i
V
l
t
*
N
1923
E3
Mmheim und DamW nen WU
s schließen wollen, die etwa über den Bcrgring — iWittagbrücke.— Lutzenbergstrabe nach dem Meß-
128
platz verläuft.
Das KartcN der Mann-
)ft
saub«
Berlin, 2. März.
brdt
an3, i
■L
ff
ii
X
hatten ermahnte. Mannheim^
Laut „B. Z. a. M." wurde der
verhandeln, bevor sie nicht förmliche Versicherungen abgegeben hat, daß den Landesverrätern nichts ge- fchieht, — Hierzu wird halbamtlich bemerkt: Bekanntlich hat der Reichsfinanzminister schon früher
Meldung eingegangen sei, daß die Franzosen einen Teil des beschlagnahmten Geldes, der für das britische Besatzungsheer bestimmt war, ausgehändigt hätten. 1 .
des Rbeinlandgbkomchens Anspruch haben.
Berlin, Z.^Rürz. Der Borstand des Deutschen j EisenbahnerVerSSNdeS Hawaii seine Mitglieder einen Auf- j ruf erlassen, worin er an'die Ehre und baS Gewissen der - deutschen Eisendahnarbeiter appellierte und zum Fest-!
Unterbrechung . ... ................ .. ... ...
lärcher als KuMtzvolk Wie auch unter den Garantie»
|t Mannheim, 3. März. Im Morgengrauen ^ben die Franzosen den Rhein überschritten in ' Ltärke von mehreren Kompagnien. Es scheint, daß t sße das Hafengebiet durch Besetzung einer Linie ab-
Die ^Oberhelfiicke Zeitung' ericheint iechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 3000 Mt. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummern infolge Streits oder elementarer Ereignisse kein Ermtz. — Verlag von Dr. E. Hineroth. — Druck der llntu^Buchdruckerei von Jod. Zug. Koch, Markt 21,23. — Fernsprecher 5ö> Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
d)t.
tr. U-
Hm hie SemittlW.
Paris, 2. März. Dem „Echo de Paris" zufolge ist eine englisch-amerikanische Intervention nicht möglich, solange die Regierungen von London und Washington, namentlich aber diejenige von Washington, nicht vollkommen die Stellungnahme geändert haben, die fie in der internationalen Schuldfrage einnehmen. Amerika und England müßten außerdem versprechen 1. eine Garantie für die regelmäßige Zahlung der vom Deutschen Reich geschuldeten Summen, 2. Garantien für die Sicherheit Frankreichs und Belgiens. Das Blatt schreibt: Es versteht sich von selbst, daß man uns nicht zufrieden stellen kann, wenn man auf alle Fragen mit dem Wort „Völkerbund" antwortet. Garantien, die die Staaten, die sie unterzeichnen, verpflichten, wollen wir haben.
London, 3. März. Reuter erfährt, daß die Lage der Eisenbahn in der britischen Zone im Rheinland unverändert ist. Die hartnäckigen Ee-.
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg. 'M
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhesser
röcht« über eine Vermittelung sei nach wie vor di«, einer wohlwollenden Neutralität. Es bestehe kein« Absicht, in irgendwelcher Form zu intervenieren.
Bonar Law teilte im Unterhaus« mit, er hab« keinerlei Andeutung von Seiten Frankreich- oder Belgiens erhalten, daß diese sich in der Lage befänden, Sonderverhandlungen mit Deutschland zu unternehmen. >
Paris, 2. März. Da» Kriegsministerium gibt nach der „Libertö" bekannt, daß mit der Entlastung der Jahresklasse 1921, die für den 1. April 1923 vorgesehen ist, bald begonnen werden solle.
Bo, einer neuen Ruhrdebatte im Unterhaus.
Paris, 2. März. Dem „Petit Parisien" wird aus London gemeldet, daß im Unterhaus am kommenden Dienstag eine neue Ruhrdebatte zu erwarten sei. Die Arbeiterpartei wird einen Antragi einbringen, der die Bildung einer neuen Kommis«, sion, bestehend aus Vertretern Großbritanniens^, Frankreichs und Belgiens vorschlägt. Diese Kon» Mission soll damit betraut werden, die Mittel zu einer befriedigenden Regelung der Reparationsfrage zu studieren. Der Antrag wird wahrscheinlich von der Regierung abgelehnt werden, man glaubt aber, daß Bonar Law di« Debatte darüber t>ae; nutzen wird, um eine ausführliche Darstellung der augenblicklichen Lage zu geben.
Mette.
Berlin, 2. März. Der Reichsverkehrsmimster hat verboten, daß im besetzten und Einbruchsgebiet’ Güter befördert werden, die zur Erlangung der Ausfuhrgenehmigung den neuerrichteten französischen oder belgischen Ausfuhrstellen zugeführt oder mit der Einfuhrbewilligung der französischen »bet belgischen Bewilligungsstelle« eingeführt werden sollen.
B e r l i n, 3. März. In ein« Not« protestierte namenS der Reichsrcgierung bet Relchskommissar für die bes feten rÄebiete gegen die immer weitergehens« Erdrosselun.z der deutschen Presse/- (Seit dem 11.1. seien bereits über- 150 ZeiturigsvÄkbote ergangen, sodaß oft weite Bezirke vollkommen ohueFlach richten waren. Das sei eine völlige '
Militant des Kreisdettgierten in Bernkaste! und ein französischer Offizier brobachteb, wie sie in Zivil nachts zusammen mit zwei französischen Gendarmen Flugblätter in di« Haustüren schoben, auf denen Sie deutschen Eisenbahner als die Urheber der Nachteile bezeichnet wurden, die die deutsche Bevölkerung in Kauf nehmen müsse.
Noch keine Rückaabr der beschlagnahmten Milliarden.
London, 2. März. Bonar Law teilte im .Uuterhause mit, daß keine offizielle Zestätigung der
Marburg SoMohenb, heu 3. Mrz
Lenzing
Berlin, 2. März. Die Franzosen gingen in GtäifMJon etwa 6000 Mann mit Tanks, Geschützen And UGfchinengewehren gegen den Flugplatz Rott- Hausen vor, wo sich die Quartiere der Schullpoliz-i Gelsenkirchens befinden. Rach Umzingelung der Vnterkunftsräume wurden sämtliche Schutz- tzolizeibeamten, im ganzen 4 Offiziere und 270 Mann, verhaftet und auf Lastwagen nach Gsten transportiert. Sie werden wahrscheinlich aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen.
; Gelsenkirchen, 2. März. Die Polizei- ivachen in Bredeney, Etoppenberg, Kapernberg Wurden heute nacht aufgehoben und die anwesenden
Frackel wurde heute früh das Polizeirevier um-
1 Darmstadt, 3. März. Die Franzosen haben heute kurz vor Arbeitsbeginn die Lokomotivwerk- ftätte, die ganz nähe an dem besetzten Gebiet liegt, t Mit einer kleine» Jnfantericabteilung besetzt. Der dmmandierende Offizier ließ die Arbeiter fragen, «b sie unter französischer Aufsicht arbeiten wollten. Dies wurde von den Arbeitern rundweg abgelehirt. Die Arbeiter verließen dann die Arbeitsstätte. Da- - teuf besetzten die Franzosen auch dir BrtrieSswerk- ftätte, wo die Arbeiter ebenfalls die Arbeit niederlegten. Bei der Abteilung befand sich ein franzö- i ßfcher Ingenieur, der über alle wichtigen Betriebs- [ punkte genau unterrichtet war und der überall dort ° poften aufftellen ließ. Rach dieser Aktion besetzten ' die Franzosen auch Sen Güteroahnhof, wo auch der Betrieb eingestellt wurde. Weitere Teile der Stadt sind Bis jellt nicht besetzt, doch trcifcn die st'idlischen : Behörden alle Vorbereitungen, um durch ein wri- . teres Vorrucken der Franzosen nicht überrascht zu ‘"Werten. Im La-,cr Griesheim, wo sich seit langer Zeit keine französischen Truppen mehr befanden, sind in den letzten Tagen 10—20 Lastautomobile [:»it französischen Truppen eingetroffen.
| Uebrrnahme der Eisenbahn im besetzten Gebi t.
| Paris, 2. März. Nach einer Havasmeldung ' *nS Koblenz hat die interalliierte Rhetnlandkom- 7 Million die Ordonanz unterzeichnet, die an Stelle der
[W
PrJ
«ierung erinnert, der namentlich Sabotageakte zur Last gelegt werden, die die Sicherheit (!!) der Be- sotzungsarmee sowie die Interessen der Bevölkerung in den besetzten Gebieten in Gefahr gebracht hätte. I §n der Spitze der Regte wird ein französischer Direktor stehen, dem ein Franzose und ein Belgier beige- istben sind. Die Ordonanz tritt sofort in Kraft.
Reue Sirafmagnahmen.
Düsseldorf, 2. März. Di« „alliierten" Oberkommissare haben neue Strafmaßnahmen erlassen, weil die deutschen Beamten die Zölle noch für das Reich einnehmen. Es müßen künftig die Steuern für Zigaretten, Zigarren, Tabak und Schaumwein an dis alliierten Steuerbüros gezahlt
■ f deutschen Eisenbabnverwaitung eine Regie der Eisen- ——। bahnen des besetzten Gebiets einrichlen will. In
einer Anlage wird an die Haltung der deutschen Re
PreMrrihest, auf welche die Rhein-
Heimer Arbeitgeberverbände hat einstimmig allen Firmen empfohlen, im Vaterländischen Jnteresst infolge der aus Anlaß cher Ruhrbesetznng eingetretcnen BetriebsfchtoierigWeu i^i ne Kündigungen oder EntlaffunMl Wn' ArMkneymern Myunehmen.
^«amten^ insgesamt 12, verhaftet und mit ^un- pfanntem. Bestimmungsort adtranspodtiert. In
stellt und besellt. Die Beamten wurden am Der- lassen des Gebäudes verhindert. Die Angehörigen der Schupobeamten von Gelsenkirchen wurden verhaftet.
London, 2. März. Der Kölner Sonderberichterstatter der „Daily Ehronicle" schreibt: Die französischen Militärbehörden seien anscheinend ent- ichlossen, die deutsche Polizei im Ruhrgebiet zu be- icitigen, damit die Franzosen in der Lage seien, die Politik des Terrors leichter durchzuführen. Die deutsche Polizei habe im Ruhrgebiet unter schwie- rtgen Umständen wirksame Arbeit geleistet, die einen britischen Offizier zu der bewundernden Bemerkung veranlaßte, daß die Londoner Polizei es nicht hätte bester machen können. Die Franzosen wären fedoch entschlossen, an der Ruhrpolizei Rache zu üben und gingen gegen sie mit Verhaftungen Einkerkerungen und Vertreibungen vor. Diese Herausforderung werde von der Polizei ertragen, ohne daß sie sich zu Vergeltungsmaßnahmen hinreißen lasse, nach denen sich die Franzosen, wie klar ersichtlich sei, sehnten. Jetzt versuchten die Franzosen durch Unterbindung der Lebensmittelversorgung des Ruhrgebietes weiteren Druck auszuüben. Trotz des feierlichen Versprechens des Generals De- goutte, daß Lebensmittel im Ruhrgebiet nicht re- guiriert oder angehalten werden sollen, vergehe nicht ein Tag, wo dies nicht mit großen Lebensmittelmengen geschehe.
Durch Terror zur Annektion.
L on d o n, 2. Marz. In einem „Durch Terror zur Annektion" überschriebenen Leitartikel führt ..Daily Ehronicle" aus, die französische Politik im Ruhrgebiet ziele wetter darauf hin, nicht Unruhen zu verhindern, sondern hervorzurufen, um sie dann gewalttätig zu unterdrücken. Die letzte Phase, die dies beweise, sei die Ausweisung der deutschen Polizei aus den größeren Städten. Die Besallung, die Frieden und Ruhe zu buben wünsche, versuche stets, die Dienste der be- stehenden örtlichen Polizei zu behalten. Bisher jedoch hätten keinerlei Unruhen stattgefunden, abgesehen von den durch die französischen Truppen selbst unternommenen Raubtaten und Eswaltätig- keiten. Es sei unmöglich anzunehmen, daß Poin- carö die Fortdauer dieser Ruhe wünsche, wenn jedoch Unruhen entstehen sollten, so werde die zivilisierte Welt, die der bemerkenswerten Selbstbeherrschung der Westfalen nicht blind gegenüberstand, wissen, wem die Verantwortung zuzuschreiben sei.
Buc r, 2. März. Oberbürgermeister Zimmermann wurde heute Nachmittag, wie die „Vuersche Zeitung" meldet, abermals von den Franzosen verhaftet, angeblich, weil er sich geweigert hat, Mressen von Beamten nrhnteikn.
Bochum, 2. März. Bis zum gefingert Tage sind beim Besetzung samt in Essen 42 Raubüberfälle durch ftanzZfische Soldaten bekannt geworden. In Gttien- kirchen wurden der Commanditgeftllschaft Dreiringwerte vorgestern 100 Kisten STft iy Werte von 120 Millionen Mart an der Ruhrbrücke v?! Steele weggenommen.
K ö l n, 2. März. Heute Vormittag wurden Gut Meldung der „Köln. Ztg." aus Recklinghausen 4 Eisenbahner, die mit einem Transport von Lohngeldern unterwegs waren, von den Franzosen abgefaugen. Sie wurden in einen Krastwsgen gebracht und verschleppt. 60 Millionen Loh ngeider, die für bk ♦morgige Löhnung der hiesigen Tifnubahner befi'mmt wckwn. wurd-n dabei fortgenowni'rt.
Herne, 2. März. Das Rathaus wurde militärisch besetzt. Beamte und Bürger werden mit Gewalt am Betreten des Rathauses gehindert. Durch diesen neuen Gewaltakt wird die Bevölkerung von Herne schwer geschädigt. Geld für die täglichen Ausgaben kann nicht mehr beschafft werden. Die Auszahlung von Unterstützungen an Arme, Kriegshinterbliebene. Kleinrentner und Wöchnerinnen ist gestört. Durch die gewaltsame Schließung bei städtischen Sparkasse werden insbesondere die kleinen Leute schwer betroffen.
Bochum, 2. März. Der Warenverkauf in der Stadt ist auch weiterhin untersagt. Es zeigt sich immer mehr, daß dis Franzosen systematisch eine Hungerblockade durchführen wollen.
Rotterdam, 3.März. Gegenüber der Havas- meldung, baß am 28.2. acht Kohlenzüge n»ch der Schweiz, Italien und Holland aus dem Ruhrgebiet aus- gegangen feien, stellt der „Nieuw: Rotterdamsche Cour." fest, daß in den letzten Tagen keine einzige Tonne Kohlen nach Holland -la-sandt worden ist.
Baris, 2.März. De Havasagentur bat über die Ingenieurkommission, die seit Beginn der Ruhrbesetzung tätig ist, einen offenbar amtlich sanktionierten Bericht veröffentlicht, in dem bis ins Kleinste geschildett wird, welche Anstrengungen die 50 Ingenieure unternommen Laben, um das Wirtschaftsleben im Ruhrgebiet lahm zu legen. Außerdem weist ihnen die Havasagentur auch rweb die Rolle der Handelsspionage zu, in dem sie darüber folge-nses berichtet: Es sei in Frankreich noch nicht genug bekannt, wie der Stand der Versorgung mit Material in gewissen Fabriken ausgekundschaftet worden sei. Dies sei nur dadurch möglich gewesen, daß ein deutsch- sprechender Ingenieur sich als Arbeiter verkleidet dorthin begeben und unter die deutsehcn Arbeiter gemischt habe. Ebenso müsse erkannt werben, baß in Essen selbst die französischen Propagandaanschläge von Sngtuieuren und einigen gut gesinnten Zivilisten angeklebt worden seien. — Was die Handelsspionag: in den deutschen Fabriken anlangt, so kann man sich einen Begriff davon machen, taclches Jukresse in Pans an derartigen Informationen besteht und in welchem Umfange das Verfahren auch bisher schon zur Anwendung gekommen ist, wenn man in dem heutigen Leitartikel Victor Cambons in der „Information" kiel: Im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten . > es eine umfangreiche Zusam,«.>lstellung von ebenso präzisen wie iutueire.iOen Berichten, die seit zw-TTJahren voll dorn französischen Delegierten in Düs- ftldors crftattet worben seien. Camoon beklagt sich übrigens bariiber. bau im Januar, als die Ingenieure der Mission Sofie* nach dem Ruhrgebiet abreistcn, keinem von ihnen auch nur das Borhünbensem dieser Alte be- kann'g geben worden sei.
Paris, 2.März. Eine Bilanz des Ruhrunter- nehmens im Lichte der französischen Schwerindnstrie gibt das Fachblatt der Metallindustrie „l'Ousinc". Nach statistischen Angaben wurden im Januar infolge Koks- inangels 26 Hochöfen gedämpft. Die Eisenvroduktion hatte im Januar eine Verminderung um 27 078 Tonnen gegenüber dem Vormonat. Die Produktionsziffer für Stahl weist eine Verminderung um 6866 Tonnen auf. Der Koksvreis, der im Dezember 95 Franken betrug, betrug in der zweiten Hälfte des Februar 150 Franken und jetzt 198 Franken.
Parts, 2. Mörz. Der .Eclair" schreibt: Es ist nm nötig, daß Herr PolncarL gestern, wie angefiinblgt wurde, das Hüttenkomitee empfangen hätte. Der Mtlltärpräsident hat fich mit verschiedenen lothringischen Industriellen unterhalten, die ihm vom Handels- Minister uiid von dem Minister für öffentliche Arbeiten vorgestellt wurden. Die Industriellen waren gekommen, um PoincarS davon zu unterrichten, daß feit dem Ausbleiben der dcuttchen Koks- und Kohlenliefe- rungen eine ziemlich bedeutende Anzahl von Hochöfen ausgeblasen werden inutzten. Das Interesse, das da- fiir vorhanden ist, die Hochöfen so schnell tote möglich wieder In Betrieb zu setzen, um ntcktt länger eine wichtige Quelle der franzöfislben Industriellen Produktion ferfidem zu lassen und nicht die Arbeitslosigkeit einer zahlreichen Bevölkerung zu vergröbern, ist der französischen Regierung nicht entgangen.
Paris, 2, März. Ministerpräsident Poincarö hatte heute vormittag mtt dem Vorsitzenden des Finanzausschusses der Kammer, Doriac, eine Unterredung über die allgemeine Finanzlage und die Kosten der Besetzung des Ruhrgebiets. Nach Havas hat Poincar^ den Abgeordneten beruhigende Erklärungen abgegeben. Was die Organisation der Eisenbahnen anbetreffe, so rechne die Besetzungs- behörde damit, in Bälde einen Einnahmeüberschuß zu erzielen. Die Kohlenlieserungen machten gute Fortschritte.
Van-
G-st
Hst
IM
5« Mut.
London, 2 März. Die „Times" berich-ct, cafL Mustafa Kemal Pascha in einer Red? in der National»! Versammlung ton Angora erklärte, wenn bk Alliierten nicht die finanzielle, wirtschaftliche und juridische Un» abhängigkeil der Türkei anerkennen, würde die Türkei den Vert-ag von Lausanne nickt annebmen.
L o u d o u, 2. März. Im Unterhausc erklärte bei btt, Erörterung des ergänz.'nden Vora.^chlszes für Mes»i botamien der Kelenialuntersskretär, gleichviel, ob Großbritannien in Messxetamirn bleibe oder nicht, auf ftdcn Fall werde es nach den Siegen von Allcnby nicht, unter der Bedrohung tüMscher.Bajou.-tte sich bataitl' zurückziehen. , ;
Paris, 2. März. Huvas meldet aus Angora, bist «Wrikünische, Mission Mc aimsrc^h. die einst HeimstätH
Der Anzeigenvreir beträgt für de« Sgejp. Zeilenmilltmeter 60.00 MI. (Kleine Anzeigen erzen bar, 331/s•/« weniaet). Amiliche und »usw. Anzeigen 75 Mk. Set ILwieriae» kV Satz 50 •(, Ausichlag. Spät einlaufenbe oder den Raum über */f Seite einnehmende (JO OUljtzJi Anzeigen werden nach der Textwaltendreite berechnet. ReNamen der Zeilenmilltmeter 240 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barradatt. Belege werden berechnet. Sei Auskunft durch die Eeichäftsir. und Vermittlung der Angebote 30 M, bei Ueberjendung durch uns 50.— Mt ohne Porto.
11 ». an seine Beamten die Weisung gegeben, nur den befehlen des Reichsfinanzministers zu gehorchen.
Di« Zngenieur-Miffiort in Düsseldorf.
Paris, 2. März. Rach einer Meldung aus Esten soll die ZngsnieurMisston ihren Sitz von Esten nach Düsseldorf verlegen. Trotz der Ableugnung scheint etwas Derartiges beabsichtigt zu sein, denn der Führer einer Abteilung der Mission habe sich nach Düsseldorf begeben, angeblich, um »ährend der Periode der Operationen, die jetzt beginnen soll, in enger Fühlung mit dem Oberkommando zu stehen.
Kampf gegen die Schupo mit Tank und Geschützen.
C|Ä i werden bei Androhung der Schließung des Ee- ichästs. Personen, die den Alliietten Folge leisten, sollen unter ihren Schutz gestellt werden, ja man will mit der deutschen Regierung nicht eher vrr-
Der „Dorlvärts" gibt die Zuschrift eines Vorstands- mitgliebes des sozialistischen Alten Deutschen B-rgarü«'- terverbänbes aus dem EinbruchsgeLiet mittler, in der es i heißt, jetzt sei keine Zeit zum Kampfe gegen den Kapi-' talism^is. „Gleichzeitig nach zwei Fronten einen Kamps, ausfecht«n,.ist unmöglich. Di-jenigen. die immer darauf^ binweisxn, daß. auch im gegenwärtigen Augenblick btt, Kampf gegen Has deutsche Kapital unumschränkt gefübtt' werden soll, erweisen der Sache des Proletariats einen i schlechten Dienst. Sie zersplitterten die Kräfte, die drin- * F^nd notwendig gebraucht werden, um die schlimmste! Gefahr von der Arbeiterschaft abzuwehren." Diese Gefahr ! heiße Poincarö und der Kampf müsse fortgesetzt werden, bis Frankrttch^zur Einsicht komme, daß sich mit ®e< wattmaßnahnM wirtschaftliche Differenzen nicht regeln lassen Man solle auch nicht immerzu nach Berhan-->1 lnnarn,«fm, dies stifte nur Verwirrung in den eigenen j Rethen — ^an^sieht, btt Stimmung an der Front ist gut, möge nicb^ dk versagen!
HUfe für deutsche Klüver.
Wie bar „B. L' aus Prag meldet, hat der tfchechoslowaüsche Minister des Innern den deutschen Abgeordneten versprochen, baß 4500 reichsdeutsche Kinder in der Tschechoslowakei ausgenommen werden dürfen.
Nach einer Meldung der .Boff. Ztg." haben sich in Estland eine grobe Anzahl hilfsbereiter Menschen zur kostenlosen Aufnahme von rtuterernährieu Ferien- kinderu aus Deutschland bereit erklärt.