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Paris, 15. März. In der morgigen Sitzung der Reparationskommtsston wird Bittet anderem auch über die deutsche Goldanleihe verhandelt werden.
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Parteiführern stand, wie der „Lok.-Anz." berichtet, die Frage der Eetreideumlage. Bevor in die Beratung hierüber eingetreten wurde, wurden von dem Reichskanzler Dr. Cuno und dem Minister des Aeußern Dr. Rosenberg Mitteilungen über die auswärtige Politik des Reiches gemacht. Diese Mitteilungen wurden für vertraulich erklärt.
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koulmtsfion für die Grenzziehung zwischen dem an die Tschechoslowakei abgetretenen Hnltschtner Ländchen und Deuttm-Lberichleften teilte.-bte Gemeinde und das Gut Sandau der Tschechoslowakei zu und gab dafür die kleine, bisher unter tschechischer Verwaltung stehende Kolonie RaNvler an Deutschland zurück. Damit ist die Grenze zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei endgültig geregelt, allerdings in einer für Deutschland überaus ungünstigen Weise, indem zwei rein deutsche Dörfer, Haatsch und Sandau, die auf den Verbleib bei Deutschland den größten Wert »egten, wider ihren Witin aus dem Verband deS Deutschen Reiches herausgerissen wurden. Gegen die Entscheidung der interalliierten Grenzkommisfton ist leider ein weiterer Schritt unmöglich.
seiner Luststreitkraft weiter gefördert habe. Zm Jahre 1925 würden die Franzosen 2180 Maschinen und England lediglich 557 Maschinen im Dienst haben. Das Mißverhältnis sei überwältigend. Es sei undenkbar, daß zwischen den beiden Alliierten Feindseligkeiten ausbrechen könnten, aber es frage sich, ob es berechtigt sei, wenn ein Volk eine Luftstreitmacht besitze, die nur den vierten Teil der anderen ausmache. Wenn man den Einmächtestan- dard auf die Luftstreitkräfte anwende, so würde das eine sofortige Erhöhung des Etats um 5 Millionen Pfund Sterling ausmachen. Gegenwärtig besitze die britische Luftstreitkraft 3000 Offiziere und 27 000 Mann sowie 351 Flugzeuge erster Linie.
Reue Truppenbewegungen der Franzos».
Aus dem südlichen Teil des besetzten Gebiete» > wird der „Voss. Zig." von starken Truppenbewegungen berichtet. Der südlich der Wuvper um tue englische Zone gelegte Bogen ist tm Laufe der gestriges Tages wieder erweitert worden. Die Orte Ründo, rath und Ost-Berghauscn sind von den Franzosen bai setzt worden.
allen unseren Nachbarn im besten Frieden 'Wenn die Nachbarn das aus die Dauer auch hat Polen recht I)
Ratibor, 15. März. Die interalliierte
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Paris, 15. März, lieber das Regime, das im besetzten Gebiet nunmehr seitens der ftanzösischen und belgischen Regierung zum Einsatz gelangen soll, veröffentlicht das „Oeuvre" folgende Zusammenstellung:
1. Militärische Organisation: Das französische Kontingent werde um 15 000 Mann verstärkt werden, das belgische um 5000 Mann. Insgesamt würden künftighin beide Armeen aus 90 000 Mann bestehen, zu Denen 10000 mobilisierte Eisenbahner hinzuzuzäylen seien.
2. Jngenieurkommission: Diese werde unmittelbar dem General Degoutte unterstehen Es werde künftig zwei Aivilmissionen geben, eine französische unter Frantzen und eine belgische unter Leitung des Ingenieurs Hennecarte.
3. Das Eisenbahnregime bleibe unverändert.
4. Die Räumung der KoAeu- und Koksiager jpH in einer Reihe von Kohl nzentren nacheinander durchgeführt werden nach dem Vorschlag des Marschalls Fach, um den deutschen Widerstand dadurch zu brechen, baß man Äoh»en und Koks aus dem Ruhrgebiet heranholt.
5. Ausfuhrbewilligungen: In Brüssel sei es Belgien gelungen, die Ausschaltung sämtlicher Maßnahmen durch- zufttzen, die für den ausländ scheu Handel eine unnö.ig Erschwerung dar stellten.
Halbamtliche englische Beschwerde über die Handels, schwierigketten.
Paris, 15. Mar;. Der englische Generalkonsul in Köln, Thurston, tfi gestern in London angekommen uird hat dem Handelsministerium einen ausführlichen Bericht über die Lage des britischen Handels im Rheinland, im Ruhrgebiet und tm unbestzten Deutschland vorgelegt Gleichzeitig wird in einer halbamtlichen Note mit geteilt, daß England die Aufmerksamkeit der sran'üstschen Regierung und der Kommissare tm Rheinland auf die schwerwiegenden Nachteile gelenkt hat, denen die englischen Kaufleute aus der Anwendung der kürzlich erlassenen Zollbestim- w trugen tm besetzten Gebiet ausgesetzt find.
Haag, 16. März. Das Ministerium deS Acußern gibt bekannt, daß die besetzenden Mächte grundsätzlich beschlossen haben, die Ausfnhrabgrbe von 10 Prozent nicht für Güter zu fordern, die auf Grund von vor der Besetzung getroffenen Kontrakten geliefert werden. Ebenso sollen die 90000 Tonnen Kohlen, bk auf Grund des rmderlSMsch-teutschen Kredits monatlich von Deutschland geliefert werden, von der Abgabe befreit sein.
Holland und das Ruhrgebiet.
Haag, 15. März. In der Erläuterung der Regierung zu dem Etat des MrüMdkjnjfirüums heißt es: Die Ereignisse hn Ruhrgebiet habe» die Regierung veranlaßt, besondere Maßnahmen vorzubereiten, die in Kraft treten sollen, falls es zu einer Ueberlchreitung der holländischen Grenze in großem Matzstabe kommt. Abgesehen davon, wurde auf Ersuchen des Zusti-ministers die Erenzüber- wachvng dadurch verstärkt, daß ein Teil der Polizrj- truppe« aus dem Landesinnern an die Grenze verlegt wurde. Für die Kosten der Crenzüberwachung wird ein« Erhöhung des Etats um 600 000 Gulden beantragt.
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London, 15. März. Der Luftfahrtminister brachte im Unterhause den Voranschlag seines Ministeriums ein, der sich auf 12011000 Pfund Sterling im gegenwärtigen Finanzjahr beläuft. Zur Frage der Landesverteidigung in der Luft erklärte der Minister, er kenne die Besorgnis, ob die Luftflotte angemessen sei. Er wolle deshalb einen Vergleich zwischen der britischen und der französischen
Luftstreitkräfte aufftellen, hoffe aber, daß kein Engländer oder Franzose auf den Gedanken komme, daß er an die Möglichkeit Hines Krieges zwischen den beiden alliierten Mächten, sei es auch nur zu einem späteren Zeitpunkt, glaube. Er führe die französische« Zahl tui an, weil Frankreich die Ausbildung
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Bochum, 15. März. Die von den Franzosen in Buer getroffenen strengen Maßnahmen sind noch immer in Kraft. Zeitungen dürfen nicht erscheinen. Die deutschen Zeugen, die unter Gib bekundeten, daß nur Franzosen als Mörder der erschollenen französischen Offiziere in Betracht kommen könnten, sind verhaftet worben.
Buer, 15. März. Es ist festgestellt daß tm ganzen bisher seckts Deutsche nmgebracht wurden unter der Beschuldigung, die beiden französischen Offiziere erschossen zu haben. Alle von deutscher Seit angestellten Bemühungen, Licht in die mysteriöse Mordaffäre zu bringen, scheitern daran, daß von den französischen Behörden keinerlei Auskunft gegeben wird und daß daher ein Zusammenarbeiten zur Aufklärung der Mordtat unmöglich ist. ,
Cine parlamentarische Niederlage der französischen Regierung.
Paris. 15 März. In im gestrigen Rammet» sitznng hat das Hans mit 490 gegen 80 Stimmen nach einer langen und heftigen Debatte es abgelehnt, über den Rrgierungsentnmrf, den Status quo, d. h. das alle WahHystem urch bk Zahl der Mg.'ordneten {626) teibc» halten zu jvsllen, in eine Diskussion einzuireten. ES ist Tfli heftigen Aus^ncnchersetzungen zwischen den Anhänger biemenceous und den Radikalen gekommen, über bic Rolle, die Caillaur gespielt habe. Der Royalist Daudet erklärte, Deutschland spekuliere mif bk kommenden Wahlen. Deutschland hofft auf eine radikale und sozialistische Mehrheit, damit es tote zu Cailümx' und Malvys Zeiten feine Manöver wieder ausnehmen könne.
Die Abstimmung hat zur Folge gehabt, daß die neu« »nwählende Kammer 96 Abgeordnete weniger enthält. Der „Jntransigeant" schreibt wenn wir nicht im Ruhrgebiet stehen würben, hätte ein Ergebnis wie das gestrige genügt, das Ministerium zu stürzen.
. i bald al, möglich aufzunehmen. Der erste Schritt
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Buer, 16. März. Die Untersuchung über die Sv» 1 schirßung der bechen französischen Offiziere kommt nicht! vom Fleck. Die Haupt zeugen, der Landwirt Land mann ’ Lund der Bergmann Mnking, sind noch immer nicht freigelassen worden. Bei letzterem fand gestern eine Haussuchung statt. Winktng sagte an», er habe direkt gesehen,! nne zwei ftanzösische Soldaten auf die Offiziere -eschos- ■ fen haben. .. . s
Die hiesige Kriminalpolizei hat gestern ihren Dienst i eingestellt, weil ihre Arbeit durch die Maßnahmen ter i Besatzungsbehörden nnb durch das Treiben bet fmu» ] zösischen Soldaten unmöglich gemacht wich. I
Entgegen anderslautenden Meldungen muß erneut fest gestellt werden, daß die beiden Schutzpolizeibeamten ! Krmise nnb Moor nicht standrechtlich erschossen, sondern totgeschlagen worden sind. Die Militärbehörde verweigert die Herausgabe bet Leichen, sowie nähere Angaben flbdr die Toten bet Sonntagnacht. Die Bevölkerung ist i« Unruhe, weil außer den gemeldeten noch weitere 10 Personen vermißt werten. Vermutlich werden die Leichen deshalb nicht freigegeben, weil sie sehr entstellt sind. D,e Leiche des Kriminalassistenten Burghof war derart zn- gerichtet, daß selbst seine nächsten Kollegen ihn nicht mehr erkannten. Nur ein Rmg am Finger verriet, wen man vor sich halte.
Französische Vertnfchnngsverfnche.
Wie bk „Voss. Zig " ans Buer berichtet, ist die Besatzung außerordentlich bemüht, die deutschen Aussage» über tue Vorgänge der letzten Tage unwirksam zu machen. In der gestrigen Nacht sind mehrere deutsche Kriminalbeamte ftstgeuommen worden. Die deutschen Zeugen, die auf der Kommandantur eingehend von den Franzose» vernommen wurden, weigerten sich, ein in französische» Sprache abgefaßtes Protokoll zu unterzeichnen, wen» nicht ein ihnen bekannter Dolmetscher das Protokoll übersetze.
Unzusriebnhelt bet Richtpreise mit bet Reich», regierung.
> Gelsenkirchen, 15. März. Die .Gelsenktrch. Aüg. Ztg." schreibt In Ihrem heutigen Leitartikel, das dte Rot? der RUchsregierung ivegen des Zwtschen- salls in Buer enttäuscht habe. Das Blatt greift de» Vorschlag des .Manchester Guardian" auf, eine internationale Stuoienkornrnisston in das Ruyrgeviet zu entsenden und betont, daß es Sache der Reichs- reolerung sei, für eine wirksamere und geschicktere Propaganda Sorge $» tragen.
Die Sage in teo NM« Mietet
Esse n^ 15. März. Die Fortschaffung von Kok» auf der Zeche Westerholt geht auch heute noch weiter. Dir ton den Franzosen dazu verwandte ausländisch« Arbeiterschaf: ist vermehrt worden. E» dürften jetzt etwa 120 bis 130 Leute dort tätig sein. Bisher ist c» nicht möglich gewesen, festzustellen, aus welchen Ländern die Arbeiter stammen, da sowohl die Arbeitsstätten als auch die Quartiere der Arbeiter durch einen dichten Militärkordsn streng ab gesperrt sinh, Auf den Zechen Westerholt und Scholven ist nach Beendigung eines 24stündigen Proteststreiks bte Arbeit wieder ausgenommen worden. Falls bte Franzose» noch länger auf der Zeche bleiben, sollen die Koketei- antagen ton den deutschen Arbeitern stillgelegt werden.
Köln, 15. März. In Witten setzten die Fran« rosen nach der »Köln. Zig.' eine Belohnung von 250 000 M auf den Kopf jedes Schupobeamien aus, -- Verfchled-r-^lich wird mttoeteilt, daß französische Spione verfWen in deutschen Betrieben als Arbeiter angestellt zu werden.
Paris, 15. Mär;. Die HavaSageniur meldet ans Düsseldorf: Drei Deutsche, die den versuch gemacht haben, trotz der Aufforderung der Wachen iw das Maschinendepot von Recklinghausen einzudrin« cen, sind von diesen, da sie von der Schußwaffe Gebrauch machten, getötet worden.
Ludwigs-Hirsen, 15. März. Die Franzose«' haben gestern et« mit Kohlen beladenes Schiff mit dem Bemerken beschlagnahmt daß bte Kohlen Städten in der Pfalz zu Gute kommen solle«, die infolge der Stillegung des Eisenbahnverkehrs in der Pfalz keine Kohlen mehr bekomme« könnten. Wie verlautet, solle«- die in Betracht fotnutenten Städte diese» Angebot der Franzosen abgelehnt haben.
K»l«, 15. März. Rach einer Meldung de» ZI«.*» ans GestenNichen verfügte der komman- dterende General bet Verhängung ter verschärfte« Vkikehrssperre daß Grubenarbeiter, die mit gikttge» Ausweisen versehen sind, die Straße« auch nach 7 Uhr abends passieren dürfen, vorgestern und gestern abend um 5 Übt mußten die Gruben die Arbeiter au», den Gruben ausfahren lassen, weil bte Ausweise nicht' in französischer Spreche ausgestellt waren. SS ist! dies daS erste Mal im nenbesetzien Gebiet, daß btej Ausstellung der Ausweise in französischer Sprache gv»! fordert wird. |
Ludwigshafen, 16. März Die französische Bv» fatzungsbehötte ließ in Kaiserslautern 3 Mitgliexr bet kommunistischen Partei verhaften, angeblich wegen anti- militaristischer Propaganda. Bei einer Anzahl Kommunisten nahm sie Haussuchungen vor. Die kürzlich in Mannheim wegen Ankleben» kommunistischer Plakate Dee» hafteten 3 Kommunisten wurden mißhandelt. Die Franzosen versuchen nunmehr, auch die Frauen der Eisenbahner zu "beeinflussen, in ter Erwartung, daß sie ihr» Männer zur Wiederaufnahme der Arbeit in ftanzösischen Diensten bewegen würden.
halt 14 Tagen erfolgen werde.
vertrauliche Mitteilungen der Reichsregterung.
Berli», 16. März. Auf der Tagesordnung bei gestrigen Besprechung der RegieMng mit den
Wie SMRgorni!
MS Wilson auf bet Höbe seiner Macht stand und täglich neue .Punkte" formulierte, mit denen er die halbe Welt betörte, erklärte er u. a. in Zukunft dürften Länder und Völker nicht wie Schachfiguren hin und herseschaben werden und prägte das Schlagwort von. dem Selbsibetztuunungsrecht, welches den Völkern gestatte, über ihr Schicksal selbst zu entscheiden. Frankreich und England traten diesem Standpuutt tu feien Ickten Erklärungen bet und Deutschland legte im Vertrauen auf die Durchführung der von allen feindtichen Mächten anerkannten ,14 Punkte" bte Waffen nieder. Sn Versailles wat dann freilich nicht mehr von dem Selbstbestimmungsrecht die Rede, sondern die »Sieger" entrissen Deutschland an allen Ecken und Enden wertvollste Stücke, bettelten sie teils für sich oder verschenkten sie an tote Trabanten. Die interalliierte Grenzfestsetzungskommission hat nun dieser Tage übet bte letzte noch umstrittene durch das Versailler Diktat ausgeworfene Grenzsrage hinsichtlich der deutschen Grenze entschieden.
Auch diese Entscheidung reiht sich würdig den früheren an. Auch diesmal har man sich nicht um den Willen der einheimischen Bevölkerung gekümmert, sondern den rein deutschen Ort Sausau 6er Thyecho- flotoatei zugewieseu, obgleich die Einwohnerschaft ebenso wie seinerzeit die des deutschen Dorfes Haatsch, welches ebenfalls die Tschechen erhielten, einmütig den Wunsch aussprach, bei dem Deutschen Reiche verbleiben zu können. Die interalliiert Kommission erwies sich auch diesmal als getreuer Vasall Frankreichs, welches dem tschechischen Freunde einen Machtzuwachs zuwenden wollte. Ein Rechtsmittel «egen bte Entscheidung der Grenzkommission gibt es nach dem Versailler Friedensdiktate nicht. Uns verbleibt pur ein flammender Protest und die Hoffnung, daß bte Geschichte einst wieder gutmachen wird, was die Ungerechtigkeit der Ententeimperialtsten jetzt an uns Miidtgt.
Parts, 15. März. Heute nachmittag 5 Uhr Ist te» Zusatzprotokoll zum FriedenSvertrag von Ver- WMcs, das bte Grenze Polen für Litauen und Sub« land festsetzu am Quai d'Orsay unterzeichnet worden, d' «ttevrShsteten die Vertreter Englands, Frankreichs, Italiens, SapanS und Polens.
Der in Paris anwesende polnische Minister deS Aeutzeni SkrzynsN erklärte einem Sertreter de» »Petit Paristen", daß der gestrige Tag ein großer Tag für Polen gewesen fei. Wir haben heute eine wichtige Etappe unserer Geschichte überschritten. Ich bin gekommen, nm den Dank der polnischen Regierung und des polnischen Volkes der französischen Republik auszusprechen für die sehr kostbare Unterstützung, die mis zuteil geworden ist. Polen hat jetzt klare und von allen Seiten anerkannte Grenzen, und wir können- turn In Frieden an die finanzielle und wirtschaftliche Organisation unseres Landes gehen. Wir wollen nut
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f Rach Brüssel und den Verhandlungen im eng- When Unterhaus tauchen wieder eine ganze Menge Nachrichten auf, die von bevorstehenden Verhand- -»ngen zwischen Frankreich und Deutschland zu berichten wissen, nach dem „New York Herald" sollen |le noch vor Ostern beginnen. Staatssekretär Hughes feC von dem amerikanischen Botschafter in Paris erfahren haben, daß dort die Tür zu Verhand- jbtngen offen stehe. Die Angebote dürften aber Richt von dritter Seite gemacht werden. Der Lon-1 temer „Standard" will wissen, datz auf den Kanzler Park diplomatisch eingewirkt werde, das Brüsseler TommuniquS als einen Friedenswunsch von Frank- Brich und Belgien auszulegen. Der Kanzler solle «klären: 1. Deutschland ist bereit, Vorschläge von Amerika und England und andern im Ruhr- tenflift neutral gebliebenen Staaten anzunehmen.
' L Deutschland ist bereit, die Einberufung einer Mirtschastskonferenz zu unterstützen, die die Aufgabe haben wird, festzustellen, welche Gesamtsumme «ter den veränderten Umständen es zahlen kann ftroie nach welcher Methode die Zahlungen erfolgen fallen.
Ferner wird berichtet, datz die durch die Unter« hsussitzling gekennzeichnete Lage, die für die Regierung kein günstiges Ergebnis auf wies, gestern Gegenstand eines englischen Ministerrats bildete. Noch zuverlässigen Mitteilungen sei Sonor Laon Nach zuverlässigen Berichten sei Sonar Law weiterhin entschlossen, keinerlei Vermittlung zu versuchen, 'Ne Frankreich als unfreundlichen Akt ansehen würde.- Dagegen sei es möglich, datz England einen Schritt in der eben angedeuteten Richtung unternehmen würde. Die Regierung Sonar Low hoffe erf diese Weife auch ihre Mitarbeit bei bet Echlich- Amg des Repsrationskonflikts zu ermöglichen.
Rach einer T. U.-Meldung liegen in Berlin Nachrichten vor, die ein englische Anfrage in der Nuhrangelegenheit wahrscheinlich machen. An amtlicher Stelle wird erklärt, daß Authentisches nach »icht bekannt ist, jedoch wird die Tatsache, datz man einen derartigen englischen Schritt erwartet, nicht ^geleugnet. Heber den Inhalt des zu erwarten- ten Schrittes sind verschiedene Versionen in Umlauf. Die eine besagt, Deutschland solle aufgefordert werten, von sich aus einen neuen Reparation-Vorschlag I pi machen, die andere spricht von einer englischen Nnsrage, ob Deutschland bereit sei, als gleichberechtigter Teilnehmer an einer Weltwirtschastskonfe-1 irn- tcikzunehmen, die einen englisch-amerikanischen Neparationsvorschlag diskutieren soll. Eh« nähere Liuzelheiten bekannt sind, kann man naturgemäß von deutscher Seite zu diesem erst noch zu erwarten- ten englischen Vorschlag keinerlei Stellung nehmen.
„Daily News" will sogar wissen, daß Frankreich idie EntmMtarisierung von Rhein und Ruhr for- itern und was wichtiger sei, daß man nunmehr in einflußreichen englischen Kreisen geneigt sei, auf die französischen Absichten einzugehen, nur mache man die Einschränkung, daß die deutsche Souveränität in den entmilitarisierten Teilen nicht beschränkt werde »nb daß es sich um eine wirkliche internationale Kimtrolle unter anderem Namen handeln dürfe. Deutschland sei zu Verhandlungen bereit.
„Echo be Paris" stellt bte Frage, ob im Laufe ter Verhandlungen, bte bte Ruhraktion früher ober - bratet «wslösen müsse, auch die Frage der Sicherheit Frankreichs behandelt werbe. Das Tommunigtuc »sn Brüssel untersage das nicht. Angesichts bet inneren Gärung Deutschlands würbe die von Berlin aus burch bis interalliierte Kontrollkommission . «nsgeüüte Kontrolle notwendigerweise auf immer ernstere Hindernlfse stoßen. Eine solche Lage könne i nicht länger ohne Abänderung gelassen werden.
I London^ 16. März. Von zuständiger Seite wird erNärt, daß Großbritannien, wenn sich eine Gelegenheit ergeben würde, seine» Beschluß wiederholen werbe, zwischen Deutschland einerseits »nb ' Frankreich «nb Belgien andererseits nicht z i »ermittel». Es werde erklärt, diese Frage gehe England nichts a»; er sei Deutschlands Aufgabe, einen Plan vorznlegeu, bet Frankreich »nb Selgiee befriedige.
i Pari», 15. März. „New York Herold" schreibt, j »ach g»t »nierrichteten Kreisen in Paris seien Frankreich »nb Belgien ebenso wie Deutsch-
: land besorgt, die Reparationsverhandlungen so
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhesse!
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