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tiinftfgen Ausgaben sollen auf das ordentliche Budget

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«frilt:BI,rtulcnt worben. TasJournal des Tebats" 4 I «eint, daß die Deutschen in der Schweiz für die ganzer.

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Regierung kommt dann ia ihrer Note erneut auf die

o-icnbar systenr Ich ganz bestimmte Zwecke verfolgenden wn der VdlkerduadStaguug in Gens Mrückkchrende« Massenausweis auS dem besetzte» Gebiet zurück, | Reichstagsabgeordnetro, die chn über die Lage im Li»j

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Febr. Die ZeitungPoli- Inhalt einer Unterrä>ung, Blattes in Paris mit dem

auf ein besonderes Kapitel übernommen würden, 3. um 50 Millionen für das Eisenbahnbudget

besetzten Gebiete, die stch verteilen auf Ausgaben für Betriebskosten, Inbetriebnahme und lausende Bc-

Kuar, tt hmen.

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übernommen werden.

Kopenhagen, 19. tiken" vkröffentlicht den die ein Mitarbeiter des

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wirtschaftlichen und finanziellen Schäden dieses Landes dm französischen Militarismus verantwortlich machen, Vic er sich nach ihrer Ansicht jetzt am besten in der Wchr'-schnirq manifestiere.

Der Dank des Reichspräsidenten an die LandespoNzel.

Berlin, 20. Febr. In einem Schreiben an den preußischen Innenminister hat der Reichspräsident der Landesvolizei seine aufrichtige Bewunderung und An- erlennung für das Verhalten der Schupo im Ruhr­gebiet ausgesprochen.

Stilltet $rotift gegen Me tosmtiimigtn.

Berlin, 19. Febr. Die deutschen Vertretung-n. in Varis, London und Brüssel sind angewiesen worden den dortigen Recp'erungen aus Anlaß der Ausweisung des Oberpräsidenten Fuchs eine Note zu übergeben, in der eruier Hinweis auf alle bisher erfolgten rechts- und ver­tragswidrigen Maßnahmen gegen die deutsche Verwaltung und gegen die deutschen Beamten seitens der inter- all'ierten Rbcinlandkommission gegen die Ausweisung dvs Ocherpräsibentcn der Rheinprovinz. Fuchs, nebü seiner Familie aus dem besetzten Gebiet nachdrücklich Protest erhoben wird. Die Note weist daraus hin, daß Oberpräsidcnt Fuchs, der das rückhaltlose Vertrauen seiner Heimatpwvinz genieße, schon während seiner Tätig­keit als Regierungspräsident in Trier den Willen bekun­det hätte, mit den Besatzungsbebörden im Rabmen des Rbeinlandabhommens loyal zusammcnzuarlreten Wenn er es im weiteren Verlauf der Dinge ablehnte, sich Ver­ordnungen der Interalliierten Rheinlandkommission zu unterwerfen, die stch nicht auf das Rheinlandabkommen stützen, so war dos sein Recht und seine Pflicht als preußischer Beamter und als Deutscher. Die deutsche

Kreditsorderuug für die Besetzungslosten

Parts, 20. Febr. Der Finanzmtntstcr wird Leute dem Ministerrat den Entwurf einer ergSnzen- den Kreditforderung für die Besetzungskosten des Ruhrgebiets während der Monate Januar und Fe­bruar unterbreiten und ihn, wenn er die Zustimmung des Kabinetts findet, in der Kammer einbrtngen. Havas glaubt zn wissen, daß die verschiedenartigen Ausgaben in dem Entwurf zum größten Teil aus das Budget der von Deutschland zu ersetzenden Ausgaben übernommen werden könnten. Es handele sich

1. um 5 Millionen Francs für einmalige Aus­gaben in der Vergangenheit und Zukunft für die ver­schiedenen Zivilmissionen,

2. um einen militärischen Kredit von 50 Millionen für die Beförderung und den Unterhalt der sranzösi- fdien Truppen hu Rheinland und im Ruhrgebiet. Von diesen 50 Millionen seien 15 abzuzieben, die die­selben Truppen im Heimatland gekostet haben und die

w-rd dabei gewinnen? Lloyd George forderte die Regie­rung auf, daß sie sich an die Vereinigten Staaten wende und daß beide Länder an Frankreich herantreten.

So ist also die angebliche Kritik Poincares gewor­den, was man voraus sah, zu einer Sanktion seiner Politik durch den Kammerausschuß. Poincare kann sich nun also aus den Willen des Volkes stützen. Wir sollten uns aber ein für allemal abgewöhnen, die ^angeblichen Zwistigkeiten der Parteien in Frankreich ernst zu nehmen; wie sie auslausen, sieht man jetzt wieder mal.

«tthaulj lt wie

Nach deutschen Feststellungen sind beispielsweise nunmehr der Oberpräsident der Rheinprovinz und mit einer Ans«. nähme sämtliche Regierungspräsidenten der französischen: und belgischen Zone, alle Oberregierungsräte und mehr. 'als die Hälste der gesamten höheren Beamten der WirS-! badener Regierung von der Ausweisung betroffen wor­den. In besonders großer Zahl sind von dieser Maß- nähme betroffen die Beamten der Beamten der Forst- und Zollverwaltung. Aber auch unbeamtete Personen sind von der Ausweisungspolitik der Rheinlandkommission nicht verschont geblieben. Auch die Form der Aus« iptifung wird als mit dem Charakter einer friedlichen Besetzung unvereinbar bezeichnet. Dtt Interalliierte Rizeinlandkommission hake sich in einer an den Reichs« kommissar für die besetzten rheinischen Gebiete gerich­teten Note gegen den Vorwurf der Brutali­tätverwahrt. DiedeutscheRegierungmüss« diesen Vorwurf aufrecht erhalten. Die Hui« dehnung der Ausweisung auf die Familienmitglieder sek ein besondere knhumanes Pressionsmittel, das sich selbst richte. Die Grausamkeit dieser zwecklosen Maßregel werde aber dadurch noch verschärft, daß den Familien eine Frist von nur vier bis acht Tagen zum Verlassen des besetzten Gebiets gewährt ivcrce. Für die Familien sei die Ber« tneibu.nq gleichüseutend mit der sicheren Aussicht, erst nach Jahren wieder ein Familienleben in eigenen Räu- 'Nien führen zu können. Die Note schließt mit dem Bemerken, daß die Mittel, die die Interalliierte Rhein- landkvmmission zur Erzwingung der Mitarbeit der deut­schen Beamten gegen ihre Regierung anwendet, nicht nur vergebens sind, sondern auch gegen Recht und Moralverstoßen. Eine Abschrift dieser Note ist durch den Reichskommissar in Koblenz der Inter­alliierten Rheinlandkommission übergeben worden.

»Oberhessilch« Zeitung erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 1*00 Mk. mit Zuftellungsgebühr. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignige kein Ersatz. Verlag von Dr. T. Hitzeroth. Dftick der llniv^Buchdruckerei von tzoh. Tug. Koch. Markt 21:23. Fernsprecher 55, Post­scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt c. Main.

triebskosten auf den requirierten Strecken. Die

L 0 nd 0 n, 19 Febr. In einem Artikel in derSun- bai) Times" schreibt das Parlamentsmitglied der Ar­beiterpartei Snowden, der Zweck der ftanzösischen In­vasion im Ruhrgebiet sei nicht, Reparationen zu erhalten, sondern, wie von Franzosen Brutal und offen zugegeben !wird, die Zerstörung der industriellen Stärke Deutsch­lands. Das wirkliche Ziel Frankreichs sei, durch mili­tärische Gewalt die weitere Zerstückelung Deutschlands herbeizuführen und die reichste Industrie Deutschlands unter die dauernde Herrschaft Frankreichs und Belgiens zu Bringen. Die oritisch- Arbeiterpartri widersetze sich vollkommen und entschieden sowohl der effektiven als auch der passiven Unterstützung der ftanzösischen Politik und der französisckien Absichtm.

Das Cuno-Interview fingiert.

Berlin, 19. Febr. Gegenüber der Meldung ber Sundall Times" die ein Interview ihres Berliner Korrespondenten mit dem Reichskanzler Dr. Cunp brachtr, ersährt dieB. Z." von zuständiger Seife, daß der Reichskanzler einem Pr ssevertreter ein der­artiges Interview niemals gegeben hat.

Das hindert freilich nicht, daß zu dem angeblichen Interview die englischen Zntungen Stellung nehmen, der sie eine Art Angebot der Deutschen Vorschlägen. das freilich eine verzweifelte Aehnlichk.il mit dem Erz- Bergerschei! Friedensangebot anno 1917 hat und wahr­scheinlich von denselben nnermunterlichen Folgen be­gleitet wäre. Es heißt da: Es müßte in der Poll- sitzung des Reichstags in Form einer Resolution von dec Volksvertretungsmehrh.it eine Erklärung abgegeben werden, in welchem Maße Deutschland seinen Repa- rstionsreepflichtungen freivi lig nachzu ommea gedenkt. Die Industriellen müßten durch ihre Abgeord-t'ten- vertreter im Reichstage offen erklären lassen, daß sie Bereit sind, an diesen Reparationsverpflichtungen ihren vollen Anteil zu übernehmen. Diese Entschließung ßee3 Reichstags müßte mit solcher Mehrheit ausgenom- wen werden, daß keine der bedeutenderen politischen Partri.'n sich von der Zustimmung ausschtieße, damit nicht die Gefahr bestehe, die Entschließung später durch eine starke Opposition widerrufen zu sehen. Tie Blat­ten fügen hinzu, es wäre daher gut, wenn Deutschland sich schon jetzt auf eine Initiative freiwilliger Zah- lnngsangcbote voroereite.

Amtliches SSerfünbigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher kurhefsische) Oberhessen

französischen General Sarrril. früheren Oberkomman- donten der Alliierten im Orient, über die Ruhr- politik Poine^r's gchabt hat. Sarreft erklärte u. a., daß es in Frankreich viele Gegner Poincares gebe, die den Weg bet Versöhnung beschreiten wollen. Das einzig siche«, das das Unternehmen uns eiubriugt. sind Kosten. Selbst für den Fall eines Nachgebrns Deirfschland würden wir Jeine Zahlungen erhalet.

Die Reparationsfrage ist eine internationale Fruge. Es handelt sich darum, die Weltwirtschaft wiederher­zustellen. Sarrasi bedauerte, daß Brantmgs Vor- fölag, an den Völkerbund zu gehen, abgelehnt sei. Teuischland in den Völkerbund wicht aufzunehmcn. Frankreich bezahlt selbst weder Znsen, noch macht cs Abzahlungen. Unsere Soldaten stehen in Essen, Tort mund und Bochum. Wir haben dabei ganz Europa gegen uns. Die Kohlen, die Poincare uns versprach, sind ausgcblieben.

Wir begingen den Fehler, in das Ruhrgebiet ein zudringen mit ber Gefahr, von England verlassen, von ganz Europa gehaßt und von Deutschland für immer verabscheu- zu werden. Die Gefahr wurde jetzt zur Tatsache, und dann wagt Por- -are noch von Gefahren zu sprechen, wenn es sich um den Völkerbund handelt?! Gegen eine slch Auffassung müssen nr- direkt Tront machen.

MmlzdieWr W euMeu HiiteW

London, 20. Febr. Gestern Nachmittag 5 Uhr begann im vollbesetzten Unterhause die Debatte über den gemeinsamen liberalen Abänderungsantrag, in dem ge­fordert wird, daß bezüglich der Operationen der fran­zösischen und der belgischen Regierung im Ruhrgebiet der Völkerbundsrat ersucht werden soll, unverzüglich rin Kommission von Sachverständigen zu ernennen, um Bericht zu erstatten über die Fähigkeit Deutschlands, Reparationen zu zahlen, sowie über die besten Methoden, solche Zahungen zu verwirklichen. Ferner fordert der Abänderungsantrag, daß der britische Vertreter im Völ- kerbundsrat beauftragt werden soll, darauf zu bringen, daß eine Einladung an die amerikanische Regierung ergebe, Sachverständige für triefe Kommission zu ernennen. Der frühe« Unterrichtsminister Fisher brachte den Antrag ein. Er hg'fe, daß die Franzosen durch die wenigen Organe der öffentlichen Meinung in England, die das Ruhrunternehmen unterstützten, nicht zu dem Glauben verleitet würden, daß die französische Politik die Unter­stützung Englands besitze. Die Ansichten des Hauses und des Landes seien in der letzten Woche von Asquith und Bonar Law richtig zum Ausdruck gebracht worden.

Bonar Law lehnte eine Mitteilung ab. Er sagte nur: Wir haben der französischen Regierung gewisie Vorschläge gemacht, haben aber ihre Antwort noch nicht erhalten und sieben es vor. solange die Antwort nicht ein getroffen ist, die Angelegenheit nicht zu erörtern.

, Llohd George erklärte, die Freundschaft Frankreichs bedeute nicht, daß England jede Handlung eines ieder. ftanzösischen Ministeriums billigen müsse, die dazu an» grian sei, den Frieden der Welt aufs Spiel zu setzen. In ber jüngsten Aktion Frankreichs habe etwas gelesen, was über die Reparationen hinausginge, und dies sei beun- nihigend. An gesichts der Tatsache, daß nur ein Defizit von 10 Prozent in den Kohlenlieserungen bestanden habe, sei schwer zu glauben, daß nur die Erlangung von Reparationen der Zweck der Ruhrbesetzung sei. Er sei überzeugt von der Berechtigung der Reparationen und er bedauere deshalb diese Mlion. die die Zukunft der Reparationsleistungen gesä-roe. Wer kann sagen, was sich ereignen wird, wenn man Deutschland zerbricht? Wer

Baris, 20. Febr. Soweit sich die Pariser Blätter t der vorgestrigen Schweizer Volksabstimmung be- räftigen, wird das Ergebnis derselben auf deutscher, -füiß znrückgeführt. DerTrmps" schreibt, «daß die heheit wshl beträchtlich sei, aber nur acks oie Kantone deutschen Sprachgebiets zurückzuführe» sei. Das terenbum sei von der deutschen Auslandspropaganda Mbraucht worden. TasJournal des Tebats"

Marburg

Dienstag, Den 26. Februar

Hornung

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Dortmund, 19. Febr. Seit heute Morgen sinh von Bochum fünf Regimenter Infanterie im Anmarsch auf Dortmund. Tas erste Infanlerier-rgt-neckt h.ck Lu.geudortmunb um 10 Uhr morgens Passiert

Dem Tag wird aus Trier gemeldet, ba: starke Truppentransporte nach dem Ruhrgcb.c .'backtet werden. S^t gestern sind. 15 Militär-ä^e mit Artillerie. Tanks usw. durch Tri« gegangen.

Die Lage in Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen, 20. Febr. Die Franzof« s vielten die Innenstadt und den Bahnhof auch gestern besetzt. Reisende, die in Gelsenkirchen ankomme«,' dürfen aussteigen; von Gelsenkirchen abzusahren, ist jedoch unmöglich, da das Betteten des BahnbofSl von der Stadt aus durch die Franzosen verhindert wird. Die Franzosen besetzten auch die Post, beten Betrieb still liegt, ferner das Amtsgericht, das Gym­nasium, das Realgymnasium, die Volksschulen und eine Reihe von Privachäusern. Von 7 Nbr abends bis 7 Uhr morgens ist der Verkehr innerhalb des ab# gesperrten inneren Teiles der Stadt verboten. Passanten, die nach 7 Uhr abends durch die Innen­stadt ginaen, wurden von den Franzosen mit der Aufforderung .Hände hoch!" angehalten und auf das rücksichtsloseste durchsucht. Jeder mit einer Hand­tasche oder Aktenmappe versehene Pasiant wurde gestern am Tage ebenfalls angehalten und auf Geld untersucht. Größere Geldbettäge wurden wegge­nommen.

Gelsenkirchen, 19. Febr. Das Postamt und die Innenstadt sind immer noch besetzt. Die Fran­zosen haben in dem Postamt olle Behälter, Schränke, Türen usw., die nicht geöffnet waren, gewaltsam et-, brochen.

Wieder ein Oberbürgermeister verhaftet.

Düsseldorf, 19. Febr. Heute nachmittag gegen 4 Uhr mürbe ber Oberbürgermeister Köjtgen. während< er mit den Beigeordneten und mehreren Siabtoerord- nettn eine Besprechung abhielt, von einem Gendarm/-' rieosfiziet verhaften und in einem Kraftwagen fort-, ggeführt- Der Oberbürgermeister erhob zunächst selbst Protest, bann erklärte Stadtverordneter Adams na­mens ber Führer bet Stadtverordneten fraktionell, bet Obcrlüractmeister genieße das Vertrauen ber gesam-j. teil Bevölkerung. Er müsse gegen seine Verhaftung und Fortführung schärfsten Einspruch erhebe«. Der' Ofsizier ließ durch einen Dolmetscher erklären, er könne keine Proteste entgegennehmen. Daraus erwiderte Adams, ber Protest werde bei dem General vorge­bracht werden.

Tie Verhaftung des Oberbürgermeisters Köitgen f»!l erfolgt sein, weil er es abgelehnt hatte, eine De- k-inntmachung ber französischen Behörde ju veröffent­lichen, die d azu bestimmt wat. die deutsche Bevölkerung durch Strafandrohung in chrer gerechten und mit friedlichen Mitteln durchgeführten Abw.hr gegen die Gewaltpolitik ber Besetzung wankend zu machen. i

Düsseldorf, 19. Feb. Regierungspräsident Dr. Gtützner wurde gestern nachmittag um 4 Uhr in seiner Wohnung in Gegenwart von zwei »chwedischor

.... Paris, 20. Febr. Der Kammcransschutz für «uswärtige Angelegenheiten ist gestern nachmittag zn s Sitzung zusammcngettcten, um ein Expose des

I I I M.^7"nsterpräsldcnten über die Lage im Ruhrgebiet, im | l'V W£'rtcnt und int Mcmelgebiei entgegenzunehmen. * i^ncure t>at dem Vorsitzenden des Kammetans- ii erklärt, daß sein Expose drei Stunden in An-

iu viuig MlUch nehmen werde. Fetner habe er von den Mii- »rtT< federn des Ausschusses sttengste Geheimhaltung für v . J* ihm gemachten Ausführungen verlangt. Rach -----örbofe werde Poincare sich entfernen und der l;a>ien Ausschuß darüber zu befinden haben, ob et weitere

-5Fünfte vom Ministerpräsidenten wünsche, die in späteren Sitzung ober schriftlich gegeben werden mken.

Der Bnzeigenvreis dettägt für den ggesp. Zeilenmillimeter 50.00 Mk. (Kleine Anzeige» gegen bar, 330z'/« weniger). Amtliche und r---- " ' "" "

Satz 50(, Ausichlag. Spät rintausende oder , T _

Anzeigen werden nach der Textspaltenbreit« berechnet. Reklamen der Zeilenmillimeter 200 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Belege werden berechnet. Bei Aus­kunft durch die Eeschästsst. und Vermittlung der Angebote 30 M, bei Uebersendung durch uns 50. Mk. ohne Porto.

Um die e«g!We Zone.

L o n d on, 19. Febr.Dailv Expreß" meldet aus Düsseldorf: Di« britischen Truppen werden heute aus einem kleinen Abschnitt des westlichen Teiles der Kölner Zone zurückgezogen.

Berlin. 19. Febr. Den Abendblättern zusockrr traten die Engländer den Zipsel englischen Gebietes, welcher über die Strecke NeußDüren berüberragt, an die Franzosen ab. Unser dorl ges EisenB..ihnpersonal ver­läßt nur dann den Dienst, wenn es dazu durch französische Gewalt gezwungen wird.

Köln, 19. Febr. Heute Abend um 8Uhr haben die Englällöcr die Bahnhöfe Hqrfs, Bedburg und Elsdorf ge­räumt, die alsbald von den Franzosen besetzt wurden. Damit ist die bisher teilweise englische Strecke Neaß Düren ganz in französische Hand gekommen. Dir deut­schen Eisenoabner, welche die Weiterarbeit unter fran­zösischer Herrschaft verweigerten, wurden von den Bahn- höieit verttieben.

' London, 19. Febr. DemDaily Telegraph" znsolge hat Poincare der britischen Regierung noch eine endgültige Antwort auf ih« durch Le Trocquer übermittel­ten Gegenvorschläge zukommen lassen. Pomcarc weroe, bevor die britisch? Regierung annehme ober verwerfe, ver­suchen, durch einen neuen Meinungsaustausch zwischen ihm und der britischen Regierung und zwischen den fran­zösischen Generälen und den englischen V-rtretern in Köln eine V - q des britischen Angebotes zn erreichen.

Die les 5W$er Mer.

Mit einer V° Majorität hat das Schweizer Volk das fcmt Bundesrat mit Frankreich getroffene Abkommen feer die Beseitigung der Schweizer Zollrcservate in Davohen abgelehnt. Die Ablehnung ist umso bemerkens­werter, als die Bundesversammlung bas Abkommen Sriürwsrtct hatte. Es handelt sich um zollpolitische Sonderrechte, die die Schweiz in den an Genf angrenzen­den französischen Zonen seit 1815 bezw. 1860 genoß und 4ie der Stadt Genf die zollfreie Zuftihrnng von Lebens- Wttcln ans den aitgrenzcttden ländlichen Bezirken sicherte, s In ande«n Zetten wäre einem Abkommen, wie es der chundestat mit ber französischen Regierung geschlossen Hot, kaum ein ernstlicher Widerstand im Schweizer Volk ffeg-gnet. Die zollpolitische SouderbeHandlung hatte ihre Oednttung schon längst verloren, da sich bei der Ver- Dwimnung aller Verkehrsmittel die Verforgung der Stadt Dens reibungslos auch auf andewm Wege, als dem der Kustihr aus dem ftanzösischen Grenzlandc hätte voll- Mben lassen. Zudem sah der Veittag mit Frankreich

«ne zehnjährige Karenzzeit vor. Wenn feine Ab­lehnung trotzdem mit überwältigenoer Mehrheit erfolgte, kann man zweifellos hierin den Ausdruck ber Besorgnis ! die Selbständigkeit ber Schweiz erblicken. Die Auf- öe des der Schweiz verbrieften Rechtes wurde nicht Frage von wirtschaftlicher, sondern ats solche prin- Diipieller Bedeutung angesehen. Mit wachsender Besorg- versolgt man in vielen Kreisen in der Schweiz di- Wkschtgier und den Mochtzuioachs des französischen Im­perialismus, aus dessen Betttiben die Frage der Zoll- fFeeihrit der Savoyer Zone aufgerollt worden ist, ob- '4 sie auch für Frankreich nicht die geringste Bc- tuug hat. Mit großer Besorgnis hat man in der ichwei; das Gleichgewicht der Völker in Europa schwirr- i sehen und hütet sich nun ängstlich, das kleinste Recht szugcben, um das Gefüge von Rechten und Verträge,, s dem die schweizerische Unabhängigkeit aufgebant nicht zu lockern und eines Tages von einem brutalen 'barn umstürzen zu lassen. Daß in der Volksab- mmung auch ein Protest des von der Schweizer Oeffent- -frit verurteilten Ruhrrinbnrchs zum Ausdruck kommt, ittfte ohne Zweifel sein. Das Hauptmotiv aber wird au in der Sorge um die Freiheit des Landes zu suchen

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Varis. 19. Febr. In ber heutigen Sitzung de? !«nnmcraussck>usses für auswärtige Angelegenheiten gab ^Vo.nears nach dem offiziellen Communiaue ein eing-hen- ! Erwvsä fibet die Verhandlungen in ber Memel- oou o-J^?bg?nMt. Man gab Zusprechung <nt Litauen mit i6«nl)ouigtro Autonomie fgr Stadt und einer Garantie für den wn?fit. Er gab auch eingehende Auskunft über die

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lt wie !evolutionäre Bewegung in Memel. Et sprach übet die "fatal A"tzung des Rubtgebietes, ih« Gründe, die Ausführung LvZa i?8 von ber belgischen und ftanzösischen Regierung aus- n J ^arbeiteten Programms, namentlich über den Verkehr »rbad). . '. Eisenbahnen und über die Abschließung der Duralen Zone, um die Ausfuhr von Kohle und Koks, ^ktallurgische und anbe« Erzeugnisse ju verhindern Fr gab Kenntnis von dem W'betstand. der durch die Datsche Regierung veranlaßt sei und von den Sank- ^°aen, die gegen diejenigen Beamten ergriffen wurden *** noch vorgesehen seien, die die öfftntlich-n Dienste «hmlegten. Poincare erläuterte ferner die Maßnahmen, «red) die das normale Leben in den besetzten Gebieten kKvrgestellt werden soll. Nach dreieinhalbstündiger ^irinandersetzung unterbrach Poincare sein Expose über ^Ruhrgebiet und schlug dem Ausschuß vor. es in der Ochsten Woche in einer Sitzung sortsetzen zu dürfen. Dies:r ^-fcklag wurde einmütig angenommen. Der Vorsitzende ^ Ausschusses, Abg. Lepgues. oankte dem Mimster- F!'bettten für die umfassenden Erläuterungen, die er an öaich von Texten und Dokumenten gegeben habe, <* nunmehr dem Ausschuß gestatteten, sich Rechen- **ift abytfcgen von der auswärtigen Politik der Siegte» unö von de« klugen und festen Methoden, die sic ^gewandt habe« um die ftanzösischen Interessen zu