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.. o* uusiuucww ^tummciÄ inruige ortens ooer Sf 15 elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Dr. T. Sitzerath. Druck der * A h A A a * 91 «Xt O * er tn.n

Univ.-Buchdrucker«i von Job. Lug. «och, Markt 21,23. ^ernwrecher 55, PoK>

1923

tcheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Neue Maßnahmen im Ruhrgebiet

ndgemeindcordnung.

ller - Hannover die Vorlage über die neue B e

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Fritz

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und sieden andere ZechenSesttzer heute vor- vor ein französisches KrteysgeriSt zitiert.

Wie Thyssen mittag Weitere

schcinliche wcile die Munition.

H.A.J i. Bl,

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Reff-«, tz. Baa- Leschäst hiesig« 259

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Hollen vor da; Kriegsgericht zitiert!

Mülheim, lRuhr), 18. Zan. Der Oberbür­germeister von Mülheim erhielt heute abend von der französischen Besatzungsbehörde den Auftrag, verschiedene Großindustrielle, darunter Herrn Fritz Thyssen, aufzufordern, heute abend 9 Uhr in Fre- denheim zu erscheinen und gegebenenfalls sie durch Zwang vorzufuhren. Der Oberbürgermeister ha! dieses Anfinnen abgelehnt, jedoch zugesagt, daß er den Herren die Aufforderung übermitteln werde. Herr Thyssen erhielt kurz vor 9 Uhr die Aufforde­rung, lehnte es aber ab, ihr Folge zu geben.

Essen, 18. Zan. Wie wir erfahren, haben sämtliche 5 Herren des Zechenvcrbandes sich frei­willig bei der Division eingefunde«, wo sie als Ein­leitung eines gegen sie beabsichtigten kriegsgericht­lichen Verfahrens zu Protokoll über ihre Weige­rung, Reparationslohle zu liefern, vernommen wurden. Sämtliche Herren hielten ihre Weigerung unter Berufung auf das ihnen vom Reichskohlen­kommissar erteilte Verbot aufrecht. Den Herren wurde zum Schlug erösfnet, dah von ihrer Verhaf­tung vorläufig abgesehen werde, das, sie sich aber jederzeit zur Verfügung des Kriegsgerichts zu hal­ten haben.

Sie SWaMine 6er Men.

die Blätter aus Effen melden, wurde

Nach einer Meldung der .Voss. Ztg.' aus Este» begab sich Krupp von Bohlen-Halbach gestern* nach Berlin, um mit den zentralen Regierungsstellen di«

Di«Oberhessilch- Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Dezugsprei» monatlich 800 ML mit Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummer» infolge Streits ooer

st-n W e ». S. 3J1 L,.. _ __________________

a r Vor Beratung der Städtevrdnung wird auf Antrag

abteilungen besetzt.

Truppenbereitstellung gegen Hamm.

Dortmund, 18. Zan. Hier ziehen noch mer größere Truppenmcugen durch, die östlich

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»finden im Sinne Steins ist erst 1919 mit der Beseiti- png des Dreiklassen-Gemcindewahlrechts ermöglicht Wor­ten, Dadurch haben auch die Angehörigen des vierlen ktondrs, der seine nationale Zuverlässigfeit erst letzt itrbrr im Ruhrgebiet bewiesen hat, den ihnen gebührenden Enteil an der Verwaltung. Ich will an diesem allge­meinen Wahlrecht nicht rütteln lassen. Ich bin deshalb rgtn die Aeuderbrngsanträge des Staatsrat?, der eine Engere Karenzzeit für die Wählbarkeit und das Wabl- «ht der Personen verlangt. Die neue Städteordnung «strebt drei Ziele: 1. die Vereinheitlichung, 2. die An- Nffung an die republikanische Staatsform und 3. ein#

Zahl der Gewehre und der ttottoenMger

Sie 5 WenraSlen.

$ren6iliitr innhlag.

19 7. Sitzungvoml 8. Januar.

. Aus der Tagesordnung steht die erste Beratung der fexußischen Städteordnung und der preußischen

die zwischen Herne und Recklinghausen liegt, ver­mindert, und nur der Pendelverkehr zwischen Schleuse 1, Ruhrort-Hafen und Schleuse 7 wurde gestattet. Das bedeutet praktisch die Verhinderung aller Kohlentransporte zu dem neubesetzten Gebiet in das unbesetzte Gebiet.

Auch der bereits angekündigte Eingriff in den Gisenbahnwegen ist erfolgt. Auf verschiedenen Sta­tionen wurden nach dem unbesetzten Deutschland rollende Kohlenzüge und Kohlenwagen abgehalten. Bisher (6 Uhr abends) liegen Meldungen über solche Beschlagnahmen aus Langendreer und Herne vor, wo mit militärischem Zwang verschiedene mit Koks für Mitteldeutschland beladene Züge feftge- halten wurden. Der Versuch, einen Kohlenzug in Merten anznhalten, ist mißlungen, doch erwartet man, daß die Beschlagnahme rasch einen großen Umfang annehmen wird.

Essen, 18. Ian. Bis 11 Uhr vormittags lie­gen keine Nachrichten vor, daß die gestern abend von französischer Seite angekündigte Beschlagnahme von Eisenbahnwagen sowie der Zechen ausgeführt worden wäre. Vorbereitungen dazu find jedoch offensichtlich im Gange. Bei der Eisenbahn werden nach und nach sämtliche Bahnhöfe militärisch besetzt und Büros angefordert, die von französischen Be­amten besetzt werden. Auch haben die Vesatzungs- behörden von der Eisenbahn allerhand statistisches Material über den Zugverkehr der letzten Tage ver­langt, insbesondere darüber, wohin die aus dem Ruhrgebiet kommende Kohle gegangen ist. Von de«i Wasserstraßen wird gesagt, daß die französischen Behörden eine Umleitung von Schiffsraum seit heute vormittag vornehmen und durch Befehle die Verschiffung von Kohle, die unterwegs ist, nach oeu von ihnen angegebenen Orten zu erzwingen suchen.

Essen, 18. Jan. Wie wir zuverlässig hören, *m So,lft des heutigen Vormittags aus drnt Rhein in gröberem Umfange Kohlenlähne angebalten und Kohlenladungen beschlagnahmt. Die Schisser wurden angewiesen, sich neue Papiere ausstellen zu lnffen, wohin die Sendungen geleitet werden, ist noch wcht sicher bekannt. Gesprochen wird von Stratzburg.

Soeben trifft die Rach» icht ein, daß die Reichs- banlanstalten im besetzten Gebiet von den Fran­zosen mit Beschlag belegt worden find.

Wenti Bajonette auch tausendfach drohen, der deutsch» Arbeiter lässt seinen heimatlichen Boden nicht vergei. wattigen. Das dürfte auch PoinearS einsehen kernet».

Bon der BefetznngSbehörde ist das Singen natio­naler Lieder wie derWacht am Rhetts und deS Deutschland-Liedes verboten worden.

M Mmmtion!

Essen, 18. Jan. Wie sich die Franzosen die Her­stellung sympathischer Beziehungen zwischen der Bo» satzung und der Bevölkerung vorstellen, darüber gibt ein Kntturdokument Aufschluß, durch das ein Teil der öffentlichen Häuser für die BefatzungSarmee reserviert wird. Es heißt weiter in diesem Dokument, jede Ber- vaftung und jede von den deutschen Behörden vor­genommene polizeiliche Matznahme, die sich ohne Be­fehl der Besotznngsbehörde »»gen Frauenspersonen richtet, die mit Mititarpersonen der Alliierten tu Verbindung stehen und nicht der Kontrolle unter­stehen. wird sofort zu einem Rechenschaftsbericht an die Besatzungsbehörde führen. Keinesfalls würde« diese Maßnahmen den Charatter einer unmäßige« Bedrückung annehmen, die ein Hindernis bilden wür­den für die Herstellung sympathischer Beziehungen zwischen Zivil und Militär.

Ein weiterer Befehl schränkt die BewegungSsrei- freit der deutschen Polizei erheblich ein, indem ein be­waffnetes Eingreifen der Sckmvo in größerer Stärk» als 30 Mann ohne vorherige Anmeldung 6et der ©e»

Stadt konzentriert werden. Anscheinend s andelt es sich um die Bereitstellung für einen ev. weiteren Bormarsch auf Hamm.

Mner 3M!

Essen, 18. Jan. Aeber die bereits gemeldete Beschlagnahme von Schiffsraum auf dem Rhein wird berichtet, daß gestern abend 1 und heute bis­her 14 Schleppkähne, die Ruhrkohle für Süddeutfch- land geladen hatten, auf der Reede von Duisburg von den Franzosen für beschlagnahmt erklärt wur-, den und Weisung erhalten haben, bis Mannheim zu gehen, wo sie weitere Weisung bekommen wür­den. Auf dem Rhein-Herne-Kanal wurde der gesamte Schiffsverkehr über die Schleuse 7 hinaus,

Berlin, 18. Ja«. Der französische Ober«, bei für die Vorgänge in Bochum verantwortlich ist. ist «bberufen worden. Bochum wird durch ei« neues Regiment befebt werden. Bon der Reichsregierung wird wegen des Erschiessens des jungen Bergarbei­ters Protest erhoben werden.

Eine Morl? BemMm im Wcksrln 3koieruno5PtöfiWiL

Trüffel do r f, 18. Jan. Regierungspräsident Drt Brückner hat an den Oberdelegierten für die deut­sche Zivilverwaltung in Düsseldorf, General Tan» Vigne, folgenden Bericht erstattet:

Zuunächst teile ich Ihnen mit, daß die zu den ge- singen Besprechungen nach Düsseldorf geladenen Ver­irrter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in äußerste Erregung versetzt worden sind durch die Behandlung ie ihnen gestern zuteü geworden ist. Sie haben dieser Erregung mir gegenüber sehr scharf Ausdruck gegeben. Rui ein kommunistischer Arbeitervertreter schloß sich 6'rftort aus. Die Arbeitgebervertreter insbesondere er- '(arten mir gegenüber, daß sie sich dem chnen zuge- g-ngenen Befehl in keiner Weise fügen werdens D.- Arbeitgeber- und Arbeitnehmerver- treter, die gestern die Sitzung ausgesucht haben, haben mir gegenüber ihren festen Willen aus­gesprochen, niemals wieder zu einer persön­lichen Verhandlung vor den französi­schen Besatzungsbehörden zu erscheine«,

Zur Charakterisierung der Wirtschafts- und Er- nährungslagc in meinem Regierunsbezirh wie sie sich in den wenigen Tagen seit dem 11. Januar zugespitzt hat, teile ich mit, daß sie tuümrch zu einer wesent­lich unflaten und für die deutschen Verwaltungsbe­hörden, wie auch für die Besatzungsbehörden zu einer unübersichtlichen geworden-ifi. daß es bisher noch nicht im geringsten festtzeht, wer in den nächstenTagendieLöhnefürdie Bergarbeiter aus zahlen wird. Es handelt sich um 560000 Bergleute bei einem Tageslohn von ganz gering gerech­net 4000 Mark, also um einen Lohnaufwand von 2400 Millionen deutschen Papiermark. Die Bergarbeiter-» schasl ist auf den ungestörten Bezug ihrer Löhne akt­gewiesen, weil sie selbstverständlich Kapitalien Über­haupt nicht und über Lebensmsitelvorräte in irgend­einem nennenswerten Maße jedenfalls nicht verfügt.

Schließlich habe ich vorsorglich schon jetzt mit aller Schärfe davor zu warnen, irgend^ welche weiteren Maßnahmen zu ergrei­fen, die eine Abschnürung des Ruhrge - biets von dem unbesetzten Deutschland herbeisühren könnten. Die Errichtung einer Zoll- Ir n i e würde zur Folge haben, daß im Ruhrgebiet völlige Verwirrung und Störung derj Verkehrsmittel, namenllich der Eisenbahn, hev- beigeführt werden würde. Das würde namentlich für. die Anfang März beginnende Zufuhr von Kartofselitz' nach dem Industriegebiet von verhängnisvoller Wiv-

Dar Spiel mit Sem Feiler.

Bochum, 18. Jan. Die französische Desatzungs- vehörde hat einen Teil des Rathauses mit dem Stadtverordnetensitzungssaal als Quartier für die Truppen benutzt, so daß weder Magistrats- noch Stadtverordnetensitzungen stattfinden können. Da eine Umquartierung trotz nachgewiesener anderwei­tiger Unterbringungsmöglichkeit ntcht erfolgt ist, ist die Stimmung der Bürgerschaft aufs neue erregt.

Innerhalb von Essen ist sonst alles ruhig: aber, so schreibt dieEssener Volkszeitung«, in Wirklichkeit standen die Verhältnisse ganz anders; alles sei auf d'kgen oder Brechen gestellt. Aus Grund sorgfältiger ^.nwrmationen über Menschen und Dinge kann ge­sagt werden, dass die Industriellen. Direktoren und Ingenieure es auf jede Gefahr bin ablchnen, ent­gegen dem Befehl der detitschen Regierung, der sie Gehorsam schulden, irgend etwas zu unternehmen, anzuordnen oder zu unterlassen. Das einzige Argit- nient, das gegen diese selbstverständliche Pflicht­erfüllung nicht findet, ist Gewalt. Aber wer die Wefftalen kennt, weist, daß auch die Gewalt i« einem Bl-nd unerschütterlicher Standhaftigkeit, die sich, im etfüllung nicht Anwendung findet, ist Gewalt. Aber n-er die Westfalen kennt, weist auch auch die Gewalt sie nicht beugen wird. Bergmann und Bergherr ver­einigen sich in einem Bund unerschütterlicher Stand­haftigkeit, die sich im Großen wie im Kleinen auS- wirkte

In einer Kundgebung des Vorstandes der Arbeits­gemeinschaft der Kreisbauernschaft Msihlbeim, Duis­burg und Oberhausen heißt es: Gemeinsame Not schmiedet uns tn dieser Stunde mit allen anderen Ständen und mit allen deutschen Volksgenossen zu- iammen. Wir wollen das Trennende vergessen und das leidige Parteigezänk endlich vermeiden. Felsen­fest ist unier Wille und eins ist unser Schwur. Deutsch toaren unsere Väter, deutsch sind auch wir, und deut­sche Männer werden unsere Söbne und Enkel sein.

I« der sozialdemokratischenEssener Arbeiter­zeitung heißt: Der gegenwärtige Kamps um das Ruhrrevier ist ein Kampf um das Recht, und die Sozialdemokratie ist sich bewußt, daß es ihre Aufgabe ist. ihn mit großem Aufwand von Energie zu führen, und daß sie dabei in die vorderste Reihe gehört.

i» SAfe adweg 3,

MWuMN.

Düsseldorf, 18. Zan. Der Präsident des Landlssinanzamtes Düsseldorf Finanzrat Dr. Schlutius wurde heute von der französischen Ve- satzungsbehörde verhaftet, nachdem er aufgefordert worden war, die finanziellen Unterlagen der Ober- ftnanzkasse den fremden Sachverständigen vorzu- lezen. Schlutius wurde unter Bewachung im Auto fortgeführt. Wohin er gebracht worden ist, ist noch unbekannt.

Düsseldorf, 18. Jan. Der Oberdelegierte General Danvigne hat an den Regierungspräsidenten von Düsseldorf folgendes Schreiben gerichtet:

Ich habe die Ehre? Ihnen mitzuteilen, dast heute Nachmittag im Landesfinanzamt bet Herrn Dr. Schlutius eine Durchsuchung eingeleitet worden ist Infolge dieser Durchsuchung werden gegen diesen Be­amten folgende Mastregeln ergriffen werden: 1. Wegen Grhorsamverweigernng gegen die Befehle der Mili­tärbehörde: 3. wegen äußerster Unverschämtheit, die er im Verlaufe von Unterhandlungen und Gerhand lungeu, die er mit verschiedenen französischen Be amten, welche t« offizieller Mission zu ihm kamen bewiesen hat."

Essen. 18. Zan. Heute nachmittag wurde in Altem ssen eilt Cchupobeainter von der Bcsatzungs- belsörd^ verhasiet, weil er einen ftzinzösischen Offi­zier nicht gegrüßt hatte. Bis zu den späten Abend­stunden war der Beamte noch nicht wieder in Frei­heit gesetzt worden.

Der Lsrnmlch.

Berlin, 18. Zan. Nach den in Berlin an den zuständigen Stellen vorliegenden Nachrichten haben gestern morgen die Franzosen ihren militärischen Bormarsch von Dortmund und Esten aus fortgesetzt. In den beiden Städten herrscht Ruhe. Auch im übrigen neubesetzten Gebiet find keine Zwischenfälle bekannt geworden. Die Bormarschbewegnngen der fronzöjisch-belgifchen Truppen gehen über Mett­mann in Richtung Kupferdreh, jedoch find Schwelm und Elberfeld noch nicht besetzt. Zn nördlicher Rtch- tung bewegt fich der Vormarsch mnt Dortmund aus in Richtung aus Asseln. Unna ist jedoch noch nicht besetzt. Auch Hagen ist noch frei. Hingegegen ist Herdecke vorgestern abend noch von einer Heinen Abteilung besetzt worden. Der für den Güterver­kehr wichtige Verschiebebahnhof Vorhalle bei Ha­gen ist zeitweise von kleine« französischen Truppen-

satzungsbebörde nicht erfolgen darf. ES mutz ange­geben werden: Gegenstand und Ort des Eingreifens, Taa, Stunde und Stärke des Aufgebots und wavr- Dauer des Eingreifens, sowie mögltcber-

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Arbelir- fucht 1*.

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15 Zetheubesiher sollen heute noch die gleiche Aufforderung erhalten.

Marburg Mag, Den 18. Januar Hortung.

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Der Bnjelgenprei» beträgt für bat ggefp. Zeilenmillimeta 20.00 KL (Äleiee Anzeige« gegen bat, 25,', weniger). Amtliche und ees®. Anzeigen 30 SO. Bei f(Walgern Satj 50ft, Aufschlag. Spät et»taufende ober den Raum über Seite einnehmende Anzeige» werden nach der leiifexütenbreit« berechnet. Reklame» bet Zeilenmillimeter 70 ML Jeder Rabatt gilt al» Barradatt. Belege werden berechnet. Bei Auo- kunfi durch die Eeichäftrst. und Vermittlung der Angebote 20 BL, bei llebasendung durch mm 50. ML ohne Porto.

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Wae Städte- und Landgemeindeordnung ist der erste (kchritt auf dem Wege der kommunalen Verwaltung;- «ferm Trotz aller Schwächen ist die Vorlage angesichts fe großen Schwierigkeiten und gwßen Bedürfmffe unse- Zeit gerecht. (Abg. Katz: Ein ganz entsetzliches Mach- Wrt ist es.l Ich hone, dast der P.anJtaa die Vorlagen drEschi-den wird. Sie können dazu beitragen, daß dem fette geknechteten und bedrückten Deutschland ein freies «ich entsteht. (Beifall.)

, Hirsch (Soz.): Wir hätten eS begrüßt, wenn fech die staatkche Verwaltungsreform jetzt in An- Wisi genommen: worden wäre. Wir erkennen aber die feändr an, die die Regierung daran hinderten. Das klößft Hindernis für eine wirkliche Gemeinde verwal- ürrgsreform ist noch immer das veraltete Polizeiverwal- ! fetSsgesetz. Die Sicherheitspolizei muß in den Händen « .Staates bleiben. Die übrigen Zweige der Polizei- fewaliung müssen aber der Gemeinde unterstehen. Die . knanzeu der Gemeinden müssen ausgcbcssert werden.

! Abg. Sprenger (Z.): Die Steinschen Gedanken, * fr in seiner Reform zu verwirklichen suchte, müsien , mich heute beherrschen. Nur durch die Mitrrffrkung «er Kräfte in den Gemeinden können wir eine Beseiti ' der Fremdherrschaft erreichen. Leider sind die reak- i feeren Machenschaften so verstärkt worden, daß das i Mtncindewesen von der Pluwkratie beherrscht wird. Erst M neue Wahlrecht hat den Weg zur wirtschaftlichen i ^Estverwaltung geebnet. Der Ausbau der Selöstver-- fe'tung ist eine Notwendigkeit: sie darf nicht verkümmert *ssden durch die schlechten Gemeindesinanzen. Der Au- zu dieser Verkümmerung liegt schon in den Zuschuß : fe des Reiches zur Besoldung der Gemeindrbeomien. . Regierungsvorlage wird int Ausschuß noch viel "«rrekturen erfahren müssen. Auch im Verhältnis der Jaieiuten zur Polizeivrrwaltung muß Wandel geschaffen E^cn. Die Zahl bn Stadtverordnete« muß vermindert ^rden, aber sie darf auch «icht zu klein fein. Es wäre Ml zweckmäßig, wenn in manchen Ausschüssen Nicht- ^tglicder der Stadtverordneten vertreten wären. (Beifall '"fe Zentrum.) Auch darf man heute die Selbstverwal- 2*0 nicht so weit treibe«, daß die Städte als kleine 'publiken neben dem Staate bestehen. Bei der fchl-ch- Finanzlage der Gemeinden ist es begreiflich, daß W die Einnahmen durch Gemeinde-Unternehmungen bei- F"6err. wollen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen aber, M die finanziellen Ergebnisse solcher Unternehmungen ißt 6eri"S sind. Es widerspricht geradezu der Ber- kstung, wenn die neue Städteordnung die Kommunall- weiter Erwerbszkbeige fordern will, die bisher Verfassung zu schützenoen gewerblichen Mtt- Eiiand Nahrung gebe«. Die Gemeindefinanzen müssen ^.Landessteuergesetz auf andere Art und Weise aufge- iNstrt werden.

^>g Meyer-BübLm (Hann.) wendet sich geg.n Forderung ei «er allgemeinen Einführung der Land- «rrmeisterreie«: dieses System sei zu kostspielig. Di- dersche Bevölkerung begrüße «S, daß die Landbür- ffrrritn den Hannoveranern nicht aufgedrängt wer- sollen.

«s Partikularismus, sondern weil wir in diesen gegen ufrmtS Brechen gerichteten Bestrebungen eine Schwächung de'- feichsgedankens erblicken. Darauf muß heute bei der B. Wiederkehr des Tages der Reichsgründung hingewie- fet werden. Eine wirkliche Selüstverwaltung der Ge-

)ttl irbeit ifeg ten Ville, TOarbit ht- H«

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. . zeitgemäße Umgestaltung der Verwaltung unter

i1 LrtzSsichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Der E6riaTrit?ftaat hat aufgehört. Die Staatsrcgierung gebt «s demokratischen Wahlen hervor. Daher konnte ihr Wedenllich das Bestätigungsrecht gelassen werden. (Un- Nk bei den Kommunisten. Abg. Katz (Komm.): Kom- Anustische Bürgermeister werden nicht bestätigL) Die

Anllliches VeMndrgungsblatt des Kreises Marbmg

Anzeiger für (das früher kurhesiischej OberhesseU

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k V«6 Uhr wird die Weiterbeoatung auf Frri.'üg j r'frniiitag 11 Uhr vertagte

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--fei btt ngserhöhung dcbattclos einstimmig an» eres.ium ynommen.

Zur Begründung der neuen Städteordnung nimmt haii |tH das Wort Minister des Innern Severing: II Hl Grüßen befindet sich aegenwärtig in ähnlicher Sage, als «I ßrriherr von Stein die erste Städteordnung cinbrachte.

Damals seuftzten wir Ivie heute unter dem militärischen «itb wirtschaftlichen Druck Frankreichs. Die staatliche ßinanzverwaltungsresorm und die Verein» ßlchung des Behördenapparats sind sehr Wünschenswert. Gerade jetzt angesichts der Bestrebungen, kmißen zu zerstückeln, dürfen tmr die preußischen Be» fiidenomgnisationen nicht lockern Wenn wir uns gegen ßreußens Zerstückelung wenden, so geschieht das nicht