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Der Einfall in Baden
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schäft, insbesondere der Eisenbahner, verstärkt habe.
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Paris, 6. Koblenz melden, dem nenbesetzten
Nach einer Meldung aus Koblenz hat die Rheinlandkommission «ine neue Verordnung erlassen, die alle Beamten, Angestellten und Privatpersonen besonders in Schutz nimmt, die sich den Befehlen der Reichs- und Landesregierung widersetzen und den Spe- zialverordnungen der Rheinlandkommission unterwer- flen. Wer durch Zwang, Drohung usw. die Beamten, Angestellten und Privatpersonen vom Gehorsam gegen die Verordnungen der Kommission abweudet, wird mit Geldstrafen bis zu 50 Millionen Mark und Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft.
5Cö.-
502.-
1039.-
300.-
i? roti ' hner, r::-J:ans
reifc!
,,Di? deutsch: Rcg'erung hat die internationalen Züge —Bukarest und Paris—München—Prag vom 30. “öüiat ab eirHrstellt und nicht die notwendige An- ^»irng getroffen, um den Durchgang der an diesen
Febr. Der „TempS" läßt sich aus daß der Besuch bei Reichskanzlers in Gebiet bta Widerstand der samten-
Berlin, 6. Febr. Der deutsche Geschäftsträger in Brüssel bat der belgischen Regierung eine Note überreicht, in der gegen Gewaltmaßnahmen der belgischen und französischen Truppen und Rechtsverletzungen protestiert wird. Aus der Fülle der rechtswidrigen Akte hebt die deutsche Regierung die Bluttat hervor, die sich am 2. Februar in der Sttaßenbabn von Oberhausen nach Essen-Borbeck zugetragen hat. Die deutsche Regierung behält sich vor, für die Opfer und ihre Angehörigen volle Genügt «ung zu fordern.
Der deutsche Geschäftsträger in Pari? hat der französischen Regierung eine Note überreicht über Gewalttätiq- Seiten, die von den französischen Heeresangehörigen im Ruhrgebiet verübt worden sind. Die deutsche Regierung erhebt wegen dieser neuen Gewalttat schärfsten Protest und behält sich vor. volle Sühne zu fordern.
Kritik verbeten.
Berllin, 5. Feb. Das französische Ministerium des Aeußercn hat unsere Note vom 31. Jan. der deutschen Botschaft zurückgesandt mit der Mi feilung, daß sie kein Schreiben annehmen könnte, das zwischen den Zeilen oder ausgesprochen irgendeine Kritik an den von der Reparationskominission regelrecht vorge-
wn Holland nach der Schweiz und nach Italien. Appen- vrier ist ferner noch die Ausmündung der über Kehl nach Straßburg und Paris führenden Linie.» lieber beide Plätze iKTfcew die nach Basel führenden Züge nach Berkin, Hü-mburg und Köln geleit't. Bon Offenburg geht schließlich die noch sehr wichtige Schwarzwaldbahn aus, die über Donauesching-n geht und in Konstanz mündet. Der - stanzösische Ueberfall auf dieses Gebiet bedeutet also Es anders, als daß die Franzosen mit seiner Besetzung eine der wichtigsten Kontrollstellen für den gesamten tevijchen und internet oralen Eisenbahnverkehr in ihren W~en haben. Und das soll die „Sanktion" dafür sein, baß Deutschland wegen Kohlenmangels, der ja gerade krch den Einfall der Franzosen in das Ruhrgebiet herbei- tzeführt norden ist, einige internationale Züge hat aus- tzÄen lassen, weil die ausländischen Herrschaften keine - ketten Wagen haben, im übrigen aber genau noch so «fen können, als bisher, nur daß sie auf einer Station iSeii Wogen wechseln müssen. Darum wird also ein fröhliches Land und eine brave Bevölkerung mit Krieg I ifcnotjen. '
Frankreich reiht mit diesem Vorgehen eine neue Ge- tealttat an die vorangegangenen Rechtsbrüche, wie wenig ifcit vom Ausland zu erwarten haben, ergibt die Tot- ftche, daß die internationale RheinlandkoNimisfion, in der Slso auch England sitzt, den französischen Ueber- ftll in Baden gebilligt hat. Es verschlägt dabei - TÄs, daß die stanzösische Regierung sich in ihrer Begründung widerspricht und die Besetzung mit völlig verschiedenen angeblichen Verfehlungen Deutschland zu «ck>jsert'g'n sucht. Einmal ist es die Einstellung der inter- «rionalen Züge, dann die Einstellung der Lieferungen für .> tznzland und Frankreich und schließlich gar die Einsiel- 1 dvtz derjenigen Leistungen, die für die Vernichtung der »s 8»tlt vor Scapa Flow gefordert waren. Die Dinge &8en nun so, baß Frankreich mit Rechtsgründen sich verbaupt nicht mehr abgibt, daß eS gegenüber dem »«'fen- und wehrlosen Deutschland sich alle „Rechte" inavsnimmt. Auch dieser Wahn wird sich austoben. I Lnser Gruß gilt der von neuer französischer Gewalttat »üwffenen Bevölkerung Badens, die zu ihrem Teile mit «5Jt beiträgt, den Er-stenzkampf des deutschen Bolles MWtn.
Marburg Dienstag, den 6. Februar .
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Safe, fe ! 45. M
' Die neue Gewalttat, die die Franzosen durch ihren Msall in Baden und durch die Besetzung von Offenburg iwb Appenweier verübt haben, kommt absolut nicht von -Vgefähr! Es handelt sich um eine wohl organisierte und wohlvorbereitete Aftion mit ganz bestimmten mili- tirischen und politischen Zielen. Der rohe Ueberfall, der jetzt gegen die stiedlichc arbeitsame badische Bevölkerung mit kriegsmäßig ausgerüstetem Heerhaufen vollzogen wird, ter einen weiteren Teil unserer Volksgenossen in den (Kreis von Leiden moralischer, seelischer und körperlicher Rtittr hi nein zwingt, enftpricht rannte Berechnung, tet Berechnung ESnch., Vtnfc.W «s ytn Ä, - fchastlichen Schlagadern das Blut abzuzapfin. Man Muß teiffen, was Offenburg und Appenweier für Baden, ja ftr das gesamte Deutsche Reich bedeuten. Heber diese feiten Plätze laufen die großen internationalen Strecken
Die Lage im Rahrgebiet.
Köln, 5. Feb. Im Bahndirektionsbezirk Köln sind über Nacht fast sämtliche Bahnhöfe der fran- zöfische-i und belgischen Zone von Truppen besetzt worden. Eingriffe in den Zugverkehr haben bis jetzt noch nicht stattgefunden. — Die Strecke Koblenz—Brühl
Stilett Sriltüt.
Eine deutsche Note an die französische Regierung wendet sich gegen eine Reihe von Fällen, in denen Angehörige der stanzösischen Armee Eigentumsvergehen verübt haben. 3He deutsche Regierung fordert Bestrafung der Täter tzznö Ersatz des verursachten Schechens.
Berlin, 6. Feb. Die deutsche Regierung hat, wie wir erfahren, beim Bölstrbund wegen der ver- tragswchrigen Haltung der Regierungskommiffion des Saargebiets auf dem Gebiet des Schulwesens Protest erhoben.
RetchStanzler Luno im Einfallgebiet.
Ber it n, 5 Febr. Der Re chskanzler hat nach gestrigen Besuchen in Essen, Bochum und Dortmund sich nach Elberfeld begeben und weilte heute Vormittag in Barmen, wo der rheinische Provinziallandtag eine Sitzung abhält. Heute Nachmittag begibt er sich zur Tagung des westfälischen Landtages nach Münster.
Essen, 8. Febr. In seiner Essener Konferenz erklärte der Reichskanzler noch u.<t: Zn Verhandlungen sei die deutsche Regierung nur bereit, wenn die widerrechtliche Besetzung des Ruhrgebiets rückgängig gemacht uetile, nicht aber unter der stanzösischen Bedingung, wonach das Ruhrgebiet 8 Jahre alS Pfand von stanzösischen und belgischen Truppen besetzt bleiben soll
Elberfeld, 8. Febr. Heute Nachmittag gegen 'M Uhr ist der Eilzug 59, in dem sich Reichskanzler Dr. Cuno befand. Mischen Hagen und Westhofen mit einem Güterzug zusammengestoßen. Reichskanzler Cuno der sich im Metten Wogen befand, blieb unverletzt. Auch sonst sind Personen n . gHommen. Die Gleise find für einige Stunden gesperrt. Reichskanzler Dr. Cuno setzte mit einem Ersatzzuge feine Reise nach Münster fort.
Truppen zunächst durch Kavallerie in Begleitung bbtt Panzerwagen, dann durch Infanterie und Artillerie. Eisenbahn- und Postverkehr bleiben zunächst ungestört. Um 2 Uhr nachmittags wurden aber Post- und Telegraphenverkehr nach auswärts völlig unterbunden. Zwischen 11 und 12 Uhr vormittags gab der stanzösische Kommandant in Offenburg den Vertretern der Staats- und Gemeindebehörden, die vom Oberbürgermeister zu- sammenberustn worden waren, einen Befehl bekannt, in dem u. a. mitgeteilt wurde, die Lveröttonen der französischen Truppen verh»>j-n keinen militärischen 3««* ULd ttüftnen sich auch nicht gegen die Bevölkerung, sondern sie seien als Sanktion gegen gewisse Machenschaften' anzusehen, die im Widerspruch zu dem Frie- densverttag ständen, so u. a. wegen der Einstellung ver- schi-dener internationaler Züge.
Unter den Arbeitern Offenburgs ist die Erregung besonders stark. Sie durchziehen in großen Trupps die Straßen, um gegen den gewaltsamen Einbruch der Franzosen zu protestieren und ihrem Willen Ausdruck zu geben, daß sie jegliche Einmischung der Franzosen in ihre Betriebe energisch zurückweisen werden. — Die französische Besatzung hat keine Bürgerouarttere bezogen, sondern ist in verschiedenen Sälen untergebracht; bie Offiziere haben in Hotels Wohnung genommen. Es .'rändelt sich um annähernd 2000 Mann mit etwa tausend Pserocn, einer großen Anzahl schwerer Panzerwagen i-.fro. Während der gestrigen Vorgänge kreisten über der Stadt mehrere französische Flugzeuge. Dir Verhandlungen mit den staatlichen und städtischen Vertretern führte ein Delegierter der RbftnlandÄmmission. Der Truck der Besatzung macht sich nach und noch mblbar. Zur Nachtzeit waren alle Straßen rtne aus- gestorben. Die Haltung der Bevölkerung ist ruhig und beherrscht, aber auch entschlossen, dem Vorbild der Ruhr- hevölkerung nachzueifern. . - 1
Offenburg, 8. Febr. Die televbonische Verbindung mit auswärts ist jetzt wieder steigegeben. Die Vertreter der Arbeiter und Beamten haben um eine Unterredung bei dem hier heute Nachmittag erwarteten General Michel, dem Kommandanten des Brückenkopfes Kehl, nach^sfucht. Die Vertreter der Organisationen wollen ihm eine Reihe von Forderungen unterbreiten, die dahin gehen, daß sämtliche technische Betriebe des Landes und der Genv'>den von militärischer Besetzung und Ueberwachung frei zu halten sind, daß das Verbot, die Straße von 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgens zu betreten, wieder aufgehoben w,rd, und daß die Telephon- sperre innerhalb Offenburgs sowie die Telegrammzeusur unterbleibe. Ferner wird verlangt, daß die Besatzung? truppen aus eigenen Vorräten verpflegt werden müssen, weil die lo'.handeueu Lebensmittel nicht mal für den Bedarf der Bevölkerung auSrrichen. Falls den For- oernugrn nrcht innerhalb 24 Stund«» ftat*gegebeu lenbe. sollen alle Betriebe in Ofstnbirrg stillgelegt werden. Ter Eisenbahnverkehr ist von den Franzosen noch nicht (rettet behindert worden. Lor alten öffentlichen Gebäuden sind Posten aufgestellt. In der Stadt herrscht ein reges Kriegstreiben. Zu Zwischenfällen ist es dank ter kjonnenen Haltung der Bevölterung nicht gekommen.
München, 8. Feb. Nach Mitteftungen, die an hiesiger unterrichteter Stelle eingelansen sind, ist mit dem weiteren Vormarsch der Franzosen auf badischem Gebiet zu rechnen, sq mtt der Besetzung von Bruchsal und Lörrach.
Offenburg, 8. Febr. Die Besprechung Mischen General Michel und den Vertretern der Beamten und Arbeitern hatte das Ergebnis, daß der Straßenverkehr in der Stadt für die Nachtzeit freigegeben und bie verlangt; Aufhebung der Tclephonsperre und der Telegrammzensur zugesichert wurde. Hinsichtlich des Eisenbahnverkehrs schweben noch Verhandlungen, desgleichen über den Ankauf von Lebensmitteln durch die ftanzösische Besatzung
Offenburg, 5. Feb. D« badische Regierung hat die Reichsregicrung telegraphisch ersucht, gegen das unerhörte^ völkerrechtswidrige französische Bor- gehen schärfsten Protest zu erheben. Zugleich wurde der Oberamtmann von Offenburg beauftragt, dem Kommandanten der französischen Truppen mitzuteilen, daß die Beamten sich lediglich an die Befehle der badischen Regierung halten. Bon Montag abend 7 Uhr wird jeder Bahnverkehr zwischen Offenburg und Appenweier eingestellt. Durchgelassen werden nur noch die internationalen Züge von Holland nach der Schweiz.
Basel, 5u Feb. Die Baseler Nachrichten deuten an, daß, falls der Verkehr über Offenburg eingestellt werde, die Schweiz und Italien deswegen bei Frankreich Einspruch erheben müßten. Es sei zu wünschen, daß man die Verhältnisse in Baden genau verfolge.
f senburg, 8. Febr. Ueber die Besetzung Offen« und Umgebung durch die Franzosen wird noch fol- ^s. mitgeteitt: Die Hauptmacht der Franzosen ttxr ^^kblettstadt int Elsaß zusammengezogen und wurde u ter Bahn bis Straßburg gebracht. Französische X :5ee?>.-,r'cernte waren bereits am Samstag Nachmit- Sttfjl ang- 'o ’men. Sonntag Vormittag von 7 Uhr ktgann die Besetzung von Windschläg, Appenweiler
6:ne Meite Note der interalliierten Rheinlandkom- «lsion an den Reichskommissar in Koblenz beruft sich tech einmal auf die Einstellung der Züge.
Berlin, 6. Feb. Die deutsche Regierung wird *yn btt widerrechtlichen Besetzung Offenburgs und chppenweilees selbstverständlich sofort Protest einlegig. v wuß daraus hingewiesen werden, daß die Reichs- ^ehrsverwaltung den Orientexpreßzug ausfallen ließ. E^erßer Linie wegen Kohlenmangels, dann aber auch, sie die Verantwortung für die Sicherheit der Rei- « ”ten nicht mehr übernehmen konnte.
.Du französische Regierung hat dem deutschen Ge- — Ä4Ü8träg<i in Paris eine Note überreicht, in der sie die trung ; «ietzung von Appenweier und Offenburg solgender- -techen rechtfertigt:
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für sdas früher kurheffifche) Oberhessen
ist für den öffenttichen Verkehr gesperrt. — Mtt Rück- sicht auf den Arbeiterverkehr ist der Betrieb Köln- Nippes noch nicht eingestellt worden. — Der internationale Zugverkehr Köln—Aachchen wird nach dem eingeschränkten Plan abgewickrit. Auf der Strecke Köln — Brühl ist ein Pendelverkehr eingerichtet worden.
Essen, 5. Feb. Nach einer neuen Verordnung der Besatzungsbehörde sollen nunmehr an den Kontrollstationen auch die Personen- und Schnellzüge in beiden Richtungen angehalten werden.
Essen, 6. Feb. Me ans Essen gemeldet wird, sind seit gestern mittag sämtliche triephonischen Verbindungen zwischen Essen und dem übrigen unbesetzten Gebiet seitens der Franzosen abgeschnitten worden und zwar angeblich als Repressalie wegen der .Haltung der deutschen Telephonisten der Jngenienr- Mission Coster gegenüber.
Mainz, 5. Feb. Die Höchster Farbwerke wurden von den Franzosen besetzt. Darauf mürbe der Betrieb sofort stillgelegt.
nommener Versäumnisfeststellungen ober an den in Verfolg dieser FeststAlungen und gemäß den Beg-m- mungen des Versailler Vertrages ergriffenen Maß- regeln enthalte. Alle ferneren Schreiben derart ®üt* den zurückgewiesen wecken.
Betiolhmin ovd Bfimeilangen.
Essen, 5. Feb. Polizeipräsident Dr. Melcher ist heute morgen 8 Uhr im Polizeipräsidium von der französischen Besatzungsbehöcke verhaftet und zunächst nach Brckeneh zu einer Besprechung fottgesühtt worden. Der Vorfall spielte sich folgendermaßen ab: Für gestern nachmittag 3 Uhr erhielt der *ßo£i%ei-j Präsident eine Vorladung nach Bretzeney, um sich wegen! dec Weigerung, das Grußveckot auszuhcben, zu verant- yroörten. Der Präsident erklärte, der Aufforderung nur bann folgen zu können, wenn er zu einer wichtigen Besprechung eine halbe Stunde später zurück fein könnte. Dies« Zusicherung kannte nich' gegeben werden, woraus er cs ablehnte, nach Bredeney zu fahren;^ er erllärte sich lajber zi> einer Besprechung in seinem Tienstzimmer bereit. Abends erhielt er eine new Auflockerung, heute früh 9 Uhr nach Bredeney zu kommen, bL gleichfalls abgelehnt wurde. Heute früh kurz, vor 8 Uhr erschienen zwei Kraftwagen, ein Personen-' mager, und ein unbedeckter Lastkraftwagen, worauf sich etwa vierzig französische Soldaten befanden. Ei«, französischer Hauptmann und ein Dolmeflcher ver-i langten den Präsidenten zu sprechen und erllärtei^, ihn zur Besprechung um 9 Uhr nach Bredeney abholev I zu müssen. Der Hauptmann sagte, wenn der Präsi-1 oet nicht freiwillig miifomme, müsse er Waffengewalt anweiiden. Der Präsid nt erto b rte, baß er der Gemalt weichen müsse. Der Polizeimann schäft hatte sich eine ungeheure Erregung anläßlich dieser Vorggänge bemächtigt. Die Beamten wollten ihren Präsibeuteq unter keinen Umständen sortsühreu lassen, doch mahn- j ten die Vorgesetzten zur Besonnenheit und Ruhe. Detz- Präfibent verabschiedete sich. Er wurde in dem Per-, .ouenkrastwagen, dem das Lastauto mit den Sol-; baten folgte, zunächst nach Bredeney fortgeführt. *
Essen, 5. Feb. Polizeiinspeftor Reifenrfth und Polizcimajor Seeger in Hern« sind verhaftet woroeu, weil fit dem. Befehl ber Franzosen, die französische»! Offiziere zu grüßen, nicht Folge geleistet haben.
R e ck l i n g h'a u fe n, 5. Fck. Der gesamte Betricksrat ber Staatsbergwerke des Bezirks Recksing- hausen »ahm zu den weiteren Ausweisungen leiten« oet Beamten der Bergwerksdirektion gemeinsam mft Sem Beamtenausschuß Stellung und hat in einem Protestschrtiben an General Deguctte die Zurücknahme d erAusmtisungen gefordert. Außerdem ist beschlossen worden, daß die gesamte Bürgschaft in einen 24 ßstw bigen Proteststreik Antritt
Mainz, 5. Feb. AuSgewiesen wurden neuerdings von der Eisenbahndirettion Mainz Geh. Reg.« Rat Schneidet Oberrcgierungsrat Gtoßpietsch, Re- giemngsrat v. Beck unb Regierungsbaumeister Zissel, inner bet Direktor ber hiesigen Obettealschule, Dr. Klbfleiasch unb vom Polizeiamt Mainz ber Polizei-
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■ktnaiicnaler Zügrn angehängten alliierten Wagen ^kch das deutsche Gebiet zu sichern. Diese Tatsache «Ü ein; Verletzung des Art. 367 des Vertrages von ------- — M^saillcs dar Uebrig:n§ ist die französische Regierung 4arkf2tj ^vfnchtft, jeden Tag eine neue Verfehlung Deutsch- tzkks und eine neue Verletzung des Friedensvertrages Durst'llen. So ist ber Präsident ber interalliierten Echchahrtskommission durch den Reichskommissar offiziell ■ öenutnis gesetzt worden, daß alle Lieserungen für mavkreich unb Belgien eingestellt finb, einschließlich derer, * zur Ausführung des Protokolls von Skapa Flow IKöien
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180 3RL Jeder Rabatt gilt al. Barrabatt. Belege werden berechnet. Bel Aus- 1Q49 tunft durch die Sejchastsst. und Vermittlung der Angebote 30 M, bet Ueberieuduna «-
durch um 50.— Mt ohne Port».
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M, 01 elementarer Ereignme kein Ermh. — Verlag von Dr. T. Hiherottz. — Druck der Univ^Buchdruckerei von Jod. Aug. Koch, Markt 2123. - riernchrech« 55, Poft, icheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Der ImzMk SgiialiMMu.
Paris, 8. Febr. In der gestrige« Nachmittags« sttzung des sozialistischen Parteitages verlas, tote Havas aus Lille berichtet, ber Generalsekretär bet Partei, Saure, ein Telegramm der sranzöflschen Kommunistischen Partei, worin ein gemeinsames Vorgeheu gegen die Ruhrbesetzung und die Gefahr eines neuen imperialistischen Krieges vorgeschlagen wird. Die Prii- sung der so ausgetoorirnen Frage wurde an den Resoluttonsausschutz verwiesen. — In Deutschland wcitz man längst was man der Macht und dem »GAechttg- ketts"toillen der stanzösischen Sozialisten zu halten bat — Nichts. Dagegen hiüt bet deutsche Delegierte vttferding eine Rede, die für den Deutschen mal wieder charattnisttsch ist. Er sagte, et febe es angstvoll mit an, datz überall zur Lösung der durch den Ftie- d?ftsverttag ausgewotfenen Probleme gewalttame Mittel angewendet würden, hier wegen deS PettoleumS, dort wegen der Kohle. Hilsetding wies auf die elende materielle und moralische Lage bet Arbeitet im Ruhrgebiet hin. bie gezwungen seien, unter ber Dtobung bet Bajonette zu arbeiten, obwohl sie in feinet Weise für hie chauvinistische Politik bet deutschen Militanten vnb Kapitalisten verantwortlich seien (1> Welche Ereignisse sich auch in Deutschland absvielen könnten, die deuttchen Sozialisten seien und blieben für die Reparationen und bedauerten, daß bet beutfebe Kapitalismus sich bieser PM>Vt entzogen habe, alS man Sicherheiten von ihm vAlangte. L-ilferding schloß mtt dem Ausdrucke del f-offnnng aus den internattonalen Sozialismus, btt lern Worte von der Vernunft v"d Brüderlichkeit @e wödr verfckaften mfiffe. — Wir empfehlen Herrn Hiilferdina Eintritt ins froniBfifdie Mwikterinm statt ins beutfebe. Er kann gleich in Frankreich Meiben. Inzwischen sollte er sich etnrnal onfeben. was seine in auswütttger Polittk bester oef*nf,en englischen Genossen von der französischen Politik ballen.
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Englische Arbeiter g gen die britische Politik.
London, 5. Febr. 3000 Arbeiter manifestierten - gestern auf dem Trofalger Square und vAlangte» von der Regierung, daß sie ihre sranzoseusreuudliltz^ P oittll. nun. endlich. autarke.
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