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Der Kampf um die Eisenbahn
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fr das Netz, wie das des Ruhrbezirks, ist. Mit den Ein- Achtungen unseres Betriebsdienstes nicht vertraut, sind >shalb Franzosen und Belgier aus in ihrem Betrieb übernommenen Strecken dazu über gegangen, ohne iede Scherung darauf loszufahren. Es bedarf keiner Erörte- ring, welche Gefahren dieser wilde Fährbetrieb zeitigen etiijk. Es ist deshalb nicht verwunderlich^ daß zahl-
käche Betriebsunfälle,, tote Zusammenstöße, Ausfahren ,tei Prellböcke, Entgleisungen mit zum Teil ernsten Folgen »»'gekommen find. Da die Franzosen und Belgier in tiefem wilden Betriebe nicht nurMstilitärzüge, sondern »ich Personenzüge des öffentlichen Verkehrs befördern, kwn das reisende Publikum nicht eindringlich genug vor l&t Benutzung solcher Züge gewarnt werden. Wer sich s-idft oder sein Gut dem von französischem oder belgi- schem Personal Klienten Wgen anvertraut, trägt seine da«! zu Markte. Für Personen- und Sachschäden durch Mch«n wrlde» Betrieb verursacht, kann natürlich die Ke-chsbahnverwaltung keine Haftung übernehmen.
Köln, 6. gebt. In Beachtung der am J5. Febr
_______ ..... Ausnahme der Strecken'in der englischen Zone, der Betrieb stillgelegt worden.
-lernen, deren reibungslosen Betrieb bie Franzosen mit tfkn nur möglichen Mitteln erstreben, um ihrer Mion wenigstens einen Schein von Erfolg zu sichern. Sie Hilden sich damit in unmfttelbaren Widerspruch zu den Beftflhmungen des Rhrinlandabkommens und de« hierzu agangenen Ausführungsverordnungen Eingriffe in den kutschen Eisenbahnbetriebsdienst durch Militarisierung M Strecken, Besetzung von Stellwerken mft Militär und ländlichem Feldeisenbahnpersonal. Verhaftung deutscher Lckmten zu Schulden kommen lassen. Getreu den Wci- . fingen der Zentralstelle hat das deutsche Eisenbahnperia- -»l solche widerrechtlichen Anmaßungen einhellig energisch zmückgewiesen und den Dienst verlassen, wenn seinen Warnungen nicht entsprochen wurde. Die Folge war bte friHegung des Betriebes auf ganzen oder Teilstrecken oder Damen Eisenbahnnetzen.
Es war vorauszusehen, daß-Franzosen und Setgiet in .diesen Fällen versuchen würden, die Führung des Betriebes eigenem Presonal zu überlassen. Nun ist aber die Durch- ßhrung gefahrlosen Betriebes bei der Kompliziertheit ks Betriebes der auf hoher Stufe stehenden technischen f Einrichtungen des Sicherheftsdienstes nut den Knndi-
Die ^vberhesfische Zeitung ' erscheint iechomal wöchentlich. — Lezugeprei, monatlich 1400 Ml. mit Zustellung^ ebLhr. Für anriallend« Nummer» infolge Streit» oeet eiementanet Ereignistr Jein Lriatz. — Verlag »en Dr. <L Httzeroth. — Druck der iruiv^vuchdruckrrei von2»h. Ang. Kech. Markt 21/28. — ,'tetniptecher Sä, Poft« sLecklonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Kain.
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^ug-n Strecken des EisenbahndirektivnsbezirkS Köln, nach Düsseldorf und Elberfeld, toiddt sich der Verkehr ' der bisherigen Weise ab.
3m Eisenbahudirektionsbezirk Trkr ift bet Betrieb •piiänhig eingestellt. Die Unterkommission von Trier er-
Saarbrücken, 6. Febr. Nach einer Blättermeldung auS Saarbrücken erfolgte im Saargcbiel die Arbeitsniederlegung der «^Bergarbeiter mit mustergültiger Ruhe und Einhelligkeit. Tie örtlichen Streik- büroS in den gronen Bergmannsdörfern traten mit den Gastwirten eine freiwillige Vereinbarung, daß die Wirtschaften bereits um 10 Uhr abends schließen und daß sie keinen SchnavS ausdändtgen. Arbeiter rtck- gcteu etaeuc Witrshauslonrrolltzzt em. Die Nostiaups-
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Essen, S. Feb. Da das Telephonpersonal des hiesigen Telegraphenamtes sich nach wie vor weigert, telephonische Verbindungen sür bie Franzosen herzu- Men, rnhta uch heute der Telephonberrieb in Essen vollständig.
Paris. 7. Febr. Das Journal des DebatS" meldet, daß Minister Le Trocauer und General Weu- gand brabsichttsten. die Ausweisung deS gesamten deutschen lxisenlahnpersonats auS dm, rheinischen und Ruhrbahnnetzen zu verfügen. Dadurch könne man die deutschen Sabotageakte verhindern und eine sichere Verkehrslinie nach und «ach wieder gewShr- ICtttlL
_ dariS, 6. Febr. Minister Le Troeguer und General Wehgand sind gestern Abend ins Ruhrgebiet abgeretst. Der Hauvtüveck der Reise des Ministers ist, Havas zufolge, im Einvernehmen mit den Generälen Degoutte und Pahott die Grundlagen für die Transporte zu Wasser und aus der Eisenbahn aufzu stellen, die erlauben sollen, allen Möglichkeiten zuvor zukommen und mit oder ohne Hilfe deutschen Per sonals an erster Stelle die Transporte für die Armee und die Kohlenförderung sicherzustellen, die für die Entente bestimmt sind Der Minister wird weiter mit Degoutte und Coste weitere ^Sanktionen" erwägen, die der .deutsche Widerstand gegen die Ausführung des Vertrags von Versailles" (l) erforderlich machen könnte.
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lung bet Angebote 30 M, Mu ohne Porto.
stellt, sich bis heute mitt atz 12 Uhr bereitzuerklären, bad gestörte Kabel nach Hattingen in Ordnung zu bringen. Das Ultimatum ist abgddfritt worden.
In Mtten hat die Kaufmannschaft beschlossen^ von 3—6 Uhr nachmittags, während der Ausgangszeit der Franzosen, ihre Läden zu schließen. — Dir Wattenscheid« Kaufmannschaft har seiner beschlossen, an die Franzosen nichts mehr zn verkaufen.
Essen, 6. Febr. Die Eingriffe der Franzosen in das Eisenbahnwesen machen sich für bas Wirtschaftsleben von Tag zu Tag störender bemerkbar und drohen, die schlimmsten Folgen zn zeitigen. Die Betriebsstockungen lachen vom Osten des besetzten Gebietes berefts bis Essen. Die für die Transporte benötigten Leerwagen sind zwar vorhanden, könne« ab« aus den verstopften Güterbnhn- Höfen nur mft Mühe herausgezv^n Serben. Die Zn« Zeitung au bk richtigen Stellen ist vußerochentkich schwierig. ES ist dadurch fast unmöglich, bitMfctriebe inner- halb des besetzten Gebietes, vor allem die lebenswichtigen Betriebe, ordnungsmäßig mit Kohle zu Beliefern. Die öligen her Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk totroeu täglich lauter urtb eindringlicher.
Hamm, 6. Febr. Wegen deS Streiks bet Eisenbahner finb bie Stellwerk des Bahnhofes Friemersheim, Kreis Moers, unbrauchbar gemacht worden. Französische Soldaten unter Führung eines Offiziers wollten von den Eisenbahnern die Durchführung des geregelten Betriebes erzwingen. Als diese sich tofigerten, wurden einzelne von ihnen mit den Köpfen gegen bk Weichen- blöcke gestoßen. Sie beharrten auch bei weiteren Mißhandlungen bei ihrer Ablehnung. Dann wurden sie an die Wand gestellt und mit Erschießen bedroht. Schließlich wurde der StatlorrSvorsteher mit auf dir Brust gesetztem Revolver aufgesordert, den Befehlen der Franzss.-i, Folg- zu leisten oder sich erschießen zu lassen. Der Stationsvorsteher antwortete: „Ich bin deutscher Beamter Ihren Behchlen gehorche ich nicht. Bitte erschießen Sic mick!" Darauf zeyon die Franzosen unverrichteter Dinge davon.
Trier, 6. Febr. Infolge b« Gefährdung bet Sicherheit durch frembe Eingriffe in ben Betrieb ist der samtbetrieb Trkr—Koblenz stillgelegt. Bshnhok Tbrang kommt daher zum Erliegen. Der Verkehr Zrier— Köln übet bk Eifel geht ben Weg Trier—West Igel— Vitbutg.
Aachen, 6. Febr. Seit beute früh liegt btt Eisen ahnvrrkhr auf allen Bahnhöfen mit Ausnahme vo Aacken-Nord still. Es heißt, daß bk Eisenbahner in ihren Abmachungen mit bet Besatzungsbehörde sich getäuscht gesehen hätten.
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
PatiS. 6. Febr. Tas .Echo de Parts' fCbreW. man habe sich gestern in Vertcktcdenen ftanzösiicke» potttifchen Kreisen gefragt, warum man den ReupS- kanster Enno nad* den Unterredungen tn Barme« weU^haye borgen läge« — fet e5 per Etseavatz«
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Karlsruhe. 6. Febr. Der Kommandant deS Brückenkopfes Kebl General Michel Hat gestern abend folgendes Ulttmätnm an die Eisenbabnbebörde gerichtet: Wenn die internationalen Züge nickt bis beute Montag abend 6.24 wieder laufen, wird der gesamte Eisenbahnverkehr nördlich Appenweier abge- sclmitten. — Um 9 Uhr abends wurden dem Kommandanten de Brückenkopfes Kehl. General Mtckel. die Antwort der ReichSrcgierung übergeben, die besagt, daß eS ünmöglick fei. d'e sistierten Luftiszilge zu fahren. Die angcdrohte Still'gung des Derkedrs auf der Strecke Appenweier— Oftenburg ist vis fetzt nickt vorgenommen worden. Tie Forderungen der Offenburger Arbeiter- und Bcamlenorganisationen wurden von de französischen BesatzungSbeHörde restlos erfüllt.
Ludwigshafen, 6. Jcbr. Durch Befehl des französischen Oberftm-manbierenden ist von heute ab das pfälzische Eisenbahnnetz dem oberkommandieteuben
der Reichsbahndirektion Köln an die Nachgeordneten ®MfteKen ergangenen Weisung soweit in bet fran- K'ifchm unb belgischen Besatzungszone sich auf den ^enststellen noch fremdes Eiscnbahnpersonal mft ober fett Waffen befindet, in Ausführung bet ministeriellen Seifungm, wie fk vor einigen Tagen in ber Presse be- tonigegebcn wurden, daß das beutsche Sisenbahnpersonal m diesen Stellen für die Dauer bet Anwesenheit ber _ feraben Kräfte bie betreffende Dienststelle zu verlassen * ”5? und bei Entfernung der fremden Kräfte sich ben Bc- ^ustet:n zur Wiederaufnahme des Dienstes jchetzeft i«eit halten solle, wurden heute morgen folgende Bahn» stillgelegt: Dürrn, Grevenbroich, Junkerrath, Krr- W-Hauptbahnhof, München-Gladbach, Aachen. Auf den
6. Feb. Die Eisenbahnbeamten im Be- ir! bet Ersenbahndirektion Köln, ausgenommen bie in » - englischen Zone, sind angewiesen worden, Posten,
schäfte ** sich zur Erlernung auf den Äelltoerkn befinden, Verlassen b «selben aufzufordern, andernfalls die vieit egen. Der Betrieb des gesamten §öl-
Schon d« Weltkrieg war zum großen Teil ein Effen- tzahnkrieg. Auch im Beginn ber vertragSwLrigen und tttt srichlichen Absicht baren französisch-belgischen Ruhr- Mion zeigt sich die überragende Bedeutung der Eisen-
Bezirks kommt infvlgüwssen wahrscheinlich heute Stillstand.
Seit gestern nachmfttag werden auf dem Bahnhof ^atnhorst sämtliche Züge angehalten und die SM- fil^*n, sowie das Gepäck revidiett. In Hörde sind aus 7® ostwärts führenden Straßen Fuhrwerkskontrolleu
Frankfurt a.M., 6.Febr. Wie wft erfahren, ist seft heute Nacht 2 Uhr auf sämtlichen ' Bezirks der Eisinbahnditektion Köln, mit
f len, b h. den im Betriebsdienst Ausgebildeten möglich Mühe es dem französischen Eisenbahnpersonal Erens ^Mchte, mit de» auf Grund des Waffenstillstands- und “ Friedensvcrtrages abgelieferten Lokomotiven fertig tu
,s»erden. ist hinlänglich bekannt. Daß ei einem gänzlich Wg'schulten Personal vollkommen unmöglich sein mußte Ich in unserem Betriebs- und Sicherungsdienst zurecht- iunnben. leuchtet jedem Fachmann ein. Die Schwierigkeiten mußten ins Unüberwindliche wachsen, je engmakchr-
sichtlich b« auf ihrem Posten verbleibenden Beamten Und Arbeiter nimmt ber Befehl an, daß sie sich entschlossen haben, den Mlitärbehörden zu folgen. Dem- gegenüb« hat die Reichseisenbahndirektion Ludwigshafen -angembnet daß das deutsche Eisenbahnpersonal auf seinem Posten zu verbleiben unb nur ben Befehlen der deutschen zuständigen Stellen zu gehorchen hat.
Karlsruhe, 6. Febr. Auf der Station Appenweier wurde gestern abend ein Befehl des französischen MilitärkommissarS veröffentlicht, in dem der Stationsvorsteher vvn Appenweier benachrichtigt wird, daß ab 5. Februar, 10 Uhr abends, kein Zug mehr abgehen darf in Richtung Offenburg. Die Signale nach Offenburg wurden geschlossen. Nur ftanzösische Lebrnsmfttelzng? und internationale Züge haben das Recht zur Durchfahrt. Der Stationsvorsteher wurde persönlich verantwortlich gemacht für bie Durchführung der französischen Befehle. Die angcbaltcnen Züge werden am Nebengleise gestelü, um bk freie Durchfahrt ber internationalen Züge zn gestatte«. Um 11 Uhr 30 Minuten erfolgte darauf der erste französische Eingriff aus der Station Windschlag. Die Drahtleitungen des Aus- iahrtssignals wurden zerschnitten unb die Züge nach Norden aufgehalten. Der Vorsteher ber BetriebSinspek- iion Offenburg, der gegen das ftanzösische Vorgehen Einspruch erhob, wurde verhaftet und fortgeschafst, die Personalvertretung. bie gleichfalls Einspruch erheben wollte, w^ggeschickt. Daraufhin ist bas gesamte Personal ber Stationen Offenburg, Windschlag und Appenwrkr Herne ftüh S UHr g schlossen in ben Ausstand getreten.
Karlsruhe, 6. Febr. Der Verkhr auf der Streck,' Offenburg—Apvenweier ist jetzt vollständig abgedrosselt. Lndvuntt des gesamten Güter- und Personenverkehrs von Süden her ist Mcherschopsheim, von Norden her Schern. Der Streik der Ersenbahuer tft allgemein.
Offenburg, 7. Febr. Die ftanzösBesatzung ist zur Zeft damit beschäftigt, eine eigene Fernsprechlinie »om Rathaus und vvm Postamt nach Kehl herzustellen. Wahrscheinlich versuchen die Franwien, aus der Reichshauptdrahtlinie herauszukommen. Die Gemeinde Urlofftu bei Offenburg ist seft gestern mittag mit etwa 120 Mam: besetzt
Die Postdirektion Konstanz meldet: Die Franzosen haben als Antwort auf unsere Forderung, den Umschalterraum im ®o?amt Offenburg zu räumen, um 2 Uhr nachmittags daS Postamt Offenburg besetzt, sämtliche Beamte l-iiwusgewiesen und den PoL>irektor Krieg und den Obcrvostsvkoetär verhaftet.
Frankfurt (Main), 6. Feb. Von zuständiger Stelle wird uns mitgereilt: Im Bezirk der Eisen- bshvdirekt« Karisrnh- ist der Betrieb in Offenburg unb Appenweier seit heute nacht stillgelegt worden, nachdem bie Franzosen gewaltsame Eingriffe unter« non.meu hatten. Der Vorstand ber Berriebsinspeklion Offenburg Regierungsrat Sänger, ist auf einen Einspruch gegen die Eingriffe verhaftet unb im Lause bei Tages im Auto nach dem besetzten Gebiet fort- gesührt worden: wohin, ist unbekannt.
Schnellzüge aus nördlicher Richtung laufen nur noch bis Karisnrhe und werden von dort wieder nordwärts gefahren. Aus ber Richtung BasÄ verkehren di- Züge bis und ab Laar—Ti-g i g n. Die Schwarz Waldbahn ist bis und ab Hausach im Betrieb. Bon allen diesen Stationen bis zur letzten Station am r.cubesetzten Gebiet ist Pendelverkhr eingerichtet morden. Buch s.us der Renchtalbahn ist bet Betrieb ftillgelegL worden! b« Verkehr wird burch Kraftwagen aufreckterhalten. Zwischen Offenburg und Apprn- n-eitt konnte bet Krastwagenverkhr noch n«hl ein- gericht^ werden.
Karlsruhe, 6. Febr. Im mubefttztrn Brückenkopf- gebiet von Kehl haben bk Franzosen der Bevölkerung i'hr drückende Lasten auferlegt. Aus ihren geringen Befänden müssen die Landwirte Stroh üud Heu ohne Bezahlung an die Okküpct onskrupp.'n abliefern. Kar- wiseln und andere Vorräte werden vielfach gewaftsam '»scklvgnabmt.
Wie im Norden, suchen auch in Baden bk emgedrnn- gtnen Franzosen bie Arbeftersckuit zu umichmeichein und .uft allerlei töricht,n Redensarten auf sie cin$ubringen. Das Organ der badischen Sozialdemokraten, ber „Volks- etninb" in Karlsruhe, g bt oen Franzosen folgende Antwort: Rein, ihr Herren Franzosen! Ihr könnt unS Ge walt aiftun, ihr tö.-nt Beamte, die ihren Treueid halten, Maßregeln und deren Familien ins Unglück stürzen, Ihr ünnt noch mehr Hunger und Elend über das deutsche Bolk bringen, aber Ihr könnt uns, wenn Mut, Würde unb Pflichtgefühl _bci den Massen eine Stätte haben, nicht zwingen, am eigenen Laude und am eigenen Voll Verrat zu degehen. Und Ihr fünnf uns erst recht nickt zwingen, heuchlerischen, vettozerren Gründen Glaub.n zu schenken. ■
^Skrichtet. Fuhrwerk mit Kohlen werden beschlag- el. Anzei's« Ifont _ In Lünen-Nord zwingen die Franzosen -- * gestern die Personenzüge zum Halkn. Sie kon- S I gieren die Packwagen und entfernen in den Güter« • *8tn an geschlossenen Wagen bie Plomben.
'n gestern angedrohten schärferen Maßnah-
ts auikow nÄ !** ist bisher «och nichts bekannt geworden.
arbeiten werden üb «all verrichtet. Auch bte lot&rtngt» scken BergarbeUervrrbände beschrosien, tn den AuS» stand zu teten, falls ihnen 6t« Mittwoch keine weiteten Lobnzugeständnisie gemacht w«den.
Der Streik im Moselgebiet, der zugleich mft beut im Saargebiet ausbrechen sollte, tst bis kommende« Dienstag ausgeschoben worden wegen bei Widerstandes der unabhängigen Gewerkschaften.
. Die Hegltrm md die Sogt.
Berlin, 6. Febr. Der Reichskanzler ist heute mittag 1136 Uhr hier wieder ekngelroffen. Er hat den Blättern zufolge die besten Eindrücke von seinen Aus» sprachen mit allen BevölkerungSschichten mitgebrachi. E Reichskanzler Dr. Cuno wurde in Elberfeld, wo et eine Besprechung mit den führenden Männern aller Kreise hatte, von ein« großen Menschenmenge üb« haftf Ovationen dargebtacht. Der Kanzlet hielt vor dem Hotel an die Menge eine Ansprache. „Ich war selbst rm Ruhrgebiet. Ich habe die Uebetzeugung gewonnen, daß Rheinland unb Westfalen zusammen- halten unb ben Einbruch abwehren werden. DaS kann nur geschehen, wenn auch das unbesetzte Deutschland mit dem besetzten Deutschland zusammenhält. Mit dem Rufe: Deuischand soll frei und unabhängig fein! schloß die Ansprache.
Auch in Münster hielt d« Kanzler auf einem Bierabend des Provinziallandtages eine Rede, in der et laut Lokalanzeiger sagte: Nicht toirtschastliche rang Frankreichs war das Ziel ber französischen Poli- til, sondern die Hand ausstrecken nach weiterem Gebiet nach Kohlen und Koks. Darüber muß man ffch klar sein, daß alles nichts genutzt hätte, nur das eint, daß wir dem Feind gesagt hätten: Nehmt. Dazu ist ber Deutsche doch noch nicht schwach genug. Wen« wir uns jetzt nicht zusammenfinden, ist das deutsche Volk, ist die deutsche Wirtschaft, ist das beutsche Reich ttttioien. Ter Kanzler schloß mit einem Tank namens Ser 4c'eichsreg:erung ftn die Provinz Westfalen.
Dortrnunb, 6. Febr. Gestern Abend traf hier Reickssinanzminister Hermes in Begleitung etntger Beamter seines Resiorts ein. Vormittags hatte er in Elberfeld eingehende Besprechungen mit den Verne» lern ber Reichssinanzverwattung im besetzten Gebiet gepflogen und zusammen mit dem Reichskanzler und Minister Severing an den Beratungen in Barme« teilgenommen. Nachmittags fanden Besprechungen mit den Vertretern der Beamtenschaft unb der verschiedenen Bevölkerungskretse in Esten, Bochum und Dortmund statt. Die Probleme des Zahlungsmittel» Verkaufs der Währung, Preissteigerung. Sicherstellung der Löhne, der Fürsorge Mr die Beamten uiw. wurden eingehend erörtert. Die vertraulichen Erklärungen des Ministers wirkten 'ernhigend. Der Minister sagte weitestgehende Berücksichtigung der wertvollen Anregungen zu, die sich aus der persönlichen AuS« ft>rmhe ergaben und betonte die große Bedeutung de« ständigen nnmittesbaren Kontattes mit ben Vertretern deS besetzten Gebietes.
Barmen, 0 Febr. Minist« Severing --röfinete gestern ben Nbeinisch-n Provinziallandtig. Er ffibrte tt. tu -'=< D r Stost der Franzosen in das Her; Teutscblauds
Sktfeninfl und Volk in voller Einigkeit. Die ge« ramte Kulturwelt habe d-n Eindruck, drß Frankreich bannt den Rechtsboden verlassen habe. Die vorbildlich pren» ''she Pft'cht-rsüllung der Beamten werde in der ganzen |3 eltmit Bewunderung verio'gt. Reich und Staat werden alles tun, um die Lege der auSgewiesenen Be» . amten und ihrer Frauen und Kinder zu lindern. Die R-ichsreg-erung und die preußische Staatsreaieruntz toet» den Tag herbeisebnen, wo ein Rollenwechsel flafh'inben kann, wenn die Subiekte der Ausweisung Objekte ber Ausweisung werden. (Stürmische Zustimmung.) Di- Ein- u>0tigÄt im Rheinland, mit der in den letzten Tagen alle Maßnahmen der Besatzungäbebördtn zucückge-viesen Torben sind, ist die beste Widerlegung, als ob im Rheinland zahlreiche Kreise sür bk Loslösung vom Reich seien.
D-r Alterspräsident Geh. Rat AlverS gedachte der ansg^wies'nen Mitglieder des Landtages. D«r Vorsitzende Obetbürg'rmeistrt Jacobs betonte, daß das Gefühl dts Zornes und der Empörung über daS Vorgehen der Fr«a- -,ofen das Rheinland, Preußen unb Deutschland beseele. Zarmcn sei als Tcgungort gewählt worden, weil manche Mitglieder des Landtages in Düsseldorf nicht hätten er» fchernen können. Sodann folgten Erklärungen der einzelnen Fraktionen. Der Vorsitzende schloß alsdann bk bedeutsame Kundgebung mit den Worten: Möchten unsere .'iachiomm-n dereinst von unS sagen: „Die Rheinländer reu 1923 waren an ihrem Platz in schwerer Schicksals» stunde.
Köln, 6. Febr. Der Reichsmlnlster für ErnSb- rung und Landwirtschaft, Dr. Luther, besprach sich um 2 Uhr hier mit Vertretern der Verbrauchersckafi des Handels und ber Landwirtschaft sowie mit he« staatlichen und städtischen Behörden au« den verschiedensten Teilen der altbesetzten Gebiete« der Sbeln» vrovin; über die ErnährungSiage. Die BefvrecvuRg ergab im allgemeinen den Eindruck, daß die Leben«-
^rforguna am RScin für die nächste Zeft sicher»
>a ist und dast von allen beteiligten Stellen alle« geschieht, um auch weiterhin die erforderlichen Z»» fuhren zu gewähr'eisten. Ter Minister versickerte schliesst ick nockma's mtsdrüstlick, das; die ganz beiew* dere Aufwerkfamkeit unb Füriorae der ReichsreBo- rung dem besetzten Gebiete gewidmet sei.
dem Präsidenten b« Reichsbahndirettion Trier, -------. der Wiederaufnahme des Betriebe« der Nahebihn fic fich in keine Verhandlungen eiulassen. sondern e sunmp.; Santtionsvorschläge machen.
VAtt ” '' te erklärten die Eisenbahner, fk würden die
|(H, ^üwirkung bei der Ausübung der Zollkontrolle bertoei- [en gute Se»ff?L In Ingelheim am Rhein ist ein Werkstätten- et Gei»ä,v- ttbefter verhaftet worden.
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