicht wer» den. An der völligen Absperrung des Eisenbahn« verkehr« fehlt nur noch das Stück Dortmund Lünen. Wird auch dieses geschlosten, so ist der Tag der restlosen Lähmung der Verkehrsorgan« des Ruhrgebiets nicht mehr fern und die Versorgung des Bezirkes mit Lebensmitteln ist auf die Land­straße angewiesen.

Paris, 30. März. Nach einer Havasmeldung aus Düsteltwrf soll gestern nachmittag ein Befehl Degouttes angeschlagen worden sein, in dem die deutschen Eisenbahner bei Strafe der Entlastung oder der Ausweisung aufgefordert werden, die Ar­beit wieder aufzunehmen. Havas zufolge soll be­reits vor einigen Wochen auf den bevorstehenden Anschlag hingewiesen worden sein.

Besetzung des Wupper- und Bolme-Tales?

Paris. 29. März.Daily Mail" meldet au»' Düsseldorf, daß in den nächsten Tagen das Wupper- und Volme-Tal von den Franzosen besetzt würde, um sich der Textil- und Metallwaren-Jndustrie zu bemächtigen. Die Franzosen würden auch zwischen Wipperfürth und Overath, Städte, die kürzlich von den Engländern ausgegeben wurden, neue Zoll­posten aufstellen, um verschiedene Städte in die Blockade einzubezichen.

Die Großindustriellen im Ruhrgebiet lehnen die Kohlensteuer ab.

B e r l i n . 30. März. Wi« dasBerl. Taoebl.- erfährt, haben die Großindustriellen des Ruhr» gebiets den Beschluß gefaßt, die Zahlung der von den Franzosen und Belgiern geforderten Kohlen­teuer abzulehnen und alle Folgen auf sich zu neh­men. Rach einer weiteren Mitteilung des Blattes soll in der. Angelegenheit der Benutzung der Eisen­bahnen in der englischen Besatzungszone zwischen der deutschen und der englischen Regierung ein' völliges Einverständnis erzielt worden sein.

Das franzöfische Schreckensregiment in Offenburg.

Offenburg, 30. März. Die Familien bet Osftnburger Polizeibeamten haben wm den §ra®»

rmvorsteigt, verdoppelt sich der Lärm. Ms er weitet wrectcn will, ruft ibm der Abg. Mayne zu: .Genna, Dnug!" Blum schlägt mit der Faust auf den Pult wtd schreit seinerseits:Ich habe genug davon', was bybernm eine große Lörmfzene bervorruft. Nur mit "übe kann der Kammerpräsident die Rübe wieder­herstellen. Als er aber erklärt, die Unterbrechung, die der Mißmut- Blums tzervorgerufen habe, sei berech­tigt gewesen, verläßt Blum unter heftigen Borwür- fcn gegen den Kammerpräsidenten die Rednertribüne Mtd versucht, mit sämtlichen Sozialisten und Kommu­nisten den Sitzungssaal zu verlassen.

Der Zwischenfall wirb dann aus der Welt ge­rafft und Blum fährt fort:Angesichts der Verluste, «e Frankreich wädrend deS Krieges erlitt, bestede die £*?tae Garantie, die Frankreich gegen einen deutschen Angriff finden könne, darin, daß man In Deutschland

Eindruck Hervorrufe, daß, wenn es einen Krieg ♦tobotiere. es aiff eigenem Gebiet zusammenbreche.

Es tommt dann noch zu einer GeschöstSordnungs- Ntatte.

®ari3, 30. März. DerTemps" schreibt »u der ^wtmerdebatte der vergangenen Nacht, taS Kab'nett «nno und feine Parte-gänaer verloren heute Nrck:

Illusion. Sie hätten eine unbestimmte Hosftt".ng Uchabt, daß die französische Kammer vor den Parlaments- ff}01 der Regelung in der Rubrftage einige Schwieri^- *®en bereiten würde. Solange nicht eine deutsche Abstierung sich entschließ, diese Grundsätze anzunehmen,

Frankreich und Belgien die Pfticht, so schnell wie «gllch die intensive Ausbeutung der beschlagnahmten Minder Vorzunehinen.

Nun hat Herr Poinearö wieder einmal in echt srin» zösischer Aufmachung seine angeblichen Pläne aus«in« andetgesetzt. Keine Anneftionen will er. Das arme Frankreich will nur wieder aufgebaut werben und bezahlt fein. Auch die deutsche Regierung will nichts anderes als bezahlen. Es ist erst kürzlich im englischen Parka- ment gesagt worden, daß sich ihre Pläne von den eng. fischen gar nicht wett entfernen und auch noch engfischer Ansicht das Höchstmaß der Leistungsfähigk.-it Deutsche lands darstellen. Man sollte also meinen, vaß die gante Streitfrage so schwer nicht zu schlichten märe. Wozu die Ealtsamen Störungen des Wiederaufbaus de- Welt, brr

stische Zerstörungswahnsinn wenn nicht noch Schlim­meres an der Rubr? v

MMMM int eilMtzn Utiierions.

Um dl« Erklärungen Dr. Rosenbergs.

---^^uitb lenkte die Aufmerksamkeit aus die Rede de- Retchsminlsters Rosenberg. Er ftagte, ob die in ckosenvergs Rede ausgedrückten Ansichteu der brlti- lcken Regierung vorgelegt worden feten. Wenn diese -Vorschläge von Deutschland gemacht worden seien und ®IÖItttuna fietftänben, so könnte man nicht nmbin. sich zu fragen, warum die Dinge ihren gegen- Verlauf nähmen, und welche Absichten und welche Forderungen Frantteich zwängen, die Rubr- ottupation fortzusetzen und sie zu erweitern.

«chapkanzler Baldwin erwiderte namens der «icgterung. Eine Vermittlung werde von beiden Par­teien erst im richtigen Augenblicke begrüßt, i^nre voreilige Intervention verlängere den Streit, iie Regierung boffe immer noch, daß die Zelt kom­men werde, wo durch Irgendeine Anregung oder In­tervention Englands man wenigstens einen Schritt wtoärts könne, um den Frieden näherzubringen. Aber die Regienmg sei fest überzeugt, daß ste bisher den für England allein möglichen Weg verfolgt habe.

Unterstaatssekretär McReill erklärte über die k f?e-;6c5 deutschen Außenministers, der Vorschlag, vaß ein Ausschuß von internationalen Wirtschaftlern den Reparationsbetrag festsetzen solle, sei tatsächlich derselbe Vorschlag, den Hughes einige Monate vor- Plr *n Amerika gemacht habe. Es sei aber eine sehr wichtige Einschränkung dem Vorschläge beigefügt, deim die deutsche Regierung tzabe ausdrücklich erklärt, daß die Vorbedingung für ein derartiges Vorgehen ?te vollständige Räumung des Ruhrgebiets durch die Franzosen sein müsse. Jedermann toiffe jedoch, daß yranfretd; nicht die leiseste Abstcht habe, eine vollstän­dige Räumung des Ruhrbezirks als Vorbedingung für die Erörterung der Reparattonsstage anzuneh­men, und daher sei in der Rede Rosenbergs In keiner Weise irgendein Fortschritt zu erblicken.

Das Wolsfbüro bemerkt zu der ErNärung Mc Retlls im englischen Unterhaus: Wenn der englische ttnterstaatssettetär Mc Nelll sich so wie gemeldet aus- gesprochen haben sollte, so ist ihm entgangen, was die netchsregierung bet ihrer Mitteilung an die ftemden Regierungen und Rcichsminister Dr. Rosenberg im Auswärtigen Ausschuß des Reichstages zum Vor­schlag des Staatssekretärs Hugves tatsächlich sagten. Bei beiden Gelegenheiten ist leine Bedingung gestellt soorden, sondern unter Hinweis auf die Wichtigkeit und Schwierigkeit des Räummtgsproblems die Frage aufgeworfen worden, wie Deutschland eine Sicherheit dafür geschaffen werden könne, daß die über bett Ver­trag von Versailles hinaus besetzten Gevtete geräumt «nd die vertragsmäßigen Zustände im Rheinlande wikderhergestellt werden.

London, 29.- Mär;. Einige Blätter tote »Daily Ehroutcle" und .Morning Post" kommen heute in ausstihrlichen Berichten auf die Erklärungen Dr. Ro- fcnbergS zurück. .Daily Ctzronicke' schreibt: D«e ErNärung Poincares, daß die Räumung von Esten nicht erwogen werden könne, außer als letzter Schritt, it-cn.n die gesamte Be;aülnng der Reparationen er W-gt fei, fei eine Politik, di" die Zer^öruno des Ver­sailler Vertrages und denen Ersetzung durch eine französische Annexion bedeute. Dem könne* Großbritannien niemals zustimmen. Der Widerstand Englands müsse fest fein und in nicht miß zuvor- st-heuder Weise bekräftigt werden. Wenn das gescheoe, werde man in Karis vielleicht ans positive Vorschläge töten, lvas man s.'doch dort niemals tun werde, so­lang« Reden wie dielen'.e« MeReills die Pariser in den Stand setzten, die Angeboten für eine Regelung kalt gegeniiberstehe, nickt ernstlich angefochten werden.

Die .Westminster Gazette' schreibt: Die ErNaruttg Rosrabergs stelle einen deutlichen Fortschritt gegen di« frühere« unbestimmten Angebote vor und muffe

Amlliches VerAndigungsblatt des Krelses Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhefsifche) OberhesiZ

Paris, 30. März. Wie derEclair" aus London meldet, soll Herr Etinnes in Mailand einen Vertrauensmann mit weitgehenden Voll­machten zurückgelassen haben. Man nimmt an, daß Deutschland mit Italien einen Sachlieferungsver- trag, ähnlich dem Vertrag mit 2ugoslawien,^»bzu- >chließen gedenke. »

Eer Snjetgenpre f betragt für de, 9gefp. Zeilenmillimeter 60.00 Ml. (Kleine Anzeige«

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Der Sozialist Blum erklärt, daß granftekfc Jcine Annektionsgedankeu habe wisse man, man werfe ihm >öer vor, daß es auf die Zerstückelung der deutschen, .......----....... ...

etitbeit abzielt. Man muß die Arttkel einer gewissen zu« Stunde nicht weiter vorgerückt: baacaen staben Wreffc desavouieren, die einmal von der Neutra!!- ne sämtliche Abteil»«»-» >>, frntng de« linken Rheinufers, dann Wieder von der-- , Um< ««etlungen der Automobil- und Schaffung eines Pufferstaates spricht. Man muß er- »ören, daß wir nur im Ruhrgebiet stehen, um die Reparationszahlungen dort zu erlangen. Blum wird der heftigsten Weise von dcn Abgeordneten der »echten und der Mitte unterbrochen, sodaß sein» Worte unverständlich werden. Da er sich nicht Gehör «erschaffen kann und deshalb zur Rednertribüne