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Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Marburg

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BffennhtiS abgelegt hatte, versuchte der

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des Militärgerichts sarkastisch zu werden.

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Bersin, 24. Januar 1923.

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Schaffung eines Srtlichrn Geldes, daS allmählich enter gesunden Währung ausgebaut werden soll, in Vorbereitung. In wenigen Tagen wird das schehen sein.

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als wir Gebiete,

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Ter Staat wird helfen, wo er kann, aber vor der Stastshilfe muß ein« andere Hilfe kommen, freier, bc» weglicher. Die Hllfe des Volkes am Volke!! Schon haben sich Herzen und Hände aufgeschlossen^ Km das Leid und die Last zu lindern, den Widerstand für deutsches Recht zu stählen und der Welt die Kraft TeutschondS und sein Recht kundzutun; ",

Was Deutschlaw» erneut aufgÄegt wich, verlangt von unS große Opfer. Große wirtschaftliche Ber- bände haben schon den Hilfegckansfen in ihren Kreisen zur Tat werden lassen. Niemand wich zurückstehen dürfen, kein Laich, kein Alter, feite Stand, kein Ge­schlecht. Wir wenden unS darum an alle Volksgenossen mit dem Rufe: Empfindet die kommend« Not als ge­meinsame deutsche Not, wehrt sie ab, lindert sie. Ent­sagt dem Luxus und der Ueppigfeit, um dem Nächsten zu helfen. Echt auS dem UeberfluK wie aus bescheide­nen Verhältnissen, was geleistet werben kann. Es geht um Deutschlands Dasein und Zukunft, um Recht 'und Freiheit des Volkes. Gebt deshalb zum deut­schen Bolksopfer. '

Die aufgebrachten Mittck werden von einem Ber- traueusm'sschuß verwaltet und verwendet, der unter dem Vorsitz deS Reichskanzlers zusammentrritt.

Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Beamte im für das Recht ein.

Neue schwere Not entsteht, schwerer noch, sie jemals trugen, Not im vergewaltigten

Not im altbesetzten Land am Rhein, Not in ganz Deutschland.

Wrilere ZVaugsMnBWp.

Absetzungen und «uswetfungen werde»

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würdigeren Ton angeschlagen, denn nicht nur die ftanzSsische Gewalt, sondern auch hier billiger Hohn imd Spott gleiten an dem guten Gewissen und dem leiten Selbstbewusstsein der deutschen Industriellen wirkungslos ab.

Mit dem Spruch, den das Gericht gefällt bat, ist die Sache natürlich noch nicht zu Ende. Ton stch bi» Verurteilten der Gewalt fügen müssen, ist klar. Ader fr werden dadurch ihren Widerstand -nicht brechen festen und das unerschütterliche Nein, das fie einmal Msgesprochen haben, aufrecht erhalten. Mögen bte

,,v uu, vrn -t. Januar ausgefertigt.

SJaml.'kn ist eine Frist von 4 Tagen gewährt

il 'Franzosen tun, wozu fie augenblicklich bte Gewalt R -'haben. Hinter den Opfern ihrer Justizkmnödie Neben 'Vicht nur bte Stellvertreter der Direktoen. die Belea-

Wiöerstand, und, wenn nötig, auch den Widerstand Deutschland brechen lönne.

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i fortgesetzt.

[Votier, 24. Jan. Auf Anordnung der Inter- Merten Rheinlandkommtsfion ist die Abietzung und I «. Streifung aus dem befehlen Gebiet für folgende »^rbeamte beschlofsen worden: Regterungspräsidenl Saasen, Oberregterungsrat Eichhorn, Ober- ^tcrnngsrat Psublstetn, Oberregterungsrat Neff, ^rfarstmeister Jansen, Finanzamisdirektor Bertrab, -«Lrat Nebelung, Hauptzollamtsbtrektor Rieckeidort, ^rbiirgeriucister v. Bachhausen, Landrat Pohl. Die

Wir erwarten von unseren Volksgenossen, daß der Apell zur werktätigen Hilfe für unsere bedrohten Volks­genossen an der Ruhr überall im Lande weitest« Ver­breitung findet. Namhafte Spenden sind bereits von verschiedensten Seiten eingegangen. Es ist zu erwarten, daß alle Gaben nunmehr zu einem einheitlichen Zweck zusamiüenfließen werden. Zwei entsprechende Auf» rufe der Wirtschastsgruppen sind heute dem Reichs- Präsidenten übergeben worden.

Deutsches Volksopferl

Deutsche Volksgenossen! Im Frieden, entgegen den geschlossenen Verträgen hat der französisch« Imperia­lismus da? Ruhrgebiet, freies deutsches Land mit mi- litänschei ©ercalt vergewaltigt. Im Rheinland hat er dir Schranken durchbrochen» die die Verträge den Besatzungsmächten auferlegten. Darüber hinaus be­droht letzt das ganze deutsche Land wirtschaftliche Not und Teuerung. Fricke und Recht sind gebrochen» Gewalt und Unrecht sind uns-rm Volke angetan, das unter schwersterr Last seiner Arbeit nachgehen wollte.

In zäher Abwehr steht die Bevölkerung der ver- g-waliigten Gebfete wir ein Mann. Gedeih und Ver­derb, ihre Wirtschaftslage und ihr« Freiheit setzen

beit M handln,

matt*

*

------ ... -------- Er fragte:

Ist das alles? Es wäre besser gewesen, er hätte einen

Essen, 25. Jan. In Essen ist gestern eine starke Abteilung französischer Artillerie mit 16 10,5 Zentimeter-Haubitzen, sowie 12 Tanks und Panzer- Automobile eingerückt.

Dortmund, 23. Jan. Hier verlautet gerücht­weise daß Unna und Hagen besetzt werden sollen. Dortmund herrscht unter den Besatzungstruppen ziem­liche Unruhe.

Düsseldorf, 25. Jan. Hier sind 240 franzö­sische Zollbeamte eingetroffen, die bei der Errichtung der Zollinie zwischen dem besetzten und unbesetzten Ge­biet Verwendung finden sollen. In den Kreisen der hiesigen Zollbeamten hält man die Durchführung des französischen Plans für aussichtslos._ c

ZMlmttmg eie« tieiittee Mmdt.

Berlin, 24. Jan. Die französische Regierung hat die Beschwerde der deutschen Regierung über die Verordnungen der Rheinlandkommission mit folgender Note an den deutschen Geschätsträger in Paris beant «ortet:

f Soeben erhalte ich das gestrige Schreiben, wodurch Sie namens ihrer Regierung gegen die Verordnungen der interalliierten Rheinlandkommission protestieren, die unter Verletzung des Rechts und ixt Verträge erlassen worden seien. Die französische Regierung kann der­artige Proteste, di« offensichtlich auf Vertauschung der Noil-n hinauslaufen, nicht zulassen. Sie wird dem Ver­trage von Versailles, den bte deutsch« Regierung stzste- mattsch zu verletzen sucht, Achtung zu verschaffen.

Poiueare handelt auch in diesem Falle nach seiner nun schon sattsam bekannten Methode. Er schickt die Noten urütf.-in denen die deutsche Regierung d« Gewaltakt« und Vertragchrüche kennzeichnet, oder er versucht, sie mit einer kurzen Redewendung abzutun.

Giw weitere deutsche Note.

Berlin, 25. Jan. Der deutsche Geschäftsträger in Paris wurde beauftragt, der französischen Regierung folgende Note zu überreichen: DL französischen Be­fehlshaber im Ruhrgebiet haben neuerdings weitere B-- anttr, nämlich den Tefegraphendirektor Mever in Horst 'Tnscher) und den Postdirekwr in Recklinghausen verhaftet Tie Verhaftung m finb auch in diesem Falle erfolgt, weil sie Beamten Befehle ihrer vorgesetzten deutschen Behörde befelgten. Tie deutsche Regierung erhebt angesichts die­ser (Svtoaltafte erneut Protest und ftelll die gleichen Lockerungen auf. wie sie sie anläßlich der früheren Berhaftung'n aeltenb gemacht hat.

BoHlmie tun Das Ruhrgebiet.

Berlin, 24. Jan. Nach einer Meldung desBerl. Tag-bl." aus Essen bereitet man dort offenbar die Zoll» linie vor, die um das g.samte Ruhrgebiet gezogen wer­den soll. Es'haben größere Umgruppierungen der Trup­pen bereits begonnen. Das Militär soll offenbar dazu veuvecktt tvvrden, die Grenzen des Ruhrgebiets in ihrem ganzen Umfang zu besetzen, am so die Durchfüh­rung der Zollinie anzubahnen.

Die Mjtr Milt.

In der Verhandlung des Mainzer Kriegsgerichtes Segn die deutfchen Jnduftriellen des Ruhrbezirfes haben die Franzosen eine geradezu Nägliche Rolle gkfpiett. Die Verhandlung selbst war ein schreiende? Unrecht, das der französische Anklagevertreter nicht im geringtzD Kemänteln konnte. Rach seiner Ansicht ßnd die französischen Truppen im Ruhrgebiet nötig. Um die WiWösifchen- Ingenieure zu schützen und Hirse militärische Beigabe liefert ihn dann juristisch 'Ne Voraussetzung für die Spruchtättgkett eines sran zösischen Kriegsgerichtes. ES wäre eine Beleidiouno des gefunden Menschenverstandes, wenn matt diese »eweisführung überhaupt folgen wollte. Die Fran zosen hätten eine bessere Rolle gespielt, wenn sie in Mainz offen zugegeben hätten, daß sie in kriegerische Absicht in Deutschland eingefallen sind und deshalb sich das Recht anmatzen, die KriegSgefetze anzuwen h«n. Selbst bann hätten sie sich noch tm Widerspruch mit dem Völkerrecht befunden, das ausdrücklich unte fegt, Me Zivilbevölkerung zu bestimmten Handlun- een zu zwingen. Aber sie hätten stch dann doch we­nigstens nicht durch den heuchlerifchen Verfitch bloS- eeftetrt, ihrem Gewaltakt eine rechtliche Bemäntelung nmznbängen.

Die angeklagten Deutfchen hatten in feder Bezieh- tog das Uebergewicht, sie konnten stolz und erhobe­nen Hauptes erNären, datz sie den Anwelfungen der deutschen Regierung gehorchen und datz ste zu ihrer Verteidigung der französtfchen Anklaae gegenüber fenst nichts zu sagen -haben. Als Thyssen sein stolzes

ztMiVI-tt MWM- im MgM.

Pari-, 25. Jan. Der Minister für Sstenilicht. Arbeiten ist in Begleitung des Generals Weygand gestern Abend nach dem Ruhrgebiet abgereist.Petit Patifien" gibt zu, daß die Reise wegen der Schwierigkeiten erfolgt ist, die entstanden sind. Das Blatt muß ferner zugeben, daß die gemeldeten Kohlenzüge, die auf Befehl der Be­satzung-Mächte nach Belgien oder Frankreich gesandt werden sollten, ihr Ziel nicht erreicht haben. Nach roenie feen Kilometern hätten sie Wicker die Richtung nach dem unbesetzten Deutschland eingeschlagen. Der Wider­stand sei noch nicht gebrochen, da man nicht zu unnötiger Strenge greifen und auch nicht improvisieren wolle. Deshalb seien die Besatzungsmächte verpflichtet, ''mwhl hinsichtlich der Requsitionen als auch hinsichtlich der Einziehung der Kohlensteuer eine gewisse Pauseefn- tieten zu lassen. Nur ein Studium an Ort und Sielfe würde es gestatten, die Mittel vorzuschlagen, durch die man zur Lösung kommen könne. Der Minister und der General würden aber außer einem Organisationsvl.il» die Aufgabe haben, die verschiedenen Dienste, die jetzt tätig seien, in einen einzigen überleiten «a lassen. "Man hals heute drei Instanzen, die besehende Militärbe­hörde, die Jngenieurmission und den rheinischen Ober« femmissar. Sehr ost seien die getroffenen Maßnahme» nicht gleichmäßig und man müsse dann in Paris Rück­frage halten. Es bestehe nunmehr die Aufgabe, ein Berwaltungssystem zu schaffen, womit man den Iota*

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Ein lranzMer SituatimberiA.

Paris, 26. Jan. Die Abendblätter berichtet: offiziell über die Sage im Ruhrgebiet Folgendes: Diu Bevölkerung des Ruhrgckiets bleibt nach wie vor ruhig. Gestreift Wick nur in den Werfen von Thyssen und auf einzelnen Bahnhöfen. Die Cr:ScerroaItungen zei­gen sich nach wie vor feindlich gesinnt. Einzelne Streiks flauen ab, andere brechen aus. Im Ganzeus genommen ist die Situation ziemlich konfus. Ma« berichtet allgemein von Verstärkungen der Befatzmigs» truppen.

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Ebert, Reichspräsident. Für die Reichsregierung Reichskanzler Dr. Cuno,

Die Regierungen der deutsche» Länder

Vast de Zechen und die Rubrbevölkerung, sondern such das gesamte deutsche Volk.

Aufregung in Mainz.

Mainz, 25. Jan. Im Anschluß an die Ver- brängung der Menschenmassen gestern ahmt) vor dem Zrntralbotel durch französische Kavallerie dnrch-ooen Ne Massen in grossen Truvvs die Stta^en der Stadt Alter dem Gesang patriotischer und anderer Lieder. Leider ist es dabei auch wieder zu Ausschreitunaen pkommen, die zum Einschreiten nötigten. Kavallerie- ! Vatrouillen durchzogen während der ganzen Rocht die einzelnen Stadtteile. Verschiedene Verhaftungen von ikusschreitenden. durchgängig sunger Leute, fassen bergenommen worden sein. Der Plcwkommarrda^t fe Mainz macht durch Maneranschlag bekannt, dass in- fefee der gestrigen Unruhen, bei denen sich die Po­lizei ihrer Aufgabe nicht gewachsen gezeigt habe, der Delizcipräsident der französischen Militärbehörde un- M/essi worden fei. Die Truppen hätten Befehl et« Wien, eventuell von der Waffe Gebrauch zu machen.

Der Empfang in E u».

6 ; Essen. 25. Jan. Die Heimkehr ' dem feilt» Öfchen Kriegsg-n'cht widerrechtlich verort ill-a Bero- Drtksdireftoren des Rubrreviers gestaltete sich zu tin-r Wste-.scnd.'N vaterländ scheu Kundgebung dcS bwttf<6en ^kes für die Männer die in Mainz tapfer und treu ^vtsches Recht und deutsche Mücke vertraten. Auf alk-n Mlvb'srn traten Tausende von Menschen versammelt. $8 mit jubelnden Zurufen die FndustriefüHrer des Ruhr- Wins begrüßten.

isst Verurteilung deS Dr. KchlutluS und Geh. Rat Raisteifen.

Mainz, 25. Jan. Wie fchon kurz gemeldet, *sscke auch in den Abendstunden noch der Finanz- Atisprästdent Dr. SchlutinS vom Kriegsgericht in «atnz zu 1 Jahr Gefängnis verurteikt. doch wurde

Vollziehung der Strafe ausgesetzt ütztz Br. Gchlu- entlassen. Die Verhandlung gegen Wb« Kölner «tchesfinanzanttSprästdenten HäHling von San- «wuer der auch nach Mainz ttanSporiiert wurde, »och nicht anberaumt. Abends unmittelbar nach ^rndigung der ftriegszertchtsverhandlung wurden. « SchluttuS und Geheimrat Raiffeisen Auswei- «sstzsbefeble zu gestellt. Die Herten wurden sofort *» 10 Poltzetbeamtrn der französischen Gendarmerie "geführt unbekannt wohin. Man nimmt an, datz * über die Grenze abgeschoben wucken.

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Berhastunge«.

Frankfurt (Main), 25. Jan. Wie die Frank- hirter Zeitung aus Trier meldet, sind wegen der von den Franzosen vorgenommenun Brrhaftungen alle ge­werkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestelliew und die Beamten und Behörden des lsieuiernngsbezirks Trier heute mittag in einen 24 stundiggen Protest­streik eingetreten. Nach einer Meldung des Blattes ist te- verhaftet-' La drat des Krei'es Kreuznach, Müfir, im Auto aus Kreuznach wegg^eschasst worden. Seine Familie muß innerhalb von sechs Tagen das besetzte Eckiet verlassen.;

Essen, 25. Jan In Witten ist ein Eiienbah- nerr aus unbekannter llrache von der Besatzungsbe- hörde verhaftet worden. Ein dienstlicher Anlaß liegt nicht vor. Trotz eifriger Nachforschunggen ist sein Aufenthaltsort noch nicht e-m;t:elt wecken. Im Bahn- Hos Dr ikbur.z sind französische Eisenbahner eingttro'- sitst. Td^iel bis j-tzr bekannt wird, sind sie noch .richt in Uk^o.i grfwfen.

Ankunft französischer Eisenbahner, neue Besetzungen.

Pari», 25. Jan Rach dem Temps wecken die Eisenbahner, bc für das Ruh.g biet benötigt wecken, etwa ?f4X) Mann stark sein. Die erste Staffel in Stärke von 600 Wann, daruutw 35 Offiziere, sei von Toulouse bereits nach Paris abgegangen.

Tuisb arg. 25. Jan. Auf dem hi es gen HaiM- bahnho° sind französische Eisenbahner eingetroffen.

Düsseldorf, 25. Jan. Der Düsseldorfer Bahn­hof ist seit heute mittag neuerdings vor französischen Truppen besetzt worven. Die Eismbahnrr haben die Ackrii niebergeiegt sodaß d r Bahnhof für den Verkehr ge'chloffin ist. Durch die Sperrung von Tüiseldcrf und Dahlhausen ist das bergische Land säst gänz­lich vom Berk he abg .schnitten.

Elberfeld, 25. Jan. Der Bahnhof Dahlhausen an der Ruhr ist hont: m ttag von französischen Trup­pen besetzt und dadurch g s ent weckeu. Infolge der Sperre können seit heute mittag sämtliche zwischen Elberfeld und Essen übersatt.ngen verkehrenden Eil­züge nicht mehr fahren. Der Personenverkeht bis Hattingen wird nach Möglichkeit aufrechterhalten.

i*1 w .9L Begründer wird die Massnahme damit, vass K i ?ic Deamirn geweigert haben, Anordmmgen der :ie»2IUaH6rommi,Tion Folge zu leisten und dass sie gegen die Anordnungen uiu-e

Ein MorMkim für 2 Mu.

Paris, 24. Jan. Der »Petit Parisien" gibt Auskunft über die Bedingungen, unter denen nach dem französischen Pfau ein Moratorium für 2 Jahre bewilligt werden soll. Auf dem Wege einer inneren Anleihe sollen 3 Milliarden Goldmark aufgebracht Wecken, von denen 500 Millionen zur Stabilisierung imd 2% Milliarden für die Reparationen verwendet werden fallen. Für jedes der beiden Iahe foll Demfch- land 500 Millionen in Goidmark und 750 MW. Mark Sachlteferungen leisten. Die Anleihe fall van bet denrfchen Industrie aufgebracht werden. Was die Pfänder anbetitfft, fo werden zwei Kategorien ver­langt. In erster Linie soll tm befehlen Gebiet eine Ein- und Ausfuhrsteuer gezahlt werden. Ferner fall die Kohlensteuer erhoben werden. Der Ertrag btefer Steuern fällte dem Garantteausfchutz übermittelt Werden, der sie aber nur in dem Falle für die Alli­ierten verwenden tottrbc, wenn Deutfchland sich fei­nen Verpfltchmngen entzieht. In zweiter Linie fall den Alliierten das Recht zustehen, im befetten Ge­biet die Ein- und Ausfuhr zu konttollieren, damtt ausländische Devisen in Höhe des 25ptozenttgen Wertes der Ausfuhr befchafft werden. Der Plan sieht ein finanzielles Reformprogramm vor, durch daS etn Ausgleich des Budgets geschaffen werden fall. Außer den bekannten Forderungen nach Herabfetzung bet Ausgaben und nach strengerer Erfassung der Steuern werden verlangt:

1. Die Schaffung von Monopolen und deren Vev- pachtuug an private Unternehmungen,

2. Gewisse StaatSbettiebe fallen in Privaihäude Übergehen,

3. Das Reich fall 25% vom Kapital bet Industrie» gcsellfchaften des ganzen Reichos berlangen. Zur Stabilisierung der Mark fallen äusser den 500 Milli­onen Goldmark, die die von den Industriellen garan­tierte Anleihe bringen fall, nach 900 Millionen Gald- mark aus dem Bestand der Retchsbank bereitgestellt wecken. Durch bkfe Milliarde Goldmark fall die Stabilisierung der Mark erfolgen, jedoch ist die fpä- irre Einführung einer neuen Währung vorgesehen.

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Seine BelMnotne non ÜeSensmilleli '

Essen, 24. Jan. Die ftanzösische Besatzungsbe- Hörde hat gestern gelegentlich einet mündlichen Bev-! Handlung auf Grund von Vorstellungen des Regie-' rungspräsidenten von Düsseldorf, die in den letzten Tagen erfolgten, mitzeteilt, daß seitens des Oberbe­fehlshabers der Rheinarmee Befehle folgenden Inhalts ergangen seien: Es ist allen Trupvewteilen anSdrück- lich verboten, irgendwelche Fcttwaren für den Trup­penverbrauch zu beschlagnahmen oder aufzukaufen, 2. Das gleiche Verbot ist hinsichtlich Frischfleisch und Gefrierfle.sch für Me^gernen und Schlachchöfe erlassen. Anßeckem wucke erklärt, daß die Besatzungsbehörde sich jebeii Eingriffs in die Zufuhr von Lebensrnitteln ix das Ruhrgebiet auf allen Verkehrswegen enthalten werden. Dies soll auch Hann gelten, wenn die Eisen­bahntransporte für die Erntens«; also die Reparation-- kohteutraaspolte, verweigert wecken sollten.

Marburg Sitten, den 26.3nnn« 6«rte«g.

Die arbeitet fallen gezwungen werden.

Paris,Gebe de Paris" schreibt: Seitdem die Gefahr des Generalstreiks befeittgt ist und feildem wir darauf verzichtet haben. KoHienziige und Kablen- fdiiffe nach Frankreich zn transportieren, fettbem wir a ich auf die Befchlagnahme der Staatsgmben ver­zichtet haben, ist der Plan der Besetzung des Rubr- gebicts ein Mittel geworden, um die deutfchen Ar­beitet zu zwingen. Reparationen zu feisten. Vorerst bereiten wir uns noch vor. Die Truppen werden umgrnppiert, die Ernährung wttd organisiert, die

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