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Entschlossenes Weitergehen

Paris, 31. Jan. Der Sonderberichterstatter des

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zwei Armeekorps für Vie «uhrbesetzung. einer Meldung derBoff. stg. au« Mühl- d. R. soll« sich zwei wetrere franzvstsche

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infa^tc Gebiet abgeschoben nnd dort auf freier Land­straße abgesetzt worden. Der Bürgermeister Stein- m'.yer aus Lütgendortmund ist verhaftet worden.

P o r i S, 31. Jan. Nach einer Havasmeldung aus Koblenz $at die interalliierte Rheinlandkommission gestern erneut 34 Beamte wegen Gehorsomsverweige-

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Elberfeld. 31. Jan. Offenbar auf Grund einer von französischer Seite ergangenen Aufforderung waren i^olen «5 den fritoet preußischen Gebieten, die deutsch "prechen und schreiben, auf dem Elberfelder Bahn!))' angekommen, um den Franzosen im Einbruchsgebiet bei der Durchfübrui^ des Babu- und Postverkehr» Hilfe zu leisten. Die Leute befanden sich unter Führung eines in Zivil reisenden Franzosen, der, als er erkannt wurde, ich nur mit Hilft der deutschen Schutzpolizei vor dem Gelynchtwetzden petteq^konnte. Die eingetrofftnen Polen

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Th »Oberhelfische Zeitung" erichelnl sechsmal wöchentlich. Be,ng«,rei, monatlich 800 Mk. mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummern infolge Streits ooer elementarer (Ereigniiie len Er,atz. »erlag von Dr. L. Hitzeroth. Druck der Univ^Buchdruckerei von Jod. Bug. «och, Markt 21/23. lternjprecher 55, Post, lcheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Armeekorps auf dem Wege «ach dem Ruhrgebiet be- finde», wo bereits zwei Armeekorps find. Auf de» Anmarschwegen wurde» auch Motorbatterien feftgo- ßrLt.

Wettere Meidunge» über die Lage tm Ruhrgebiet.

Berlin, 31. Jan. Bis heute mittag lagen keine Pfttteilungen über die Durchführung der Zollgrenze tm Ruhrgebiet vor. Eine Reihe neuer Mlitärkon- trollstationen ist wieder eingerichtet worden, so in Reigen-Ost, Kupseckreh, Hattingen, Ranglerbahnhos , Lochalle. Lünen-Süd, Recklinghausen-Hauptbahnho «Hb Friedrichsseld bei Wesel. Die Militärkontroll- Kationen beschränken sich Wnächst auf die Festst/llung der nach dem unbesetzten Gebiet dm-behenden Sohlen-

wurden sofort per Bahn wieder an die deutsche Ostgrentz» ! abgeschobe». Außerdem ist Vorsorge getroffen, daß w*! tere Trupps polnischer Post- und Telegrapbenbeomte», ans dem ehemals preußische, Gebiet nicht in das Sinho», gebiet gelangen können, wenigsten» nicht, soweit ihr Reiseweg durch Deutschland geht.

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Berlin, 3L Jan. Der deutsche Geschäft-träge,- in Paris ist beauftragt worden, der französisch« Re-1 gicrung folgende Note zu übergeben: Die französisch»! BesotzungSbehörde in Essen hat von den 1000 Bett«: des städtischen KranhenhauseS etwa 300 beschlagnahmt. Der Tiphteriepavillon, der für die Essener BechW« niste ohnehin zu klein ist, mußte ohne Rücksicht auf daS Schicksal der dort untergebrachten klein« Sindetz ^ sofort geräumt werden. Ebenso ist die Hautllinik 6e*! schlagnahmt worden, was zur Folge hatte, daß die »ort untergebracht« Kranken unterschiedslos «llassenj werden mußten. In gleicher Weise mußt« auch btf Pavillons für Scharlach» Masern, Keuchhusten und Typhus geräumt werden. Der Hinweis der Kranftn- > Hausleitung, daß sie für den Ausbruch einer TpLemie die Verantwortung ablehnm müssen fand keine Be­achtung. Die deutsch« Regierung protestiert auf das; nowdtzicklichstr geg« diesen n«en Gewaltakt der fran­zösischen BesatzungSbehöcke^ der die einfachst« Gebot« der Menschlichkeit verletzt und nicht die Gesundung ein*- zrlner Kranken gefährdet, syndem auch die Bevölkerung - allgemein mit der Ausbreitung gefährlicher Zeuch«' bedroht. Sie fordert die unverzügliche Räumung btt beschlagnahmsten Teile der Krankenanstatten und be­halt sich vor, volle Genugtuung zu verlangen.

Duisburg, 31. Jan. Gerüchtweise verlautet, das; vor der Errichtung der Zougrmze von Parts ein Ultimatum nach Berlin gerichtet werd« soll, wort» die Zurücknahme der Berliner Sabotagebefehle ge­fordert werden soll. Erfolgt die Ablehnung, so würde die SoricrraN geschlagen. "*

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§tne, 31. Jan. Der Oberbürgermeister von ton«, Dr Sporleder, ist vechastet worden. Des iveite tourf» von der französischen Besatzungsbehörde 'Heiner Anzeige wegen einer - Lokalnotiz ans **r Tag? verboten.

100 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Garrabatt Belege werben berechnet. ______

fünft durch die Sejchästsst. und Vermittlung der Angebote 20 St, bei Ueberjenbune durch uns 50. Kl ohne Porto.

Essen, 31. Jan. Die gestern mittag in der Reichsbahndirektion verhaftet« Reichsbahndircttions- präsident Jahn und der Ooerbaurat Pusch, die im Auto fortgeführt wurden, tourbm vor Lüdinghausen wieder abgesetzt. Um drei Uhr uachmittagS ist sei­tens der Besatzung die Reichsbahndirektion gesperrt worden. ES durst« wohl Beamte in das Gebäude hinein, jedoch wurde niemand mehr herausgelassen. Innerhalb des Gebäudes setzte man mit meh^ren Patrouillen zu je 6 Mann aufgepflanztem Bafo- i ett die Suche nach den übrig« ersten Beamten sott. Verhaftet wurde bis jetzt noch der Oberregierungsrat Richtsteig, der die Vertretung des Präsid«ten über­nommen hatte, weiter der Oberbaurat Berghaus, der Banrat Grervel, der Oberregierungsrat Breuer, Ober­baurat Pserath und Regierungsrat Beyer sollten auch vcchaster werden, doch waren sie nicht anwesend.

Berlin» 31. Jan. Bon Augenzeugen in Trier wird in den Blättern gemeldet: Ein hoher Beamter rourbf innerhalb einer Stunde aus dem altbesetzten Gebiet in brutaler Weise ausgewiesen, in schwerster militärischer Bedeckung verladen und im D-Zug sortg?« schafft. In Koblenz erschim der OberprSsident und ontxte Herren der deutschen Regierung auf dem Bchn- hos. Die Herren wurdm einschließlich einer großen Ansammlung von deutschen Arbeitern durch Schwarz« abgek,rängt. Im Zug wurde der Verhaftete von 15 schwerbewaffnet« Schwarzbraunen mit ausgepflanz- tem Bajonett vielen Ofsizier« und mehreren Zioil- beamten bewacht Er wurde in Limburg ausgeladen.

Berlin, 31. Jan. In Bochum wurden, ben Blätter^zufolge, den Berwaltungsbeamt« der Schutz- politei sämtliche Gelder zur Auszahlung der Besoldung für Februar von d« Besatzungstrupp« abccnommeti.

Wiesbaden, 31. Jan. Den hiesigen Regierungs­behörden wurde von der Rheinlandkommission eröffnet, daß «die für die ausgewiesenen Beamten in Aussicht genommenen Nachfolger Hönisch und Scheer nur bann ^'gelassen werden würden, wenn sie vorher schriftlich er­klärten, daß sie den Anordnungen der Besatzungsbehörden freiwillig Folge zu leisten bereit seien.

Besetzung und Preffe.

Wiesbaden, 3L Jan. DieNeue Wiesbadens Zeitung" ist ohne Angabe von Gründ« neuerdings bis zum 15. Februar verbot« worden.

Oberlahnstein, l.Febru. DasOberlahnsteiner Tageblatt' tft ohne Angabe von Gründen auf 3 Tage verboten worden.

Essen, 31. Jan. In Recklinghausen lud der ftan- Pöfische Kommandeur alle Redakteure zu sich und 6e- schwette sich, daß sie aggressiv schrieb«. Er verbot Mit­teilung« über den Vormarsch der Truppen und Worte wie erobern, schänden, Vertragsbrecher usw. zu gebrau­chen. Die Franzosen stützten sich auf die bekannte Zu- sicherung tn den Plakaten des franzSsischen K-ntMan­danten, die der Presse Freiheit garantiett. Auch in Bochum wurden sämtliche politisch« Redakteure vor den sranzösischen Kommandant« geladen. Er verlangte, daß der Name Poincare überhaupt nicht ge- nannt und rm übrigen alles vermieden würde, toas aufreizend, «ff die Bevölkerung wirke. Selbstverständ­lich gedenken bie RÄaktrure nicht sich in politisch« An- gelegenh,'it n irgendwie beeinträchtig« zu lassen.

MÄM Pratchk.

Dortmund, 3L Jan. Tie Arbeitsgemeinschaft fämllt fer Beamten- und Staatsangestelltengeweckschaf- ten im Einbruchsgebiete mit 250000 Mitglied-!« er­bebt im Verein mit den Arbeiter- und Angestetltengo- nerkfckaft« schärfst« Einspruch gegen die wahnsinni­gen GewaSmaßnahmen der Franzosen. In einer Kundgebung heißt es: Die Haltung der Beamtenschaft ist trotz allen Drohung« und Verhaftung« nnec-1 Mütterlich treu am Deutschen Reiche und Volk-, den« ihr Tr«eid gehört Niemals wird es den Eindring- li'gen geling«, di« Beamtenschaft von diesem Wege abznbringen. Ei^z und in gemeinsamer Front mit den übrigen Arbeitnehmerverbänd« steht die Beam­tenschaft hinter ihren Führern, und an dieser eifetwn Mauer wird der Angriff des Feindes zerschellen.

Essen, 31. Jan. Die Beamten, Angestellt« und Slrbeler des Hauptzollamts Essen und des Finanz­amts Essen-Stadt haben geg« die, rechtswidrige Set-

Se r li n, 31. Jan. Nach einer Meldung des ,L-ikal- Aitzetgers" aus Ess« wurde gestern abend die in Kraft getretene Verordnung über bie Verhängung be« ver­schärft« Belagerungszustandes von der Bevölkerung nicht befotzt. Fast die gesamte Einwohnerschaft war nach Ist Uhr abetcks noch auf der Straße und strömte zum Kahnhofsplatz Dott wurd« vor den Augen bet frön« tösischen Wachen vaterländische Lieder gesungen und in Ansprachen wurde zum weiter« Durchhalten auigefordett. L- Franzosen wagt« e8 nicht, geg« bie Menge vorzu- Khrn.

Haftung der Leiter des Hauptzollamts Essen, des Zoll­amts in Oberhaus« und Mülheim und des Finanz­amts Essen-Stadt schärfst« Protest eingelegt

Essen, 31. Jan. Trotz de» verschärft« Belage­rungszustandes versammette sich gsteem abend vor der französisch« Hauptwache eine große Mmschen- menge zum Absingen patriotischer Lftder.

Bochum, 31. Jan. Die Gewerkschaft« von Bochum hab« sich auf den Standpunkt gestellt, daß für sie bie Verordnung über den Belagerungszustand nicht in Frage komme und daß sie sich nach den Anordnungen der Franzosen nicht richttn würden.

Berlin, 31. Jan. Der Vorsitzende be» Deutsch« Städtetages, Oberbürgermeister Boeß, hat an bie Mit- glickstädte einen Aufruf erlassen, der betont, daß bie deut­sch« Städte einmütig mit dem ganz« deutsch« Volke hinter bet Rrichsregicrung in bet Abwehr bet von den französischen und belgischen Machthabem verübt« Gewalt stehen. Die deutschen Städte wecken, selbst fthr von sinanzftllen Sergen bedrückt, mit all« Kräften der g-meinschastlich« Volkssache Opfer bringen.

Berlin, 31. Jan. Das RetchSbankdirektortum hat bet der Jnterallttertzn. RbetnlandkomMfston ge 6« die Einbrüche der Besatzungstrupp« in b« Be­trieb der RotchSbankfiltaren tm besetzt« ©tötet Pro- eft erhob«, dessleichen gegen die Verhaftung einer Reihe von Direktoren und Beamten. Sn der Be­gründung beitzt e» u. a.: Di^ReichSbank ist ein auto­nomes, rein auf Prtvattapttal gegründete» Bank­institut. fte ist die alleinig« Trägerin ihre» Pennö- gens, an dem das Reich keinen Stuten hat, ihre Ge­schäftstätigkeit ist eine rein wirtschaftliche, fte wird ausschließlich geleitet durch das unterzeichnet« Reichs- bankdirettorium, ihre Beamte» steh« zur Reichsregie- rnng tn keinerlei AbvSngigkeirSverbälinis und fallen nicht unter die Kategorie der tn Artikel 5 deS Rhein­landabkommens bezeichneten Beamt« der Zivilver- waitung. ste haben lediglich den Anordimngen des Reichsbankdirekiottums und den bankgesetzlich« Vor- schrtften zu folgen.

Sine neue EinschüchletungSmethode.

Essen, 3J. Jan. General Fgurruer, dem gestern Rnchmittag da» Protestschreiben gegen die Berhistung und Ausweisung der Postbeamten überreicht Word« war, teilte den Uebcibnngern des Protestschreibens mit, daß bie Unterzeichner ihr« Protest persönlich vorbring« sollten. Man nimmt an. daß diese Aufforderung eine neu« Ein- schüchterungsmethobe in der Richtung bedeutet, daß die Unterzeichner eine» derartig« Protestes selbst der vielfach üblich« Ausweisung verfallen sollen.

Streik.

Mainz, 31. San. Der Streik der Etieubahnet im Rctchsbahudirelnonsbezltk Mainz, soweit er be­setzt tft, besl'vl auch heute noch vollständig. Ver­bandlungen übet die Beilegung des Stretts hab« noch nicht stattgefunden. Die französischen Eistnbah- ner versuchen, einen notdürftig« Verkehr herzustellen; über bm Versuch ist man aber noch nicht htnausge- kommen. Dabei find einige Entgleisung« von Wa­gen und Lokomoftv« an verschiedenen Ort« des Bezirks zu verzeichnen.

Essen, 31. San. Post und Telegraph arbeiten noch ntdn wieder. Die Forderung« der Beamten- schast werden von der Belatzungsbebörde nicht ange- nommvn, W il tn der Unterschrift nicht die einzelnen Namen der letztgen Führer angegeben sind. Würden die Führer mit Rainen hervortret«. so wär« ihre so­fortige Ausweisung utmusbleiblich.

Bingen, 21. Jan. Da die Bahnhöfe von Bin­gen und Bingerbrück gestern nachmittag: militärisch besetzt wurden, baben die Eisenbahner di« Arbeit ein­gestellt, sodaß lebet Verkehr ruht.

Wiesbaden, 31. San. Gestern nachmittag wurde der Hauptbahnhof militärisch besetzt. Fran­zösische Posten und Wiesbadener Polizei sperr« die Zugänge der Halle. Die Züge von answätts, die noch einitef«, wurden nicht mehr roeitergetetttt Je­der Verkehr ruht.

Koblenz, 31. San. Als gestern nacht die Fran­zosen den Bahnhof Ehrenbreitstein besetzte», legten die Eisenbahner sofort die Arb-it nieder. Der Be­trieb ruhte fett 1 Uhr tm Rhetntak. Koblenz tft bis jetjt von icbem Verkehr ab geschnitten.

Düsseldorf, 1. Febr. Die Zollämter Hu- vertuS-Hafen towie die dazu gehörigen Unterstellen sind gestern von den Besatzungsbehörden militarito besetzt worden. Fe«er wurden die folg«dm Zoll­ämter besetzt: Hauptzollamt N«tz, Zollamf R«tz- Hafen, Hauptzcllamt München-Gladbael), Zollamt sireseld-Hasen und Zollamt Dutsburg-Parallelhafen. Sämtliche d«tsch« Zollbeamtrn daraufhin ihren Dienst eingestellt.

Warnung vor Unbesonnenheiten.

München, 31 Jan. Die Polizeidirettion Münch« warnt neu erb in £3 eindringlich vor Ausschreitung« gegen Vertreter des Feindbundes nick erklätt, so berechffgt ine Erregung über bie Bedrückung unseres Vaterlandes fei, > verwerflich wären Beleidigungen, Belästigung« und Tätlichkeiten, weil sie nur weitere Bedrückung« zur Fo^ge haben müssen. Wer sich geg« btefe Grundsätze versündigt, begehe ein Verbrechen am Vaterland.

DerVorwärts" meldet aus Bochum: Di« Arbeiter- Mast der Werkzeug- und AuwfabnkLumeg" hat d« «schluß gefaßt, die Wiederherstellung reparationssähi- ,istr belgischer Automobile obzulehnen. Daraufhin erschicn « Bochum ein Bataillon französischer Soldaten mit Maschinengewehr« und Tanks. Die Hauptstraße wurde Ägespertt und an einzelnen Sttaßeneck« Maschmen- jpwehre schußberett ausgestellt. Darauf besetzten ungefähr 30 ftanzösisch« Soldaten unter Führung eines Ofstzierr «st aufgepflanztem Seitengewehr bie Fabrik. Der Be- ^ebsrat lehnte abermals die Ausführung der von den öranzosen verlangten Arbettm ab und prvtestietten gegen die gwaltsame Betriebsstörung. Di« Franzosen versuchen bisher jedoch ohne Ersatz, selbst die Wagen fahr- ftw't zu machen.

Dortmund, 31. Jan. Die Truppen im Strdt- v>ner« werben morgen aus dem Stadtkern zurückge- isgen und in die Vorotte verlegt.

^Düsseldorf, l.Febr. Geste« fiel eine ftan» Wische Kavalleriepatrouille über mehrere &ute her, Je aus einer Wittschast herauskamen, und griff bie ^nungslosen mit Säbeln an. Dabei erlitt der Kassierer H städtisch« Gaswerks, Koch, eine schwere Verletzung.

wurde von der Kavalleriepatrouille mitgenommen bom Bahnhof aus mit einem Pauzerautomobil weg- ftschafft. Wohin er gebracht worden ist, weiß man noch .Acht. Die Franzos« sind ferner dazu übergegangen, sich 4*1 eigene Faust Quartiere zu verschafftn. In dem evan- ftiischen Hospiz beschlagnahmten sie eine Reihe von «mimern. Die Jnsass« wurden ausquartiert.

Düren, 31. Jan. Der Bahnhofskommandant hat «ch wiederholt« Verhandlung« die Forderung« ab- vsthnt, worauf sämtliche Eisenbahner beschlossen haben, EN Dienst einzustellen. Darauf hab« die Französin den «hnhof und bie Stellwerft militärisch besetzt nick bie ^senbahner aus den Diensträumen vettrieben. Die Fran- ftsin haben alsdann versucht, mit eigenem Personal Dienst einzurichten, wobei sie bie Weichen, mit J^en Handhabung sie nicht vettraut sind, abbanden nnd *rkeilt«. Der in der Mchtnng Köln Verkehreiche Per- Mttizug 1523, der bei Ausb«ch be» Streiks auf dem ^^llhos Düren vom deutschen Personal verlast« wurde, ^nach 3stündigem Bemüh« von d« Franzos« toeitcr* wocken. Er endete jedoch auf einem Nebengleis * Nockbahnhof Düren, wo et steck« blieb.

Am SeMnim

Amtliches Verkiindigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

^Wellinghofen, 3L Jan. Der Kreissikretär i^uchner und der Amtmann Drefing sind von d« Mlwzosin verhaftet toorden. . ... f

Stinnes und das LUbersac Avkomm«.

D ü s i e l d o r f, 31. Jan. Wie bei>>elöorfcr Bei» tunfl" aus Essen ßeme&et toirb, hat der Großindustrielle Hugo Sttnnes das bekannte Sachliesirungsabkdmm« mit dem ftanzösisipen Senator be Luberiac wegen be* E.nrückens der Franzosen in da» Ruhrgebiet sistiert. E» sind fett dem Einrücken der Besatzungstruppen (eint isusirnng« mehr an bie ftanzösisch« Wieberaufbauaesell- schaft erfolgt.

Die irallzöWe Politik im Xvhrgebiet.

Paris, 31. San. Uebct die nächsten All sichte» der ftanzösisch« und belgisch« Regierung tm Ruhp» ßebtet kchreibt der .Pettr Parisi«^ e» sei veretnbatt worden, datz die verschieden« Wtttfchaftsmtsfiou« tm Ruhrgebiet der unmittelbaren Autorttät be» Gene­rals Degoutte unterstellt würden. Die belgische Re- giernng fei durchaus damit einverstanden, daß etne einheitliche Militärbehörde auf diese Welse die ge- famte Tätigkeit der Besatzungsmächte in den ne» be­setzt« Gebieten in der Hand habe. Diese Maßnahme würde übttgens nur als eine erfte Etappe betrachtet werden. Die nächste würde darin besteh«, datz tm Ruhrgebiet eine französisch-belgische Direktion von dauerhafterem Eharatter orgonistett werd« soll«, Frankreich und Belgt« toürb« dadurch wahrschein­lich jeder für sich in» Ruhrgebiet ein« mit ausge­dehnten Vollmachten ausgestanet« »etttetet schicken. Diese Kommission würde Kompetenz« besitzen, die denjenigen der Rheinlandkommission mindesten» gleich kämm. Zum Studium der Ruhrangelegenbett werde ein regelrechter Spezialausschutz eingesetzt wer­den, desien Vorsitz Poincare führen und tzim außer einig« Mtntstem Ratgeber wie Marschall Focft General Wehgand und die Sachverftändigm &uU> laume und Gillet angehören sollen.

Paris, 31. San. Wie aus Mainz berichtet wird, empfing General Degoutte die ftanzösisch« und interalliien« Preffevertteter und machte ihn« einige längeren Aussübrung« von gewisser Bedeutung. Er führte aus: Wir hab« d« Machthabem in Deutsch­land Zet genug gelassen, um ihre Beschlüsse znt faffen. Sie leisten in einem vergeblichen Kampfe Wwer- stcmd. Ihr Spiel ist von vorneverein »ertöten. Die Verantwortung für die Leiden, die ste auf ihr eigenes Land heraufbeschwören, wird aus die Deutsch« zu- rückfallen. Denn die alliiert« Regierungen werd« nicht auf dem Wege Halt machen, den ste einmal be- i;t*rirten haben. Sie werden ihren Will« durchsetzen und jeden feindlich« Willen brechen. Die Sanktionen werden in ganz vttzer Zett ergriff« werden, und dann wftd man tn Berlin einsehen, wohin diese ver» unglückte Pottttk fflbrt Es handelt sich nicht darum, die deutschen Arbeiter zu ©Robenarbeiten zu zwin- e«, sondern es handelt sich vielmehr dämm, tote Herr« und Meister, die Vertreter der Schwerindustrie dabinzubring«, datz sie endlich sich auf ihre Repa- rattonsvervslichtungen besinn« und die zerstört« französischen Gebiete wieder aufbauen. (Der Herr (Senetal Weitz ganz genau, datz es Franfteich auf die politische und wirtschaftliche Zetirüm, merung, nicht auf R-Varattonen ankonunt. Sn Deutschland weiß es iedenfalls ieder.

Pari-, 31. San Poincar- hat beute vonnittag d« Vorsitzenden der ReoarMionskotnmission, Bat- tl'vu, emvfang«. Nach dem .Temvs' war der Geg«- stand der Unterredung die Nichtzahlung der 500 Million« Goldmark seitens Deutschland, die ans Grnnd des wieder in Kraft getretenen Londoner Zahlungsplanes uttvrünglich am 15. Januar, in- olge des bekannten aufschiebenden Beschlusses bet Sie* varationskommission jedoch erst heute sällig war.

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Rach einer Meldung de»Lokal-Anzeiger»" aus Duisburtz will es den ftonzösischen Genieftupp« und Nfenbohne« nicht geling«, Maschin« und Apparat« aus den besetzten Bohnhöftn in Gang zu bringen. Eine Lokomotive nach der anderen versagt d« Die ast. ®a immer neue Lokomottven ans dem Bahnhof Weddau

I Ess en, 31. Jan. Die gestern verhafteten Ge­werkschaftsführer der Beamten und Angestellten, so­wie be» Arft- und Telegraphenpersonals sind ins Kon den französisch« Zollbeamt« sei« in Düsiel- bors und Duisburg Zolläger beschlagnahmt worden.

m Holt wurden, brachten ine ixutsch« Eismbahner die Vf wch unversehrten Lokomotiv« ins unbesetzte Gebiet in M ki-berheit.