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Hrbe Frankreich fortfnhrrn, sein« wirklich«» Absich- Hht auszudeckrn. Nicht um Reparationskohle D er Frankreich zu tun, sondern um die Vernich - Wsng der deutschen Jndstrte, insbesondere *r Konkurrenten Schneider-Creuzot und der übrigen i sftanzösischrn Schwerindustrie; die Leidtragenden wür- : ^vn, vielleicht mehr noch Äs die Jndustrielen, die -Arbeiter im Ruhrgebiet sein, denen durch diese ^vrnzSsische Blokade Arbeit und Verdienst abgefchnitten Mrd«, Die deutschen Arbeiter im Ruhrgebiet, aus tkttn Mtarbeit die französische Besatzung mit allen Mitteln ausgcht, können daraus erkennen, daß die ^ksatzungsbchörten über ihre Interessen rücksichtslos "Vmrrgzngehrn bereit sind.

Recklinghausen, 7. Febr. Am Sonntag ist ton de: Kaufmannschaft in Verbindung mit den Gewerkschaft

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für rechtsverbindlich erklärt hat. Die in der Bekannt- machung der Rheinlandkommission angeführte Rrichsge- richtsentscheidung tont 25. September und 25. Oktober 1920 würbe durch mehrere, in der amtlichen Sammlung der Entscheidungen des Reichsgerichts in Strafsachen abge­druckt« Entscheidungen, die den entgegengesetzten Stand­punkt einnehmen, insbesondere durch Urteil vom 7. März 1922 (Entscheidungen Bd. 56 Seite 228) längst überholt. Auch der erste Strafsenat, dessen früheres Urteil von der Rheinlandkommission in leicht zu durchschauender Ab­sicht ausgebeutet wurde, gab selbst in diesem Urteil die früher vertretene Ansicht aus. DaS wird in der Bekannt­machung der Rheinlatchkommission bewußt verschwiegen. Der Rechtszustand ist hiernach, auch nach der Recht­sprechung deS Reichsgerichts, zweifelhaft der, daß nie- mand verpflichtet ist, rechtswidrigen Anordnungen der Rheinlandkommisston Folge zu keiften. Dies wurde auch bereits gegenüber der Rheinlandkommission in einer Rote ausgedrückt. Die rheinische Bevölkerung wird wissen, wie sie sich entgegenstehenden irreführenden Bekannt­machungen der Rheinlandkommission gegenüber zu stellen HÄ — Die Rheiulandkvmmissio« HÄ auch hierdurch ge­zeigt, daß sie nur «in Organ der französischen Politik ist einscht. des erfrischen MifliedeS.

allein vorgestern 30 Schlevver slotigemacht Der Minister ichlotz, daß sich die Lage täg- rrnd mcor bessere. Wenn di« Regierung ge- Werde, neue Mahnahmen zu ergreifen, nicht verfehlen, sie mitzuteilen.

Französische Folterkammer.

Frankfurt (Main), 7. Jan Bon einer ange­sehenen PersönlichkÄ in Mainz wird der „Frankfurter Zeitung" mitgeteiltz daß neuerdings unter irgendeinem Borwand Passanten der Paß abgenommen wird und ihnen avfgegeben, sich am nächsten Tage im Hause Leibnizstraße 8 zu melden. Dort angekommen rottbeit sie von vier Marokkanern mit aufgepflanztem Seiten­gewehr empfangen, in ein Zimmer verwiesen, wo sie höhnisch in ein anderes Zimmer und dann in «i» drittes Zimmer geschickt werden. Hier werden sie von einem Zivilfraazosen aufgefordert, alle Tasche« z« leeren und sich mit dem Gesicht der Wand zuzuwendeitz Nun werden sie in Gegenwart zweier Äldaten mit Tritten und Schlägen halb zu Tod« gemartert und dann, wenn sie kaum noch in der Lage sind, sich sortzu- bewegen, mit Stößen und Fußtritten inS Freie be­fördert. Bon einet anderen Seite wird der Frankfur­ter Zeitung mitgeteilt, daß ein Herr in angesehener Stellung aus der Schülerstraße versehentich an einen französischen Soldaten an fließ und durch einen zu- fälig vorübergehenden Offizier mit Hilfe von zwei Sol­daten festgenommen wurde. Er wurde in ein Hinter­gebäude d«S OssizierSkasinoS gebracht und erfuhr dort di« gleiche Behandlung wie oben geschildert.

; M diese Transporte nach und nach verstärken. Auf die Frage des Berichterstatters, ob noch strengere Maßnahmen in Erwägung gezogen würden, anrwor- tzte der Minister, alles, was er sagen könne, bestehe darin, daß die französische ReÄernng im Elnverständ- A-s mil den Belgiern alle ersorderlichen Maßnahmen treffen werde, um ihre und die Interessen der Bewoh- «r der besetzten Gebiete zu vertreten. Welche Opera- tzonen vorgesehen seien, sei In dieser Beziehung allein ein Programm. Auch im Verkehr zu Wasser habe der Minister völlige Desorganisation und Sa­botage vorgestinden, Sabotage an den Schleusen und sogar an den Kähnen. Le Trocqner sagte, daß zur Zeit aus dem Rbetn und dem Rhein-Herne-Kanal 1250 000 Tonnen Kohle und Koks schwimmen. Es handele sich darum, ste flnrt zu machen Auch hierzu dien alle Maßnahmen getroffen. Zu diesen Arbeiten fei die französische Rheinflottille und ein Teil der Matrosen der Kriegsmarine herangezogen worden, unterstützt von belgischen und auch holländischen Mannschaften, die auf den Schiffen verblieben seien.

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Le Irotjii« m dm SotineteroL

«* Paris, 8. Febr. Nach dem KabinettsrÄ von zeftern vormittag, in dem der Minister Le Trocquer -mb General Weygand über ihre dritte Reise nach dem Ruhrgebiet Bericht erstattet hatten, erklärte erste- k» einem Vertreter der Havasagentur u. tt, im Eisenbahnwesen im Ruhrgebiet liegt eine völlig me­thodische Desorganisation, ja sogar verbrecherische Sabotage vor. Er habe feststellen können, daß die kisenbahnsignale teilweise umgekehrt funktionierten, hie Laternen fortgebracht seien und die Weichen so arbeiteten, daß die Züge auf Rangiergleise oder mt rrivatanschlsissc geraten. Die ernste Lage, die durch Mc Umkehrung der Signale entstanden sei, sei leicht begreiflich. Die Signale zeigten offene Gleise, wenn tu Wirklichkeit das Gleis gesperrt war. So wäre es vorgestern beinahe bei der Durchfahrt des Schnell- ptgeS Ostende—Basel in der Nähe von Koblenz ohne W Kaltblütigkeit der französischen Eisenbahner zu Mer Katasttophe gekommen. Uebcr die bis heut« er- Iklttn Ergebnisse glaubt der Minister sagen zu kön- mn, bereits jetzt sei der Verkehr, namentlich die un- «ittewar tote französischen Truppen interessierenden Linien sowie der internationalen Züge sichergestellt. Frankreich werde jetzt den zweite« Schritt tun und ßch die Beförderung von Kohle und Koks angelegen ftm lassen. Vorgestern hätten bereits 3 Kohlenzüge Sachen passiert weitere würden folgen. So würden

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3«r Mehttlm.

Frankfurt a.Mt, 7. Febr. Im Bezirk der Reich«, bahndirektion Frankfurt ist di« Lag« im allgemeinen unverändert. D-r Bahnhof Höchst liegt noch still. Aul dem Bahnhof Wörsdorf an der Strecke Höchst—Limburg ist heute ein französischer Zollbeamter eingrtrofftn. In Siegburg wurde der Kontrollposten zurückgezogen. Aul dem Bahnhoi Diez halten die Franzosen sämtliche Keren und beladenen offenen Wagen aus Richtung besetztes Ge- biet an. Auch in Hennef wurde ein Güterzug festg-hal­ten — Im Bezirk der Reichshahndirektion Trier sind nach der Ausweisung des Reichsbahnpräsidenten Lohse du Direkitousbüros vvn den Franzosen beschlagnahmt und abgeschlossen worden. D« Beamten dürfen da« Gebäar»- nicht mehr betreten. — Im Bezirk der Reichsbahndirektion Mainz besteht die Arbertsnuderlegung unverändert weiter. D-e Bestrebung«) der Franzosen, den Zugverkehr aufzu« nehmen und in Gang zu bringen, sind bisher nur vvn geringem Erfolg begleitet. Eisenbahnunfälle mit mehr oder weniger großen Sachschaden ereignen sich täglich '(fle Lockungen der Franzosen, sonne das Arbeiten mit Flugblättern, deren Lettern leicht die Herfttnft erraten lassen und Zwang aus die einzelnen Beamten sind bishcr auf die Stimmung der Bevölkerung, trotz des Mchter- schrinens der gesamten Bresse, sowie auf die Eisenbahner- schäft ohne Wirkung geblieben. — Im Bezirk der Reichs- bahttdirektion Ludwigshafen ist heute abend auch der Ver­treter des Präsidenten, Oberbaurat Gieseler, ausgewiek-u ivorden. Das Direktionsgebäude ist von den Franzosen gesperrt und die Kassen sind besetzt worden.

K«tsersla«tern, 7. Febr. Der sranzösgcheOber- lommandierende in der Pfalz erließ eine Verfügung, die la? pfälzische Eisenbahnnetz der französischen Militär­behörde unterstellt. Die Bahnhöfe Neustadt an der Haardt, Kaiserslautern und Lindau sowie der Hauptbabn- hof von Ludwigshafen wurden von französischen Wacht posten besetzt. Der französische Offizier der Bahnhofs- wache in Kaiserslautern erklärte, daß die Besetzung nur -um Schutz der deutschen Eisenbahner erfolgte. Die Eisen- bahner lehnten jedoch jeden weiteren Schutz ab.

Appenweier, 7. Febr. Die Franzosen haben beute früh an ine Eisenbahner daS Ansinnen gestellt, einen Kohlenzug nach Straßburg zu befördern; dies ist jedoch abgelehnt worden.

Karlsruhe, 7. Febr. Die Loge tat neubesetzten Gebiet Offenburg und Appenweier ist, wie die Reichs- eisenbahnbirektiou Karlsruhe milteilt, unverändert. Der verhaftet? Vorstand der Betriebsinspeftion Offenburg. Regiernngsrat Sänger, ist vvn den Franzosen ins Mili- tära iiingnis Mcünz überführt worden.

Düsseldorf, 7. Feb. Auf die mehrfache Vor­stellung des Regierungspräsidenten erklärte dir Be- satzungsbchörde, daß der sür die Lebensmitteizusuhr au- Süvwestfalen und Mitteldeutschland so wichtige Bahnhof Hengstei, nörvlich von Hagen, der für längere Zeit gesperrt war, für den gesamten Güterverkehr sreigegeben werden soll. <

Düsseldorf, 7. FH. Die im Duisburger Ha­fen angelegten französischen Zollabfertigungsstellen per- langen von den französischen Schiffahrtstreibenden und Umschlagbetrieben für di« h«reinkommend«n Rohstoffe, insbesondere di« LrbensmitteltranSporte, die Erlegung der bisher an die deutschen Zollkassen abgeführten statistischen Gebühren und Zölle an die französischen Zollkassen, tote sie sich überhaupt auf den Standpunkt stellen, daß sie die deutschen Zolstellen ersetzen und und deren Funktionen auszuführen haben. In zahl­reichen Fällen wurde die Behandlung des Gutes in ixt Freigabe und Weiterleitung an die Verbrancher- stele verweigert. In mchreren Fällen handelt es sich trm Schmalz, Speck und Anderes für die Ernährung des Industriegebiets dringend notwendiges Gut Dir hiesige Regierung hat deshalb einen Schritt bei der Besatzung eingeleitet.

28 Soldaten um« Lebe« gekommen.

Die - „Deutsche Allgem. Ztg." meldet aus Düflel- dors, daß auf der von den Franzosen mtlttarlsterten Eifenbabnsnecke Düfleldorf—Kettwig zwei französische Militärzüge zusamnten,tcstotzen und dabei 28 Sol- doteu getötet worden feien. In aller Sttll« feien die Verunglückten auf einem Teil be« Düsseldorfer Frted-

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Ess««. 7. Ja«. Die Last der Besatzung macht sich in der Stadt Essen immer drückender bemerkbar, ob­wohl die Stärke der hier liegende« Truppen, die kurz nach dem Einmarsch 594 Offnere und 10025 Mann betrugen, augenblicklich auf 446 Offiziere und 44603 Mann herabgesetzt wurden. Zur Zeit sind «och drei Schulen, sowie drei Turnhallen mit Truppen belegt.

Paris, 7. Jan. Nach dem Sonderberichter­statter von .Lava«" in Düsseldorf sind die deutschen Beamten von den französischen Behörden davon in Kenntnis gesetzt worden, daß be» d-n Abmachungen, die stch au? ft» "tec-’n Bech « lungen zwschen D ut'ch land und Frankreich ergeben roüdte«, eine Bestimmung urrde ausgenommen werden, durch die denjenigen deutschen Beamten, Wie die Anweisungen der Be- sichungsbehörden befolgte«, ihre Gehäller und Pensi­onen garantiert werden.

Duisburg, 7. FH. Zum Protest gegen die Ausweisung de« Oberbürgermeisters von Duisburg, Dr. Jarres, haben die städtischen Behörden dis Don­nerstag morgen ihren Dienst eingestellt.

Berlin, 8. Febr. Der ftanzösische Ortskomman­dant von Mettmann teilte dem Bürgermeister mit, er taffe auf jede Person, die nach 10 Uhr abends auf bet Straffe eng-troffen werbe, schießen. Der Landrrt erhob Einspruch, zumal der verschärfte Belagerungszustand durch eine Verfügung deS Generals Degoutte aufgehoben wor den sei. Er machte deshalb den Ortskommandanten für jede Ermordung harmloser Zivilpersonen verantwortlich.

Nach einer weiteren Meldung aus Bochum suchten mehrer« ftanzösische und belgische Ingenieure «. a. «m die Genehmigung zur B-sichtigung der Achsendrehxrei des Bochumer Vereins nach. Die Genehmigung wurde ver­weigert. Da man damit rechnet, daß di« Ingenieure gewaltsam di« Besichtigung durchsetzen, beschloß die gesamte Arbeiterschaft deS Werses einschließlich der Kommunisten »'.ich Unionisten, die Arbeft niederzulegen, falls von der Besatzung irgendein Gewaltakt unternommen wird.

Essen, 7. Febr. AuS dem Bezirk Elberfeld-Bar­men wird gemeldet: Bon Opladen durchfuhren gestern mittag 12 Uhr dreißig Lastkraftwagen mit Militär Bergisch-Born in der Richtung Wermelskirchen und besetz­ten Len nep und Krebsoege. Dadurch werden oie Umleitungen im Wuppertaler Bezirk weiter sehr er­schwert. Es hat den Anschein, als ob der Wuppertaler Bezirk abgeschnürt werden soll. Für Kohlentranspotte sind am 4. Februar 1715 Wagen gestellt worden, am 5. Februar 6218. Am letztgenannten Tage haben 321 fi gefehlt.

Dortmund. 7. Febr. Die B-erdigung des vor «n gen Tagen von den Franzosen hinterrücks ermordeten Sckiuldieners und Bergmanns Haumann in Drechten, di- gestern unter Beteiligung der gesamt-m Bevölkerung üattfanb, gestaltet« sich zu eiuer tmtofanten Demon­stration die ftanzösische Willkürherrschaft. Am A - schluß daran überreichten 49 Ottsvereine namens der g samten Bevölkerung dem französischen C’rtvfonunnrbm- ten in Br am bauer nochmals eine Protesterklärung, it> 3er auch die sofortige Aushebung des Ausweisungsbefehls gegen den Amtmann T i l d m a n n verlangt wurde.

Die ttattenische Fngenteurkommtssion nickt abaeretst.

Rach einer Meld««» ort „Boff. 3tg." au« Offen bestätigt sich die Abreise der ttattenische« Jngeuiemre von Esten nicht. L-diglich ein italientscher Jngenienr fei nach Paris gefahren, habe aber vor feiner Abreise erklärt, daß et i« kürzester Frist zruückkeltren werd«.

Terlastmgk« uiil RuskvOnmn.

Frankfurt a. M., 7. Sehr. Der Präsident bet Ne'.chseifenbabndirettion Trier, Sohle, ist heute früh aus Trier ausgewiesen und tm Auto fortgeffibrt wor­den; wohin ist unbekannt. Der Hanvtbabnboi Trier ist mit Truppen besetzt worden. — Auck der Präsident der Neictzseisenbabndirettion Lndwigsbaien, Liebertch, ist im Laufe des Vormittags ausgewiefen worden.

Herne, 7. Febr. Hier ist der Leutnant bet Schutzpolizei Keßler verhaftet worden, mutmaßt tzh wegen Vergehens gegen die Grußordmmg.

Es seien dwrdcn.

8ch mel l ffoungen teerte er

geführt. Die Franzosen haben von de» deutschen Ka»f>» leuten Bescheinigungen darüber verlangt, daß ihnen bet Verkauf Aon Ware verweigert worden ist. Im &atfe des gestrigen Tages ist et» Eisenbahningemenr «tufgefvrbetli worden, de» Franzosen Werkzeuge herauSzugeben. Trotz ter Bedrohung mit der Verhaftung weigerte er sich. Der französische Offizier zog eine Pistole und drohte für tat Fall ter Weigerung mit Erschießen. Da sich der I». genieur weiter weigerte, hiell der ftanzösische Cffefer ihm die Pistol« vor bat Kopf und zählte RS drei und schoß i dann in die Lust. Der Ingenieur erlitt einen Nervenchök, i

Paris, 7. FH. Ueber di« Sage im Ruhrgte biet schreibt der Sondetberickftetstatter des „Petit nal", daß daS Begebnis zwischen dem Minister Le Trocquer und dem General Payo nicht zweifelhaft^ sei. ES müsse energisch mit dem Besen dreingefahre» werden. Die deutschen Saboteure und maifitrteit- Strcikenden müßten ausgeschaltet teerten. Die ko«-! mente Woche werde endgültig Waggon« und Solom»«' tiven bringen. j

Essen, 7. FH. Von der Ortskommandantutz; in Werden sind gestern die Kohlenlager der Firout Forstmann und Huffman« und Heinrich Heckmann am Bahnhof mit Beschlag belegt worden. Es wurde den Firmen eröffnet, daß. wen« sie nicht bis gestersi Abend di« Sorten und Mengen angeten, die Schuppe« gewaltsam erbrochen würden. Auf Vorhaltung de» Firma Forstmann «nd Huffmann, daß dadurch oer Be- triH stillgelegt werde, wurde erwidert, daß sie sich ia neue Kohl« von den Zechen beschaffe« könnte, baß aber bei jeder Abholung ein Posten von ter Zeche mitgenommen werte, um sich zu überzeugen, baß die Kohlen auch wirllich zum Verbrauch in ter Fabrik bestimmt wären. Die Firma Forstmann und Hnff- mann hat beim zuständigen General in Breteney gegen diesen widerrechtlichen Eingriff in ihr Privat Pftmögen eneraisckxn schriftlichen Peatest elnyolegt« '

Die Franzosen taufen auf.

Ueber We Borgefchtchte bet Vorfälle in Reckling­hausen melbet die »Voss. ZigS, daß durch umfang« reiche Käufe der französischen Soldmen t« den Lebensmittelgeschäften in der Arbeiterbevölterun« eine große Erregung entstanden sei. In einem Schrei- bat der Ortsgruppe Recklinghausen der Eisenbahnet- gewerkschaft heißt «S: Die Besatzung läuft uns voll- ständig an«, sodaß wir dem Elend verfallen rnüffeu. Die Kaufleule sehen sich schließlich gezwungen, an die Franzosen keine Lebensmittel mehr ahzugeben. Daraufhin wurde gestern mittag von dem srauzöst- scken Kommandanten die vollständige Schließung aller Geschäfte angeordnet. Das führte dazu, daß sich die vom Hunger bedrohte Bevölkerung auf der Snaße ansammelte und ihrer Empörung Ausdruck gab. Da­rauf setzte das bereits gemeldete Vorgehen der Be- satzungsbebörde durch Truppen mit ausgepslanzte« Settensewehr und Tanks gegen die wehrlose «enge ein.

kofS beigeketzt worden. Bei dem Zugzufantmeustoß, Über den von den Franzose« fttengstens Stillschweigen beobachtet werde, soll es auch eine große Anzahl von Schwerverletzt« gegeben haben.

Köln, 7. FH. Die „Wlnische Zeitung^ meldet au8 Trier1 Aus dem Bahnhof Karthaus werfen die gtanjofen gestern nachmittag ei« schwere Echnell- zngslokomotive in de Dwchfcheiibe. Die Drehscheibe ist vollständig außer Betrieb gesetzt.

Vohwinkel, 7. FH. Die Besatzungstruppen haben sich zum Test auf die Umgebung ter Stabt ver­teilt und üben eine Kontrolle ter Landstraßen aus. Mehrere für die Industrie bestimmte Fuhrwerke mit Kohlenladuna wirrten beschlagnahmt. Außerdem ver­suchten französische Soldaten in Geschäften, wo chnen die Abgabe von LetensmittÄn verweigert routte; solche zu requiriere».

Berlin, 7. Febr. Die Franzosen »nd Belgier gehen im besetzten Gebiet nenerdingS dazu fiter, Personen- züge mit eigenem französischem Personal zu fahren. Da für derartig« Züge die Betriebssicherheit nicht gewähr- leistet ist. warnt die ReichSbahnverwaltung da» Publi­kum vor ihrer Benutzung und macht daraus aufmerksam, daß Schadenersatzansprüche <mS etwaigen Unfällen bei Benutzung biefa Züge gegen die deutsche Eisenbahnver- »aftung nicht erwachsen tonnen.

Sa Ludwigshafen beschlagnahmten die Fran­zosen das Dampfboot der PrivatSwederei, «m Koh- lenkähn« auf die linke Rheinseite zu schassen.

Essen, 7. FH. Entgegen den französische« Zel- tungsmeldunge« konnte bisher bei den hiesige« Kon- trollstüen festgeffellt werden, daß sämtliche nach Italien, Holland «nd ter Schweiz bestimmte« Ksblen- züge mtfgchalten wurde«. Kohlen, Koks und Neben­produkt« werten wie bisher ohne Rücksicht an chren Bestimmungsort aufgehalten.

; Parts, 7. Febr. Der Sonderberichterstatter des »Echo de Parts" will über die gestern abgehalfenen Beratungen mit dem Minister Le Troeguer und Ge- *eral Weygand erfahren haben, man habe die Frage ter Blockade geprüft. Die völlige Blockade müsie drei teile,

r 1. die Blockade für Kohlen und ihre Rebenpro- wtte, Benzol, Teer usw. Dieser Teil der Blockade Jet beretts durchgeführt.

2. Die Blockade aller Produkte der Metallindustrie, Ci>e«, Stahl, Maschinen, Etsenbahnfthtenrn, ufto.

Die beiden ersten Punkte betreffen die Ausgangs- 4>erre aus dem Ruhrgebiet.

8. Es fei außerdem eine Einfuhrblockade zu errich- ta, die die Einführung von Effenerzen, Alteisen und Echrott in das Ruhrgebiet nnmögltch machen würde, We für die Versorgung der Fabriken unentgeltlich feen. Diese drei Maßnahmen, von denen die letztere Jfe rheinischen Industriellen treffe, während die bei- "!t ersten die Industriellen des übrigen Deutschlands B Mitleidenschaft ziehen, würden als Ganzes genom-

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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen

l^ie »Oberhesfiich« Zeitung erikheint sechrural rvöckentUih. — Bezug spreit Monatlich m 09 1400 $rt7 ”U Zustellungsgedühr. Für ausfallend« Rümmer» infolge Streik» »»er

W, elementarer Ereignis!« fein Triatz. — Verlag von Dr. T. Sitzerath. — Druck der Unw.»Buchdruckerei von Job. Lmg. «och, Martt 21,23. — »ernsprecher öS, vast, .toftftoiito: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Rai».

i Die UedUmdÄmolW ob fftibMu.

Berlin, 7. Febr. Zahlreiche Zeitungen des des-tz- rheinischen Gebietes veröffentlichen unter bem Druck Besatzungk'bebötten eine Be kanntmochung der ^einlandkommission an d« deutschen Behörden, Beam- und Einwohner. Danach sollen bie Beamten und * Bevölkerung rechtlich verpflichtet sein, trotz entgegen- «hender Weisungen ter deutschen Regierungsstellen alle ^rordnung.n, Entscheidungen und Befehle bet Rhein- ^rdkommission zu befolgen. Die Verpflichtung hierzu W in einem Urteil des etilen Strafsenats des Reichs- chts Vom 23. September und 25. Oktober 1920 aus-

cklich bestätigt worden feilt Diese Angaben sind ^rchaus irreführend und entsprechen den immer derholten Versuchen der ftanzösischen Regierung, bie hre Sach- und Rechtslage in das Gegenteil zu Ver- Es ist unrichtig, daß die Rechtsprechung des ichsgcrichts Vertrags- und vö!kerrechtswidrige Ber- aungen und Anweisungen ter RheinlanLkommission

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Wen, Deutschland einen Keulenschlag versetzen und

*» Kampf abkürzen.

Hierzu bemerkt das Wolff'sche Büro: Mit

Blokade, wie sie das „Echo be Paris" ankünbigt.

be: rraufmannschaft in Verbindung mit den Gewerkschaft Dortmund, 7. Febr. Gestern Abend tourte ten beschlossen worben, an die Franzosen nichts mehr I der Leiter des Postamtes in Wetter, Oberpoftmetfftt zu verkaufen. Der Beschluß wird schon teilweise durch- j Flohr, von den Franzosen vertzastett Er tourte M*

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