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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
'- 'Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
iget). Amtliche und ausw. Anzeigen 75 vlk. Bet jchwiert^em CO Tefcee Spat eintausend« oder den Raum über Seite einnehmend« du ö"l*l
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bringen, was es in demjenigen Versailler Vertrag durch
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A dicht nur englische Zeitungen, sonoern auch französische Ms Krrsöniichkeiten die Möglichkeit, die Versailler "Beute-
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250 000 Mark bei sich führte, von drei französischen
worin es heißt: Die Senats-Komrnissian des Aus« Soldaten überfallen und vollständig ausgerauüt werde«».
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der Franzosen: Unter dem Vorwand, neue Sicherungen Pi schaffen, wird ein Feldzug mit hochgesteckten politischen Nelen vorbereitet, dessen Basis das Rnhruntrrnehmen Abgibt. England soll, wie das schon bei Amerika gr-
ten ist. von der Regelung dieser Dinge ferngehalten. UM nicht zu sagen sortgeekelt werden. Belgien be-
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Aung. Ferner will inan durchsetzen, daß die dauernde sihejnbesetzung jetzt von den Entente-Genossen als $it« ^che anerkannt wird. Um alle diese niedrrträchtig u sianbauschlLge durchzusetzen, empfiehlt man in der fran- ivsischrn Oesfrntüchkeit den Gedanken eine- tontinen- kvken Bündnisses gegen England, wate: Deutschland in tat Rolle einer völlig macht» und willenlosen Trabanten Austritt. Mit dem Kontinentalbündnis. das namentlich
Auch Delcass6, der nun verstorben«, hat sich kurz *»: seinem Tode noch einmal vernehmen lassen. Einem Nizzaer Journalisten erklärte er: Die Ruhr sei «ine Episode. Man müsse zu Ende kommen. ES sei un» vernünftig, einem Lande einen 40jährigen Tribut aufzu» sriegen, das heiße die Nation zu einem neuen Kriege Svnngen. England unb Amerika hätten den Garantie- Ertrag nicht angenommen. „Wir stehen jetzt gegenüber Deutschland mit einer unnatürlichen Grenze im Sterb* Ern, wo Frankreich im letzten Jahrhundert viermal
Poincar.te Exposee.
Paris, 25. Febr. Die Senats-Kommission des Auswärtigen hat gestern ein Exposee veröffentlicht.
wärtigen hat den Vortrag von Poincars angehort. Entsprechend dem Wunsche der Kommission hat der Ministerpräsident den heutigen Teil seines äußerst klaren Exposees der geschichtlichen Entwickelung und den Ereignisien unserer Aktion im Ruhrgebiet gewidmet. In der Orientfrage hat er sich darauf beschrankt, bas bevorstehende Erscheinen eines zweiten Eelbbuches anzukündigen. Hebet die Angelegenheit von Memel wird der Ministerpräsident die Kommission auf dem Laufenden halten. Der Ministerpräsident hat dann über die Organisation der Eiseirbahn, der Zölle, der Ausfuhrlizenzen, die im besetzten Gebiet vorgenommen werden, Aufklärung gegeben. Er hat die Ergebnisie der ersten Maßnahmen bekannt gegeben,- die ergriffen wurden, besonders was das Ausfuhrverbot für Kohle, Koks, metallurgische Produkte und Fertigfabrikate anbelangt. Nach dem Vortrag, der drei Stunden dauerte, hat Präsident de Seines dem Ministerpräsidenten für die reichen und präzisen Mittei- lungen gedankt, die er gegeben hatte.
den Druck von mißen her, namentlich von Amerika unb bl gewissen Punkten auch von England nicht erteilten tonnte. Das ist der tiefere Sinn der jetzigen Zähigkeit
Die in Dortmund verhafteten Schupo-Offiziere nutz Beamten sind gestern von den Franzosen ausgewiese, worden. — Die vor einigen Tagen in Bochum verhafteten 15 Gymnasiasten sind heute vormittag von den Fran« zosen bi» auf sechs, die infolge der ftanzösischen Miß« Handlungen schiveve Verletzungen erlitten haben, wieder sreigelasjen worden.
Bochum, 25. Febr. Ausländische Pressevertreter, die die von den Franzosen verwüsteten Räume der Handelskammer sich ansahen, erllärteu, daß ihnen Beispiele einer solchen Verwüstung trotz ihrer Anwesenheit selbst in sehr unkultivierten Gegenden noch nicht vor Augen gekomtnen seien.
Essen, 25. Febr. Die Franzosen gehen nunmehr auch dazu über, Straßenbahnwagen anzuhalten und von den Fahrgästen Ausweise zu verlangen bezw. alle diejenigen zu verhaften, di« großes Gepäck mit sich' führen. So wurde gestern abend ein Straßenbahnwagen von einem französischen Kommando mit aufgepflanztem Seitengewehr, das ans einem Offizier, einem Unter« offizier und zwei Mann bestand, angehalten. Di« Fahrgäste mußten ihre Ausweise vorzeigen, und mehrere Damen und Herren, die größeres Handgepäck bei sich führten, wurden zur Wache gebracht.
Der Generalstreik in B-chum durchgeführt.
Bochum, 25. Febr. In Bochum versuchten bit Fran^sen gestern mittag eine Briefzenfnr eiuzuführen. Der für gestern Nachmittag 5 Uhr angesetzte Generalstreik wurde allgemein durchgeführt.
Bochum, 24. Febr. Der Oberbürgermeister und ein Teil der Stadtverordneten sind letzte Nacht wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die übrige» verhafteten Stadtverordneten befinden sich noch i« französischem Gewahrsam.
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Das Ziel der Franzosen in Baden.
Rach einer Korrespondenzmeldung des „Berliner Tageblatt aus Offenburg in Baden läßt sich immer deutlicher die Absicht der Franzosen erkennen, die wichtigen Knotenpunkte Appenweier und Offenburg strategisch in das Gouvernement Straßburg einzufügen. Alle Maßnahmen reichten sich auf das eine Ziel: Beherrschung des strategischen Bahnnetzes in Mtttelbaden.
Französische Uebergriffe.
Mannheim, 24. Febr. Der holländische Dampfer „Hassia" wurde gestern, als er in den Mannheimer Hasen einlief, von einem französischen Zollbooi di "ch- sucht unb ihm die Schissspapiere abgenommen. Nach einer Stunde erschien, wie der „Mannheimer Generalanzeiger" mitteilt, das ftanzösische Zollboot im Hafen von Mühl« unb kaperte einen holländischen Dampfer, der Vnit französische'n Mannschaften besetzt wurde. Der Kapitän legte Verwahrung ein. Darauf schleppten die Franzosen das Anhängeschiff ,Liichaid", das mit 144 Tonnen Wein an» dem Rheinga» beladen war, nach Ludwigshafen ab.
Königswinter besetzt.
König-winter, 25. Febr. Heute nachmittag gegen y<4 Uhr wurde Königswinter von den Franzosen besetzt, nnb zwar durch Marokkaner. Bon Oberkassel her kamen etwa 40 Mann Kavallerie nnb 60 Mann Infanterie. Gleichzeitig landete der Dampfer „Rheinftein" und brachte noch etwa 100 Mann. Sie besetzten das tathaus, das Zollamt und die Zugänge zum Bahnhof. Der Bürgermeister protestiert« gegen die Besetzung des neutralen Orte». Nach yJ6 Uhr zog sich die KaraLeria wieder nach Oberkassel zurück.
vs„;. * Limburg besetzt.
Urwnknrt a. M., 28. Febr. Der zu» Direito tiousbezirk Frankfurt a. M. gehörende Bahnhof Limburg a. d. Lahn ist gestern früh 8 Uhr wn den Franzosen besetzt worden. Eingriffe in den Direk« tionsbezirk find bisher nicht ««folgt.
Der Brüsseler Berichterstatter des „Ceuttire" will jetzt erfahren haben, daß Frankreich Vorschläge der Deutschen direkt erwarte. Eine Bemittlung werde man nickt annehmen. Der fraw- zöfisch-belgische Plan enthalte folgende Sauptpnnkie: Zunächst werde man von Deutschland verlangen, das; es Ordnung in seine Finanzen bringe und die Kontrolle einer internationalen Organisation annebme. Das Beispiel Oesterreichs (!) beweise, was stch in dieser Hinsicht tun laste. Dann werde man Deutschland ein Moratorium gewähren und dann sich mit der allmählichen Zurückziehung der Besatzungstruv- pen aus dem Rubrgebiet einverstanden erklären, in dem Matze, in dem Deutschland die Sachlteferungen auswdrt. Tas sei der Plan PoincareS. Einen anderen gebe es nicht. Man setzt den Betrag der Sacklieserungen. von denen die ZurOckziehung aus dem Ruhrgebiet abbänge, deshalb nickt sckon jetzt genau sest, weil Deutschland derartige «entzernnaen als eine Schwäche auslegen würde. Man sei aber sest ent- tchlosten, nickt nackzuaeben. Es sei Deutschlands Sacke, die ersten Sckritte zu tun.
Sacke. Ne ersten Sckritte' ;u tun. — Also leine 9?cr Handlungen sondern ein — neuer Vertrag. Wie der ansseben würde, rennen wir uns nach den Aeutze- rungen der Franzosen denken. Wir möchten aber dazu noch folgende Meldung verzeichnen:
London, 24. Febr. Dr Paris-r Berichterstatter her „Times" meldet, dchß Anzeichen für den in Pari? herrschenden Wunsch, einen kontinentalen Block zu schaffen, und für die Absicht beständen, die Rubrbesetzung zu benutzen, um Sicherheiten gegen einen Angriff ebenso wie Sicherheiten für die Revarationen zu erhalten. Der Berichterstatter schreibt, die Franzosen würden im geeigneten Augenblick mit den Deutschen sozusagen einen neuen Vertrag abeschließen suchen, der ihnen die Verteile g-be, die 1919 nicht erreicht wurden
Hebe: französisch« Rüstungen weiß der „Tag" zu melden: Zn der Pfalz versammelt sich eine starke Truppenmacht, di« vollkommen kriegsmäßig ausgerüstet ist. Unter den Offizieren befinden sich zahlreiche eingezogene Reserveoffiziere. Es ist längst kein Eeheimnis mehr, daß praktisch bi« Mobilmachung des französischen Heeres entgegen den Versicherungen oPincarös bereits begonnen hat und täglich Fortschritte macht. Sogar französischer Landsturm und Hilfsdienstpflichtige wurden auf- geboten und teilweise in das besetzte Gebiet entsandt. Selbstverständlich bedeuten diese Maßnahmen die Vorbereitung neuer politische: Schritte.
„Chicage Tribüne" bringt aus B":fin eine Meldung über eine unmittelbar bevorstehende Vermittlungsaktion einer neutralen Macht, über einen ungeheuren Wechsel in der Berliner offiziellen Meinung während der letzten 48 Stunden und über eine Kabinettskrise. Zn Berlin ist weder über eine neutrale Vermittlung etwas bekannt noch haben hie Anschauunaen de: Reichsregierung einen irgendwie gearteten Wandel erfahren, noch liegt Anlaß vor, sich mit Kombinationen übet einen Kabinettswechsel zu befassen.
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E l b e r f e l b, 24. gebt. Wie die „B-rg^Miirk. Zig.- meldet, beschlagnahmten die Franzosen heut« vormittag aus dem Durchgangszug D. 38 eine« großen Eeldtransport der Reichsbank mit ungefähr 16 Milliarden Papiermark und die Druckplatten, die zur Rotenherstellung verwendet werden, und zwar auf dem Bahnhof Hengstey bei Hagen. Bon anderer Seite wird gemeldet, daß es sich um einen Betrag von 12—15 Milliarden handelt. (Wiederholt, da nur tn einem Teil der Auflage.)
Berlin, 24. Febr. Laut BlSttermeldungen haben die Franzosen gestern bei einem Vorstoß von Oberhausen aus 54 Wagen Kohlen, vier Wagen Koks, Bretter, Rundeisen und Schienen sowie zwei Kesielwagen erbeutet.
Wie die ..Voss. Ztg." berichtet, setzten die Franzosen auch in de: vergangenen Nacht ihre Eisen- bahnraubzüge fort. In Herne, dessen Bahnhof wiederum militärisch besetzt ist, sowie in Wanne fielen ihnen eine Reihe von Lokomotiven sowie von leeren und beladenen Güterwagen in die Hände. Die Wagen und Lokomotiven sollen zur Belebung des Bahnverkesirs auf den militarisierten Strecken dienen. Der Bedarf an Lokomotiven ist sehr groß, da die Franzosen infolge der Unkenntnis der Handhabung der deutschen Maschinen diese sehr rasch ruinieren.
Die Franzosen ließen sich bei der Durchsuchung der Handelskammer in Bochum schwere Plünderungen und Zerstörungen zuschulden kommen. Sie sprengten alle Kasten- und iskmzerschränke der Handelskammer, erbrachen sämtlich« Schreibtische und haben den Inhalt an Atten und dergleichen teils fortgebracht, teils auf der Straße zerstreut. Die Vorhänge und Teppiche wurden entweder aus den Räumen entfernt oder zerstückelt. Die Franzosen zogen schließlich in aller Frühe mit zahl:. - Wagenladungen aus den Räumen der Handcft- kammer ab. Sie halten Das ganze Handelskammer- r.-bmoe bis aur die kahlen Wände ausgeplündert.
Nach «in»: weiteren Meldung desselben Blattes überfielen vier französische Volixilten in Zivil in Mosel weiß bei Koblenz in einem Restaurant »eutfck« (Eiter t'aiwf'vwiheamte, di« an die von den Franzosen von den Bahnanlagen vertriebenen Eisenbahner Vöhne und Gehälter auszahlten, und nahmen ihnen 65 Millionen Mark ab.
Die „Deutsche ANg. Ztg." meldet: Französische Polizisten schosten auf eine durch Niederlahnstein fahrende Lokomotive, die auf ihr Haltesignal nicht anhielt und verletzten den Heizer durch einen Knieschuß schwer. Trotz der Verwundung brachten die pflichttreuen Beamten den Zug an den Bestimmungsort Gbrenbreitftein.
Nach einer Zusammenstellung bet „Deutschen Allg. Zig." sind vom 15. Januar bis 15. Februar in den Einbruchsgebieten 95 Falle von Eingriffen in die Preßfreiheit seitens der Besatzungsbebörden erfolgt. Bei d-r Knebelung der Preste wird keine Partei geschont.
Gelsenkirchen, 25. Febr Die Babnhöft Wanne und Recklinghausen, die geftent von den Franzoftn besetzt worden sind, sind wied-r frei. D'e Fron,ofen baden b',' ihrem Abzug 14 Lokomotive t>. 40 Personenwagen, 46 Packwog-n und 160 mit Noblen und Eisen beladene Güterwagen m-gneführt. De ftanzösische W--che im wauptbahnbof Essen ist zurückgezogen worden. Ein Bei- g-'orbneter der Stadt Essen wurde heute zusammen mit seiner Frau von den Franzosen ohne Angabe von Gründen verhaftet.
In der vorletzten Nacht ist in He'ne ein Arbeiter, der
Lloyd George hat in einer seiner nachträglichen Dffen« «eiten auseinandergesetzt unb mit amtlichen Asten belegt, ltzM schon in der Friedenskonferenz die Franzosen mit her ihnen eigenen Klarheit gefordert haben: die An- itri»n des gesamten linken Rheinufers, hie Jnternationalisieirung des westfälischen Jndustviegeftietes und die Aus- t5funfl des Reiches in seine Tinzelstaaten 1U Bedingungen für die „Sicherheit" Frankreichs. Das ist ihnen, woraus Lloyd George sich ein Verdienst macht, nicht gelungen. Jetzt taucht ter Plan aufs neue auf, denn in der französischen Politik hat die imperialistische Richtung die Oberhand. Selbst Maßvolle Politiker, können sich dem Einfluß dieser Rich- bmg nicht entziehen. Daß Millerand, der Präsident
Der Anzeigenorei» beträgt fit ken 9g«|p. Zeilenmillimeter 60.00 Akt. (Kleine Anzeigen
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Anzeigen werden nach der T«rt!paltenbr«ite berechnet. NeNameu der Zeilenmillimeter 240 Ät Jeder Rabatt gilt al, Barrabatt. "Belege werden berechnet, «ei Au,- tunft durch die Eeichäftslt. und LermittlMLLer Angebote 30 Ä, bei Uttetienbuxj durch un» Porto.
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bücke nicht nur zu vermehren, sondern auch als dauernden besitz einzustecken, tzo wird der Gedanke ausgesprochen, Frankreich müsse sich das Saargebiet jetzt enogültig ein- tzerleiben, ohne Rücksicht auf die vorgesehene VollSabstirn-
Marburg MM, htn 26. Sthaat -ornvng
«tagtet Frankreich als einen hörigen Vasallen, und was Italien betrifft, so rechnet man darauf, daß eine Um?
-M fchmcichlung und Befriedigung des „sacro egoisrno" die , Italienische Politik von heute schon bet der Stange Frauk- -fl iZeichn halten werde. Aus dieser Stimmung heraus sind
noch eine geordnete Regierung besitzt. Diese Ein heft muß zerschlagen werden. Das Ruhrgebiet könnte eine Föderation von Arbeiterrepubliken bilden', Wiesbaden und Nassau könnten von heute auf morgen einen Fürsten aus dem Haufe Luxemburg berufen.... All dies kann jedoch nur geschehen, durch Auflösung des Reiches und die wird nur mit Gewalt folgen. Die Macht haben wir in Händen."^ Und wie maxi fick zur Arbeiterschaft stellt, darüber plaudett das Organ der ftanzösischen Schwerindustrie: „Mr kämpfen nicht allein gegen die Angestellten, sondern gegen die Organisationen und die Metlwde der deutschen Arbeiterbewegung D e deutschen Arbeiter sind für uns (!) zu stark geworden, sie haben die Betriebsräte, die bei der Konttolle der Betriebe mitzu- sprechen haben. Aus diesem Grunde müssen wir die deutschen Gewerkschaften zerstören." In Frankreich aber ist die Arbeiterschaft twtz der großen Wotte fast m a ch t - los. Umso wichtiger ist, was die herrschende Jndustne sagt.
Man rechnet also in diesen fvlnzöiischen Kreisen damit, daß Deutschland den Ruhrkamps nicht ansbält. Es ist gut, daß uns das letzte Ziel Frankreichs ohne Maske gezeigt wird, denn nun wissen wir, daß wir nichts mehr zu verlieren und nur noch zu gewinnen haben. Geht dieser Kampf verloren, dann tst Deutschlands politische Kraft aus Jahrhunderte hinaus »erstött, und in wirtschaftlicher Beziehung werden wir ein Sklaven-- volk, dessen Los schlimmer ist, als das einer afrikanischen Kolonie. Gegenüber dieser klaren Lage darf mau sich nicht Verwirren lassen durch Meldungen Über angebliche „Be rhandlu ngs"m ög! i chkeiten.
Es mag erwähnt werden, daß He« BreMcketd auch jetzt noch davon träumt, England werde eher uns unterstützen, wenn Deutschland «bessere Garantien" gebe. Diesen Leuten tst nickt zu helfen, sie saugen aus jeder DMte ihren Honig. Kampf gegen
Französisch« Propaganda.
München, 24. Febr. Zn einem halbamtliche« Schreiben wird darauf aufmerksam gemacht, daß i« der letzten Woche in Eisend ahnzügen, Gastwirtschaften usw. ein« rege Propagandatätigkeit einzelner Personen zugunsten des französischen Ruhrunternehmens zu beachten sei. Es wird in der Warnung gesagt, daß zur Bevölkerung das vertrauen gesiegt werden darf, daß sie auf das französische Geflüster di« richtige Antwort zu geben ver« steht.
Zar Frag« der Kolhlenversorgung.
Berlin, 24. Febr. Der Pariser ,Demps" teilt u. a. mit, daß die Kohlenversorgung der deutschen Industrie außerhalb de besetzten Gebiets noch auf 4—6 Wochen ausreichend fei. Demgegenüber erfährt di« »B. Z." vom Reichskohlenkommisi«^ dich
ainnev'on, sondern lediglich eine „bauernde Neutralisie- rung'- bedeute. Würde England nicht mitmachen, gut, bann würde Frankreich sich statt genug halten, um «Sein vorzugehen.
Mit einer Schamlosigkeit, die zu dem Friedens- und siech isbruch deS Ruhreinsalles durchaus paßt, erörtern
Tie »ObtihkifilL« Zeitung ettöeint sechsmal wöchentlich. — Sejugspret» »»natlich 1400 Mk, mit Zustellungsgebühr.. Für ausfallend« Nummern infolge Streits oder Rif JX elementarer Ereignisse kein Er>atz. — Verlag von Dr. LHitzeroth. — Druck der -llnio^Buchdruckerei von Jod, Lug. Koch, Markt 2123. — Nernfprecher 55, Voft- ichecktonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. «ein.
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S.50 10.- '5.00 f5.— 0.03 ’2.- T5.— Kl —
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*ng?griffen wurde (?)." WaS man auch sagen möge, da? ___ünke Rheinuser ist gallisch (!). Die Rheinländer find ---- Eine Preußen. Es gibt keine andere Lösung, als daß das T"-? Rheinland unter französische Kontrolle gestellt werde.
Dann wird auch Frankreichs Sicherheit garantiert werden. , Mit zynischer Offenheit spricht außerdem die ftan- ^sische Presse jetzt von den „fftiegS"iielen. Die „Action vrancais^ z. B sagt: „Solange Die Auslösung dcS putschen Staates nicht in Berlin ausge- tbrochen ist. wird es unmöglich fein, im Rh«n- ~>ti>e Besonderes zu erreichen.... Die Schwierigkeiten binnen daher, daß Dmtschlaud noch ci« Einheft ist und
j De» französischen politischen Persönlichkeiten zu beachten J tettt wir unsere größte Ansmettsamkeit schenk?« muffen. (! Vftchi nur, daß Millerand von der Notwendigkeit der ’■ g 'Verstärkung der „Sicherheiten" offen sprach, auch Bar- ä Evu bat diesen Faden anfgenommen und ganz unmißver- si Ig Händlich von einer Besitzergreifung der Rbeinlande gebrochen, die aber beileibe nicht eine Eroberung ober
ter französischen Republik, Von Anfang an den Ruhr- einmarsch mit dem Hintergedanken betrieb, England, Venn es sein müsse, aus dem Kreis bet Bertragsmäckft vsn Versailles auszuschalten, ist längst bekannt. Poin- me hat sich zum Werkzeug dieser Politik gemacht, wie tun« pylerrichiete Kreise wissen wollen, nicht- ganz leichten
Ahd unbeschwerten . Sinnes. Frankreich hält sich aber .ulten fzä stark genug, England die Stirne zu bieten, auf alle lUbt Hägstchkcitcn hin. i l
08 Diese Richtung hält es nun nicht mehr für notwendig, site tieferen Ziele zu verbergen. Es wir» ganz offen Uten gesprochen, daß das Ruhrunternehmen nicht be- etirigt werden dürfe ohne eine vorangegangene unbe- kingte Kapitulation Deutschlands. Nun Über geht man noch weiter: Man verlangt, daß nach -ßlbschluß des Ruhrunternehmens
lF.«in neuer Versailler Vertrag zustande
ktalien enger an Frankreich hinten soll, will man England unb Amerika die Zustimmung dazu abringen. —*■ M Frankreich seinen Rechtsbruch in dauernd« Garan- äni ummantelt.