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Zur Lage im Ruhrgebiet

Brechten bei Dortmund, 3. Febr. Amtmann Till-

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2. Febr. Heute nachmittag fand in Bochum eine Kriegsgerichtsverhandlung

180 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege werden berechnet. Bet aus« tunft durch die Eeschäftsst. und Vermittlung der Angebote 30 3R, bet Ueberseudung durch uns 50. Mk. ohne Port».

, Essen, 2. Fcb. Nach Blättennttdungen halten We Franzosen auch die Kohlensendungen für Holland, 9» Schweiz und Italien an. Die Strecke Dortmund "Lüttringhausen-Hafen ist unterbrochen.

Sei allen Verhandlungen und Maßnahmen sind die S- mir gcgcb wen Richtlinien vom 29. Januar unter Wen Umstanden in irgend einer Beziehung abzu- Mächen. Den Berufungen auf das Rheinlandabkommen

m 3 er» tem Loh» lcht. M» Seeweg

Eilen, 2. Fcbr. Nachdem die erst unter Anwen­dung von militärischen Zwangsmaßnahmen vorge­nommenen sranzössichen Versuche, Kohlen und Koks «uS dem Ruhrgebiet zu erpressen, vollständig geschei- tnt sind, traten die Franzosen jetzt abermals an die ßaanlcben Zechen heran, um die Lieferungen nach Frankreich wieder aufzunehmen. Von der Verwen- : dang von Militär wurde diesmal Abstand genommen. Lachdem in Vertretung der staatlichen Bergwerke Ldergergrat Sarter mündlich und schriftlich die Ver- latung von Kohlen und Koks an Frankreich und Bel-

hchen weitere Meldungen vor:

Düsseldorf, 2. Febr. Nach einer Mitteilung kt französischen Militärbehörde wurde heute nach- Ntttag Vohwinkel von einem Bataillon Infanterie Md einer Schwadron Kavallerie besetzt.

Paris, 2. Feb. liebet die Lage im Ruhrgebiet ftreibr derPetit Parisien", seit gestern abend seien eße Kohlen- und Kokssendungen nach Deutschland am Lande des besetzten Gebies aufgehalten worden. Diese Maßnahme sei von den Deutschen mit einer Art pas­st«» Ergebung ausgenommen worden. Man müsse schock hin ufügen, daß nach den aus Veckin eingetroffe- nen Nachrichten diese Resignation noch nicht derartig sei, daß sie die deutsche Regierung zum Nachzeben zwingen werde. Die Deutschen behaupten, daß sie -erlügend Kohlenvorräte ausgehäust haben, um es fön« zer als die Franzosen und Belgier aushalten zu kön­nen. Tic nächste^ Ereignisse würden wahrscheinlich die deutsche öffentliche Meinung aus ihren Illusionen reißen. Tie Stockung der Kohlenzufuhren nach Deutschland scheine vervollständigt werden zu sollen durch die Planmäßigkeit der Requisitionen im Inter­esse Frankreichs und Belgiens. Auch habe man gestern iu Paris beschlossen, einen Tirektionsausschuß zu schaf­fen, der gleichzeitig zivilen und militärischen Eharakter tragen solle und dessen Aufgabe darin bestehen würde, das Räderwerk der leitenden Stellen zu vereinfachen. Diese Neuerung sei unerläßlich, um Verzögerungen : »nd das Hin- und Herschwanken zwischen den ver­schiedenen Dienststellen abzustellen.

Essen, Weitmar bei

Paris, 2. Febr. Der »Petit Parisien" berichtet aus Mainz, die Interalliierte Rheintandkommisston babe von dem Personal des Reichsetn- und Ausfuhr- amtes in Ems ein gemeinsames Rückttittsangebot er­halten. Die Kommission habe dem Personal mitge­teilt, dan sein Vorgehen der Autorität der Kom­mission schweren Schaven zugefllge. Infolgedessen be- baite diele sich die Handlungsfteibeit gegenüber den Beamten und Angestellten deS Ausfubramtes vor und fordere sie auf. sich bis aus weiteres zu ihrer Ver­fügung zu stellen.

Eine arbeitSbungrige Ententekommifsio«.

München, 2. Febr. Vorgestern erschien bei dem Wehrkreiskommando München eine aus einem Belgier und einem Franzosen bestehende Ernentekommission, um bet dem Wehrkreiskommando Prüfungen vorzu­nehmen. Die Kommiiston wurde zunächst schriftlich abgewiefen und zwar mit dem Hinweis ans den Sicchtsbruch der Franzosen und Belgier im Ruhrge­biet. Sie sind ntchisdestoweniger auch heute wieder- gekehrt, doch wurde ihnen jede Auskunft verweigert.

mann, der gegen die Erschießung des Bergmanns Schuldieners Haumann protestiert hatte, ist von Franzosen verhaftet worden.

Zwei Hochverräter.

Düsseldorf, 2. Febr. Regierungsrat Meß

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Mieiy. Ij;

Essen, 2. Feb Gegenüber den umlaufenden Ge­rüchten, daß die Lebensmitteltransporte das besetzte, Gebiet nicht erreichen, sei ausdrücklich darauf hinge­wiesen, daß alle Lebensmittelsendungen für alle Stati­onen des besetzten Ruhrgebiets ungehindert einsahren und auch an ihren Bestimmungsort gelangen.

London, 2. Feb. Ter Sonderberichterstatter derTimes" in Düsseldorf erfährt aus offizieller Quelle, daß ein Uebereinkommen zwischen den Militär­behörde. i und der Eisenbahndirektion dahin getroffen wurde, daß der normale Zugvekehr von heute ab wieder funktionieren soll. Die französischen Behöiden sollen nach dem gleichen Blatt zuaesichert haben, daß sie die Truppen aus den sämtlichen Bahnhöfen des besetzten Gebiss zurückziehe,'. und die deutschen Eisenbahnen nicht mehr mit französischem Personal bedient wer­den. Ihrerseits sollen sich die Franzosen verpflichtet haben, den normalen Bahnverkchr wieder aufzunehmen.

Mainz, 2. Feb. Bo» zuständiger Stelle wird uns berichtet: Die feit drei Tagen im Gange befind­lichen Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebs im Direktionsbezirk Mainz Hahlen bisher wegen eines Punktes zu keiner Einigung ge­führt. Es handelt sich um die Rückgängigmachung von Verhaftungen, die von den französischen Stellen ans Anlaß der Arbeitsniederlegung bei den Eisen- bahrbediensteten vorgenommen worden sind.

Essen, 2. Feb. Die Verkehrslage hat sich gegen- über gestern verschlechtert. Die Verbindung über Haar­decke ist seit gestern abend unterbunden, weil die 'Be­amten sich verpflichten sollten, nur französischen Be­fehlen zu gehorchen. Die Franzosen haben den Bahn- Hof besetzt, das ale> he gilt für Hegest er. Der Personen- und Güterverkehr nach Osten geht in Ottnmng vpr sich. Nur Kohlen-, Koks- und Leerzüge werden von den Franzosen zurückgehalten. In Bra'el wurden auch Talckwager angehalten, da sie nach Ansicht ves fran- zösischen Kommandanten auch für Kohlentransporte Verwendung finden könnten. Tie militarisierte Nord- strecke über OsterseldefBuer-NordHertern-Reck- linghausen-- Lünen ist für deutschen Verkehr nach wie

.Köln, 2. Feb. Ter Eisenbahnverkehr im Di"

). Amtliche und au»». Anzeigen 50 Mk. Sei schwierigem CO >

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Der Anzeigenpreis beträgt für den Sgelp. Zeilenmillimeter 40.00 Mk. (Kleine Anzeigen gegen bar, 25'/. weniger). Amtliche und ------- ---------- ......

Satz 50'/, Aufschlag. Spät einlaufende

Kaltes Erzählungen.

Ter Führer der französisch-belgischen Kohlenrrub- kommission, Herr Coste, hat den Vertretern der aus­ländischen Presse einen Vortrag über daS Kvhlefe» Problem gehalten. Er hat sich die Sache sehr leicht gemacht und die Frag« der deutschen Reparations­lieferungen von Kohle und Koks auf die einfache Formel gebracht: Deutschland brauch von 5 Waggons Kohle der Ruhrproduftion und von 3 Waggons Kok» nur je einen Waggon abzuliefern, um seinen Verpflich­tungen nachzukommen. Daß es dies nicht tue, zeige seinen bösen Willen. In Wirllichkeit liegen oie Dinge natürlich nicht so einfach. Deutschland leidet selbst an Kohlenmangel, was schon die Tatsache beweist, daß es im letzten Halbjahr des Jahres 1922 für über 300 Millionen Goldmark ausländische Kohle einsühceiz mußte. Teutsö.loird muß natürlich zuerst an seinen eigenen Bedarf denken, zumal die Alliierten außer Kohle noch andere Dingen namentlich Gold verlangen. Wie aber soll Deutschland zahlen, wenn seine Industrie« . durch Kohlenrnqngel stlllgelegt wich?

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Die gespannte Lage in Lausanne spiegelt die durchaus venvirrte Weülage wider. England beginnt, nachdem ss lang- im Orient sich schadlos halten wollte, für das was die Franzosen an uns taten, allmählich ein­zusehen, daß eS selbst der Geprellte ist. Es war so schön aus unserer Haut Riemen schneiden zu lassen, für jches Fallenlassen den deutschen Interessen von Recht und Gerechtigkeit, sich "von Frankreich Kompensationen im Orient anszubeding n, Poincare läßt auch hier die MaSke 'allen. Sein letztes Ziel ist der Kampf gegen England, wie es das Ziel Napoleons gew'sen ist. England soll von seinen Kolonien al-gedrängt wieder isoliert werden. Das wich der Sinn des nächsten Weltkrieges sein. England begreift.

Wir aber müssen uns wieder davor hüten zu alau- den. daß diese Weltlage für uns schon irgendwelche Er­leichterung d-r Not bringen wird. Zunächst wich das al« Spiel der Kompensationen noch einige Zeit sgrtgesvielt werden, bei dem wir nun einmal die Le-dtrag-nden sind.

W» weit in England bereits das Verstehen geht, zeigt folgender Artikel derTimes":

London, 2. Febr. DieTimes" schreibt in einem offensichtlich inspirierten Leitartikel: Der Sturm, der sich in Europa zusammenziehe, könne England nicht gleich gültig lassen. Ein Hoffnungsstrahl schimmere immer noch in Lausanne. Dort könne es immer noch möglich sein, trotz zahlreicher Widrigkeiten das Zusammenwirken zwischen Frankreich und England aufrechtzuerhalten, da- bishir als die Hauptbürgschaft des Friedens Eurer »s an­erkannt worden sei. In England herrsche sicher der Wunsch, daß die Entente aufrechterhalten bleibe. Die Tatsache bleibe' bestehen, daß bezüglich des Reparations- Problems bk Franzosen ohne die britische Zustimmung ober Berücksichtigung eine Aktion unternommen hätten, die die ernstesten Folgen für den Frieden Europas in sich berge. Es sei sehr natürlich, daß das britifche Volk hier­für die wirklichen Beweggrünoe zu wissen wünsche. Der Artikel schließt mit folgenden Worten: Mit der Politik, die die Franzosen jetzt im Ruhrgebiet verfolgen einer Politik, die Tn England die größte Besorgnis für die Zu­kunft Europas und die Welt verursacht beruft sich bk französische Regierung, welche wissen muß, daß Groh- . britar.nien vollkommen entgegengesetzter Ansicht ist, aus die Sanktionen des Verftages, der das Ergebnis gemein­samer Anstrengungen aller Mächte ist, bk im Kriege Alliierte waren. England wurde nicht um Rat gefragt. Die Franzosen find in das Ruhrgebiet gedrungen, haben die blühende Jndustrk desorganisiert und das Bestehe» europäischer Verbindungsmittel in Unordnung gebracht, bas Ruhrgebiet von ton rechtsrheinischen Deutschland abgetrennt, ihm das Kriegsrecht auferlegt und in Deutsch­land den Geist des Widerstandes und rücksichtsloser Miß­achtung aller durch den Friedensvettrag ihm auferlegten . Verpflichtungen erweckt, was wahrscheinlich das gesamte Werk des Friedens in vollständige Ber- wir rung bringen wird. England hat keinen Anteil an all diesen Dingen und muß trotzdem die Folgen tragen.' Wenn die französische Regierung in einer blinden St­örung für irgendwelche eigenen bunllen Pläne selbst otneit geht, bk Hoffnung auf einen Frieden int nabe» lösten zum Scheitern zu bringen, so wird das englisch« Volk zu fühlen beginnen, baß bk Entente praktisch zu Ende ist. DkTimes" erklärt weiter:Wenn die Türken am Sonntag nicht unterzeichnen, wirb das Frank­reichs Schuld sein, und das Ende des Verbandes ved-nftn. Ein solches Verhalten Frankreichs werde selbst die Eng- . länder bekehren, welche bk Folgen bet üblen RuhrvoliÄ flt England und die Welt noch nicht begreifen."

Heber die Lage in Lausanne liegen weiter folgende Meldungen vor:

London, 2. Febr. LautTime?" find die Aus« ichten in Lausanne wenig günstig geworden.Doiltz News" zufolge scheint kein Zweifel daran zu bestehen, baß Voineare eine Note nach Angora gesandt habe. Obgle-ch Pariser Zeitungen das in Abrede stellten, sei die Folge­rung gerechtfertigt, die von einem großen Teil der Presst Englands an dk Note geknüpft worden sei. Die Tatsache bleibe bestehen, baß am Vorabend der kritischen Sitzung, in Lausanne den Türken zu verstehen gegeben worden sei,l daß Frankreich, tok es ;etzt der britischen Regierung llargemacht habe, bereit fei, in Verhandlungen über einen

gegen den Kaufmann Wehmar statt. Wehmar hatte sich ecMeert, an die französischen Besatzungstruvven Konserven und Käse zu '.erkaufen. Die Verteidigung wurde von dem deutschen Rechtsanwalt Grimm kostenlos geführt. Französisihersetts wurde eine Geld­strafe von 200 000 Ji verlangt. Das Urteil lautete auf 150 000 M Geldstrafe. Das Urteil bildet einen Beweis dafür, hast die Franzosen enig.gen der AnMndlgunz ber ftanzösticben Besatz.mgsebSrden auf diese SS'et'e aitrt) vor einem Eingriff in bi- Lebensmitt-iverior- g'.ng des Ruptgebietes nicht zurtickfch'-eckrn.

E s se n, 2. Febr. In Brechten wurden gestern Abend ein Bergmann unb ein Schuldiener von französischen Posten erschossen -- Zu bet Erschießung des Ar­beiters Haumann in Brechten tnefcet die französische B^satzungsbehörde, daß Hanmann nach Art eines Be­trunkenen sich an den französischen Posten herangemacht habe Dieser habe noch zweimaligem ergebnislosem An­ruf von seiner Schußwaffe Gebrauch gemacht. Die Aussagen der deutschen Zeugen besagen dagegen, daß Hau­mann, der wenige Minuten vor seiner Erschießung von einer Wohnung fortgegangen war, durchaus nüchtern ge­wesen sei. Auch haben die in der Nähe des Tatortes be­findlichen Personen von einem Anruf durch den Posten nichts gehört. Der Amtmann und ber Landrat haben bei dem Kommandanten Protest wegen der Erschießung ein­gelegt und uni sofortige Ablösung der Truppen ersucht.

Essern, 2. Febr. Zwei belgische Soldaten, die sich unter dem Vorwand, auf besondere Schein« fahren za können, g»neigert hatten, Straßenbahnkarten zu lösen und deshalb ansfleigen sollten, griffen heute Nachmittag zu den Schußwaffen, verletzten den Wagenführer schwer und töteten einen unbeteiligten Fahrgast. Die beiden belg'schen Soldaten wurden von der deutschen Schutz- pot'iei feüg'nommen.

Duisburg, 2. Febr. Ein Deutscher versuchte gestern abend in den Maschinenschuppen vonzndrin- gen, wurde dabei jedoch von einem belgischen Posten überrascht. Als der Deutsche den Posten entwaffnen wollte, schlug tbn dieser mit dem Gew-b>kolben ;u Boden.

Eisenbahnbetrieb-Samt Cleve ist wegen offenkundiger Unter­stützung der sonderbündlerischen Bestrebungen von der Eisenbahnbirektion Köln seines AmteS enthoben horten. >

Duisburg, 2. Febr. Zollinspektor Karl Jansen, gegen den schon seit geraumer Zeit ein Disziplinarver­fahren schwebte, hat mit den Belgiern zusammengearbeitet und hatte der Besatzungsbehörde Bücher seines Zollamts ausgrhändigt. Gegen ihn ist ktzt ein Verfahren wegen Hochverrats beim Reichsgericht eingeleitet worden. Pas Mainzer Urteil vor dem MatiMos?

Essen, 2. Febr. Gegenüber ber Meldung von der Verwerfung ber Revision der Zechenvertreter des Ruhr­gebiets durch den Revisionsgerichtshof beim Generalstab der heinarmee sei darauf hingewiesen, daß der Verteidiger der Zechenvertreter, RechtsanwLi" Dr. Grimm, in einer Unterredung mit dem Vertreter der Telunion darauf aufmerksam machte, daß gewisse Formfehler in dem Verfahren die Anrufung des Kcissat'onshofes in Paris möglich machen. Die Angelegenheit dürste daher von Mainz nach Paris geleitet werden.

Streik.

Paris, 2. Febr. Die Bergarbeiter des Saargx- bictes haben nunmehr den Generalstreik am 5. Februar beschlossen.

Dortmund, 3. Febr. Der Amtmann Wiethofs in Solingen ist vorgestern von den Franzosen verhaftet wocden, well er sich weigerte, den Frqnzosen Brat yi. liefern und andere Befehle ber Franzosen ignorierte. Als Protest gegen bk Verhaftung sind gestern morgen alle Zechen, Geschäfte und Wirtschaften wie auch bk $er- waltung ber Post unb Schulen in ben Generalstreik ge­treten. Darauf ist ber Verhaftete gsftern Nachmittag wieder freigelassen worden.

Essen, 2. Febr. Da- Hauptpost- unb bas Tele- graftotamt haben heute morgen den Betrieb wieder ausgenommen.

$« WMItt Wn bk Wage.

She die Blätter melden, hatte ber Reichskanzler sirstern Unterredungen mit den! führenden Parteien des Reichstages über die Lage im Ruhrgebiet. Laut Lokalanzeiger sagte der Reichskanzler noch einmal aus­drücklich zu, daß die Regierung alles tun werde, um die Löbn»- und die Ernährung der Arbeiter im besetzten Gebiet sicherzustellen. Dem gleichen Blatte zufolge ging der Kanzler auch auf das Gerücht ein, nach dem im Kadmett Unstimmigkeiten über die weitere Haltung der Regierung bestchen sollen. Er erklärte mit aller Bestimmtheit, daß von irgendwelchen Unstimmigkeiten keine Rede fein könne, sondern daß vielmehr in allen wesentlichen Fragen volle Einigkeit des Kabinetts bestehe. Die Ausführungen des Kanzlers sanden die Zustimmung der Abgeordneten.

Pie Abschnürung Des Ruhrgebiete;.

6ffeu, 3. Febr. Die Absperrung des Ruhrgebiets nach ton unbesetzten. Deutschland hin ist völlig durch ge- fühtt, sodaß Deutschland für dk nächste Zeit ohne Ruh:- kohlen und Koks bleiben muß. Die Franzosen versuchen jetzt vorläufig zwei Eisenbabnstrecken betriebsfähig zu machen, um Kohlen und Koks nach Frankreich au-znfüü- ren. Im gesamten Ruhrgebiet stehen 20 000 beladene Kohlenwagen, durch die 200 Kilometer Gleis gesperrt wer­den. Hinzu tritt ein starker Mangel an Maschinen. Es soll versucht werden, die Kohlenwagen bei Beteilen innerhalb des Ruhrgebiets auszuladen sowie die Lager­plätze ber Häsen zu beschicken. Da aber sowohl hier als auch aus den Halden die Aufnahmefähigkeit sehr eng begrenst ifl, werden in der nächsten Zeit Einschränkungen in bei Kohlenförderung notwendig werden. Dk Arbeiten unter Tage sollen dann auf Jnstandsetzungsarbeiten und aus Vorarbeiten für die künftige Förderung ausgedehnt werden.

-nSStane zu nehmen. Auf dem Möller-Schacht, wo ttzte derartige Kommlssio« bis aus den Zechenplatt ikkommen war, wurde sie von der Feuerwehr aus Zechenanlagen entfernt. Aus den andern float« Wn Zechen, fo auf Zweckel und Scholven, wurde dm Kommissionen ber Zutritt zu den Zechenplätzen am Eingang verweigert.

Essen, 2. Fcb. Gestern vormittag erschienen Oftiziere und 8 Mann der französischen Besatzungs- br-pven im Ami Dahlhausen. Als sie vom Gemeitibe- dvkstand keine Kohlen bekommen kontziten, fuhren fk ipr Zeche Dahlhausen. Die Belegschaft weigerte sich, Miet zu liefern. Darauf luden bk Franzosen die Echle:- selbst au^

Amlliches VerAndigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

^e-rlin, 2. Febr. Der Reichsverkehrsminister hat ^d:e ReichSbahnpräsid.-nt n der besetzten Gebiete folgen« Erlaß gerichtet:

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PieOberheffsiche Zeitung" etldietnf iechrmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich _. -- Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummern infolge Streik» ooet

3U. 29 elementarer Ereignisie lein Eriatz. Verlag non Dr. <5. Hitzerotd. Druck der * * Unir>.»Buchdruck«rei vonJob. Bug. Koch, Markt 21.23. Nernjprecher 55, Post» tcheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

, ^2'0n-bezirk Köln ist den gestern getroffenen Vec- jU Garungen gemäß int allgemeinen wieder aufgenom- .worden. Ter Verkehr nach Aachen ist wieder Ph'aM i'v- Gonge, ebenso nach Neuß: auch in Richtung

abgelehnt hat, versuchten die französischen Zivil-

3, Erdz^ klmtmjsiare unmittelbar mit bett einzelnen Zechen

da? Recklinghausen, 2. Feb. D» un ;t=uui- tiurrr Gn-ben keine Möglichkeit haben, die geförderte kommens^ M-le unb den Koks abzufahren, stürzen sie seit mehre« »»mt. tt:: Tc.gcn beides ans die Halden, nann

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Aültch, 2 Febr. Der Vorsteher des hiesigen Zoll- amts, Lberzollinspcktor Baumann, ist geifern von be'g scher Gcndarmerie verhaftet und nach Aachen abp> 'übet worden.

Aachen, 2. Febr. DasEcho b?r Gegemterrt" meldet: Oberrcg ecuitgsrai L i s se, der Leiter des Finanz­amtes Aachen-Stadt, brr vor ein gen Tagen verhaftet worden war, ist nunmehr ausgewiesen worden.

Bochum, 2. Febr. Fabrikant Lu eg ist gestern Abend in Freiheit gesetzt worden, dagegen befinden sich die beiden anderen Herren der Fahrzeugwerke Lueg noch in Hast.

__- Runter Hinweis darauf entgegenzutreten, daß die jetzt rfAtt gongten Leistungen im ursächlichen Zusammenhänge flPIl j mit dem rechtswidrigen Einbruch in das Ruhrgebiet, auch von der verlangten Gelegenheit zur Art­en gefuM ^mg fremden Personals. Eine solche darf mit unserem el [3^ I^--n ober gar mit unserer Hilfe in keinem Falle

^o'enz kommt der Zugverkehr wieder in Gang. Tie .^vhgfx und Strecken sind von der militärischen Be geräumt worden.

-Frankfurt (Main), 2. Feb. Wie trir von zu« |rSoiger Stelle erfahren, ist der Verkehr im Eisenbahu« D'cktioiisbrzir! Köln auf der linken Rheia feite von aus nur b is Reo ha«en auigcaommeu worden. Ter Koblenz liegt noch still.

f^'9en. Die Präsidenten wollen sich stets vor Augen O-H, daß ihr persönliches Verhalten und die von ihnen - ' Dhgehenben Anordnungen einen Gradmesser abgeben

I UW |-^n geschlossenen und unerschütterlichen Widerstand der ^b'nbahner g'gen den unerhörten Rechtsbruch der Fran- reu.un- r'^n.