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OberhMsche 3ntun

Zweites Blatt

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üoxtn Doppelzentner gediegen ist.

Die Verminderung

herab, ihr eigenes Haar.W^s sie nich'

mder

ches waren die echten

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.Wenn auch

Gleich fünf Uhr", sagte Hanna unruhig.3Rein _Tu bift Vorstandsdame, hast Pflichten

Mann könnte jetzt mittlerweile erscheine«.

Wir

Sie machte

(Fortsetzung folgt)

etwas für sich

Er war wie

Warum benutzt -Le Hausfrau Zeuri-r

Vereinigte Seifenfabriken Stuttgart A.-G.

Meine Pflichten dir gegenüber gehen vor."

Ein leichtes Unwohlsein, nicht der Ned« wert.

Lieber Neffe, du wirst mir beipflichten.

Joachim machte eine unschlüssige Dervegnng. Ich vermag das nicht zu beurteilen, Onkel Fritz. Aber mir scheint, der Standpunkt deiner Frau hat

muffen nämlich etwas früher fabren, da ich noch vor Beginn des Festes gewisse Pflichten zu erfüllen habe"

»Was für Pflichten?"

Gott, Anordnungen treffen . . eine ungeduldige Bewegung.

»Ach so."

Da kam der Kommerzienrat.

Joachim im Gesellschaftsanzug, aber schien nicht gerade festlich gestimmt zu sein.Gut, daß du da bist", sagte er, dem Neffen die Hand reichend,du wirst meine Frau vorläufig allein begleiten müssen.

-Macht der halbe Wahnsinn, ihnen mit Waffengewalt entgegrntreten zu wollen. Obgleich sie da» gruseln" be- kommen, wenn sie an Kampf denken, würde der Politik des Herrn Poincare nichts willkommener sein, als wenn wir uns aus bewaffneten Widerstand einlassen würden. Wr dürfen und können es nickt, auch nicht auf Klein­krieg, der immer und überall, wenn man von Spanien 1809 bis 1814 «bsieht. mit einer Niederlage der 8e- tötferung geendet hat. Deutschland ist nicht Spanien. Die Franzosen können spielend das Zwanzigfache an Truppen ausbieten, was Napoleon in Spanien hafte, und der Welt sagen:Wir wolllen nur wirtschaftliche Maßnahmen, aber die Deutschen haben den Krieg ge­macht, wir müssen die Boches auSrotten."

So kommt mau ganz von selbst zu dem Schluß, daß der von der gegenwärtigen Regierung proklamierte passive Widerstand unter den g^Hetenen Verhältnissen das einzig richt ge und Mögliche ist. Diese Auffassung wird auch in den maßgebenden Wirtschastskvesen unteres Volkes durch­aus vertreten. So hat dieser Tage der Geheimrat lücher, der Geschäftsführer des Reichsverbandes der D-utschen Industrie, mif einer Tagung oieses Verbände? erllärt:An eine militärische Aktion denkt in Deutschland Mn vernünftiger Mensch. Das Ziel des deutschen Widerstandes ist, als Gleichberechtigter mft Frankreich über einen vernünftig: wirtschaftlsite Lösung des Repa- -ationsproblems zu verhandeln, wobei wir uns darüber klar sein müssen, daß Deutschlano sicherlich schwere wirtschaftliche Lasten auf sich zu nehmen haben würde."

Der Krieg ohne Waffen, den wir gegenwärtig führ-n, ft aber um deswillen noch lange kein waffenloser Krieg Die geistigen und moralischen Waffen, die wir den mörderischen Kriegsinstrumenten der Franzosen die wir ater auch ihren Reitpeitschen und ihrem ganzen Reit- peitschen-SyDmn entgegensetzen, wirken zermürbender um deswillen, weil in diesem Kampfe wir die Stärkeren sind Brutale Macht sinket hier eine Grenze, und die Mittel, die zur Ausrichtung dieser Macht benutzt werden, brechen Lor diesem Wall ohnmächtig zusammen. DaS müsse» wir uns immer wieder vor Augen fübreu. und wir müssen uns hüten, uns von dieser Bahn durch Unkesonnenheften oder durch Herausforderungen uns abdrängen zu lassen.

von ««Lerer Ausfuhrindustrie immer dringender ge­fordert

MM eittiitefiet

Von unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.

Die Bemühungen der Rercksregieruna der Mark- stützung einen entsprechenden allgemeinen Preisabluiu folgen zu lassen, haben bisher nur teilweise «inen Erfolg gezeitigt. Wie der Reichswirtschaftsminister Dr. Becker im Haushaltsausschuß des Reichstages seflstelltc. sind nur üieienigrn Erzeugnisse, zu deren Herstellung vorzugsweise ausländisches Rohmaterial verwendet wird z B Mar­garine erheblich im Preise zurück^gangen Die Zn- landserzeugnisse dagcgen folgen der Dollarbewegung nur sehr langsam und zögernd. Schuld trägt ziveiietlos auch die Tanfpolttik der Eisenbahn, die von einem Abbau der Tarife nichts wissen will. Allerdings tritt eine wei­tere Erhöhung ter Gütertarife zunächst nicht «in. Woh! ober erfolgte am l.März wieder eine Stftcprung der Pcrsonensakrprcise und der Postgebühren. Die Ansicht ees Reuh-verlebrsministers. daß die Gütertarife ftincu maßgeblichen Einfluß auf die Preisbildung ter Waren ausübten, w'rd jedenfalls in Wirtschaftskreisen nicht un-- e> »geschränkt Zustimmung sinten. Allerdings ist der Knblenpreis in erster Linie als die Basis der industriellen Rreisbiloung anznseben. Dieser wiederum wird durch d-r Aergarbeiterlöbne wesentlich bestimmt. Leiter sind die Aussichten ans einen Lohnabbau im allg meinen sebr schlecht. Die Arbeitnehmer sträuben sich brgr islich-rwise g-gcn jede Lobnberabsetzunz, solange keine beträchtliche

nti&tetnbeln laffen wollte, trug sie unter der Perückr verborgen. Das weiße, seidig glänzende Haar ver­änderte völlig ihren Typ, aber Hanna Rosenow - »ar schön in jeder Form und Umrahmung. Läng­

liche Perlentautropfen, ein apartes Ohrgehänge, s schmückten sie reizvoll, um den Hals trug sie -ein t schwarzes, brillantenverziertes Samtband. Schön­

heitspflästerchen klebten neckisch auf Wange und Halsausschnitt, an ihren Füßen staken hochstelzige bchühchen aus Hellem Atlas.

Gnädige Frau werden die schönste Dame des Festes sein", murmelte die Zofe ganz verzückt.

Hanna antwortete nicht. Ernst, mit geistes­abwesendem Eefichtsausdruck sah sie in den Spiegel, kie dachte an ihren Gatten, desien Befinden ihr »ieber Anlatz zur Sorge gab. Nach einer nur durch bchlafpulver erzwungenen Nachtruhe hatte er sich.

Der NameHeitmann"

und die SchutzmarkeFuchskops im Cttnt" sind alle« praktischen Hausfrauen al« Kennzeichen der beste» Farven zum Selbsttürben von ÄLIbent, Blusen, Sar­dinen, Strümpfen usw. längst bekannt. 917

Wie verzaubert hingen Joachims Blicke an ihr. Schön und schillernd war diese Frau, ein Cha­mäleon . . . Er dachte an die kleine Kranken­schwester, die er zärtlich umschmiegte im Schatten­dunkel einer blühenden Kastanie... Er sah sie wieder im schlichten Sommerkleidchen, scheu und mädchenhaft, er sah sie in starrer Seide, die Fratr des Kommerzienrates, von allem Glanz des Reich­tums umfloffen.

Und heute abend nun ... das war ein leben­diger Ausschnitt Trianon, war eine leibhaftige Hof­dame der unglücklichen Königin Frankreichs, stilecht, blutwarm, von überwältigender Anmut. Frau Hanna Rosenow war eine grohe Künstlerin. Und wie ihr Aeutzeres, schillerte auch ihre Seele viel­farbig, kpiegette tausend Regungen wieder. Wek-

KirchNche Nachrichten.

Sv »»tag, 4 März.

Pfarrkirche. 10 Uhr: Pfarrer Heermann, ll1/« Uhr: Kindergottesdienst. 8 Uhr: Pfarrer Fokke«.

Glisabethkirche. 10 Ubr: Pfarrer Waltemath.

2 Uhr: Pfarrer tzeermamt.

In beiden Kirchen Kollekte für Gemeindezwecke.

OckerSbausen. ü Uhr: Pfarrer Fokke«. Beichte nrch Abendmahl.

Im Elisa bethha«« und Jnlienstist von 47 Uh» ftnngfrauenverein.

Michelch « n. Die Sonnabendaudachten im MicbAche» fallen während der Monate März und Avril aus.

Ref. Stadt- a. Uni Vers.-Kirch«. 10 Uhr pünkt­lich: Professor D. Bornhäuscr (Sammlung für di» Ruhrsp-nte). II1/« Uhr: Kindergottesdienst. 4l/i Uhr: Pfarrer Sic. Plannet.

Diakonissen-M«tterbon« Hebro», Wedrd«. Sonntag, von». 10 Uhr: Gottesdienst, Missionar Eckart.

Katholische Kirche. V-7 Uhr: Hl. Messe. ^-8 Uhrr Heilige Messe mit Frühlehre, gemeinschaftliche Kom­munion des Männerapostolates. l/«10 Uhr: Hoch­amt mit Predigt. 11 Uhr: Matern. Gottesdienst, 2 Uhr: Christenlehre. 1/t3 Uhr: Andacht mit Segen«

Selbst, evang- luth. Gemeinde. Mkolaistr 1. Sonntag, den 4. März, von«. 10 Uhr: Gottesdienst.

Landesktrchl. Gemeinschaft Marbura-S6d, Schwanallee 51. Sonnrag, vorm. 8 Ubr: Mora«»- audacht. Borm. 10*/i Uhr: Sonntagsschule. Nach«. 41/2 Uhr: Jungfrauenverein (Wilhelmstr. 8). Abend« 8 Uhr: Evangelisation. Montag, nackm. 41/. Uhr: Frauenstunde Abends 8l/t Uhr: Chorstunde. Diens­tag, abends 8Vi Uhr: Mitgiiederstunde. Mittwochs abends 8. Uhr: Jungmännet-Blvelstunde. Wegen der Gemnnschafts-Konferenz inHebrow'-Webrda fal­len die Donnerstags- und Freitagsstunten aus.

Stadtrnisfion. Rotergraben 5. Sonntag, morgen« V?10 Uhr: Bruderratssitzung. Nachm. 21/, Uhr: Konferenz. Abends 8l/s Ubr: Evangelisation Redner Herr Prediger Herrmann-Gießen.- Bon Montag bi« Sonntag jeden Nachmittag 31/* Uhr: Bibelkursus über Röm. 8. Jeden Abend 8'/, Uhr: Evangelisation 'm den Räumen ter Stadtmission.

Methodistengemeinde. Wörthstraße I5a. Sonn­tag, vorm. ftsilO Uhr: Predigt. 11 Uhr: Sonntag«- schule. Abends ft',ft Uhr: Predigt. Mittwoch, abend« */s9 Uhr: Bibelstunde.

Nettapostolische Gemeinde, Heusingerstraße 6. Gottesdienste: Sonntag, vorm. 10 Uhr: abends 8 Uhr. Mittwoch, abends 81/, Uhr. Die Kapelle ist geheizt.

Christlicher Verein junger Mädchen, Julien- stist. Sonntag, 10 Uhr: Gemeinsamer Kirchgang üt ter luth. Pfarrffrche. 24 Uhr: Konfirmanden. 4 Uhr:

verrink-stimde. Tensrag. 8 Uhr: Vereinsstunde. To.v net?tag 8 Uhr: Cborstunoe.

KtrchI. Verein junger Männer Wartbnr«, Philippshaus. Dienstag, abends 8 Uhr: Bibllstunee. Mittlvoch, nach:». 35 Uhr: Kiiabenabtcilung.

Weil sie üaüorch die febensdaner ihrer Wäsche verlängert, denn Zeario houstzaltfeife enthält 80°/<> Zett, geeist als» Sie Wäsche nicht an und ist Im Gebrauch viel sparsamer al» Kernseife.

des Exports ist aber eine unvermeidbare Folge der Marsiintzung. weil ja die deutsche Industrie bisher vielfach nur auf Grund unserer niedr gen Valuta aus dem Veltmarft konkurrenrsäbia war. D e Reicksregieruna leid) in nächster Zeit alles tun müssm, um den deutschen Livort zu stützen. Hierzu gehört oer Abbau der Aus- .llrahgabm und ter Außenbantelskontrolle. Beides wird

Aur *tr Ä»tf<lle wr mittag» 1» Uhr »a wich 7 Ult.)

Am 4.März: San.-Rat Dr v. Heusinger, Ketzerbach 14; San. Rat Dr. S ch r öde r, F^ntfnrftrstt. 28.

LotzuRitztltche«

An! 4. März» Zahnarzt Schu'ze, Steinweg 8.

Sprechftü - to- 1011 Ubr.

M«b »ochennochtvi«,« >w Apottzotw»,

Bom 3.-8 März: Schwan-Apotheke.

Verminderung der Lebenshaltungskosten eingetrete» ist. Der GroßhandelSinter vom 84. Februar weist ober wieder nur einen ganz unbedeutenden Rückgans des allgemeinen Preisniveaus, nämlich Dem k»388fachen auf daS S257sache des BorkriegSstatckes auf: selbst der Preisrückgang der Lebensrnittel betrug nur 4,6 Prozent. Für Industrie« stosse und Inlandswaren war überhaupt keine Prftser- mäßigung festzustellen. Natürlich ist schon die Tatsache daß die Preiswell« endüch zum Stillstand gekommen ist. von allergrößter Bedeutung. Aber zur Begründung eine* Lohnabbaues reicht das zweifellos nickt aus. Am 1. März treten außerdem nicht unerhebliche Erhöhungen der Wob- mingsmieten ix Kraft, und wenn auch die drohende Rrotpreiserhöhung nicht eintreten oder wenigstens kein ins Gewicht fallendes Ausmaß hoben werd, so bleibt doch die Tatsache bestehen, daß die Senkung der ®*- ttcibevreise durch Verteuerung der anderen Herstellungs­kosten des Brotes reichlich ausgeglichen wird Allerdings könnten wir heute Getreide aus dem Ausland billiger einsühren, als eS im Inlaute zu stehen kommt. Aber dem steht die Gcldknappheft und der Kreditmangel hindernd Im Wege. Unsere Devisenvorräte, die teilweise zur Stützung der Mark dienen müssen, reichen nicht aus, um neben großen Kohleneinfuhren uns auch noch so bedeutende Getreideeinfuhren zu gestatten, daß durch sie ein starker Druck auf die inländischen Getreidepreise ansgeübt wer­ten kann, die durch die übermäßig hohen Dünger- und Kohlenpreise hochgehalten werten. In dieser Geldknavp- keft haben wir bie letzte und wichtigste Ursache zu suchen, warum die Markbessernng sich auf den Warenmärkten nicht in genügendem Maße und schnell genug auswirken kann

Die Geldlage scheint sich zwar nach Ueberwindung des Ultimos etwas leichter zu gestalten. Die innere Gold- 'anleihe des Reiches, die in der Hauptsache den Devisen­vorrat des Reiches zum Zwecke ter Markstützung verstärken fall, wird indirekt auch die Geldflüsiigkeit fördern, weil die Goldanleihestärke ja zum Unterschiede von den Devisen, gegen die sie eingetauscht werten, von den Banken be­teten werten können. Daneben vermehrt sich bestand g auch die Zahl ter wertbeständigen Anleihen, die in Ge­stalt von Rogyenwert-, Kohlen-, Braunkohlen- und ande­ren Sachwerlanleihen dem mcht in der Produktion tätigen deutschen Kapital die Möglichkeit geben, sich aus ter un- sicheren Papiermark in wertgesicherie Anlagen flüchten zu können, ohne die D-V.serttuapph.it durch Hamsterei noch zu Vergrößern. Man wird trotz der jetzigen Mark­besserung mit diesem Wunsche ter Kleinkapitalisten und Lparrer nach Schaffung wertbeständiger Anleihen, die den ersten Ansatz zu einer neuen Goldwährung darstellen, stark rechnen müssen. Preußen hat die geplante Kali­anleihe zwar mit Rücksicht auf die Goldanieihe des Rricb-s zunächst hinausg. schoten, ater schon die Finanz-' not Preußens wird da,ür sorgen, daß auigeschoten :ti diesem Falle g>.w ß nicht au'gehobeu bedeuten wird. Ade- trotz aller dieser Bemühungen, die Nachfrage nach Devijen ui verringern und die Devlsrnhamsterei zu telämpsen, muß man doch für feie Zukunft mit einer wachsenden Devtsennotervchnen. Denn DL AnStutzr deutscher Waren, durch feie in allererster Reihe Devisen nach Deutschland terring bracht werden können, tehnfiet sich zweifellos in starkem Rürtzarg. Sckwn feie Iaauarziffern des deutschen Außenhandels weisen einen Rückgang feer Aus­fuhr von 17,6 auf 13,1 Millionen Doppelzentner auf, Lmbrenfe gleichzeitig feie Einfuhr von t3.3 auf 47.3 Mil­

Nr. 53

Sonnabend, 3. März 8e*ri*g 1923

sich um Unbefcutgenheit Sie erkannte es, dies« Un­befangenheit und Ruhe war nur Schein, war müte {am erzwungen s was half es, datz et sich ger» bereit erklärte, für das Fest zu rüsten und Freude daran zu empfinden vorgab, die sicher unecht war. Es quälte sie, datz sie nicht klar sah.

Herr von Rosenow ist soeben angekommen", meldete das Stubenmädchen.

Ich komme", sagte Hanna mechanisch.

Sie raffte sich zusammen und ging ihm entgegen. Im persischen Zimmer erwartete er sie.

Joachim von Rosenow war bis an die Zähne ge­wappnet mit Kühle und Zurückhaltung; nun aber, als ihm Hanna entgegentrat, entrang sich seinen Lippen doch ein Ausruf des Erstaunens und Ent­zückens. Wie ein fleischgewordenes altes Gemälde ftand sie da, herausgestiegen aus dem breiten Gold­rahmen, und allen Zauber jener leichtbeschwingten, puderbestäubten, liebesschwülen Tage trug sie mit sich, er fühlte plötzlich: gegen die Reize dieser Frau war er machtlos.

Mein Wann wird auch gleich kommen", sagte sie leichthin, nach kurzer Begrühung.Bitte setzen 6fc sich. Was starren Sie mich so an?"

fjatma, stammelte er.sind Sie es wirklich?"

Sie lächelte und blieb stumm. Sie wutzte, sie wirkte wie ein fremdartiges Bild.

heute morgen gutgelaunt erhoben. Bon einem kurzen Mittagsspaziergang war er mit verstörten Zügen heimgekehrt. Was hatte sich ereignet? Hatte er eine unangenehme Begegnung gehabt?

Aber er wehrte alle ihre Fragen ab und mühte

(Rüchdruck verboten.)

Dev Weg der Schwester Hanrra

Roman von Viola Laufet.

23. Fortsitzung

Frau Hanna Rosenow stand in ihrem Ankleide- zimmer; Friseuse und Jungfer waren um sie her be­schästtot. Der hohe, dreiteilige Spiegel warf ihr tos Bild einer bestrickend schönen Rokokoedeldame kntgegn, steif gebauscht stand die zartblaue, schwere ° ?)an'.astseide um sie her. Eine schlohweiße Locken- Pracht war ihr über das Haupt gestülpt und fiel in vollen Ringellocken auf den lilienweißen Nacken

Liebe Hanna, du verzeihst ich fühle mich plötzlich nicht ganz wohl . . ."

Was fehlt dir?" Besorgt ergriff sie fein« Hände.

Ach. die alte Geschichte ... ich werde mich ein paar Stunden ruhig Hinkegen."

So", sagte sie hochatmend,dann bleibe ich na-, türlich auch hier."

Das ist unnötig. Du kannst*

Unmöglich? Ohne dich werde ich das Fest nicht besuchen "

Warum nicht?"

Auf keinen Fall."

Achim wird dich begleiten."

Rein, lieber Fritz, ich verlaffe dich nicht."

Er streichelte ihre Wangen.Du freutest dich auf den Abend, Kindchen"

Krieg?

Ein militärischer Mitarbeiter unserer Zeitung schreibt

! Das Kriegsproblem ist in den letzten Tagen Wielsach erörtert worden. Es ist nur natürlich, daß We Schmach, di« das teutsche Volk gegenwärtig fiter sich ergeten lassen muß, auch den Gedanken einer aktiven Ubwehr deS feindlichen Einbruch? i« dal Hluhrgebiet aufkommen läßt. Die Dinge haben groß: Dellen geschlagen. Der Reichstag beschäftigte sich mit Hncn, und hinter den Kulissen werden all dies« Angelegen- Heften ernstlich erörtert. Wir leben immer noch nicht Jb normalen Zeiten, und so ist es auch zu erTIiren, daß dieser eben erwähnte Gedanke ter aktiven Gegenwehr 6t kleineren Gruppen und Organisationen tatsächlich auch ftf-on zu Versuchen zu seiner Verwirklichung geführt hat ßgir haben nichts zu verschweigen, und darum hat auch der Reichswehrminister bei teil Debatten fiter den Heeres- dat im Reichstag sich offen darüber ausgesprochen. ES haben sich Organisationen mit dem Krftgsproblem ttnfe fciner Behandlung schon sehr praktisch befaßt. Man hat Bt verschiedenen Städten Deutschlands junge Leute $a- tzunmenströmen sehen, die, durch irgendwelche Nachrichten dcranlaßt, wirllich des Glaubens waren, es würde zur Bifimng Militärischer Formationen und zu Waffe naus- gaben kommen und tergl. mehr.

Solche Erscheinungen liegen im Schoße unserer Zeit Natürlich müssen sie auf das ernsteste gewertet werten. Aber wir müssen doch auch die Dinge sehen, wie sie sind Ein Veriuck: zur militärischen Abwehr, zum Kampfe mit Ksitssin im Ruhrrevier würde mit einem Schlage die Ver­wirklichung aller französischen Hsffnungm und Erwartun­gen mit sich bringen. Denn das Ziel ter Franzosen im Ruhrrevier ist ja gar kein wirtschaftliches, sondern ein hochpolitisches. Man würde es aus ter Gegenseite nut begrüßen, wenn nun endlich, endlich oer Vorwand ge­schaffen würde, um dieses Ziel ist feie Tat umzusitzen. Dann wäre mar fre, vorn allen Hemmungen, bann könnte

man schalten und walten» wie man wollte, dann könnte inan gegen bie Bevölkerung unter Kriegsrecht vorgehen Itnfe man könnte das Staats- und das persönliche Eigen-^ ton nach eben diesem selten Recht behandeln. Alle und rlles wäre dann vogllftei. Würde feer jetzt waffenlose Kampf von unserer Seite in einen Kampf mit Waffen »mg-wandelt, dann würde das Rnbrrevier, das wirt- schastliche Herz Dentschlarrds, zu einem Trümmerhaufen. Damit allein wäre es aber nicht getan: Die ganze teuisch: Wirtschaft wäre ruiniert, unfe die politische Ein heu Deutschlands könnte in diesem Falle ebenfalls nicht mehr krhalten werten.

Es ist erklärlich, daß unter diesen Umstänten auch hochragende militärische Persönlichkeiten in aller Lesfent- sichkeit gegen den Gedanken eines aktiven Kampfes gegen sitankreich ausgetreten sind. Der General von Zwehl Hot in terKreuzzeitung" ausdrücklich daraus aufmerksam gemacht, daß es ja Frankreichs Tendenz ist, Deutschland Von bet passiven Abwehr, die ihm so auherortentlick | «nbeanem ist, abzudrängen auf das Gebsit des »ftiven Widerstandes, auf welchem Frankreich mit seiner Brnwe ten über 750 000 und mit seinen Mserwn von zwei bis drei Millionen, mit einer Heeresrüstung, tote sie ter der Weltkrieg selbst nicht gesehen hat. ganz selbstverständlich ' die Oberhand behalten mußte. Unfe der General ter Jn- l fanterie a. D von Daimling bo; in der Presse ausge­sprochen:Nein, Dmtschland kann in dieser Sage keinen 'Krieg mit Waffen führen. Kein denkender Mensch wir» ihn wollen. Er würde auf fe.illsck.'M Boden ausgetragru 1 tserben. Was das heutzutage bedeutet, weiß jeder, der feie | Steinen in Nordfrankreich gesel>en hat." Im selben Sinne 1 Lutzert sich ein anderer hervorragender militärischer Fach- 1 Dann wie folgt:Es wäre bei unserer militärischen Ohn-

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