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Wl. 39 elemmtarer eteignifie fein Ersatz. Verlag von Dr. T.Hitzersttz.

Druck der

1923

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Dte Weitere* Verhandlungen des Umerhaufes.

Wir verlanaten eine Summe von 2% Milli

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^te ^)bethefstfche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Sezagrvtei» msnatlich 1^00 Mk. mit Zustellungsgebiihr. Für ausfallende Rümmer» infolge Streik» eeet

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)OI, »06, um. Kem int. toiefati.

jW-br Wir haben auf der letzten Sitzung der Kon- E01 das g-fagt. (?s ist auch so gekommen, aber wir «neu nicht das Ende der Aktion abfehen Es tft ,Äer richtig, ball Frankreich bisher nichts aus dem «thrgebiet gewinnen konnte. Es ist aber ebenso wahr, das Ruhrgebiet die Schlagader der deutschen In- «ttie barifettt itnb datz Frankreich mit einem Schnitt R dieix Ader Deutschland einen viel größeren Scha­an viTüar, als sich seiber. Die französische Regierung Mgc,w.!ng»m, bis um Ende zu gehen und wenn Ne te-fa hat. der deutschen Regierung die Annahme «er Bedingungen aufzuerlegen. Die französische Re- ^Nlng wird nicht die bedeutenden Summen erlangen Jetten, die sie fordert. Das ist unmöglich. DIS mif- J-higcr Freund Frankreichs, der ich bin, kann ich er« was Frankreich bet dieser Aktion ernten >d. "vtschland mir einer Bevölkerung, die in 0 uen ^vvelt io groß sein wird, wie die französische, be« ^itei zweifellos eine Bedrohung für Frankreich. M Bedrohung tft eine unmittelbare. Sie liegt in

Zukunft. Die Aktion unserer französischen Freunde nur den Erfolg haben, die Eintgkeit der Par- in Deutschland zu fördern. Damit wird der «tsche Nationalismus und die deutsche Gefahr ber« ?tft. Heber die Aufrechterhaltung der englischen Be- ^9ung am Rbejn sagte Donar Law zum Schluß, datz * Truppen zweifellos noch einige Monate am Rhein «tiben werden Sollten sie von einer der beiden Arteten gezwungen werde«, sich rnrükkzuzteben. so «e das ein Unglück, da eS zugleich das Ende der «tente bedeuten würde. In seinen letzten Worten 6 Bonar Law der Hoffnung Ausdruck, datz doch 2® Ereignisie eintreten könnten, die eS England er« Glichen, zu intervenieren.

schreibt

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punkt an- gesehen, fei Frankreichs Aktion im Ruhrtzebiet nicht nur eine grefk Nnklugheit, sonder» mich verhäng­nisvoll. Das Ende dieser Aktion sei noch nicht abzu­sehen. Bielleicht sei es möglich, durch das von ber französischen Regierung unternommene Verfahren, in Deutschland den Willen zum Zahlen hervorzurufen, aber die deutsche Zahlungsfähigkeit würde sehr geschwächt werden. Die Wurzel dieser wachsenden Schwierigkeit sei das Gefühl ber Unsicherheit inbezug auf die Zukunft. Das Scheitern de» französisch-englischen und französisch- amerikanischen Garantievertrags fei eine Veranlassung für einen großen Teil der Unruhe und Ungeduld dessen, was viele Leute als aggressiven Geist Frankreichs betrachteten Tas Problem der künftig:» Sicherheit Frankreich? bleibe immer noch ungelöst und werde nicht gelöst werden durch die ftanzösische Aktion im Ruhrgebiet, die dazu führen werbe, daß Deutschland und Rußland immer mehr sich vereinigen würden. Diese beiden Nationen würden, ob­gleich sie zusammengeowchen seien, möglicherweise in der Zukunft wieder stark werde». Der Völkerbund fei das einzige Mittel für die dauernde Lösung.

DaS Echo aus Paris.

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England und die Ruhrbesetzung . Scharfe Kritik- Wohlwollende Neutralität.

den Empfang von Reparationen oder sei es ein erster Schritt für die Pwklamierung einer unabhängigen Rhein» republik? Welches sei die jetzige Stellung England? in der ReparativnSkommission? Bleibe Srabburij wei­ter darin? Auf die Frage Romsay Macdonalds, ob Bradbury weiter in der Reparationskommission bleibe, nickte Bonar Sato.

Das Mitglied der Arbeiterpartei, Buxton, ergriff nach Bonar Law das Wort und führte au?, er habe vor längerer Zeit und vor kurzem in dem Hause eines Bergarbeiters in Essen gewohnt und könne aus eigener Anschauung sagen, derr Druck auf Deutschland bedeute Hunger und Elend für Millionen auf Seiten der Deut­schen. Es bestehe kein Grund zu Gewaltakten. Die deutschen Arbeiterkreise, insbesondere die deutschen Berg­arbeiter, seien bestrebt, die Bewegung innerhalb der Grenzen des passiven Widerstandes zu hmlten. Die ftan- zösische Regierung sei nicht auf Reparationen au? Tie französische Industrie wolle den gesamten Einfluß über die Stahl- und Eisenindustrie des Kontingents erlangen. Er könne sich dem Schluß nicht widersetzen, daß die britische Regierung den Zielen des ftanzösifchen Im­perialismus in Westeuropa heimlich Unterstützung gewähre, um ein quid pro mro mit Bezug ans die Ziele de? briti­schen Imperialismus im Rahen Osten zu erhalten. Der Arbeiterstihrer Tomhaw erklärte als Mitglied be? Aus­schusses, der sich nach Deutschlaich begab, um die Wahr­heit über die Dinge herauszusinden, er habe festgestellt, daß eine Durchschnittssteigerung in dem täglichen Be­darf wie Straßenbahnfahrten usw. um das LöOfacbe stattsand, während die Löhne der Arbeiter nur um da? 64fache gestiegen feien. Was die 10 Prozent der Repa­rationskohle betreffe, die Deutschland versäumte Frankreich zu liefern, so sei dies größtenteils auf die Tatsache zurück- zuführen, daß Frankreich selbst, eine» Teil der Kohle zu­rückwies unter ber Begründung, daß die Qualität nicht gut genug sei. Es sei eine bekannte Tatsache, daß die Metallindustr« in Lothringen Koks aus dem Ruhrgebiet brauche. Es sei ebenfalls Tatsache, daß, wenn Frank­reich das Ruhrgebiet dauernd besetze, es fast die gesam- ten Erzquellen Europas m der Hand haben würde. Ern deutsches Angebot, Nordftankreich wieder aufzubauen, wurde vvn Frankreich abgelehnt. Wenn es für die bri­tische Regierung möglich fet, in Verhandlungen mit Frankreich zu treten und die Mitwirkung der amerika­nischen Regierung zu erhalten, so könne vielleicht eine Möglich kett für den Flicken bestehen.

Lord Curzon im Oberhaus.

Im Oberhaus erklärte Sock Eu^on in ber Fracke ber Ruhrbesetzung sei die britische Haltung eine wohlwollende Neutralität. D'e Besetzung habe bisher keinerlei Vor­teile gebracht. Im Gegenteil, alle deutschen Zablunq-n und Sachlret-rungeo Mr- rinaefteTB wocke« England habe die größte Sympathtz. G>- Frankreich unb bedauere, daß es die EntschAnguno-r nicht erhalten habe. Die britische Regierung wünsche nicht» zu tun, wa? geeignet sie, die französische Aktion zu erschweren, obwohl sie ihr nicht zustimmen könne. Die Lage der britischen Truppen im Kölner Gebiet sei aber sehr schwierig. Jeden Augen­blick könne eine unerträgliche Spannung eintreten und r? würde sich errgeben können, daß die Spannung tatsächlich, lehr groß lufrb?. Dw Regierung sei aber ber Meinung, daß die britischem Truppen nicht zurückgezogen werden sollten. Das wünschen weder die Frranzoftn noch die Deutschen. Die Lage Shu« sich indessen ändern und müsse je nach den Umständen behandelt wecken. Wenn man jetzt eine Interventen anbitte, würde Deutschland --'.stimmen wenn die Besetzung des Ruhrgebiet? aufge« boben würde. Unter einer derartigen Bedingung würde aber wieder Frankreich feiner Intervention zustimmen können Die Zeit könne aber kommen, wo vielleicht eine andere Antwort erfolgen würde. England habe Svm« path« für Intervention des Völkerbundes, die könne aber nur durch die betreffende Nation anhängig gemacht wer­ben. Lock Grev habe auf die Notwendigkeit des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund hingewiesen; wie die Dinge jetzt aber ständen, könne man schwer erwarten, daß Frankreich der Zulassung Deutschlands zustimmen sollte. Noch eine große Ration, Amerika, befinde sich außer­halb deS Bunde?. So sehr es sich aber gegen ein Ein­greifen in Europa sträube, würden feine Interessen immer mehr davon berührt. Eine Intervention Amerikas wücke große Bedeutung haben. Seiner Meinung nach müsse die Mparationsfra-e früher oder später durch internationale Abmachungen gelöst werden.

Vor Sock Curzon sprach Sock Grey. Er beze-ch- nete als den einzigen Weg. den wirtschaftlichen Handel Gnoßbritanmens wieder herzustellen, den Wiederaufbau der Stabilisierung in der Welt, insbesondere in Europa. Die Frage ber interalliierten Schuld müsse zusammen mit ber vollständigen Regelung der Reparotionsfrago gelöst wecken. Grey gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Türken den Saufannet Vertrag noch unterzeichnen wür­den. Zur Frage der Ruhrbcsetzung erklärte er, die Auf« rcchterhaltuiig bet herzlichen Beziehungen zu Frankreich sei jeden Tag notwendiger. Vom Standpunkt ber natio­nalen Sicherheit und auch vom Standpunkt Europas ge­sehen, müsse die Trennung zwisckien der französischen Regierung mW England zur Katastrophe führen. Tas Zusammenwirken zwischen den beiden Ländern, um den Frieden wieder herzustellen, sei augenblicklich nicht vor­handen . Vom wirtschaftlichen und finanziellen Stand­

Paris, 15. Februar.Journal" Die britische Regierung hätte das verhüten können, werrn sie sich den

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

van damit vie Entente aufhöre. Fch batte die jOWK* Erzeugung, datz Frankreich mit der Durchführung -- i Wtzr Ruhrplcmes eine Katastrophe betbelfübten

SmrMtiito W« d» WW« «os Mo?

Die Engländer werden, nach den nennt Meldungen zu sck ließen, dem^Beispiel der Amerikaner nachahme» und ihre bisM gehaltene Besatzungszone am Rhein rben* 'alls preisgeben. Die englische Regierung hatte ja sch»» längst diesen Schritt erwogen. Sie hatte sich auf dem politischen Gebiete bereits von dem französische» Vorgehen gegen die Ruhr getrennt unb sich auf anberc Frage» zu­rückgezogen, bie ihr wichtiger erschienen. ES wäre an sich nut eint logische Folge, wenn sie sich nun auch militärisch von Frankreich trennen sollte. Der hierfür allein ge­gebene Weg ist der Abzug der Engländer aus Köln und der Rücktransport der englischen Truppen in die Heimat. Die Amerikaner haben sich in dieser Beziehung rascher entschlossen. Im Grunde genommen aber läuft der Schritt der englischen Regierung auf genau dasselbe hin­aus und er schafft deshalb für un8, außenpolitisch ge­sprochen, keine neue Sage. Für die eingeweihten Stofe bringt er auch keine Ueberraschung. Man hat hier viet- mehr schon seit längerer Zeit mit einem Rückzug der Eng­länder vorn Rhein sicher gerechnet.

Die Franzosen haben auch schon feit mehreren Tage» gewußt, was im Gange war. Sie haben sich oeshalb alle Mühe gegeben dir öffentliche Meinung im voraus zu fäl­schen. Zu diesem Zweck wurde in den letzten Tagen Eng­land von der französischen Presse bestürmt, doch ja bie Kölner Besatzung schon aufzugeben, nachdem sich nun einmal herausgestellt habe, daß diese käst neutrale Zone in dem englisch-belgischen Krrcgsaebiet die Franzosen iu eine unbequeme Sage brachte. Die ftanzösische Presse wick nun natürlich den Abzug der Engländer auch aii einen Erfolg der französischen Politik hinstellen. Nicht» aber ist eine größere Fälschung der Wirklichkit als eint solche Behauptung. Die Engländer haben sich schou in Varis auf der letzten Konferenz der Ministerpräsidenten t on der ftanzösifchen Gewaltpolitik losgesagt. Sie geben diesem'ihrem Entschlüsse erneu) kräftigen Nachdruck, wenn sich jetzt' überhaupf vom Schauplatz der militärischen Ereignisse zurückzfthen. Der Schritt mag den Franzosen vielleicht im Anfang eine gewisse Erleichterung auf ihrem neuesten Operationsgebiet geben. Er ist aber polittsch betrachtet kein Erio'g der Franzosen, sondern genau da» Gcgentnl D'e Engländer gehen den Belgiern unb Fran­zosen unb der ganzen Welt, wie es die Amerikaner vorher getan haben, durch eine nicht amtlich zu Versteheiche Geste zu erkennen, daß sie mit dem wüsten Treiben der l^lg sch-fcanzösifchen Einbrecher im Rhein- und Ruhr­gebiet nichts zu tun haben wollen. Wenn die Franzosen sich auch den Anschein geben, als ob sie in Meierglänzen­den" Isolierung sich wohl fühlten, so wecken sie doch damtt schwer Glauben finden und an dem unangenehmen Er­wachen des französischen Volkes wick es ja eines Tage» auch nicht fehlen.

Swveit wir unmittelbar von dem Rückzug der Eng­länder Betroffen wecken, sind dir Folgen für uns nicht in jcker Beziehung erfteulich. Die deutsche Bevölkerung bat es in Koblenz bereits schmerzlich genug am eigenen Leibe spüren müssen, daß die ftanzösische Brutalität --och ncch schlimmer zu ertragen ist, als die amerikanische Des-Hung. In Köln unb in ber bisherigen englischen B^satzungSzone wick man bie gleiche Erfahrung machen. Der englische Rückzug trifft also die Kölner und die Einwohner der bisherigen englischen Zone in seiner unmittelbaren Wirkung sicher schmerzlich genug. Aber man wird in Köln im Ertragen der französischen Gewalt nicht minder heldenhaft und ausdauernd sein AS im übrigen Rheinland und im Ruhrgebiet. Die Franzosen werden auch hier auf Granit beißen. Sieht man aber Von dieser mehr lokalen Verschlechterung der Sage ab. so ist außenpolitisch und taktisch zum mindesten nichts durch den Abzug der Engländer verloren. Es ist im Gegenteil vielleicht ein Vorteil, daß die Abwehrftont jetzt auf ine einheitliche Sink stößt. Amerikanische Meldungen spre­chen ja f:'on davon, daß die Franzosen sich mit der Ab- icht tragen. Deutschland den Krieg zu erllären. Nötig wäre eine solche Maßnahme kaum noch, da der Krieg in unserer Wrstmark tatsächlich schon in vollem Gange ist Aber wenn denn Krieg sein soll, so ist eine klare Sage auf die Dauer immer noch erftäglicher als eine Bet- sck-wommenheit. Der Abzug der Engländer schafft diese llare Situation. Die Belgier und Franzosen glauben dadurch freie Hand zu gewinnen. Sie wecken die Er- sahrung machen, daß auch auf deutscher Seite die Be- wegungsfteiheit jetzt größer geworben ist.

«v Goid bekommen, weil tbr Budget davon abbangt w fürchten aber gleichzeitig, daß Deutschland stark fein könnte, zu bezahlen. SBefterhtn erklärte ttA«L Law, daß er vorgefchlagen batte, dte ftanzvsi- 11)13» ReR und itaiienlfcben Schulden an Großbritannien $ Ffretrf'-en, wenn die englischen Vorschläge angenom- jsn werden würden. Er betonte, datz die englische Mn-wSc Lage nur deshalb so stark sei, weil dem Msi'chcn Palk febr große Steuern auferlegt worden r1 Wir konnten zu unserem Verbündeten nicht

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tacr. Pfund Sterling. Es erschien unseren französi- »ca üt-rüündetc-n nicht unmöglich, datz Deutschland > verlaufe von 15 oder 20 Jahren eine derartige summe im ganzen vezablen könnte und daß eS sich een in einer viel stärkeren Lage als vor dem Kriege würde. Diese» Gefühl de-r man- knben Stchervett, da? dem Geiste der franzosen nickt genommen werden kn» ,st her wahre Grund für dte Ab- tchnnng unserer Vorschläge gewesen. h"rtr s?<to erfärte weiterhin, daß er von Deutschland k?. was nach menschenmöglichem Wissen verlangt tzrden könne, fordern wollte. Keine ftanzösische Re- , Steg fo ftttr ir fort, hätte vor der Kammer einen d & bestehen können, wenn sie nicht die Vorschläge S k-ncar-s unterstützt hcftte. Sie möchten von Deutsch-

Fn seiner Rede, über die wir gestern kurz bcrichte- «, gab Bonar Law eine ausführliche Darstellung tzr Londoner und Pariser Konferenzen, tn denen die Mlischcn Vorschläge von Franttetch abgelehnt wur- wr und Potncare seinersetts Vorschläge machte, die tzngland nicht akzeptirren konnte. In London, so er- liirle Bonar Law, sagte uns Potncare, daß er zwei hchingungen zu stellen habe, ehe er über unsere Vor- Wägc mit uns diskutieren wollte. Die erste war der Mmarsch in das Ruhroebiet, an dem wir nicht tett» Mimen wollten. Die zweite war, daß die Schuld- irmme Deutschlands nur dann herabgesetzt wecken sirfte, wenn gleichzeitig die Forderungen der AMier- int Frankreichs reduziert würden. Dann gingen wir wch Paris. Die Gründe, aus denen dort unsere Bor- Wöge abgelebnt wurden, waren die folgenden: Man l-öle uns zunächst, daß unsere Vorschläge nicht mH f'n, Berfailler FrtebenSvertrag in Einklang stünden; »h antworteten durch eine Note, in der wir seststell- _____ inl, daß nichts an unseren Vorschlägen dem Versailler kcrirog widerspreche. Ueberbie? war unser Pro- Mmm nicht ein endgültiges. Wir waren geneigt, da- Sl-er zu diskmieren. Frankreich aber diskutterte nicht hrübei. Unsere Vorschläge wurden unter anderem >mme»D »vicänt, weil wir für die Kontrollkommission einen , Aiütoen Vorsitzenden vorschlugen. Wir wollten da- '-n' ?? Eor der Welt feststellen, daß bei der Skizzierung kt dentichen Schuldsumme alle möglichen Vorstchts- ? 24 pbnnhmen im Hinblick auf die Unparteilichkeit der

-lulk« Demission getroffen wurden. Unsere Vorschläge irnrden in Wirklichkeit aus anderen Gründen abge-

Die Saboteure an der Arbeit!

Die Quertreibereien der früheren Unabhängigen, anf die wir bereit» hinwiesen, weben fetzt schon In aller Oestrmllchkeit ausgeführt. Der .Vorwärts' mutz beute feine Spalten einem Artikel Crifviens öff­nen, in dem dieser über ^fttternattonale Pflichten' orakelt. Crispieu fordert in den einleitenden Sähen anstandshalber die Fortfetzung des entfchlosscnen Ab- wchrkamvfeS gegenüber den neuesten imperialistischen Gewaltatte Frankreichs, geht dann aber zu einer Un­tersuchung bet Ursachen deS stanzösisch-beigtschen NudrelnfallS übet, bie schon mehr kommunistisch an« mutet. Erisvien fleht In dem Kamps an der Ruht nichts weitet alS ein Ringen der ftanzösiscken und veuttchen Kapitalisten um Ptofittnteressen. Er Weitz nicht oder will nickt wissen, daß Potncare aus rein ImpetlaltstisLen Gründen an Vie Ruhr gezogen ist, um durch wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen da» Rheinland zu zwingen, sich Frankreich in die Arme zn werfen. 6Wren Hätte diese Taiiache. wenn sie wn> nicht sein politischer Instinkt tagte, aus bet französi­sche« Presse selbst erfahre» könne». Ihm ave; patzt

meßnahmen angeschlossen und damit Deutschland die Einigkeit der Aliierten bewiesen hatte. Bonar Law führt unser Vorgehen zum Teil auf politische Motive zurück, die nichts mit einer Regelung der Reparationen zu tun haben. Diese Auffassung hat nun auch ver­schiedentlich in französischen Zeitungen gestanden. Aber dieft Gamaschenhelden haben nicht die Mehrzahl der ftanzösifchen Ration hinter sich. Tatsache sei, daß Frankreich Bezahlung oder materielle Sicherheiten ver­langen müsse. (?)

TerTemps" meint, daß ber englische Premier­minister die Folgen der Ruhrbesetzung nur zu schwarz gemalt bi be. Dir deutsche Propaganda n-.tdc cu5 dieser Erklärung alle Arten von Ermutigungen für den Reichskanzler Cuno und alle Arten von Intrigen gegen Poincack b< rieften. Der Temps weist ferner die Etllärung Bonar SawS zurück, daß die Franzosen die Ruhrbesetzung um jeden Preis gewollt hätten, weniger au8 finanziellen als aus politischen Gründen. Er meint, wenn England sich dem französischen Vor- gehen angeschlossen hätte, Ware diese große militä­rische Sr«t«ruug der Jngenieurkommi's'on im Ruhrge- biei nicht notwendig gewesen. Schließlich weist der Temps zurück, daß die Franzosen den bnt'schei Re­parationsplan zurückgewiesen hätten aus Furcht, be­zahlt zu wecken. Das heiß« doch, bfe Ironie ein biß­chen tu weit treiben.

Die Siberts schreibt, daß Bonar Sato zwischen den Auffassungen von Sondon unb Paris nut eine lieber« gangstüt gezeigt habe, die aber das Ende der Entente bedeute.

Das frlebfertlge Frankreich.

Paris, 14. Feb. DerDaily Mail" zufolge in der Ruhrfrage^ wie Bonar Sato in feiner Rcke an­deutungsweise berührte, als einen unfreundlichen Alt nicht diplomatisch notifizieren, da sie gemeinsam mit Belgien ihren Standpunkt den verschiedenen Kabi­netten zur Kenntnsts gckracht hat. Das genannte Blatt fährt fort, daß Poincarö den Paragraphen 18 des Anhanges 2 im 8. Teil des Versailler Friedensvet- tragse hr!» Grundlage seines Vorgehens ansehe und daher keinerlei Grund zur Jnterventton vorliege. In einer augenscheinlich inspirierten Darstellung faßt dir Daily Mail" den französischer Standpunkt folge,i- dermaßen zusammen:

L Frankreich will keinesfalls zur Gründung eines neuen linksrheinischen Staates beitragen.

2. Frankreich will weder das Rheinland, noch die Ruhr ontttieten. t

3. Frankreich will weder die Ruhr, noch das Rhein- l:ida in eine wirtschaftliche Abhängigkeit von der sran- zösff.hen Industrie bringen.

, 4. Frankreich verlangt von Deutschland' effektive Sicherheit für ein« ehrliche Durchführung der Repa­rationen.

5. Frankreich hat gemeinsam mit Belgien die Ruhr besetzt da es diesen Teil Deutschlands als dte Schatz­kammer des Reiches betrachtet.

6. Frankreich ist überzeugt, daß die Großindu« und d sie nur durch Zwangsmaßnahmen im Rühr­st rieften die wahren Machtbabenin Deutschland sind gebiet zur B^a^ung gezwungen wecken können.

7. Frankreich wünscht volle Sichecheit vor einem neuen Angriff unb behauptet, daß gerade im Ruhrgebiet vir Waffen zu einem derartigen Angriff vorberritet tottoen tönntent

Der «nzeigenprei» beträgt sär be» Ügefp. Ieilenmllllmeter 40.00 $tt («lei« «»zeige»

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. Ramsay Macdonald erfiärte, nicht nur bk Besetzung § Ruhrgebiets, sondern bk gesamt« Idee, welche die Mer bei der Durchführung ihrer Polittk beseelt, haben ^Thaos in Europa zustande gebracht. Zunächst toncken - Meheure Reparationen gefordert und sodann unmöglich Aktionen angewendet, sodann eine betftärfte Sanktion, §Ee bk Fähigfttt des bestraften Sandes, die ursprünq- ffkn Reparationen zu zahlen, verhindere. Inzwischen fei i dk Sanktionen der Reparationsbeftag vermehrt.

Mießsich sei man in eine Positik des Jncperialismus und ^Annektionen bineinqetrkben worden. Es würde befier Ffen fein, wenn man Rußland mehr in Rechnung hätte (Widerspruch). Die Vernunft werde schließ- »D dazu tuten, Rußland anzuerkennen. Seine Partei daß der Vertrag mit der Türkei untererchnct Beschränk Frankreich feine Operationen auf