Marburg
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MliflfiflMh 6m 10 Sshrnnr ^rerge« »erden nach der Tertspaltexbreite berechnet. NeNamex der Zeilenmillimeter völUIBVtHU, vul IV. 0kVlUlll 180 ML Jeder Rabatt gilt eis Larrabatt. Belege »erden berechne!, «et Sxs-
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Die neuen ftrmzösischm Matznahmen.
Pariser Freude über ein paar Kohlcuzüge.
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Berlin, 9. Feb. DaS deutsch« Rote Kreuz teilt mit: Tas Central Relief Comitee in Neuyock batte vor Kurzem dem deuischen Roten Kreuz den Rndbetrag einer Sammlung rec N wqorker S:a.rtZ-i zeitvng von 8100 Dollar zur Verfügung gestellt. Auf eine Anfrage des deutschen Roien Kreuzes Hai das Central Retief Komitee befnmmt, daß die Hälfte der RuhiM' zufl eßen darf. Tas Geld routbe zunächst zum Antau. von Milch verwandt, F e bereits auf dem
dem Ruhrgebiet abgegangen sind. Indessen, so r61 das Blatt hinzu, sind die Schwierigkeiten tm be- Mten Gebiet nicht zu unterschätzen. Der deutsche «verstand läßt nicht nach und es müssen weitere «rschärfungen der oflherten Maßnahmen vorgenom- werden. Haupisächlich wird eine DerschSrsung * Blockade für Jndustrievrodukle inS Auge gefaßt.
Offenburg, 9. Febr. Die Lage bat wider Er- ivarten eine Berfchärsung erfahren. . Die Besatzung Kirnt nach wie vor nicht nur die Zurückziehung der französischen Posten von den öffentlichen Gebäuden ab, sondern Hai auch den Naanverkebr von 8 Ubr abends bis 5 Nbr morgens neuerlich verboten. Eisenbahn- und Postverkehr ruhen nach wie vor vollkommen.
Paris, 9. Febr. Nach dem .Marin" soll genau wre das Bahnney oer Pfalz aurl) dte Rordlinte in die Verwaltung der Militärbehörden übergehen, die die Zentren d>.r Produktion im Ruhrgebiet mit dem Rhein verbinden. In 4 bis 5 Tagen glaubt man. daß wichtige Verbindungslinien mit srantöstscheu und belgischen Eiienbahuern in Betrieb genommen werden können.
Der Streik im Saargebiet.
Paris. 9. Febr. Havas meldet aus Vorbachs, daß der Streik in den Kohlengruben von Petiie Rofselle, von Saar-et-Moselle und la-chouve gestern morgen allgemein gewesen sei. Es bandele sich um L'000 Streikenden. BtZ fetzt seien keine Zwischenfälle zu verzeichnen gewefen. Die unabvSngtgen Gewi rkschaften machten mit den kommunistischen Ber- bänden gemeinsame Sache. Truppen seien an Ort und Stelle, um die Ordnung zu sichern. Man habe den Eindruck, daß der Streik ziemtich lange dauenls werde.
Paris, 9. Febr. Wie Havas berichtet, hat sich der Minister für öffentliche Arbeiten, Le Trocauer. ,u einer Besprechung mit der belgischen Regierung nach Brüssel begeben.
Paris, 9. geb. Im Ministerium deS Aeußeren wurde bestätigt, baß die belgisch« Regierung die von Frankreich angewaickten Methoden im Ruhrgebiet füt unwirksam, halte und. dies der französischen Regierung mttgeteili habe.
Der Anzeigenpreis betragt für de» Sges». Zetlexmillimeter 40.00 ÄL (Älehte Wnielge» gegen dar, 25*'. weniger). Amtliche und ans». Anzeigen 50 KL Bei schwierigem Satz 50 •(, Aufichlag. Spät einlnufenbe oder den Ranm über */, Sette einnedmende
iyr Regierung satt, da sie einsehen, doch in Wirklichkei! ein hilfloses Durcheinander herrscht, sind sie äußerst kritisch. Während einer Worbe sei ei möglich gewesen, ^iesr Tatsache zu verheimlichen. Aber eS wird schwierig sein, dies auch in Zukunft zu tun. Die Forderung wird erhoben, die Wahrheit bekannt zu geben.
Der Finanzredafteur der „Times" schreibt unter Be .zugnahme auf das neue Fallen des französischen Franken ki«S seiner Stützung von internationaler Seite, die Kritik in bei ftanzös scheu Presse an dem Ruhrexperiment ;eia- daß die b^schäitsl-ute in Frankreich anerkennen,Imß *?»ne wirtschaftlichen Vorteile daraus entstehen können. Noch -eznchnrnder sei der Ankaui britischer Wertpapiere durch ranzösische Kapitalisten. Dieser Ankauf finde in einem emerkenslvcrten Umfange iiatt, angesichts der Tatsachen, -aß das Fallen des Franken diesen Ankauf kostspielig gc- ilalte, müsse aus dieser Bewegung Ser Schluß geroaen werden, daß auf jeden Fall in manchen Kreisen Fra.nk- nichs ernstliche Befürchtungen bezüglich der möglichen
Pari-, 9. Febr. Als einziges Blatt beschäftigt sich heute die „Nre Nouvelle" mit der Frage, ob die 'französische Reg eruug berechtigt war, eine Besetzung badischen Gebiets worzunehmen. In dem Artikel wird bedauert, daß Poincars gute Nachrichten am Sonntag Abend auf dem Bankett der Republikanischen Presse nicht anzukündigen wagte, obwohl die Besetzung schon am Sonntag Vormittag durchgeführt wurde. Die „Eie Nouvelle" meint, es wäre ihm vielleicht schwer gefallen, den juristischen Charakter der Operation und den Nutzen, den er hiervon erwarte, zu erläutern. Gewöhnlichen Sterblichen wäre aber diese Aufklärung durch einen Juri- sten nicht überflüssig erschienen. Es scheine nach dem Wortlaut des Vertrages, daß eine neue BerfehlungDeutsch- lands keine andere Sankt on hätte nach sich ziehen können als entweder die Hinausschiebung der Besetzung in den Rdeinländen oder die Anrusitng des Völkerbundes. Das Blatt wünscht, daß «i sich täusch«, denn es wäre weder für die französische Sache noch für das sianzösische An- sehen, noch für die Ruhe des Gewissens gut, daß in dem gleichen Augenblicke, in dem man Deutschland eine Verletzung des Rechtes vorwerfe, Frankreich selbst es mißachte und den Vertrag mißbrauch«.
Paris, 9. Febr. Die sozialistische Partei batte gestern ab.md eine Kundgebung für den Frieden, d. h. einen Protest gegen die Rubrbesetznng veranstaltet, auf der zahlreiche autzersranzösiiche Sozialisienwdrer, darunter Hiiferding (Deutschland) das Wort ergreifen sollten. ES bat aber kein auständischer Redner gesprochen, da, tote der Versammlungsleiter erklärte, sie iniolge gebieterischer Pfttcht, die sie nach anderwärts gerufen hätte, an der tkundgevuug nicht tctlneemat - könnten.
Amtliches Verküsidigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Overhessen
180 ML Jeder Rabatt gilt al« Rarrabatt. Belege
hmft durch dte Selchäftsst. und vermittluno der Angebote 30 «, bet Ueberlendutig durch uno 50.— ML ohne Port».
SmzöWe Mir.
Mainz, 9. Febr. Vor dem französischen Kriegsgericht wurde heute gegen den Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen. Dr. Karl Mbert Schröder, der am Tage des Tbyssenprozesies, als in der Mittagspause di« Angeklagten abgeftibrt wurden, einen Hochruf hören ließ, wegen feindseliger Kundgebungen gegen das französische Kriegsgericht verhandelt. Der Angeftagte, der sich durch Uebertritt ins unbesetzte Gebiet der Perbaftung entzogen batte, wurde in Abwesenheit zu einem Monat Gefängnis Verurteilt. — Der 19sährige Arbeiter Ferdinand Ga brlel aus Matuz-Castel erhielt wegen Teilnabme an der Massenkundgebung vor dem Gerichtsgebäude zwei Monate Gefängnis. — Der 67 Sabre alte Oberpost- Kfretär in Pension Friedrich Mandel aus Mainz, der bei den Kundgebungen Drobungen ausgestoßen paben soll, wurde wegen feindseliger valtung gegen die Besahungsttuppen zu 6 Monaten Gefängnis
Boden stürzte. Bei seiner Festnahme leistet« Goedecker außerdem Widerstand. Das Urteil gegen ihn lautete unter Bejahung sämtlicher Schuldfragen aus 3 Jahre Gefängnis.
Düsse 1 dorf, 9. Febr. Am 25. Januar hatten die Franzosen anläßlich der großen Kundgebungen eine Reihe von Düsseldorfer Bürgern festgenommen und ins Gefängnis geworfen. Der General gibt jetzt eine Reihe von BeSrafungen bekannt. Die Bestraften wer- den beschuldigt, aufrührerische Rufe ausgestoßen, dte Desatzungstruppen durch Worte und Lieder beschimpft zu haben oder auch gegen Beamte des ftanzöstschen SicherbeitsdiensteS tätlich geworden zu sein. Drei Leute sind zu 30 Tagen, 5 zu 15 und 6 zu 8 Tagen Gefängnis verurteilt Wochen.
Koblenz, 10. Febr. Vor dem hiesigen ftcmzösi- schen MiNtärgerichi standen gestern die ersten Geistlichen, die evangelischen Pfarrer von Bacherach und Simmern, unter Anklage der Aufwiegelung, der Störung der Ruhe und Ordnung und der Beleidigung bet Besatzungstrudven. DaS Urteil lautete gegen den Ptarrer voen Bacherach auf 10 000, gegen den Pfarrer von Simmern auf 20 000 M Geldstrafe.
Essen. 9. Febr. Gestern mittag versuchten bic Franzosen einen Schutzpoli^ibeamten. der nicht gegrüßt batte, ftstzunehmen. Dieser stücktet«. Ein französischer " osten legte auf ihn an. Ein anderer Schupobeamter, der in der Nähe sich befand, richtete nun auf den Französin feine Pistole. Der Franzos- schoß dann sticht. Ein französischer Offizier holte den französischen Poften m die Wache hinein.
B ock um, 9. Febr. Der Vcrkaufsboykott gegen dte "Franzosen Ä rm gesamten Handelskammerdesirk Bochum, auch tu den kleinsten Gemeinden dur^gerührt, worden Dagegen sind 3 Schlosser au8 der Eisenwerk- statt'noch in Haft.
Essen, 10-Febr. Die Verhaftungen und Ausweisungen nehmen in der letzten Ze-t üoeryano. Gestern wurden u a. >er Bürgermeister Reff von Bingen, der Erste Staatsanwalt Riffel ten Zweibrücken verhaftet.
Die preußischen Polizeiverbände haben dem Gener.il Fournier einen Protest überreicht, in dem sie die Freilassung her IO verhallten Polizeihoamten verlangen.
Weiter wurden der Buchdruckereibesitzer Fritz Somm'r Verlag der „Emsir Zeitung" und der „D ezer Zeitung'" sowie der Schrftsiiter dieser B'ät'er. Nnrst.-rl Bruchhmtser nebst ihren Familien ausgennesen worden.
Heidelberg, 10. Feb Der Regierungsd'c k- tut und Vorstand der Regierungsforstkammer re. Pfalz, Stammiuger. her vor einigen Tagen trotz seines sch/oe- ten (ei'rnben Z istandes mit f i:»r Familie au5 Spe er ai:-tgemies'n worden war, ist infolge der seelischen Erregung und der damit verbünd men Verschlecht'niiz seine? JustandeS gestern in der Heidelberger Minik gestorben.
WM in Frsnttkirh?
Paris, 9. Febr. Ministerpräsident Poinrara hat geftrrn nachmittag dem Vorsitzenden des Kammerans- scknsses fflr auswärtige Angelegenheiten erfiärt, er kenne Sem Wunsch des Ausschusses, vor ihm zu erscheinen, tun über bk Lage im Rheinland und Rubrgebiet Bericht zu erstatten' nicht Folge geben. Er wolle von niemandem Ratschläge tu Empinng nehmen. Der Ausschuß toiro heute eine Sitzung stb halten.
Bonbon, Febr. Die Blcktter weiftn m Telegrammen aus Paris a j die in der öffentlichen Meinung Frankreichs zutoKekretende llnzufriedenheit mit den bis- 5er'gen Ergehn ssin Ter Rubrbesetzuug hin und machen aus" die ernste Wittschastsloge Frankreichs aufmerksam Der „Daily Herold" berichtet, To'ncare' tue Schritte, um der drohenden Kritik zu begegnen, die sich in der Kammer mit Bezug au»' däs zugegebene Scheitern der ötsoer -'m Ruhrg'biet getroffenen Maßnahmen bemerkbar macht. Es heißt, daß Po ncare den Wunsch habe, da? augenblickliche Ministerium in eine Koalitionsregierung nach Art der 1914 g bildeten umzuwandeln. Man glaubt, daß Tardieu ausg -ordert worden sei, dem geplanten Ministerium als Minister des Aeußern beizutrrten, während 'Loinearö Mimstervräsident bleiben wolle.
London, 9. Febr. Der „Daily Telegraph" berichtet, man habe in Frankreich allgemein angenommen daß mit der Besetzung des Ruhrgebietes dir Lieferung von R'parationskoblcn erfolgen würde. Aber biSher^fei keine Kohle eingenoffen. Dieser Mißerfolg werde aut die *on Fran'reich ang wendeten falschen Methoden zurück geführt. Der Pariser Berichterstatter der „TüneS" meldet, die Franzosen haben den irreführenden Optimismus
tourt Ml Ne m 3l 3mmi imiMttiMlit dtiiWk Mott.
derlin, 9. Febr. Durch den deutschen Geschäfts fcäfler in Paris wurde der französischen Regierung eine Jtelt überreicht, tu der es heißt, mit der Note vom : k Februar habe die französische Regierung dir Note der tzeutschen Botschaft vom 31. Januar zurückgesandt und «.gleich angekündigt, daß fk in Zukunft keine Schreiben »ehr annehmen werde, bk irgendeine Kritik bet Feststellungen bei Reparationskommission ober ber infolge- bessin g-strosienen Maßnahmen enthielten. Dagegen müsse die Reichsregierung zunächst barauf Hinweisen, baß bie prüchgesanbte deutsche Note bk Antwort auf mehrere sianzösische Noten enthielt, worin bic ft'nzösische Regie- «ng ber Reichsregierung verschiedene Verstöße gegen kn Friedensvertrag Vorwurf. Dabei hätte die Reichs- «gierung einen Beschluß-der Reparationskommission über- Haupt nicht erwähnt, sondern nur hervorgehoben, das in der sianzSsischen Note getadette deutsche Vorgehen sei die unvermeidliche Folge des vertragswidrigen Ruhrein- »arscheS. Wenn bk sianzösische Regierung darin auch uoch eine Kritik ber Maßnahmen ber Reparativnskom- »iHijn erblicke, so stelle sie sich offenbar ans ben Stand- punkt, daß die Reparationskommission durch den Beschluß L 20. Januar zugleich die Rechtmäßigkeit der Ruhr- «w» festgestellt Habe Aber wenn überhaupt, so könne de Reparationskommission eine Auslegung des Friedens- tzertrages nur durch einstimmigen Beschluß geben, und p"? ,n om 26. Januar nicht geschehen. Wenn jetzt aber «ußerdem tue französische Regierung ein für alle Mal «bleöne, deutsche Vorstellungen auch nur anzuhören, so krlange sie, daß Deutschland alles stillfchweigend hin- »hme, was sie nach ihrem beliebigen Ermessen tue : »as widerspreche allen Regeln des friedlichen internatio- »alen Verkehrs. Anscheinend wünsche die sranzöfische Negierung im Bewußtsein der Schwäche ihres Rechts- -ändpunttes sich der Notwendigkeit zu entziehen, sach- l H die deutschen Einwände zu prüfen. Das werde aber die deutsche Regierung nicht abhalten, nach Sftcht. pnd
- SWechtigkeit ihre Einwendungen vvrzubnngen.
Barls, 9. Febr. lieber die neuen Maßnahmen «e man tm Ruhrge' ° < Plant, speist sich .Oevre" «rs Seit 3 Tagei Atzung, daß diese ;r Mären, wir sind zu
t---- wuroen müßen umgeladen werden, u. ,,:i
((ITI" L^Sifcheu Schiffen nach Antwerpen gebracht zu wer- l;t i-n» J*_lL Der .Petit Puristen" knüpft an diese Meldung :äti<M Ettvartting, daß die KohicnauSfndr nach Belgien
pH» Frankreich jetzt beschleunigt werden wird, zumal
t *LSaufe des gestrigen Tages mehr als 4500 stanzS- itunio’i Sisrnbavner, dte sich ftelwtllig gemeldet batten.
gct ügende Heizung und Beleuchtung sämtlicher Rä imc zu sorgen. Angeforbert lverden weiter 450 Paar Bett« tuibei 450 Kissenbezüge und 500 Servietten. Die \ Ausstattung ist instandzuhalteu, den 8k»
n - fnissen entsprechend zu erneuern und das Material zun Reinigen der Möbel und Räume zu liefern, stuck für bi- D-sinf ktion bec Keder und des Bettzeuges ste -Kranken hat die Stickt zu sorgen und für die 5k- r»d g ing der verstorbenen Kranken alles Erforderliche i'.c Verfügung zu stellen. Ms Entschäbigimg wiw 't\ St<si>! fallz sie >z wünscht, die Summe von 3 Mark für esi eingerichtetes Sktt einschließlich det in dem Befehl spezifizierten Leistungen angeboten.
ZmSkttehrÄask.
Essen, 9. Febr. Im Bezirk Essen hat flch dl« Verkehrslage gebessert. Die Verlabesperre wurde aufgehoben. Im Bezirk Köln ist die Lage unverändert. Vormittags wurden dle ersten Kohlenzüge über I'Obenbubberfl nach Aachen West von den Franzosen gefahren. Ans dem Bahnhof Barrop wurde wegen franzöpscher Eingriffe die Arbeit von den deutschen Beamten elngcst"llt. Verschiedentlich wird eine Beschlagnahme von Sovkenzsigrn gemeldet. Der Postve- ttieh im Bezirk Essen leidet weiterhin stark unter ben Eingriffen der Franzosen. In Duisburg-Meibcrtch -wurde das Telegraphenamt nach der Entternung der deutschen Beamten besetzt. Wegen der geftttgen französischen Auskchreirunaen In Recklinghausen ist die donige Arv»tterfchaft beute morgen in einen 24stün- tfgen Proteststreik getreten.
Esse n, 9. Fickr Die Bahnhöfe Barop uno Heng (fei sind von ben Franzosen verlassen worden. Links- ebeinisch und im westlichen Teil deS Bezirks Essen ist bi- Streiklage unverändert. Gestern wurde auf der Strecke Essen—Düsseldorf ein Lastkraftwagen mit Benzol beschlagnahmt. In Barmen sind 30 Textilfabriken wegen K-blcnmang'ls stillg'legt. In Witten ist die 5klegsckaft •** P»st weg n Besetzung des Amtes in den Streik ge- itHen. In Recklinghausen kam es im Anschluß an die gestrigen Vorgänge zu neuen Uebergriffep bet Franzosen <t1* J« neuen Menschenansammlungen gegen die Fran» »fen. die Kavallerie einsetzten. Neue Verhaftungen sind n*4 erfolgt.
Dortmund, 9. Febr. Der Personenzugverkef^ über Wanne—Gelsenkirchen ist' wieder in 5ktrie6. Die
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- -chricht, daß ein Zugführer an ben Folgen eine« Sckla 3‘-3 Gestorben sei, bestätigt sich erfreulicherweise nicht Di Zugführer, bei von einem Franzosen einen Kolben- erhielt, brach bewußtlos zusammen und wurde 'efort wsgtrausportiert. Weil man den Medergeschlag - w'N, der aut Witten stammt und auch dorthin gebracht wi-rde, später nicht mehr sah, glaubt man an seinen Tob D e beiden Oberbahnhofsvorsteher und Obeigütewvrsteher. io- verhaftet worden waren, sind wieder fteigelasftn
Es,'en, 9. Febr: Die Franzosen machen feit heute weitere Hindernisse im^üferverkehr. An mehreren St ! 5'N wird der Einlauf und Auslauf ber Wagen f8atro* frf D« Franz»-'!- lassen nur soviel Wagen aus dem t.l-Jkx Gebiet eis hineinkommen. Durch Oft Lerhand- lungen. bic gegenwärtig nbch schweben, wird voraus» nchtlich erreicht weroeu. -aß die Bahnhöfe Hengstey um -orhalle. bk bisher für jeden Verrkehr durch die Fran-
.en gesperrt waren, wieder fre,gegeben wera-n. An sen Stellen sollen Kontrollstellen errichtet werden. Mit der Besetzung oer Bahnhöft Wanne, Nisser Fritz, B ock von Baukau und Block Julia, ferner der Bahnböie Herne und Gelsenkirchen haben die Französin die Köln- Mimiener Linie in Besitz genommen und für jeden Verkehr stillg legt. D e deutschen Eisenbahner wurden gewausam von ben Bahnhöfen vertrieben.
^iugvng zu stellen, sowie Küchen, Waschräume, Le- ^sm.ittellagcr und Apotheken vollständig eiuzurich- nernor hat die Stadt ihre Einrichtungen, für ^urgiscke, radiographische und mechanisch-thernveu-
Behandlung zur Verfügung zu stellen und für
P ort«, 9. Febr. Die Blätter melden ttlumphle- bas erste Ergebnis der KohleuauSfuhr aus dem -nnyrgebiei. Gestern nachmittag stnb drei Etfenbahn- ^Se. jeder mit 750 Tonnen, In Aachen angekommen VS” wurden teilweise nach Belgien, teilweise nach eisntretch dirigiert. Man ftindigt weiterhin eine gc- Anzay! von Zügen mit zusammen 5000 Tonnen die aus dem Ruhrgebiet in Aachen erwartet wer- *n- Auf dem Wasserivege sind 1000 Tonnen Kopien Duisburg nach Antwerpen abgegangen. 0 :««nen Kohlen, die aus dem Rhein-Herne-Ko.
Zievelt wurden müssen umgeladen werden, u. _o;i
. .v gewefen und ste verlan- »n von der Regierung, daß ste cte Schraube anzlehL »»durch holl das geschehen? Durch eine Verschärfung »cs militärischen Besetzungsregimes mit sofortigen «cwalttamen Sanktio-'-'n gegen die Widerspenstigen lwd Saboteur« und dn.ch eine Erschwerung der Zoll- »atznahmen. Außer der Koble und dem Koks und «n aus ber Kohle gewonnenen Nebenprodutten würden die ftanzöstschen Zollbeamten an den Grenzen des Wetzten Gebiets auch Elfen, Stahl und die Produkte «r Metallindustrie des Ruhrgebiets anhalten. Des- »etchen würden ste dte Einfuhr von Eisenerzen ins »uhrgebiet verhindern. Diefe Maßnahmen würden kein Konzernen v«s Ruhrgebiets und deren Leitern s'ncu furchtbaren Schlag versetzen. Aber ste feien 5«c zweischneidige Waffe und würden sämtliche indu Mellen Unternehmungen des Ruhrgebiets zum Feie wiirteiien. Das Hindernis, das man französisch irt? ans dem Wege zu räumen versuche, werde butu, ** eigene Bemühen der Franzosen wieder vor ihnen HfgCTtoteL
Verurteilt. — Als ein franösischer Geheimpolizist einen Demonstravien seslnebmen wollte, kam es zu einer Schlägerei, in deren Verlaus ein Poiizeiinspek- „ , ... ö ..
lvr von dem Gerichtsreferendar Josef Goedecker aus Auswirkungen dieses politischen Abenteuers auf ben zu- Mainz einen Schlag auf den Kopf erhielt, daß er zu I künftigen Wert des Franken gehegt werden.
MMH; Kattllllg.
London, 9. Febr. Der Berliner Berichterstatter der .Times' schreibt, wenn die von den Minister« und ParteiMdrern in ber gestrigen Sitzung be« Bnd- «CTausschusses des Reichstages gehaltenen Rede« »einen Schluß auf die öffentliche Meinung zuließen. so bleibe di« deutsche Enifchlossenheit, tm Ruhrgebiet durchzuhal'en, so unerichüttert wie je. Die einzige abweichende Stimme des Kommunisten Eichhorn diene nur dazu, die Ueberelnftlmmung der übrigen Redner noch ausgesprochener zu machen. 4
Berlin. 9.Febr. Der „Vorwärts" meldet au- Vockum: Dft vereinigte sozialdemokratische Partei Böckums uno Umgegerck nahm ritte Entschließung an, bk gelobt, am g'waltlojen Abwehrkamps gegen die unreckt- mäßige militärische Gewalt unbeugsam feftruhosten mit bem Ziel ber'Sickerunfl'ber Einheit ber beutschen Republik Mjen imperialiftische M stchien. bi« zum Zustandekommen einer ckckftnätz'gm wit^T'haftlichen vernanfttgen VerstMt- dkgung Sher die Reparaftonen.
Nach bet „Vossischeu Zeitung" erstickten ber deutsche Nsenbahnerverband bk Gewerkschaft Deutscher Etsin- babner unb Postbeamte» unb ber allgemeine Eisenbahner« vrebaick im Saargebiet, in einer Eingabe an bie Regie- ningskommission unter Hinweis auf bk seit Einführung ber Franftnwäbrung sich immer weiter verschlechternde Lage ber Beamten und Arbeiter, um sofortige Einleitung von Iftrhanblungen wegen Erhöhung bet Teuerungszulage. Für ben Fall, bet Ablehnung ber Forderung wirb damit gerechnet, daß zu bem Bergarbeiterstreik auch bet Ausstand bei Eisenbahn- und Postpersonals im Saargebiet ünzulr-tt.
London, 9. Feb. Die FriedenSgeseklschaft hat gestern eine Entschließung angenommen, in der sie die- Hoffnung auSspt'.cht, daß das deutsche Volk fähig «in werde, ben Widerstand gegen die Franzosen auf- c-cht zu erballeu. iWie nett von ihr. Hätte sir nicht, rldst daS deutsche Volk so schwächen helfen, so konnten trii fetzt auch auf diese linden Hoffnungen veo- zickten! Aber vielleicht verrät die FriedenSgesellschait mit dieser Hoffnung schon ihr „Panzerptarten-Palri- oren-Herz.)
‘ ettotinf -ecksmal wöchentlich. - B«,ug,vr.i. monatlich
* ar)_ nr 1400 m" Zustellungsgibühr. Für ausfallend« Nummer» infolge Streits ooet /Ile vd elementarer Ereignisse feix Erlag. — Verlag von Dr. L. Hitzeroth. — Druck der llniv«.Bu»druckerei vo»2ob. Sug. Koch, Markt 21,23. - Retnipredjer SS, Poft, toerftonlo: Nr. 5015 Amt Franktort a. Main.
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. 9. Feb. Der Divisionsgeneral Fournier
der Stadtverwaltung anbefohlen, im -'tK>tisih«n ^"-«nhaus in Rüttenscheid 215 Betten für der |t ^>dete oder kranke französische Militärpersonen zur
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_« Der Trupp imachsckmb hält tm.
g . Düsseldorf, 9. Feb. Ter Nachschub der sraw /- Rihben Tnippen hÄt unvermindert an. Ter Stadt-