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Schluß der Zeichnung
Sonnabend, den 21 März 1923
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Grund für diesen Mr- mesopotamischen Frage
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btndung. Offiziell wird als ntsterral die Besprechung der angegeben.
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Aeuhern teilt mtt, datz demnächst ein schwedischer Be- voLmüchtigrer nach dem belebten Ruhrgebiet entsandt werden 'oll. der mit der Wahrnehmung der schwedischen Geschäftsinteressen beauftragt werden soll.
Paris, 22. März. In Düffeldors wird der japanische Vizeadmiral Abo, der stellvertretende Cbes des jarattikwen Admiralstabrs, zum Besuch deS Ruhrgebiets erwartet
ntbettj* oertra» stell»»» tztvS
Ito, sitz«, Sieg-
Lord Halda»« erklärte, die Lage der Berteidi* - Eung England« sei mißlich- 6« tote 4« feto großes Unglück, wenn die Beziehungen England« za Frankreich schlechter würden. Die britische Flotte M immer noch die mächtigste Flotte. Die Frage der Lee- teidigung gegen Luftangriffe auf Loudon ndß* eingehender Aufmerksamkeit gewidmet werde». Er gleich» nicht, datz Frankreich zum Kriege mit England n-eroe, — Lord Grey führte auS: Seit dem vafsenstillstead seien die Dinge immer unsicherer geworden. Sa» bto Luft'treitkräfte beträfe, so befände man sich am Rand« eines neuen Rüstungswettstreit«. Die Her» absetzung könne M Wege gebracht werden, indem btt 8« fr kerbu nd umfassender, wirksamer und stärker gemacht werde. Die Rüstungen würde» Kriege nicht verhtntnrnr sie würden im Gegenteil zu künftigen Kriegen führeu Dio» s.S Jahr, das so viel Besorgnis verursachte, sei für de» Kominnt ein sehr kritisches. — Lord Salisbury «t» klärte, B rkenhcad habe Frankreich gegenüber eine Sprache g führt, die er mißbillige. Aber in der Hauptfrage bestehe zw scheu ihm und Birkentxad wenig Meinung«» Verschiedenheit Er ersuche das Oberhaus und das Land, der Regierung zu vertraue«. Es weid- ifrue Zett verloren werden. — Lord Curzon führte aus, er sei sicher, daß Birkenhead keinerlei feind silige GesDhle gegeu Frank. reich gehegt habe. Wenn es zu einem Kriege käme, f» würde es nicht möglich fein, innerhalb angemessener Zeit unter neuen Beb ngungen eine Flotte zu organisieren; und wenn eine Berm.nderung der Flotte stattfinden sollte^ so müßte ein anderes Mutet der Verteidigung gesunde» werden.
Was hier gegen die ftanzösischen Luststreitkrästr gesagt wird, ist alg.s.hen von den sachlichen Unterschieden, gena» dasselbe was vor dem Är.ege gegen unsere Flotte gesagt wurde, genau so im Ton wie in der ganzen Ausmachung,
Marburg grtilai, kn 23. RSrz Lemztog
nur wirtschaftlich, sondern auch politisch vernichtet werden. Das geschehe unter dem Titel der Sicherheit Frankreich» Deutschranft feetürfe eher Mch-rheft mehr als Frank» reich, das Land der grössten Landormee und der grössten Luftflotte. Der französische Einbruch ist völlig rechts» widrig erfolgt. Jede Diskussion Über die Beilegung des gegenwärtigen Konfliktes mutz daher von der tur- t «haltlosen Räumung des Einbruchsgebiets ausgehen. Darum kann ich in dem Brüsseler Kvmmuniaue nicht irgendwie eine» Fortschritt erblicken und wie Frankreich sich von dem Gedanken der Annektion abgewendet hat Wir haben vielmehr Auslegungen der nicht näher bela .inten Brüsseler Vorschläge gehört, die eine völlige Um» tecrfung des Versailler Vertrages bedeuten. Solchen Plänen gegenüber gebe es nur ein unbeugsames Nein. Daran vermag das Gesumme von den angeblichen deutschen Vermittelungsbitten und Verhandlungsfühlern nicht» ändern. Kein Wort ist wahr öatan. Die Reichsregie- rang hat niemand um Vermittelung geoeten, dagegen manche Mhler empfangen. Wir sind allen nachgegangea, aber immer waren die Vermittler schlecht lewtimiert oder die Vorschläge, ein Attentat auf Ehre und Ber» nun§t. Einigkeit fei die Waffe gegenüber alle» Btt- suchen, nnS zu zerspalten. d.echt sei unsere Waffe gegen die Gewalt, Freiheit unser Ziel. Der Kanzte brachte ein Hoch auf Bayern und Deutschland aus.
M ü n ch e n, 22 März. Bei dem Empfang im Landtag hielt Reichskanzler Cuno nach einer Begrüßungsrede des Landtagspräsidenten eine Ansprache, in der es u. a. heißt:
' Wenn jemals in einer Zeit bei einem Volk, das Boll selbst der Träger der Geschichte deS Landes war, so ist das heute der Fall. Wie der Widerstand an der Ruhr her- nusgewachsen ist aus der innersten Sache bei Volkes, so ist der Träger dieses Kampfes das ganze deutsche Boll im besetzten unt> unbesetzten Gebiet Ke.ne Sie.vrang kann diesen Abwehrkamps gewinnen, wenn sie nicht die Volks- Vertretung einbaut in einen Organismus ynü sich dann: mittelbar auf das ganze Volk stützen kann. Was in unseren Kräften steht, wird geschehen, die Leiden des Voltes im besetzten Gebiet zu Mildem und auch im nicht- besetzten Gebiet die wirtschaftlichen Verhältnisse zu erleichtern und günstiger zu gestalte». Niemat« aber können wir das um den Preis tun, wenn wir nicht den Brüdern untreu werden wollen, niemals um den Preis der Unterwerfung unter den Willen des Feindes. Bon der Einstellung unsere« Volkes auf btt großen Außen- ziele unserer Politik, davon hängt das Schicksal Deutschlands ab.
Lord d'Abernoon» Londoner Reise.
Paris, 22. März. Wie dem .Figaro" au» don gemeldet wird, legt man dort dem Besuch d'Abornoons, dem gleich nach seiner Ankunft Unterredung mit Bonar Law hatte und der gestern vormittag lange im Autzenministenum
hielt große poliftsche Bedeutung Bet Man bringt Anwesenbett Lord v'Abernoons mtt dem gesttigen plövlicven Zusammentritt eines MinisterralS in Ver-
Stockbolm, 22. Star.
feiern um ganz andere Ziele, die noch weit über den Per- Miüer Vertrag hinausgehen. Mit einem Frankreich, Elches Ruhe und Wiederaufbau wolle, werden wir uni- ^rständigen können, mit einem Frankreich, das Rache Ruin wolle, nicht. Einmütig lehnen die Gebiete
*n Rhein eine Trennung ab. Wir wollen unseren Staat galten. Vis zur Grenze der Möglichkeit zu gehen sei
Englische Proteste gegen französische ÄentteS* Massnahmen.
Wie die „Voss. Zig." aus Düsseldorf berichtet, ist es zwischen den Engländern und Franzqen noch |r keiner Vereinbarung über den Verkehr im besetzten Gebiet gekommen. Durch die Abschnürung des Ruhr» gebiete und durch tue Zollgrenze von Basel hi» We- sel ist die Einfuhr von Waren in die englische Zona ohne Zahlung von Zoll unmöglich geworden. Die Ausfuhr nach England wurde dadurch mit be» hohen Zoll von 10 Prozent belegt. Die England« haben mehrfach dagegen protestiert und verlange» jetzt, daß eine von französischen Kontrollposten frei« Ei' enbahnverbindung Köln—London geschaffen wir^.
England erklärt die deutschen Leistungen für »■» reichend.
London, 23. März. Bonar Law erklärte Im llnterhause auf Anfrage, datz bisher dem britische» Delegierte« aus der ^vorstehenden Sitzung de» Völkrbundsrates noch keinerlei Anweisungen be- züglich der Ruhrfrage erteilt worden seien. Oberst Walter Euinnes, der Unterstaatssekretär be» Krieges, erklärte, der britische Vertreter in der Interalliierten Militärkontrollkommisfion fei de. friedigt, datz die nach dem Friedensvertrag vorgeschlagenen Streichungen im deutschen Heere an Mannschaften und Material so durchgeführt worden find, daß sie eine wirksame Abrüstung bedeuten.
bourel, ber ebne Pakvisum in Marienburg in West- prenken angetroffen wurde, wurde gestern der Redakteur der .Koblenzer Scttunff*, Mermann, verdaftet. Aelmliche Matznahmen würden jedeSmal ergriffen werden, wenn ein französischer Journalist der Berfol« aung deutscher Behörden ausgesetzt sei.
Da» deutsche Angebot in Part» ist nunmehr, merkwürdigerweise von der amertkam- icken Preffe veröffentlicht worden. Ein besonders rühmliches Zeugnis für die Tätigkett unserer Presse- stellte ist diese Tatsache freilich nicht. Im großen und ganzen sind unsere Leser über dieses Angebot unterrichtet: Es wurden dreißig Milliarden Goldmark geboten gegen die drei internationale Anleihen aufgebracht werden tollen. Frankreich soll sofort durch eine Sluleibe von zwanzig Milliarden in den Besitz großer Barlummen kommen. Tie deutsche Industrie und die deutschen Banken wollten die notwendigen Garantien sicherstellen.
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Pari» 22. MSrz. Wie der .Tempi- mttteUt, ivird eine Gruppe sozialtsttscher Abgeordneter, unter tbnen BIncent Stund, morgen in der Kammer eine Resolution einbrtngen, die das Haus auf fordert, nicht in die Ferien zu gehen, bevor eine Debatte übet die ffrebiftiortotfe ber Regternng Mr da« Ruhrgebiet stattgesunden hat. Die Vorlage liegt, tote gemeldet, ber FimttkZwmmiWvn Mr, die Mr der Berichterstattung die Regieruilg zu hören wünscht und Poincare einen Fragebogen zugestellt hat.
Paris, 22. Marz. Der Vorstand der radikalen scziallstffchen Partei hat gestern auf Vorschlag des Abg. Herriot beschloffen, für den von der Rrgierung geforderten Kredit von 180 Millionen Franken für die Ruhrbesetzung zu stimmen.
Pari-, 22. März. Der Vorsitzende des Kammer- ausschuffeS für Finanzen hat gestern brieflich bet Poincare angefragt, wann er dem Ausschuß für gewünschte Auskunft toer die für das »ubrnnterne»- tuen verlangten Kredite geben könne. Zu diesem Zweck Hal der Ausschuß einen Fragebogen übersandt.
Paris, 22. Mär,. Hava» erfährt zu der Mel- Dung der .Daily Mail' von einem Zusammentreffen deS StaatSlekretärs a. D. Bergmann mtt dem Bankier Leopold Duboisin in der Schwei«, in Pari» habe man von dieser Zusammenkunft keine KemttnU und halte sie für unwahrscheinlich. Auf alle Fälle bleibe die französische Regierung bet ihrer bisherigen Haltung. Sie werde von Deutschianv nur offizielle und direkte Vorschläge ohne die Mitwirkung eine« Vermittlers entgegennehmen.
PomcaröS « Heime Absicht.
- Paris, 22. März. Die »Hnmanilä' veröftrnp- lichi einen Brief deS Herrn Le Provost de Lannav, einer der Freunde TardieuS. Provost bezeichnet die Ruhrartion alS Fiasko, spricht von Eifersüchtelei der Führer, daß er eine Empörung der deutschen Arbeiter gegen die ftanzösischen Truppen befürchtet und daß ■er eine ernste Enttvickelung für die Zukunft für möglich hält. Um dieser Entwickelung vorzubeugen, stellt Provost zwei Forderungen auf: 1. Verstärkung der Besatzung«truppen und 2. Louchenr al» Gouverneur.
Die .Hummtite" bringt noch ein Postskriptum. ES ist politischer «latsch. PotttcarS wird sich aber dazu äussern müssen. Provost teilt dem Ministerpräsidenten Hn kleines Erlebnis mtt: .In dem v»Zug naM Düsseldorf stellte stch mir ein Reisender vor. Der Herr war ein Journalist, der Im Auftrag von drei groben Zeitungen nach Mokkan ging. Wte mir der Herr erzählte, sei er vor seiner Abreise vom Ministerpräll- deuten empfangen worden. Dieser Journalist war aber ein merkwürdiger Sendbote. Er sprach ganz offen von Ihrer Absicht, die Kammer anfznlösen und Neuwahlen auszufchr-tben.
Da nicht angenommen werden kann, datz der Brief erttg ist, wird diese JndtSftetto« wohl noch wettere Folgen haben.
Repressalie».
Paris, 22. März. .Echo de Paris' berichtet au« Mainz: Al» Repressalie für die Verhaftung de«
to £«« in tt» Mefbi Seilet«.
Par 1», 22. März Nach einer Havasmekdung aus Düsseldorf hat Dort gestern eine Besprechung zwi» Üben General Degoutte, dem französischen Oberkom- mandterenden in den Rheinlanden, Tirard, mW dem belgischen Oberkommiffar Rolland-Tavauenhn übet da» Zusammenarbeiten ber französischen Behörden im Ruhrgebiet und den Oberkommiffar en in den Rveiw landen stattgestmden. «an Zeit zu Zett sollen toefr tete derarttge Konferenzen abgehalten werden.
Bochum, 22. März. Der wmmaudierende General in Essen hat eine Perordnung erlasse«, wonach die Steuern für Seine, Schaumweine, Zigarren, Zigaretten und Tabak an die interalliierten Mächte abgeführt werden müssen.
Bochum, 22. März. Der kommandierende bet» gische General Borremans in Sterfrabe hat beut Regierungspräsidenten in Düsseldorf auf fein Brotest» «ebretben tn der Angelegenheit der Erfchietznn, De» DchuhmachermeMer« Stockdorft und ber Verletzung eines SrratzenbahnerS in Essen-Sintrop durch de» bergischen Korporal Brauch und den belgischen Soldaten Fisher mitgeieilt, daß die Belgier tn Notwehr sich befunden hätten. DaS Verfahren «egen sie fei deshalb eingestellt worden.
Mannheim, 22. März. Dem Vernehmen nach ist die gestern abend neuerlich verhängte nächtliche Sperre der Rheinbrücke (die -eine Unterbindung des Verkehrs mit Ludwigs- kafen selbst bedeutet) eine Mahn ahme, die von Straßburg an stromaufwärts allenthalben verfügt st und offenbar den Zweck hat, die Zollüberwachung während der Nachtzeit zu erleichtern. <Ei st mit einer längeren Dauer dieser schweren Verkehrshemmung zu rechne«.
Dortmund, 22. März. Lestern abend gegen Uhr wurde in Dortmund-Dorstfeld tum ben
totes Furcht osr Frssktetchs LMotte.
Am 21. Mär, sand auch im Oberbaus wie bereits im Unterhaus eink Debatte über die Luftstvcitkrästr statt. Low Birkenhead erklärte daS Luftproblem für fca8 wichftgite, auch tm Zusammenhang mit dm internatio- itateH Frvg-en, besonders ber Reparationen. De B-- iiffningen Englands zu Frankreich feien nicht bester geworden. Frankreich sei allein ins Ruhrgebiet geganorn. D«S britische Heer sehe sich io Köln in einer äusserst schwierigen Lage. D.'r gesamte Handel britischer Kauf- ieute mtt D utschland sei unterbrochen und jeder Art von Belästigungen ausgesetzt. Es gebe keinen vernünfr ‘igen Engländer ober Franzosen, der sich nicht über eine riesige und dauernde Katastrophe für den Kontinent im klaren sei, wenn eS sich als unmöglich Herausstellen sollte die Harmonie, t« bestanden habe, wieder herznstellen.. Es bestehe jedoch die Gefahr gegenüber dem eigenen Bolt. Vie brr Staatssekretär für Luftfahrt mi! teilte, habe GroMntamnra 371 Flugzeuge, Frankreich 1260. Im Jahre 1925 würden, wen» die auoenblicklichen Programme beibehalten würden, Großbritannien 675 und Frankreich 2180 Flugzeug« hohn. Lord Birkenhead gab dann einen lleberblick Über die Berieflung ber britischen und ftanzösischen Lustftäfte in bet Heimat und andere» Weltteile». Großbritannien könne ntit einer illnterlegenhett in der Luft während der nächsten dreh vier oder fünf Iah« nicht mechr zufrieden sein, als es mit einer Unterlegenbett zur See vor be« Jabre 1914 hätte eufrieben sein können. Ein geringerer als bet Einmächtestandard bitte feine Sicherheit.
Der Unterstaatssekoetär berichtigte die Zahlen etwa». Im Jahre 1925 wurde die Zahl ber britischen Flug zeuge 575 betragen gegen 2180 französische, unter der Voraussetzung, daß feine Aenderangen des Programms eintreten, dar noch von der französischen Lämmer und vom Senat angenommen werden müsse. Vom Stand- punft der nationalen Sicherheit wäre ein weiterer wichtiger Punkt die Ausrechterhaltmis und Förderung de» Lust- ftchchfensteS in England, damft in jedem Falle eine be- deutende Vermehrung der für bat Militärdienst erforderlichen Flugzeuge stattfinden könne. Wenn England feine Luftstreitkräfte ans einem Wnmächte-Staudatd erhöhen würde, so würd' e« unverzüglich eine Gesamtausgabe von 23 Millionen Pfund jährüch decken mfifiea. Falls daS volle französische Programm zur Ausführung gebracht werde, werde tiefe Summe auf jährlich insgesamt 35 Millionen Pfund erhöht werden.
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timft bet* 6tt ltechaftssi. an» Semrtti*» be* »agtbott 36 SL, bei «ebeeteebeee | 1«6«
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Amlliches VerÄndigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessei
KAtl ^anen. Bis zur tsrenze der MSgl-chkeit zu gehen )n 1***^ Auikchland immer bereit. Wir mästen aber ablehnen °"bt0Ü Forderung n, die über unsere Kraft geben. D-rmit 23, U- ^ürde ua-s tuiraet eüt Strick um. den. Hal» geworfen und H-evefchzanß könnte uartz Btüeäex bei Gegners mcht
^it ^berbefftidie Zeitung etiätinl iedismal wöchentlich. — Bezug-viei, monatli* 3000 Mk. mit Zuftelluugsgebühr. Für ausmütebe »titmmetx infolge Streits ooer /y elementarer Eretgniii« kein (itia*. — Vertag von Dr. L.Hi,er»tb. — Druck der U«i»^Sud)brurftttt »o«3ob. Äug. Koch. Martt 2122. — .terniptecher 56, Soft« Ude«««»»: St. 3M5 Burt ffronkwu a. Kato.
J« Sfitstonj'H in RüW.
München, 22 März. Der Reichskanzler ist Heute vormittag tn München eingetroffen. Zn Mner Begleitung befanden sich u. a. die Reichs- Minister Eetzler und Stingl, Staatssekretär Ik. H a m m, der bayerische Gesandte in Berlin N. Preger und der württembergische Gesandte »Hildenbrand. Zum Empfang waren u. a. «schienen: Präsident v. Knilling, der Minister des Zpnern Schweyer, der Präsident des Landtags, Lönigsbaur, der Regierungspräsident von Ober- »wern Dr. Kahr, der Polizeipräsident und die bei- dm Bürgermeister der Stadt München, Auf dem Lahnhof und auf dem Wege zum Hotel Conttnen- wo der Kanzler abgestiegen ist, wurde er von cker zahlreichen Menschenmenge lebhaft begrüßt.
M ü n ch e n, 22. März: Um y2ll Uhr fuhr der Leichskanzler in Begleitung des Minifterpräsi- hrnten Knilling nach dem Staatsmiutsterium des Seutzenr. Dort begrüßte der Chef der bayerischen etaotsregtoriMg dmr Rerch^anzler offiziell mit Kochen Worten. Der Reichskanzler dantte in «met längeren Rede, in der er zum Ausdruck brachte, fein Besuch in München sei ihm nicht
Lne leere Formsache, sondern ein Her- k«nsbedürfnis. Der Reichskanzler sprach die Me Ueberzeugung aus, daß die Reichsregierung «d die bayerische Regierung in der gegenwärtigen Zweien Not die gleichen Ziele verfol- jse n und sich gegenseitig vertrauensvoll die Hände ttichen werden Mit besonderem Nachdruck betonte «, daß an der ruhigen und besonnenen Politik des k passiven Widerstandes unter allen Umständen fest- gehalten werd«. An dem offiziellen Empfang nahmen die Neichsminister Eeßlet und Stingl, Staatssekretär Hamm und sämtliche bayorischcw Staats- Minister teil. Anschließend hieran fand eine Fahrt Mm Landtagsgebäude statt, wo am Portal der Sandtagspräsident K ö n i g s b a u r mit herzlichem Händedruck den obersten Reichsbeamten willkommen hieß. Die offizielle Begrüßung durch den Präsi- j i beuten erfolgte im roten Zimmer des Landtogs- gebäud«. Auch hier nahm der Reichskanzler Gelegenheit, in kttrzen Worten für den (Empfang und
Begrüßung tn München herzlich zu danken.
M ü n-che n, 22. März. Nach der Begrüßungs- Mer im Landtags stattete der Reichskanzler dem päpstlichen Nuntius Monsignore Pacelli «inen Besuch ab. Um 12 Uhr mittags gab die €tßl>t München dem Kanter einen Empfang im Auhaus, wobei BürFermeister Schmid den Kanzler begrüßte. Der Nerchskanzter dankte mit einer Rebe, in der er die Bedeutung München« als Kunststadt hervsrhob und die Worte des Bürgermeisters unterstrich, daß das DreigefÜrn Reich, . 8mb und Gemeinden es sei, welches das Volk zu- dmmcnfaffe.
Beim Empfang im alten RathauSfaal hielt ReiLs- nzler C u wo eine Rede, in der er hervor hob, jetzt sei Een Deutschen gemeinsam die Frage um Leben und Tod «Ration Not wollen wir ertragen, wenn nut babmter teeber einmal die Freiheit kommt. Bisweilen schien es, As vergäßen wir über den Streit um den Weg schon das Ziel. Dem haben die Franzosen ein Enoe gc- Aacht. Weite deutsche Landesteile flehen seit 31/. Jahren toter einem harten Druck einer schmachvollen Behandlung, die ein ehrliebendes Volk bis auf8 Blut auäll. Tic Schwächung und Bindung des Deutschen Reiches iw Lrrsailler Vertrag M Frankreich nicht genügt. Es will Deutschland zerschlagen, seinen Fuss auf den Nacken b s tzanzci; deutschen Volkes fetzen. Nicht handelt es sich um Onprovisierte Abenteuer, sondern um ein langbeabflch- ; Sgte? Untfrntbmen von weltgeschichtlicher Bedeutung.
Reichskanzler erinnerte an das Telegramm Iswolskis bom 30. 12. 1914 an Sasonow, w«m eS heißt, Frauk- ' «ich habe ein Kricgsziol. die politischen und ökonomischen drafte Deutschlands zu Vernichten. Die inzwischen Der- Wentlichten russischen Depeschen beweisen unanfechtbar, ^ass alM, was von Franfteich über daS deutsche Ber- Wüten bei-der Vorbereitung und Entstehung des Welt- kttegcs gesagt wurde, erfunden oder tendenziös entstellt ist. Frankreich kann das Wirtschaftsleben jener Gebiete aus tss schwerste stören und lähmen. Es kann mit Gewehr- ! fclfcen das feine Spinnwerk von Hochöfen und Zechen, Eisenbahnen und Kanäle zertrümmern und töten, aber eS Dan nicht Segen schaffen, wo der lebendige Wille deutscher | Arbeit versagt. Wenn die deutsche Regierung heute bicht zum Verhandlungstisch »ngelassen würde, s» trete tomer klarer hervor, dass es sich für Frankreich nicht um ftt Frage der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit handelt.
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