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fmrnzösische Botschafter habe gestern Nachmittag

haben die Quartieren die Kleider Reitpeitsche, dem Siedc-

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Weitere Ausdehnung der Befatzungszone.

D i e z a. L., 28. Febr. Rach öffentlichen See kanntgaben der Besatzungsbehörden sind die im un* besetzten Gebiet liegenden Dörfer de» Unterlahu» ?reis«s, soweit sie im Flaschenhals belege« sind, ab 26. Februar als besetzt -u betrachten. Der Ort Flammersfed an der Strecke SiershahnAtenhire chen wird nach Mitteilungen der Besatzungsbehörde vom 1. März ab mit 100 Mann belegt. Die Quartiermacher trafen bereits ein.

solchen Politik würse schließlich fein, daß England zwangen Ware, gemeinsame Sache mit Rußland machen.

Paris, 28. Febr. Das von der sranz-Zssch.nr Re­gierung herausgegebene Gelbbuch liefert den Beweis, daß sofort nach Beginn der Pariser Konferenz der ftauzöftsche Ministerpräsident in einer geradezu aufdringlichen Ge- -chäftigkeit den Versuch gemacht hat. eine beabsichtigte Ver­fehlung Deutschlands bei den Kohlenlieserungen fesizuftel-

London, 2g. Febr. Auf eine Anfrage Bonar 8aw tm Nnterdause mit, daß Frankreich wärtig an der Ruhr eine Armee von 133 000 stehen habe.

Talerwährung tm besetzten S-btet

len Es kam infolgedessen zu ganz bezeichnenden Aus­einandersetzungen »wischen Poincare und Bonar Law.

Dir Auszeichnungen des Gelbbuches über den Beginn ter Verhandlungen der Pariser Konferenz müssen auf jeden Leser den Eindruck machen, daß Poincare bei Be­ginn der Verhandlungen sich bemühte, »um Ausdruck »u bringen, daß die Feststellung der Verfehlung Deutschlands bei den Kohlrnlftfcrungrn bis zu einem gewissen Datum erfolgen sollte, um, wie Bonar Law erwähnte, die juristische Grundlage für ein Vorgehen Frankreichs vor dem 15. Januar »u schaffen.

täte, meine, was er sage, müsse Frankreich für im» mer im Ruhrgebiet bleiben.

Sowohl konservative rrls auch liberale Mitglie­der des Parlaments erklärten gestern abend, dah die Lösung des Reparationsproblems und die Siche­rung des europäischen Friedens nicht erreicht wer­den könnten durch die z a h m e Z u st i m m u n g zu dem franzöfischen Eingriff, der di« Regierung zu­treibe. Diese Frage müsse jetzt ohne weitere Ver­zögerung beantwortet wertzwn. Die Haltung der Arbeiterpartei werde jetzt im Lichte des Eingeständ­nisses Bonar Laws mit Interesse verfolgt werden, man habe für heute die Veröffentlichung eines Manifestes der Arbeiterpartei erwartet.

P a r is, 28. Febr. Aus London wird der »Chi­cago Tribüne" gemeldet, daß man sich in englischen politischen Kreisen über die durch die französische Beschlagnahme der Rheinzölle entstanden« Lage be­unruhigt zeigt. Man befürchtet, daß mit diesem Schritt den englischen Interessen ein bedeutender Schaden zugefiigt würde. Die englische Regierung soll sich sehr besorgt zeigen über die Folgen, die die­ser Zwischenfall mit sich bringen kann und es ist möglich, daß das Kabinett zu einer Aussprache über diese Frage Zusammentritt.

Grey für den Völkerbund.

Lo ndou 28. Febr. Lord Grey sagte in einer Siebe in Bristol, er glaube, die Mehrheft bei britischen Volkes sei der Ansicht, daß die Repa rat!o nsfrage durchdenVölkerbund gelöst werden könne und daß sie eine andere Lösung nicht erhalten werde. Hier»» sei aber die Zustimmung der französischen Regierung nötig. Im gegenwärtigen Augenblick würde der Versuch, eine Vermittlung des Völkerbundes herbeizuführen, zum Ver. fall des Völkerbundes führen. Die englische Regierung müsse Frankreich erklären, daß eine Lösung der Rcva- rations frage nur erreicht werden könne, wenn die fran­zösische Regierung vorher erkläre, daß sie bereit sei -ine derartige Lösung anzunehmen. Solange die französische derartige Lösung an»unebmcn. Solange die französisch, venieren oder helfen. Die Sicherheft Englands sei mit der Frankreichs verknüpft. Wenn ein Kontenentaiblocs unter Ausschluß Englands zustande käme, würde die 2(tge Englands unbequem und gefährlich werden Deutsch- laich würde auf Revanche entweder innerhalb oder außer­halb bet Gruppe hinarbeiten. Es würde Krieg geb. Eine Gewaltaktion wie die augenblickliche, werde fein Bargeld von Deutschland erlangen Der Erfolg einet

Paris, 27. Febr. Ein Sonderbertcbt des Temvs aus Wiesbaden gibt unter Vorbehalt eine anoeblicbe Erklärung eines von ihm nickt oenannien Bankiers wieder, toenarb die von der frcrnzösifcben und Helal schen Regierung geplante rbeiniscke Talerivädrung im gewünschten Augenblick ansgeaeben werden könne. Der Ausgabekurs soll 10 Centimes für einen Taler betragen, und die Einwodnerschaft batte idr-n feksoen Marwesitz innerhalb einer febr kur, bemessenen Frist gegen die DesetzungStaler einruwechseln. Angeblich ist die Ausgabe von 200 Milliarden voraeseden, die oon der Bank von Frankr-ich und der be'asschen Na­tionalbank garantiert würden.

Ein übler ®<ift

Essen, 28. Fror, In Esse« ,ft Deute ,'.t Leiter

wahre Schreckensherrschaft aus. Sie Schupobeamten gewaltsam aus ihren bezw. Wohnungen gebolh--ttssen ihnen vom Leibe und mißhandelten sie mit der Tie Stimmung der Bevölkerung ist auf

Di« Konferenz in Düsieldorf.

Paris, 23. Febr. Hava- berichtet an» Düsseldorf über die mg kündigte Konferenz, die dort gestern nach- mittag unter dem Vorsitz de» französischen Oberk'm- riissars Tirard begonnen hat, ihre Hauptaufgabe fei, ein Eisenbahnstatut auszustellen und an die Stelle der deutschen eine interalliierte ld. h. ftanco-belgische: Anm. b. Redakt.) Verwaltung zu setzen. Gestern Abend sollte bereits eine entsprechende Verordnung erlassen werden- Ihm würden zwei technische Berater, ein Franzose und ein Belg er, beigegeben werden. Die Generaldirektion her Armeetransporte mit General Payot an der Spitze werd« keine wesenfl'chen Mnderungen erfahren.

Dumm dreiste Lügen.

Paris, 1. März. Die Blätter veröffentlichen folgendes Dementi, dementiert aus Düfleldorf: Di« Deutschen behaupten, daß die Haussuchungen in der "»andc'skammet in Bochum mit Plünderungen ver­bunden gewesen feien. ES feien Möbel umgeworfen und zerbrochen worden usw. Die Militärbehörde teilt demgegenüber mij, daß sich die Haussuchung in unbedingt regulärer Form vollzogen habe. ES feien nur Scbrlststltcke beschlagnahmt worden, aus die man aufmerksam gemacht worden sei. Wenn Beschädigun­gen vorgekommeu feien, so seien sie von Deutschen be­gangen worden, nicht von den Franzosen. ES sei übrigens nicht daS erste Mal, daß die Deutschen ab­sichtlich Schäden anrichteten und dann den Franzose« zur Last legten.

Anmerkung der WTB.: Die französischen Ableug- nungsversuche sind verständlich, da eS Mr die Aus­raubung und Zerstörung keinerlei Rechtsertigung oder Entschuldigung geben rann. Der Mut zu einem fol­gen Dementi ist indessen staunenswert, besonders an­gesichts der Tatsache, daß sofort nach dem Zerstörung»«' werk der französischen Truppen ausländische Journa- listcn nud Photographen den wahren Sachverhau etn* wandfret festgestellt haben.

Der Prozeß JaneS.

Aachen, 28. Febr. Zu Beginn der Berufungs­verhandlung tm Prozeß gegen Oberbürgermeister Dr. Iarres-Dnlsburg vor dem belgischen Militärgericht drückte der Angeklagte den Wunsch auS. nicht mehr ge* fkffclt voraefiibn zu werden. Zur Sache bemerkte er, daß der General nidtt berechtigt sei, die Ausweitung zu verfügen. Der Miiitäranwalt berief sich daraus, daß während der Okkupatwn die Bewohner den Milt* tärbeseblen [eigen müßten. Nach längeren AuS» führuilgen der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Grimm und Rechtsanwalt Meblkovs. die daraus hinau» glngcn, daß der Angeklagte aus rein formalen Grün­den srelgesprochen werden müßte, weil die Verord­nung vom 29. Fanuar d. Is. keine Strafbestimmun­gen enthalte und weil daS Recht zur Ausweisung unter keinen Umstünden bestehe, beschloß der Gerichts­hof, das Urteil am nächsten Mittwoch zu vetckvnven.

Marburg SmmhIm. im L Mökj Lenzing

Wie mn ins Mntoolno.

Zu einer Zeft, in der wir mitten in der Fortsetzung

ÄiiWk Stilen

Paris, 1. März. Der deutsche Geschäftsträger in Paris ist beauftragt worden, an die französisch» Regierung eine Note zu richten, in der gegen die Ersetzung der deutschen Mitglieder de» deutsch-fran« zösischen gemischten Schiedsgerichtshofes durch neu* irale vom Völkekbundrat ernannte Schiedsrichter Widerspruch erhoben und mit Bezug auf die deutsche Mantelnote vom 1. Februar nochmals eingehend die Rechtslage dargelegt wird. Die deutsche Regie* rung erklärt, daß sie einen so zusammengesetzte» Gerichtshof und seine Entscheidungen nicht al» recht« mäßig anerkennen wird.

Der Reichskommisiar für die besetzten Gebiet» hat es abgelehnt, die von der Rheinlandkvmmtssto» oeschlosiene Unterstellung der neu besetzten Gebiet» unter die Gewalt der -Kommission an feine Behör­den weiterzugeben. .

de» französischen Spitzeldienste« fttt da« Caargebiet em getroffen. Er Hal germanisches Aussehen, spricht ; perfett deutsch und »war hannoversche« Dialekt.

Bochum, 28. Febr. Sestern morgen wurde« tm Haupwahnhof »wet Zivilisten, »Wei Schaffner u«d der Fahrdienstleiter verhaftet, well vor dem Bahnhof zwei französtfche Spitzel vom Publikum verprügelt wurden. Der Bahnhofsvorsteher und der Pförtner, die det der Prügelet anwesend waren, tonnte« nicht verhaftet werde«, da sie sich rechtzeitig ta Sicherheit gebracht haben. I« der Stadt selbst wurden ei« französische, Qsftzter und et« Unteroffizier von der »enge derart verprügelt, daß sie polizeilichen Schutz tn Anspruch nehmen mußten.

Pech«» verboten

«oblen», 28. g*r. Di« Rhelnlandkommtssio« hat dem Führer der russische« Kommunisten, «ade» und seinen Begleitern die Etnretse in da- besetzt« So* biet Verbote«.

Foreign Office eine Unterredung über die zwischen br> Regierungen schwebenden Fragen, namentlich über die türkische unb bie Memelftage gehabt Man dürfe an nebmcn, baß auch die Besetzung des Ruhrgebiets bespro chen Worten sei. Ein Beschluß sei noch nicht ge-aßt worden, ba bw englische Regierung noch nicht im Besitz der genauen Berechnungen ihrer Sachverständigen über die französischen Transporte durch die Kölner Zone vor dem 11. Januar sei. Man könne jedoch für den Augen­blick soviel sagen, daß die englische Regierung, wenn sie die französische Regierung wissen ließe, sie könne ihr nickt alle gewünschten Erleichterungen aus beu Strecken der englischen Zone bewilligen, dabei ihren Wunsch zu ver­stehen geben würde, daß die französischen Behörden bei der Veranschlagung ihrer Transvortmöglichkciten auch den Verkehr zu Wasser mit in Rech innig stelltest. Dieft Veranschlagung sei. soweit bekannt, noch nicht in be- stimmtet Form erfolgt. Nach gewissen Anzeichen schein« man jedoch englischersefts hinsichtlich der Truppentrans­port« sich an eine Ziffer von etwa 3000 Mann zu halten.

Paris, 88. Febr. Die fortgesetzte Erfolglosigkeit der engfisch-ftanzösischen Verhandlungen über die Eisen­bahntransporte durch das englische Besatzungsgehiet wird in Paris mit einer sichtbar unterdrückten, nicht zu ver­kennenden Nervosität beobachtet. Man erkennt, daß nach der von englischer Seite bewilligten Abtretung der Eisenbahnstrecke im Westen zunächst eine weitere Gebiets« zone 'nicht zu haben sein wird. Auch die Benutzung einer der drei Hauptlinien über Köln stößt auf Schwierig­keiten,

Die Reparationszahlungen an England.

London, 28. Febr. Der Sckatzkanzler Baldmin bat auf Anfrage mitg teilt, daß England bis ',um 30. April 22 Reparationsleistungen tn Höbe von 1 Milliarde 153 Millionen Gofdmark oder das Pfund Sterling zu 20 Goldmark gerechnet 57 Millionen, 600 009 Pfund Sterling erhallen habe. Hiervon wurden 637 Millionen Goldmark in bar und 103 Millionen Goldmark für dir Besatzungskosten geleistet. Von Mai bis Septtmbcr 1922 sind weitere Leistungen in Höhe von rund 8 Millio­nen Pfund Sterling erwlgt.

Die SchmknipMM im HuWitL

Bochum, 28. Febr. In Bvchum üben dte Fran­zosen fett de« beutigen frühen Morgensmnden eine

» Französisch-englische Verhandlungen.

Paris, 28. Febr. Havas berichtet aus London, der

j|tl Weltkrieges uns befinden und in der unter Berufting «nf übernommene Verpflichtungen Deutschland körperlich |«b seelisch unsäglich gepeinigt wird, da erscheint ein Lach, das Auffthen in der ganzen Welt machen muß. S sind die.Erinnerungen Wilsons Sie tragen Int Titel: Memoiren unb Dokumente (Paul W-Berlag. Leipzig) unb -ersällt in drei dicke Bände. Der «rßt ist soeben erschienen, der »weite wird alsbald folgen stud ein dritter Band wird alle wichtigeren Dokument« Imb Protokolle, Von beneit bisher noch keines publiziert kerben ist, ber weitesten Oeffentlichkeft unterbreiten.

Ray Stannatd Baker, ber Geheimsekreiär Wilson-, t* in enger Berbiy-ung mit Wilson selber hier versucht, MM ersten Male ein« dokumentarisch«, rückhaltlose Riat« fcgung ber gesamten Vorgänge während ber Pariser Fttedenskonftrenz zu geben. Es ist nur natürfich, daß tzasilcht wird, das Streben Wilsons vollkommen klar Hrrau- »u arbeiten und ei in Gegensatz zu den Mächten »b Kräften zu stellen, die ihm in Versailles entgegen- traten. In ber Tat bietet da» umfassend« Material einen Pradezu erschütternden Einblick in den Kamps, der kn Ver- Mtet vollkomnu» hossmwgPos zwischen Wilson als hem Vertreter einesneuen Idealismus" unb zwischen int übrigen Mächten, namentlich Frankreich, al» den «acheheischenden.Siegern" um Deutschlands willen aus- Pfochten worden ist. Und schließlich unterlag Wilson dmnoch, weil er nicht nut persönlich »u schwach war, »m seine Auffassung durchzusetzen, sondern auch weil «r von allen Seiten im Stiche gelassen wurde.

Dieses Wilson'sche Buch gehört tatsächlich, genau so Me der Versailler Vertrag, in die Hände eine» jeden Deutschen. Wie uns dieser letztere Tag für Tag an die ßchmach erinnern soll, daS uns dieses entsetzliche Haß- Mokument zugefügt hat, so würden unS Wilsons Darleg- «igen zeigen können, wie die Dinge geworden sind, wie «in völlig hoffnungs- und ergebnisloser Kampf gegen die Peheim-Diplomatie, g'gcn machtpolilische Tendenzen und tegett teuflische Pläne der dauernden Erniedrigung Deutschlands und Vernichtung seiner wirtschaftlicheri Kräfte geführt werden mußte.

Dieses Buch müßte überall nutzbar gemacht werden. P» bietet vor allem eine Fülle von Material, daß die tätige Entwicklung geradezu als zwingend erklärt. Wenn en sich den ungeheuren Kampf, der hinter den Kulissen br Biererrat und in sonstigen Geheimkonferenzen um ber Abrüstungs-Idee willen geführt worden ist, hier »rrgeg.nwürfigt, wenn man sich bamn erinnert, baß »kr in Deutschland die Waffen gerade wegen bestimmter ßnfidkrungen der Fragen int Wilson'schen Programm medergelegt haben, dann toitb man vor einem Abgrund Dhen und erkennen, wie sehr wir in Versailles hinter- Plmgen worden sind Dieser Frieden vorn Versailles flt der krasseste verbriefte Unfrieden. Und WilsonS Doku- ment liefert einen neuen Betttag zu ber Forderung, diesen Bmrag zu beseitige» unb bamit den wirklich ersten Schritt gn tun, der der Welt wieder Ruhe bringen kannk

puntt per Erbitterung ange'.angt, sodaß stündlich ernste Ausbrüche der Vollsletdenfchast erwartet werden Ahnten.

i DuiSbur», 28. Febr. An dm Duisburg« An- i»iagfäulen machen die Franzosen mit drei Plakaten bekannt, daß alle Vergehen gegen französtfche Verorv- nungen mit Strafen bis zu fünf Jahren Gefängnis und 10 Millionen Markt Geldstrafe belegt werden, falls nicht das MUttärstraigefetzbuch höhere Strafen Vorsicht. Die Verordnung tritt mit foforttger Wir­kung in Kraft. Zuwiderhandlungm wcrdm mit schwerer Strafe bedroh r. Die dritte Verordnung be­sagt, daß Vervrecben und Vergehen gegen die Bc- satzungsiruppen und alle Sabotageakle gegen Ver­kehrsmittel schwer geahndet werden.

Offenburg, 28. Febr. Heute vormittag wurde Oberbürgermeister Holler von ben Franzokm ber haftet, angeblich, weil er sich geweigert hatte, den wieu ein Adreßbuch aurzuliesern.

Essen, 28. Febr. Aus den Kontrollstellen im Osten des Einbruchsgebietes ist die Zollzahlung bis- c-er noch'nicht verangk worden, dagegen haben die Franzosen in Voßwinkel bereits 10 Prozent des Wertes der Waren als Zoll verlangt.

Auf dem Bahnhof Bohwintol ist ein französisches Werbebüro zur Anwerbung für die Fremdenlegion und für den Eifendahndienft im Sinbrncksgebiet er­richtet worden. Die Angeworbenen werben mit Lastautos von Vohwinkel «ach Düsseldorf gebracht. Gestern sind bereits mehrere Anwerbungen erfolgt.

In Bochum sind vormittags zehn führende Ee- Geschästsleute, die zu einer internen Besprechung zusammengekommen waren, von den Franzosen fest- genommen und abtransportiert worden. In Vo- jd)um sind Auto-Kontrollstelle« eingerichtet worden' mehrfach wurden Autos beschlagnahmt. Ein Kauf- Imann aus Mitten wurde zu fünf Tagen Gefängnis und 500 000 «M Geldstrafe, ein Buchdruckereibesitzer in Witten zu 200 000 <M. Geldstrafe, ein städtischer Arbeiter wegen 'ileberklebung eines französischen Plakats zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt. In Dorstfeld wurde ein Kaufmann wegen Nichtbefol- gung einer französischen Verordnung zu 15 Tagen Gefängnis oder 40 000 cK Geldstrafe verurteilt.

Esse«, 28. Febr. Am Dienstag vormittag 11 Uhr wurde ein Lastkraftwagen mit Kolonialwaren einer hiesigen Großfirina beschlagnahmt und nach Dredmeh gefdxifft. TaS gleiche Schicksal ereilt dem Kraftwagen einer Duisburger Margattnefabrik, der mit 100 Zentnern Margarine belegt war.

Berlin, 28. Febr. In Recklingbaufm wurde das Poltzeimästdium, daS Rathaus und die Unter­künfte der Schutzpolizei umstellt. Im Polizeipräsi- dnum wurde sämtiicheS Inventar beschlagnahmt und die Poltzetbeawren verhaftet. In Dochnm und Dort­mund wurden sämtliche Polizeiunrerttinfte beschlag- ncbmt, sämtliche Mannschaften verhaftet und abtrans- l'ortieit*

Kirchberg (Hunsrück), 28. Febr. Ski hier erfolgten Verhaftungen war ein junger Mann im Otte nicht aufzufinden. An seiner Stelle wurde der Vater verhaftet und als dieser sich der Verhäftung widersetzte, wurde der alte Mann auf dem Trans­port ins Gefängnis von einem französischen Offizier fortgesetzt mit einer Reitpeitsche geschlagen.

Tie Stätte der französische« Trnppm im Ruhrgebiet.

snbkWRt znm W Mtt Hitmertei.

London, 28. Febr. Im Unttrhausc fragte Simon hm Prcmierininister, oh seine Aufmerksamkeit aus die Erklärung» Mil leraghb» »ur Ruhrsrage gclcnft »erben fei, wonach Frankreich nichts zulassen würde, was P von feinem Ziele abdrängen könnte, und auf die Er- Bintng Porncares. daß Frankreich da«, was e» ergriffen Habe, nicht loslassen werde, bevor die Schuld beglichen sei, li die britische Regierung sich bei der ftanzösischen Regie-- »ng Sicherheit bmstlber verschafft hab«, welches das Ziel Frankreich? bei der Fortsetzung der Invasion des Ruhr- MbittS sei und welches der Betrag ber Schuld sei, deren Regelung Frankreich als Vorbedingung für die Zurück- tziehung verlange. BonarLaw erwiderte: Ich glaube, Inne von den beiden Erklärungen mthält etwas Neues. Sch habe dem, was ich schon gesagt habe, nichts hinznzu- Ntn- In Erwiderung einer wefterm Anfrage fegte Der Pvevuerminißer, der Betrag der Schuld 4«i ^Wahrscheinlich die Summe, die 1921 festgesetzt toujbe. ßimon fragte: Ist das die Summe, Von der Bonar Law erklätte, sie könne unmöglich gezahft werden? Bonar Law erwiderte: Ja.

Im Unterhaus fragte ba« ArbefterprrlamentSmitglied iSebgetooob, ob die Aufmerksamkeit auf die Fest- Munfl in NittiS BuchDer Rieder gaug Euro­pa»" gelenkt wurde, daß die Gemeinoen im belegten Gebiet gezwungen fcurben, deutsche Frauen »ur Aufrechterhaltung von Bordellen »« stel- le«, bie bannt Verbunbene« Ausgaben zu bestreiten, und ab eine derartige Vereinbarung in der btttisch besetzten Ben« bestände. Der Unterstaatssekretär für ben Krieg Bmneß erklärte, die Antwott auf den ersten Teil der Frage kaute bejahend, auf den zweiten Teil verneinend. Die Bordelle in der britisch besetzten Zone seien für die Trup- >rx nicht erreichbar. Wedgewood fragte hierauf, ob tbt ebenso bestimmte« (?) Dementi bezüglich des gesamten besetzten Gebiete- gegeben werden tonnte. Buineß knockerle, et habe keinerlei Kenntnis bezüglich des Übrigen Teils be» besetzten Gebietes.

London, 28. Febr. DieWestminster Gazette" hebt hervor, Bonar Law gab in seiner Antwott auf He gestrige Frage Sir Zohn Simons zu, daß Frank- vttch beabsichtige, das Ruhrgebiet besetzt zu halten. 6i» es bie unmögliche Aufgabe sollenbete, 132 ^kiUisrben Eoldmatt zu bekommen. Wen« Poin-

rte ^OBrrheistlche Zeitung ertotinf lechem al wöchentlich. Drzugsprei» monntUch 3000 Bit. mit Zustellungsgebiihk. Für ausfallende Nummern infelge Streik» »der Mp 51 elementarer (Eteignifie lei» Eriatz. Verlag oon Dr. E. Hitzer»th. Druck der ** * Unim-Buchdruckerei non3ob. Lug. Loch. Mattt 21.28. irerniprecher 55, Poft- fckeckkonto: Nr. 5015 Lmt Frankfurt a. Main.

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