Die Ergebnisse ber Brüsseler KsOrenz
Vrttchterstattet will ttutfi wisse«, daß
gen hab n. Der
nächste Woche in Parts eine weitere Konferenz statt-
Sie Sage in Säet.
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finden solle, auf BesetzungSmSchte
Deutschland aus dem Ruhrgebiet und das, England nutzet Tlanve ist, Festlandes aus seinen Kohlengruben Bericht nimmt an, datz die Arbeiter unterstützt vom übrigen Deutschland,
der das RrparattonSprogrmnm der in seinen Grundzügen setzgelrgt
London, 13. März. Im Unterhause Tagte Bonar Law in Erwiderung auf eine Anfrage, die Regierung sei in ständiger Verbindung mit dem britischen Vertreter in der Rheinlandkommisston geblieben, um Abmachungen zu erreichen, die geeignet eien, die Lage des Handels im besetzten Gebiet zu erleichtern.
Dortmund, 13. März. Di« Stadt Buer ist nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten. Nach vereinzelt vorliegenden Meldungen hält der fran« zöfische Terror an. So wurde ein Zivilist, der mit der Straßenbahn nach Gelsenkirchen zurückfahren wollte, als er am Bahnhof ausstieg, durch einen Ge. wehrschutz getötet. Außerdem wurde noch ein Zivilist getötet und mehrere verletzt, darunter ein« iZrau.
Zu bett Vorgängen in Buer schreibt Me »Fnmlf. Ztg." sebr ttefsirch:
Ein Auffchrei müßte durch alle ßlnber gehen über bte französischen Untaten in Buer. Aber viereinbalb Jahre Massensterben im Weltkrieg hat t* Menschen so abgestumpft, daß der Auffchrei auSbleib«» wird. Auch der objektivste Richter würbe bisher gnul mindesten sagen müssen, daß die Mörder ber beiden sran- zösischen Offiziere und die Nationalität der Mörder noch nicht festgestellt sei. Dagegen sind Völlig aufgeklärt bte »arbarischen Untaten, denen kn der Nacht von Sonntag auf Montag eine Reihe deutscher Mensche« in Bner »um Opfer gefallen sind. In diesen Fällen fehlen bte Namen der Opfer nicht, und bte Schilderung ist so gehalten, daß ie uachgeprüft werden kann. Im übrigen berichtet Hava» selbst von sieben deutschen Toten. Die- Eine soll man in der Welt nicht übersehen, daß nicht einer Un» beherrschtheiteinzelnerfrauIvsischerSol» baten ta< blutige Wüten gegen die deurfche Bevölkerung zur Last fällt. Immer sind eS Offiziere, bte dabei persönlich beteiligt und'bafür ganz unmittelbar Verantwortlich sirch. Der französische Ministerpräw» deut in eigener Person hat ja am Sonntag nicht etwa von Bestrafung der vermeintlich deutschen Mörder gesprochen, sondern er hat ausdrücklich die Parole auSge-^ geben, eS solle Rache genommen werden, unerbitt-! liche Rachel Di'se Parvte i.stdann in Buer gehorsam befolgt toorden, und Opfer auf Opfer fallen dieser barbarischen Pofitik Frankreichs. Opfer einer Waffen» unb wehrlose« deutschen Bevvlkernng.
fünfzehnjährige Laufzeit für bte Räumungsfrist auf Unbegrenzte Zeit hinaus aufgehalten werden fall Da« wär» nur ein e verschleierte Ännerien. Wir denke« gar nicht daran, uu« mit einem derartigen „Plan" näher auSeinattderzusetzen. Wir müssen aber über die Umtriebe, die sich jetzt hinter den Kulissen vollztehen. untere richtet fein, damit wir immer wieder dir große und nm» fassende Bedeutung beS RingeuS, in dem wir stehen, uns vergegenwärtigen, und unsere Entschlossenheit immer wieder erneut stärke«.
Sohlen erbauen den Bedarf des decken. Der im Ruhrgebiet,
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it an» Bermtltlxitg der «Mebote 80 Ä„ bet UetaiettbiM dar« an» 50.— KL oh«« Port».
Dos Unterhaus beschäftigte sich heute zum fünften Mal« mit der Ruhrbesetzung aus Anlatz eine» Antrags, tn dem als Protest gegen die Regierungs- politik passiven Abwartens eine Herabsetzung der Ausgaben für das Auswärtige Amt gefordert wird. Der Antrag wurde mit 249 gegen 201 Stimmen abgelehnt. Mac Neill sagte, wenn die Regierung sich auch des furchtbaren Ernstes der Lage voll bewußt sei und anerkenne, daß die Schwierigkeiten noch zugenommen hätten, so sei sie doch darauf be- dachc, die Freundschaft mit Frankreich wenn möglich ausrechtzv erhalten und einen endgültigen Bruch zu vermeiden. Simon, Fisher und Asquith fordern, das Ruhrproblem Idem Völkerbund zu unterbreiten und Menten, daß die jüngste Entwicklung den britischen Handel ernstlich behindert habe.
ffl« amerikanisches Urteil.
Paris, 13. Mürz. Der „Newyork Herakd' meldet aus Washington: In dem Bericht des ScblffahrtS- amreS über die eurovütscbe Lage, einer Beröfsenr- lichung. die den wScventlichen HandelSüversichten
Die Snmll qu| km MM«?
Pari», 13. Mürz. Der Brüsseler Sondertzertcht- crftattcr der „Chicago Tribüne" behauptet bte AM- ierten würden wettere 20000 Man« Truppen und 10000 Arbeiter nach b.m Ruyrgebiel schicken. Während der Besprechung der gestrigen Zwischenfälle tn Buer soll nach dem Berichterstatter der Krieg Smiitister Maginot alS „Kollektiv.Reoreffa- Hin" die Festnahme von Geiseln und Kontributionen von ganze« Städte« vorgeschla-
tmfianDc sein werden, sechs Monate durchzuhalten und fügt vin'.u. dass Frankreich nicht über einen cmS- cefcvenden Ueverlümss an Arbeitskräften verfügt, nm d«e deutschen Arbeiter im Ruhrgebiet zu ersetzen.
Der Bericht des Dcvisfahrtsamtes hat nah dem Blatte bet de» in Waiolngton gebliebenen Kongretz- mimtiedern grefte Ueberraschnng bervorgerusen unv ciu starkes Interesse gesunden. Der »Rewyork Herald' berichtet weiter, dass der Vorsitzende des Ausschusses der amerikanischen Cinfuhrhandelsvereintgung für ©cfcr-gebitna und ©teuerroefen,, David Wairer, das Staaisdcvartement ersucht habe, in der Frage der ber iögrrtcn Frachten aus dem Ruhrgebiet einzugrci- fen. Walker baue In Newvork erklärt, die Importeure 1-611111 bereits wvireiche Bestellungen bezahlt, die jetzt 'tesnäaen: fk stünden vor schweren Verlusten, falls die Waren nicht bald geliefert wurden.
werden solle.
Essen, 13. März. In Essen scheint sich etwa» Besonderes vorzubereiten. Heute vormittag wurde« auf allen Kreuzungen der Hauptftratzen Doppelposten aufgestellt, auch im Innern der Stadt, die sonst von Militärposte« frei geblieben waren.
Sanktionen gegen Frankfurt und Darmstadts
Paris, 13. März. Marcel Hutin schreibt im .Echo de Paris", die Frage der Verstärkung der Trup- len im Ruhrgebiet werde demnächst die Regierung beschäftigen. Von einer Besetzung Frankfurt» unv Darmstadls sei allerdings keine Rede. Im Gegensatz , hierzu steh: aber eine Mitteilung der Agentur Radio, die zu wissen glaubt, datz der offizielle Besuch bei französischen KriegSministerS Maginot im Ruvrgebiet, nämlich die Inspektion der Truppenlager, nicht der emzlge Zweck seiner Reise gewesen sei. Di« Regierung habe kürzlich einen Bericht de» Genera« Degoutte erhalten, datz infolge der wachsende« Agr- * tation bedeutsame Ereignisse zu erwarte« seien. weshalb man eine rasche Vermehrung der BesatzungS« truppen in Aussicht nehmen müsse. Di« deutsche Re- gterung würde auch rascher zur Kapitulation gebracht werden, wenn die Besetzung aus Frankfurt a. M. und Darmstadt auSgedebM würde. Die Regierung entfanbte Kriegsmtnister Maginot zu General Degoutte, damit diese Frage gemeinsam • studiert werde. In diese Zeit sei daS Attentat von Bu?r gefallen und die Vorhersage DegoutteS bewahr- bfitete sich. Dadurch würde die Anscbammg jener, die die Verstärkung von Truvven forderten, die Oberhand gewinnen, weshalb wahrscheinlich die Besetzung von Frankfurt und Darmstadt, vor allem aber ble von Darmstadt, in kürzester Fttst erfolgen werde.
Berlin. 14. März. In einer offizielle« Mitteilung. die gestern abend dorlag, wird erführt, dass toeb'r eine räumliche Ausdehnung, noch eine Ber« ftrfung der BrfatmngStruppen zu erwarten f«L ES wurde hinzugefügt, dass man durch Zurückbehalwng der IahreSklasse 21 unter ben Fahnen für die not» wendige Truppenstärke Im Ruhrgebiet besorgt sei.
Mannheim, 13. März. Die Franzofcn haben beute vormittag den Tbysienschen Kohlenhafen in Rheina«, den großen Kohlenumschlagplatz, besetzt und die Kantinen für die Truppen requiriert.
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Amlliches VerkündigungsbLatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (bas früher kurhesiifche) Oberheffei
großer Banken Shnen. wird festgestellt, datz weder Frautteich noch
Die Bedeutung der Verhandlungen wird von der französischen Press« folgendermassen erörtert: ES handelt sich zunächst um die Tattik der Besetzung, bet der Swei Möglichkeiten einander gegenüberstanden: 1. die Besetzung als «tn Presstonsmittel zu benutzen auszudehnen und ihr ein positives Programm zu Grunde zu legen und 2. die Besetzung zur Grundlage produktiver Ergebnisse im Ruhrgeviet zu wachen. Man hat sich für die zweite. Möglichkeit entschieden. Man will die Kohlen- tote die Eisenbahn- fragc durch Mittel lösen, dte auf Plänen beruhen sollen, die Marschall Fach empfohlen bat. Man wird Versuchen, sich die Mitarbeit der einheimischen Ruvr- lräfte tu verstärttem Matze zu sichern und zwar teilweise durch Vergünstigungen in der 85 er- pfleg ung. Weiterhin ist die betonte Astcyi, das Ruhrgebtei im Falle von Verhandlungen staffelweife in räumen und die endgültige Regelung von der Er- füHung der deutschen Verpflichtungen abhängig zu «acyen, als eine neue Grundlage aufzufaffeu, bte Frantretch und Belgien von dem Vorwurf, das defetzte Gebiet ganz annektiere« zn wollen, fret» stuechen soll. Man denn nicht an eine Annektion: aber man wird andererseits das Prinzip der Pfänder, an dem von den beiden Besatzungsmächten zum vnters ied von England fest gell alten wird, nicht auf- geben, sondern zur Voraussetzung von wetteren Verhandlungen im besetzten Gebiet machen, lieber den Dnhalt der Verhandlungen mit Deutschland, falls es lu solchen kommen sollte, ist in Brüssel nichts vereinbart worden, da an dieser Frohe auch Grotzbritannlen mtd Italien ein Recht haben, hier mitzusprechen. Aber Frankreich und Belgien haben erkennen lassen, datz sie nun, wo sie im Besitze der gewünschten Psiin- ber sind, für bte endgültige Ordnung der schwebenden NevarattonSfrage sogar Opfer zu bringen bereit sind. Der letzte Punkt War tn einer dem Quai de Orsay nicht fernstebenden Zeitung zur Sprache gebracht worden und man kann sagen, datz mit diesem Punkt das bedeutsamst« sachliche Ergebnis der Beratungen angebeutet ist.
Parts, 13. März. Wie ber Brüsseler. Sonderberichterstatter des .Echo de PartS' melden hat Mi- wsterpr.sident Poincar- nach feiner Audienz beim König abends noch einmal mit Tveunis und Jafpar verhandelt. Im Laufe dieser Besprechungen habe ein Meinungsaustausch stattgefunden, der vielleicht über die tn der Rachmittagssttzung getroffenen Beschlüsse hinausgegangen fei, aber etn Meinungsaustausch sei «och kein Besch inst.
Parts, 13. März. Aus einem Bericht deS »Echo de Parts" aus Brüssel über dte gestrigen »eratungen kann geschlossen werden, daß der Ingenieur Loste seinen Posten verlassen wird, da er angeblich kränklich ist, und durch Berghauptmann Frantzen, der der französischen Regierung von der Saarregierung für Vas Ruhrgebiet .geliehen' wurde, ersetzt werden wird. Frantzen ist bei der gestrigen Konferenz in Brüssel alS »grosser Sachverständiger' ausgetreten.
Paris, 13. März. Ministerpräsident Poincare ist In Begleitung von Krtegsmintster Magwot nnd dem Minister für öffentliche Arbeiten, Le Trocguer, heute nach Paris zurückgekehrt. " ,
Paris, 13. März. Wie der „Jntranflgeant" aus Brüssel berichtet, verlegte die Jngenieurfommission Cnfte endgültig ihr-« Sitz von Essen nach Düsseldorf. $>i? belgischen Ingenieure sollen von «un an eine besondere technische Mission bilden.
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28ie dem „Tag" aus Paris gemeldet wird, hat sich in Brüssel ein starker Einfluß Englands geltend gemacht, der von der belgischen Regierung unterstützt wurde und dessen Ziel es war, Frankreich zu einer Erklärung feiner Bereitwilligkeit zur Räumung des Ruhrgebiets unter gewissen Bedingungen zu stein» sten, während gleichzeitig dte deutsche Regierung unter dem Druck eines bedingten Räumungsanerbietens von sich aus unmittelbare Verhandlungen mit Frankreich und Belgien nachsuchen soll. Hiergegen scheint sich Poircarä int Einverständnis mit Degoutte heilig gewehrt zu hoben. Letzterer sotoie der KriegS- Jhimiter Maginot befürworteten zweifellos eine All 1 - dehnung der Besetzung znm mindesten auf Frankfurt und Darmstadt, ein Vorschlag, ber jedoch nicht nur von England, sondern auch von Belgien eutschieden bekämpft wurde. Das Ergebnis der S»n» Gwen; von Brüsftl, bas in dem dürftigen amtlichen Communique zusammengefaßt toorden ist. bedeutet natür- Lch ein Kompromiß zwischen ben Auffassungen Poin- oareS und denen der Belgier bezw. der Engländer; und ha fne Macht sehr ungteich verteüt ist, blieb praktisch Poincarö Sieger. Ueberall — auch in England — wird die ftanzösische Bereitmilligteü zur Räumung Als Geste betrachtet, da die Bedingungen von Frankreich nicht bekanntgegebe mvorden sind. Insolged-sscn hat auch die deutsche Regierung selbstverständlich keine Ber- Wnlassung, sich in dieser neuen Falle fangen zu lassen.
Der Korrespondent stellt fest, daß trotzdem dte ganze englische Presse ein neues deutsches Anerbieten an Frankreich verlange. Nur eine ganz feste Haltung sSnttlicher -Naßgebenden deutschen Kreise wird im AuStende die Aeberzengung von neuem befestigen, daß mit nicht n< neigt sind, auf Schwindelmanöver heremzufallen. Daß die Franzosen nicht getvagt haben, ihre mirllicken Ziele offen zu bekennen, aus Rücksicht auf die öffentliche Meinung in England und Belgien, wahrscheinlich auch in gewissen Kreisen des eigenen Landes, zeigt ihre Schwäche.
Wie man auch in Frankreich denkt.
Paris, 13. März. Die „Iourne Industrielle" er- blickt in den blutigen Vorfällen in Buer, in demselben Hlaße jedoch auch in der Steife Poinoares nach Brüssel
Marburg CitoDd. tu it «Sn 8««li«8
sichere Anzeichen, baß der Kampf zwischen dem fmn- zösischen Druck und dem deutschen Widerstand sich zu einer außerordentlichen Spannung entwickel!«. Die ausländischen Zuschauer, die durch keine persönliche Leidenschaft verwirrt seien, gäben zu. daß Frankreich die besseren Aussichten habe, sie seien aber auch der Ansicht, daß es sich hier um kein Spiel bandle und daß der Gegner bevor er kapituliere über Frankreich schwere Erschütterung herausführen könne. Als erster schwacher Punkt der französischen Stellung erscheint dem Blatt die Le i ch t- fertigkeit eines Teiles der öffentlichen Mei- nun g. Die zweite wichtigere Schwäch« erblickt jedoch di« „Iourttee Industrielle "in der teachs.enden Teuerung in Frankreich, die über Nacht wirtschaftlich«' Stö- rung.-n, eine Agitation und moralische Niedergeschlagen- .beit zeitigen würde. Man habe e» zurzeit in Frankreich nicht mit einer bloßen Wäbrungsinslation zu tun, hv si ' eines Tag-s beseitigen ließe, sondern mit einer Verteuerung der Werte au sich. De sich daraus ergebend' Hausse der Gestehungskosten sei, bas dürfe man n cht Berg ff n, eine ftanzös sche Eigentümlichkeit. Damit setze man r>fc die französische Produktion ber Gefahr aus. eines Tags völlig wehrlos vor ber Konkurrenz des Auslandes da zustehen. Zum besseren Verständnis dieser Ausführung muß bemertt werden, baß die Presse g.ü-rn den Teue- rungsdiffizienten für die Großhandel-Preise verössimlichtt, die für Februar ein noch sprunghafteres Anwachsen als für Februar auftocifen.
Paris, 13. März. Dor sozialistische „Populaire" schreibt zu den Vorgängen rn Buer, Blut fei geflossen und es werde vielleicht noch mehr Blut fließen. D c Haß, der ur.geheuerlich w-ld- Haß, dec dm Frieden den Weg versperre, werbt bte Mersch-n und Völker iwch mehr gegeneinander aufhetzen. D.is sei das Werk Poin- cares und der Reaktionäre aller L-g-r Sr.'n-H vernünftige Lösung ter ve» dem ttrteqe aufgeworfenen Frag-n stehe in Aussicht Indern die A t m os- phäre werde immer brückender, werbe immer mehr Vergiftet durch all das, was de amfdtg? Men schenrasse an grntenen Jn'nnkt-n. an phyiiichen Brutalitäten und moralischen Häßlichkeiten noch au§ den fernen Zeiten der primitiven Barbarei mit sich schleppe.
Paris, 13. März. Robert de Iouoenel schreibt im „Oeuvre" zu der Inspektionsreise des französischen Kriegsministers ins Ruhrgebiet, es scheine, daß die Enquete Maginot zu Schlußsolgerungen veranlaßt habe, die noch über diejenigen des Generals Degoutte hinausgingen. Wenigstens habe der Minister der Presse die Erklärung abgegeben: „Der Feind steht für uns nicht im Ruhrgebiet, sondern in Berlin, und was ich für Frankreich sage, sage ich auch für die Bevölkerung des Ruhrgebiets: Der Feind ist in Berlin!" Entweder bedeute dief- Phafe überhaupt nichts oder sie bedeute, daß Frankreich sich nicht mit Druckmaßncchmen im Ruhrgebiet begnügen werde, wo es keinen Feind babe, sondern daß es diese Druckmaßnahmen in Berlin durchführen werde, wo sich sein einziger Feind befinde. Das sei auf alle Fälle diejenige Bedeutung, die man dieser Aeußerung zu geben, ckicht verfehlen werde. Auf diese Weise würden Mei neue Fragen aufgeworfen." Was hat Mc^tnot eigentlich sagen wollen? und war er von der französischen Regierung ermächtigt, eine Sprache zu führen, die diese feftzulegen geeignet ist?
Für die ftanzöfischen Machthaber ist der Marsch ü Berlin nun einmal das A und O ihrer Politik. Daran werden auch die Sozialisten nichts ändern.
RuhrftaSto.
London, 13. März. Dte .Wesimtnfter Gazette' fckretbt tn einem .RuhrstaSko' überfckrtebenen Lett- anttel: Einen wie vollständigen Misserfolg Frankretw erlitt, könne aus einem Vergleich ber Lage vor der Ruhrbefetzung mit der heutigen erleben werden. DaS liberale Blatt erklärt, für einen durcbfübrbaren Re- parattonsplan könnte man tn Deutschland auf vollständige nationale Solidarität rechnen. Aber bisher wiederholte Frankreich immer nur bte Bedingungen, von denen jedermann wtffe, datz fte unmöglich mit irgendeinem Grad der Aufrtchttgkett angenommen werden könnten. Man langte auf dem toten Punkt an. Dte einzige ■Hoffnung lei, datz Frankreich die Bedingungen abändere, fobatz sie innerhalb ber Lesstungsfäbtakeit DentfchlanbS fallen und anbtete. Für einen burcv- fttbrbaren Plan würbe Frankreich bte moralilcbe Unterstützung bet Welt haben. ES fei mehr alS wahr täetnlid), dass er die Zustimmung Deutschlands erhalten würbe. Im gegenw.rttgen Augenblick treibe Frankreich Deutschlanb jeboeb tn eine Lage, in der f! nur passiven W'derstand anwenden könne. ES lei etn übetwäliigenber Beweis dafür vordanben, dass dieser Widerstand mit vollständigem Erfolg angewandt werbe.
Lik WOIßt Seilt! und wir.
Nach Informat omn. bie merfwür' gerweise diesmal *""• ss g'and fo-nten. nrtt> geg-nwärtt'g, tote uns unser austenpolit säs-r Mitarb^ter w'tt-ilt in «mtöiwen fron» ws'schen ffrrf-n ein neuer' „Plan" zur Beendigung deS Rnbni ntern-bmen- erörtert. Nwürlich Handelt es sich biet noch mehr, wie bei allen früheren bezüglichen Erörtern ngm um die Verteilung der Felle des Bären. Es ivstd 'N all di-sen „Plänen" immer w-eder voransgescht, dass Dntschland durch einen verschärften Druck Frankreichs recht bald zum Erss-gen gebracht Wirb.
In der Tat verständ gen sich dte ftanzösischen und die belg schen amtlichen Kreise weiter darüber, was sie mit einem uiedeegewo-rfrnen Deuischland ansangen. England sieht 81' diesen Bestrebungen mit größter Besorgnis enfg-aen. Denn England fürchtet ben Anschluß zu versäumen feine Ansprüche auf bie Bente g-ltend zu machen. Die ganze offizielle Stellungnahme Englands ist ja baoauf akg stimmt, bie Ruhraktion ber Franzosen, bie Inan zwar nicht offiziell btll'gt, nicht nur inoffiziell, sondern auch stark aftiv bnrch das ganze Verhalten, bas nian einnrmmt, zu unterstützen. D t offensichtliche Zweck dieser Haltung ist bet, bei gegebener Gelegenheit ben Franzosen zu sagen, baß England mit schönem Erfolge der französischen Aktion gegenüber Deutschland bei getragen babe und do kür nun auch gebührend entlohnt sein möchte.
Die englische Presse zeigt sich auf offenbare Informationen aus Regierungskreisen bin sehr nervös über die mög^-che Enttoichung. Und nun der Plan fetter:
„Die erste Bedingung, die Deutschland zu erfüllen haben werbe, soll eine ausdrückliche Erklärung fein, nach der bie beutsche Regierung bie Rttbraktion alS einen gesetzlichen Akt gemäß ben 88 17 und 18. Anhang 2 zum Tegg des Versailler Vertrages anerkenne. Da Deutschlaub Brrfehlungen begangen habe, dürfe «S nicht 6tan» spruchen, daß d« Ibjähr-g- Laufzeit für dte RäumungS» frist der Rheinlonde bereits begonnen hätte. Deutschland dürst eS ferner nicht als siindstligrn Akt onsthen, wenn wirffam« Garantien geschaffen würden, damit di» §§ 42. 43 und 44 des Versaillcr Vertrages bie sich auf bie ständige Entmilitarisierung ber Rheinlanbe beziehen, dauernd in Geltung bleiben. Die Eisenbahnlinien deS Ruhrgebiete» müßten in die administrative Gruppe des RbeinlandeS ausgenommen werden. DaS Rheinland ^olle Dmtschlanb verbleiben, daS Eigentum an ben Saarbergwerten aber endgültig den Franzosen zugtspro- chen tr.chen. Gegen diese Zugeständnisse würden Fran», reich und Belgien bereft sein, wegen eines sofortigen Moratorium» mit Deutschland zu verbandeln und eine LchuldVerminderung vorzunebmen, die Deutschland rasch in die Lage versetzen wüche. seinen Verpflichtungen nach- mkommen. Man glaube, daß eine jährliche Zahlung Von 21/* Milliarden Gokdmork für 30 bi» 35 Jahre anSreichen .werbe,"
Derartige „Bedingungen" sind ernsthaft überhaupt nicht zu diSkutteren. Sie könnten nur einem völlig zusammengebrvchenen Deutschland g-o-nüber gestellt wer- den. das über eine ordm'"gsmäßige Regierung überhaupt nicht mehr verfügte. Der neue Plan läuft auf nichts geringeres alsauidenRaubdergesamtenEisen» bahnen de» Ruhrgebietes hinaus, um auf dieser Basis die wirtschaftliche Ausbeutil- g unter etter Rückendeckung vornehmen zu können. Weiter soll dar R u h r » gebiet ohne weiteres ben Deutschen weg - genommen werden, während für das Rheinland die
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