Einzelbild herunterladen
 

gez. Ebert. Reichspräsident.

ZküüUrii ui greisnllit

(BortfeHitxe folgt.)

Ich glaub« sicher", fasste Denninghaus. „Ich

oie Schokolade der Anspruchsvollen!

he Zahlungsschwierigkeiten einiger (Setmb*-- und Metal'-- Heimat: Kroßhandelsfirmen, die auf die Börsen ungünstig einge- wirkt haben. Sogar in der Braunkohlenindustrie iver-1 ben Klagen laut über Absatzmangel. Die Frachten- nnd Tariferhöhungen und die Marko,sscrung fielen" die eng-, bschen und tschechoslowakischen Six?Men heule vieliach bil- ltzer als die in ihrer Heizkraft pertngtoctli’en, durch dü Transportkosten übermäßig verteuerten dents ben Braun­kohlen. Diesem Nebel kann allein durch eine Ermäßigung der Frachtkosten und der Kohlensteuer für Braunkohlen «(geholfen werden, gegen die sich fc : Ncichsverkehrsmiiu- ster und der Reichsfinanzminister noch immer wehren.

WMMiiA WotniHerMt.

Bon unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.

Der Druck, den Frankreich und Belgien ausüben, richtet sich sowohl gegen das besetzte Gebiet wie gegen das unbesetzte Deutschland. Die Deutschen an Rhein und Ruhr sind nach wie vor entschlossen, trotz aller Leiden

Str MMMrnt on dir MMS- 9olit?in?r.

Schleswig-Holsteiner! Am 24. März jährt sich zum 75. Male der Tag, an dem Söhne und Töchter Eurer meerumschlungenen Heimat die unauslösch­liche Sehnsucht aller Deutschen nach staatlicher Ein-

Herzog. als Geheimrat Reinhardt das Zimmer ver- lasien hatte „w i t weichen a u s?"

„Eure Hoheit spielten so gut, daß ich schon

I Schöffengericht. Erne ganje Anzahl Straf­sachen beschäftigte am Donnerstag da« Gericht. $ex

I Auftakt machte ein Mann, der in Stadt und Land für I sich milde Gaben sammelte. Sechs Worhen Hast und Ueberwrisung an die Landespolizei hielt das Gericht für I am Platze — Gastwirt und Gäste hatten sich wegen verbotenen Glücksspiels zu verantworten. Wegen nnge» | nügender Beweise mußte aus Freisprechung erkannt wer» ' I den. — Wie weit eS gekommen ist, zeigte der folgende Fall, I Zwei noch schulpflichtige Jungen hatten auf ergangen« I Anregung hin auf einem Friedhöfe alte eiserne Grad» I kreuze zertrümmert und diese verkauft Weil sie «och I nicht strafmündig waren, mutzte die Verhandlung gegen I die Knaben ausgesetzt werden. Der Läufer, der al« «w I stifter in Betracht kam, mutz jedo-v 6 Monate in« @e» I -ängniS. — Wegen lleHerforderung üPm Mahllohn ward« I ein Müller in eine Geldstrafe von lu OOO Mark genom- I men. — Bezüglich einer anderen Sache, bei der e« sich 1 um ein Geschwätz wegen der gesammelten Kartoffel» I fttr das Studentenheim handelte, kam ei« Einigung », I - lande. — Ein Einwohner aus einem Nachbarorte, der I mit seinen beiden Söhnen wegen Entwendung von Holß I unter Anklage stand, wurde zu 3 Monaten Gefängnis I und lOOOüu Mart und der ei« Sohn zu 3 Wochen Go- I fängnis und 30000 Mark Geldstrafe verurteilt. De, I »weite Sohn kam mit einem Verweis davon. — I» nac, I ang blichen DxebstahlSsache, es handelte sich um Kar» I totittn, erfolgte ein. Freispruch. — Ein junges Mädchen, I bas seiner Herrschaft allerhand Sachen genommen hatten I wurde zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt. Bei Zahlung von 1000 Mark tritt Strafauffchub ein. — Zum Schluß wurde ein schon vorbestrafter junger Mann, der antei allerhand falschen Vorspiegelungen Familienanschluß g» sucht und gefunden hatte, zu 1 Jahr Gefängnis Derurtedt

* Zeitersparnis bei Lösung eoe Fahrkarten. Die Reisenden brauchen sich bei der Rückfahrt am Echcklter nicht anzustellen, wenn sie bei der Lösung einer Fahrkarte für die Hinfahrt gleichzeitig eine solche für die Rückfahrt löse». Vorausfetzin innerhalb der

viertägigen Gültigkeitsdauer der Fahrkarten wie­der beendet wird.

I lraf ihn bei seiner Mutter. Wenn Eure Hoheit be» I fehlen, eile ich sofort in das Lazarett und über- I zeuge mich. Er tritt dann im letzten Augenblick an I meine Stelle — ich arrangiere das, wenn En« Ho« I heit gestatten."

I »Ich gebe Ihnen plein pouvoir", sagte der Her, sog. — „Kehren wir zu dem unterbrochenen Opfer, fest zurück."

„Wenn Hoheit mich beurlauben--die Zeit

drängt"--

„Sa so, die Arbeiter marschieren", sagte der Herzog. .^rücksichtslose Leute. — Sie lasten um nicht einmal die Zeit, zu speisen. Also Punkt drei Uhr, Denninghaus"

Der Herzog kehrte allein in das Eßzimmer um rück.

Denninghaus eilte in da» von der Herzogin zu Beginn de» Kriege» in der oberen Etage de» Hof« jagdamte« eingerichtete Militarlazarett und sucht« Benvenuto auf.

„Können Sie schweigen, Ben?' „Wie ein Toter, Herr Major.' „Haben Sie Zivil hier?" „Meine Mutter schickte es heute früh. »Können Eie ei« Atuo ebenso steuern wie Ihr

Flugzeug?" '

„Selbstverständlich!" _ "

Nr. 71

Sonnabend, 24. März 8wt|i«g 1923

bk bfcrffcS 25 Krt>net beteiligten, untetfh*» ’ * vielfach vom Webner gegebenen Anregungen, btt folgender «mschNetzung berbkbteten: Im I ” x 5" ®u5ffl&nntgen des NetcvstagSabge- mbneten „Hepp-Seelbach und des 2<mbtog5abcwortne. 2 forbcrt der lanbtotrtfdwftitdw

AuLschutz der Deutschen vottspartei Vie Beseitiguu« ^-./Esiten Reste der Zwangswirtschaft, inäbefonbet« Aufhebung bet Getreibeumkage. Willens dem Preisabbau mitzubelfen, erwartet der Aus- lamtz, daß bas Reich in der Festsetzung bet Eisen» bahn- und Posttarife mit gutm Beilptel vorangedr. Zur Erböhung der in ländischen landwirtschaftlbHe» Produfton und Bekämpfung bet dauernd wachsende» Rrebttnot forbett er eine Senkung bet geradezu un­erschwinglichen Düngemittelpreise und weiteren Aus­bau des ländlichen »rebtttoefen«. Mit großem Be­denken beobachtet er die neuesten Erscheinungen aus dem Gebiete des Steuerwesens, worin er eine schwer» Gefährdung der erstrebten Stabilisierung der «irt- schaftsverbältnifle ieststellt. Weiterhin sand aus Grün» eines kurzen einleitenden Berichtes de« ©eneralfefre- tärS P. Schindler-Frankfurt eine eingehende Aus­sprache Ober organisatorische Maßnahmen und agita­torische Etnstellunge« unserer Partei statt. Auch biet bewies die anschließende umfängliche Debatte die voll le Uebereinstiunnuug de« Ausschusses mit de» masgeblichen Instanzen der Partei.

Unter dieser Ueberschrift schreibt die „Franks. Ztg.“.

Eine große Zahl von KÄstenKestandte ten der Fertig- waren verteuert? sich fortlaufend toe.ter, da sie zuvor dem Anstieg der Valuten nicht gleichmäßig zu folgen im- liaiche gewesen waren. Am deutlichsten ttnti) das beim Vergleich der Lebenshaltungskosten und der Preiskurve des Dollars. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das ftühere Zurückbl-iben der Kleinhandelspreise hinter den Großhandekspreis-n und das jetzge Aufholen der greife s:t Kleinhandel auf ein den Groß Sandeispreisen entsprechendes Niveau. Somit sind auch die Lohnerhöhungen, die in Wirklichkeit nichts anderes als den Versuch des Fesihallens deS gleichen Reallohns bedeuten, noch nicht zum Stillstand gefönt men.

Marburg und Umgegend.

Marburg, 24. März (Lenzing).

*Kou firrnation. In der lutherischen Kirche wer» i>en am morgigen Palmsonntag von Herrn Supers uten» 'ent Happich 22 Knaben und von Herrn Pfarrer Fokken 29 Mädcheu aus Marburg und 13 Mädchen und 17 Kua- bei aus Lckershausen konfirmiert. In der Elisabethkirche starrer Metz) sind es 38 Mädchen und 38 Knabe» und in der reformierten Kirche (Pfarrer Mannet) 28 »naben und 23 Mädchen.

* Die Osterferien, die wichtigsten de» ganzen Jahres, haben heute begonnen. * Die Oirerzeugn's.e gebe» oft den Ausschlag dafür, was aus dem Kindlein werden soll Es ist jetzt schwer, sich für einen Beruf zu entschei- cen, denn heute gehts meist so, drei bis vier Jahre Lehrzeit und dann heißt es. was nun? Alle Berufe sind überfüll: und mancher jung,- Manu, der in feinem $ad) oon erwas leisten L.in, weiß nicht wohin. ES komnuv aber auch wieder die Zeiten, in denen diejenigen, die einen Beruf erlernt und sich Kenntnisse ungeeignet haben, mehr iur Geltung gelangen. Deshalb nutzt verzagen, wer etwas kann und Glück hat, kommt in jedem Berufe vor. wärts.

m *«. ^oguttg des Landwirtfchaflichen WahlkreisauSschufleS bet Deutschen VolkSpartet in frssen-N assau. Am 10. März 1923 trat ber landwirtschaftiütze Ausschuß ber Dcutscven Voiksvarlci im Wahlkreis Hesfen-Eassel zu einer Sitzung tn Gießen zusammen. Der erfteulieye Besuch aus allen Gebieten beS umfänglichen Wahl­kreises bewies zur Genüge das wachsende Jntcrefle, das sich auch tn greisen der Landwirtschaft für die Deutsche Bottsvartei geltend macht. Unter bet straf scn Leitung de« Landwirts Mink- WolfShausen

I wurde eine umfängliche Tagesordnung tn etwa vier-1 frünbtger Beratung erlebtgt Besonderes Augenmerk j fanden bte eingehenden und ausgezeichneten polttt-

r * ..... - , .. |

fürchtete. Eure Hoheit seien anderer Meinung ge-1 I worden", erwiderte Denninghaus. I

„Nein", sagte der Herzog. „Es bleibt, was wir I besprochen haben. Um drei Uhr zwei Auto». An der Hintertür des Palaisgartens. Das eine lenke I ich. das andere Cie. Die Chauffeure sind unzuver-1 [äiftß. Das erste, was sie tun, wenn wir em Ziel I finb, ist, eine Ansichtspostkarte an ihr letzte, Ver­hältnis zu schreiben. Hielte ich nur einen der I Äetls für zuverlässig, würde ich Eie hierlaßen, Den-1 ninghaus. Trotzdem ich weiß, daß ich Ihnen da-1 mit etwas zumute. Aber es wäre mit eine große I Beruhigung. Sie hier zu wißen."

»Ich glaube, Eurer Hoheit einen zuverlässigen I Chauffeur empfehlen zu können. „So zuverlässig I in {eher Hinsicht wie ich selbst. Mir scheint es bei-1 nabe Kraftvergeudung, wenn ich nichts zu tun habe, I als das zweite Auto dem Eurer Hoheit nachzu-1 steuern. i

Leutnant Zerbont hier?" fragte der Herzog.

,l ... - , , - —.....— »—» i »Seit vorgestern im Lazarett der Frcm Her-

,AIso, es bleibt dabei, Denninghaus", sagte der zogin". erwiderte Denninghaus.

»Und so wett wiederhergestellt, daß er ein Auto

steuern kann?"

Marsch, werden sie nichts respektieren — weder Leben noch Eigentum, weder Gesetz noch Recht, nicht Thron und Krone?"

»3ch bilde mit nicht ein, daß ste einen VergnL- gungsausflug hiethet machen. Abet ich kann sie wirklich nicht hindern, auch wenn ich mich an die Spitze meiner sechs Minister stelle", fasste der Her- övg. „Haben Cie Dank, Herr Geheimrat. Cie haben mich von neuem von Ihrer treuen Anhäng- । llchkeit an meine Person überzeugt. Beunruhigen Sie sich nicht — wir wißen ja noch nicht, was diese zwanzigtausend Arbeiter wollen. Es ist Sonnabend mittag — vielleicht doch nur ein Ausflug zum weckend1.“

„Hoheit", fugte der Geheimrat beschwörend — „ich wagte nicht. Eurer Hoheit mitzuteilen, was Kommerzienrat Birkenfeld mir über die Forderun­gen der Arbeiter telephonisch sagte . .

„Sprechen Sie ruhig", unterbrach der Herzog. • »Es sind ja die Forderungen der Arbeiter, nicht die Ihrigen oder die des Kommerzienrats."

nementspreise aber haben sich nur auf das etwa 2700. I sttzen nutz

wche zu erheben vermocht. Noch weit mehr-1« der partettsttzeu «et^gg^glX^ E sKÄ2e£ Dollar aber haben sich die Preise wichtigster'^" “— - - - 51- Mtworfttze»

Erzeugungsfaktoren der Zeitungen er­höbt. Das Papier steht auf dem 7800fachen, die Kohle

I lluf dem 12 000fachen deS Friedensstander und beide Rohstoffe haben durch die Valntensenkung keine Er­mäßigung erfahren. Andere Rohstoffe wie Farbe und

I Blei Jinb ebenfalls gewaltig im Preise gestiegen. Haben I alle diese Kosten der Zeitungsherstellung schon jetzt eine mmerorbenlliche Höhe erreicht, so fine demgegenüber die Personalansgaben der Zeitungen biSber verhältnismäßig

I zurückgeblieben. Zum Beispiel sind die Löhne der Seher erst ungefähr auf das 2000fach-, die tarifmätzigen Ge der Redatteure im Höchstfälle sogar nur auf daS .^OOsache gestiegen. Die bisher zurückgebliebenen per !^""Men Ausgaben der Zeitungen werden in Zukunft! weiter wachsen: zudem waren die meiüen Zeitungen nicht cmftande, in gleicher Weise wie ein Großteil der In- dustricbetriebe, Erhaltungskonten für ihren Werkbestand aufzusveichern, und nun treten große Anforderungen an Mafchmenersatz und Reparaturen plötzlich auf und ver- iang.-n nach Deckung. Wmn daS Publikum, das bei vielen | Äeg.nstSnden Preiserhöhungen leichter hinzunehmeu pflegt als bei dem Abonnementspreis, sich diese Verhältnisse durchdenkt, wird eS verftehen, daß für bte nächste Zu- kunst eine Verbilligung der Zeitungsvreise nicht zu er- warten ist. Ein objektiv urteilendes Publikum wird auch versieh?», daß die bisher retardierte Angleichung der ^ntungZpre.sc an, das Gesamtniveau sich nun trotz der gegenwärtigen Stab.-ifieruM des äußeren Markwertes in ™ weiteren Ausschwingen der Zeitungspreise äußern

Zweites Blatt-sh

„Wer ist dieser seltene Mensch?" fragte der - .Herzog.

„Sofortigen Friedensschluß, die Abdankung „Leutnant Zerboni", sagte Denninghau».

^?rer Hoheit!" stieß der Geheimrat hervor. Der Herzog kannte ihn von Kindesbeinen an, „«eine SJhnute tst zu verlieren! Eure Hoheit dür- wie ihn fast jedermann in der Residenz kannte, zu- ren «^^^bleiben! . erst nur al» den Cohn der Frau Zerboni und des

„Ich denke, ich mutz, lieber Geheimrat", sagte Barons Denniiqhaus. der als Kind durch seine der Herzog. „Frieden kann ich nicht machen, aber Schönheit jedem auf der Ctraße auffiel, dann als wenn zwangtgtausend Arbeiter meine Abdankung Jüngling häufig neben seiner Mutter in der fordern, muß ich mich doch entschließen, ihnen Ja Künstlerloge gefehlt, schließlich als Fliegerleutnant oüet Rem zu sagen. Das kann tch nur persönlich plötzlich eine Berühmtheit über die Residenz hin- - das kann tch den Herren Ministern nicht über- aus wurde, al» der Heeresbericht ihn als Sieger in laßen. Nochmals meinen Dank, Herr Gebeimrat." zwölf, in achtzehn, in vierundzwanzig Luftkämpfen T,n^StOt einen Blick auf nannte. Als feine Verwundung gemeldet wurde,

-v-ennmghaus der ihn anflehte, im zu Hilfe zu kom- uxtten viele Tränen um ihn gefloßen men. Aber Denninghaus bemerfte ihn nicht.

Da verbeugte sich der Geheimrat tief und ging.

«usznharren. Natürllch kostet dieser Widerstaich niebt I • . • - —>——-------

mir der Wirtschaft der betroffenen Gebiete, sondern auch I ^ett in Baterlandsliebe öffentlich mit Wort dem Reich und der Gesamtwirtschaft ungeheure Opfer. un^ bekannten und damit den entscheidenden Die Kosten müssen in der Hauptsache durch Inansvruch! Anstoß zum Erwachen des deutschen Volkswillens nawne der Notrnpreffe aufgebracht werden Der Noten- in allen seinen Stämmen gegeben haben. Im Geiste umlauf hot die vierte Billion bereits überschritten, und wahrer Frerheitsliebe erhoben sich Eure Väter zur !,3 Billionen Mark freute M i!!Kr verfassungsmäßigen Rechte und

leitung besonders auch der Buftcchterhattiiug d-S Wir - ,n ,fcer und Breite de» vielfach

schastslebeus im unbesetzten Deutschland W coer einmal schlummernden deutschen Volksbewußtscins den besteht die Gefahr, daß zwar dft Front selbst fest bleibt, unzerbrechlichen Willen zur freien Selbstbeftim- daß aber in der Heimat sich Risse nnd Sprünge zeigen, I niung Deutschlands nach innen und außen. Eure ,7, die Widerstandsfähigkeit der Ge- Väter, deren Namen in Ehren in Deutschland

samthert g-siahrdet werden könnte. weiterleben sollen, haben als die ersten Zeugen

Angesichts der Gefahren, in die unsere Industrie d-irch d-,it,cher Einheit Gut und Blut für Einigkeit, Me Markftabilisierung geraten ist, muß die Reichsregie-1 Recl)t und Freiheit des Vaterlandes eingesetzt

war, so nötig ist es, daß das Reich jetzt hei der Uebec- ^«den Entwccklungsiahrcn des jungen Reiches find tar-hung der durch die Markbeftsttgung hervoeae- Gemeingut des deutschen Volkes geworden. Eie rrftnen wtt:sch^,...chen Schwierigkeiten mithilft, auch sollen unsere Kraft sein auch in diesen Jahren des wenn dabei die Finanzen des Reiches hart in Mit leiden- Leidens unter unrechtmäßiger Gewalt. Ihr aber kchast gezogen werden Für die Tatfach«, daß die Lage die Ihr int Kamps um Euer Recht und Euer Volks-' wiferer Jnduftrie und tettweise auch unsres Handels recht tum durch ein Jahrtausend erprobt seid werdet — bedenklich g worden ist, beharr es kaum mehr ftsonderer I davon ist die Reoierunn iifioi-. I »7oeise. Di- ausländische Konkurrenz macht sich bte f»X^ “ °uch de«

Schwierigkeiten zunutze, indem sie durch Verbreitung fai- Len en Umtrieben, bie in diesen 4_agen der deut­scher Stachrichten, nach denen die Ausfuhrtätigkeil gro- " "l0 , tn ^urer Heimat auftfeten. gegenüber in I ßcr deutscher Jndustrieen überhaupt beretts unterbunden ulter Treue standhaften. Wie unsere Brüder an I tbn in Frage gestellt ist, den deutschen Erpott lahm-1 und Ruhr, werdet auch Ihr feststehen für I

fu<$£. nnd auch sonst das deutsche Geschäft <,«, Recht und ^reibeit, gestützt auf die großen vefchicbt- «ilen Weltmättten zu stören bemüht ist. Dazu kommen Heben Ueberlieserungen und Erinnerunaeu Eurer bi€ ÄOhinlKI§ftbtnLPnih*- *titk I Oy ff #r- ® I

- ...... • Allen Gewalten zum Trotz sich erhalten

rufet den Geist der Väter herbei!

Berlin, 23. März.

Gewiß würde durch diese Steuerermäßigungen die Rinänzlage des Reiches noch weiter verschlechtert wer­den Wir würden noch viel mehr als bisher auf die Rotenprrsse ang.'wesen sein, aber ist es, auch vom finan­ziellen und fiskalischen Standpunkt aus,/richtiger und r 'Lcitiichvger, wenn wir, um nur nicht weniger Stenern -rnzi,nehmen, statt dculsck^r Braunkohlen ausländische Steinkohlen verbrauchen, die wir mit Devisen bezahlen müssen und dann noch die Erwerbslosenunterstützungen ► Mr die durch diese engherzige SteuerpoMk arbeitslos geirordenm deutschen Arbeiter Einbringen müssen? Das e Jnteresfe der Aufrechterhaltung unserer Produktion und der Weiterbeschüft gung unserer Arbeiter verlangt eine Herabsetzung sowohl der Gütertarife wie der Kohten- steucr Finanzielle Rücksichten bürten erst in zweiter Linie kommen. Gewinnen wir den wirtschaftlichen Existenz­kampf, dessen Front an der Ruhr steht, so ist dieser Erjv.g durch keine finanziellen Opfer zu teuer erkauft.

(Nachdruck verboten.)

Ler Herzog und sein Flugel- Ädjutnnt.

Roman von Paul v. Szezepanski.

11. Fortsetzung.

„Ma; gibt es?" fragte der Herzog, ais Den-1 E eingbau» die Tür hinter fich geschloßen hatte.

„Kommerzienrat Birkenfeld aus Nsukirch tele­phonierte mir. Die Arbeiter sammeln fich. Eie find plötzlich bewafftiet! Matrosen und Feldgraue fiad heute morgen aus Kiel und Berlin eingetrof­fen! Sie scheinen Vie Führung zu Übernehmen. Das Rathaus in Nevkirch ist von ihnen besetzt! Rote Flaggen auf dem Rathaus! Rote Lappen wehen aus jeder Arbeiter Wohnung. Kein Zweifel, daß zwanzigtaufend 21rbel:et auf dem Wege hierher find! Der Kommerzienrat hörte mitten im Satz ? auf zu sprechen. Der Draht scheint unterbrochen zu fein Ich versuchte vergebens, von neuem Anschluß Pt erhalten."

„Hm", machte der Herzog.

* „Wa? gedenken Eure Hoheit zu tun?“ drängte l der Geheimrat. „Wollen Eure Hoheit einen Mi- Nisterrat einberufen?“

Herzog Friedrich lächelte.

„Dis die Minister hier find1, find auch die Ar-1 Leiter aus Neukirch hier. Daß die Arbeiter kom­men, ist ficher. Ob die Minister kommen, ist un- ficher. Angenommen, fie kämen wirklich — was I vermögen ein halbes Dutzend Minister gegen zwan-1 zigtausend Arbeiter? Außerdem nehme ich an, daß Meine Minister ebenso unterrichtet sind wie ich. Wenn sie Rat wüßten, brauchte ich sie nicht zu i einem Rat einzuberufen.“ . I

F „Aber Eure Hoheit find in äußerster Gefahr!" Sebeimrctt Reinhardt rang die Hände. „Eure Ho­heit kennen biefe Leute nicht? Einmal auf dem

Ein Fertgprodukt, das in schwerstem Maste unter der Ungunst nachhinkender Preisbildung url> verringer­ten Absatzes gelitten hat, ist die Zeitung «18 her Dollar im März vorigen Jahres 55mal soviel inert wa> wie im Frieden, kostete das Abonnement einer Zeitung nur etwa das Siebenfache des Friedenspreises, freute fteht der Dollar etwa auf dem ülOOsachen, die Abon-

fl——i —1 — IMLl—HH—miii_____I